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Serr Müller Meiningen erärt die Annäherung zwischen Für den rücksichtslosen U- Bootkrieg. Fortschrittspartei und Nationalliberalen für dringend wünschens- Der nationalliberale Reichstagsabgeordnete Dr. Thoma wert. Diese Annäherung sei von Jahr zu Jahr größer geworden. Augsburg trat auf dem am Sonntag in Düsseldorf stattgefundenen Die Differenz in Wehr- und Kolonialfragen sei gänzlich überbrüdt, nationalliberalen Bertretertag für die Rheinproving in einer fulmi­und die Bekehrung der Nationalliberalen zur Forderung einer nanten Rede für den rücksichtslosen U- Bootkrieg ein. stärkeren Parlamentarisierung unseres öffentlichen Lebens werde wandte er sich mit aller Schärfe dagegen, daß die Polenfrage jest Gleichzeitig von der Fortschrittspartei mit aufrichtiger Freude verfolgt. gelöst werde.

Herr Heckscher meint, die Erkenntnis, daß für die Neu­gestaltung des öffentlichen Lebens, die Befreiung von Zunft- und bureaukratischen Fesseln, die Zusammenfassung aller liberalen Kräfte notwendig sei, werde sich nach dem Kriege mit elementarer Gewalt durchsetzen.

Das tägliche Brot.

ein

Die Ernährung im bevorstehenden Winter. Herr Stresemann denkt viel kühler und steptischer. Er Das Vorstandsmitglied des Kriegsernährungsamtes, General­hält eine Ginigung auf dem Boden des fortschrittlichen Programms iekretär Stegerwald, hat in Köln in einer vom christlichen für unmöglich. Die alten Gegensätze in der Auslandspolitik träten Gewerkschaftskartel einberufenen Versammlung über die Ernährung auch in der Gegenwart wieder scharf hervor. In den Fragen der in diesem Winter folgende Angaben gemacht: 250 Gramm Fleisch Kriegsführung wie der Kriegsziele seien die beiden werde man bestimmt der Bevölkerung während des ganzen Winters Parteien erbitterte Gegner geworden. Trozdem hält auch Strefe- gewähren fönnen. Bestimmte Schichten können voraussichtlich noch mann einen Zusammenschluß für notwendig, weil verschiedene mehr erhalten, da 20 Millionen Zentner Vieh mehr erzeugt worden Zeichen der Zeit dafür deutlich sprechen. Welche, sagt er mit schöner find. Bei den Körnernfrüchten sei eine sehr gute Ernte erzielt. Fünf Aufrichtigkeit: Bisher hat die Entwickelung unserer innerpoliti- Millionen Tonnen seien mehr als im letzten Jahre eingebracht. schen Verhältnisse nichts davon spüren lassen, daß der Kanzler Eine Erhöhung der Kartoffelmenge auf mehr als oder die Männer um ihn vom Geiste freiheitlichen Vor- Pfund pro Kopf und Tag sei indessen ausgeschlossen. Eier seien wärtsschreitens erfüllt werden. Im Gegenteil, die Verhält- sehr knapp, aber Zucker werde man Pfund pro Kopf und nisse der Zensur, des Belagerungszustandes, der Schußhaft, der Monat gewähren können. Bei Obst und Gemüse tomme man mit Briefsperre, der Telephonüberwachung und ähnliche Einrichtungen, Beschlagnahme und Höchstpreisen nicht zum Ziele. Schon jetzt werde die man in diesem Umfange überhaupt nicht für möglich gehalten vorgearbeitet, daß durch von langer Hand vorbereitete Verträge die hätte, passen besser in die Zeit einer Metternichschen ungerechtfertigt hohen Preise in Fortfall kommen; für die Bier­Reaktion, als in die Zeit einer angekündigten Neuorientierung. produktion werde man in Zukunft nur noch 25 Proz. des früheren Die Hoffnung, daß die konserbatibe Partei die Zeichen der Bedarfs an Gerste zur Verfügung stellen können. Zeit erkennen und freiwillig sich zur Mitarbeit auf dem Gebiete der Erweiterung der Volksrechte bereitfinden werde, scheint nicht be­gründet zu sein. Was der Liberalismus nicht an eigener Kraft aus der Situation herausholt, das geht für alle Zeiten verloren." Herr Stresemann ist darum trotz aller Bedenten für eine Annähe­rung der Wählerschaft und für eine erneute Verständigung bei fünftigen Wahlkämpfen.

Die Sozialdemokratie hat allen Grund, die Vorgänge im libe­ralen Lager mit Interesse zu verfolgen. So groß auch die Gegen fäße sein mögen, da die Nationalliberalen vornehmlich das indu­strielle Großkapital, die Fortschrittler das Handelstapital und das Mittelbürgertum vertreten, so drängt doch die Entwidelung zu einer Vereinheitlichung des Parteiwesens. Nur große und einheitliche Partejen werden sich im politischen Daseinstampf der Zukunft erfolgreich behaupten tönnen. Darum wird es not­wendig sein, dem Liberalismus auch eine mächtige Partei der schaffenden Arbeit, eine einige Sozialdemokratie gegen­überzustellen!

Knappheit in Marmelade.

Eine Ursache der Kartoffelknappheit.

An be

die Verbindung Son Beruf und Mutterschaft set, so sehr müsse man fich doch gegen den Zwang wenden, der die Beamtin zur Ehelosig­teit verdammt und sie im Falle einer Eheschließung ihrer Gin­nahmen, ihrer Pensionsberechtigung usw. beraubt. Eventuell sei an die Errichtung von Halbtagsstellungen mit halbem Gehalt zu ebenso der von Frau Dr. Stöder begründeten Forderung an denken. Die Versammlung schloß sich diesen Anschauungen an, die Behörden, unverheirateten Frauen auf Wunsch bei amtlichen Zustellungen usw. den Titel" Frau" zu geben, was besonders für unverheiratete Mütter von großer Wichtigkeit sein könne.

Ferner wurde von neuem den Bundesforderungen zugestimmt, die die Ueberführung der Kriegswochenhilfe in eine Friedens. wochenhilfe, die Errichtung staatlicher und kommu­naler Mütterheime, den Ausbau des Mutterschutes auf dem Lande und die Ausgestaltung einer Kinder­rentenversicherung verlangen. Der alte Vorstand wurde wiedergewählt und die Tagung dar­auf geschlossen.

Schweizerischer sozialdemokratischer

Parteitag.

Zürich , 4. November. ( Eig. Ber.) Vereins, dessen Bühne wohl zum erstenmal rot dekoriert ist und auf Der Parteitag tagt im schönen neuen Hause des Kaufmännischen einem Plakat die alte internationale Parole verkündet: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!

In Abwesenheit des im Auslande wellenden Parteipräsidenten Dr. Studer eröffnete und leitete der Vizepräsident Pflüger­Zürich den Parteitag. Als Vizepräsidenten wurden Müller- Bern und Dr. Schenkel- Winterthur gewählt. Als Schriftführer die beiden Parteisekretäre Fähndrich und Platten.

In einigen Städten ist man schon dazu übergegangen, die von der Gemeinde beschaffte Marmelade zu rationieren, weil die Vor- organisierten Arbeiterschaft der Stadt Zürich , Radeck namens der Begrüßungsansprachen hielten Redakteur No ba namens der räte zusammenschmelzen. So gibt Köln feit einigen Tagen nur russisch - polnischen Sozialisten und Lenin namens der ruffischen noch ¼ Pfund pro Kopf und Woche ab, ein ganz unzulängliches Quantum. Während so den Unbemittelten selbst die Marmelade auf Sozialisten. das Brot fehlt, wird bon den Bemittelten und Besser Den Jahresbericht der Partei erstattete Sekretär ähndrich. gestellten ungeheuerlich in Marmelade gebamstert. Unser Er gibt mündliche Erklärungen zum Jahrbuch der Partei. Er Rölner Barteiblatt, die Rheinische Beitung", veröffentlicht wähnenswert ist die Mitteilung, daß bisher aus dem Grütliverein einige besonders drastische Fälle, wo Privatfamilien bis über 2000 Mitglieder ausgetreten sind, um zu 12 und 15 Eimern bezw. 3 Fässern Marmelade auf einmal be anzugehören. Umgekehrt sind aus dieser 37 Grütlvereine mit nur der Partei ogen haben. Das sind zum Teil Sendungen von 1360 Mitgliedern ausgetreten. Der Grütliverein hat also mehr bis 8entnern in einzelne Familien. ſtimmten Tagen fahren außerdem kleine Karawanen von Frauen in tionen mit 26 500 Mitgliedern, gegenüber 1915 ein Rückgang von berloren als die Partei. Gegenwärtig umfaßt die Partei 520 Set benachbarte Obsikrautfabriken, um dort Apfelkraut, Rübenkraut usw. eimerweise heimzuholen. Daneben blüht start der Versand von zirka 2100. Mit sehr scharfen Worten wendete sich der Redner gegen Obstkonserven und Dörrobst. die jetzige Politik des Grütlivereins und des Zentralfomitees des Grütlivereins, deren Veröffentlichungen die Gegner mit Eifer gegen die Sozialdemokratie ausschlachten. Ebenso scharf verurteilte er die Es ist richtig, daß die Kartoffelernte nicht gerade günstig aus Politik der Behörden und der besitzenden Klassen wie Die Liga der Menschenrechte gegen die franzöfifche gefallen ist, aber sie wäre wesentlich reicher, wenn allenthalben geben bon diesen betriebenen Lebensmittelwucher. nügend Kartoffeln angebaut worden wären. Im Rheinland tonnte er der intensiven, begeisterten und erfolgreichen Agitations­Dagegen Friedenssehnsucht. Die französische Liga der Menschenrechte wurde zurzeit der baben zahlreiche Gutsbefizer, weil fie infolge des hohen Hafer- und Organisationsarbeit der Jugendorganisation volle Anerkennung preises an dieser Frucht mehr verdienten, so gut wie teine Kartoffeln Dreyfusaffäre als Gegengewicht gegen die nationalistisch- klerikalen angebaut. Infolgedessen können sie nicht nur teine Kartoffeln ab- spenden. Mit Worten der Anerkennung gedachte er auch der Geld­Vereinigungen gegründet. Unser verstorbener Parteigenoffe Francis geben, sondern müssen pro Gut noch hunderte Zentner Kartoffeln sammlungen der Genossen in Amerifa zur Unterstützung der sozia­de Pressensé, einer der besten Kenner der äußeren Politik, war hinzufaufen, sie sind also selbst Konsumenten". Einige Beispiele: liftischen Opfer des Krieges ohne Unterschied der Nationalität. einst ihr Vorsitzender. Jetzt tanzt die Liga ganz nach der Pfeife Gutsbesizer K. in 2. bearbeitet 500 Morgen Land. baute aber nur In der Diskussion wünschte Nobs Zürich die baldige Beilegung Briands, der ihre Pariser Führer beherrscht. In der Provinz ist 3 Morgen Kartoffeln an. Gutsbefizer P. in H. baute bei 500 Morgen von Differenzen zwischen der Sozialdemokratie und den Genossen­die gute Tradition einer besseren Zeit aber noch nicht ausgestorben. and ebenfalls nur 2 bis 3 Morgen Kartoffeln an. Er mußte schaften durch die Geschäftsleitung. Münch- Bern wandte sich infolgedessen 300 3entner Kartoffeln für sein Die Anhänger der in den Provinzen Frankreichs immer stärker Gut auftaufen. Gutsbefizer W. in 23. bei 450 Morgen 2and gegen das Abhalten der Maifeier an anderen Tagen als am werdenden Friedenssehnsucht hatten hatten eine Tagung der Liga nur 5 Morgen Kartoffeln. Ehrenbürgermeister Sch. in D. bei 500 1. Mai. Sie soll an diesem Tage einheitlich im ganzen Lande berlangt, die Anfang Anfang voriger Woche in Paris stattfand. bis 600 Morgen nur 2 Morgen Kartoffeln usw. In früheren Jahren veranstaltet und ihr Demonstrations charakter strenge gewahrt Die Friedensstimmen der Provinz blieben. aber in der ernteten fie tausende Zentner Kartoffeln. werden. Sekretär Münzenberg Zürich berichtete über Minderheit. Es wurde bei Beratung der Frage der Herbei­die Fortschritte der sozialdemokratischen Jugendbewegung, die von führung eines dauernden Friedens" eine Resolution durchgedrückt, 40 Seftionen mit 1300 Mitgliedern im Jahre 1914 auf 160 in der u. a. in der üblichen Weise die Bestrafung der Schuldigen" Seftionen mit 5000 Mitgliedern heute gestiegen ist. Ihr Organ, die und der Rückfall Elsaß - Lothringens an Frankreich berlangt wurde. Freie Jugend", erscheint 14tägig statt bisher monatlich. Und nun Die Wiedergabe der von der Minderheit vorgeschlagenen Resolution erscheint auch eine französische Ausgabe für die Jugendgenossen in berbot die 8enfur. Auch die Redner der Minderheit kommen der welschen Schweiz . Er dankte der Partei und allen Genossen für in den zugelassenen Berichten nicht zur Geltung. Jedoch soll nach einem Telegramm der Frankf. 8tg." die Schriftstellerin Sebe­rine einen besonderen Eindruck gemacht haben, als fie die Leiden der Frauen während des Krieges schilderte und im Namen der Menschlichkeit für ein schnelles Ende des Krieges eintrat.

Kriegsamt und Kriegsernährungsamt.

Solche Zustände schreien doch nach einem Anbauprogramm und nach dem Produktionszivang.

falten.

Mutter und Kind.

Delegiertenversammlung des Deutschen Bundes für Mutterschuh. die Unterstützung und Förderung der Jugendbewegung. durch die Am 2. und 3. November fand im Rheingold zu Berlin die auch der Kampf gegen die bürgerlichen Gegner wirksam geführt Delegiertenversammlung des Deutschen Bundes für Mutterschus" werden fann und er appellierte schließlich an die fernere Unterstützung ftatt, an der 24. Vertreter der Ortsgruppen Berlin , Breslau , und Mithilfe der Genossen. Frankfurt a. M., Hamburg , Bremen und Leipzig beteiligt waren. Die Parteikasse weist für die Zeit vom 1. Dttober 1915 Aus dem vom Justizrat Rosenthal Breslau erstatteten Ge- bis 30. September 1916 Einnahmen von 35 170,72 Frant inklusive schäftsbericht ist zu entnehmen, daß der Bund sich im Oftober b. J. 9837,83 Frant Kaffenbestand und 2258,29 Frant Darlehen auf. Die W. T. B. meldet: Der Wortlaut der veröffentlichten Aller- die eine Ausmerzung des Vermerts der Unehelichkeit aus den Ba­an den Petitionen des Archivs deutscher Berufsvormünder beteiligte, Rechnung schließt mit einem Defiait bon 5934,30 Frant. Die Ur­höchsten Kabinettsorder über die Schaffung des Kriegsamtes pieren unehelicher Kinder sowie eine Ausdehnung der Hinterbliebenen- fache des ungünstigen Rechnungsabschlusses liegt in der Anstellung im Kriegsministerium hat Veranlassung zu einer irrtüm fürsorge auch auf die unehelichen Kriegswaifen fordert. des zweiten Sekretärs, Anschaffung von Bureaueinrichtungen usw. lichen Auffassung über das Verhältnis dieses Amtes Im Frühjahr d. J. reichte der Bund eine Petition an Reichstag 8 immer- Winterthur beantragt die billigere Abgabe der Parteitags­zum Kriegsernährungsamt besonders in Fragen der und Bundesrat eiu, in der die Erteilung von 8ufagtarten protokolle und Jahrbücher, um deren Anschaffung möglichst allen Volfsernährung gegeben. Eine gewisse Aufklärung über das Ver- für Brot und Milch an Schwangere schon vom vierten Genossen zu ermöglichen. hältnis der beiden Aemter zueinander hat der Präsident des Monat der Schwangerschaft ab( statt wie jegt vom fiebenten Dbne große Debatte wurde die Erhöhung des Parteibeitrages Kriegsernährungsamtes bereits in der Sonnabendfihung im Reichs- ab) gewünscht wurde. Sie wurde dem Reichskanzler als Material von 5 Cts. auf 10 Cts. pro Mitglied und Monat beschlossen. überwiesen. Einzelne Gruppen sind in dieser Beziehung tag gegeben. Ergänzend ist folgendes zu sagen: Die außer auch schon selbständig vorgegangen und haben in verschiedenen Dhne Debatte wurde nach der Eröffnung der Nachmittags­ordentlich großen Anforderungen, die die Heeres- Städten die Erteilung von Zusazkarten an Schwangere erreicht. igung auf Antrag der Geschäftsleitung beschlossen, den Initiativ­verwaltung an die Industrie stellen muß und das Die Münchener Gruppe bat unter den Kriegsverhältnissen so zu antrag der Luzerner Genossen auf gleiche Besoldung und Verpflegung große Interesse, das sie an der rechtzeitigen Durchfüh- leiden gehabt, daß sie suspendiert werden mußte. In der Diskussion der Offiziere und Soldaten bis auf weiteres zu verschieben angesichts rung dieser Aufgaben hat, hat die selbstverständliche Folge, regte Direttor Kohn von der Allgemeinen Berliner Ortstranten anderer anhängiger Initiativen. daß die militärischen Stellen auch an dem Wohlergehen der Ar- faffe an, eine großzügige Propaganda zur Gewinnung der Zum gedruckten Bericht der Nationalratsfraktion gab beiter ein großes Interesse haben; denn schließlich hängt der Ge- Krantentasse als Mitglieder des Bundes wegen der damit Dr. Affolter Solothorn mündliche Ergänzungen. Er ging u. a. samberfolg von der Leistung jedes einzelnen ab. Daher hat beim berbundenen finanziellen und propagandistischen Vorteile zu ent- auf die Militärfrage und auf die einzelnen wichtigeren Fragen ein, Kriegsministerium seit geraumer Zeit eine Abteilung für Dr. Bornstein Leipzig beantragte, daß der Bund in Ge- die die Fraktion im Nationalrat anschnitt, und fam zum Schluß, Boltsernährungsfragen bestanden, die jest an meinschaft mit der Gesellschaft für Gynäkologie beim Bundesrat daß diefe nach Möglichkeit ihre Pflicht im Interesse der Arbeiter­das neue Kriegsamt übergeht. Da das Bestehen dieser und beim Kriegsernährungsamt einen Antrag einbringen solle, der klasse erfüllt hat. Abteilung nicht genügend bekannt war, scheint der darauf bezüg- die Erteilung von Zusakkarten vom ersten Moment der festge- Mit der Kritik an der Haltung der Fraktion sette Nobs. liche Teil der Kabinettsorder zu dem Mißverständnis hauptsächlich stellten Schwangerschaft ab verlangt. Zürich ein, der ihr verschiedene Unterlassungs- und Tatfünden nach. geführt zu haben. Die Versorgung der für Heeres= Frau Bauer und Frau Schulte- Frankfurt a. M. be- wies und zum Vorwurf gemacht. Das Budget hat die Fraktion awede beschäftigten Arbeiter mit Fleisch und richteten sodann über die vorbildlichen Einrichtungen des Frank wohl verworfen, dagegen z. B. Militärkredite stillschweigend passieren Fett ist eine der wichtigsten Vorbedingungen für furter Mutterschutes. Die dortige Ortsgruppe hat neben laffen. Gänzlich unbegründet ist die Befürchtung einzelner Fraktions­die Aufrechterhaltung ihrer Arbeitsfähigkeit; geren und Müttern Rat und Unterstüßung gewährt und neben ihrer Auskunftsstelle, die alljährlich vielen Tausenden von Schwan- mitglieder, daß sie mit weitgehender Entschlossenheit der Arbeiter. deshalb ist besonders hervorgehoben, daß dem Kriegsamt den 60 Betten für Mütter und 38 für Kinder enthaltenden Mutter- chaft zu weit vorauseilen würden und diese nicht folgen tönnte. selbstverständlich in Verbindung mit dem Kriegsernährungs- schußheim, das den Müttern furz vor und einige Wochen nach der Im Gegenteil, die Fraktion soll den weitgehenden Willen der die Fürsorge Safür übertragen ist. Das soll Entbindung Unterkunft bietet, im März d. J. ein Arbeiterschaft vertreten und zum Ausdruck bringen. die Brücke schlagen, die für ein enges Zusammenarbeiten zwischen Mütterheim errichtet, das alleinstehenden Müttern auf un- Phister Luzern sprach der Fraktion den Dank für ihre Tätig Kriegsamt und Kriegsernährungsamt wünschenswert ist. Auch beschränkte Zeit hinaus ein Zusammenbleiben mit ihrem Kind er- feit aus, wie dies auch eine Luzerner Parteiversammlung getan. soll dem Kriegsernährungsamt dort, wo es nötig werden sollte, die möglicht. Die Frauen fönnen bei Tag ihrer Arbeit nachgehen, um Münch Bern schloß sich der Kritik Nobs an und gab der Hoffnung militärische Unterstüßung durch die Verbindung mit dem Kriegs- sich des Abends und Sonntags an ihrem Kinde zu erfreuen. Sie Ausdruck, daß die Proporzwahl eine homogenere Zusammensetzung amt sicher gestellt sein. Wie im einzelnen die Zusammenarbeit und zahlen für sich und das Kind einen wöchentlichen Pensionspreis von der Fraktion bringen wird als sie heute aufweist. Und auc 14 M. Das Heim würde sich in normalen Zeiten selbst tragen. Darum sollte man überall, in Gemeinden und Kantonen, für die Ein­das Zusammenwirken zwischen Kriegsamt und Kriegsernährungs­Am zweiten Verhandlungstage wurde ein von Frau Blau­amt erfolgen wird, steht noch nichtfest, selbstverständlich werden stein- Mannheim begründeter Antrag beraten, der die Beziehe­führung des Proporzes wirken. darüber ganz präzise Vereinbarungen getroffen werden. rinnen von Reichswochenhilfe, insbesondere auch von Still­Die Fraktion verteidigte Greulich. In der Militärfrage geldern, der Kontrolle im Hause und in den Mütterberatungs- gelten noch die Beschlüsse des Oltener Parteitages von 1906 und stellen unterstellen will. Nachdem in der Debatte darauf hinge- es fann von der Fraktion keine andere Haltung berlangt werden, wiesen worden war, daß man die Fürsorge- und Kontrolltätigkeit bebor nicht ein Parteitag andere Beschlüsse gefaßt hat. nicht zersplittern und übertreiben dürfe, wurde beschlossen, eine Grimm- Bern wandte sich sowohl gegen Nobs wie gegen Petition an den Bundesrat zu richten, dahingehend, daß Kriegs- Greulich und beanstandete zum Teil die fürsorgeämter errichtet werden möchten, die in Gemeinschaft mit Resolution vorliegende den Krankenkassen die Fürsorge, und zwar hauptsächlich auf dem Greulich stellte er fest, daß einzelne Fraktionsmitglieder in unge­einer Züricher Parteiversammlung. Gegenüber Lande, wo man hygienisch noch am rückständigsten ist, ausüben höriger Weise mit den bürgerlichen Fraktionen gestimmt haben sollen. Ferner wurde beschlossen, in eine Propaganda für die Er­richtung von Mütterheimen nach Frankfurter Muster einzutreten. Notwendig ist aber auch für die Einheitlichkeit der Fraktion die Ein­Gin von Frau Schmitz- Bremen begründeter Antrag wünscht beitlichkeit der Partei. Na in e- Chaux- de- Fonds konstatierte ebenfalls eine Eingabe an die Bundesstaaten, betr. Aufhebung des 8ölimangelnde Einigkeit der Fraktion, aus der er den Mitgliedern keinen bats der Beamtinnen. So schwierig in vielen Fällen auch Vorwurf machen wolle. In der Militärfrage müsse ebenfalls die

amt

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Die Fortschrittler und die Nachwahl in Oschak. Wie der Voff. 8tg." gemeldet wird, hat der Vorstand des Landesverbandes der Fortschrittlichen Volkspartei für das Königreich Sachsen folgenden Beichluß gefaßt: Es entspricht dem Wesen des Burgfriedens, daß bei Wahlen die parteipolitische Arbeit der Parteien ausscheidet, die nicht im Besiz des Mandats gewesen sind. Da die Fortschrittliche Boltspartei den Burgfrieden wahrt, sieht sie sich ver­anlaßt, an diesem grundsäglichen Standpunkt festzuhalten."

Der Beschluß leidet reichlich an Untlarbeit, denn es ist nicht ersichtlich, ob die Fortschrittler sich nur eines tätigen Ein­greifens in den Wahlkampf enthalten oder ob sie damit auch die Stimmenthalung proflamieren wollten.

fleines

S