Nr. 331. 32. Jahrgang.
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21. Sizung vom Dienstag, den 30. November, nachmittags 2 Uhr.
Am Bundesratstisch: Delbrüd, helfferich und andere. Vor Eintritt in die Tagesordnung hält
Präsident Dr. Kaempf
eine Ansprache, in der zunächst auf die militärischen Erfolge der Zentralmächte, Bulgariens und der Türkei hingewiesen wird. Dann fährt er fort: Wie sich unsere Gegner in unserer finanziellen Kraft getäuscht haben, so täuschen sie sich auch in der Beurteilung unserer wirtschaftlichen Stärke. Was im besonderen die Lebensmittelfrage betrifft, so sind wir mit Getreide und Kartoffeln, den wichtigsten Volksnahrungsmitteln, reichlich versehen. Daß an anderen Lebensmitteln zum Teil Knappheit herrscht, kann nicht bestritten werden, wird auch allseitig zugegeben. Aber die Härten, die daraus für einen großen Teil der minderbemittelten Bevölkerung entstanden sind, werden überwunden werden durch die Organisation, die dem Lebensmittelmarkt während des Krieges gegeben wurde, und die es auch dem Minderbemittelten ermöglichen wird, zu erschwinglichen Preisen die notwendigen Nahrungsmittel sich zu verschaffen. Militärisch wie finanziell und wirtschaftlich haben wir daher vollsten Grund zu fester Entschlossenheit und unerschütterlichem Vertrauen in die Zukunft. Die Einigkeit der deutschen Stämme hat das Reich aufgebaut, die Einigkeit des gesamten Volkes ist jetzt und in Bufunft die feste Grundlage für die Sicherheit, in der wir der Zukunft entgegengehen und die verhindern wird, daß das Reich von neuem durch frevelhafte Angriffe in eine Lage versezt werde, die diese großen Güter in Frage stellen könnte.
Das Haus ehrt das Andenken des verstorbenen Abgeordneten Wamhoff( natt.) in der üblichen Weise.
Es folgt der Antrag Schiffer und Genossen, betreffend Abänderung des Gesetzes über den Belagerungszustand, wonach bei Keir, ten Bergehen an Stelle der Gefängnisstrafe auch Geldstrafe foll treten fönnen.
Abg. Scheidemann( Soz.):
Wir bedauern, daß dieser Antrag in der vorigen Tagung nicht schon erledigt worden ist. Indem wir ihm zustimmen, find wir aber weit davon entfernt, dadurch unsere sämtlichen Beschwerden über die Handhabung des Belagerungszustandes als erledigt zu betrachten und wir behalten uns vor, im weiteren Verlauf der Tagung auf den Gegenstand zurückzulommeu.
Der Antrag wird angenommen.
Die Dentichrift über die Herabsetzung der Altersgrenze und die Vorlage über die Kriegsabgaben der Reichsbant werden debattelos der Butgetkommission überwiesen. Es folgt die erste Beratung der Vorlage über die vorbereitenden Maßnahmen auf
Besteuerung der Kriegsgewinne. Reichsschatzsekretär Helfferich:
Gäste im taiserlichen Hauptquartier im besezten Belgien . Diese Gegenüberstellung soll natürlich die Parteigenossen und Arbeiter gegen uns vier und gegen die Fraktionsmehrheit aufheben. Die beiden Zellen sind so düster wie möglich und je ein Wasserkrug und ein Stüdchen Brot sollen andeuten, daß, während die beiden erwähnten Genossinnen bei Wasser und Brot im Kerfer darbten und litten, wir vier im Hauptquartier schlemmten. Das eine ist ebenso unwahr wie das andere: die Genossinnen sind nicht bei Wasser und Brot inhaftiert und wir waren im Hauptquartier nicht einmal so viel Stunden wie nachher Tage an der Front und in Belgien . Aber die Genossinnen Luremburg und Bettin sollen eben als arme Lazarusse, wir aber als Brasser hingestellt werden.
Mittwoch, 1. Dezember 1915.
Aus Industrie und Handel.
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Kriegsgewinne.
Die Attienbrauerei Neustadt- Magdeburg erhöht ihre Dividende von 4 auf 6 Prozent.
Die Bleiindustrie A.-G. Freiberg zahlt 12 Prozent Dividende gegen 8 Prozent im Vorjahr.
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Die Vereinsbrauerei Herrenhausen- Hannover A. G. verzeichnet eine Steigerung des Reingewinns von 376 115 M. auf 507 450 M. Die Dividende beträgt 15 Prozent gegen 10 Prozent im Vorjahre. Das Hofbrauhaus Coburg beantragt wieder eine Verteilung von 15 Prozent Dividende.
Höchstpreise für Stroh.
Da fällt mir eine Stelle aus einem Briefe ein, den ein befannter und sehr radikaler" ostelbischer Parteigenosse neulich an einen ebenso bekannten, von der Opposition sehr gehaßten Parteischriftsteller gerichtet hat. Da heißt es: Mögen Sie weiter im Tale der Besizenden wandeln, ich bleibe meinen Der Reichsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, woGrundsägen und den Besitzlofen treu Macht nun, was nach die Grenz- und Höchstpreise für Stroh erhöht werden Ihr wollt! Ich nehme jetzt meine Jagdflinte unter für tausend Kilogramm um je 15 M. für Stroh, das im Dezember, den Arm und pirische in meinen ausgedehnten um je 10 M. für Stroh, das im Januar und um je 5 M. für Stroh, das im Februar geliefert wird. Der Höchstpreis für Häcksel
Wäldern".
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Aus Groß- Berlin.
Die Feldpost und ihre Arbeit.
Ich bin nun sowohl bei Anhängern der Mehrheit wie der wird erhöht um 5 M. für tausend Kilogramm. Dieser Höchstpreis Minderheit auf helle Entrüstung über die mit diesem Bilderbogen erhöht sich um 15 W. für Häckfel, der im Dezember, um 10 M. für verübte Gemeinheit" gestoßen, aber ich kann diefe Entrüstung Häckiel, der im Januar und um 5 M. für Häcksel, ter im Februar nicht teilen. Erstens fenne ich die Macher der Oppofition viel zu geliefert wird. Diese Bestimmungen treten am 29. November lange und zu genau, um mich über sie zu entrüsten; aweitens in Kraft. erwerben sie sich mit dem Machwerk vielleicht ein Verdienst. Sollte es bei den Parteigenoffen die beabsichtigte Wirkung auslösen, so ist, vom Standpunkt als Parteimitglied aus gesehen, diese Erfahrung zwar schmerzlich, aber doch sehr lehrreich, wie herrlich weit wir es in vierzigjähriger Aufklärungsund zehnjähriger spezieller Bildungsarbeit gebracht haben. Freis lich, den Antisemiten und dem Reichsverband gegen die Sozial- In der, Urania" sprach der Geheime Postrat Große demokratie hätten wir dann manches abzubitten. Sollten sich die über„ Die deutsche Feldpost im Weltkrieg". Urheber aber in der erhofften Wirkung getäuscht sehen, wird die Sein Vortrag, durch eine lange Reihe von Lichtbildern unterStunde kommen, wo man mit einer Clique abrechnen kann, die innerhalb der mit so ungebeuren Opfern und Mühen aufgebauten stügt, gab einen lehrreichen Einblick in die mühevolle Arbeit Partei nach Reichsverbandsmethoden eine systematische Heze be- der Feldpost und bedeutete für die Vielgeschmähte eine Ehrentreibt, zum Gaudium und innigen Vergnügen aller Neaktionäre rettung. Von den außerordentlichen Schwierigkeiten und und Arbeiterfeinde. Hindernissen, mit denen die Feldpost zu kämpfen hat, können Wenn Schöpflin, nach einem ersten, nicht ganz wortfargen Tempera- wir Daheimgebliebenen uns und oft selbst unsere im Felde mentsausbruch allerdings, geduldig der Stunde harren will, wo er mit liegenden Krieger sich schwer eine rechte Vorstellung machen. der von ihm so liebenswürdig charakterisierten„ Clique" abrechnen zu Gewiß, wir alle haben den Wunsch, daß zwischen Heer fönnen hofft, so haben auch wir keine Ursache, des näheren zu untersuchen, und Heimat jederzeit die Verbindung aufrecht erhalten Es ist begreiflich, daß Unmut uns und die wer nach Reichsverbandsmethode systematische Heze" betreibt und wessen literarische und sonstige Leistungen am meisten zum Gaudium Unseren da draußen überfommt, wenn Feldpostsendungen und innigen Vergnügen aller Reaktionäre und Arbeiterfeinde" bei- erst mit großer Verspätung bestellt werden oder in Verlust geraten. Man bedente aber, welche ungeheure Flut von zutragen vermögen.
bleibt.
Nur das erregt unser lebhaftes Erstaunen, daß Genosse Briefen und Paketen in diesem Kriege sich über die FeldpostSchöpflin, der für ihm unfair und geschmacklos erscheinende Hand- anstalten ergießt und wie gerade dieser Strieg mit seinen lungen anderer Parteigenossen so dröhnende Brusttöne sittlicher häufigen Truppenverschiebungen die Bestellung erschwert. Was Entrüftung findet, im gleichen Augenblid mit feineswegs loyalen die Feldpost da leisten muß, zeigten Vortrag und Lichtbilder feit diefer Steuer ist Gemeingut des ganzen Bolles, nur über die jahrzehntelang stillbescheidene Parteiarbeit geleistet hat, und der, Millionen Sendungen, dagegen stellte in 1914/15 das erste Jm Kriege 1870/71 brachten 82 Monate nur 89% Die Ueberzeugung von der fittlichen und finanziellen Notwendig- Mitteln einen Parteigenossen lächerlich zu machen sucht, der sehr anschaulich. Ausgestaltung im einzelnen gehen die Meinungen aus- seitdem ihn ohne jedes eigene Zutun die Parteigenossen auf einen einander. Heute handelt es sich um um ein vorläufiges Ge- nach außen sichtbaren Bosten gestellt haben, sicherlich sichtbaren Bosten gestellt haben, sicherlich viel Kriegsjahr die Feldpost vor die Riesenaufgabe, 4000 fez. Wir gehen davon Millionen Sendungen zu bewältigen. Das Personal aus, daß jeder, der in der weniger Anlaß zu humoristischer Beleuchtung gegeben hat, Lage ist, in dieser schweren Kriegszeit seine materiellen Verhältnisse als andere im Vollgefühl ihrer Bedeutung sich blähende Personen. fonnte bei weitem nicht in demselben Maße vermehrt werden, zu verbessern, die Pflicht hat, einen ansehnlichen Teil seines VerDer Genosse, dessen angeblich unfreiwillig komischen Privat- und überdies mußte man zum allergrößten Teil Personen mögenszuwachses dem Vaterlande zu opfern. Gegen die allgemeine brief Genosse Schöpflin ohne jede äußere oder innere Veranlassung ohne Fachkenntnisse nehmen. Erfassung des Vermögenszuwachses, gegen eine Besteuerung über das Gebiet der Gewinne an direkten und indirekten Kriegslieferungen zitiert", hat obendrein die ihm von Schöpflin unterschobenen Säße hinaus, find Einwendungen laut geworden. Darauf einzugeben gar nicht geschrieben. Ist doch die Chemnitzer Boltsstimme" widerstrebt mir, ich hoffe es wird auch Ihnen widerstreben, die ge- nachträglich genötigt gewesen, folgende Erklärung abzudrucken: plante Gewinnsteuer als eine Art Strafe gegen Kriegsgewinne zu behandeln. Die Steuer ist feine Strafe und keine Zuchtrute, sondern eine Ehrenpflicht, genau wie die allgemeine Wehrpflicht.
Nochmals sozialdemokratische Bilderbogen.
Zu dem unter dieser Spigmarle fürzlich in der Chemniter „ Bollsstimme" veröffentlichten Artikel des Genossen Schöpflin möchte ich bemerken, daß die dort zitierte Stelle aus dem Briefe eines befannten ostelbischen Parteigenossen von den Worten an: Tut was ihr wollt" dem Wortlaut und Sinne nach unrichtig wiedergegeben ist.
Die Schwierigkeit beginnt für die Beförderung von Feldpostsendungen oft schon in der Heimat mit dem Augenblid, wo sie auf dem Postamt aufgeliefert werden. Eine fast unglaublich große Zahl von Briefen und Paketen wird falsch adressiert bzw. mangelhaft verpackt, im Durch schnitt pro Tag 140 000. Die Mängel der Verpackung haben besonders in den ersten Monaten dazu geführt, daß ungezählte Pakete unterwegs in den Postsäcken auseinander fielen, ihren Inhalt verstreuten und unbestellbar wurden, Gegen die Fehler Konrad Haenisch. der Adressierung fämpfen Belehrung in Volksschulen und FortDie Tatsache, daß Schöpflin einen Privatbrief gröblichst ent- bildungsschulen, Aushängung aufklärender Feldpostmerkblätter stellt, bloß um einen feiner Anschauung wegen ihm unsympathischen auf Bostämtern, tätige Unterstügung der mit Behandlung von Genossen als tomische Figur erscheinen zu lassen, beweist hinlänglich, Feldpostsendungen nicht vertrauten Absender in den zu diesem Zweck wie es häufig um die verfolgte Unschuld von Leuten bestellt ist, die eingerichteten Kriegsschreibstuben. Aber es bleiben noch genug andere der systematischen Heze zeihen. Irrtümer und Nachlässigkeiten, die der Feld post ihre Arbeit erschweren oder ihr die Anbringung von Pateten und Briefen ganz unmöglich machen, zur Verwunderung und zum Aerger der ahnungslosen Absender, die immer wieder nur bei der Feldpost die Schuld suchen. Nötig ist, daß unsere Krieger ihre Adressen in vollständigster Genauigkeit den Angehörigen daheim melden und daß wir die Adressen gänzlich unverändert und wortgetreu auf den Sendungen vermerken. Schon die geringste Aenderung kann ärgste Verwirrung anrichten, weil viele Truppenteile leicht miteinander zu verwechselnde Bezeichnungen haben. Vortragender
Aus der Partei.
Mißbräuche beim Erwerb sind ja vorgekommen, sie sind aber gegenüber den ungeheueren Leistungen nur verschwindend gering. Wir fönnen nicht diejenigen besteuern, die mit Aufbietung aller Kräfte das Heer und die Bevölkerung in den Stand gesezt haben, durchzuhalten, während der Kapitalist, der etwa an merikanifchen Papieren erhebliche Gewinne gehabt hat, feiner Steuer unterliegen foll, weil er nicht für den Krieg gearbeitet hat. Wir werden auch im Interesse unserer Finanzen nach dem Kriege auf einen ergiebigen Ertrag der Steuer nicht verzichten können. Der Kriegsbesteuerung wird ein dreijähriger Zeitraum zugrunde gelegt. Für große Erwerbszweige nicht nur der Industrie, sondern Einigermaßen rätselhaft bleibt nur die Leichtfertigkeit, mit der auch der Landwirtschaft, ist die sogenannte Striegstonjunktur teine Schöpflin sich der unausbleiblichen Brandmarkung seines Verfahrens einheitliche. Manches Unternehmen, das im ersten Kriegsjahr glänzend verdient hat, kann in der Folgezeit nur schwer durchhalten. ausiegen fonnte. Denn daß er selbst das Opfer einer falschen InDa wäre die Beibehaltung der furzen Frist eines einzelnen Jabres formation geworden sein könnte, scheint doch wohl völlig ausnicht nur eine große Härte für diese Betriebe, sondern auch eine gefchloffen zu sein. Schädigung unserer gesamten Bolkswirtschaft. Eine Abweichung des fommenden Gefeßes von dem System des Besitzsteuergesetzes wird darin bestehen, daß neben dem reinen Vermögenszuwachs auch die Einkommensverhältnisse bei der Bemessung der Steueriäße voraussichtlich Berücksichtigung finden werden, und daß auch die Zum Parteikonflikt in Württemberg . juristischen Personen zur Kriegsgewinnsteuer herangezogen werden. Gegen die Maßnahmen des Parteivorstandes und seine Stellung gab Proben von Mißverständnissen und völlig sinnAuf die naheliegende Frage, welches nun die Steuersäge sein werden, fann ich heute noch eine Antwort geben, es sind hierüber noch nahme im württembergischen Parteikonflikt hatten die alte Orts- losen Adressen, die fast wie die Einfälle alberner„ WizzErwägungen bei den Regierungen im Gange. Jedenfalls werden fie bereinsleitung in Stuttgart und die alte Kreisvereinsleitung in bolde" aussahen. Unter großer Heiterfeit las man da von ganz erheblich über das bisher gewohnte Maß der Einkommens- und Göppingen Beich werde bei der Kontrolltommission einem„ fomponierten Landwehrregiment", von einem„ RabBermögenssteuerfäße hinausgehen, und wir werden wohl nicht, wie erhoben. Diese hat nunmehr über die Beschwerden entschieden und binerregiment", von einer Flunterabteilung" usw. England, einheitliche Säge für große und fleine Gewinne einführen, fie als unbegründet zurüdgewiesen.dendenwollendes. Gelächter begrüßte einen im Lichtbild wiedersondern die Säge nach der Größe der Kriegsgewinne staffeln.( Bu stimmung.) Das definitive Gesez wird Ihnen voraussichtlich mit dem Etat für 1916 im März kommenden Jahres zugehen. Ohne weitere Debatte wird auf Antrag des Abg. Baffer. mann( natl.) die Vorlage dem„ Ausschuß für die Reichshaushalts- folgender Mitteilung: verwaltung"( dies neue deutsche Wort für Budgetkommission wird mit Heiterfeit aufgenommen) überwiesen. Dem Präsidenten wird überlassen, den Tag der nächsten Sigung nach dem Verlauf der Kommissionsberatungen festzusetzen. Schluß: nach 3 Uhr.
Systematische Hehe und
Erklärung.
Genosse Dr. Leo Arons bittet uns um Aufnahme Wie andere Zeitungen berichtet der Vorwärts" in Nr. 330, daß ich der feierlichen Gründungsversammlung der Deutschen Gesellschaft von 1914" beigewohnt hätte. Ich habe seinerzeit einer Aufforderung des Rektors der Universität folgend meine Mitglied schaft bei der Gesellschaft erklärt; der Gründungsversammlung fonnte ich schon deshalb nicht beiwohnen, weil mein Gesundheitszustand mir die strengste Burüdgezogenheit aufnötigt.
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Nicht
gegebenen Feldpostbrief an Schüße Sepp Steinhuber, Kurze Marine Mörser Abteilung, Belgische Küste", mit dem Zusatz: „ Sacra, das ist schon der 4te Brief, drei sind nicht angekommen, der muß doch aufzufinden sein. Den kennt hier jedes Kind. Fragt nur mal ordentlich nach dem roten Sepp". Viele Briefe und Pakete kommen infolge mangelhafter Adressierung nicht über die erste Station hinaus, über die Postsammelstellen, deren es im Deutschen Reich 23 für die Feldpost gibt. Eisenbahnzüge bringen aus allen Richtungen Hunderttausende und Millionen Sendungen heran: die Sammelstelle Berlin hat täglich 4000 Störbe voll. In Grobund Feinsortierstellen besorgt ein Heer von Hilfskräften die Trennung nach großen und fleinen und immer fleineren Truppenteilen, wobei 17-18 000 Einheiten für die Sortierung in Frage kommen.
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Agitationserfolg. Auch in fleineren Orten bringt uns die jetzt verfolgte Unschuld. wieder mehr einfegende Agitation in Versammlungen erfreuliche Erfolge. Am Sonntag sprach Genossin Wulff- Breslau in GottesGenosse Schöpflin verwahrt sich in der„ Chemnizer Volksberg und Weißstein( Kreis Waldenburg i. Schl). Beide Versammstimme gegen die fyftematische Heße", die gegen ihn und einige ungen waren gut besucht. An 40 neue Aufnahmen für die Partei versandfertig gemachten Bunde eingesackt und auf den Eisen
Gesinnungsgenossen von der Opposition der Partei geübt werde. Um was es sich handelt, schildert er folgendermaßen:
Sind die Berge von Sendungen bewältigt, so werden die bahnen nach ihren Bestimmungsorten verladen. An der Grenze gehen sie auf die militärischen Etappenstraßen über, und an diesen Uebergangsstellen, den Zeitpunkten",
In Berliner Parteifreisen, natürlich auch an den anderen Waffenplätzen der Opposition, wird gegenwärtig ein Bilder- Die sozialdemokratische Parteiversammlung der Stadt Zürich fezt die Tätigkeit der eigentlichen Feldpoft ein. Auf den bogen verbreitet, der eine Reproduktion des Bildes enthält, das hat gegen eine Stimme den Genossen Otto Lang, derzeit Präfident Etappenstraßen hat nicht, wie Ünkundige meinen, die FeldEbert, David, Scheidemann und mich in Gesellschaft von des Obergerichts des Kanton Zürich , als Kandidaten für die am post freie Hand, sondern den Vorrang beanspruchen TransOffizieren an der belgischen Küste darstellt; ferner in den beiden 5. Dezember stattfindende Ersagwahl in den Stadtrat als Eriaz für porte von Munition, Proviant usw. Bei den geheim zu oberen Ecken die Genoffinnen Luxemburg und Bettin in der den verstorbenen Genossen Erismann aufgestellt. Lang hat die haltenden Truppenverschiebungen muß sie für das betreffende Gefängniszelle präsentiert. Das sollen Bilder ohne Borte" Kandidatur angenommen, damit erhält die Arbeiterschaft wieder Gebiet ihre Tätigkeit bis auf weiteres einstellen, so daß fein, jedoch ist unter dem Bilde der Frau Luxemburg zu lesen: einen tüchtigen Vertreter im Büricher Stadtrat. Wahrscheinlich Eisenbahnzüge voll Sendungen Tage hindurch zurückgehalten Rosa Luxemburg im Weibergefängnis Berlin , Barnimstraße, werden die Bürgerlichen einen Gegenkandidaten nicht aufstellen. werden. und unter dem anderen: Klara Zetkin im Untersuchungsgefängnis
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in Karlsruhe . Meine Reisegenoffen und ich werden mit den Borten vorgestellt: Bier sozialdemokratische Abgeordnete als
Groß sind die Schwierigkeiten, mit denen die mobilen Feldpostanstalten, die von denen der Etappen die Sendungen zur Weiterleitung übernehmen, zu