Heft 
(2024) 13
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Schlaglicht Israel Nr. 13/24 Aktuelles aus israelischen Tageszeitungen 1.-31. Juli Die Themen dieser Ausgabe 1. Steigende Kriegsgefahr an der israelisch-libanesischen Grenze.............................................................................. . 1 2. Netanyahus Rede vor dem US-Kongress.......................................................................................................................4 3. IGH erklärt Besatzung im Westjordanland für unrechtmäßig......................................................................................6 4. Krieg im Gazastreifen …………………………………………………………………………………………………………….. 8 5. Weitere Themen..............................................................................................................................................................11 1. Steigende Kriegsgefahr an der israelisch­libanesischen Grenze Lange ließ die Reaktion auf den verheerenden Hizbollah-Raketenangriff, bei dem zwölf Kinder und Jugendliche in dem drusischen Dorf Majd al-Shams auf den Golanhöhen getötet und viele weitere verletzt wurden, nicht auf sich warten. Bei einem gezielten israelischen Angriff kam zuerst der Libanese Fuad Shukr, ein enger Berater von Hizbollah-Chef Hassan Nazrallah, in Beirut zu Tode. Kurz darauf starb Hamas-Politbürochef Ismail Haniyeh in Teheran, was ebenfalls Israel zugeschrieben wird. Damit wächst die Gefahr eines möglichen Krieges zwischen Israel und der mit Iran verbündeten libanesisch-schiitischen Terrororganisation Hizbollah. Iran kündigte bereits einen harten Gegenschlag an. Zudem sinken die Chancen auf eine baldige Lösung für die in den Gazastreifen verschleppten Geiseln. Haniyeh führte für die Hamas die Verhandlungen, um eine weitere Feuerpause und den Austausch von Geiseln für palästinensische Häftlinge zu erreichen. Die diplomatischen Anstrengungen, um eine Ausweitung der seit Monaten andauernden Gefechte an der israelisch-libanesischen Grenze zu verhindern, wurden insbesondere von Seiten der USA intensiviert. Ein Krieg hätte für den Libanon wie auch für Israel katastrophale Folgen. No illusions about Hezbollah's response to high­ranking general's assassination The defense establishment had no illusions about Hezbollah's reaction to the assassination of Muhammad Neamah Nasser, one of the senior generals of the Lebanese terror organization, also known by his call sign Abu Neamah(). Indeed, Hezbollah spared no effort: over 200 rockets and drones were launched, resulting in the death of a reservist and forcing tens of thousands of civilians in non- evacuated communities into shelters.() one might question whether the assassination was necessary and what benefits it yielded compared to the costs, especially at this sensitive time on all fronts. Abu Neamah was indeed a highly influential and experienced commander, a"knowledge hub," as intelligence documents describe him and his peers. Yet() Abu Neamah is no Imad Mughniyeh, Soleimani or Nasrallah himself. The organization's role will not be affected by his death, despite its inherent value. Was the price worth it? Highly doubtful.() Despite the rising smoke on both sides of the border suggesting otherwise, the option of a truce remains preferred by both Israel and Hezbollah, though much depends on developments in the southern arena.() Yossi Yehoshua, YED, 06.07.24 1