Der Krieg und die Kolonien.
machen.
Die Times" vom 1. Juni meldet amtlich, daß das Kriegsgericht in Meerut am 19. April zwei Sowars des 12. KavallerieRegiments, einen Havildar und einen Sepoh der 128. Pioniere
bleiben.
Partei verlangen, die zum Teil noch im Wolfen- Aududsheint residiert. Glüdlicherweise tann man die Hoff= nung haben, daß auch mit diesen antiquierten Anschauungen innerhalb der Sozialdemokratie sehr bald gebrochen werden wird. Denn im Interesse der deutschen Arbeiter liegt es nicht, daß ein Friede zustande tommt, der alles beim alten läßt. Das Wohl der Arbeiter fordert vielmehr einen Frieden, der die Gewähr in sich trägt, daß den Feinden Deutschlands die Möglichkeit genommen ist, mit uns sobald wieder anzubinden. Dazu ist es aber nötig, daß wir England und Rußland gegenüber Sicherungen treffen, die unter Umständen territoriale Angliederungen zur Voraussetzung haben."
abermals ihr Leben für ein friegerisches Abenteuer ihres Baterlandes einzusetzen. So hat auch ein Flugblatt viel Anklang gefunden, das unter der italienischen Arbeiterschaft in Zürich verbreitet wurde und in dem es nach einem Hinweis auf den bereits zehn Monate dauernden Loudon, 6. Juni. ( W. T. B.) Die Times" berichtet über eine blutigen Völlerkrieg gesagt wird: Heute ist die italienische ReVerschwörung in Indien , die in einem Prozeß in Lahore gierung im Begriff, die entsetzlichen Wunden noch zu vermehren verhandelt wurde. 81 Personen waren wegen Verschwörung gegen und selber in den Krieg einzutreten. Nicht zufrieden damit, ihr die Regierung angeflagt. Strongeugen sagten aus, daß die Idee Bolt auszuhungern, in die Kerker zu werfen und es zu füfilieren, der Revolution unter in Amerifa und Kanada lebenden Indern weil es sein Recht auf Existenz verlangt, will sie es in den infamen entstanden sei. Auch Passagiere des japanischen Schiffes Noma- Abgrund des Krieges stürzen.... Wir wissen, daß die Intergaiu Maru" hätten zu den Aufständischen gehört. Gruppen von essen seiner( des Vaterlandes) Herren den unfrigen entgegenVerschwörern landeten in verschiedenen Häfen mit der Absicht, für gesezt sind.... Und heute, da das italienische Proletariat den Aufruhr zu wirken. Sie waren unter den indischen Sepoys in am Vorabend neuer Stämpfe steht, empfinden wir, getrieben von die Sozialdemokratie, sich Auch in seinen weiteren Darlegungen beschwört Calwer von den ,, beralteten Hongkong tätig. Eine Gruppe tam nach Singapore . Bielleicht einem Jdeal internationaler Gerechtigkeit und Brüderlichkeit die Dogmen" abzuwenden, sich zu berjüngen". hängt hiermit auch die dortige Meuterei zusammen. Die Führer Pflicht, alle militärtauglichen italienischen Arbeiter in Zürich aufcrreichten das Bendschab und versuchten, die indischen Truppen in zufordern, nicht in den Krieg zu ziehen. Hört nicht auf für Wolfenfududsheimer, für Leute, die im Nebel der IdeoCalmer hält diejenigen, die seine Absichten nicht teilen, Lahore , Umballa, Meerut und anderen Garnisonen zu gewinnen. falsche Einflüsterungen und unbegründete Drohungen, laßt euch logie wandeln und keinen Blick für die Realitäten und NotEin allgemeiner Aufstand im Pendschab, den Vereinigten Provin- nicht einschüchtern von Agenten des Konsuls, welche behaupten, wendigkeiten der Politik haben. In Wirklichkeit gehört er zen, in Agrapudh und in der Nordwestprovinz, war für den 21. Fe- euch mit Gewalt heimschicken zu können, die aber gar keine Macht wendigkeiten der Politik haben. In Wirklichkeit gehört er bruar festgesezt und wurde nur dadurch vereitelt, daß sich am dazu haben. Werft sie aus euren Wohnungen hinaus, wenn sie selbst zu den Wolkenwandlern, denen in den höheren" Re19. Februar einer der Verschwörer verdächtig machte, so daß die eure Schriften verlangen. Niemand kann gezwungen werden, dem gionen ihrer Wunsch- und Phantasiepolitik je der MaßRebellenführer in Lahore verhaftet werden konnten. Die Ver- Einrückungsbefehl Folge zu leisten. Nieder mit dem Striege! Esitab für die tatsächlichen Verhältnisse abschwörer hofften, die indischen Soldaten für sich zu gewinnen, lebe die Kultur der Arbeit und des Friedens!" handen gekommen ist. Waffen, Munition und Geld zu beschaffen, um dann alle euroDie Regierung des Kantons Zürich hat das Flugblatt verboten wir uns mit Calwer nicht auseinandersetzen. Wer, wie Ueber die prinzipiell sozialistische Seite der Sache wollen päischen Zivilpersonen zu ermorden, die Züge und Eisenbahnbrüden vom Standpunkte der Neutralität aus; allein es ist nun schon unter Calwer, leichten Sinnes, fagt:" Wo steht denn geschrieben, zu zerstören und schließlich die europäischen Truppen niederzu- der Arbeiterschaft verbreitet und wird sicherlich nicht ohne Wirkung daß jede Nation und jedes Nationchen das Recht eigener politischer Selbständigkeit hätte? Was ist denn das für eine Aus der französischen Kammer. dörfliche Kirchturmpolitik?" zeigt, wie fremd ihm die sozialParis, 5. Juni. ( W. T. B.) Der" Temps" meldet: Die demokratischen Grundsätze sind. zum Tode durch den Strang verurteilte, da ihnen zwischen 2. Fe- ammer begann gestern die Debatte über einen Antrag Dalbies, Unserem Verstande ist es unfaßbar, daß man dadurch bruar und 23. März bekannt war, daß eine Verschwörung gegen die betreffend gerechtere Verteilung und bessere Ausnutung zu einem dauernden, für Deutschland vorteilhaften Frieden Regierung bestand und verschiedene Soldaten der indischen Armee der mobilisierten und mobilisierbaren Mann- gelangen könne, daß man dem Feinde alle mögin Meerut zur Beihilfe verführt werden sollten. Die Verurteilten jetretär des Innern Jacquier, der auf der Ministerbant Blas ge- Art ankündigt! Wenn etwas, so muß gerade ein schaften. Bei Beginn der Beratung wurde der Unterstaats- lichen Amputationen wirtschaftlicher und politischer unterließen es, ihren Vorgesetzten entsprechende Mitteilung zu nommen hatte, von heftigem Unwohlfein befallen. Nach den Dar- folches Verfahren die Gegner zu den äußermachen. Die Hinrichtung erfolgte in Meerut am 26. April. legungen des Berichterstatters über den Gesezentwurf vertagte sich die Kammer. Maßgebende Persönlichkeiten der für den Seeres- ten raftanstrengungen anspornen und sic und Marinebedarf arbeitenden Industrien richteten ein Schreiben immer fester zusammenschweißen! an die Vorsitzenden der Heeresausschüsse der Kammer und des Wir lächeln in Deutschland mit Recht über die naiven Senate, in dem sie betonen, daß die Organisation der für die Eroberungsphantasien ausländischer FanaDas Wiener Fremdenblatt" schreibt offiziös: Schon und der Personalbestand auf der notwendigen Höhe und vollständig teilen, der durch seine wuchtigen Prankenschläge täglich den Landsverteidigung arbeitenden Industrien nunmehr ausgezeichnet tiker, die schon eifrig das Fell des deutschen Bären verwenige Wochen nach Ausbruch des gegen.värtigen Strieges tauchten sei. Durch die Annahme des Entwurfs würde die Gefahr ent- Beweis unverwüstlicher Lebenskraft liefert. Aber ebenso in den Zeitungen der Tripleentente zum ersten Male Meldungen stehen, daß eine Anzahl der in den Industrien beschäftigten Tech- absurd ist es, die Grenzpfähle im Osten und Westen Deutschauf, daß Oesterreich- Ungarn einen Sonderfrieden anſtrebe, da es an einer ersprießlichen Fortführung des serieges ver- niter, Ingenieure und Spezialarbeiter mobilisiert und die Drsveifle und einer Katastrophe vorzubeugen wünsche. Meldungen ganisation der Industrieen dadurch gestört würde. Es sei deshalb lands jetzt bereits fröhlich vorzurücken. dieses Inhalts wurden dann in ununterbrochener Folge bis in die notwendig, dem Gesehentwurf eine solche Form zu geben, daß der jüngsten Tage verbreitet. Bald sollte die österreichisch- ungarische Großmacht den übermächtigen Drang verspürt haben, die Verzeihung" des unwiderstehlichen Serbien zu erlangen, bald wandten sich angeblich ihre friedenssehnsüchtigen Blicke nach Petersburg . Das eine Mal wurden die Friedenswünsche der ungarischen Nation zugeschrieben, die, so lange es noch möglich war, ihr Los von Desterreich trennen wolle. Das andere Mal war es Desterreich, das, durch zu wenig ausgibige deutsche Hilfe enttäuscht, Schritte unternommen haben sollte, um eine raschere Beendigung des Krieges herbeizuführen.... Wir sollen den Bapst um Vermittlung gebeten, Graf Tisza foll in London angeklopft haben. Der und jener neutrale Balfanstaat soll mit der Frage heimgesucht worden sein, ober nichts für uns tun fönne und Erzherzog Karl Franz Joseph und unser Minister des Aeußeren famen während des Krieges niemals mit dem Deutschen Kaiser oder seinen Ratgebern zusammen, ohne daß hierdurch eine Neuauflage jener Erfindungen heraufbeschworen worden wäre.
Eine österreichische Stimme gegen die Sonderfriedensgerüchte.
regelmäßige Betrieb der Industrien gesichert bleibe,
„ Daily Citizen" erscheint nicht mehr.
Citizen" hat sein Erscheinen eingestellt. Das Wochenblatt„ IndeLondon, 6. Juni. ( W. T. B.) Das Arbeiterblatt ,, Daily pendent" tritt an seine Stelle.
Der Daily Citizen", das erste tägliche Arbeiterblatt der bri tischen Arbeiterklasse, das aber kein sozialdemokratisches Blatt sein wollte, hat kein besonders rühmliches Dasein gehabt. 3wei Millionen Mark hat er verschlungen, zum größten Teile nur, um den Forderungen der modernen Zeitungstechnik entsprechen zu können. Nach untergeordneten großstädtischen Neuigkeiten haschte er und kümmerte sich wenig um den geistigen Inhalt der modernen Arbeiterbewegung. Sein leitender Redakteur Frank Dilnot kam aus der Zeitungsschule Lord Northcliffes, des Eigentümers der„ Daily Mail" und der„ Evening News", der schlimmsten SchöpDer Zwed war von Anfang an lar. Die feindliche fungen des englischen Jingoismus. Die geistigen Führer der ArBresse und Diplomatie wollte auf diese Weise den beiterpartei glaubten, daß ein Schüler Northcliffes wenigstens die Mut der eigenen Bevölkerung heben, die neu- Gabe besiken müßte, zahllose Leser und Inserenten zu gewinnen. tralen Staaten zum Anschluß an den Dreiberband Sie sahen nicht den Unterschied zwischen einem bürgerlichen und bewegen und Mißtrauen zwischen uns und proletarischen Blatte und stellten Redakteure an, die wohl die unseren Verbündeten erregen. Diese Absicht trat ganz Beitungstechnik beherrschten, aber von den Wünschen, Gedanken besonders zutage, als etwa vor Wochenfrist Ssafonow die Stirn und Anschauungen der neuen Arbeitergeneration nichts wußten. hatte, uns wieder einmal Friedenswünsche anzudichten. Dies ge- Und doch besaß Großbritannien in den letzten Jahren berheizungs schah drei Wochen nach dem für die russische Wehrmacht so ver volle Glemente zum Aufbau einer großen und machtvollen sozianichtenden Durchbruch in der Schlacht bei Gorlice- Tarnow. Man listischen Arbeiterpartei! begreift, daß Ssasonow es zu diesem Zeitpunkte schon recht nötig hatte, etwas zur Beruhigung der russischen öffentlichen Meinung zu tun.
Das Märchen von unserer Friedenssucht gehört in dasselbe Arsenal und ist sittlich und in bezug auf die tatsächliche Wirkung ähnlich zu bewerten, wie die Erfindungen über die in der Monarchie wütende Hungersnot, über die die Reihen unserer Armee und die Bevölkerung unserer Städte verheerenden Seuchen und über die Revolutionen, die, wenn man den treuherzigen Versicherungen der gegnerischen Presse Glauben schenken will, bisher so gut wie keiner Provinz und Landeshauptstadt der Monarchie erspart geblieben sind.
Politische Uebersicht.
"
,, Burgfrieden".
Das Berliner Tageblatt" schreibt: Seit Beginn des italienischen Krieges bringen die Kreuz3eitung", die Deutsche Tages- 3eitung" und ähnliche Blätter Notizen, in denen sie behaupten, daß d'Annunzio eigentlich Rappaport heiße und Jude sei. Obwohl die antife mitische Absicht, die mit der Veröffentlichung dieser Notizen verbunden wird, ihren Ausdruck nicht in klaren Worten findet, tritt sie doch deutlich genug zutage. Ob Herr d'Annunzio Jude ist oder nicht, wissen wir nicht, es scheint uns aber auch völlig gleichgültig zu fein. Nicht gleichgültig dagegen ist es, daß in dieser Zeit konserbative Journalisten, die sich an ihrem Schreibtisch sehr mutig ge bärden, die antisemitische Agitation fortseßen, während draußen auf den Schlachtfeldern die jüdischen Soldaten an der Seite ihrer christlichen Kameraden tapfer kämpfen und sterben. Die antisemitische effische Landeszeitung" hat auch Sonnino- der Protestant iſt zu den Juden gerechnet und sich den sauberen Sab geleistet:" Billig wird er als Jude nicht zu haben gewesen sein!" Geradezu unerhört ist ein Vorgang, der sich der Jüd. Presse" und den Mitteilungen aus dem Verein zur Abwehr des Antisemitis mus" zufolge in einer Versammlung des Deutschen Wehrvereins abgespielt hat:
Ein Herr v. Bodelschwingh suchte der Versammlung an der Hand einer Nummer des Hammer" zu beweisen, daß eigentlich der Weltkrieg von den Juden gemacht ist. d'Annunzio und Sonnino, zwei Juden, haben den italienischen Treubruch inszeniert, und der Jude Dernburg verrät die Intereffen seines Vaterlandes in Amerika . Ueberall Juden am Werke! Die Versammlung tobte vor Behagen. Unvergeßlich bleibt mir der entrüstete Zwischenruf eines Ueberzeugungstreuen: Und diese Beute wollen Reserve= offiziere werden!" Der Vorsitzende, Herr v. Strant, schwieg dazu!"
Die Vorbereitungen zur Gründung eines täglichen Arbeiterblattes wurden im Frühjahr und im Sommer 1912 gemacht, nachdem die Independant Labour Party( unabhängige Arbeiterpartei) eine träftige Agitation für die Verwirklichung dieser Jdee entfaltet hatte. Nach ursprünglichem Plane sollten Sozialisten an der Spize des Blattes stehen, aber der Vorstand der Arbeiterpartei bemächtigte sich der Angelegenheit und stellte bürgerliche Journalisten an, die sehr hohe Gehälter bezogen, aber blutivenig für die Erziehung der in Gärung sich befindlichen Massen taten. Das Blatt erschien gleichzeitig in London und Manchester . Die Rücksicht auf den sogenannten„ Burgfrieden" hindert uns, Inzwischen wurde die finanzielle Lage des Blattes eine ver- das Verhalten dieser Leute gebührend zu kennzeichnen. Das ist zweifelte. Die sozialistische Minderheit löfte alle Be= im Grunde auch überflüssig, da alle Menschen, die ein Gefühl für Meldungen durch die italienische Presse. In diesem Falle werkschaften wurden müde, finanzielle Silfe zu leisten. Die Ginen besonderen we verfolgte die Verbreitung ähnlicher ziehungen zum Blatte, und auch eine ganze Anzahl von Ge- Anstand und Ehre haben, sich das nötige selbst hinzudenken werden." galt es, die neutralistischen Politiker, die zwar den Frieden mit Londoner Ausgabe wurde aufgegeben; die Redaktion zog nach ManSer Monarchie aufrechterhalten, immerhin aber einen Gewinn für chester, konnte jedoch das led gewordene Schiff nicht mehr retten. Das Frauenwahlrecht in Dänemark . Italien aus dem Weltkriege herauszuschlagen wünschten, besorgt während der zehn Seriegsmonate brachte der militärische Mit- gültig das neue Verfassungsgesetz genehmigt, nach welchem ben Am Sonnabend hat das Folkething zum dritten Male und endzu machen, daß ein mit dem triegerischen Eingreifen zögerndes arbeiter des Blattes täglich seinen Striegskommentar, in dem er Frauen das gleiche geheime und allgemeine Wahlrecht gewährt Italien fich einem fertigen Sonderfrieden Desterreich- Ungarns mit den Zusammenbruch Deutschlands prophezeite. Noch am 31. Mai wird. Auch hebt es die Privilegien des Großgrundbesizes auf und Rußland gegenübergestellt und dann sich nicht bloß um seine behauptete er, die Lage der Russen vor Przemysl sei glänzend: setzt die Altersgrenze der Wähler herab. In ganz Dänemark wurde Gewinnsthoffnungen betrogen, sondern durch einen gereizten" Die westlichen Fortifikationen der Russen vor Przemysl find un- daher am Sonnabend gefeiert, und in Kopenhagen veranstalteten Bundesgenossen bedroht finden könnte. Jm Grünbuch wird ausdrücklich darauf angespielt, daß die zur Intervention drängende die Frauen einen großen Umzug. Abends waren die Mitglieder des Entwickelung durch Nachrichten über die Möglichkeit eines SonderParlaments vom König zu einem Fest geladen. friedens der Monarchie mit Rußland beschleunigt wurde. Was wir
einnehmbar."
either fiber die anrüchigen Methoden der gegenwärtigen italie. Wer residiert im
nischen Regierung erfuhren, läßt die Schlußfolgerung gerechtfertigt erscheinen, daß sie selbst es war, die solche Nachrichten unter der Hand in die Welt sezte, um sie dann zur Rechtfertigung ihrer Kriegspolitik verwenden zu können.
Wolkenkuckucksheim?
Die österreichisch- ungarische Regierung wies Zu den Annexionspolitikern, die in der allerlegten Zeit unzählige Male alle Meldungen über ihr zugeschriebene Friedens in Broschüren und Zeitungsartikeln eine außerordentliche absichten in schärfster Form zurüd. Das lezte Mal geschah dies, Geschäftigkeit entfaltet haben, gesellt sich jetzt der ehemalige als bie erwähnten Aeußerungen Sjasonows bekannt wurden, Sozialdemokrat Richard Calwer , der im„ Tag" das Das Blatt fährt fort: Alle Meldungen und Gerüchte über Thema Sozialismus und Gebietserweiterungen" abhandelt Wünsche Desterreich- Ungarns , einen Sonderfrieden zu schließen und dabei mit aller Entschiedenheit für Gebietserweioder über direkte oder indirekte Schritte der Monarchie zu dieſem terungen Deutschlands eintritt. Seine Auffassung kennBehuf, sind im gegenwärtigen Zeitpunkte ebenso unbegründet und erlogen, wie alle die früheren Male, da sie zu leicht erkennbaren zeichnen folgende Ausführungen: 3wecken verbreitet wurden. Die militärische und politische Lage der Monarchie ist so durchaus befriedigend, daß jeder nur halbwegs unbefangen Urteilende im In- und Auslande eines amtlichen Dementis gar nicht bedürfte, um alle die schon an innerer Ünwahr= scheinlichkeit leidenden Falschmeldungen von sich zu weisen. Defterreich- Ungarn hat diesen Krieg nicht gewünscht und alles, was in seiner Macht stand, getan, um seinen Ausbruch zu verhüten. Da cr uns aber durch die Bosheit und den Unverstand der Gegner aufgezwungen wurde, werden wir ihn im Verein mit unseren treuen Verbündeten und mit unerschütterlicher Zuversicht fortführen bis zu Ende, das nur in einem chrenvollen und dauernden Frieden für Desterreich- Ungarn und seine Verbündeten bestehen kann.
Die italienischen Arbeiter in der Schweiz der Schweiz gegen den Krieg.
Anßer den zahlreichen Italienern in der Schweiz , die bereits dem Militäraufgebot Folge leisteten, gibt es eine große Zahl anderer ihrer Landsleute, die dem Aufgebot feine Folge leisten, sondern als ,, Refraktöre" in der Schweiz bleiben, um nach wie vor ihrer friedlichen Arbeit nachzugehen. Namentlich solche Italiener, die den Tripoliskrieg mitgemacht haben, scheinen gar keine Lust zu haben,
Die Borislawer Erdwachsgruben wiedergewonnen. Durch den Vormarsch der Verbündeten in Galizien find außer den Delquellen und Raffinerien auch die Erdwachsgruben von Borislaw wiedergewonnen worden, deren Produktion zur Kerzenfabrikation unerläßlich ist. Diese Gruben sind die einzigen in ganz Werte von drei Millionen Kronen. Europa , ihre Jahresproduktion beträgt 20 000 Metergentner im
Letzte Nachrichten.
Die Meldung des türkischen Hauptquartiers. In der Reichstagsfizung vom 29. Mai wandte sich der Verteilt mit: An der Dardanellenfront hat die sehr hef Konstantinopel , 6. Juni. ( W. T. B.) Das Hauptquartier treter der Sozialdemokratie mit Entschiedenheit gegen diejenigen Bestrebungen, die den Frieden von aller- tige Schlacht im Abschnittte von Seddul Bar, die am 4. Juni lei Groberungen abhängig machen wollen. Die Sozial- mittags mit einem feindlichen Angriff begonnen und sich auf demokratie habe von Anfang den Standpunkt eingenommen, daß der ganzen Front entwickelt hatte, nach fast zweitägiger Dauer jede Eroberungspolitik zu verurteilen sei. An diesem Stand- durch energische Gegenangriffe unseres rechten Flügels heute punkt halte sie fest. Sie erstrebe vielmehr einen Frieden, der ein dauerndes Zusammenwirken aller Kulturvölfer wieder er- morgen zu einem Erfolge für uns geführt. Der Feind wurde mögliche. Von diesem Standpunkt aus würde also nach dem in Unordnung in seine früheren Stellungen zurückgetrieben, Kriege so ziemlich alles beim alten zu bleiben haben. Deutsch - nachdem er sehr schwere Verluste erlitten hatte. Wir erbeuteten land soll die Hand dazu bieten, daß seine Feinde wieder er- von gestern bis heute morgen siebzehn Maschinengewehre, eine starken, sich erneut gegen Deutschland verbinden und bei ge- große Menge von Waffen und Kriegsmaterial. Nachdem ein Tegener Zeit abermals über Deutschland herfallen... Wenn in diesem Kriege Deutschland die Oberhand behält, so Bersuch des Feindes, unseren linken Flügel anzugreifen, zumuß es im Intereſſe des Griedens von Europa und im shtete se rückgewiesenworden war, warf er sich mit allen Sträften auf der Zukunft Deutschlands sich gegen eine Wiederkehr eines solchen unseren rechten Flügel, mußte sich aber vor unseren GegenSystematisch vorbereiteten Ueberfalls nach Möglichkeit zu sichern, und angriffen heute früh zurückziehen, außerstande seinen verzwar hauptsächlich gegen England und gegen Ruß- zweifelten Vorstoß fortzuseßen. Bei Ari Burnu unternahm land. Zu dieser Sicherung sind aber unter Umständen der Feind in der Nacht vom 5. zum 6. Juni einen verzwei territoriale Erweiterungen nicht au's zu= schließen, und es wäre grundverkehrt, wollte man, von fal- felten Angriff gegen unseren rechten Flügel, wobei er Handschen theoretischen Grundsäßen ausgehend, wie es die Sozial granaten gebrauchte. Der Angriff wurde gleichfalls mit Berdemokratic in diesem Falle tut, cinem neuen Kriege gegen lusten für den Feind abgewiesen. An den anderen Fronten Deutschland die Türen offen halten. Das kann wirklich nur eine nichts von Bedeutung.