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Friedrich Ferdinand von Beust im Visier seiner politischen Gegner : zur Ent=
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 / Jonas Fl=F6ter - [Electronic ed.] - Bonn, 2002 - 30 KB, Text
. - (Horst-Springer-Preisvortr=E4ge)
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Friedrich Ferdinand von Beust im Visier seiner politischen Gegner : zur Ent=
stehung eines Negativ-Bildes in der Geschichtsschreibung ; Horst-Springer-S=
tiftung f=FCr Neuere Geschichte Sachsens in der Friedrich-Ebert-Stiftung ; =
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<p>

</p><p>Der Frankfurter F=FCrstentag bildet gleicherma=DFen den H=F6he- und =
den Schlusspunkt der Bem=FChungen der deutschen Regierungen, den seit 1815 =
bestehenden Deutschen Bund zeitgem=E4=DFen Reformen zu unterziehen. Im Augu=
st 1863 hatte Kaiser Franz Joseph die deutschen Souver=E4ne zum F=FCrstenta=
g nach Frankfurt eingeladen, um =FCber eine Reform des Deutschen Bundes zu =
beraten. Da neben den F=FCrsten einiger Kleinstaaten auch der K=F6nig von P=
reu=DFen fehlte, schienen die Erfolgsaussichten von Anfang an gemindert. In=
 der ersten Sitzung des F=FCrstentages stellte der Gro=DFherzog von Mecklen=
burg-Schwerin daraufhin den Antrag, den preu=DFischen K=F6nig durch die Ver=
sammlung nochmals einzuladen. K=F6nig Johann von Sachsen und sein Au=DFenmi=
nister Beust wurden beauftragt, K=F6nig Wilhelm die Einladung der deutschen=
 Souver=E4ne zu =FCberbringen.=20
</p><p>In seinen Memoiren schildert der Adjutant des preu=DFischen K=F6nigs=
, Prinz Kraft zu Hohenlohe-Ingelfingen, nicht nur das Ringen zwischen K=F6n=
ig Johann und K=F6nig Wilhelm, sondern auch das Wortgefecht zwischen dem s=
=E4chsischen und dem preu=DFischen Minister:=20
</p><ul>
<p>"Bismarck erz=E4hlte mir, er habe dem K=F6nige gesagt, wenn er nach Fran=
kfurt gehe und befehle, dass er, Bismarck, ihn begleite, dann wolle er wohl=
 als sein Schreiber mitgehen, aber nicht als sein Ministerpr=E4sident. Aber=
 den preu=DFischen Grund und Boden betrete er dann nicht wieder, denn er m=
=FCsse sich dann des Landesverrats schuldig wissen, so sicher sei er, dass =
der Schritt zu Preu=DFens Verderben f=FChre. Darauf habe der K=F6nig die ab=
schl=E4gige Antwort unterschrieben. Mit diesem Bescheide ging Bismarck noch=
 abends um elf Uhr in das Hotel des K=F6nigs von Sachsen und brachte diesem=
 das Schreiben, dessen Inhalt er dem Herrn v. Beust mitteilte. Letzterer sa=
gte zu Bismarck, er werde sogleich den Extrazug f=FCr den anderen Morgen ab=
bestellen, denn der K=F6nig Johann sei nicht willens, ohne K=F6nig Wilhelm =
nach Frankfurt zur=FCckzukehren und werde nun den anderen Tag versuchen, ih=
n zu bereden. Da erkl=E4rte Bismarck mit voller Entschiedenheit dem Herrn v=
. Beust: =82Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, da=DF, wenn morgen fr=FCh sechs =
Uhr der Extrazug mit dem K=F6nig Johann nicht abgefahren ist, dann ist um 8=
 Uhr ein Bataillon Preu=DFen aus Rastatt in Baden, und ehe mein K=F6nig aus=
 dem Bett aufsteht, ist sein Haus durch Truppen besetzt, die keinen anderen=
 Auftrag haben, als keinen Sachsen mehr hereinzulassen!=91 Beust erwiderte,=
 Preu=DFen habe nicht das Recht, Truppen im Frieden nach Baden marschieren =
zu lassen, das w=FCrde Bundesbruch und Friedensbruch sein. Da fuhr Bismarck=
 auf: =82Bundesbruch und Friedensbruch sind mir ganz gleichg=FCltig. Wichti=
ger ist mir das Wohl meines K=F6nigs und Herrn. Heute habt Ihr ihn schon kr=
ank gemacht. Morgen soll er Ruhe haben. Einen K=F6nig habt Ihr uns in Wien =
und Dresden schon ruiniert. dass Ihr uns den zweiten nicht auch zugrunde ri=
chtet, daf=FCr stehe ich, solange ich Ministerpr=E4sident bin, und wenn es =
n=F6tig ist, mit meinem Kopf.=91"
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
">1</a>]</sup>
=20
</p></ul>
<p>Heute erscheint es am=FCsant, dass der s=E4chsische Minister der robuste=
n preu=DFischen Milit=E4rmacht das schw=E4chliche und nur unzureichend exek=
utierbare Recht des Deutschen Bundes entgegenhielt. Dass Preu=DFen "durch d=
ie Annexionen des Jahres 1866 den neuen deutschen Staat erst erm=F6glicht" =
und vor allem "das =FCbrige Deutschland mit seinem Geiste, seiner Ordnung e=
rf=FCllt und dadurch zum strahlenden Siege gef=FChrt" habe
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn2=
">2</a>]</sup>	=20

	, war sp=E4testens seit der Reichsgr=FCndung durch Politiker und Historike=
r gleicherma=DFen proklamiert worden.=20
</p><p>Obwohl Beust schon zu seinen Lebzeiten als ein Prinzip der Negation =
benutzt wurde, bleibt gegen=FCber seiner Person eine merkw=FCrdige Ambivale=
nz auff=E4llig. W=E4hrend er einerseits als naturgem=E4=DF Unterlegener der=
 L=E4cherlichkeit preisgegeben wurde, war er zugleich als Gegner ernst geno=
mmen und energisch bek=E4mpft worden. Wenn diese Doppeldeutigkeit nun ins Z=
entrum der Betrachtung gestellt wird, dann ist die Kontrastierung von Beust=
 und Bismarck keineswegs konstruiert. Im Gegenteil: die Auseinandersetzung =
zwischen beiden bildet geradezu eine Konstante in der mitteleurop=E4ischen =
Geschichte der zweiten H=E4lfte des 19. Jahrhunderts.
</p><p>Dabei sahen sich Beust und Bismarck in einer Mischung aus Hass und B=
ewunderung eng verbunden. Auch scheint es, dass die intellektuellen Mittel =
durchaus gleich verteilt waren. Allerdings konnte sich der Preu=DFe bei sei=
nen politischen Attacken auf die St=E4rke der norddeutschen Gro=DFmacht st=
=FCtzen; f=FCr den Sachsen blieb es dagegen ein Nachteil, allein auf die M=
=F6glichkeiten eines Mittelstaates beschr=E4nkt zu sein. Wie sehr Beust sel=
bst diesen Nachteil empfand, wird durch einen seiner engen Mitarbeiter =FCb=
erliefert: "Ich komme mir vor", so Beust, "wie ein gro=DFer Mecklenburger G=
aul, der vor ein Kinderw=E4gelchen gespannt ist."
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn3=
">3</a>]</sup>	=20
=20
</p><p>Obwohl beide Politiker sich an Wendigkeit und Originalit=E4t kaum vo=
neinander unterschieden, trennte sie doch Grunds=E4tzliches. Beusts Angriff=
e richteten sich in der Regel allein auf den politischen Gegner. Bismarck w=
ar dagegen stets bem=FCht, die mittelstaatlichen Politiker und speziell Beu=
st auch <i>pers=F6nlich</i> zu diskreditieren. Inwieweit es dabei von Anfan=
g an Bismarcks Ziel war, das Bild =FCber Beust nachhaltig zu pr=E4gen, muss=
 dahingestellt bleiben. dass das gelungen ist, bleibt aber unstrittig.=20
</p><p>Die Ausbr=FCche Bismarcks gegen die mittelstaatliche Politik und spe=
ziell gegen Beust kulminierten immer dann, wenn sich die mittelstaatlichen =
Regierungen zu einer gemeinsamen Politik zusammengefunden hatten, die den p=
reu=DFischen Machtinteressen im Wege stand. Ein H=F6hepunkt wurde w=E4hrend=
 des Krimkrieges 1853 bis 1856 erreicht, als die s=E4chsisch-mittelstaatlic=
he Politik besonders erfolgreich zu sein schien. Auf der Bamberger Konferen=
z im Mai 1854 verst=E4ndigten sich die mittelstaatlichen Regierungen nicht =
nur auf eine gemeinsame Neutralit=E4tspolitik gegen=FCber den Kriegsparteie=
n in Vorderasien, sie einigten sich dar=FCber hinaus auch auf ein langfrist=
iges bundesreformpolitisches Programm. Der deutsche Staatenbund sollte dana=
ch f=F6derale Institutionen wie ein nationales Parlament und ein Bundesgeri=
cht erhalten.
</p><p>Der preu=DFische Bundestagsgesandte Bismarck versuchte daraufhin, ge=
gen die mittelstaatliche Koalition mobil zu machen. "Es w=E4re ein gro=DFer=
 Gewinn", so schrieb er an Leopold von Gerlach, "wenn man die Coalitionssta=
aten vereinzeln und durch verschiedenartige Behandlung in gr=F6=DFere Disha=
rmonie als bisher bringen k=F6nnte; ein bedeutender Sieg unsrer Politik w=
=E4re es aber, wenn Beust und Dalwigk dabei gest=FCrzt w=FCrden, zum warnen=
den Beispiel f=FCr die Intriganten gegen Preu=DFen, zumal beide nebenher in=
 Bezug auf Bonapartismus zu den bedenklichsten deutschen Ministern geh=F6re=
n, Beust aus Eitelkeit und Bosheit, Dalwigk aus Characterlosigkeit und nied=
erer Gesinnung im Allgemeinen."=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn4=
">4</a>]</sup>
  Und wenige Monate sp=E4ter unterstrich Bismarck nochmals: "Wenn wir ihn [=
Beust] st=FCrzen k=F6nnen, so sollten wir es je eher je lieber thun [=85]."=
=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn5=
">5</a>]</sup>
=20
</p><p>Bei all dem f=E4llt auf, dass es hier nicht um eine inhaltliche Ause=
inandersetzung mit der mittelstaatlichen Politik ging, sondern allein um pe=
rs=F6nliche Diskreditierung. Und gerade hier gelangen wir an einen Punkt, a=
n dem die selbstverst=E4ndlichen politischen Gegens=E4tze in eine die Gesch=
ichtsschreibung pr=E4gende Kraft umschlugen. Medienwirksam gab Bismarck vor=
, wie die Person Beust und dessen Politik zu bewerten seien. So stellte er =
ebenfalls gegen=FCber Leopold von Gerlach heraus: "Unter <i>wahrhaft</i> De=
utscher Politik versteht eigentlich jede Regirung etwas Anderes; im Ganzen =
kann man sagen, dass jeder damit dasjenige bezeichnet, was er von den Ander=
n verlangt. Vom Ochsen kann man nichts Andres erwarten als Rindfleisch, und=
 von Beust nichts Andres als eine ehrgeizige, intrigante S=E4chsische Hausp=
olitik, namentlich, so lange das K=F6nigreich Sachsen den Rahmen abgiebt f=
=FCr das zu verherrlichende Bild Friedrich Ferdinands v. Beust."=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn6=
">6</a>]</sup>
  Noch deutlicher formulierte Bismarck dies nach dem errungenen Sieg =FCber=
 den =F6sterreichischen und die mittelstaatlichen Rivalen im Dezember 1866:=
 "Wenn ich mir ein Urteil =FCber die Gef=E4hrlichkeit eines Gegners bilden =
will, so subtrahiere ich zun=E4chst von dessen F=E4higkeiten seine Eitelkei=
t. Wende ich dies Verfahren auf Beust an, so bleibt als Rest wenig oder nic=
hts."=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn7=
">7</a>]</sup>
=20
</p><p>Generationen von Historikern haben dieses Bewertungsmuster bereitwil=
lig aufgenommen und weitergegeben und damit das noch heute herrschende Beus=
t-Bild des eitlen, intriganten und unf=E4higen Partikularisten gepr=E4gt.=
=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn8=
">8</a>]</sup>
  Die Arbeiten von Heinrich von Sybel, Gerhard Ritter, Hermann Oncken, Walt=
er Peter Fuchs, Helmuth Diwald und neuerdings auch von Heinrich August Wink=
ler geben ein anschauliches Bild davon.=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn9=
">9</a>]</sup>
=20
</p><p>Allerdings soll hier nicht der =DCberfigur Bismarck das Wort geredet=
 werden. Immerhin haben diese Interventionen die Stellung Beusts in Sachsen=
 bis 1866 nicht ersch=FCttern k=F6nnen. Dass Bismarck 1866 und nochmals 187=
1 erfolgreich sein konnte, ist nur zum Teil dem Reichsgr=FCnder, weit mehr =
aber den innenpolitischen Konstellationen zuzuschreiben. So h=E4lt sich bis=
 heute in der s=E4chsischen Landesgeschichtsschreibung der Mythos, dass Bis=
marck den R=FCcktritt Beusts 1866 erzwungen habe und es nur dadurch m=F6gli=
ch gewesen sei, einen f=FCr Sachsen ertr=E4glichen Friedensvertrag mit Preu=
=DFen zu schlie=DFen.=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
0">10</a>]</sup>
=20
</p><p>Die einzige Quelle, die daf=FCr existiert, sind die Erinnerungen des=
 s=E4chsischen Ministers Richard Freiherr von Friesen.=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
1">11</a>]</sup>
  Dessen Glaubw=FCrdigkeit muss in dieser Frage aber stark angezweifelt wer=
den. In seinen Ministerjahren in der Regierung Beust war Friesen keineswegs=
 der energische Gegner des Kabinettschefs und dessen mittelstaatlicher Bund=
esreformpolitik. Gerade das will uns Friesen in seinen Memoiren aber sugger=
ieren. Friesen ver=F6ffentlichte seine Erinnerungen im Jahre 1880, in einer=
 Zeit, in der sich das kleindeutsche Bismarckreich zu konsolidieren begann.=
 Die Memoiren waren daher an eine nationalisierte Reichs=F6ffentlichkeit ge=
richtet, die sich von der =D6ffentlichkeit der 1860er Jahre erheblich unter=
schied. Im Jahr 1880 musste Friesen nun nachweisen, dass er in der Regierun=
g Beust der einzige Oppositionelle war und dadurch er allein der geeignete =
s=E4chsische Bevollm=E4chtigte f=FCr die Friedensverhandlungen mit Preu=DFe=
n gewesen sei.=20
</p><p>Dagegen ist Beusts R=FCcktritt von 1866 ganz klar aus seiner sechzeh=
nj=E4hrigen mittelstaatlichen Bundesreformpolitik zu erkl=E4ren. Auf den Sc=
hlachtfeldern von Jitschin und K=F6niggr=E4tz wurden die Weichen in Richtun=
g eines pseudo-f=F6deralen, preu=DFisch dominierten, norddeutschen Bundesst=
aates gestellt. Doch gerade gegen den hatte sich Beusts Politik gerichtet. =
Ihm ging es gleicherma=DFen um die Erhaltung des Deutschen Bundes als Kerns=
t=FCck der europ=E4ischen Friedensordnung und um die Reform dieses Bundes a=
uf der Grundlage einer Vereinbarung aller deutschen Regierungen. Sein Ziel =
war es dabei, das Mitspracherecht insbesondere der Mittelstaaten bei der f=
=F6deralen Ausge-staltung des Deutschen Bundes zu st=E4rken und den gewalts=
amen Ausschluss =D6sterreichs aus dem deutschen Staatswesen zu verhindern. =
Nach K=F6niggr=E4tz konnte davon keine Rede mehr sein. Folgerichtig trat de=
r s=E4chsische Au=DFenminister zur=FCck =96 und zwar zu einem Zeitpunkt, an=
 dem die staatliche Existenz Sachsens gesichert war und damit ein politisch=
 anderer Weg beschritten werden konnte, f=FCr den Beust allerdings die Vera=
ntwortung nicht mehr =FCbernehmen wollte.=20
</p><p>Beust und die von ihm betriebene Politik wurden geradezu zum Gegenbi=
ld des neuen Nationalstaates Bismarckscher Pr=E4gung. Dabei wurde die Polit=
ik Bismarcks als national und modern eingestuft, w=E4hrend die Beustschen B=
em=FChungen die Etiketten der Fortschrittsfeindlichkeit und des Partikulari=
smus erhielten. Doch all dies h=E4tte nicht zu einer derart extremen Kritik=
 gef=FChrt: Entscheidend daf=FCr war, dass Beusts Karriere mit seinem Abtri=
tt in Sachsen noch keineswegs endete. Nur zwei Wochen nach seiner Entlassun=
g aus dem s=E4chsischen Staatsdienst wurde Beust durch Kaiser Franz Joseph =
zum =F6sterreichischen Au=DFenminister berufen. Beust wurde jetzt mit Probl=
emen konfrontiert, die scheinbar nichts mit der Politik zu tun hatten, die =
er in den zur=FCckliegenden sechzehn Jahren verfolgt hatte.=20
</p><p>Beust war berufen worden, um den Konflikt mit Ungarn zu l=F6sen, und=
 dies gelang ihm bereits ein Jahr sp=E4ter, 1867, mit dem =F6sterreichisch-=
ungarischen Ausgleich. In der Ausgleichsfrage standen sich in =D6sterreich =
die vorwiegend liberalen deutschen Zentralisten und die konservativ klerika=
len F=F6deralisten gegen=FCber. Da Beust von au=DFen kam, war er nicht von =
vornherein einer Partei zuzuordnen. Doch hatte er bereits als s=E4chsischer=
 Minister eine Verst=E4ndigungsl=F6sung mit Ungarn bef=FCrwortet, die der A=
usgleichsidee Kaiser Franz Josephs sehr =E4hnlich war. Das Projekt lief dar=
auf hinaus, den prohabsburgisch-ungarischen Eliten in der =F6stlichen Reich=
sh=E4lfte und den deutsch-liberalen Eliten in der westlichen Reichsh=E4lfte=
 die politische F=FChrung zu =FCbertragen. Mit dieser politischen Strategie=
 war Beust eben doch Partei und stand eindeutig auf der Seite der deutsch-=
=F6sterreichischen Liberalen. Da Beusts Haltung in der ungarischen Frage in=
 diplomatischen Kreisen bekannt war, f=FChlte sich sein Amtsvorg=E4nger Ale=
xander Graf Mensdorff-Pouilly in zwei umfangreichen Denkschriften dazu beru=
fen, vor dem "Triumph der Partei von ausl=E4ndischen Zuz=FCglern, welche wa=
hrhaftig nicht zum Besten Oesterreichs die Staatskanzlei bev=F6lkern"=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
2">12</a>]</sup>
	 , zu warnen.=20
</p><p>Mensdorff sowie Ministerpr=E4sident Richard Graf Belcredi geh=F6rten=
 zu den Exponenten der konservativ klerikalen F=F6deralisten. Sie bek=E4mpf=
ten einen Ausgleich mit Ungarn, durch den den deutschen Liberalen in der we=
stlichen Reichsh=E4lfte zur Macht verholfen wurde. Parallel zum Erfolg, mit=
 dem der Au=DFenminister mit Hilfe der Liberalen in =D6sterreich und in Ung=
arn den Ausgleich durchzusetzen begann, stieg der Hass der Beust-Gegner. Ei=
n Gespr=E4ch mit Beust =FCber die ungarische Frage fasste Belcredi in seine=
n Memoiren so zusammen: "Meine Erwiderung war kurz, so dass die ganze Unter=
redung mit Beust kaum eine halbe Stunde w=E4hrte. Die in den letzten Tagen =
und in dieser Besprechung selbst besonders deutlich hervortretende Falschhe=
it des Baron Beust hatte mich so angewidert, dass ich gar nicht f=E4hig gew=
esen w=E4re, mit diesem Manne l=E4nger zu verhandeln."=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
3">13</a>]</sup>
  Allerdings wird verschwiegen, dass der Ekel des b=F6hmischen Grafen gegen=
 den s=E4chsischen Baron in dem Ma=DFe stieg, in dem Belcredi und die F=F6d=
eralisten-Partei die kaiserliche Gunst zu verlieren begannen.=20
</p><p>Auch Beusts Familie blieb von den Diffamierungen der F=F6deralisten =
nicht verschont. So berichtet Bernhard Ritter von Meyer, ein konservativer =
Schweizer Emigrant und G=FCnstling Belcredis, =FCber den Alltag in der Wien=
er Staatskanzlei:=20
</p><ul>
<p>"Die Frau Baronin Beust pflegte in der Regel bei sch=F6ner Witterung zwi=
schen 10 und 11 Uhr sich in das ansto=DFende, auf der Bastei gelegene liebl=
iche Vorg=E4rtchen zu begeben, immer begleitet von 4 =96 5 ihrer K=F6ter, v=
on denen der eine an H=E4=DFlichkeit mit dem anderen wetteiferte. Ihr Heran=
nahen konnte man immer aus dem Spectakel, den diese K=F6ter machten, wahrne=
hmen; der Weg in das Vorg=E4rtchen f=FChrte durch einen Vorsalon, in welche=
m in der Regel immer mehrere Personen, entweder Beamte oder zum Empfange si=
ch Meldende, anwesend waren; stolz schritt sie mit ihrem Hundegefolge und =
=F6fters einem j=FCngeren Gliede ihrer Familie an den Anwesenden vorbei, un=
d ich habe nie bemerkt, dass sie die h=F6fliche Begr=FC=DFung der Anwesende=
n erwidert h=E4tte. [=85] Es wurde mir oft recht wehm=FCtig ums Herz, wenn =
sich unwillk=FCrlich ein Vergleich zwischen jener Zeit, als ein F=FCrst Met=
ternich und eine F=FCrstin Melanie in diesen R=E4umen weilten, und der Gege=
nwart aufdr=E4ngte. [=85] Welch ein Abstand zwischen diesem =F6sterreichisc=
hen Staatskanzler und seiner Frau und dem zweiten und seinem Weibe!"
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
4">14</a>]</sup>
 =20
</p></ul>
<p>Es h=E4tte in den Wiener Salons wohl eine Sensation ausgel=F6st, wenn be=
kannt geworden w=E4re, dass das Portr=E4t dieses "Weibes" in der Sch=F6nhei=
tengalerie K=F6nig Ludwigs I. in M=FCnchen h=E4ngt.=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
5">15</a>]</sup>
=20
</p><p>Um die Diskreditierung des s=E4chsischen Barons zu komplettieren, du=
rfte in der Wiener Gesellschaft ein Hauch von Antisemitismus nicht fehlen. =
In verschiedenen Varianten kursierte der Vorwurf, dass es in den Vorsalons =
zum Empfangszimmer Beusts von "getauften und ungetauften [Finanzleuten], [=
=85] von radicalen Deputirten, [und] j=FCdischen Zeitungsschreibern"=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
6">16</a>]</sup>
  nur so wimmele.=20
</p><p>Der Hass der F=F6deralistenpartei verminderte sich auch dann nicht, =
als sie in Gestalt des Ministeriums Hohenwart-Sch=E4ffle in =D6sterreich an=
 die Macht kam. Das neue Ministerium versuchte nun, den Ausgleich mit Ungar=
n zu unterh=F6hlen und gegen den Willen der Ungarn und des Reichskanzlers B=
eust in =D6sterreich eine neue Verfassung durchzusetzen, mit der den einzel=
nen Provinzen weitreichende Souver=E4nit=E4tsrechte einger=E4umt werden sol=
lten. Diese Reformversuche wurden allerdings von der Sprachenfrage in B=F6h=
men und M=E4hren =FCberlagert. Beust konnte sich zwar gegen diese Tendenzen=
 durchsetzen und das Ministerium Hohenwart-Sch=E4ffle zum R=FCcktritt zwing=
en, doch nur wenige Tage nach der Demission wurde Beust selbst als =F6sterr=
eichisch-ungarischer Reichskanzler entlassen.
</p><p>Parallel zu den innenpolitischen Konflikten ging die Ausein-anderset=
zung mit der Bismarckschen Politik nat=FCrlich weiter. Vor allem dem Einflu=
ss Beusts war es geschuldet, dass nach 1866 in den s=FCddeutschen Staaten d=
ie nationale Politik fast vollst=E4ndig zum Erliegen kam.=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
7">17</a>]</sup>
  Als der Konflikt zwischen Preu=DFen und Frankreich 1870 zu eskalieren beg=
ann, verstand es der =F6sterreichisch-ungarische Reichskanzler, eine Liga d=
er Neutralen aufzubauen, die dem vermeintlichen Sieger die europapolitische=
n Grenzen aufzeigen wollte. Doch mit dem Ausscheren Russlands brach die Lig=
a zusammen und =D6sterreich verlor nun jede M=F6glichkeit, auf die weitere =
Entwicklung in Mitteleuropa Einfluss zu nehmen. Jetzt war es Beust, der die=
 neue Ann=E4herung an Preu=DFen und das Deutsche Reich einleitete: ein Poli=
tik, die 1879 in den deutsch-=F6sterreichisch-ungarischen Zweibund f=FChrte=
.=20
</p><p>Der neue politische Kurs kam Beust selbst nicht mehr zugute. Seine v=
erschiedenen Gegner bildeten eine Koalition, die zuvor kaum denkbar gewesen=
 w=E4re. Sie bestand aus der b=F6hmisch-=F6sterreichischen F=F6deralistenpa=
rtei und ungarischen Aristokraten, die jetzt die M=F6glichkeit erkannten, i=
hren Einfluss auf die =F6sterreichisch-ungarische Reichspolitik auszubauen.=
 Auf deutscher Seite hatten weder Bismarck noch die Nationalliberalen den a=
lten Gegner vergessen. Auch sie sahen nun die Gelegenheit, sich Beusts zu e=
ntledigen. Die Zahl der politischen Gegner war nach zwei gro=DFen politisch=
en Niederlagen 1866 und 1871 stetig gewachsen. Das erleichterte es dem in p=
olitischer Strategie und Taktik hochbegabten preu=DFischen Ministerpr=E4sid=
enten, den Unterlegenen als Gegenbild der gro=DFen Zeitidee zu stigmatisier=
en. Als s=E4chsischer Minister vertrat Beust die Idee des f=F6deralen Staat=
enbundes, der auf der Gleichberechtigung aller Bundesglieder basieren solle=
. Davon abgeleitet hoffte er nach 1866 noch immer auf eine deutsche Staaten=
f=F6deration, in die =D6sterreich-Ungarn eingebunden war und durch die der =
=FCbernationale Charakter der Habsburgermonarchie erhalten bleiben konnte. =
Da Beust wenige Tage, nachdem er den Politikwechsel gegen=FCber dem neuen D=
eutschen Reich eingeleitet hatte, als =F6sterreichisch-ungarischer Reichska=
nzler entlassen wurde, war jene politisch-historische Konstellation entstan=
den, die Beust zur reinen Negativ-Figur simplifizierte.
</p><p>Dass an der 1871er Reichsgr=FCndung nicht nur Beust, sondern auch se=
ine ehemaligen politischen Mitstreiter litten, ist durch Johann Carl Bertra=
m St=FCve belegt, der nach den Siegen =FCber Frankreich schrieb: "Es ist ei=
ne traurige Situation, in der unsereins steckt. An der Freude, namentlich d=
er Art, wie diese sich =E4u=DFert, teilnehmen, kann ich nicht. Es fehlt mir=
 aber auch an positiven Gedanken. Das einzige, was =FCberall sich durchdr=
=E4ngt, ist der Rechtsbruch und die konsequente Folge dessen, die blo=DFe G=
ewalt".=20
	 <sup>[<a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/01404.htm#fn1=
8">18</a>]</sup>
=20

</p><p><u>Fu=DFnoten:</u>

<a name=3D"fn1"></a>
</p><p><i> 1 =3D Prinz Kraft zu Hohenlohe-Ingelfingen, Aus meinem Leben. Au=
fzeichnungen, Bd. 2, Berlin 1905, S. 354-355.</i>
<a name=3D"fn2"></a>
</p><p><i> 2 =3D Heinrich von Treitschke, Parteien und Fraktionen, in: Preu=
=DFische Jahrb=FCcher 27 (1871), S. 361.</i>
<a name=3D"fn3"></a>
</p><p><i> 3 =3D Ludwig Ritter von Prizibram, Erinnerungen eines alten =D6s=
terreichers, Stuttgart 1910, S. 164.</i>
<a name=3D"fn4"></a>
</p><p><i> 4 =3D Bismarck an Leopold von Gerlach, Frankfurt a.M., 16. M=E4r=
z 1853, Bismarck, Gesammelte Werke, Bd. 14/2, Nr. 439, S. 295.</i>
<a name=3D"fn5"></a>
</p><p><i> 5 =3D Bismarck an Leopold von Gerlach, Frankfurt a.M., 18. Dezem=
ber 1853, Bismarck, Gesammelte Werke, Bd. 14/2, Nr. 479, S. 332.</i>
<a name=3D"fn6"></a>
</p><p><i> 6 =3D Bismarck an Leopold von Gerlach, Frankfurt a.M., 18. Dezem=
ber 1853, ebenda, S. 332.</i>
<a name=3D"fn7"></a>
</p><p><i> 7 =3D Gespr=E4ch Bismarck mit G. A. von Dietze-Barby, 20. Dezemb=
er 1866, Bismarck, Gesammelte Werke, Bd. 7, S. 172.</i>
<a name=3D"fn8"></a>
</p><p><i> 8 =3D Zusammenfassend dazu Helmut Rumpler, Die deutsche Politik =
der Freiherrn von Beust 1848 bis 1850. Zur Problematik mittelstaatlicher Re=
formpolitik im Zeitalter der Paulskirche (Ver=F6ffentlichungen der Kommissi=
on f=FCr Neuere Geschichte =D6sterreichs, Bd. 57), Wien-K=F6ln-Graz 1972, S=
. 15. Helmut Rumpler, Beust im Schatten Bismarcks. Grenzen und Bedingungen =
einer Pers=F6nlichkeitsbeurteilung, in: Objektivit=E4t und Parteilichkeit i=
n der Geschichtswissenschaft, hrsg. von Reinhart Koselleck, Wolfgang J. Mom=
msen und J=F6rn R=FCsen (Theorie der Geschichte, Bd. 1), M=FCnchen 1977, S.=
 213-214.</i>
<a name=3D"fn9"></a>
</p><p><i> 9 =3D Heinrich von Sybel, Die Begr=FCndung des Deutschen Reiches=
 durch Wilhelm I. Vornehmlich nach den preu=DFischen Staatsakten, 3 Bde., (=
1890-94) Meerburg-Leipzig 1930. Gerhard Ritter, Die preu=DFischen Konservat=
iven und Bismarcks deutsche Politik 1858-1871 (Heidelberger Abhandlungen zu=
r mittleren und neueren Geschichte, Bd. 43), Heidelberg 1913. Hermann Oncke=
n, Die Rheinpolitik Kaiser Napoleons III. und der Ursprung des Krieges 1870=
/71. Nach den Staatsakten von =D6sterreich, Preu=DFen und den s=FCddeutsche=
n Mittelstaaten, 3 Bde., Berlin-Leipzig 1926. Walter Peter Fuchs, Die deuts=
chen Mittelstaaten und die Bundesreform 1853-1860 (Historische Studien, Bd.=
 256), Berlin 1934. Helmuth Diwald, Die Anerkennung. Berichte zur Klage der=
 Nation, M=FCnchen-Esslingen 1970. Heinrich August Winkler, Der Lange Weg n=
ach Westen, Bd. 1: Deutsche Geschichte vom Ende des Alten Reiches bis zum U=
ntergang der Weimarer Republik, M=FCnchen 2000.</i>
<a name=3D"fn10"></a>
</p><p><i> 10 =3D "Sie [die =C4ra Beust] reicht vom Juni 1849 bis zu der vo=
n Bismarck erzwungenen Entlassung Beusts aus dem s=E4chsischen Staatsdienst=
 im Sommer 1866." Reiner Gro=DF, Geschichte Sachsens, Leipzig 2001, S. 229.=
 Reiner Gro=DF =FCbernimmt weitgehend die durch die DDR-Historiographie gep=
r=E4gten Bilder zur s=E4chsischen Geschichte des 19. Jahrhunderts.</i>
<a name=3D"fn11"></a>
</p><p><i> 11 =3D Richard Freiherr von Friesen, Erinnerungen aus meinem Leb=
en, 2 Bde., Dresden 1880.</i>
<a name=3D"fn12"></a>
</p><p><i> 12 =3D Denkschrift Mensdorff, Wien, 26. Oktober 1866, Eduard von=
 Wertheimer, Zwei ungedruckte Schriften des =F6sterreichischen Ministers Gr=
af Mensdorf, in: Preu=DFische Jahrb=FCcher 180 (1920), S. 342.</i>
<a name=3D"fn13"></a>
</p><p><i> 13 =3D Ludwig Graf Belcredi, Fragmente aus dem Nachlasse des ehe=
maligen Staatsministers Grafen Richard Belcredi, in: Die Kultur. Vierteljah=
resschrift f=FCr Wissenschaft, Literatur und Kunst 7 (1906), S. 286.</i>
<a name=3D"fn14"></a>
</p><p><i> 14 =3D Erlebnisse des Bernhard Ritter von Meyer weiland Staatssc=
hreiber und Tagsatzungs-Gesandter des Cantons Luzern, nachmaliger k.k. =F6s=
terreichischer Hof- und Ministerialrath, Secret=E4r des Ministerialraths et=
c. etc., hrsg. von dessen Sohn Bernhard Ritter von Meyer, Bd. 2, Wien-Pest =
1875, S. 100-101.</i>
<a name=3D"fn15"></a>
</p><p><i> 15 =3D Gerhard Hojer. Die Sch=F6nheitsgalerie K=F6nig Ludwig I.,=
 M=FCnchen-Z=FCrich 1990, S. 82-83.</i>
<a name=3D"fn16"></a>
</p><p><i> 16 =3D Erlebnisse des Bernhard Ritter von Meyer (wie Anm. 14), S=
. 99.</i>
<a name=3D"fn17"></a>
</p><p><i> 17 =3D Josef Becker, "Die rechte Kaiserkrone wird auf dem Schlac=
htfeld gewonnen". Das streng geh=FCtete Geheimnis des Bismarck-Reichs =96 E=
in kritischer R=FCckblick zum 18. Januar 1871, in: Die Zeit, 19. Januar 199=
6, Nr. 4, S. 72.</i>
<a name=3D"fn18"></a>
</p><p><i> 18 =3D St=FCve an Frommann, [Osnabr=FCck], 2. M=E4rz 1871, Walte=
r Vogel (Hrsg.), Briefe Johann Carl Bertram St=FCves (Ver=F6ffentlichung de=
r Nieders=E4chsischen Archivverwaltung, Bde. 10-11), Bd. 2, G=F6ttingen 195=
9/60, S. 983, Anm. 1.</i>
<!-- START END -->
</p><hr>
<font size=3D"-2">
=A9 <a href=3D"mailto:wwwadm@www.fes.de">Friedrich Ebert Stiftung</a>
| <a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/historiker/support.html">techn=
ical support</a> | net edition=20
<a href=3D"mailto:walter.wimmer@fes.de">fes-library</a> | August 2002
</font></td></tr></tbody></table>
<!-- END END -->

</body></html>
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