From: <Saved by Blink>
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Date: Wed, 7 May 2025 15:11:44 +0200
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Was kann Europa tun, wenn Amerika tut, was es will?
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&lt;br&gt;Electronic ed.: Bonn : FES Library, 2003
&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;font size=3D-1&gt;&lt;i&gt;=A9 Friedrich-Ebert-Stif=
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Was kann Europa tun, wenn Amerika tut, was es will?
 / [Alfred Pfaller] - [Electronic ed.] - Bonn, [2003 - 2] Bl. =3D 20 KB, Te=
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<br>Electronic ed.: Bonn : FES Library, 2003
<br><br><font size=3D"-1"><i>=A9 Friedrich-Ebert-Stiftung</i></font>
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<br><br>
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=3D"INHALT"></center><br><br>
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<p>
</p><ul>
<font size=3D"+1"><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01480.htm#E=
9E1">	Was kann Europa tun, wenn Amerika tut, was es will?</a></font>
<ul>
<li><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01480.htm#E10E2a">Freunds=
chaftliche Unterordnung: aus Zuversicht und aus Schw=E4che</a>
</li><li><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01480.htm#E10E2">	Da=
s Interesse der Europ=E4er an der eigenen Ohnmacht</a>
</li><li><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01480.htm#E10E3">	Re=
cht vor Macht: illusorisch f=FCr eine Welt ohne soziale Koh=E4sion</a>
</li><li><a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/01480.htm#E10E4">	Am=
erika dr=E4ngen, der Versuchung der Macht zu widerstehen</a>
</li></ul></ul>
<br><br>
<p align=3D"RIGHT"><a name=3D"E10E1"></a><font size=3D"+1"> Politikinfo</fo=
nt>
</p><p><b> </b>
</p><p align=3D"RIGHT"><a name=3D"E9E1"></a><font size=3D"+2"> Was kann Eur=
opa tun, wenn Amerika tut, was es will?</font>

</p><p>=20
</p><p>Zur Zeit des Kalten Krieges sorgte die sowjetische Bedrohung f=FCr e=
ine so starke transatlantische Interessenkonvergenz, dass Europa seine rela=
tive Ohnmacht (de Gaulle hin, de Gaulle her) kaum als gro=DFes Problem ansa=
h. Europa hing vom amerikanischen Schutz ab, aber auch die USA hatten ein =
=84vitales" Interesse daran, dass (West)Europa westlich bleibt.
</p><p>Heute geht mit Amerikas =FCberragender globaler Machtposition ein =
=84objektives" Interesse einher, diese Position, so lange es geht, zu erhal=
ten und das Aufkommen von Gegenmacht fr=FChzeitig zu verhindern. Ist dies a=
uch im Sinne Europas? Jedenfalls kann sich der alte Kontinent nicht mehr da=
rauf verlassen, dass der Verb=FCndete bei der Aus=FCbung seiner beispiellos=
en Macht stets das gemeinsame Interesse im Auge hat.
</p><p>Aber was soll Europa tun? Drei grundlegende Optionen bieten sich an,=
 mit der neuen Situation umzugehen:
</p><p>1. Europa steht in bedingungsloser Loyalit=E4t zu den USA, deren Mac=
ht es wenig entgegenzusetzen hat, um wenigstens der Vorteile teilhaftig zu =
werden, die sich aus der N=E4he zur Macht ergeben.
</p><p>2. Europa baut seine eigene Machtposition aus, um sich amerikanische=
n Vorhaben gegebenenfalls wirksam zu widersetzen.
</p><p>3. Europa treibt die Entwicklung einer alternativen Weltordnung vora=
n, die das Handeln von Staaten an globale Rechtsnormen bindet und die so di=
e Bedeutung vor allem milit=E4rischer Macht relativiert.
</p><p>Daneben bleibt die =84Nulloption": Europa verfolgt keines der drei s=
trategischen Ziele, sondern beschr=E4nkt sich darauf, von Fall zu Fall den =
USA Gefolgschaft zu leisten oder =96 ohne viel Wirkung =96 zu verweigern.
</p><p>Die genannten Optionen w=E4ren daraufhin abzuklopfen, wie weit sie d=
en f=FCr Europa wichtigen Herausforderungen entsprechen, wie realistisch si=
e sind, und welche wirtschaftlichen und politischen Kosten sie verursachen.

</p><p align=3D"CENTER">
<a name=3D"E10E2a"></a></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1"> Freundschaf=
tliche Unterordnung: aus Zuversicht und aus Schw=E4che
</font>
</p><p>=20
</p><p>Das Argument, Europa brauche den Schutz der US-Milit=E4rmacht, mit d=
em die =84Unterordnungsoption" im europ=E4ischen Diskurs oft begr=FCndet wi=
rd, hat nach dem Ende des Kalten Krieges an =DCberzeugungskraft verloren. A=
uch Amerikas Einsatz in den Jugoslawienkonflikten ist bei genauer Betrachtu=
ng kein Indiz f=FCr Europas fortgesetzte Abh=E4ngigkeit von den USA. Daf=FC=
r, Auseinandersetzungen mit den USA nicht eskalieren zu lassen, wenn man da=
s amerikanische Vorgehen ablehnt, k=F6nnten hingegen drei andere Gr=FCnde s=
prechen:
</p><ul>
<p></p><li>erstens die Einsicht, dass dies Europa die einzige <u>realistisc=
he</u> Chance bietet, den inneramerikanischen Entscheidungsprozess im europ=
=E4ischen Sinne zu beeinflussen;
<p></p></li><li>zweitens die Erwartung, dass die in der US-Verfassung festg=
eschriebenen Grundwerte, die auch die europ=E4ischen sind, die amerikanisch=
e Au=DFenpolitik =E0 la longue auf einem =84zivilisierten" Weg halten werde=
n;
<p></p></li><li>drittens, =FCber den zweiten Grund hinausreichend die Erwar=
tung, dass europ=E4ische und amerikanische Interessen sich auch in Zukunft =
weitgehend decken werden und US-Weltpolitik =84strukturell" auch Europa n=
=FCtzt.
</li></ul>
<p>Die letztgenannte Erwartung w=FCrde unserer Ausgangsfrage viel  von ihre=
r Brisanz  nehmen.=20
</p><p>F=FCr die Europ=E4er best=FCnde kein ernsthafter Grund, sich einer =
=84Pax Americana" zu widersetzen. Man k=F6nnte im Gegenteil Amerika dankbar=
 sein, dass es seine Macht f=FCr die Schaffung einer von westlichen Werten =
gepr=E4gten Welt einsetzt.=20
</p><p>Ein weiteres Argument k=F6nnte Zuversicht begr=FCnden: Die Politikfe=
lder, in denen unilaterale Machtentfaltung sinnvoll vorstellbar ist und in =
denen sich ein Gegensatz Europa-USA besonders virulent entwickeln kann, neh=
men tendenziell an Bedeutung ab. Irak, Nordkorea etc. sind Relikte einer We=
lt, die zu Ende geht. Damit verschwinden sowohl Anlass als auch M=F6glichke=
it f=FCr kruden Unilateralismus.=20
</p><p>Ironischer Weise k=F6nnte das wenig zimperliche amerikanische Vorgeh=
en gegen die verbliebenen =84St=F6renfriede" der Weltpolitik den =DCbergang=
 zu einer Welt beschleunigen, die f=FCr milit=E4rischen Unilateralismus kei=
ne Verwendung mehr hat. Das Problem des Terrorismus hingegen und des diesen=
 beg=FCnstigenden Staatszerfalls in Teilen der Welt stellt andere Herausfor=
derungen als =84Schurkenstaaten" es tun.=20
</p><p>Allerdings bleibt die ungewisse Perspektive eines erstarkenden China=
s, welche die Weltmacht Nr. 1 zu dezidiert unilateraler Machtpolitik veranl=
assen k=F6nn-te. Auch in Europas Interesse?
</p><p>Eine etwas pessimistischere Variante der =84Unterordnungsoption" set=
zt weniger auf harmonierende Interessen als auf gleiche Werte. Man erkennt =
an, dass es k=FCnftig mehr Interessenkonflikte, u.a. wirt-chaftlicher Art, =
geben wird, aber man erwartet, dass sich der gro=DFe Unilateralist den frie=
dfertigen Staaten gegen=FCber =84zivilisiert" benehmen wird.=20
</p><p>F=FCr die F=E4lle, in denen man das US-Vorgehen f=FCr falsch und gef=
=E4hrlich h=E4lt, etwa im Irak, setzt die Unterordnungsoption auf zwei Korr=
ekturkr=E4fte: die amerikanische Demokratie und den Einfluss auf die innera=
merikanische Willensbildung, der mit einer sorgsam gepflegten Freundschaft =
einher geht. Die Pflege der Freundschaft dient auch dazu, die objektiven In=
teressengegens=E4tze und die subjektiven Meinungsverschiedenheiten einzuheg=
en und zu verhindern, dass der gro=DFe Bestand gemeinsamer Interessen aus d=
em Blickfeld ger=E4t.
</p><p>Aber auch wenn man =FCberzeugt ist, dass (a) amerikanische Au-=DFenp=
olitik de facto mehr den Interessen des US-Kapitals sowie dem Machtinteress=
e der politischen Klasse als den freiheitlichen Werten der US-Verfassung ve=
rpflichtet ist; (b) die US-=D6ffentlichkeit manipuliert wird; und (c) die r=
ealpolitischen Interessen Amerikas und Europas auseinanderdriften, kann sic=
h freundschaftliche Unterordnung immer noch als die beste Option anbieten. =
Dies ist der Fall, wenn sich die Alternativen =84Europ=E4ische Gegenmacht" =
und =84Internationale Rechtsordnung" als unrealistisch oder nicht zweckdien=
lich darstellen.
</p><p>=20
</p><p>=20
</p><p align=3D"CENTER">
<a name=3D"E10E2"></a><br></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1"> Das Inte=
resse der Europ=E4er an der eigenen Ohnmacht</font><br>
</p><p>=20
</p><p>=20
</p><p>Der Ruf nach europ=E4ischer Gegenmacht hat Sinn, wenn die USA aus Ei=
geninteresse oder aus Hybris zu einer Politik tendieren, die dem Interesse =
Europas zuwiderl=E4uft. Das ist nicht nur <u>gegen</u> Europa gerichtete, s=
ondern auch langfristig friedensgef=E4hrdende, Weltordnung unterminierende =
Politik. Dann stellen sich folgende Fragen: Worauf m=FCsste sich wirksame e=
urop=E4ische Gegenmacht st=FCt-zen? Ist eine Politik, die darauf abzielt, r=
ealistisch?
</p><p>F=FCr Europa steht es nicht zur Debatte, wie weiland die Sowjetunion=
 den USA mit Milit=E4rschl=E4gen zu drohen. Es geht darum, einen Verb=FCnde=
ten =84zur Ordnung zu rufen". Folglich kann es auch nicht darum gehen, der =
US-Milit=E4rmacht etwas Gleichwertiges entgegen zu setzen. Aber Europa m=FC=
sste imstande sein, den USA einen gen=FCgend hohen Preis f=FCr unilaterales=
 Handeln abzuverlangen. Die elementare Eingangsstufe der Druckaus=FCbung is=
t die effektive Verweigerung der Mithilfe bei den abgelehnten US-Initiative=
n. Die n=E4chste Stufe w=E4re das konsequente Hinwirken auf diplomatische S=
anktionen gegen die USA, etwa in der UNO. Wirtschaftssanktionen sind eine w=
eitere Eskalationsstufe.=20
</p><p>Um Druck dieser Art auszu=FCben, muss sich Europa einen ernsthaften =
Konflikt mit seinem Verb=FCndeten leisten k=F6nnen. Hierzu sollte es objekt=
iv in der Lage sein; denn eine spezifisch gegen Europa gerichtete Bedrohung=
 zu erkennen ist, die =96 selbstlosen =96 amerikanischen Beistand erfordern=
 w=FCrde, ist gegenw=E4rtig nicht zu erkennen. Aber Europa kann von innen h=
er nur schwer den n=F6tigen politischen Willen aufbringen. Die gro=DFe welt=
politische Schw=E4che Europas ist dabei seine institutionell begr=FCndete U=
neinigkeit. Und es ist nicht damit zu rechnen, das es diese Schw=E4che =FCb=
erwindet.
</p><p>Solange die EU die au=DFenpolitische Entscheidungskompetenz nicht ei=
ner zentralen Instanz =FCbertr=E4gt, wird sie nur gelegentlich mit einer St=
imme sprechen. Daf=FCr sorgen nicht nur die =84nat=FCrlichen" Meinungsunter=
schiede zwischen einer Vielzahl von gleichberechtigten Akteuren, sondern au=
ch deren Rivalit=E4ten um =96 u.a. innenpolitisch verwertbaren =96 Einfluss=
 und Prestige. Auch verbesserte Abstimmung zwischen den Mitgliedstaaten wir=
d daran nur graduell etwas =E4ndern.=20
</p><p>Es ist auch nicht zu erwarten, dass ein klares gemeinsames Interesse=
 an einer Emanzipation von Amerika die Europ=E4er zur au=DFenpolitischen Ei=
nigung treibt. Dem wird schon die amerikanische Diplomatie vor-beugen. Zwar=
 mag immer wieder europ=E4ischer Stolz verletzt sein. Das aber kann zwei ge=
wichtigere Faktoren nicht kompensieren, n=E4mlich
</p><ul>
<p></p><li>das =84nat=FCrliche" Interesse der Mitgliedstaaten (d.h. ma=DFge=
blichen Teilen ihrer politischen Klasse) an au=DFenpolitischer Autonomie, u=
nd
<p></p></li><li>die Tatsache, dass Europa weltpolitische Ordnungsaufgaben l=
etztlich nicht ungern den USA =FCberl=E4sst, weil dies davon entbindet, sic=
h selber nachhaltig zu engagieren und die entsprechenden =F6konomischen und=
 politischen Kosten zu tragen.
</li></ul>
<p>Die Vision =84Weltmacht Europa" ist zudem gef=E4hrlich. Denn eine Welt m=
it wenigen Gro=DFm=E4chten, aber ohne Hegemonen, tendiert zu destabilisiere=
nden Positionsk=E4mpfen =96 eine Konstellation, wie sie dem Ersten Weltkrie=
g vorausging.
</p><p>Ein handlungsf=E4higeres Europa, das weniger auf US-Beistand setzt u=
nd selbst den US mehr Beistand leistet, k=F6nnte jedoch innerhalb des trans=
atlantischen B=FCndnisses mehr Gewicht haben. Dann m=FCssten sich freilich =
die USA =FCberlegen, wie weit sie in Abh=E4ngigkeit von europ=E4ischer Koop=
eration geraten wollen.
</p><p>=20
</p><p align=3D"CENTER">
<a name=3D"E10E3"></a><br></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1"> Recht vo=
r Macht: illusorisch f=FCr eine Welt ohne soziale Koh=E4sion</font><br>
</p><p>=20
</p><p>=20
</p><p>Gel=E4nge es, nationalstaatliche Willk=FCr generell im Rahmen einer =
internationalen =96 =FCber das bestehende V=F6lkerrecht hinausgehenden =96 =
Rechtsordnung zu begrenzen, w=FCrde sich die Frage nach einem europ=E4ische=
n Gegengewicht zum amerikanischen Unilateralismus gro=DFenteils er=FCbrigen=
. Au=DFerdem w=FCrde eine derartige Ordnung, die der Staatengemeinschaft di=
e Disziplinierung von =84St=F6ren-frieden" zuweist, die Sicherheit aller St=
aaten erh=F6hen und herk=F6mmliche nationale Verteidigungspolitik obsolet m=
achen. Kriegerisch eskalierenden Konflikten w=FCrde vorgebeugt. F=FCr Europ=
a erscheint es als attraktive Option, auf eine neue Weltordnung dieser Art =
hinzuarbeiten.
</p><p>Aber warum sollte die alleinige Supermacht der Welt sich in ein Sche=
ma einbinden lassen, das ihren Handlungsspielraum begrenzt =96 zumal da die=
 demokratische Legitimit=E4t der Staatengemeinschaft fraglich ist? Man kann=
 die Antwort auf diese Frage schuldig bleiben und eine multilaterale Ordnun=
g zun=E4chst eben ohne die USA voranzubringen trachten. Dies w=FCrde =96 so=
 k=F6nnte man erwarten =96 amerikanischem Unilateralismus zunehmend die Anl=
=E4sse entziehen. Denn eine funktionierende multilaterale Weltordnung w=FCr=
de einen selbsternannten Weltsheriff =FCberfl=FCssig machen.
</p><p>Tr=E4gt der Weltsheriff, wenn er =84Schurkenstaaten" eliminiert, nic=
ht selbst zu einer =84zivilisierten" Weltordnung, in der Recht vor Macht ge=
ht, bei? So wie das Eingreifen in Jugoslawien dort den Weg f=FCr einen Neua=
ufbau nach europ=E4ischem Ideal geebnet hat? Dann w=E4re der europ=E4ische =
Einsatz f=FCr multilaterale Strukturen keine Alternativ- sondern eine Kompl=
ement=E4rstrategie zur amerikanischen =84Bereinigungsstrategie".=20
</p><p>Es ist indes zu bef=FCrchten, dass es mit ein paar =FCbrig geblieben=
en =84rogue states" nicht getan ist und der Welt neue komplexere Konflikte =
ins Haus stehen, f=FCr deren friedliche Bew=E4ltigung die Staatengemeinscha=
ft eine solide Legitimit=E4tsbasis br=E4uchte. Unilaterales Vorgehen der M=
=E4chtigen aber unterminiert das Prinzip =84Recht geht vor Macht". Insofern=
 steht ein europ=E4isches Weltord-nungsprojekt in der Tat in Konkurrenz zu =
einem amerikanischen Weltsheriff-Modell, zumal die Eigeninteressen des Sher=
iff sein Eintreten f=FCr Recht und Ordnung durchaus selektiv geraten lassen=
.
</p><p>Eine Weltordnung =84erst mal ohne USA" l=E4uft Gefahr, =FCber ein Sc=
h=F6nwetterprojekt nicht hinauszukommen: multilaterale Institutionen f=FCr =
die Bew=E4ltigung =84ziviler" Konflikte, aber die Mobilisierung (wenn auch =
nicht sofort die Anwendung) nationaler Gewaltpotentiale und milit=E4rischer=
 B=FCndnisse f=FCr die =84vitalen" nationalen Interessen.
</p><p>Die Erwartung, dass die Bereinigung der =84Restprobleme" Irak, Nordk=
orea etc. nicht zu einer neuen friedlichen Weltordnung f=FChrt, setzt vor a=
llem am Fehlen einer damit verbundenen positiven Zukunftsperspektive f=FCr =
weite Teile der Weltbev=F6lkerung an. Mit neuen Alternativvisionen, die sic=
h in aggressiver Konkurrenz zur westlichen Vision begreifen, ist zu rechnen=
. Denn letztere bleibt ihr globales Wohlstands- und Gerechtigkeitsversprech=
en eklatant schuldig. Dem ist auch kaum damit beizukommen, dass man weltwei=
te Solidarit=E4t =84endlich ernst nimmt". Denn damit ist der Westen konzept=
ionell und materiell =FCberfordert. Die Vorstellung, das erfolgreiche europ=
=E4ische Integrationsmuster auf die (=84zivilisierte") Welt zu =FCbertragen=
, =FCbersieht die materiellen Voraussetzungen, auf denen dieses =84Clubmode=
ll" fu=DFt. Schon die Osterweiterung d=FCrfte die Grenzen aufzeigen.
</p><p>Wenn die gesellschaftlichen Grundlagen einer =84zivilisierten" Staat=
enwelt fehlen, ist auch in Zukunft mit Herausforderungen zu rechnen, die ge=
waltsame Antworten zumindest nahe legen. In Robert Kagans Begriffen: Mars w=
ird auch in Zukunft kr=E4ftig mitregieren in der Welt. Ein wie immer weiter=
entwickeltes UN-System tut sich schwer, gegebenenfalls rasch entschlossen z=
u handeln =96 genau das, was den Unilateralismus der Starken begr=FCndet.
</p><p>All das hei=DFt nicht, dass eine multilaterale, auf Kollektiventsche=
idungen abstellende Weltordnung als strategisches Ziel aufzugeben sei. Aber=
 als Mittel zur Kontrolle der Supermacht USA dient es nur sehr begrenzt.




<a name=3D"E10E4"></a><br></p><p align=3D"LEFT"><font size=3D"+1"> Amerika =
dr=E4ngen, der Versuchung der Macht zu widerstehen</font><br>
</p><p>=20
</p><p>
</p><p>Die eingangs aufgef=FChrten gro=DFen strategischen Alternativen verf=
l=FCchtigen sich bei genauer Betrachtung. Insgesamt wird Europa kaum in der=
 Lage sein, die Parameter f=FCr die amerikanische Weltpolitik signifikant z=
u ver=E4ndern. Die Zukunft der Weltordnung d=FCrfte mehr vom inneramerikani=
schen Entschei-dungsprozess und dar=FCber hinaus vom Geschick der US-Diplom=
atie abh=E4ngen als von der strategischen Vision Europas.=20
</p><p>Folgendes Szenario erscheint nicht unplausibel: Die USA vermeiden es=
 aus aufgekl=E4rtem Eigeninteresse, <u>permanent</u> den Rest der Welt zu a=
ntagonisieren. Sie bringen von Fall zu Fall ad-hoc-Koalitionen (=84of the w=
illing") zustande. Denn die L=F6sungen, die sie in ihrem Sinne ansteuern, k=
ommen auch anderen Staaten zupass. Gelegentlich werden sich Allianzen in Eu=
ropa gegen bestimmte US-Pl=E4ne bilden. Aber EU-weit d=FCrften sie selten s=
ein. Beim Schmieden der Koalitionen kommen wie eh und je unterschiedliche D=
ruckmittel zur Geltung. Die Herausforderung f=FCr Europa wird darin bestehe=
n, dieses Spiel m=F6glichst gekonnt mitzuspielen und m=F6glichst gro=DFe =
=84Zugest=E4ndnisse" der USA zu erzielen. Dazu muss Europa freilich jeweils=
 fallbezogen seine Ziele definieren.=20
</p><p>Eine Dauerfrontstellung USA (plus =84Lakaien") vs. Staatengemeinscha=
ft wird schon durch die zu erwartende Natur der Herausforderungen unwahrsch=
einlich gemacht. Einerseits wird die Aufgabe, staatliche Ordnung in vielen =
Teilen der Welt zu festigen, zu einer sicherheitspolitischen Priorit=E4t we=
rden =96 kein polarisierendes Thema. Andererseits werden sich die Bedrohung=
en, die sich aus den diversen unbew=E4ltigten Verwerfungen der Modernisieru=
ng ergeben, nicht allein gegen Amerika richten. Im Vordergrund der transatl=
antischen Beziehungen wird deshalb nicht die Konfrontation unterschiedliche=
r Interessenlagen stehen, sondern die =96 prinzipiell =96 gemeinsame Suche =
nach den wirksamsten L=F6sungen f=FCr gemeinsame Probleme.
</p><p>Europas Aufgabe wird es sein, die USA gegebenenfalls davon abzubring=
en, falsche, weil langfristig problemversch=E4rfende Wege einzuschlagen. Ma=
n kann zwar nicht von vornherein davon ausgehen, dass Europa die richtigen =
Antworten hat und Amerika die falschen. Aber seine Position als Supermacht =
ohne ernsthaften Rivalen l=E4sst Amerika in die Versuchung geraten, zu viel=
 auf einseitigen Machteinsatz zu geben.=20
</p><p>Eine wirksame Ausgleichsfunktion gegen=FCber Amerikas unilateralisti=
scher Versuchung kann Europa eher aus einer Position kritischer Loyalit=E4t=
 als aus einer Gegenmachtposition heraus wahrnehmen. Kritische Loyalit=E4t =
schlie=DFt dabei gelegentliche Gefolgschaftsverweigerung nicht aus. Anderer=
seits wird ein au=DFenpolitisch handlungsf=E4higes und selbstbewusstes Euro=
pa als kritischer Freund ernster genommen als eines, das sich immer wieder =
als weltpolitisches Leichtgewicht erweist. Diesen =DCbergang m=FCsste Europ=
a erst einmal hinbekommen.
</p><p>=20
</p><p align=3D"RIGHT"> <i>Alfred Pfaller</i>
</p><p></p><hr>
<p>Friedrich-Ebert-Stiftung, 5310 Bonn, fax: 0228 / 883 625, e-mail: Pfalle=
rA@fes.de
<!-- START END -->
</p><hr>
<font size=3D"-2">
=A9 <a href=3D"mailto:wwwadm@www.fes.de">Friedrich Ebert Stiftung</a>
| <a href=3D"https://library.fes.de/fulltext/id/support.html">technical sup=
port</a> | net edition=20
<a href=3D"mailto:walter.wimmer@fes.de">fes-library</a> | M=E4rz 2003
</font></td></tr></tbody></table>
<!-- END END -->

</body></html>
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