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Subject: Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft
Date: Fri, 30 Jan 2026 15:23:21 +0100
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<title>Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft</title>

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=3D"0" leftmargin=3D"0" topmargin=3D"0">
<table width=3D"97%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tbo=
dy><tr> <td width=3D"2%" class=3D"platz" height=3D"20"><img src=3D"https://=
www.fes.de/ipg/arc_06_d/hg/spac.gif" height=3D"20" width=3D"15"></td><td wi=
dth=3D"2%" class=3D"platz"><img src=3D"https://www.fes.de/ipg/arc_06_d/hg/s=
pac.gif" height=3D"20" width=3D"20"></td><td width=3D"23%" class=3D"platz">=
&nbsp;<a name=3D"anf"></a></td><td width=3D"45%" class=3D"platz">&nbsp;</td=
><td width=3D"25%" class=3D"platz">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" colspan=3D"3"><p>GERT-JOACHIM GLAE=
=DFNER / ASTRID LORENZ (Hrsg.):<br>
      Europ=E4isierung der inneren Sicherheit.<br>
      Eine vergleichende Untersuchung am Beispiel=20
      organisierter Kriminalit=E4t und Terrorismus.<br>
      <br>
    </p>
    </td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" rowspan=3D"6" align=3D"right"><br>=
=20
&nbsp;</td></tr>=20
<tr>
  <td class=3D"text">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
  <td class=3D"text">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top"><span class=3D"Stil1"><b>Heft 4/2006</=
b></span></td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
</tr>
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
<td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=20
 <tr>
   <td class=3D"text">&nbsp;</td>
   <td colspan=3D"3" valign=3D"top" class=3D"unter Stil1">Wiesbaden 2005<br=
>
    VS Verlag f=FCr Sozialwissenschaften, 303 S.</td>
 </tr>
 <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top" cols=
pan=3D"3">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"4">=20
      <p class=3D"Stil1"> Die vorliegende Arbeit ist das Forschungsergebnis=
 einer Projektgruppe am Institut=20
        f=FCr Sozialwissenschaften der Humboldt-Universit=E4t zu Berlin und=
 der=20
        Berlin Graduate School of Social Science. Sie geht der Frage nach, =
ob und wie
        stark die Politik der inneren Sicherheit jeweils auf nationaler Ebe=
ne europ=E4isiert=20
        ist. Exemplarisch wird anhand der organisierten Kriminalit=E4t und =
des Terrorismus=20
        hinterfragt, ob die zunehmende politische Integration Europas Auswi=
rkungen=20
        auf den Bereich der inneren Sicherheit hat, ob dieser Kernbereich s=
taatlicher Souver=E4nit=E4t=20
        integrationsoffen ist, sich nationale Spezifika und historisch-kult=
urelle=20
        Eigenheiten auf die Debatte sowie die institutionelle Entwicklung a=
uswirken und=20
        ob die Europ=E4isierung an den Grenzen der Europ=E4ischen Union hal=
t macht. Dabei=20
        versteht sich der Band als Beitrag, im Rahmen der analytischen Beob=
achtung=20
        von Sicherheitspolitik =FCber die reichhaltigen, jedoch in der Mehr=
zahl kriminologischen,=20
        institutionenzentrierten oder politisch-ideologisch ausgerichteten =
Arbeiten=20
        zur inneren Sicherheit hinaus auch die entscheidenden Akteure, die =
=F6ffentliche=20
        Debatte sowie die politisch-kulturellen Hintergr=FCnde von Sicherhe=
itspolitik=20
        zu ergr=FCnden, um somit die L=FCcke an systematisch-vergleichenden=
 politikwissenschaftlichen=20
        Analysen zu schlie=DFen.<br>
        <br>
        Die Arbeit besteht aus 13 Aufs=E4tzen von jeweils rund zwanzig Seit=
en Umfang.=20
        Inhaltlich werden im ersten Teil =20
        (S. 7=9641) zun=E4chst das analytische Grundkonzept=20
        und die zentralen Begrifflichkeiten sowie die schrittweise Ann=E4he=
rung der Politik=20
        der Mitgliedstaaten erl=E4utert. Den zweiten und umfassendsten Teil=
 (S. 43=96244)=20
        bilden zehn Fallstudien der Gr=FCndungsmitglieder Deutschland, Fran=
kreich, Italien,=20
        Niederlande, der sp=E4ter beigetretenen Mitglieder Gro=DFbritannien=
, Spanien=20
        und Polen sowie der Nicht-EU-Staaten Norwegen (Schengen-Land), T=FC=
rkei (Beitrittskandidat)=20
        und Russland (strategischer Partner). Teil drei schlie=DFlich (S. 2=
45=96
        272) res=FCmiert vergleichend die empirischen Befunde, den Stand de=
r Europ=E4isierung=20
        und problematisiert einzelne Aspekte der Themenstellung mit der Abs=
icht,=20
        weitere Forschung anzuregen. Ein nach den einzelnen Aufsatzthemen g=
eordnetes=20
        Literaturverzeichnis von insgesamt fast 500 Titeln (S. 273=96300), =
welche aber lediglich=20
        sporadisch und oberfl=E4chlich verwertet werden, rundet die Arbeit =
ab. Gesetzes-=20
        und Urteilsfundstellen, Drucksachen und Internetangaben w=E4ren jed=
och<br>
        besser nicht innerhalb der Literaturangaben sondern in einem eigene=
n Anhang=20
        aufgehoben gewesen.<br>
        <br>
        Im ersten Teil wird der Begriff der inneren Sicherheit definiert al=
s Minimum=20
        an Risiken im =F6ffentlichen Raum eines nach au=DFen hin begrenzten=
Gemeinwesens. Ihre Gew=E4hrleistung umfasst unter anderem den Schutz von Le=
ib und Leben,=20
        der Gesundheit, der Freiheit und des Besitzes (S. 7). Das Verh=E4lt=
nis von=20
        Staatlichkeit und organisierter Kriminalit=E4t sei ein ambivalentes=
, weil sein Gegenteil,=20
        die =BBdisorganisierte Kriminalit=E4t=AB, f=FCr die =F6ffentliche O=
rdnung =96 der Begriff=20
        ist missverst=E4ndlich, denn gemeint sind die Sicherheitsinstitutio=
nen, nicht der=20
        polizeirechtliche =BBterminus technicus=AB =96 nicht leichter zu lo=
kalisieren und zu bek=E4mpfen=20
        seien (S. 15). Terrorismus sei gekennzeichnet durch eine relativ ko=
ordinierte=20
        kriminelle Aktivit=E4t, militante und zumeist asymmetrische Gewalta=
us=FCbung=20
        sowie durch seine Unberechenbarkeit (S. 15). Im Hinblick auf den fu=
ndamental-
        islamistischen Terror ist allerdings zu erg=E4nzen, dass dieser sic=
h gerade=20
        nicht durch eine auch nur =BBrelative=AB Koordination auszeichnet, =
sondern die einzelnen=20
        Zellen oder Allein-Attent=E4ter autark handeln, was die Lage noch u=
n=FCberschaubarer=20
        macht. Die Autoren arbeiten sodann den Zusammenhang zwischen=20
        der Liberalisierung des Waren- und Dienstleistungssystems und der I=
nstitutionalisierung=20
        und Internationalisierung der Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich=
=20
        heraus. Sie kritisieren zu Recht die nur schleppende Umsetzung bere=
its gefasster=20
        Beschl=FCsse, so der Schaffung des dringend erforderlichen europ=E4=
ischen Haftbefehls,=20
        und das oftmals lediglich reaktiv-=F6ffentlichkeitswirksame Gebaren=
 der nationalen=20
        Politiken, beispielsweise im Hinblick auf politische Lippenbekenntn=
isse=20
        zur Verst=E4rkung der informatorischen Zusammenarbeit nach dem 11. =
September=20
        2001 (New York) und dem 11. M=E4rz 2004 (Madrid). Auch nach den Ans=
chl=E4gen=20
        von London im Juli 2005 hat sich an dieser Einsch=E4tzung nichts ge=
=E4ndert. Im Gegenteil.<br>
        <br>
        Die L=E4nderanalysen beleuchten zun=E4chst das jeweilige nationale =
sicherheitspolitische=20
        Verst=E4ndnis, das von einem spezifisch normativen bzw. einem Verfa=
ssungsverst=E4ndnis=20
        von Sicherheit, das die Grundrechte der B=FCrger als Abwehrrechte=
=20
        gegen den Staat in den Vordergrund stellt, abgegrenzt wird. Untersu=
cht=20
        werden zudem historische Wurzeln, Zust=E4ndigkeits- und Kompetenzfr=
agen, insbesondere=20
        die Trennung von Milit=E4r- und Polizei, wichtige nationale Debatte=
n,=20
        Gesetzgebung sowie Grad und Grenzen der Europ=E4isierung. Im Hinbli=
ck auf die=20
        Bundesrepublik Deutschland (S. 43=9662) wird zutreffend gefolgert, =
dass diese=20
        faktisch schon lange europ=E4isiert ist und h=E4ufig die Rolle als =
Impulsgeber =FCbernommen=20
        hat, wobei die geographische Lage, insbesondere die bisherige =F6st=
liche=20
        EU-Au=DFengrenze und die damit einhergehenden Kriminalit=E4ts- und =
Migrationsprobleme,=20
        diese Tendenz gef=F6rdert haben. Widerspruch muss jedoch die These=
=20
        der Autoren erfahren, =FCber den =BBUmweg Europa=AB sei eine Transf=
ormation vom=20
        liberalen Rechtsstaat zum =FCberwachten Pr=E4ventionsstaat erfolgt =
oder gar =BBgelungen=AB: Zum einen hat das Bundesverfassungsgericht durch d=
as Urteil vom=20
27.07.2005 zum nieders=E4chsischen Sicherheits- und Ordnungsgesetz (NdsSOG)=
=20
einmal mehr den Grundrechtsschutz der B=FCrger entschieden gest=E4rkt, inde=
m es=20
pr=E4ventive Telefon=FCberwachungsma=DFnahmen ohne konkrete Verdachtsmoment=
e=20
grunds=E4tzlich f=FCr verfassungswidrig erkl=E4rt hat; zum anderen zeigt de=
r Vergleich mit der in Gro=DFbritannien =96 durchaus erfolgreich =96 prakti=
zierten Video=FCberwachung=20
von =F6ffentlichen Pl=E4tzen oder gar der =F6ffentlich heftig kritisierten =
aber nach=20
wie vor erlaubten gezielten T=F6tung dringend verd=E4chtiger Selbstmordatte=
nt=E4ter,=20
dass die Bundesrepublik tats=E4chlich von Strukturen, die m=F6glicherweise =
als =BBPr=E4ventionsstaat=20
=AB zu bezeichnen w=E4ren, weit entfernt ist. Der Terrorismus der IRA hat=
=20
demgegen=FCber in Gro=DFbritannien deutliche Spuren hinterlassen (vgl. S. 1=
05). In=20
=E4hnlicher Form gilt dies ebenso f=FCr die rigiden spanischen Anti-Terror-=
Gesetze=20
aufgrund des ETA-Terrors (S. 164). Nicht zuletzt ist bei Hermann Heller<a s=
tyle=3D"mso-footnote-id:ftn1" href=3D"https://www.fes.de/ipg/arc_06_d/04_06=
_d/r_4_06_3.htm#_ftn1" name=3D"_ftnref1" title=3D""><span class=3D"MsoFootn=
oteReference"><span style=3D"mso-special-character:footnote">
<!--[if !supportFootnotes]-->
[1]
<!--[endif]-->
</span></span></a>=FCber den=20
        liberalen Rechtsstaat kenntnisreich nachzulesen. Die weiteren Analy=
seergebnisse=20
        zusammengefasst: f=FCr Frankreich wird der Dualismus zwischen repub=
likanischer=20
        Kultur und besonderer Kriminalit=E4tslage der V. Republik betont (S=
. 83f.), in Italien=20
        das politische Ringen um die Rolle der Justiz gegen=FCber der Mafia=
 herausgestellt=20
        (S. 123ff.), w=E4hrend die Niederlande eine Entwicklung vom t=E4ter=
orientierten Ansatz=20
        hin zu einer opferorientierten Herangehensweise genommen haben (S. =
146).=20
        In s=E4mtlichen Gr=FCndungs- und vor der Osterweiterung der eu beig=
etretenen=20
        Staaten dominieren allerdings innenpolitische Fragen die Sicherheit=
spolitik =96 ein=20
        auch in anderen Politikfeldern nach wie vor ungel=F6stes Problem de=
r Etablierung=20
        eines gemeinsamen politischen Europa. Anders in Polen, wo der Wunsc=
h nach=20
        dem Beitritt zur EU als Hauptmotor f=FCr die Implementierung und Um=
setzung=20
        von EG-Recht =96 nicht EU-Recht (!) =96 gewirkt hat (S. 165ff.), we=
lches ebenso als=20
        Chance f=FCr eine nachhaltige Demokratisierung in der T=FCrkei vers=
tanden werden=20
        k=F6nnte (S. 222). Sonderstellungen nehmen zudem Norwegen und Russl=
and ein.=20
        Norwegen, weil es trotz selbst gew=E4hlter Distanz zur EU im Bereic=
h der Sicherheit=20
        durch die Schengen-Vertr=E4ge in weitem Ma=DFe europ=E4isch gebunde=
n ist (S. 202).=20
        Russland, weil es zwar nicht einen EU-Beitritt anstrebt, aber doch =
willens ist, in=20
        die sicherheitspolitischen Strukturen der Union eingebunden zu werd=
en; dies=20
        freilich unter besonderer Ber=FCcksichtigung seiner Bedeutung in de=
r Weltpolitik,=20
        akuter Divergenzen aufgrund des Tschetschenien-Konflikts und im Hin=
blick auf=20
        europ=E4isches Recht und rechtsstaatliche Anspr=FCche inkompatibler=
 Strukturen,=20
        mit denen de facto gegen organisierte Kriminalit=E4t und Terrorismu=
s vorgegangen=20
        wird (S. 241=96244).<br>
        <br>
        Der abschlie=DFende dritte Teil soll die in den Einzelanalysen gefu=
ndenen Ergebnisse=20
        zusammenf=FChren. Er diskutiert Gemeinsamkeiten und Unterschiede de=
s=20
        Standes der Europ=E4isierung und wird durchaus dem Anliegen gerecht=
, die Europ=E4isierungsforschung=20
        durch empirische Daten zu bereichern. Allerdings h=E4tte dieser=20
        Teil durch Bildung von Differenzierungskriterien und Fallgruppen be=
sser=20
        strukturiert und weiter ausgebaut werden m=FCssen, zumal nach der u=
mfassenden=20
        Stoffaufbereitung in den ersten beiden Teilen erst hier die eigentl=
ich analytische=20
        Leistung der Arbeit einsetzt. Stattdessen verh=E4lt es sich leider =
wie so oft bei vermeintlichen =BBVergleichen=AB: das Material wird langatmi=
g auf =FCber 200 Seiten separat,=20
        Nationalstaat f=FCr Nationalstaat, dargestellt, aber der vergleiche=
nde Kern=20
        der Untersuchung, also das, was tats=E4chlich Kern der Forschungsfr=
age ist und den=20
        Leser prim=E4r interessiert, ersch=F6pft sich auf mageren 25 Seiten=
. Dem eigenen Anspruch=20
        auf eine systematisch-vergleichende Analyse wird diese Art der Aufb=
ereitung=20
        wenig gerecht.<br>
        <br>
        Es zeigt sich, dass mit Ausnahme Norwegens in allen Referenzstaaten=
 organisierte=20
        Kriminalit=E4t und terroristische Aktivit=E4ten nicht unerheblich z=
ugenommen=20
        haben, welches unter anderem mit dem Systemwechsel in der Sowjetuni=
on und=20
        internationalen Machtstrukturen zusammenh=E4ngt (S. 246=96256). Tro=
tz intensiver=20
        Kooperation und hoher Ziele wie der Schaffung eines gemeinsamen Rau=
mes der=20
        Freiheit, der Sicherheit und des Rechts, besteht kein einheitliches=
 Verst=E4ndnis des=20
        Sicherheitsproblems und der Sicherheitspolitik. Die =D6ffentlichkei=
t beunruhigende=20
        Terroranschl=E4ge beeinflussen die Debatte und politische Aktivit=
=E4ten in weit=20
        st=E4rkerem Ma=DFe als konzeptionelle Erw=E4gungen und Pr=E4vention=
 (S. 256). Gemeinsamkeit=20
        besteht allerdings darin, dass s=E4mtliche Gesetzgebungsma=DFnahmen=
=20
        mit einer stetig zunehmenden Einschr=E4nkung von Freiheitsrechten e=
inhergingen,=20
        wobei innerhalb der diskursiven Legitimierung der Verweis auf Europ=
a allenfalls=20
        eine untergeordnete Rolle spielte. Vielmehr war das stetige Begr=FC=
ndungsmuster=20
        die nationale Bedrohungslage (S. 258). Gleichwohl f=F6rdert die Arb=
eit zutage, dass=20
        zugunsten der Europ=E4isierung eine Sogwirkung eingetreten ist, die=
 bewirkt, dass=20
        bi- und multilaterale Kooperationen wie etwa diejenige der Ostsee-A=
nrainerstaaten=20
        an Bedeutung zugunsten der europ=E4ischen Ebene verloren haben. Zen=
traler=20
        Punkt einer vollst=E4ndigen Europ=E4isierung aber sei, dass sich di=
e Leistungserwartungen=20
        und Wahrnehmungen der europ=E4ischen B=FCrger auf Europa und nicht=
=20
=FCberwiegend oder ausschlie=DFlich auf den eigenen Nationalstaat ausrichte=
ten, weshalb=20
nicht zuletzt eine gemeinsame europ=E4ische Verfassung die Bem=FChungen vor=
antreiben=20
k=F6nnte.<br>
<br>
        Insgesamt stellt die vorliegende Arbeit daher trotz einiger Kritikp=
unkte gerade=20
        aufgrund ihrer aktuellen Themenstellung und des reichhaltigen Mater=
ialfundus=20
        einen lesenswerten und weitere Auseinandersetzung mit der Thematik =
anregenden=20
      Beitrag zur sozialwissenschaftlichen Europaforschung dar.</p>
      <p align=3D"right" class=3D"Stil1"><em><br>
        Bj=F6rn G. Schubert<br>
    Hannover</em></p>
    <p align=3D"right" class=3D"Stil2">&nbsp;</p>
    <p align=3D"left" class=3D"Stil1"><a style=3D"mso-footnote-id:ftn1" hre=
f=3D"https://www.fes.de/ipg/arc_06_d/04_06_d/r_4_06_3.htm#_ftnref1" name=3D=
"_ftn1" title=3D"">
    <!--[if !supportFootnotes]-->
[1]
<!--[endif]-->
    </a>Hermann Heller (1934), Staatslehre, XVI, 298 S., Leiden: Sijthoff, =
1934 (6., bearbeitete=20
    Auflage, T=FCbingen 1983).</p></td>
</tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top"=
>&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unte=
r" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>=
</tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
; </td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" va=
lign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=
=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" colspan=3D"3">&lt;&lt; <b><a href=3D"https://www.fe=
s.de/ipg/arc_06_d/04_06_d/re_04_06.htm" target=3D"_self">zur=FCck=20
      Rezensionen/ =DCbersicht</a></b></td>
  </tr>=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text" height=3D"25">&nbsp;</td><td class=3D"unter" height=3D"25=
" colspan=3D"4">=20
<table width=3D"100%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tb=
ody><tr> <td class=3D"unter" colspan=3D"5" bgcolor=3D"#111100"><img src=3D"=
https://www.fes.de/ipg/arc_06_d/hg/spac.gif" width=3D"2" height=3D"1"></td>=
</tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&=
nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">=A9 Friedrich-Ebert-Stiftung</td><td class=3D"unte=
r">&nbsp;</td>
          <td class=3D"unter">Redaktion/net edition: Gerda Axer-D=E4mmer | =
9/2006</td>
          <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter"><img src=3D"ht=
tps://www.fes.de/ipg/arc_06_d/hg/pfeil.gif"><b><a href=3D"https://www.fes.d=
e/ipg/arc_06_d/04_06_d/r_4_06_3.htm#anf">=20
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