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Mr. 200 a.

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Cricheint täglich.

Extra- Ausgabe.

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Hod alled did atom 31. Jahrg.

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Vorwärts

Berliner Volksblaff.

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Die Infertions- Gebühr

beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. geile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Big. Worte über 15 Buch­staben zählen für zwei Borta. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet.

Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin".

Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1983.

Sonnabend, den 25. Juli 1914.

Aufruf!

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1984.

E poliota on

Noch dampfen die Aecker auf dem Balkan von dem Blute der nach Tausenden Hingemordeten, noch rauchen die Trümmer verheerter Städte, verwüsteter Dörfer, noch irren hungernd arbeitslose Männer, verwitwete Frauen und verwaiste Kinder durchs Land, und schon wieder schickt sich die vom österreichischen Imperialismus entfesselte Kriegsfurie an, Tod und Verderben über ganz Europa zu bringen.

Verurteilen wir auch das Treiben der groß- serbischen Nationalisten, so fordert doch die frivole Kriegsprovokation der öfterreichisch- ungarischen Regierung den schärfften Protest heraus. Sind doch die Forderungen dieser Regierung so brutal, wie sie in der Weltgeschichte noch nie an einen selbständigen Staat gestellt sind, und können sie doch nur darauf berechnet sein, den Krieg geradezu zu provozieren.

Das klaffenbewußte Proletariat Deutschlands erhebt im Namen der Menschlichkeit und der Kultur flammenden Proteft gegen dies verbrecherische Treiben der Kriegshetzer. Es fordert gebieterisch von der deutschen Regierung, daß sie ihren Einfluß auf die österreichische Regierung zur Aufrechterhaltung des Friedens ausübe, und falls der schändliche Krieg nicht zu verhindern sein sollte, sich jeder kriege= rischen Einmischung enthalte. Kein Tropfen Blut eines deutschen Soldaten darf dem Macht­kitzel der österreichischen Gewalthaber, den imperialistischen Profitintereffen geopfert werden.

Parteigenossen, wir fordern Euch auf, sofort in Maffenverfammlungen

den unerschütterlichen Friedenswillen des klassenbewußten Proletariats zum Ausdruck zu bringen. Eine ernste Stunde ist gekommen, ernster als irgend eine der letzten Jahr­zehnte. Gefahr ist im Verzuge! Der Weltkrieg drobt! r Weltkrieg droht! Die herrschenden Klassen, die Euch im Frieden tnebeln, verachten, ausnuten, wollen Euch als Kanonenfutter mißbrauchen. Ueberall muß den Gewalthabern in die Ohren klingen:

Wir wollen keinen Krieg! Nieder mit dem Kriege!& nd Hoch die internationale Völkerverbrüderung!

Berlin , den 25. Juli 1914.

Brotest des österreichischen Proletariats!

Arbeiter, Parteigenossen!

In furchtbar ernster Zeit richten wir, Parteigenossen, die breiten Massen sind, die seine furchtbaren Lasten tragen, heute das Wort an Euch! Die Gefahr einer kriegerischen Ver- so ist die Entscheidung, die sich nun vorbereitet, der wickelung mit Serbien rückt in immer unheimlichere Nähe,

und bevor der Tag um ist, an dem Euch unser Wort erreicht, Einsatz an Gut und Blut des Volkes!

wenn die

Der Parteivorstand.

getan werde, daß mit der fördernden Duldung, die die Macht­haber in Serbien dieser Loßreißungsbewegung entgegen­bringen, gebrochen werde. Aber wir sind überzeugt, daß die serbische Regierung diesen Forderungen Desterreich- Ungarns , die durch das Völkerrecht sanktioniert sind, keinen Widerstand gegengejezt hätte. Wir sind überzeugt, daß für alles, was hätte entgegenseßen können, feinen Widerstand auch ent­Desterreich- Ungarn im Interesse des Schuzes seiner Staat­lichkeit begehrt, die Erfüllung and olin abaidala plond im Frieden

fann der Krieg schon ausgebrochen sein! Die Mußte es so kommen? Auch wir Sozialdemo­österreichisch- ungarische Regierung hat in Belgrad ein fraten, die Vertreter des werktätig schaffenden Volkes, ver- u erreichen war und immer noch wäre, und daß keine staat­Ultimatum überreichen lassen, ein letztes Wort, das an diesem schließen unser Auge nicht vor dem schweren Unrecht, liche Notwendigkeit, keine Rücksicht auch auf ihr Ansehen die Samstag um 6 Uhr abends seine Erfüllung finden muß, das die serbischen Wacht haber an Desterreich be- Großmacht zwingt, die Bahnen der friedlichen Verständigung an b gangen haben. Wie wir, aus unseren prinzipiellen An- zu verlassen. Deshalb erklären wir im Namen der arbeiten­blutige Entscheidung durch die totbringenden schauungen heraus, die schnöden Gewalttaten zurückweisen, den Klasse, erklären es als die Vertretung der deutschen Ar­beiter in Desterreich, daß wir die Mordtat von Sarajewo verurteilen, so Waffen verurteilen wir auch alle die, die an ihr Mitschuld tragen. für diesen Krieg die Verantwortung nicht vermieden werden soll. An einem dünnen Faden hängt die Wir erkennen an, daß Oesterreich- Ungarn im übernehmen Erhaltung des Friedens, und wenn der Faden reißt, wenn Rechte ist, wenn es von der serbischen Regierung die straf- können, daß wir für ihn und für alles, was aus ihm an Serbien die Bedingungen, die ihm Oesterreich- Ungarn diftiert, gerichtliche Verfolgung der Mitschuldigen begehrt; wir ver- furchtbar ernsten Folgen entsprießen mag, denjenigen die nicht hinnimmt und annimmt, so ist der Krieg da, der Krieg stehen, daß Desterreich- Ungarn von Serbien Bürgschaften Verantwortung zuschieben, die den verhängnisvollen Schritt, mit Schreden und Jammer, mit dem Leid und verlangt, daß dem unterirdischen Wühlen gegen die Sicher der uns vor den Krieg stellt, ersonnen, unterstützt und ge­Kummer, die er im Gefolge hat! Und da es vorzugsweise heit und Ruhe des österreichischen Staatenverbandes Einhalt fördert haben.

aden b