Nr. 326. 32. Jahrgang.
Aus der Partei.
Genosse Alessandri aus der Schweiz ausgewiesen. Wie das Züricher Volksrecht" meldet, ist Genosse Alessandri, Redakteur des l'Avvenire del Lavoratore"( Parteiblatt der italienisch sprechenden Sozialisten der Schweiz ) verhaftet und ihm das Ausweisungsdekret zugestellt worden. Diese Ausweisung erfolgt wegen feiner journalistischen Tätigkeit und trifft den waderen Kämpfer um fo schwerer, als er in Italien wegen„ Preßdelift" eine längere Freiheitsstrafe abzufigen hat.
Spanischer Parteitag.
Vor kurzem hat in Madrid ein Delegiertentag der sozialistischen Bartei Spaniens getagt. Es wurde eine Resolution angenommen, die bei aller Anerkennung der kapitalistischen Wurzeln des Krieges start mit den Ententemächten als den Trägern der demokratischen und zivilisatorischen Ideen sympathisierte. Immerhin gab es auf dem Kongreß eine Opposition, die von den Genossen Manuel Vigil und Verdes Montenegro geführt wurde.
Vigil vertrat die Meinung, daß nach dem Kriege, wie auch
" Ihr sagt, Deutschland sei der Angreifer. Das läßt sich jekt und vielleicht auch später schwer feststellen. Ihr sagt, die Deutschen brachten eine große Armee auf die Beine, aber ihr vergeßt, daß die Briten eine gewaltige Flotte bauten. Ihr sprecht von der Bekämpfung des Militarismus".. Heute ist es der Kapitalismus, der sich die Beute sichert. Früher behaupteten wir, daß der Kapitalismus in allen Ländern derselbe sei. Heute machen wir Unterschiede zwischen dem Kapitalismus in den verschiedenen Nationen. Ich erinnere mich, daß man sich an dem dem Krieg vorausgehenden 1. Mai erzählte, die Arbeiter hätten kein Vaterland. Die Lage der Welt hängt, was die Unterdrüdung betrifft, nicht davon ab, wer Sieger bleibt..." Auch die Resolution dieses offenbar gutgeschulten Sozialisten wurde abgelehnt. Sie erhielt nur 10 von 35 abgegebenen Stimmen. Genosse Ernst Heilmann , der am Auge verwundet war, ift wieder hergestellt, aber infolge Verlust der Sehkraft auf dem linken Auge nicht mehr felddiensttauglich. Er wird daher die Leitung der, Chemnizer Wolts stimme" wieder übernehmen.
Der Mord bei Finfenkrug.
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Auf die dritte Kriegsanleihe gingen in der Zeit vom 15. bis für dies Doppelleben nicht zu geben. Der Tatsache gegenüber, daß 28. November 852 Mill. Mark ein, sodaß nunmehr 10 091,5 mill. einige Wertsachen und das Sparkassenbuch der Kliem in des AnMart gleich 88,4 Proz. des gesamten gezeichneten Betrages eine geflagten Besitz aufgefunden sind, wiederholt der Angeklagte feine gezahlt sind. Die von den Darlehnskassen für die Zwecke der frühere Behauptung, diese Sachen mehrere silberne Messer und britten Kriegsanleihe hergegebenen Darlehen haben trotz der großen Gabeln und das Sparkassenbuch hätten sich in einem Palet Neueinzahlungen eine weitere Verminderung erfahren; fie belaufen befunden, welches er in einem Abteil der Stadtbahn gesich jetzt nur noch auf 478,4 Mill. Mark gegen 490,5 Min. Mart am funden haben will. Er will das Paket geöffnet und nach15. November. dem er gesehen, was darin war, mit nach Hause ge eine Er habe nommen und in ein Pult getan haben. Bund der Elektrizitätsversorgungs- Unternehmungen Deutschlands . Worf.: Haben Ein neuer großer Wirtschaftsbund unter dem Namen„ Bund der ganze Zeitlang gar nicht mehr daran gedacht. Elektrizitätsversorgungs- Unternehmungen Deutschlands " hat sich am Sie denn zu Hause gar nichts von diesem seltsamen Funde erzählt? Angel.: Nein. Vors.: Das ist doch auch sehr auffallend. 28. November in Berlin gebildet. Dem Bunde, welcher sich die Wahrung der Intereffen der privaten Elektrizitätsversorgungs- In- Haben Sie sich denn nicht für verpflichtet gehalten, das Paket eindustrie zur Aufgabe stellt, ist bereits bei seiner Gründung die über- fach zum Stationsvorsteher zu bringen oder den Fund bei der wiegende Anzahl der größeren deutschen Gesellschaften dieses Wirt- Polizei abzugeben? Das wäre doch das einfachste und natürlichste gewesen. Ein Mann in Ihrer Stellung, Ihrer Bildung, verheiratet. schaftszweiges beigetreten. Bater erwachsener Kinder tut so etwas!- Angefl.: Das ist mir jetzt auch ganz unbegreiflich. An das Sparkassenbuch habe er erst im Ditober wieder gedacht. Er sei da in finanzielle VerTegenheit geraten, da ihm sein Verwalter bei Uebergabe der Mieten aus seinem Hause mitteilte, daß die Vor dem Schwurgericht des Landgerichts III wurde Mieten infolge des Krieges so spärlich eingegangen wären, daß die immer sein Ausgang sein möge, die Kapitalisten aller Länder sich gestern die gegen den Rentier und ehemaligen Sypothekenzinsen nicht gedeckt werden könnten. Da sei ihm denn zur gemeinsamen Ausbeutung der Arbeiter vereinigen würden. Deshalb liege es im sozialistischen Interesse, alles zu tun, um dem Apotheker Paul Kuhnt in Friedenau gerichtete der Gedante gekommen, das Spartaffenbuch durch ein ihm bekanntes Striege jo bald als möglich ein Ziel zu sehen. Eine entsprechende Anklage verhandelt. Sie lautet auf Mord und Unter- Mädchen, welches sich Kliem nennen sollte, präsentieren und das Resolution wurde mit 20 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Verdes schlagung. Guthaben von 136 M. einziehen zu lassen. Er habe sich gefagt, daß Montenegro erklärte, er wolle nur von einem Krieg der Ar- Das Strafverfahren, welches nun schon über ein Jahr schwebt, das Sparkassenbuch sicher gesperrt sein, eine Schwierigkeit aber nicht beiter gegen den Stapitalismus hören. Der Krieg der einen kapita- hat bereits verfchiedene Wandlungen durchgemacht. Es handelt sich, entstehen würde, wenn die Befizerin angeblich selbst erschiene. Bon listischen Gruppe gegen die andere interessiere ihn nicht: wie schon mehrfach erwähnt, um den mysteriösen Tod der 39 Jahre dem Tode der Kliem will er feine Stenntuis gehabt und auch die alten Schneiderin Frida Kliem, deren Leiche polizeiliche Bekanntmachung an den Säulen mit der Ausjegung einer 28. Juni 1914 im Faltenbagener Forst bei Finkenkrug in einem Belohnung nicht gelesen haben. Gebüsch vorgefunden worden war. Die Leiche war bei ihrer AufIn der bis in die späten Abendstunden hinein sich hinziehenden findung bereits verwest. Man hielt zuerst einen Selbstmord für Beweisaufnahme vorliegend, da aber zu erkennen war, daß der Unterfiefer gertrümmert begutachten die medizinischen Sachverständigen, bei der Auffindurg war, kam die Behörde mehr und mehr zu der Ansicht, daß die der Leiche am 28. Juni sei der Körper schon so start in Verwesung Kliem einem Verbrechen zum Opfer gefallen und vom Tatort zu übergegangen, daß eine bestimmte Todesursache nicht mehr festzudem vom Wege aus ziemlich verstedt liegenden Fundort geschleppt stellen war. Möglich sei, daß eine gewaltsame, aber auch möglich, worden sei. Die Kliem war zum letzten Male am 17. Juni in ihrer daß eine natürliche Todesursache vorliege. Ausgeschlossen sei nicht, Wohnung gesehen worden. Sie war lebensfroh, hatte zu einem daß ein start wirkendes Gift zur Anwendung gebracht sei. Bei dem Selbstmord gar teine Veranlassung und hatte, wie sich aus einer Angeklagten ist 8hantali vorgefunden. Beim Leichenfund fehlte borgefundenen Korrespondenz ergibt, für den 17. Juni mit einem die Tasche der Verstorbenen, die sie mit dem Haus- und StubenMann aus Friedenau , der sich Mewes nannte, einen Aus- fchlüffel bei ihren Ausflügen mit sich zu führen pflegte. Zuletzt ist flug nach Finkenkrug verabredet. Der Tod scheint an diefem Tage die Angeklagte gefund und munter am 16. Juni gesehen worden. eingetreten zu fein, es soll aber noch am 18. Juni eine fremde Perion Bei der Verhaftung des Angeklagten war dieser bestürzt ihre Wohnung betreten haben. Denn Hausbewohner wollen in der und habe wiederholt gerufen: Ich habe das Buch gefunden." Wohnung der Kliem Schritte gehört haben. Es stellte sich heraus, daß eine Dann habe er versucht, aus dem Auto zu springen. Auch habe er Anzahl von Wertsachen, die der Verstorbenen gehörten, fehlten, eine verbächtige, plötzliche Bewegung nach seiner Hosentasche hin ebenso ein Sparkassenbuch der Seliem, nach welchem diese auf gemacht. Hineinzugreifen sei er gehindert worden. In der Tasche der Weißenfeer Sparkasse ein Guthaben von 135 M. hatte. Die fei eine Flasche mit Morphium gefunden. Bei der Vernehmung auf Ermittelungen nach dem Täter blieben lange Zeit erfolglos. Die der Polizei habe der Beamte dem Angeklagten dadurch eine Falle Sperrung des Sparkassenbuches hat erst am 15. Oftober 1914 gestellt, daß der 17. Juli( statt des 17. Juni) als Todestag zur Ermittelung des unberechtigten Besizers dieses Buches in der bezeichnet wurde. Der Angeklagte habe am folgenden Tage Berson des jegigen Angeflagten geführt. Am genannten einen Alibibeweis über den 17. Juli vorgebracht. Tage erschien ein junges Mädchen, welches sich Frida Kliem bei dem Angeklagten vorgefundenen Sachen, die Eigentum der Kliem Die Brauereien haben bekanntlich seit Kriegsausbruch ihre nannte, auf der Weißenfeer Sparkasse und ersuchte um Auszahlung waren, waren in zwei Paketen in einem zur Aufbewahrung der Preise mehrfach und nicht unwesentlich erhöht. Trogdem ergeben des Buch- Guthabens von 135 M. Natürlich wurde sie fests Infeften bestimmten Schrank untergebracht; darin waren mehrere die Geschäftsabschlüsse zahlreicher Brauereien eine Erhöhung der genommen, bald aber wieder freigelassen, nachdem man den auf wertlose Messer und Gabeln, filbervergoldete Löffel und einige nicht Gewinne und der Dividenden. Auch die Schultheiß der Straße wartenden Angeklagten K., der sich jener Mittelsperson wertvolle Schmucksachen. Brauerei A. G. in Berlin fann ihre Dividende von 12 auf bedient hatte, dingfest gemacht hatte. Das Verfahren wurde nun 16 Broz. erhöhen. Der Rohertrag des Unternehmens ist zwar von zunächst gegen Kuhnt unter dem Gesichtspunkt des Mordes betrieben. 24,341 auf 22,699 Millionen Mark zurückgegangen. Dafür find Kuhnt, ein 50 jähriger verheirateter Mann und Vater von fünf auch die Unkosten gesunten: die Fabrikationsunkosten von Kindern, von denen zwei Söhne jezt im gelde stehen, war feit einer 3,195 auf 3,028 Millionen, die Steuern von 6,95 auf Meihe von Jahren Besiger zweier Häuser, von denen das 5,799 Millionen, die Handlungsunkosten von 2,96 auf eine in der Bülowstraße, das andere in Berlin- Friedenau in der 2,57 Millionen, die Unkosten des Flaschenbiergeschäfts von 2,44 auf Handjernstraße belegen ist, befand sich aber schon feit längerer Zeit 9 Uhr zu vertagens 1,96 Millionen Mart usw. Der Reinüberschuß stellte sich in mißlichen Vermögensverhältnissen. Er foll auf Heirats. schließlich auf 3,32 Millionen Mark gegen 3,27 Millionen Mark im inserate hin mit jungen Mädchen in Verbindung getreten sein Vorjahre. Davon werden 2,4 Millionen Mark als Dividende und auf diese Weise auch Bekanntschaft mit der Sliem gemacht ( 16 Broz. des Aftienfapitals) ausgezahlt. 150 221 M. erhält der und sich ihr gegenüber des Namens Martens bedient haben. Aufsichtsrat als Tantième( i. V. 138 992 M.). Dem Wohlfahrts Bei der in feiner Wohnung abgehaltenen aus fuchung fanden fonds gehen diesmal nur 162 705 M. zu( i.. 180 788 m.) Bu fich außer der der Kliem gehörigen Handtasche auch verschiedene der der Dividendenbemessung schreibt die Verwaltung im vermißten Wertsachen vor. Der Angeklagte hat von AnBericht: Wir schlagen vor, in diesem Jahre die Dividende in der Höhe ihr in Verbindung getreten zu sein. fang an bestritten, die Kliem persönlich gekannt zu haben oder mit Der Geschäftsbericht der Konsumgenossenschaft Berlin und des Jahres 1912/13 zu bemessen. Wir tun dies in vollem Bewußt baß er die bei ihm vorgefundenen Sachen in einem Eisenbahn- beschäftigt und hat nach verschiedenen Richtungen hin eine BeEr bleibt nach wie vor dabei. Umgegend hat zwei Generalversammlungen der Genossenschaft sein der Schwierigkeiten, die bei einer Fortdauer des Krieges dem abteil in der Nähe der Station Schmargendorf gefunden Braugewerbe außer den bereits bestehenden möglicherweise neu habe. Das Vorverfahren hatte seine Schwierigkeiten darin, daß sprechung erfahren. Erfreulich ist, daß die Mitglieder sich um erwachsen werden, aber auch in dem Gefühl der Sicherheit, daß wir bei dem hohen Verwesungsgrad der Leiche die eigentliche den Gang der Geschäfte fümmern; es könnte durchaus nichts durch die erheblichen außerordentlichen Rückstellungen, die wir mit Todesursache nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden fonnte; schaden, wenn das Interesse viel größer wäre. Es ist durchRücksicht auf die Lage gemacht haben, wohl für alle vorausfoviel fonnte durch ärztliches Gutachten, dem auch auch das aus erwünscht, wenn die Mitglieder, vom konsumgenossenschaftsehbaren Fälle genügend vorgesorgt haben. Darüber Medizinalkollegium beigetreten ist, aber doch festgestellt werden, daß lichen Gedanken getragen, das Wirken der Genossenschaft gehinaus erachten wir angesichts der günstigen finanziellen Lage der die Berschmetterung der Rinnlade nicht als Tobeerfache anzusehen nau beobachten und unter Hinweis auf etwaige Schäden und Gesellschaft weitere Rüdstellungen zurzeit nicht als erforderlich. fei, auch die Möglichkeit vorliege, daß sie erst nach dem Tode durch Mängel zur Vervollkommnung des Unternehmens beitragen. Die Bergichloß- Brauerei und Malzfabrit Wilh. Tiere verursacht worden ist. Die Staatsanwaltschaft ließ nach Brandt in Grünberg ( Schl.) fonnte ihren Reingewinn verdoppeln langen Erhebungen und Erwägungen die Anklage wegen Mordes Eine Kritik am rechten Plaße, in sachlicher Form ist oft ſehr ( 101 035 gegen 51 775 M. i. v.). Die Dividende wird von 3½½ auf fallen und erhob nur die Anklage wegen Unterschlagung. Die Er- nüßlich. Der Geschäftsbericht, über dessen provisorisches Ergebnis von uns früher schon berichtet wurde, läßt Die Aftienbrauerei Merzig erhöht ihre Dividende öffnungskammer dehnte das Verfahren auf Mord aus.
Aus
5 Proz. erhöht.
Induſtrie und Handel.
bon 6 auf 7 Proz.
Brauerei- Dividenden.
Die Brauerei Kunterstein A.-G. zahlt 6 Proz. Dividende gegen 5 Proz. i. V. Die Bittoria- Brauerei A.-G. Berlin - Stralau erhöht Die Attienbrauerei Friedrichshain , die im Vorjahre keine Dividende zahlte, bringt für das lezte Geschäftsjahr 3 Pro3.
die Dividende von 3 auf 6 Proz.
zur Verteilung.
Die Brauerei Pfefferberg vorm. Schneider u. Hillig A.-G. in Berlin erhöht ihre Dividende von 8 auf 9 Proz. Die Berliner Kindl Brauerei erhöht ihre Dividende
Die
Nach der Beweisaufnahme stellte der Verteidiger des AngeKlagten den Antrag, noch drei neue Zeugen zu laden, von denen zwei auswärts wohnen. Staatsanwalt Fuhrmann widersprach diesem Antrage: Das Gericht beschloß, den Anträgen der Verteidigung stattzugeben, die Verhandlung zu unterbrechen und auf Sonnabend
Aus Groß- Berlin.
Aus der Konsumgenossenschaft.
Der Angeflagte hat seinerzeit einen Alibibeweis dahin erkennen, daß die Kriegszeit auch der Genossenschaft viele gewefen fein, noch am 18. Juni beren Wohnung betreten haben zuzählen, hier zu weit führen würde, daß es aber angetreten, daß er weder am 17, Juni mit der Kliem zufammen Schwierigkeiten gebracht hat, dic, im einzelnen aufgelegenheiten in Leipzig aufgehalten habe. Die von der Leipziger hinwegzubringen. fönne, da er sich zu jener Zeit zur Abwickelung geschäftlicher An- gelungen ist, das Unternehmen gut über alle die Slippen Imponierende Ziffern sind es, die uns Polizeibehörde nach dieser Richtung angestellten Ermittelungen haben diese Behauptung nicht bekräftigt. Zur Verhandlung sind der Geschäftsbericht für 1914/15 gibt. Danach hat der Umeine Reihe Entlastungszeugen geladen, durch die der Angeklagte jag im letzten( 16.) Geschäftsjahr in den Verkaufsstellen einen neuen Alibibeweis zu führen suchte. 17 820 934 m. betragen; rechnen wir den besonderen Umsag Bei der der Zentrale, aus dem Lieferanten- und dem Kohlengeschäft hinzu, so beträgt der Gesamtumsat 18 999 577 m. gegen 18 787 090. im Geschäftsjahr 1913/14.
Bernehmung des Angeklagten
für die Stammaltien von 14 auf 18 Proz., für die Vorzugsaktien hält der Vorsitzende Landgerichtsdirektor Seffe dem Angeklagten ein
von 16 auf 20 Proz.
dringlich vor, daß er eine eigene Art Doppelleben geführt
Die Münchener Brauhaus A.-G. in Berlin berechnet habe. Der Angeklagte gibt zu, unter falschem Namen in Beitungen
eine
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Heiratsannonce
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Die Genossenschaft hat 94 295 Mitglieder, die aber nicht gleichmäßig oder besser gesagt regelmäßig in den Verkaufseinen Robgewinn von 678 048 M.( gegen 589 950 M. i. V.) Der stellen kaufen, sonst würde der Umsatz ein ganz anderer Reingewinn stieg von 182 210 auf 269 888 M. Der vergrößerte fein. Im letzten Jahre haben von diesen mehr als Gewinn wird zur Erhöhung der Rücklagen, des Vortrages und der aufgegeben hat, in der es heißt:„ Oberlehrer, Doktor, Witwer, 94 000 Mitgliedern 27 566, Es feien darauf Markenblätter abgeliefert. alfo 29,23 Proz. keine Tantiemen benutzt. Die Dividende bleibt mit 5 Proz. so hoch wie finderlos, 51 Jahre alt. sucht Lebensgefährtin". Es feien darauf Es stehen also noch zahlim Vorjahre. auch reichlich Offerten eingegangen. Mit der Annonce habe er aber Markenblätter Gekauft haben Bei der Ersten Berliner Malafabrit A.-G. stieg der beabsichtigt, Bekanntschaften zu machen, um auf Grund der Erleb- reiche Mitglieder auf dem Papier. Waren bis 100 M. 12 702 Mitglieder, bis 200 M. Bruttoertrag von 223 200 auf 300 000 M., der Reingewinn von niffe, deren Erzählung er von den Bekanntschaften erwartete, 110 700 auf 217 100 M. Die Dividende wird von 5 auf 9 Proz. Novellen zu schreiben. Seiner Frau habe er nichts mitgeteilt, weil 19 173 Mitglieder, bis 300 M. 14 940 Mitglieder, bis 400 M. erhöht. ihn die ausgelacht hätte. Nichtig sei, daß er die Annonce auf einen 9017 Mitglieder uff. Viele Mitglieder haben infolge des Kalinder Die A.-G. Schwabenbräu in Düsseldorf bringt die Ver- falschen Namen abgeholt hätte. Das sei feines Strieges ihren Haushalt aufgelöst und haben ihren Wohnsis teilung einer Dividende von 8 Proz.( gegen 7 Proz. i. V.) in Vor- wegs geschehen, um Verbrechen vorzuarbeiten, sondern um sich bei verlegt, weshalb sie als Käufer nicht mehr in Betracht kamen. schlag und bemerkt dazu im Geschäftsbericht: Da die im vorigen Empfangnahme der Annoncen zu legitimieren. Bu demselben Zweck Geichäftsbericht geäußerte Befürchtung, daß mit einem ftarten Abfag babe er in seinem Taufschein den Namen in Kalinder geändert. Durchschnittlich hat jedes kaufende Mitglied 267,06 M. Ware aus den Verkaufsstellen entnommen. rüdgang zu rechnen fei, nicht eingetroffen, der Abfaz im Gegen- Mit Frida Kliem sei er nie in Verbindung getreten. Ein mit dem Was die Produktivbetriebe der Genossenschaft betrifft, so teil um mehrere Tausend Hektoliter gestiegen ist. außerdem die Ge- Namen Adolf Mertens an die Kliem gerichteter Brief mit einer fchäftslage nicht mehr so ungeflärt erscheint wie im Borjahre, konnte steht die Bäckerei an der Spitze, stieg doch der Gesamtumsatz die Erhöhung der Dividende um 1 Proz. vorgeschlagen werden." in der Bäckerei von 3 206 393 M. im Vorjahre rühre nicht von ihm her, wenngleich er zugeben müsse, daß die 4714 004 M. in diesem Jahre. Am Gesamtumfaß der Geauf Handschrift seiner sehr ähnlich sehe. Bei der Kliem find auch mehrere Zettel vorgefunden, die darauf nossenschaft ist die Bäckerei mit 26,45 Broz. gegen 18,5 Proz. Das Generalfommando des XI. Armeekorps hat die von der hindeuten, daß die kliem mit dem Adolf Mertens auch persönlich in im Vorjahre beteiligt. Im Berichtsjahre wurden verbraucht: Brauereivereinigung in Cassel beschlossene Erhöhung der Bierpreise Verbindung getreten sein muß. Auf einen solchen Bettel hat die 7496 525 Kilogramm Roggenmehl, 1917 282 Kilogramm um 5 M. pro Hektoliter verboten. Dieses Verbot ist auf eine Sliem geschrieben:„ Adolf Mertens, Du wirst niich bald heiraten!" Weizenmehl und 537 950 Stilogramm Ersatz- Brotmehle, wic Aktion des Mitteldeutschen Gastwirteverbandes zurückzuführen, der Auf einem anderen Bettel stand geschrieben: Der 17. Juni Kartoffelmehl usw. dem Generalfommando die enormen Dividenden der Brauereien wird für mich erfreulich werden; ich werde einen Der Bericht geht im einzelnen auf die Entwickelung der unterbreitet hat. Auch in Berlin und an anderen Orten haben die Ausflug machen, aber- entgegen meiner Ges Brot- und Mehlversorgung Groß- Berlins während des Krieges Brauereien die Erhöhung der Bierpreise mit ihrer wirtschaftlichen wohnheit- nicht per Rad."- Der Angeflagte ein und legt die Schwierigkeiten der Mehlbeschaffung aus verNotlage begründet. Trotzdem haben sie, wie oben angegeben, tann dazu nichts jagen. Er bleibt dabei, daß er die Kliem Dividenden bis zu 16 Prozent verteilt. Es steht daher zu erwarten, persönlich nie kennen gelernt habe. schiedenen Gemeinden dar, welche wiederum die Berdaß auch an diesen Orten die Zurücknahme der Preiserhöhung an- Der Angeklagte ist nachweislich auch in Leipzig unter falschem forgung der in bestimmten Gemeinden wohnenden Mitglieder geordnet wird. Namen aufgetreten. Das gibt er zu, vermag aber eine Ertlärung mit Brot erschwerten.
Verbot der Bierpreiserhöhung.
Rendezvouseinladung
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