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Subject: Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft
Date: Wed, 28 Jan 2026 13:35:32 +0100
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<title>Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft</title>

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=3D"0" leftmargin=3D"0" topmargin=3D"0">
<table width=3D"97%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tbo=
dy><tr> <td width=3D"2%" class=3D"platz" height=3D"20"><img src=3D"https://=
www.fes.de/ipg/arc_07_d/hg/spac.gif" height=3D"20" width=3D"15"></td><td wi=
dth=3D"2%" class=3D"platz"><img src=3D"https://www.fes.de/ipg/arc_07_d/hg/s=
pac.gif" height=3D"20" width=3D"20"></td><td width=3D"23%" class=3D"platz">=
&nbsp;<a name=3D"anf"></a></td><td width=3D"45%" class=3D"platz">&nbsp;</td=
><td width=3D"25%" class=3D"platz">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" colspan=3D"3"><p>RAINER WINKELMANN/K=
LAUS F. ZIMMERMANN (eds.):<br>
      Can Germany Stand Up to International Locational Competition?<br>
      <br>
    </p>
    </td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" rowspan=3D"6" align=3D"right"><br>=
=20
&nbsp;</td></tr>=20
<tr>
  <td class=3D"text">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
  <td class=3D"text">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top"><span class=3D"Stil1"><b>Heft 1/2007</=
b></span></td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
</tr>
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
<td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=20
 <tr>
   <td class=3D"text">&nbsp;</td>
   <td colspan=3D"3" valign=3D"top" class=3D"unter Stil1">Berlin 2005<br>
    Duncker &amp; Humblot, 161 S. </td>
 </tr>
 <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top" cols=
pan=3D"3">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"4">=20
      <p class=3D"Stil1">  Diese Sondernummer der Vierteljahreszeitschrift =
=BBKonjunkturpolitik=AB, die vom=20
        Deutschen Institut f=FCr Wirtschaftsforschung herausgegeben wird, i=
st der=20
        Frage gewidmet, ob Deutschland in der Standortkonkurrenz bestehen k=
ann. Das=20
        Thema stand im Mittelpunkt der 68. Jahrestagung der deutschen Wirts=
chaftsforschungs-institute,=20
        die am 14. April 2005 in Berlin unter reger Beteiligung der=20
        Creme der deutschen Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftspolitik st=
attfand. Das=20
        hier besprochene B=E4ndchen ist die Dokumentation dieser Tagung und=
 umfasst=20
        sechs Hauptbeitr=E4ge und deren Kommentare (je einer pro Beitrag). =
Alle sechs=20
        Beitr=E4ge widmen sich wichtigen Teilfragen der Gesamtfragestellung=
, wie der=20
        Standortwahl multinationaler Firmen <em>(Lionel Fontagn=E9 und Thie=
rry Meye</em>r<em>)</em>, einer=20
        Agenda f=FCr nachhaltiges Wachstum in Deutschland <em>(Hans-Peter K=
l=F6s und Rolf=20
        Kroker)</em>, den Wohlfahrtseffekten von Kapitalmobilit=E4t und ver=
schiedenen Aspekten=20
        von Auslandsinvestitionen wie ihre Abh=E4ngigkeit von Umweltauflage=
n <em>(Peter=20
        Egger u.a.)</em> oder ihre Auswirkungen auf die einheimische Besch=
=E4ftigung <em>(Henning=20
        Klodt) </em>und auf die deutsche Wettbewerbsposition <em>(Christine=
 Borrmann u.a.</em>).<br>
        <br>
        Wer allerdings eine Antwort auf die in der Reformdebatte beliebte F=
rage nach=20
        den Chancen und Risiken des Standorts Deutschland erhofft, wird bei=
 der Lekt=FCre=20
        des B=E4ndchens entt=E4uscht. Schmerzhaft wird ein(e) solche(r) Les=
er(in) eine=20
        Einf=FChrung der Herausgeber sowie eine Bilanz der in den Beitr=E4g=
en angelegten=20
        Teilantworten vermissen. Dass diese Bilanz fehlt, d=FCrfte kein Zuf=
all sein, denn die=20
        Teilantworten f=FCgen sich nicht zu einem Gesamtbild, was auch dara=
n liegen=20
        k=F6nnte, dass die Ausgangsfrage unsinnig ist, zumindest von =D6kon=
omen wie Paul=20
        Krugman so eingestuft w=FCrde. Ein anderer Grund liegt darin, dass =
die beteiligten=20
        Wirtschaftswissenschaftler mit sehr unterschiedlichen Methoden zu u=
nterschiedlichen=20
        Befunden kommen.<br>
        <br>
        Die Beitr=E4ge von Fontagn=E9, Egger, Klodt und Borrmann (um nur di=
e alphabetisch=20
        f=FChrenden Co-Autoren zu nennen) sind sorgf=E4ltige empirische Stu=
dien=20
      zum grenz=FCberschreitenden Investitionsverhalten privater Unternehme=
n. Wer die Globalisierungsdebatte der letzten Jahre verfolgt hat, den wird =
das Ergebnis=20
      dieser Beitr=E4ge nicht =FCberraschen. Alle Effekte der globalen Vert=
eilung von Investitionen=20
      sind eher schwach und k=F6nnen kaum die Probleme der deutschen=20
      Wirtschaft erkl=E4ren. Zu viele Motive spielen eine Rolle und verhind=
ern, dass die=20
      gern gebetsm=FChlenhaft vorgetragenen Standortr=FCgen zu hoher L=F6hn=
e, Steuern=20
      und Auflagen eine empirisch relevante Bedeutung entwickeln, auch wenn=
 sie im=20
      heimischen Verteilungskonflikt eine wichtige Funktion erf=FCllen. All=
e Autoren=20
      st=FCtzen sich dabei auf =96 meist international vergleichende =96 St=
atistiken, die zum=20
      Teil mit aufw=E4ndigen =F6konometrischen Verfahren untersucht werden.=
<br>
      <br>
      Davon unterscheiden sich allerdings die beiden anderen Beitr=E4ge. De=
r Aufsatz=20
      zur deutschen Reformagenda folgt dem Hauptstrom des konservativ-liber=
alen=20
      Diskurses, der seit Jahrzehnten vom Sachverst=E4ndigenrat (SVR) vorge=
geben wird,=20
      dessen Ansatz die beiden Autoren anwenden. Sie haben sechs Wachstumst=
riebkr=E4fte=20
      (=BBgrowth drivers=AB) identifiziert, deren St=E4rkung sie von der Wi=
rtschaftspolitik=20
      erwarten. Neben offensichtlichen Ursachen von Wachstum wie Investitio=
nen,=20
      Bev=F6lkerungswachstum, Humankapitalentwicklung und Besch=E4ftigung,=
=20
      kurz: verbessertem Einsatz von Produktionsfaktoren, tauchen darunter =
als Wachstumsbremsen=20
      auch die Steuerbelastung und das Haushaltsdefizit auf. Letzteres=20
      f=E4llt schon in der auf Seite 38 zitierten SVR =96 Analyse als nahez=
u wirkungslos auf.=20
      Erstere ist in dem von den Autoren als Vorbild und Vergleichsma=DFsta=
b mehrfach<br>
      genutzten Schweden viel h=F6her als in Deutschland. Da geht offensich=
tlich das=20
      ordnungspolitische Vorurteil allein auf Reisen, damit die Politikempf=
ehlungen=20
      das vorher gew=FCnschte Profil haben.<br>
      <br>
      =C4hnliches gilt =96 wenn auch mit ganz anderen Methoden =96 f=FCr de=
n Beitrag von=20
      Seidel zu den Folgen von Kapitalmobilit=E4t, der verheerende Konseque=
nzen f=FCr=20
      ein Hochlohnland ableitet, das nicht bereit ist, seine L=F6hne zu sen=
ken. Der=20
      scheinbare mathematische Beweis f=FCr die Lieblingsthese der Basar=F6=
konomen hat=20
      in deren Kreisen auch schon viel Anklang gefunden (siehe die Ausgabe =
1/2006 des=20
      ifo-Schnelldienstes zum =BBpathologischen Exportboom=AB). Dieser Bewe=
is gelingt=20
      Seidel durch die Wahl eines geeigneten theoretisch-mathematischen Mod=
ells, das=20
      auf zwei L=E4ndern, zwei Faktoren (Arbeit und Kapital) und einem Gut =
beruht.=20
      Neben den =FCblichen heroischen Voraussetzungen wie vollst=E4ndige Ko=
nkurrenz=20
      erlaubt das Modell die Herleitung der gew=FCnschten Ergebnisse, weil =
sie in den=20
      Pr=E4missen angelegt sind: In einem Ein-Gut-Modell kann es keine Spez=
ialisierung=20
      geben, womit der wohlfahrtssteigernde Effekt des Freihandels der klas=
sischen=20
      Au=DFenwirtschaftstheorie (Ricardo) ausbleibt. Im minimalistischen Zw=
eifaktorenmodell=20
      h=E4ngt die Produktivit=E4t der Arbeit (und damit der Lohn) nur von=
=20
      der gleichzeitig eingesetzten Kapitalmenge ab, womit die Lohnsenkung =
bei Kapitalexport=20
      unvermeidlich wird. Der gro=DFe Wachstumstheoretiker Robert Lucas=20
      hat schon 1990 in seinem wegweisenden Artikel =BBWhy Doesn=92t Capita=
l Flow from=20
      Rich to Poor Countries?=AB in der =BBAmerican Economic Review=AB nach=
gewiesen,=20
      warum diese Annahme unsinnig ist und wie sie durch die Einbeziehung v=
on Technologie und Humankapital zu korrigieren ist. In Seidels Modell muss =
es dagegen=20
      zum Nullsummenspiel zwischen den Arbeitskr=E4ften kommen. Leider weis=
t=20
      der Kommentator weder auf diese Probleme noch auf den Seidel anschein=
end=20
      unbekannten Lucas hin, sondern beschr=E4nkt sich weitgehend auf eine =
zusammenfassende=20
      Wiederholung der Thesen des Beitrags.<br>
      <br>
      Auf den Abdruck der meisten Kommentare h=E4tte man ohnehin verzichten=
=20
      k=F6nnen, da sie weder kritisch noch viel weiterf=FChrend sind. Man k=
=F6nnte dazu=20
      neigen, dieses Urteil auf den ganzen Band im Hinblick auf seine Beant=
wortung=20
      der Titelfrage auszudehnen, wenn nicht die ertragreichen Einzelanalys=
en zu ausl=E4ndischen=20
      Direktinvestitionen w=E4ren.<br>
      </p>
      <p align=3D"right" class=3D"Stil1"><em><br>
        Michael Dauderst=E4dt <br>
    Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn </em></p>
    </td>
</tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top"=
>&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unte=
r" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>=
</tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
; </td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" va=
lign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=
=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" colspan=3D"3">&lt;&lt; <b><a href=3D"https://www.fe=
s.de/ipg/arc_07_d/01_07_d/re_01_07.htm" target=3D"_self">zur=FCck=20
      Rezensionen/ =DCbersicht</a></b></td>
  </tr>=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text" height=3D"25">&nbsp;</td><td class=3D"unter" height=3D"25=
" colspan=3D"4">=20
<table width=3D"100%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tb=
ody><tr> <td class=3D"unter" colspan=3D"5" bgcolor=3D"#111100"><img src=3D"=
https://www.fes.de/ipg/arc_07_d/hg/spac.gif" width=3D"2" height=3D"1"></td>=
</tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&=
nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">=A9 Friedrich-Ebert-Stiftung</td><td class=3D"unte=
r">&nbsp;</td>
          <td class=3D"unter">Redaktion/net edition: Gerda Axer-D=E4mmer | =
1/2007</td>
          <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter"><img src=3D"ht=
tps://www.fes.de/ipg/arc_07_d/hg/pfeil.gif"><b><a href=3D"https://www.fes.d=
e/ipg/arc_07_d/01_07_d/r_1_07_1.htm#anf">=20
Top</a></b></td></tr> </tbody></table><br> </td></tr> </tbody></table>


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