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Date: Wed, 7 May 2025 00:21:51 +0200
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Erfolgsbeteiligung - ein neuer Weg zur Verm=F6gensbildung der Arbeitnehmer =
: Vortrag [am 4. M=E4rz 1993 in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn]
 / Bruno K=F6bele. - [Electronic ed.]. - Bonn, 1993. - 9 S. =3D 26 Kb, Text
. - (Wirtschaftspolitische Diskurse). - ISBN 3-86077-171-X
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=F6gen ; Verm=F6gensbildung ; ; Gesellschaftliche Gruppen ; Wirtschaftspoli=
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<!-- END BEGIN1 -->
Erfolgsbeteiligung - ein neuer Weg zur Verm=F6gensbildung der Arbeitnehmer =
: Vortrag [am 4. M=E4rz 1993 in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn]
 / Bruno K=F6bele. - [Electronic ed.]. - Bonn, 1993. - 9 S. =3D 26 Kb, Text
. - (Wirtschaftspolitische Diskurse). - ISBN 3-86077-171-X
<br>Electronic ed.: Bonn: FES-Libary, 1998
<br><br><font size=3D"-1"><i>=A9 Friedrich-Ebert-Stiftung</i></font>
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</font>
<br><br>
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folgsbeteiligung - Ein neuer Weg zur Verm=F6gensbildung der Arbeitnehmer</a=
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<br><br>
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<a name=3D"E9E1"></a>
</p><p>
<font size=3D"+2">Erfolgsbeteiligung - Ein neuer Weg zur Verm=F6gensbildung=
 der Arbeitnehmer</font>
<br><br>
</p><p><b>Vortrag von Bruno K=F6bele </b>
<br><b>Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bau</b><b>-</b><b>Stein=
e</b><b>-</b><b>Erden am 4. M=E4rz 1993 in der Friedrich</b><b>-</b><b>Eber=
t</b><b>-</b><b>Stiftung in </b><b>Bonn</b>
</p><p>Sozialer Konsens und sozialer Ausgleich sind Kernelemente unserer bu=
ndesdeutschen Gesellschaftsordnung. Bislang waren sie sowohl wichtiger Stan=
dortfaktor als auch bedeutende Produktivkraft im Proze=DF des Wirtschaftswa=
chstums.
</p><p>Sie k=F6nnen auch als Sicherung und Pflege des Humankapitals verstan=
den werden, das immer mehr =FCber die Leistungsf=E4higkeit einer Volkswirts=
chaft entscheidet.
</p><p>Die F=E4higkeit zur Herstellung sozialer Gerechtigkeit und zur Festi=
gung demokratischer Rechte unterscheidet die soziale Marktwirtschaft vom bl=
anken Kapitalismus.
</p><p>Friedhelm Hengsbach hat auf die Bedeutung der Arbeitnehmerbeteiligun=
g am Produktivkapital f=FCr die Demokratie hingewiesen.
</p><p>Er schreibt:
<br>"Eine soziale Marktwirtschaft zeichnet sich dadurch aus, da=DF alle am =
Wirtschaftsleben Beteiligten auch einen leistungsgerechten Anteil am produz=
ierten Reichtum erwerben.
</p><p>Wenn das Privateigentum in einer Marktwirtschaft durch nichts ersetz=
t werden kann, und wenn eine soziale Marktwirtschaft mit einer breiten Stre=
uung des privaten Verm=F6gens einhergeht, gelten beide Bedingungen erst rec=
ht f=FCr das Eigentum an Produktionsmitteln, also das Produktionsverm=F6gen=
.
</p><p>Eine Beteiligung an den Produktionsmitteln und an den wirtschaftlich=
en Entscheidungsprozessen k=F6nnte den abh=E4ngig Besch=E4ftigten in der Er=
werbsarbeit einen Raum pers=F6nlicher Freiheit und wirtschaftlicher Unabh=
=E4ngigkeit, ein Leistungsmotiv und ein Instrument gesellschaftlicher Konfl=
iktregelung gew=E4hrleisten. Die Mitwirkungsformen des Betriebsverfassungsg=
esetzes und der Mitbestimmungsgesetze sowie eine breite Beteiligung am Prod=
uktivverm=F6gen verdeutlichen den Zusammenhang von sozialer Marktwirtschaft=
 und Demokratie. Wirtschaftliche Beteiligungsrechte vollenden die politisch=
en Freiheitsrechte und die sozialen Grundrechte'' <i><font size=3D"-1">[ Vg=
l. hierzu: Bruno K=F6bele/Bernd Sch=FCtt (Hrsg.): Erfolgsbeteiligung. Ein n=
euer Weg zur Verm=F6gensbildung in Arbeitnehmerhand, K=F6ln 1992 (BUND - Ve=
rlag)] </font></i>=20
</p><p>Allerdings scheint dieser soziale Konsens mehr und mehr an Bedeutung=
 zu verlieren. Immer neue Deregulierungsvorschl=E4ge werden geboren, um ang=
eblich die Wettbewerbsf=E4higkeit zu erh=F6hen. Im Kern zielen sie aber auf=
 die Aush=F6hlung des Arbeits- und Sozialrechts oder gar auf die Tarifauton=
omie, =FCber die sich der soziale Konsens erst einstellt.
</p><p>Dies gilt z.B. f=FCr die in der Bauwirtschaft praktizierten Werkvert=
r=E4ge mit Arbeitnehmern aus osteurop=E4ischen L=E4ndern. Auf 800.000 ganzj=
=E4hrig besch=E4ftigte Arbeitnehmer der westdeutschen Bauwirtschaft kommen =
offiziell 1 00.000 Werkvertr=E4ge.
</p><p>Damit werden de facto f=FCr rund 12 Prozent Besch=E4ftigte =D6ffnung=
sklauseln regierungsamtlich durchgesetzt. Sie sollen nun auch noch =FCber d=
en Asylkompromi=DF mit Hilfe der SPD festgeschrieben werden.
</p><p>Die Arbeitnehmer aus diesen L=E4ndern fallen unter das Arbeits- und =
Sozialrecht ihrer Heimatl=E4nder. Damit ist die Tarifautonomie =FCber Regie=
rungsabkommen ausgehebelt.
</p><p>Durch die Aufk=FCndigung g=FCltiger Tarifvertr=E4ge in der ostdeutsc=
hen Metallindustrie erleben wir nun in Form offenen Rechtsbruches einen wei=
teren Anschlag auf die Tarifautonomie.
</p><p>Rechtsbruch ist der Totengr=E4ber jeder Tarifautonomie und bereitet =
vor f=FCr eine andere Republik.
</p><p>Ob der R=FCckfall in die Mentalit=E4t des Klassenkampfes geeignet is=
t, die gegenw=E4rtig einigungsbedingten Wirtschafts- und Sozialprobleme in =
diesem Lande in den Griff zu bekommen, kann nur bezweifelt werden. Zugleich=
 sind sie aber auch Ausdruck des Regierungsversagens, den Aufbau Ost auf ei=
ne tragf=E4hige und mittelfristig wirksame Grundlage zu stellen.
</p><p>L=E4ngst d=FCrfte sich herumgesprochen haben, da=DF nicht nur das ei=
nfache Rezept des hydraulischen Keynesianismus der 60er Jahre, sondern auch=
 die angebotspolitischen Ideen einer Frau Thatcher oder eines Mister Reagan=
, die beide Wachstum und Besch=E4ftigung durch eine Einkommensverteilung vo=
n unten nach oben erzielen wollten, allenfalls kurze Scheinbl=FCten hervorg=
ebracht haben.
</p><p>Statt dessen sind soziale Innovationen gefragt, die soziale Gerechti=
gkeit und wirtschaftliche Beweglichkeit miteinander verbinden.
</p><p>Hierzu geh=F6rt das Thema Verm=F6gensbildung, das zwar des =F6fteren=
 Konjunktur, aber kaum durchschlagende Ergebnisse vorzuweisen hat.
</p><p>Bereits in den 60er Jahren stellte Professor Krelle fest, da=DF 1,7 =
Prozent der privaten Haushalte =FCber 70 Prozent des Eigentums an gewerblic=
hen Unternehmen verf=FCgen. Neuere Untersuchungen dazu gibt es nicht. Doch =
sprechen die vorliegenden Fakten nicht f=FCr eine breitere Verteilung.
</p><p>Im Gegenteil: die 80er Jahre mit ihrer Massenarbeitslosigkeit bracht=
en in der Einkommensverteilung schwere R=FCckschl=E4ge - die bereinigte Loh=
nquote fiel auf den Stand des Jahres 1960 zur=FCck - mit entsprechenden R=
=FCckwirkungen auf die Verm=F6gensverteilung.
</p><p>Heinrich Schlomann und Richard Hauser haben errechnet, da=DF die Ver=
m=F6genseinkommen "zwischen 1970 und 1990 sehr viel st=E4rker angestiegen (=
sind), als die verf=FCgbaren Einkommen". Die Haushalte der Arbeitnehmer hab=
en an dieser Entwicklung nur unterdurchschnittlich teilgenommen. Bei den Se=
lbst=E4ndigen betrug der Durchschnittswert des Verm=F6genseinkommens das 3,=
3-fache des Gesamtdurchschnitts.=20
</p><p>Ein Viertel aller Haushalte in der Bundesrepublik haben kein Verm=F6=
gen oder sind sogar verschuldet.
</p><p>Aber auch einigungsbedingt setzt sich die schiefe Verm=F6gensverteil=
ung beschleunigt fort.
</p><p>War im Treuhandgesetz noch die M=F6glichkeit zu breiter Verm=F6genss=
treuung vorgesehen, so wurde sie bei der Novellierung zur Kann-Bestimmung v=
erw=E4ssert und letztlich der rigorosen Privatisierungspolitik geopfert.
</p><p>Zudem haben sowohl die =F6ffentlich finanzierten Liquidit=E4tskredit=
e der Treuhandanstalt als auch die Investitionsf=F6rderung umverteilende Wi=
rkung.
</p><p>Die ungleiche Verm=F6gensverteilung ist damit auch in den neuen Bund=
esl=E4ndern nachgeholt worden.
</p><p>Mein Fazit lautet darum:
<br>Die immer wieder vorgetragene Losung, Arbeitnehmer am volkswirtschaftli=
chen Verm=F6gensbildungsproze=DF zu beteiligen, erweist sich im nachhinein =
nur als rethorische Pflicht=FCbung.
</p><p>Die f=FCnf Verm=F6gensbildungsgesetze sind in dem Zusammenhang nur a=
ls verm=F6genspolitisch ungeeignete Instrumente zu kennzeichnen.
</p><p>Es d=FCrfte unstrittig sein, da=DF die bisherige staatliche "Verm=F6=
gensbildung" allenfalls eine Sparf=F6rderung war und nicht zu einer me=DFba=
ren Zunahme der Arbeitnehmerbeteiligung am Produktivverm=F6gen gef=FChrt ha=
t.
</p><p>Kritiker dieser staatlichen Verm=F6gensbildungspolitik k=F6nnten sog=
ar behaupten, da=DF trotz des beachtlichen fiskalischen Aufwandes nicht ein=
mal die volkswirtschaftliche Gesamtersparnis signifikant erh=F6ht wurde.
</p><p>In erster Linie wurden bestimmte Sparformen subventioniert. Von eine=
r zus=E4tzlichen Erh=F6hung des gesamtwirtschaftlichen Sparvolumens und ein=
er Ver=E4nderung der Kapitaleinkommensverteilung zugunsten der Arbeitnehmer=
 kann allenfalls in sehr begrenztem Ma=DFe die Rede sein.
</p><p>Auch die Erg=E4nzung des Verm=F6gensbildungsgesetzes in Richtung ein=
er F=F6rderung von Beteiligung am Produktivverm=F6gen ist nicht gerade von =
Erfolg gekr=F6nt.
</p><p>Denn unver=E4ndert entf=E4llt ein nur als =E4u=DFerst bescheiden zu =
bezeichnender Prozentsatz der Bruttogeldverm=F6gensbildung aller privaten H=
aushalte auf den Erwerb von Aktien bzw. Investmentfonds.
</p><p>Wenig strittig sollte sein, da=DF Investivlohnmodelle jedweder Gesta=
lt vergleichsweise geringe zus=E4tzliche Verm=F6gensbildungseffekte haben.
</p><p>Unabh=E4ngig von der Verwendung der Mittel besteht der Kerngedanke v=
on Investivl=F6hnen darin, Barl=F6hne teilweise durch Sparl=F6hne zu ersetz=
en. Dies f=FChrt in der Tendenz dazu, die freiwilligen Ersparnisse und dami=
t Verm=F6gensbildung der "beg=FCnstigten" Arbeitnehmerhaushalte zur=FCckzuf=
=FChren.
</p><p>Zugleich beeinflussen Investivl=F6hne die Bemessungsgrundlage f=FCr =
die Rentenversicherung negativ; f=FChren also zu erheblichen Renteneinbu=DF=
en im Alter.
</p><p>Darum hat sich die IG Bau-Steine-Erden entschlossen, eigene Wege der=
 Verm=F6gensbildung via Tarifvertrag zu gehen. Ziele unserer Initiative sin=
d:
</p><p>- Beteiligung der Arbeitnehmer am volkswirtschaftlichen Zins- und Ge=
winneinkommen,
</p><p>- Erweiterung der sozialen Marktwirtschaft um das ordnungspolitische=
 Leitbild einer gerechten Verm=F6gensbildung,
</p><p>- Steigerung der Attraktivit=E4t der Bauwirtschaft,
</p><p>- Solidarit=E4t mit den neuen Bundesl=E4ndern
</p><p>und nicht zuletzt
</p><p>- Erweiterung des tarifpolitischen Gestaltungsspielraumes durch Scha=
ffung eines zweiten Standbeins.
</p><p>Entsprechend der marktwirtschaftlichen Logik w=E4re eine Beteiligung=
 der Arbeitnehmer an den Gewinnen ihres Betriebes die ideale Form einer erf=
olgsorientierten Beteiligung. Dies h=E4tte den Vorteil, da=DF "Grenzbetrieb=
e" bzw. mit Verlust abschlie=DFende Unternehmen nicht betroffen w=FCrden.
</p><p>Nur l=E4=DFt sich diese Bemessungsgrundlage nur f=FCr publizit=E4tsp=
flichtige Kapitalgesellschaften verwenden.
</p><p>I n der Bauwirtschaft waren aber 1989 fast 60 Prozent der Arbeitnehm=
er in Betrieben unter 50 Besch=E4ftigten t=E4tig, lediglich knapp 15 Prozen=
t in Betrieben mit 200 und mehr Besch=E4ftigten. Die =FCberwiegende Zahl de=
r Unternehmen wird in Form eines Einzelhandelskaufmanns oder einer Personen=
gesellschaft gef=FChrt, und damit verbietet das Steuergeheimnis den Zugriff=
 auf den "Gewinn" als Bemessungsgrundlage.
</p><p>Die Betriebsgr=F6=DFenstruktur in der Bauwirtschaft macht es also no=
twendig, eine andere Bemessungsgrundlage f=FCr die wirtschaftliche Leistung=
sf=E4higkeit eines Betriebes zu nehmen. Hier bietet sich die Nettowert-sch=
=F6pfung als Indikator an.
</p><p>Obwohl dieser Begriff in der Bundesstatistik st=E4ndig Anwendung fin=
det und seine Zusammensetzung bei der Ermittlung der Mehrwertsteuer monatli=
ch praktiziert wird, gibt es in der =F6ffentlichen Diskussion immer noch Mi=
=DFverst=E4ndnisse um die Entstehung und Gr=F6=DFenordnung der betriebliche=
n Wertsch=F6pfung.
</p><p>Zur Klarstellung will ich hier die Definition des wissenschaftlichen=
 Beirats beim Bundesministerium f=FCr Finanzen wiedergeben:
<br>"Die produktive Leistung eines Unternehmens kommt nicht in seinem Umsat=
z zum Ausdruck. Vielmehr m=FCssen vom Umsatz diejenigen Leistungen abgezoge=
n werden, die von anderen Unternehmen bezogen wurden (Subtraktive Methode).=
 Die so gewonnene Gr=F6=DFe -Umsatz minus Vorleistungen anderer Unternehmen=
 - gibt bereits ann=E4herungsweise den produktiven Beitrag eines Unternehme=
ns an. Werden au=DFerdem die Lagerbestandsver=E4nderung, der Kapitalverschl=
ei=DF und die selbsterstellten Anlagen ber=FCcksichtigt, erh=E4lt man den W=
ert, den ein Unternehmen netto zur Produktion beigetragen hat, n=E4mlich se=
ine Wertsch=F6pfung".
</p><p>F=FCr uns ist in diesem Zusammenhang die andere Ermittlungsmethode, =
n=E4mlich die auditive, leichter h=E4ndelbar:
</p><p>"Sie ist n=E4mlich identisch mit der Summe der bei der Produktion en=
tstehenden Einkommen. Infolgedessen ist es m=F6glich, die Wertsch=F6pfung e=
iner Wirtschaftseinheit auch als Summe aus L=F6hnen, Mieten, Zinsen und Gew=
innen zu erfassen".
</p><p>Da sich in der Nettowertsch=F6pfung die Leistungsf=E4higkeit eines B=
etriebes ausdr=FCckt, stellt sich eine Beg=FCnstigung der kleineren und mit=
tleren Unternehmen ein.
</p><p>In der Bauwirtschaft schwankte im Jahre 1989 die Nettowertsch=F6pfun=
g je Besch=E4ftigten von 50.000 DM in Betrieben unter 20 Besch=E4ftigten bi=
s zu 70.000 DM bei Betrieben mit mehr als 500 Besch=E4ftigten.
</p><p>Beim gleichen tarifvertraglich vereinbarten "Erhebungssatz" f=FCr al=
le Betriebsgr=F6=DFenklassen - und nur das ist tarifpolitisch vern=FCnftig =
- w=FCrden die gro=DFen Betriebe entsprechend ihrer gr=F6=DFeren Wertsch=F6=
pfung je Besch=E4ftigten mehr aufzubringen haben als die kleineren.
</p><p>Die Verteilung der j=E4hrlich aufgebrachten Verm=F6gensbildungsbeitr=
=E4ge auf die Arbeitnehmer der Bauwirtschaft w=FCrde unabh=E4ngig von den e=
inzelnen Gr=F6=DFenordnungen der Nettowertsch=F6pfung in den Betrieben nach=
 Ma=DFgabe der Besch=E4ftigten in den Regionen erfolgen.
</p><p>Da die St=E4rkung kleinerer und mittlerer Unternehmen zu den vorrang=
igen Zielen der sozialen Marktwirtschaft geh=F6rt, entspricht unser Tarifmo=
dell - also auch bei der vorgesehenen Bemessungsgrundlage - mehr als jede A=
rt von Investivlohn oder betrieblicher Gewinnbeteiligung (mit allen steuerl=
ichen Manipulationsm=F6glichkeiten) dem ordnungspolitischen Leitbild unsere=
r Wirtschaftsordnung.
</p><p>In einer Stellungnahme der BDA ist dies zur "Wertsch=F6pfungssteuer"=
 verzerrt worden. Dies ist so unpr=E4zise wie unredlich.
</p><p>Eine Steuer ist eine Zwangsabgabe ohne Anspruch auf Gegenleistung. D=
ies ist bei den erwogenen Wertsch=F6pfungsbeitr=E4gen nicht der Fall. Denn =
das Konzept der IG Bau-Steine-Erden sieht vor, da=DF die von den Tarifparte=
ien auszuhandelnden Beitragss=E4tze nicht nur in bar, sondern auch in Form =
von Aktien oder stillen Beteiligungen geleistet werden k=F6nnen.
</p><p>Es mu=DF also nicht zum Abflu=DF liquider Mittel und zu unmittelbare=
n Kostensteigerungen kommen.
</p><p>Im =FCbrigen weise ich darauf hin, da=DF relevante Teile dieser Mitt=
el - =FCber die regionalen Kapitalanlagengesellschaften - wieder den Untern=
ehmen zuflie=DFen.
</p><p>Ausdr=FCcklich haben wir uns bei den Anlageformen auf das Kapitalanl=
agengesetz beschr=E4nkt. Unsere vier regionalen Kapitalanlagengesellschafte=
n, die zueinander in Konkurrenz stehen, sind also keine gewerkschaftsseitig=
 dominierten Tarif- oder Branchenfonds, die sich dem Marktwettbewerb oder d=
er Kontrolle des Bundesaufsichtsamtes f=FCr das Kreditwesen entziehen.
</p><p>Sie unterliegen gerade dieser Kontrolle, setzen professionelles Mana=
gement voraus und verhindern den Einflu=DF auf Unternehmenspolitik via Fond=
s.
</p><p>Ich will hier hervorheben, da=DF gerade das Kapitalanlagengesetz fes=
tlegt, nur soviele Anteile an einem Unternehmen ins Portefeuille zu =FCbern=
ehmen, wie die damit verbundenen Stimmrechte 10 Prozent nicht =FCberschreit=
en.
</p><p>Unsere Kapitalanlagengesellschaften w=E4ren also vergleichbar mit je=
der auf dem Markt operierenden Investmentgesellschaft.
</p><p>Der durch die Tarifparteien parit=E4tisch besetzte Aufsichtsrat hat =
die renditeorientierte Anlagepolitik zu kontrollieren. Auch dagegen hat es =
"ordnungspolitische" Einwendungen gegeben. Zusammen mit den geltenden Mitbe=
stimmungsregelungen wird von "Oberparit=E4ten" phantasiert und =E4hnliches =
mehr.
</p><p>Mit den Realit=E4ten unserer Wirtschafts- und Sozialordnung haben di=
ese Einwendungen nichts zu tun.=20
<br>Die parit=E4tische Selbstverwaltung bei den Sozialversicherungstr=E4ger=
n widerlegt diese Bef=FCrchtungen ebenso wie die jahrzehntelange Praxis der=
 Sozialkassen im Baugewerbe.
</p><p>Ich wiederhole:
<br>Unsere Kapitalanlagengesellschaften unterscheiden sich nicht von jenen =
Investmentgesellschaften, die gegenw=E4rtig auf dem Markt operieren. Es ist=
 schon bewu=DFte Irref=FChrung oder der alte Griff in die ideologische Mott=
enkiste, wenn die BDA "Ansatzpunkte zur Einf=FChrung einer fl=E4chendeckend=
en, investitionslenkenden Industrie- und Strukturpolitik" hier entdecken wo=
llen.
</p><p>Bert R=FCrup, der Vorsitzende unserer Kommission, schreibt in einer =
Stellungnahme zur Arbeitgeberkritik an unserem Modell, die in den n=E4chste=
n Tagen erscheint:
</p><p>"Das Tariffondsmodell der IG Bau-Steine-Erden hat nichts, aber auch =
gar nichts mit syndikalistischen Fonds nach Ma=DFgabe des zu keiner Zeit =
=FCberzeugenden schwedischen Konzeptes einer Investitionslenkung =FCber Fon=
ds zu tun.
</p><p>Die qualitativen Unterschiede zwischen renditeorientiert arbeitenden=
 Tariffonds im Sinne des IG Bau-Steine-Erden-Konzeptes und investitionslenk=
enden, syndikalistischen Einrichtungen zu leugnen, zeugt - abgewogen formul=
iert - von einer selektiven Wahrnehmung der einschl=E4gigen Publikationen o=
der - was bedauerlicher w=E4re - von einer ordnungspolitisch getarnten Disk=
ussionsverweigerung".
</p><p>Mit Recht findet sich in der Expertise zu unserem Modell von Wolfram=
 Rei=DF, Professor f=FCr =F6ffentliches Recht, =FCber die "institutionelle =
und steuerrechtliche Behandlung" der Verm=F6gensanlagen nach unserem Modell=
 die Feststellung:
<br>"Die sog. ordnungspolitischen Bedenken sind schlicht politischer, nicht=
 rechtlicher Natur".
</p><p>Unser Konzept der investiven Erfolgsbeteiligung sieht vor, da=DF auf=
 Basis der betrieblichen Nettowertsch=F6pfung die Verm=F6gensbildungsbeitr=
=E4ge zentral von unserer Zusatzversorgungskasse eingezogen und nach Ma=DFg=
abe der Besch=E4ftigtenzahlen in den Regionen an die vier regionalen Kapita=
lanlagengesellschaften abgef=FChrt werden.
</p><p>Die Sperrfrist f=FCr diese Mittel betr=E4gt sieben Jahre. Danach kan=
n jeweils =FCber ein Siebtel der angesparten Beitr=E4ge verf=FCgt werden. D=
ie Arbeitnehmer sollen durch entsprechende Anreize dazu veranla=DFt werden,=
 diese Anteile wieder anzulegen.
</p><p>In diesem Zusammenhang ist es notwendig, die Wahlfreiheit der Arbeit=
nehmer entsprechend dem Verm=F6gensbildungsgesetz f=FCr Tariffonds aufzuheb=
en. Gerade die Praxis des Verm=F6gensbildungsgesetzes zeigt, da=DF eine sp=
=FCrbare Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivverm=F6gen nicht erreichb=
ar ist.
</p><p>Obwohl seit den 70er Jahren gut drei Viertel aller Arbeitnehmer Ansp=
ruch auf verm=F6genswirksame Leistungen aus den Tarifvertr=E4gen haben, wer=
den nur zwei Prozent dieser Leistung in Form von Beteiligungen am Produktiv=
verm=F6gen angelegt.
</p><p>Wer die in den Verm=F6gensbildungsgesetzen festgelegte Wahlfreiheit =
bei den Anlageformen f=FCr unverzichtbar h=E4lt, blockiert weiterhin die ko=
nkrete Beteiligung eines gro=DFen Teils der Arbeitnehmer am Produktivverm=
=F6gen.
</p><p>Sicherlich wird umstritten bleiben, ob eine staatliche Intervention =
gegen eine m=F6gliche Marktentscheidung der betroffenen Arbeitnehmer zul=E4=
ssig ist.
</p><p>Es ist aber auch zu beachten, da=DF gerade die Anspr=FCche des Staat=
es an die Gewerkschaften auf die Teilnahme an gemeinsamen Stabilisierungsak=
tionen sich zunehmend steigern, ohne da=DF von staatlicher Seite eine verte=
ilungswirksame Gegenleistung mit einer entsprechenden Breitenwirkung in Aus=
sicht gestellt wird.
</p><p>Weiter will ich nochmals darauf hinweisen, da=DF vor allem in den ne=
uen Bundesl=E4ndern der Strukturwandel und die Modernisierung der Wirtschaf=
t mit =F6ffentlichen Mitteln gef=F6rdert wird, um nicht zuletzt die Gewinne=
rwartung der Unternehmen zu verbessern.
</p><p>Auch die Mittel der =FCblichen Investitionshilfen werden letztlich a=
us Steuergeldern der Arbeitnehmer finanziert. Insofern ist die Forderung na=
ch einer F=F6rderung der Erfolgsbeteiligung angebracht.
</p><p>Es widerspricht nicht dem Leitbild der sozialen Marktwirtschaft, wen=
n f=FCr den Verm=F6gensbildungsbeitrag keine freie Wahl der Anlageentscheid=
ung der Arbeitnehmer besteht. Dies ist bereits f=FCr =A7 19 a Einkommensteu=
ergesetz nach geltendem Recht der Fall.
</p><p>Dort wird die unentgeltliche oder verbilligte Zuwendung von Verm=F6g=
ensbeteiligung mit ihrem halben Wert von der Steuerpflicht befreit, wenn di=
e Zuwendung im Rahmen eines bestehenden Dienstverh=E4ltnisses erfolgt.
</p><p>Von einer Wahlfreiheit ist bei Zuwendung dieser Art von Verm=F6gensb=
eteiligungen (Aktien, Anteilscheine an Sonderverm=F6gen einer Kapitalanlage=
ngesellschaft, GmbH-Anteile, stille Beteiligungen u.a.) nicht die Rede.
</p><p>Es ist bisher in der g=E4ngigen Rechtsauffassung noch niemand auf di=
e Idee gekommen, dieser =A719 a Einkommensteuergesetz widerspreche dem Leit=
bild der sozialen Marktwirtschaft.
</p><p>Es entspricht aber nicht unserer Wirtschafts- und Sozialordnung, Lei=
stungen aus Tarifvertr=E4gen gegen=FCber Anspr=FCchen aus Einzelarbeitsvert=
r=E4gen zu diskriminieren.
</p><p>Nat=FCrlich wissen wir, da=DF Verteilungsfragen auch Machtfragen sin=
d. Eine erfolgreiche, d.h. die Arbeitnehmer beg=FCnstigende Verm=F6gensbild=
ungspolitik, ist notwendigerweise mit einer Ver=E4nderung der funktionalen =
und personellen Einkommensverteilung zu Lasten der bisherigen Bezieher von =
Gewinneinkommen verbunden.
</p><p>Jeder Einkommens- und Verm=F6genszuwachs l=E4=DFt sich nur einmal ve=
rteilen.
</p><p>Jedoch sprechen f=FCr eine verst=E4rkte Verm=F6gensbildung in Arbeit=
nehmerhand viele ordnungspolitische, verteilungspolitische und stabilit=E4t=
spolitische Gr=FCnde.
</p><p>=DCber die vorgelegten Konzepte l=E4=DFt sich sicherlich diskutieren=
 und streiten, aber im Ringen um bessere Konzepte.
</p><p>Das Herausputzen alter Ideologiemuster mag vielleicht arbeitstherape=
utischen Charakter haben, ist aber ein schlechtes Fundament f=FCr soziale I=
nnovationen.
</p><p>Nicht nur die Verm=F6genspolitik ben=F6tigt in dieser Zeit mehr denn=
 je ein konstruktives Miteinander, als ein Verharren in "alten" Positionen =
und Feindbildern.
</p><p>Was "verharren" bedeuten kann, das hat uns der Bischof von Hildeshei=
m, Josef Hohmeier, 1992 ins Stammbuch geschrieben:
<br>"Da ist zun=E4chst die =FCbereinstimmende Analyse, da=DF die Beteiligun=
g der Bev=F6lkerung am Produktivverm=F6gen extrem schieflastig ist und da=
=DF diese soziale Asymmetrie, die dem Leitbild einer sozialen Marktwirtscha=
ft widerspricht, durch den Einigungsproze=DF nicht abgebaut, sondern noch v=
ersch=E4rft wird. Es besteht die Gefahr, da=DF die Deutschen in einer Natio=
n, aber in zwei Gesellschaften leben".
</p><p>Dieser Gefahr wollen wir begegnen. Dazu ist die Beteiligung der Arbe=
itnehmer am Produktivverm=F6gen zwar kein Patentrezept, aber ein erster Sch=
ritt in Richtung Modernisierung und St=E4rkung der sozialen Marktwirtschaft=
.
<!-- START END -->
</p><hr>
<font size=3D"-2">
=A9 <a href=3D"mailto:wwwadm@www.fes.de">Friedrich Ebert Stiftung</a>
| <a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/fo-wirtschaft/support.html">te=
chnical support</a> | net edition=20
<a href=3D"mailto:walter.wimmer@fes.de">fes-library</a> | September 1998 =
=20
</font></td></tr></tbody></table>
<!-- END END -->

</body></html>
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