Nr. 189. 33. Jahrgang.
Mittwoch, 12. Juli 1916.
Heute Mittwoch, den 12. Juli: Zahlabend in Groß- Berlin.
Das tägliche Brot.
Zur Käsceinfuhr.
ringeren Alters, die wir unter den Almosenempfängern sehen, Stadtmedizinalrates Dr. Weber für den Stadtbezirk Berlin er wird immer mindestens eine Beeinträchtigung der Erwerbs- richtet worden. Von leitenden Aerzten der städtischen Krankenhäuser fähigkeit vorliegen. Daß nicht Leute, die noch kräftig gehören ihr die Geheimräte Klemperer und Suttner sowie und ausreichend erwerbsfähig sind, der Armenpflege zur Last Professor Magnus- Levy, seitens der Berliner Aerzteschaft die Geheimräte Alexander und Joachim und Sanitätsrat Die Zentraleinkaufsgesellschaft weist gegenüber den immer fallen, dafür sorgt schon die den Armenkommissionen vor- moll iowie die Stadtverordneten Geheimrat Lazarus und wieder auftauchenden Gerüchten von einer Freigabe der Käse geschriebene strenge Prüfung aller Unterstüßungsgesuche. Dr. Weyl und von den Krankenhausverwaltungen Geheimrat Ohl. einfuhr darauf hin, daß die Zentralisierung unverändert in Kraft Die Zahl der im Greiſenalter stehenden Almosenempfänger müller und Direktor Diesener an. In der Zentralstelle werden ist, mit Ausnahme der Einfuhr aus Norwegen und Schweden , die erscheint noch in besonderem Licht, wenn wir sie mit der alle Sonderbewilligungen von Nahrungsmitteln, dem Handel freigegeben ist, und der Einfuhr aus der Schweiz , zu Gesamtzahl aller Berliner Einwohner desselben Alters ver- die die Aerzte auf besonderen, im Medizinalamt zur Verfügung gestellten der der Handel unter gewissen Bedingungen, die von der Ver- gleichen. Da in 1915 die Volkszählung ausgefallen ist, so Attestformularen für ihre Kranken beantragen, nach vorangehender rechnungsstelle für Schweizertäſe, München 8, mitgeteilt werden, zu müssen wir auf die Volkszählung von 1910 zurückgreifen. vertrauensärztlicher Begutachtung einheitlich bearbeitet. Mehr als gelassen ist. Ueber 70 Jahre alt waren am 31. März 1910 unter ein Nahrungsmittel dürfte allerdings nur ausnahmsweise be Ein besonderes Merkblatt für Aerzte, Der Landwirtschaftsrat für hohe Kartoffelpreise. 8909 männlichen Almosenempfängern 2976, gleich 334 willigt werden können. das jedem Attestformulare beigegeben ist, unterrichtet über alle Der Deutsche Landwirtschaftsrat müht sich schon wieder, recht von 1000, unter 26 338 weiblichen Almoſenempfängern Ginzelheiten. Der Verkehr mit dem Medizinalamt geschieht durch hohe Preise für Getreide und Kartoffeln der nächsten Ernte zu er- 10 665, gleich 405 von 1000. In 1910 ergab nun aber die die Poſt. langen; er schreibt in seinem Wochenbericht: Volkszählung vom 1. Dezember, daß in Berlin überhaupt nur Statt Bewilligung von Sonderzulagen fann auch die Gewährung In der landwirtschaftkchen Pragis erwartet man mit Spannung 15 012 Männer und 30 848 Frauen über 70 Jahre alt waren. eines Mittagessens, das aus der Küche eines städtischen Krankendie noch fehlende Festsetzung der Höchstpreise für Getreide und Das heißt: Almosen erhielten 198 pro 1000 bauſes in drei verschiedenen Formen gegen Erstattung Kartoffeln, zumal verlautet, daß die Höchstpreise für Gerste aller Greise und 388 pro 1000 mittels aller der Selbstkosten geliefert wird, ärztlichen Attestes und Hafer gegenüber den Preisen des Vorjahres eine Ermäßigung Greisinnen. Diese Anteilziffern sind so hoch, daß mancher beantragt worden. Für diesen Fall ist natürlich die Einziehung erfahren würden. Außerdem wird voraussichtlich der Höchsteines Teiles der Nahrungsmittelfarten vorgesehen. Der Beginn der preis für Frühfartoffeln, der auf 10 M. für den Bentner ſie kaum für möglich halten wird. Bis 1915 werden sie sich festgesezt ist, vom 1. August ab etwa alle zehn Tage nicht wesentlich geändert haben. worden. Auf Grund einer am legten Freitag im Medizinalamt mit eine staffelmäßige Sentung um je 1 M. für den Bentner bis Vertretern der Nachbarstädte und Kreise stattgehabten Besprechung zum 1. Oktober erfahren, um dann für die Spätkartoffeln auf der ist zu hoffen, daß die übrigen Kommunalverwaltungen Groß- Berlins Höhe von etwa 4 M. für den Zentner zu beharren. Wir stehen auf diesem Vorgehen sich anschließen werden, damit eine im gleichen dem Standpunkt, daß ein bleibender Höchstpreis von Interesse der Kranken und Aerzte liegende Einheitlichkeit gewahrt 4 M. für den Zentner zu niedrig ist, da er dem Futterwert der Kartoffeln im Kriege, der mit Rücksicht auf die hohen Preise für Kraftfuttermittel und tierische Produkte mindestens 5 M. beträgt, nicht entspricht. Je mehr der Höstpreis unter diesem Futterwert bemessen wird, desto schwieriger wird sich wieder die Versorgung der Bevölkerung mit Speisekartoffeln gestalten. Wir würden es deshalb geradezu für verhängnisvoll ansehen, wenn der Höchstpreis auf nur 4 M. bemessen würde.
Unentgeltliche Arbeitskräfte für die Landwirtschaft. Das Provinzial- Schulkollegium in Koblenz hat die Leiter der böheren Schulen angewiesen, unter den Schülern der Mittel- und Oberklassen solche zu ermitteln, die bereit und körperlich fähig sind, sich während der Herbstferien Landwirten als Erntearbeiter zur Verfügung zu stellen. Es hat sich schon eine große Anzahl junger Leute gemeldet. Die Landratsämter dienen als Vermittelungsstelle. In einer amtlichen Bekanntmachung heißt es:
Der Bankdiebstahl.
abgabe von Krankenmittagstisch ist für den 24. Juli 1916 vorgesehen
wird.
Der flüchtig gewordene Bankangestellte Stephan und seine Geliebte, die Plätterin hörasch, sind froh umfangreicher Nachforschungen noch nicht ergriffen. Es wird vermutet, daß sich dieselben noch irgendwo in Berlin aufhalten. Die Unterschlagungen, Gegen Umgehung der Gastwirtschafts- Speiseverordnung. die Stephan begangen hat, sind noch erheblich höher, als ursprünglich Der Magistrat schreibt uns: Nach§ 15 der Verordnung des angenommen wurde, sie belaufen sich nach den bisherigen Fest- Magistrats über die Regelung des Fleischverbrauchs dürfen Brote stellungen auf etwa 300 000 mart. Stephan muß die Unter- und Brötchen mit faltem Aufschnitt in Schank- und schlagungen bereits längere Zeit vorbereitet haben. Die Ausführung Speisebetrieben ohne Fleischkarte abgegeben und entnommen werden. wurde ihm dadurch erleichtert, daß der Tresorverwalter, dem er be- Der Magistrat ist sich bei Schaffung dieser Bestimmung über die sonders unterstellt war, am 15. Juni auf Urlaub ging. Seitdem Möglichkeit einer Umgebung sehr wohl im Klaren gewesen. Wenn hatte er noch mehr Bewegungsfreiheit und leichter Zutritt zu den er sich gleichwohl dazu verstanden hat, die Sondervorschrift aufWerten, zumal da er in einigen Dienstgeschäften den beurlaubten zunehmen, so hat er das im Interesse vornehmlich der fleineren Be Beamten vertrat. Die weiteren Ermittelungen, die sofort angestellt triebe, die schon schwer zu kämpfen haben, sowie im Vertrauen auf wurden, förderten bei einer Hausdurchsuchung wichtige Briefe und Vergünstigung getan. Es hat sich leider herausgestellt, daß das Vereine loyale Durchführung der den Gastwirtschaften hiermit gewährten Schriftstücke anderer Art zutage. So kam man auf eine geschäft- trauen des Magistrats in gröblichster Weise getäuscht worden ist und liche Verbindung Stephans mit einem Kleinbankgeschäft. Nach- wird. Es ist zur zweifelsfreien Kenntnis des Magistrats gelangt, forschungen, die dort veranstaltet wurden, ergaben, daß der Un- daß insbesondere in großen Lokalen Schüsseln mit faltem Aufschnitt Es kann den Landwirten, denen es an Arbeitskräften getreue mit dem Geschäft zuerst am 16. v. Mts. in Verbindung ge- sowie auch warmer Braten auf Broten als belegte Brote abgegeben während der Ernte fehlt, nur dringend empfohlen treten war. Er setzte damals für 48 000 M. Berliner Straßenbahn- werden. Es ist ferner vorgekommen, und zwar in zahlreichen werden, die Hilfe dieser jungen Leute, die eine unentgeltliche ist, Obligationen in 64 709 m. bares Geld um. Ein anderes Geschäft Fällen, daß der Fleischkarte unterliegendes Fleisch auf den Speises in Anspruch zu nehmen. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß diese machte er mit russischen Wertpapieren. Schon bei dem ersten Be- farten ohne weiteres als martenfreies Fleisch ausgegeben und in Ausübung einer vaterländischen Pflicht mit großer Begeisterung suche deutete er dem Kleinbankier an, daß er aus patriotischen reichen Restaurants eine so außerordentliche Menge Kopffleisch vor serviert wird. Endlich ist die Erfahrung gemacht, daß jezt in zahlund Energie ans Werk gehen werden. Da die Tätigkeit eine Gründen russische Werte abstoßen wolle. Er handen ist, wie dies in früheren Zeiten nie der Fall gewesen. Alle unentgeltliche sein wird und da es sich um gut erzogene spielte hierbei den Vermittler einer hochstehenden Person. Stephan brachte diese in offenbarem Widerspruch zu dem Zweck und Sinn der Fleischjunge Leute handelt, ist zu erwarten, daß sie in dem Familien- bann für 174 000 m. 4 proz. Rybinsk - Obligationen und tauschte dafür fartenregelung stehenden Gepflogenheiten können seitens des kreise der Herrschaft, z. B. Ginnehmen der Mahlzeiten, mit dieser aufgenommen werden. Auch wird für eine standesgemäße Schlaf- 173 808 m. in 4proz. ungarischer Staatsrente von 1910 ein. Bei Magistrats unmöglich länger geduldet werden. Wir erwarten, daß stätte zu sorgen sein. Empfehlen wird es sich ferner, den jungen einem anderen Bankgeschäft erhielt er für den Rest der gestohlenen diese öffentliche Ankündigung auf die beteiligten Kreise ihren EinLeuten auf deren Wunsch hin einen Arbeitsanzug unentgeltlich zu Straßenbahnobligationen 55 000 m. bares Geld durch Lombardieren. bruck nicht verfehlen und genügen wird, die Mißstände abzustellen. liefern, da man den vielfach weniger bemittelten Eltern nicht zu Stephan hat aber nicht allein mit hiesigen Kleinbankgeschäften, son. Sollte dies wider Erwarten nicht der Fall sein, so wird der Magiſtrat muten fann, noch Roffen für die Beschaffung neuer Kleider anstelle dern auch mit auswärtigen Bankhäusern in Verbindung gestanden. und zwar sowohl hinsichtlich der belegten Brote wie auch des Kopfnicht zögern, alle Sonderbestimmungen bezüglich der Gastwirtschaften der bei der unentgeltlichen Arbeit verbrauchten aufzuwenden. Dazu benutzte er die freie Zeit vom Sonnabend bis Montag, in der fleisches aufzuheben. Bekanntlich haben wir in den Städten nicht wenige Arbeitslose, er seinen Eltern eine Vergnügungsfahrt vorspiegelte. vor allem Frauen und Mädchen. Man kann daher zweifeln, ob es richtig ist, der Landwirtschaft unentgeltliche Arbeitskräfte zu liefern, zumal doch die Gewinne der Landwirte sehr wohl die Zahlung ausreichender Löhne zulassen. Wie aus der obigen amtlichen Notiz hervorgeht, machen übrigens meist größere Landwirte von den unentgeltlichen Arbeitskräften Gebrauch.
Aus Groß- Berlin.
Das Alter der Almosenempfänger.
Verdorbene Eier.
Im Kleinhandel mit Eiern ist es wohl überall üblich, daß man einer Hausfrau die schlechten Eier, die ihr etwa mitverkauft worden find, gegen gute umtauscht. Jetzt in der Kriegszeit hat sich freilich in dem Verkehr zwischen Händler und Kundschaft vieles geändert, so daß mancher vielleicht Lust haben wird, auch mit dem alten Brauch des Eierumtausches zu brechen. Klagen, daß tatsächlich die Zurücknahme schlechter Eier berweigert worden ist, sind uns bereits zugegangen. In einem von uns genauer verfolgten Fall, wo eine Filiale eines großen Buttergeschäfts an eine Arbeiterfrau drei schlechte Eier verkauft hatte
Städtevertreter im Beirat des Kriegsernährungsamtes.
Als Vertreter des Deutschen Städtetages sind in den Beirat des Kriegsernährungsamtes berufen: der Vorsitzende des Vorstandes des Deutschen Städtetages Oberbürgermeister Exzellenz Wermuth die Oberbürgermeister Goßler- Nürnberg, Scholz- Danzig, Dr. GlässingDarmstadt, Bürgermeister Dr Köttnen- Dortmund und der Geschäftsführer des Deutschen Städtetages Stadtrat a. D. Dr. Luther.
Die Kartoffelknappheit besteht weiter. Der Magistrat teilt mit:
Die Stadt Berlin hatte, wie die Armendirektion in und die Zurüdnahme verweigerte, wurde die Hilfe der Gier- eingetroffen feien, beruht leider auf Irrtum. Erst im Laufe der ihrem letzten Jahresbericht mitteilt, am 31. März 1915 einen verteilungsstelle( Berlin , Burgstraße 29) angerufen. Hier fand die nächsten Woche wird, wie zu erhoffen ist, die Zufuhr neuer Kartoffeln Bestand von 37 390 Almosenempfängern. Daran war be- Beschwerbeführerin bereitwilligen Beistand und unverzüglich wurde nach Berlin stärker werden. teiligt das männliche Geschlecht mit nur 9737, das weibliche von der Eierverteilungsstelle aus die Filialleiterin belehrt, daß der Spielplatz in der Jungfernheide. mit 27 653, d. h. es waren von je 100 Almosen- Händler die schlechten Eier, weil ja schon in dem ihm gemachten Der Zweckverband Groß- Berlin stellt der Groß- Berliner Jugend empfängern 26 männlich und 74 weiblich. Preis die Möglichkeit salcher Ausfälle berücksichtigt sei, zurücknehmen Schon der bedeutende Unterschied der Anteile beider Ge- fönne und müsse. In dem Geschäft war inzwischen der Eiervorrat einen in der Jungfernheide am Nordufer des Spandauer Schiffahrtsschlechter kann manchen überraschen, der vielleicht in ausverkauft worden, so daß jetzt ein Umtausch einstweilen nicht mög- fanals etwa auf der Mitte zwischen der Blößenseer Schleuse und Almosenempfänger den Reihen der lich war, aber man entschädigte nun die Frau mit einem Gutschein, dem Militär- Versuchsamt gelegenen Spielplatz zur Verfügung mit nach einer bielden sie bei dem nächsten Eierkauf in Zahlung zu geben hatte. Wenn dem Wunsche, daß das schön gelegene, durch russische Gefangene berbreiteten Meinung noch eine beträchtliche Anzahl auch die Schadenfrage hiermit zur Zufriedenheit der Frau gelöst war, geebnete Gelände noch während der Sommerferien ausgiebig benuzt ,, kräftiger Arbeiter" vermuten möchte. Noch lehrreicher ist so fühlte sie sich doch immer noch benachteiligt, weil sie bei der werden möge. Für Aufsicht und Leitung der Spiele sorgt die De aber das das Ergebnis einer Gruppierung der Almosen- Beschränkung des Eierverbrauchs auf nur zwei Eier pro wöchentliche putation für das Städtische Turn- und Badewesen in Berlin . Der empfänger nach dem Alter, wobei unterschieden werden möge Brotkarte in Verlegenheit geriet. Es ist dringend zu wünschen, daß Plazz wird von heute ab wie die Berliner Ferienpläge an den in Altersklassen von weniger als 20 Jahren, von 20-40, von die Händler sich gegen ein berechtigtes Umtauschverlangen nicht Wochentagen von 9-12 und von 3-7 Uhr für Schulkinder jeden 40-60, von 60-70, von 70-80, von 80-90, von mehr als sperren. Anderenfalls müßten wir den benachteiligten Hausfrauen Alters geöffnet sein. Außer den Schulen feien auch Turn- und 90 Jahren. raten, dem Beispiel jener Frau zu folgen und sich mit einer Sportvereine sowie die Jugendklubs besonders auf die neue, gerade Diese Altersklassen waren beteiligt an der Gesamt- chriftlichen Beschwerde an die Eierverteilungs an der Nordwestgrenze Berlins notwendige Spielgelegenheit bewenden, die dann für Abhilfe sorgen wird. Uns sonders hingewiesen. zahl der männlichen Almosenempfänger mit 41, 840, 2417, wird von Fachleuten die Auskunft gegeben, daß der Händler ber2908, 2887, 617, 27, d. h. an je 1000 mit 4, 86, 248, 299, pflichtet ist, selber die ihm zugeteilten Eier eins nach dem anderen Arbeiterbildungsschule. Die nächste naturwissen297, 63, 8, an der Gesamtzahl der weiblichen Almosen- zu durchleuchten, damit er die schlechten vom Verkauf ausschließen fann. fchaftliche Sonntagswanderung findet am nächsten empfänger mit 64, 906, 5064, 10 129, 9077, 2307, 106, d. h. Eben das ist in der Preisfestießung von vornherein berücksichtigt, so Sonntag, den 16. Juli statt. Sie führt von Fürstenwalde an je 1000 mit 2, 33, 183, 366, 328, 84, 4. Jassen wir alle über daß der Händler, wenn er verfebentlich doch noch ein schlechtes Ei aus über die Rauenschen Berge, die Markgrafensteine, Schar70 Jahre alten Almosenempfänger zusammen, so gehörten in den Handel bringt, burd) Umtausch keinen Schaden erleidet. Es müßelsee, die Soldatenberge nach Fürstenwalde zurüd. zu der Gruppe des Greiſenalters 3531 Männer von überhaupt mit der sie bei dieser Prüfung ihrer Ware verfahren, einen Verkauf gibt übrigens Eierhändler, die in Anbetracht der Sorgfalt, Abfahrt: Bahnhof Friedrichstraße ( Fernbahnhof) Per9737, gleich 363 von 1000, und 11 490 Frauen von überschlechter Eier durch ihr Geschäft für unmöglich halten und daher sonenzug 4. Klasse 6,53 morgens nach Fürstenwalde; Ankunft haupt 27 653, gleich 416 von 1000. Das heißt: weit über gegenüber einem Umtauschverlangen sehr mißtrauisch sind. Die Un- dort 7,56 Uhr, Fahrkosten 2,50 M.; Wegelänge 30 Kilometer. ein Drittel der männlichen Almosenempfänger und über zwei lust mancher Händler, jedes ihnen vorgewiesene schlechte Ei sofort Teilnehmerfarten zu 30 Pf. sind zu haben im Fünftel der weiblichen Almosenempfänger hatten bereits das zurückzunehmen, mag sich allerdings daraus erklären, daß es auch Bureau des Bezirksbildungsausschusses( Jugendsekretariat), Alter überschritten, das man das„ biblische" zu nennen pflegt. Sausfrauen geben soll, die in der eigenen Behausung die Gier viele sowie in den Bureaus der Wahlvereine des 4. und 6. Kreises. Ziehen wir auch noch die 60-70 Jahre alten Personen zu Wochen hindurch liegen und verderben lassen und dann noch einen dieser Gruppe, so mehrt sie sich bei den Männern auf 6489, Umtausch verlangen. Das ist durchaus unbillig und fann selbstMorgen Donnerstag, den 13. Juli, im Hörsaale der gleich 622 vom 1000, fast zwei Drittel, bei den Frauen auf verständlich keinem Händler zugemutet werden; denn wenn er gute Schule, Lindenstr. 3, 4. Hof rechts, 3 Treppen: Wissen21 619, gleich 782 von 1000, über drei Viertel. Man sieht. Eier verkauft hat und sie nachher nochmal durch gute ersetzenschaftlicher Einzelvortrag. Da auf diesen Tag der soll, erleidet er natürlich doch einen Schaden. Aber in dem von daß da wirklich nicht viel Almosenempfänger männlichen oder uns geschilderten Fall bestritt die Verkäuferin des Geschäftes nicht, 100. Geburtstag Gustav Freytags fällt, wird Genosse Ströbel weiblichen Geschlechts übrig bleiben, bei denen etwa noch eine daß die Eier dort, und zwar erst an demselben Tage gekauft waren. über das Thema: Gustav Freytag , ein literarigenügende Arbeitsfähigkeit zu vermuten wäre. Der Eierumtausch wird in der Kriegszeit dadurch erschwert, daß die scher Vortämpfer des jungen deutschen Kapi. Vielleicht wird aus dem bedeutenden Anteil des Greisen- Bare fnapp ist und eine Verbrauchsbeschränkung nötig gemacht hat. talismus sprechen. alters gar der Schluß gezogen, daß Armut wohl nicht sonder- Aus diesem Grunde liegt aber gerade dem Verbraucher sehr viel lich lebenverkürzend wirken könne, da so viele Almosen- daran, seine ihm zukommende Eierration auch wirklich zu erhalten. empfänger es zu hohem Alter bringen. Nein, umgekehrt Daher wäre zu wünschen, daß bei Unmöglichkeit sofortigen Umtauiches dem benachteiligten Kunden außer dem Gutschein für den wird ein Schuh daraus". Diese Zahlen lehren nur, daß nächsten Eierkauf auch ein Recht auf Erstabfertigung zugebilligt viele Personen hohen Alters unter die Almosenempfänger geraten. Hohes Alter, verbunden mit Kränklichkeit und Erwerbsunfähigteit, ist in der Armenpflege Berlins ein Hauptgrund für die Bewilligung Im Medizinalamt ist am Montag, den 10. Juli, eine 8en einer dauernden Unterstügung. Auch bei den Personen ge- ltr alstelle für Krantenernährung unter Zeitung des
würde.
Zentralstelle für Krankenernährung.
Eintrittspreis 10 Pf.
Eine große Kaninchenfarm beabsichtigt der Kanalisationszwed verband, dem die Gemeinden Wilmersdorf , Schmargendorf , Zehlen dorf und Teltow angehören, auf dem Gelände der Kläranlage bei Ruhlsdorf anzulegen. Die Anlage soll in großzügigem Maßstabe errichtet werden und etwa 30 000 Saniuchen aufnehmen können. Als Neuerung wird bei dieser Riesenfarm der Versuch gemacht werden, die Tiere nicht in Ställen unterzubringen, sondern sich im Freien aufhalten zu lassen. Zu diesem Zwecke wird das etwa dreißig