Rezension 
Raymond Aron, Clausewitz. Den Krieg denken, Frankfurt/Berlin/Wien 1980 : [Rezension]
Entstehung
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rapid and significant productivity gains in the following years. However to understand the background to this development and the role of the 1844 tariff, a wide-ranging analysis of this sector both on the Belgium and German side of the frontier would have been essential. Unfortunately this is not provided.

In conclusion, therefore, Sydow has performed a useful function in initiating debate on the issue of trade relations berween Belgium and the Zollverein for this central period of the 19<h century. The study is particularly strong in its treatment of the diplomatic negotiations which lay behind each periodic change in tariff legislation. It also provides the reader with a wealth of material, relevant to the unfolding of diplomatic developments and to the composi­tion of trade between Belgium and the Zollverein. However many of the hypotheses advan­ced in this dissertation are not sufficiently tested, nar verified in the text, W. R. Lee

Raymond Aron, Clausewitz. Den Krieg denken, Propyläen Verlag, Frankfurt/ Berlin/Wien 1980, 778 S., geb., 68 DM.

»Clausewitz Lehre bleibt und wird immer mehrdeutig bleiben.« Dieser Satz steht im Vor­wort von Raymond Arans ebenso gründlichem wie hellsichtigem Buch über Clausewitz und über die Möglichkeiten und Grenzen, mit dem Instrumentarium dieses preußischen Generals, dessen 150. Todestag in das Jahr 1981 fiel, auch den Krieg der Gegenwart zu denken. Sol­che Mehrdeutigkeit braucht nicht Folge unzureichender Ausdrucksmöglichkeiten zu sein, son­dern ist vielleicht nichts als ein Reflex mehrdeutiger Wirklichkeit. Aron jedenfalls, anders als viele Clausewitz-Interpreten, die immer ganz genau zu wissen meinten, was der schwierig zu Jesende und sein Hauptwerk»Vom Kriege« als gigantisches Fragment hinterlassende Gene­ral gemeint hat, widmet sich im ersten Teil seines Buches,»Das europäische Zeitalter« über­schrieben, mit geradezu provozierender Gründlichkeit der Biographie von Clausewitz, seinen frühen und späteren Schriften und ihren Lesarten, schließlich auch seinen zahlreichen Inter­pretationen, um aus diesem Gespinst von Informationen und Vorstellungen so etwas wie einen cartesianischen Clausewitz zu rekonstruieren. Das ist zugleich ein Meisterstück altväte­rischer Gelehrsamkeit, die ja, entgegen einem gängigen Vorurteil, der Brillanz des Ausdrucks, der Klarheit der Gedankenführung und des Witzes keineswegs zu entbehren braucht. Trotz der nicht immer adäquaten Übersetzung aus dem Französischen findet man hier alle drei Vor­züge.

Die Person von Clausewitz erscheint bei Aron als leicht umdüstert, gefangen in einer Karrie­re, die ihn zwar entscheidende politische und militärische Ereignisse seiner Zeit miterleben, jedoch nicht mitgestalten ließ.»Die großen Bücher über die Tat verdanken wir wohl den Männern der Tat, denen das Schicksal die höchste Erfüllung verwehrt hat[...]«, schreibt Aron dazu.(Das ist, nebenbei gesagt, nicht unbedingt richtig, man denke nur an Caesars»de bello gallico«, indes trifft es auf Clausewitz wohl zu.)

In»Vom Kriege« hat Clausewitz, ausgehend von den Erfahrungen der napoleonischen Krie­ge, die Natur des Kriegs, seine(sehr) verschiedenartigen Erscheinungsformen im Verlauf der Geschichte, seine Elemente und seinen Zusammenhang mit dem Bereich des Politischen systematisch erforscht. Die wichtige und auch heute keineswegs banale Erkenntnis, daß der Krieg die Fortsetzung der Politik unter Einmischung anderer(nämlich gewaltsamer) Mittel ist, und die nicht minder wichtige Einsicht, daß der Feldherr bei der Anlage seines Feldzug­plans niemals dogmatisch(= schematisch, einzelne Elemente in ihrer Bedeutung überschät­zend, als gäbe es einen zeitlosen Schlüssel für den militärischen Sieg) werden darf, untersucht Aron sozusagen von allen Seiten. Für französische Leser überraschend(die französische Aus­gabe erschien 1976), kommt als ein Ergebnis der Untersuchung heraus, daß es Querverbin­