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Subject: Zeitschrift: Internationale Politik und Gesellschaft
Date: Wed, 28 Jan 2026 14:26:58 +0100
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=3D"0" leftmargin=3D"0" topmargin=3D"0">
<table width=3D"97%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tbo=
dy><tr> <td width=3D"2%" class=3D"platz" height=3D"20"><img src=3D"https://=
www.fes.de/ipg/arc_07_d/hg/spac.gif" height=3D"20" width=3D"15"></td><td wi=
dth=3D"2%" class=3D"platz"><img src=3D"https://www.fes.de/ipg/arc_07_d/hg/s=
pac.gif" height=3D"20" width=3D"20"></td><td width=3D"23%" class=3D"platz">=
&nbsp;<a name=3D"anf"></a></td><td width=3D"45%" class=3D"platz">&nbsp;</td=
><td width=3D"25%" class=3D"platz">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" colspan=3D"3"><p>THOMAS CAROTHERS:<b=
r>
      Confronting the Weakest Link. Aiding Political Parties
      in New Democracies<br>
      <br>
    </p>
    </td>
    <td class=3D"ueber" valign=3D"top" rowspan=3D"6" align=3D"right"><br>=
=20
&nbsp;</td></tr>=20
<tr>
  <td class=3D"text">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
</tr>
<tr>
  <td class=3D"text">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top"><span class=3D"Stil1"><b>Heft 3/2007</=
b></span></td>
  <td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
</tr>
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>
<td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=20
 <tr>
   <td class=3D"text">&nbsp;</td>
   <td colspan=3D"3" valign=3D"top" class=3D"unter Stil1">Washington 2006<b=
r>
    Carnegie Endowment for International Peace, 271 S.</td>
 </tr>
 <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top" cols=
pan=3D"3">&nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" valign=3D"top" colspan=3D"4">=20
      <p class=3D"Stil1">Gelegentlich sind die Dinge doch noch einfach: Die=
ses Buch ist Pflichtlekt=FCre
        f=FCr alle, die sich mit Parteien- und Demokratief=F6rderung befass=
en, gleich ob
        wissenschaftlich oder praktisch. Daf=FCr gibt es mehrere Gr=FCnde.<=
br>
        Das Buch ist die erste Monographie zum Thema. Allein dies verr=E4t =
sehr viel        =FCber seine Bedeutung. Obwohl Parteienf=F6rderung schon s=
eit Jahrzehnten praktiziert
        wird =96 insbesondere von den deutschen politischen Stiftungen =96,=
 gibt es nur
        wenige substanzielle Publikationen dazu, ganz zu schweigen von krit=
ischen Auseinandersetzungen.
        Erst seit 2004 befassen sich eine Reihe akademischer Artikel
        mit elementaren Grundfragen der Parteienf=F6rderung. Als eigenst=E4=
ndiger Begriff
        taucht =BBpolitical party assistance=AB, Parteienf=F6rderung, in de=
r internationalen
        Debatte vermutlich 1999 zum ersten Mal in einem fr=FCheren Buch von=
 Thomas
        Carothers auf.<br>
        <br>
        In seinem aktuellen Buch gibt Carothers einen differenzierten =DCbe=
rblick =FCber
        Grundfragen und Probleme der internationalen Parteienf=F6rderung. D=
as Buch
        kommt =96 hoffentlich =96 zum passenden Zeitpunkt, da Parteienf=F6r=
derung als ein
        wesentlicher Bestandteil von Demokratief=F6rderung vermehrt diskuti=
ert wird und
        Carothers sich mit einem grundlegenden Defizit der Parteienf=F6rder=
ung auseinandersetzt:
        dem Mangel an Strategien und Konzepten.<br>
        <br>
        Der Autor hat selbst praktische Erfahrungen als Gutachter und Berat=
er von
        Projekten und Programmen der Parteienf=F6rderungen in verschiedenen=
 Weltregionen
        und vornehmlich in US-amerikanischen Organisationen gesammelt.<br>
        Dennoch bewahrt er die notwendige kritische Distanz zu seinem Gegen=
stand
        und z=E4hlt, bei aller fundierten Kritik, zu den Bef=FCrwortern der=
 Parteienf=F6rderung.<br>
        <br>
        Neben Einleitung und Schluss ist das Buch in zwei Teile gegliedert:=
 Teil 2 beschreibt,
        sehr knapp, die wesentlichen Charakteristika und Grundprobleme von
        Parteien in jungen oder fragilen Demokratien in Osteuropa, Lateinam=
erika,
        Afrika und Asien. Teil 3 analysiert, wie die Parteienf=F6rderer mit=
 den Problemen
        der Parteien umgehen.<br>
        Carothers macht deutlich, dass die Probleme der Parteien und die Sc=
hwierigkeiten,
        die sich hieraus f=FCr die Parteienf=F6rderung ergeben, sich in den=
 verschiedenen
        Regionen sehr =E4hnlich sind: Die Parteien sind auf einzelne Partei=
f=FChrer zentriert
        und von diesen dominiert, organisatorisch schwach, korrupt, ideolog=
isch
        unbestimmt, abh=E4ngig von reichen Finanziers und wenig gesellschaf=
tlich verankert.
        Die h=E4ufig von Praktikern bem=FChte Begr=FCndung f=FCr dieses Ph=
=E4nomen,
      das geringe Alter dieser Parteien, verweist der Autor zu Recht in das=
 Reich beliebter Irrt=FCmer. Alleine ein Blick nach Lateinamerika mit Parte=
itraditionen bis weit
      ins 19. Jahrhundert hinein verr=E4t, dass dieses Argument kaum z=E4hl=
en kann =96 jedenfalls
      nicht generell. <br>
      <br>
      Als Ursache f=FCr die oben diagnostizierten Defizite junger Parteien =
identifiziert
      Carothers das =BBElectoralist-from-the-start-Syndrom=AB: Nach dem Reg=
imewechsel
      zur Demokratie blieb den meisten jungen Parteien kaum Zeit, eine funk=
tionierende
      Parteiorganisation mit gesellschaftlicher Verankerung aufzubauen.
      Stattdessen waren sie gezwungen, sofort als =BBW=E4hlerparteien=AB un=
d als Wahlkampforganisationen
      aufzutreten =96 mit nachteiligen Konsequenzen. W=E4hlerparteien
      konnten sich in alten Demokratien =FCber Jahrzehnte hinweg und =FCber=
 andere
      Formen der Parteiorganisation (etwa Massenpartei) entwickeln, bevor s=
ie zu
      blo=DFen Wahlkampforganisationen wurden. Neben diesem Wahlkampfbezug
      (=BBelectoralism=AB) nennt der Autor schwache Rechtsstaatlichkeit, Ar=
mut und Pr=E4sidialsysteme
      als weitere Ursachen f=FCr die Schw=E4che dieser Parteien. Zugleich
      warnt Carothers davor, die in =E4hnlicher Weise f=FCr die etablierten=
 Demokratien
      diagnostizierte =BBKrise der Parteien=AB mit den Defiziten der Partei=
en in jungen Demokratien<br>
      gleichzusetzen. <br>
      <br>
      Kritisch zu fragen w=E4re hier, ob die von Carothers sehr allgemein f=
ormulierten
      Defizite der Parteien =FCber alle Kontinente hinweg tats=E4chlich im =
Wesentlichen die
      gleichen sind. Zu vermuten w=E4re eher, dass die einzelnen Defizite i=
n den verschiedenen
      Regionen (auch innerhalb einzelner L=E4nder) in unterschiedlichem
      Ma=DFe und in verschiedenen Konstellationen in Erscheinung treten, wi=
e der Autor
      dies selbst f=FCr Mittel- und Osteuropa nahelegt. So weisen etwa mult=
iethnische
      Parteien, wie sie in Afrika in Erscheinung treten und die in aller Re=
gel auch nur
      auf die Wahlk=E4mpfe hin orientiert sind, ganz eigene Dynamiken und P=
robleme
      auf. Damit sind allerdings Probleme der Parteienforschung vor allem a=
u=DFerhalb
      Europas angesprochen, die jenseits dieses Buches liegen, das sich mit=
 der Praxis<br>
      der Parteienf=F6rderung befasst. <br>
      <br>
      Vor diesem Hintergrund der Parteiendefizite untersucht Teil 3 die Akt=
ivit=E4ten
      der Parteienf=F6rderer. Zun=E4chst gibt der Autor einen kurzen =DCber=
blick =FCber die
      verschiedenen Akteure, deren Entwicklung und die beschr=E4nkten Finan=
zquellen
      und -volumen, beschreibt kurz, was Parteienf=F6rderung ist, was sie e=
rreichen will,
      welche ganz unterschiedlichen au=DFen- und parteipolitischen Interess=
en damit
      verbunden sind, und setzt sich schlie=DFlich mit den =BBKonzepten=AB,=
 =BBStandardmethoden=AB und Instrumenten der Parteienf=F6rderung sowie ihre=
r Wirkung auseinander.<br>
      <br>
      Im Ergebnis billigt Carothers der Parteienf=F6rderung bestenfalls nur=
 eine geringe
Wirkung zu. Die meisten F=F6rderbem=FChungen h=E4tten gar keine =BBTransfor=
mationseffekte=AB. Allenfalls k=F6nnten gelegentlich moderat positive Wirku=
ngen
hinsichtlich der Wahlkampff=E4higkeiten und der organisatorischen St=E4rke =
der betroffenen
Parteien beobachtet werden. Unter Transformationseffekten, auf die es
die F=F6rderer oft mehr implizit als explizit abgesehen haben, versteht Car=
otherseine erkennbare Ver=E4nderung zentraler organisatorischer oder funkti=
onaler Charakteristika
einer Partei =96, etwa die Transformation einer f=FChrerdominierten, organi=
satorisch
schwachen Partei in eine Partei mit einer starken Organisation und
innerparteilicher Demokratie. F=FCr eine solche Wirkung findet der Autor ke=
inerlei
Hinweise. Als Beispiel f=FChrt er die F=F6rderung lateinamerikanischer Part=
eien an:
In den 1970er und 1980er Jahren vor allem von den deutschen politischen Sti=
ftungen
wie etwa der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Konrad-Adenauer Stiftung teil=
s
substanziell durch Beratung und Finanzierung unterst=FCtzt, wird ihnen in j=
=FCngerer
Zeit eine tiefe Krise bescheinigt. Ein anderes Beispiel liefern die Mitte-R=
echts-Parteien
in Mittel- und Osteuropa, die =FCber 15 Jahre hinweg von US-amerikanischen
und europ=E4ischen F=F6rderern unterst=FCtzt wurden. An deren Zustand hat s=
ich heute
im Vergleich zum Anfang der 1990er Jahre kaum Substanzielles ge=E4ndert.<br=
>
<br>
F=FCr diese begrenzte Wirkung f=FChrt Carothers verschiedene Gr=FCnde an: P=
arteien
sind =BBschwierige Organisationen=AB. Die Parteif=FChrung, die gew=F6hnlich=
 =FCber
die meiste Macht in der Organisation verf=FCgt, hat kein Interesse an genau=
 den
demokratischen Reformen, die von Parteif=F6rderern bevorzugt werden. Dazu z=
=E4hlen
vor allem: innerparteiliche Demokratie, finanzielle Transparenz und die Del=
egation
von Macht. Ohne Mitarbeit der Parteif=FChrung aber ist Parteienf=F6rderung
kaum m=F6glich. Denn demokratische Reformans=E4tze k=F6nnen von den Parteie=
nf=F6rderern
allenfalls verdeckt oder indirekt angestrebt werden, wenn sie =FCberhaupt
gewagt werden.<br>
<br>
Ferner ist das Parteienmodell einer idealisierten =BBMassenpartei=AB, mit d=
em die
F=F6rderer etablierter Demokratien arbeiten, ein =FCberholter Mythos vergan=
gener
Jahrzehnte. Da sich die F=F6rderer dieses Mythos selbst nicht einmal mehr s=
icher
sind (weil er auch bei ihnen zu Hause nicht mehr existiert), fehlt ihrem F=
=F6rderangebot
somit die notwendige Koh=E4renz und das Selbstvertrauen. Daneben gibt
es zahlreiche methodische Schw=E4chen in der Parteienf=F6rderung, etwa sche=
matische,
zu kurze Schulungen seitens der F=F6rderer, fragw=FCrdige Kurzeins=E4tze vo=
n =BBParteiexperten=AB ohne lokale Kontextkenntnisse oder auch die Betonung=
 von
Wahlkampfhilfe gegen=FCber langfristiger Organisationsunterst=FCtzung. Viel=
e dieser
methodischen Schw=E4chen, die vor allem mangelnder Kontextsensibilit=E4t ge=
schuldet
sind, scheinen eher US-amerikanische Institutionen und Parteienf=F6rderer
zu betreffen, die noch =FCber wenig Erfahrung verf=FCgen. Auch wenn die
Besonderheit der Arbeit deutscher Stiftungsrepr=E4sentanten nicht hinreiche=
nd gew=FCrdigt
wird, scheint diese kritische =DCbersicht auch f=FCr deutsche Stiftungen
nicht v=F6llig abwegig zu sein, Hierzu z=E4hlt etwa die Vielzahl von Kleins=
tma=DFnahmen,
denen jede f=FCr sich ein Sinn nicht abgesprochen werden kann, deren tats=
=E4chliche
Effekte aber zweifelhaft bleiben. Zu bedenken ist hier auch die unterschied=
liche
Wahrnehmung der Parteienf=F6rderung durch die Parteifunktion=E4re
vor Ort und die Repr=E4sentanten externer F=F6rderer, die nicht selten diam=
etral auseinaner
gehen, wobei die letzteren, so der Autor, offenbar zur Selbst=FCbersch=E4tz=
ung
ihres Einflusses neigen.<br>
<br>
Schlie=DFlich weist Carothers auf das Dilemma hin, mit institutionenorienti=
erten
Ma=DFnahmen und mit zumeist sehr begrenzten finanziellen Mitteln Defizite
zu beseitigen, die struktureller Natur sind, wie die politischen, =F6konomi=
schen,
sozialen und kulturellen Bedingungen, unter denen die Parteien in ihren Ges=
ellschaften
agieren m=FCssen. <br>
<br>
Carothers=92 Kritik an den ausgebliebenen =BBTransformationseffekten=AB k=
=F6nnte
leicht als =FCberzogen oder unrealistisch zur=FCckgewiesen werden =96 zumal=
 das Ziel
der Transformation kaum einmal explizit formuliert wird. Zum einen fehlen j=
edoch
in hinreichendem Ma=DFe Studien und Gutachten, die es erlauben w=FCrden,
Carothers=92 Kritik oder ihre Zur=FCckweisung zu pr=FCfen (er verweist auf =
diesen
Mangel und stellt auch die Sicht der F=F6rderer heraus, die ihre Projekte i=
n aller
Regel viel erfolgreicher sehen). Zum anderen operieren alle Parteienf=F6rde=
rer
ohne ausformulierte Strategien und Konzepte, die ihre Ziele begr=FCnden und=
 angeben,
mit welchen Mitteln und Instrumenten diese Ziele zu welcher Zeit erreicht
werden sollen. Anhand solcher Anhaltspunkte w=E4re zumindest immanent
eine sinnvolle =DCberpr=FCfung der Effektivit=E4t der Parteienf=F6rderung m=
=F6glich. Hierin
liegt ein kleines Defizit von Carothers=92 Buch: Es stellt den Voluntarismu=
s und
die Defizite der Parteienf=F6rderung nicht deutlich genug heraus. <br>
<br>
Carothers pl=E4diert schlie=DFlich daf=FCr, die hohe (oft nur implizite) Zi=
elsetzung
der Transformation zur=FCckzunehmen und die Parteienf=F6rderung an bescheid=
eneren,
realistischen Zielen zu orientieren. Zugleich spricht er sich daf=FCr aus, =
die Parteienf=F6rderung
aus einem allzu engen Verst=E4ndnis herauszunehmen, wenn die
Parteien in einem politischen System nur einen geringen Handlungsspielraum
haben und damit =FCber die direkte Parteienf=F6rderung nur wenige Effekte e=
rzielt
werden k=F6nnen. Hier stellt sich jedoch die Frage, ob Parteienf=F6rderung =
damit
nicht konzeptionell =FCberdehnt wird, geht es doch dabei viel eher schon um=
 Fragen,
die den allgemeinen Kontext und die Rahmenbedingungen des poli tischen Syst=
ems
betreffen, in dem die Parteien agieren. Eine angemessenere Antwort scheint
mir hier eine integrierte und konsistentere Strategie der Demokratief=F6rde=
rung zu
sein, in die die Parteienf=F6rderung als eine Komponente eingebunden ist. <=
br>
<br>
Das Buch kann in jedem Fall dazu anregen, =FCberkommene Praktiken auch der
deutschen politischen Stiftungen und ihrer Standardinstrumentenk=E4sten zu =
=FCberpr=FCfen,
vor allem die gerade begonnene Strategie- und Konzeptdebatte zu befruchten
und dabei neu =FCber einige Grundfragen nachzudenken. Dazu geh=F6rt die
Frage nach der Schwesterparteienf=F6rderung oder einem Mehrparteienansatz. =
Ein
Grund ist die ideologische und programmatische Konturenlosigkeit vieler Par=
teien
in jungen Demokratien und hybriden Regimen, die eine enge Zusammenarbeit
erschwert. Schlie=DFlich weist das Buch deutlich auf Grenzen der Parteienf=
=F6rderung
hin, die Teil dieser Debatte sein m=FCssen. Hier stellt sich auch die zentr=
ale
Frage nach dem Umgang mit dominanten Regierungsparteien in fragilen Demokra=
tien
oder hybriden Regimen, die mit absoluten Mehrheiten Parlamente beherrschen
und zwangsl=E4ufig den Machterhalt ihrer Regierung unterst=FCtzen =96 undwe=
lchen Einfluss externe Parteienf=F6rderer im Sinne einer Demokratief=F6rder=
ung
hier aus=FCben k=F6nnen. Unter Umst=E4nden kann hierbei die noch kaum aufge=
arbeitete
Erfahrung der politischen Stiftungen aus der Zeit der Zusammenarbeit
mit hegemonialen und autorit=E4ren Einheitsparteien lehrreiche Hinweise lie=
fern.</p>
      <p align=3D"right" class=3D"Stil1"><em><br>
        Gero Erdmann,<br>
        Leibniz-Institut f=FCr Globale und Regionale Studien (GIGA),<br>
        Institut f=FCr Afrika-Studien (IAA), Hamburg, B=FCro Berlin</em></p=
>
    </td>
</tr> <tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top"=
>&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unte=
r" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td>=
</tr>=20
<tr> <td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp=
; </td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" va=
lign=3D"top">&nbsp;</td><td class=3D"unter" valign=3D"top">&nbsp;</td></tr>=
=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text">&nbsp;</td><td class=3D"text">&nbsp;</td>
    <td class=3D"unter" colspan=3D"3">&lt;&lt; <b><a href=3D"https://www.fe=
s.de/ipg/arc_07_d/03_07_d/re_03_07.htm" target=3D"_self">zur=FCck=20
      Rezensionen/ =DCbersicht</a></b></td>
  </tr>=20
<tr> <td class=3D"platz" height=3D"6" colspan=3D"5">&nbsp;</td></tr> <tr> <=
td class=3D"text" height=3D"25">&nbsp;</td><td class=3D"unter" height=3D"25=
" colspan=3D"4">=20
<table width=3D"100%" border=3D"0" cellspacing=3D"0" cellpadding=3D"0"> <tb=
ody><tr> <td class=3D"unter" colspan=3D"5" bgcolor=3D"#111100"><img src=3D"=
https://www.fes.de/ipg/arc_07_d/hg/spac.gif" width=3D"2" height=3D"1"></td>=
</tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td clas=
s=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter">&=
nbsp;</td></tr>=20
<tr> <td class=3D"unter">=A9 Friedrich-Ebert-Stiftung</td><td class=3D"unte=
r">&nbsp;</td>
          <td class=3D"unter">Redaktion/net edition:  | 8/2007</td>
          <td class=3D"unter">&nbsp;</td><td class=3D"unter"><img src=3D"ht=
tps://www.fes.de/ipg/arc_07_d/hg/pfeil.gif"><b><a href=3D"https://www.fes.d=
e/ipg/arc_07_d/03_07_d/r_3_07_2.htm#anf">=20
Top</a></b></td></tr> </tbody></table><br> </td></tr> </tbody></table>


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