From: <Saved by Blink>
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<p>
</p><ul>
<p align=3D"center"><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01178.htm=
#E10E2">Kein Vietnam am Hindukusch </a>
</p><p align=3D"center"><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01178=
.htm#E10E3">Die n=E4chste Schlacht: Irak</a>
</p><p align=3D"center"><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01178=
.htm#E10E4">Zwei taktische Optionen</a>
</p><p align=3D"center"><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01178=
.htm#E10E5">Nach Saddam?</a>
</p><p align=3D"center"><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01178=
.htm#E10E6">=84Hit and Run"</a>
</p><p align=3D"center"><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01178=
.htm#E10E7">Die Rolle der Europ=E4er</a></p></ul>
<br><br>


<p align=3D"CENTER">
<a name=3D"E10E2"></a><br></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1">Kein Viet=
nam am Hindukusch </font><br>
</p><p>Der schnelle und mit geringen eigenen Verlusten erfochtene Sieg der =
USA in Afghanistan =FCbertraf alle Erwartungen. Die Erfahrungen der Sowjetu=
nion wiederholten sich nicht, Afghanistan wurde nicht ein weiteres Mal zum =
Friedhof ausl=E4ndischer Invasoren. Das Taliban-Regime ist zerst=F6rt, das =
Al-Qaeda-Netzwerk hat seine afghanische Basis verloren. Damit scheint der A=
fghanistan-Einsatz zwei =84Lehren=84 zu widerlegen, die Milit=E4rs, Politik=
er und Analytiker aus vergangenen Konflikten gezogen hatten:
</p><p>1. Auch eine =FCberw=E4ltigende milit=E4rtechnische =DCberlegenheit =
garantiert in Auseinandersetzungen auf fremdem Boden, insbesondere in L=E4n=
dern der Dritten Welt,  keinen Sieg. Eine technisch =FCberlegene, aber nich=
t lokal verankerte, sondern als Invasor wahrgenommene Armee kann auch gegen=
 milit=E4risch schwache lokale Kr=E4fte verlieren.=20
</p><p>2. Mit einem nur oder in erster Linie aus der Luft gef=FChrten Krieg=
 l=E4sst sich ein entschlossener Gegner nicht unterwerfen. =20
</p><p>Der Afghanistan-Krieg war ein aus der Luft gef=FChrter Krieg, unters=
t=FCtzt von kleineren Kommandoeins=E4tzen am Boden sowie den konventionelle=
n Kr=E4ften der Nordallianz. Die Bomben, die die amerikanische Luftwaffe ei=
nsetzte, entsprachen in ihrer Zerst=F6rungskraft taktischen Atombomben ohne=
 radioaktiven Fallout. Der Nordallianz blieb es =FCberlassen, die Ruinen zu=
 st=FCrmen und die demoralisierten Reste der Taliban-Kr=E4fte einzusammeln.=
 Wenn die Bombardierung intensiv genug ist =96 so die Lektion =96, bedarf e=
s nur geringer eigener oder verb=FCndeter Kr=E4fte am Boden, um den Gegner =
auszuschalten. Fazit: Ein Krieg kann mit geringen eigenen Verlusten gef=FCh=
rt und gewonnen werden.=20
</p><p>Gegen die These des schnellen Sieges wird eingewandt, dass zwar das =
Taliban-Regime entmachtet, der Friede in Afghanistan aber keineswegs gesich=
ert sei. Der Machtbereich der international unterst=FCtzten Regierung Karze=
i reduziert sich <i>de facto</i> auf Kabul und Umgebung (oder nicht einmal =
das). Ein normaler Staat Afghanistan wird nur simuliert: In den Regionen ha=
t die amerikanische Intervention wieder die Warlords an die Macht gebracht.=
 Die ethnischen Spannungen sind nicht =FCberwunden, der <i>low intensity co=
nflict </i>ist vorprogrammiert. Auch die geschlagenen Taliban sind weiter a=
ktiv. Der islamische Klerus, eine St=FCtze der Taliban, wurde vom Krieg kau=
m tangiert.   =20
</p><p>Doch es war <i>nicht</i> das Kriegsziel der Amerikaner, Afghanistan =
zu einem friedlichen, stabilen und demokratisch regierten Land zu machen. K=
riegsziel war die Zerst=F6rung des Taliban-Regimes, und dieses Ziel wurde e=
rreicht. Wie und ob das Land in Zukunft regiert wird, ist Angelegenheit der=
 Afghanen =96 wohlwollender Unterst=FCtzung wert, aber nicht mehr. Auch die=
 Zerst=F6rung einer Basis des Al-Qaeda-Netzwerks wurde erreicht, auch wenn =
Osama bin Laden nicht gefasst werden konnte. Im Krieg gegen den Terror wurd=
e die erste Schlacht siegreich geschlagen, Afghanistan kann und muss abgeha=
kt werden. =20
</p><p align=3D"CENTER">
<a name=3D"E10E3"></a><br></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1">Die n=E4c=
hste Schlacht: Irak</font><br>
</p><p>Nach dem schnellen Sieg gegen die Taliban wird die einmal in Gang un=
d =96 im Sinne der eigenen Kriterien =96 erfolgreich eingesetzte Milit=E4rm=
aschinerie kaum wieder angehalten werden, wird sich der =84Krieg gegen den =
Terror=84 nun <i>nicht</i> auf geheimdienstliche, diplomatische, finanziell=
e oder polizeiliche Ma=DFnahmen in den 60 L=E4ndern reduzieren, in denen Al=
-Qaeda aktiv sein soll. Ort und Zeitpunkt der n=E4chsten Schlacht sind bere=
its gew=E4hlt. In der amerikanischen Regierung hat sich die =DCberzeugung d=
urchgesetzt, dass Saddam Hussein das n=E4chste <i>ta</i><i>r</i><i>get</i> =
sein muss. Zwar wird der Krieg auch an anderen Schaupl=E4tzen weitergef=FCh=
rt =96 auf den Philippinen, m=F6glicherweise im Jemen, im Sudan oder in Som=
alia =96, hier geht es aber eher um Scharm=FCtzel, da konkrete Kriegsziele =
schwer zu definieren und sichtbare Erfolge kaum vorzuweisen sind.
</p><p>Es gibt keine glaubw=FCrdigen Hinweise, dass der Irak in irgendeiner=
 Weise in die Terroranschl=E4ge vom 11. September oder in die Anthrax-Atten=
tate verwickelt ist. Dies geben auch Vertreter der amerikanischen Regierung=
 mehr oder weniger offen zu. Der Irak ist f=FCr die amerikanische Regierung=
 ein Problem <i>sui generis</i>, zu dessen L=F6sung der 11. September und d=
er Sieg in  Afghanistan ideale Voraussetzungen geschaffen haben.=20
</p><p>Die amerikanische Politik gegen=FCber dem Irak nach dem Golfkrieg is=
t =96 gemessen an den eigenen Zielen =96 gescheitert: Weder konnte Saddam H=
ussein an der Wiederherstellung der milit=E4rischen Kapazit=E4ten des Irak =
gehindert werden, noch lie=DF sich das UN-Embargo gegen den Irak effektiv a=
ufrechterhalten. Der Irak hat 1998 die UN-Inspektoren ausgewiesen, die das =
Potential zur Produktion von Massenvernichtungsmitteln untersucht hatten. D=
as Embargo wird zunehmend durchl=F6chert, die Auferlegung eines =84smarten=
=84 Embargos (h=F6here Durchl=E4ssigkeit der irakischen Grenzen f=FCr Leben=
smittel, striktere Kontrollen milit=E4risch nutzbarer Importe) ist im UN-Si=
cherheitsrat gescheitert. Die amerikanische Regierung bef=FCrchtet nun, Sad=
dam Hussein k=F6nne sich in den Besitz chemischer, biologischer oder atomar=
er Waffen bringen =96 und damit die Kosten jeder k=FCnftigen Intervention i=
n enorme H=F6hen treiben. Sie sieht sich unter einem doppelten Zeitdruck: S=
addam Husseins Aufr=FCstungsbem=FChungen zuvorzukommen und das mit dem 11. =
September entstandene politische Klima auszunutzen, in dem eine milit=E4ris=
che Intervention politisch (insbesondere innenpolitisch) m=F6glich ist =96 =
und in dem der schnelle Sieg in Afghanistan zu einem zweiten Akt einige hun=
dert Kilometer westlich geradezu dr=E4ngt.
</p><p>Eine Option der Politik gegen=FCber dem Irak ist gescheitert: Die <i=
>Eind=E4mmung</i> durch die internationale Kontrolle der irakischen Waffenp=
roduktion. Eine zweite Option =96 die <i>Ab</i><i>schreckung </i>=96 droht =
zu scheitern bzw. sehr kompliziert zu werden, wenn der Irak =FCber Massenve=
rnichtungswaffen verf=FCgt. Es bleibt eine dritte Option: <i>Der Sturz Sad<=
/i><i>dam Hus</i><i>seins</i> und die Einsetzung eines kooperationsbereiten=
 neuen Regimes. Zeitpunkt: Fr=FChjahr oder Fr=FChsommer 2002, wenn der Irak=
 =96 womit man rechnet =96 ein Ultimatum zur Wiedereinsetzung der UN-Inspek=
toren ablehnt. Die Ansprache Bushs an die Nation und die Konstruktion einer=
 =84Achse des B=F6sen=84 war bereits die inoffizielle Kriegserkl=E4rung an =
den Irak. Sollte sich der Irak allerdings anders als erwartet den UN-Inspek=
tionen f=FCgen, k=E4me die amerikanische Regierung in Begr=FCndungsschwieri=
gkeiten.
</p><p>Ein Sturz Saddam Husseins w=FCrde in der Sicht der US-Regierung lang=
fristig die Beziehungen der USA zur arabischen Welt entlasten. Ohne das Sic=
herheitsrisiko Saddam Hussein k=F6nnten die amerikanischen Truppen in Saudi=
-Arabien, deren Pr=E4senz das saudische Regime dem Druck der islamistischen=
 Opposition aussetzt, abgezogen werden. Die =84H=FCter der Heiligen St=E4tt=
en=84 des Islam k=F6nnten selbst f=FCr ihre Sicherheit sorgen. Zweitens k=
=F6nnte das Embargo, in dessen Folge sich =96 so die UNICEF =96 die Kinders=
terblichkeit im Irak dramatisch erh=F6ht hat, aufgehoben werden. Die humani=
t=E4ren Kosten des Embargos waren und sind eine weitere dauerhafte Belastun=
g der amerikanisch- arabischen Beziehungen.
</p><p align=3D"CENTER">
<a name=3D"E10E4"></a><br></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1">Zwei takt=
ische Optionen</font><br>
</p><p>Zur Erreichung des neuen Kriegsziels werden zwei Optionen er=F6rtert=
. Die erste w=E4re die Wiederholung des Afghanistan-Erfolgs: Die amerikanis=
che Luftwaffe bombardiert die Stellungen und Einrichtungen der irakischen A=
rmee, die irakische Opposition =FCbernimmt die Bodenoperationen und die Ent=
machtung Saddam Husseins. Dieses Szenario w=FCrde aller Wahrscheinlichkeit =
nach an zwei Faktoren scheitern. Zum einen ist die irakische Armee ein st=
=E4rkerer und disziplinierterer Gegner als die Taliban. Sie verf=FCgt =FCbe=
r 400.000 Soldaten, darunter 100.000 Elitetruppen der Republikanischen Gard=
e (Taliban: ca. 45.000), sowie =96 trotz Golfkrieg =96 2.200 Panzer und 3.2=
00 gepanzerte Fahrzeuge. Zum andern ist die irakische Opposition in jeder H=
insicht =96 vor allem milit=E4risch =96 schw=E4cher als die afghanische Nor=
dallianz. Sie setzt sich zusammen aus einem Iraqi National Congress, einer =
Oppositionsgruppe mit Sitz in London, Damaskus und Teheran, die im Irak ohn=
e Basis ist; zwei bewaffneten kurdischen Organisationen im quasi staatsfrei=
en Nordteil des Landes, die sich gerne gegenseitig bek=E4mpfen, und von den=
en man nicht wei=DF, ob sie au=DFerhalb ihres Territoriums einsatzf=E4hig w=
=E4ren; sowie schiitischen Milizen im S=FCdteil des Landes, deren milit=E4r=
ische Kapazit=E4ten im besten Sinne zweifelhaft sind. Die afghanische Norda=
llianz dagegen war zwar den Taliban unterlegen, aber doch stark genug, um i=
hrem Gegner f=FCr sein Vorr=FCcken einen hohen Preis abzuverlangen. Die Bal=
ance zwischen Nordallianz und Taliban war so beschaffen, dass der amerikani=
sche Lufteinsatz als =84Z=FCnglein an der Waage=84 wirken konnte. Dies w=FC=
rden die Kr=E4ftedifferenzen zwischen irakischer Armee und Opposition nicht=
 zulassen.
</p><p>Daher wird man wahrscheinlich auf die zweite Option zur=FCckgreifen:=
 Invasion des Irak mit amerikanischen Bodentruppen. Hierf=FCr h=E4lt man 10=
0.000 bis 200.000 Mann f=FCr notwendig und ausreichend (was den im milit=E4=
rischen Denken nicht Geschulten unklar bleibt: Warum 200.000 Mann ausreiche=
n sollen, wenn im Golfkrieg mit seinem begrenzten Ziel 500.000 Mann notwend=
ig waren). Eine Invasion birgt vor allem zwei Risiken: <i>Wenn</i> Saddam H=
ussein bereits =FCber Massenvernichtungsmittel verf=FCgt, w=FCrde er sie wa=
hrscheinlich =96 anders als im Golfkrieg 1991 =96 einsetzen, da es um sein =
eigenes =DCberleben ginge. Zum andern k=F6nnte sich die irakische Armee in =
den St=E4dten verschanzen und damit die technische =DCberlegenheit der amer=
ikanischen Armee unterlaufen =96 und die Zahl der zivilen Opfer in astronom=
ische H=F6hen treiben.
</p><p align=3D"CENTER">
<a name=3D"E10E5"></a><br></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1">Nach Sadd=
am?</font><br>
</p><p>Die Haltung der protestierenden Europ=E4er ist f=FCr die US-Strategi=
e belanglos. Wichtig sind die regionalen B=FCndnispartner, vor allem die T=
=FCrkei und Saudi Arabien. Die Regierungen beider L=E4nder f=FChlen sich vo=
n Saddam Hussein bedroht, aber noch mehr bedroht sehen sie sich von einem M=
achtvakuum, das sich mit dem Sturz Saddams auftun k=F6nnte =96 oder besser:=
 von der Zementierung der gegenw=E4rtigen Situation, in der der Norden und =
der S=FCden des Irak dem Zentralstaat <i>de facto </i>entzogen sind. Die et=
hnischen und religi=F6sen inneren Konflikte der T=FCrkei (Kurden) und Saudi=
 Arabiens (Schiiten) k=F6nnten an Intensit=E4t gewinnen, wenn die intern al=
s Minderheit bek=E4mpfte ethnische oder religi=F6se Gemeinschaft im angrenz=
enden Irak =FCber eine staats=E4hnliche Basis verf=FCgt.=20
</p><p>Der innerirakischen Opposition =96 den Kurden und Schiiten =96  dage=
gen wird gegenw=E4rtig sein, dass sie im Golfkrieg 1991 von den Amerikanern=
 zur Rebellion aufgerufen und dann im Stich gelassen und der Repression der=
 irakischen Armee =FCberlassen wurde. Alle drei potentiellen B=FCndnispartn=
er (T=FCrkei, Saudi Arabien, die Opposition) werden mit den USA nur dann ko=
operieren, wenn diese demonstrieren, dass sie fest zum Sturz Saddams entsch=
lossen sind und hierf=FCr auch eigene Verluste in Kauf nehmen.
</p><p>Damit bleibt aber offen, wer die Nachfolge Saddams =FCbernehmen k=F6=
nnte. Hofft man auf den <i>deus </i><i>ex machina </i>einer putschenden Arm=
ee? Oder sollen sich zwei verfeindete kurdische B=FCrgerkriegsarmeen, schii=
tische Milizen, der bedeutungslose Iraqi National Congress und die Reste de=
r Republikanischen Garde ohne Saddam in einer Art Petersberg II friedlich a=
uf eine neue Regierung verst=E4ndigen? Das hei=DFt: Soll es Angelegenheit d=
er  Iraker bleiben, aus dem Irak nach vielen Jahrzehnten Saddam Hussein und=
 drei Kriegen ein friedliches, stabiles und demokratisch regiertes Land zu =
machen?
</p><p align=3D"CENTER">
<a name=3D"E10E6"></a><br></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1">=84Hit an=
d Run"</font><br>
</p><p>Die amerikanischen Strategen haben aus der eigenen Niederlage in Vie=
tnam (und der der Sowjetunion in Afghanistan) Konsequenzen gezogen: Kriegsz=
iele m=FCssen so definiert sein, dass eine langdauernde und aufreibende mil=
it=E4rische Pr=E4senz im Kriegsgebiet  nicht notwendig ist. Die dauerhafte =
Konfrontation mit einem milit=E4risch schw=E4cheren, aber lokal verwurzelte=
n Gegner f=FChrt zur Abnutzung, auch zur moralischen und politischen Auszeh=
rung. Es muss daher ausreichen, das als Gegner definierte politische Regime=
 zu st=FCrzen, es kann nicht mehr darum gehen, einem Land eine bestimmte da=
uerhafte politische Ordnung aufzuzwingen. Zur Zeit des sowjetischen Invasio=
n Afghanistans war es Ziel der verdeckten amerikanischen Intervention=96 de=
r Finanzierung und Bewaffnung der Mudjadehin, einschlie=DFlich der Al-Qaeda=
 =96, gewesen, die sowjetischen Truppen zu vertreiben. Als dieses Ziel erre=
icht war, =FCberlie=DF man =84Afghanistan den Afghanen=84 =96 also den Warl=
ords, die man mit den Mitteln versehen hatte, sich gegen jede Friedensl=F6s=
ung zu behaupten. Die Warlords mochten eine Plage f=FCr ihr Land sein, inte=
rnational ging von ihnen =96 wie es schien =96 keine Bedrohung aus. Doch ge=
rade die herbeigef=FChrte Anomie bot einen idealen N=E4hrboden f=FCr Organi=
sationen wie die Taliban oder Al-Qaeda.=20
</p><p>Eine vergleichbare Situation droht heute in Afghanistan und morgen i=
m Irak einzutreten: Die Taliban sind zerschlagen, f=FCr die Ordnung auf dem=
 Schlachtfeld haben andere zu sorgen; Saddam ist entmachtet, sollen die Ira=
ker =96 oder die Europ=E4er oder die UNO mit ihrem leicht bewaffneten Lazar=
ettw=E4gelchen =96 doch eine irakische =84Loya Jerga=84 einberufen, die den=
 inneren Frieden sichert. Die amerikanischen Streitkr=E4fte sind dann wahrs=
cheinlich schon anderweitig gebunden.
</p><p>Die amerikanischen Milit=E4rinterventionen stellen keine Stabilit=E4=
t in instabilen Regionen her, sondern wirken zus=E4tzlich destabilisierend.=
 Das Problem des amerikanischen Unilateralismus, der heute vor allem von de=
n Europ=E4ern kritisiert wird, liegt nicht darin, dass die europ=E4ischen B=
=FCndnispartner mit Herblassung oder =96 schlimmer noch =96 Indifferenz beh=
andelt werden (warum sollte es anders sein?), sondern darin, dass er unl=F6=
sbare Problemlagen produziert,  die dann doch multilateral (also von den Eu=
rop=E4ern, der UNO, den Japanern, einschlie=DFlich amerikanischer Beteiligu=
ng) gel=F6st werden sollen, aber nicht k=F6nnen, weil der Multilateralismus=
 durch die amerikanische Strategie immer wieder unterlaufen wird. Kurz: Ein=
 zentrales Problem der gegenw=E4rtigen Weltordnung liegt darin, dass der m=
=E4chtigste Akteur USA <i>im Konfliktfall </i>auf kooperative L=F6sungen ni=
cht angewiesen ist, wohl aber multilateraler Unterst=FCtzung bedarf, um die=
 von ihm selbst erzeugten Tr=FCmmer wegzur=E4umen.
</p><p align=3D"CENTER">
<a name=3D"E10E7"></a><br></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1">Die Rolle=
 der Europ=E4er</font><br>
</p><p>Europ=E4ische Politiker =96 Joschka Fischer, Chris Patten, Jos=E9 Ma=
ria Aznar =96 haben die bevorstehende Milit=E4rintervention der USA im Irak=
 und den in ihr zum Ausdruck kommenden Unilateralismus gegei=DFelt. Die ame=
rikanische Antwort ist Indifferenz. Die USA brauchen die europ=E4ischen B=
=FCndnispartner <i>milit=E4risch </i>nicht und k=F6nnen davon ausgehen, das=
s die Partner <i>politisch </i>auf den fahrenden Wagen springen werden, wen=
n die erste Schlacht erst einmal geschlagen ist.=20
</p><p>Die amerikanische Regierung muss dagegen f=FCrchten, dass sich der m=
it dem 11. September geschaffene antiarabische Konsens in den USA verbrauch=
t, wenn ein Zusammenhang des Irak mit dem Terroranschl=E4gen von New York u=
nd Washington nicht einmal mehr intuitiv erzeugt werden kann =96 wenn also =
die f=FCr die USA =84existenzielle=84 Dimension der Auseinandersetzung nich=
t mehr behauptet werden kann =96, und wenn gr=F6=DFere eigene Verluste eint=
reten.=20
</p><p>Wenn die europ=E4ischen Staaten der =84Koalition gegen den Terror=84=
 beigetreten sind, um bei der amerikanischen Strategie ein Wort mitreden zu=
 k=F6nnen, hat sich dies als Fehlkalkulation erwiesen. Der amerikanische Un=
ilateralismus k=F6nnte nun den zentrifugalen Tendenzen innerhalb der EU nac=
h dem 11. September entgegenwirken und dazu f=FChren, dass sich die beleidi=
gten Europ=E4er wieder auf sich selbst konzentrieren. Vielleicht werden auc=
h die Stimmen lauter, die die St=E4rkung der politisch-milit=E4rischen Hand=
lungsf=E4higkeit Europas fordern, damit dem amerikanischen Unilateralismus =
ein Gegengewicht entsteht. Dass in absehbarer Zeit eine den USA ebenb=FCrti=
ge Gro=DFmacht Europa entsteht, ist jedoch weder realistisch, noch w=FCnsch=
bar. Statt dessen k=F6nnte die EU auch nach au=DFen demonstrieren, dass ihr=
e Schw=E4che =96 ihre Angewiesenheit auf kooperative L=F6sungen =96 in der =
heutigen Welt eine St=E4rke ist =96 und eher zu Konfliktpr=E4vention und Ko=
nfliktl=F6sungen beitr=E4gt als auf den ersten Blick erfolgreiche hit-and-r=
un-Operationen.
</p><p align=3D"RIGHT">  <i> Michael Ehrke</i>
</p><p align=3D"center"></p><hr width=3D"80%">
<p>Friedrich-Ebert-Stiftung, 53170 Bonn, Fax: 0228-883 625, e-mail: <a href=
=3D"mailto:ehrkem@fes.de"><u>ehrkem@fes.de</u> </a>
<br><br>
<!-- START END -->
</p><hr>
<font size=3D"-2">
=A9 <a href=3D"mailto:wwwadm@www.fes.de">Friedrich Ebert Stiftung</a>
| <a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/support.html">technical sup=
port</a> | net edition=20
<a href=3D"mailto:walter.wimmer@fes.de">fes-library</a> | M=E4rz 2002
</font></td></tr></tbody></table>
<!-- END END -->

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