- TitelvariantenThe Good Bargain / Dobry interes / De goede ruil
- Weitere AngabenZeit- und Sachbezug: Vermittelt durch die Familie von Haxthausen. Ursprünglich für einen Vorabdruck im "Gesellschafter" vorgesehen, wurde jedoch abgelehnt. Motive aus K.F. Flögels "Geschichte der Hofnarren" (1789). / Inhalt: Ein Bauer verkauft für sieben Taler seine Kuh. Auf dem Heimweg quaken Frösche „ak, ak, ak, ak.“ Er denkt, sie meinen „acht“ Taler, will sie belehren und wirft ihnen das Geld in den Teich. Als er das Fleisch der nächsten Kuh zur Stadt bringt, bellt ein Hund „was, was, was, was.“ Der Bauer denkt, er will „was“ haben und lässt die Meute alles fressen. Der Metzger, dem der Hund gehört, soll es ihm nach drei Tagen auszahlen, doch der prügelt ihn hinaus. Er klagt es dem König, da lacht dessen Tochter das erste Mal in ihrem Leben. Dafür soll er sie heiraten, doch ihm reicht seine Frau. Der ärgerliche König verspricht ihm „fünfhundert“. Davon lässt sich der Torwächter 200 schenken, den Rest tauscht ihm ein Jude in schlechte Groschen und jammert, als es sich um Schläge handelt. Der König lacht, und der Bauer darf sich aus der Schatzkammer bedienen. Im Wirtshaus zählt er das Geld und schimpft auf den König, dass er es ihm nicht selbst gab. Dafür zeigt ihn der Jude an, soll ihn zum König bringen und leiht ihm dazu seinen Rock. Der Bauer bezichtigt ihn der Lüge, bekommt erneut Geld und behält den Rock. Weist antisemitische Tendenzen auf (Vgl. KHM 110: "Der Jude im Dorn"). / Überlieferung: In den KHM an Stelle 7, laut Märchenindex ATU 1642, 1610 (Teilung von Geschenken und Schlägen, Schwänke und andere humoristische Erzählungen). Rückte an die Stelle des Märchens "Vom gestohlenen Heller".
- Erschienen1819
Datenquelle: GND
Vorwärts 11 (15.9.1894) 215
Liebknecht, Wilhelm ; Leviné, Eugen ; Sozialdemokratische Partei DeutschlandsBerlin : Vorwärts-Verl., 1.1.1891-15.3.1933