Mann ihrer Klasse auch weiterhin thre Interessen wie seine|( was bei dem so start erhöhten Bedarf an Arbeitskräften„ Die Stimmung in Rußland ist, wie zu erwarten, für einen eigenen vertreten. Den Frauen, denen bestimmte Wünsche nach dem Krieg vorläufig recht unglaubhaft erscheint), so baldigen Frieden, aber selbstverständlich für einen Frieden, am Herzen liegen, steht es jederzeit frei, fie öffentlich zu könnte dennoch die lange Periode wirtschaftlicher Selbständigber nicht den Keim zu neuen Kriegen enthält. Diesen Eindruck äußern und den Parlamentariern ihrer Richtung nahezu feit nicht so spurlos an ihnen vorübergeglitten sein, daß sie bestätigen die russischen Parteigenossen. Ueberhaupt erhielt ich aus verschiedenen Gesprächen den Eindruck, daß ein Frieden Legen. sich wunschlos wieder in das einstige Dasein geistiger Enge gerade jest außerordentlich wünschenswert für die DemoNeben diesen ernsthafteren Gründen wird noch mancherlei fügten. Sie würden auch dann stets ihr Menschenrecht fratie und die Arbeiterklasse sei, weil er dem Lande und dem Unfinn ins Feld geführt, der eine Widerlegung überhaupt nicht fordern, wie sie es in der französischen Revolution bereits ge- Volf die nötige Zeit und Kraft geben würde, sich auf die dringend lohnt. fordert haben. erforderliche Organisation des Landes unter der neuen Regierung Des Pudels Kern jedoch ist das, was nicht gesagt Wird man endlich in Deutschland einmal die Stimme der zu werfen." wird: traditioneller Herrschaftswillen des Mannes, Furcht vor Vernunft und des geschichtlichen Fortschritts folgen? Ueber Thomas, mit dem er zusammengetroffen ist, dem Neuen, vor dem innern Umlernenmüssen gegenüber der Schon lange besteht das Frauenwahlrecht in den standi- äußerte Stauning, er sei feineswegs unversöhnlich. Er schien Frau, die das üblich naive Kinderlächeln der absoluten navischen Ländern, wie in Finnland . In England hat sich die für die jetzt stattfindenden Friedenserörterungen lebhaft Gedankenlosigkeit abgestreift hat( das den echten deutschen Regierung dafür erflärt, während die australischen Kolonien interessiert zu sein und wies seine sehr verbreitete Rede von Mann wie den Angelsachsen ja noch bei der Greifin zu ent- es längst besigen. In dem revolutionären Rußland werden der Vernichtung Deutschlands als unrichtig wiedergegeben zücken pflegt) und männliche Gedankenarmut. die Frauen gleichberechtigt neben den Männern an dem zurück. Die Tagung der internationalen Konferenz," sagte Wiederaufbau des Reiches schaffen. In den Vereinigten Staaten | Stauning, muß als sicher betrachtet werden. Die holländierringen sie in einem Staat nach dem andern ihr politisches schen Parteigenossen und Sekretär Huysmans sind unterwegs. Recht. Die Teilnahme der russischen Vertreter ist ganz sicher, ebenso wie sich unsere deutschen Parteigenossen stets dazu bereit erklärten. Soweit bekannt, werden die Franzosen sich nicht zurückhalten. Es besteht also die Aussicht zu der stets von uns angestrebten Gemeinsamkeit."
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Soll Deutschland auch in diesem Punkt das Ddium rear tionärer Gesinnung auf sich nehmen? Soll es sich auch hier in schrittweis zögerndem Nachgeben erst abtrogen lassen, was tommen muß und deshalb kommen wird?
Denn werten wir nun umgekehrt die Gegengründe! Gerade in der Sozialdemokratie var es Sitte, die sogenannten Naturrechtsargumente für das Frauenwahlrecht abzulehnen. Das Naturrecht leitete die Forderung politischer Gleichberechtigung des weiblichen Geschlechts einfach aus der menschlichen Würde her, die man in der Frau so gut wie im Mann zu achten habe. Meiner Meinung nach mit Recht. Denn in einer Entwickelungsepoche, in der der demokratische Gedanke der Mitbestimmung jedes Staatsbürgers an den gesellschaftlichen Institutionen sich allgemein durchgesetzt hat, empfindet es selbstverständlich jeder Denkende als Verlegung seines Menschenrechts, von dieser Mitbestimmung ausgeschlossen zu sein. Das gilt bei uns für das preußische und für alle ſonſtigen allgemeinen Wahlrechte Die russischen Sozialisten gegen den Stockholm gefahren. In Saparanda traf er den franzöſiſchen MiDie ruſſiſſchen Sozialiſten gegen
so
gut wie für das Frauenwahlrecht.( Wenn die regierenden Klassen trotz aller Kämpfe für allgemeines gleiches Wahlrecht zum preußischen Landtag das immer noch nicht begriffen haben, so kann man sich wirklich nur wundern, wie wenig die Menschen aus der Geschichte zu lernen pflegen.) Natürlich handelt es sich bei alledem nicht nur um eine allgemeine fittliche Forderung, sondern um wirtschaftliche Ziele; jeder hat den Wunsch, für die Interessen seiner Klasse, seines Standes oder seines Geschlechts seine Stimme mit in die Wagschale zu werfen. Und wäre es sogar absolut gewiß, daß solche speziellen Interessen von anderen parlamentarischen Gruppen aufs beste mitverfochten werden, so forderte dennoch der einzelne das Recht der eigenen Stimme, wie der seiner Würde Bewußte ja auch sonst im Leben sein Geschick selbst, und nicht durch den wohlmeinenden Dritten, zu be. stimmen wünscht.
Der Verfassungsausschuß des Reichstags wage endlich einen fühnen Wurf; er wäre des Dantes der Frauen wie der demokratisch Denkenden aller Länder sicher.
TU. Stockholm, den 22. April. Der dänische Sozialistenführer Borgbjerg hat gestern abend Haparanda verlassen und ist nach nister Thomas, der ihm versprach, bei seiner Ankunft in Peters burg sich mit Miljukow und Tscheidse in Verbindung zu setzen und Borgbjerg telegraphisch das Ergebnis dieser Beratungen mitBereits am Sonnabend telegraphierte Reuter jubelnd zuteilen. Borgbjerg wird in Stockholm diese Nachricht abwarten in die Welt, das Komitee der Arbeiter und Soldaten habe und inzwischen die Vorbereitungen für den bevorstehenden Soziaendgültig bekanntgegeben, daß es einen Sonderfrieden ver- listentongreß zusammen mit anderen Sozialisten treffen. werfe. Der offiziöse russische Draht teilt den Vorfall in folgender Form mit: Petersburg , 21. April. ( Melbung der Petersburger Tele- Der Minister der persönlichen Meinung".
graphen- Agentur.) Im Taurischen Palast hat eine Konferenz von Vertretern der ganzen 6. und von Teilen der 4., 5., 7., 8. und 12. Armee und der 1. Grenadier- Division unter Teilnahme von gegen Miljukow, den er als den„ Minister der persön Bertretern des Soldaten- und Arbeiterausschusses stattgefunden. lichen Meinung" bezeichnet. Als Miljukow, sagt der" Djen ", Die Delegierten stellten unter anderem die Frage, ob der mit dem ihm eigenen politischen Takt die RegentschaftsSoldaten und Arbeiterausschuß in Peters- frage erörterte, zeigte es sich, daß er nur seine persönliche burgwirklich für einen Sonderfriedeneintrete. Ansicht wiedergab. Auch sein Radiotelegramm über den Gang Das Ausschußmitglied Sofolow antwortete, der Ausschuß ver- der Revolution war seine individuelle Ansicht. werfe jeden Gedanken an einen Sonderfrieden. Seine Stellungnahme zur äußeren Politik war seine per= Aehnlich wie Sokolow äußert sich der anerkannte Führersönliche Meinung. Aber die Zeit ist jetzt zu ernst und verder Arbeiter Tscheidse in folgendem hochinteressanten antwortungsvoll, als daß die Regierung einem Minister der„ perTelegrammuwechsel, den die Petersburger Telegraphen- sönlichen Meinung" solche Parteisprünge gestatten kann. Sie muß Agentur gleichzeitig bekanntgibt:
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Petersburg, 21. April. ( Meldung der Petersburger Tele- ihr Mitglied von Erklärungen zurückhalten, die die Demokratie graphen- Agentur.) Der Sozialist Meyer, Mitglied des nur ſtören und mit denen die Regierung selbst nicht solidarisch ist. amerikanischen Kongresies, richtete an das Duma- Wenn Miljukom nicht eine solche Verpflichtung einzugehen imstande Se soumettre ou se démettre mitglied Tscheidse, den Vorsitzenden des Arbeiter- und Sol- ist, steht ihm frei, zu gehen. Datenrates, folgende Depesche:" Als einziger sozialistischer Ab-( sich unterwerfen oder abdanken), diese Alternative steht jetzt vor geordneter des amerikanischen Kongresses bitte ich Sie kategorisch, unserem auswärtigen Minister. die uns beunruhigenden Gerüchte zu dementieren, daß die russischen Sozialisten einen Sonderfrieden mit Deutschland begünstigen."
General Gurko gegen die Offizierswahl.
Die marristische Theorie, die den wirtschaftlichen Kämpfen im geschichtlichen Geschehen eine besondere Bedeutung bei mißt, veranlaßte die Sozialdemokratie, auch die Frauenwahlrechtsforderung vor allem auf die veränderte wirtschaftliche Stellung des weiblichen Geschlechts, seine immer zunehmende Teilnahme am industriellen und öffentlichen Leben zu stüßen. In der Tat, auch von diesem Standpunkt aus läßt sich nicht mehr mit irgend einem Schein von Recht den Frauen politische Gleichberechtigung vorenthalten, da sie nun fast in allen Industrieländern ein Drittel der Erwerbstätigen stellen, ihr Anteil an der gesellschaftlichen Produktion sich( auch vor dem Krieg) von Jahr zu Jahr erhöhte und sie in immer steigendem Maße von der Familie losgelöst und zu voller Lebensselbständigkeit gezwungen sind. Wer kann es wagen, diese 10( nach der Zählung von 1907), jezt gewiß schon 15 Millionen für die Gesamtheit schaffender Frauen wie die Stinder bevormunden zu wollen? Wer will sie überzeugen, daß ihre Interessen von den Männern ihrer Klasse in ihrem Sinn verfochten werden? Läßt es sich doch einmal nicht leugnen, daß selbst bei den Sozialdemokraten bei aller Es ist immerhin nicht uninteressant, daß selbst der fordern, liefen Vorurteilslosigkeit der Gesinnung Geschlechtsgegensäge bestehen bleiben und in manchem Puntt bestehen bleiben amerikanische Sozialist Meyer- London , ber die Kriegs- ber müssen. Kommt das in der Politik nicht zum Ausdrud, frebite verweigerte, durch das Gerücht eines Sonder- u nunum so besser. Dann findet ohnehin durch das Frauen- friedens zwischen Rußland und Deutschland be unruhigt Abschied einzureichen, da sie nicht von ihren wahlrecht nur eine Verdoppelung, nicht eine Verschiebung der wird. Stimmen statt; den Frauen aber wäre die Selbstbestimmung Ueber seine Eindrüde in Rußland hat laut Sozialgesichert. Und endlich: Würde das Frauenleben in der Zu- demokraten" der dänische Minister Genosse Stauning, funft wirklich von neuem eine Rückwärtsbewegung durchlaufen wie die Boff. 8tg." berichtet, folgendes geäußert:
Angesichts der neuefien Vorgänge gewinnen die folgenden Erinnerungen aktuelles Interesse, die uns Genoffe N. H. Witt zur Verfügung stellt:
Der Vollzugsausschuß des Arbeiter und Soldatenrates sandte Meher folgende Antwort: Wie in dem Aufruf des ArBern, 21. April. Petit Parifien" berichtet aus Petersburg : beiter- und Soldatenrates in Petersburg an die Völker der Welt General Gurto erklärt in einem Tagesbefehl an die Frontund in der Entschließung des allgemeinen Kongresses der örtlichen Arbeiter- und Soldatenvertreter erklärt worden ist, erstrebt die armee des Zentrums, es sei unzulässig, daß in der aktiven gesamte ruffische revolutionäre Demokatie teinen Sonderfrieden, Armee die Soldatenausschüsse selber ihre Offiziere Es sei bedauerlich, daß die Frage fondern einen internationalen Frieden ohne offene oder ver. ernennen wollten. weiter erörtert werden schleierte Annegionen auf der Grundlage einer freien Entwide. trok verschiedener Befehle noch müffe lung der Bölker. Ausgebildete Offiziere müßten strikte strikte Disziplin Tiefen aber infolge des des Vorgehens Soldatenausschüsse Gefahr bertrieben werden, oder seien gezwungen, ihren
Angesichts dieser Enttäuschungen sah in England die Sache im Augenblick recht trostlos aus, und man mußte seine Hoffnung auf den Wiener Kongreß bauen. Anfang August kam dann der Krieg!
der Soldatenausschüsse Gefahr, vertrieben auch nicht erwarten, daß Führer und höhere Offiziere mit untergebenen Offizieren zusammenarbeiten könnten, die ihnen unbe tannt seien.
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|- dazumal, wie gestern. Ja, das war ein Erlebnis stärkster Art. Wohl jeder hat es verspürt, hat mit verzückter Seele hingelauscht. gleichsam mit Augen und Ohren Tonwellen, Akkorde, Melodien getrunken, die unter diesen feinnervigen, starkgelentigen Fingern, jept Orlane aufwühlend, jest prasselnd gleich Hagelwettern, jetzt Der tote Hofbaumeister. Strahlenbündel emporwerfend, oder jetzt sphärische Flüstersprache Ernst von Ihne , der gestern gestorben ist, war reich ausgestattet vermittelnd, her vorquollen. Man vergißt ganz, daß es mur Der in Deutschland gegründete" Deutsche Hilfsverein mit Ehren und mit Einfluß; aber er ist kein Stünſtler gewesen. Er ein Klavier ist, was da Wunder redet; jede Materie ist in Klang berwandelt. Und dies Mysterium heißt Künstlerschaft heißt für die politischen Gefangenen und Verbannten mar nicht einmal ein produttiver Baubeamter, wie etwa( und zwar d'Albert. Wenn er Werte von Bach, Beethoven , Schubert, SchuRußlands" entwickelte sich gut, und so wurde ich von ihm beauf- im besonders hohen Grade) der Berliner Stadtbaumeister Ludwig mann gab, was find es anders, als vier Epochen deutscheſter Muſik! tragt, mich während meines Aufenthalts in London Anfang Juli Hoffmann. Innerhalb der architektonischen Reihe, die für das Ber- Strengflüssige Gothik , herzenkündigender Individualrevolutionaris1914 dort danach umzusehen, was für Interessen sich wohl in Eng - liner Stadtbild kennzeichnend ist, hat Jhne keine Stellung; er ist in mus, naives Volksgemüt und Naturromantik. Es läge ja so nahe, feiner Weise wahlverwandt, weder mit Schlüter, noch mit KnobelsIand für eine gleiche Bestrebung zeigten. zulegen. Lieber will ich mich doch bewundernd bescheiden. Und Ich wandte mich dort an die bereits existierende Gesellschaft dorff, Gilly, Schinkel, Wallot oder Messel . Dennoch ist Ihne für das dies Spiel zu analysieren", es gleichsam auf seine Artung" festFriends of Russian Freedom"( Freunde der russischen Freiheit), Berliner Stadtbild in spürbarer Weise maßgebend getvesen, aller- bas Bublifum fühlte genau so. Es jubelte, es schien den Meister, dings nur für das des sogenannten Wilhelminischen Barocks. Er der ihm so gewaltig ins Herz geredet, nicht loslassen zu wollen; und deren Bureau allerdings nicht sehr vielversprechend war. Verstaubt hat einige sehr große Gebäude aufstellen können: das Kaiser- Frieder, ersichtlich ergriffen von diesem Freudenjubel, kredenzte noch zwei und leer mit einem verstaubten Beamten darin machte die Sache richs- Museum, die Königliche Bibliothet, die Säuser des Raiser er, ersichtlich ergriffen von diesem Freudenjubel, kredenzte noch zwei kostbarste Gaben! den Eindruck eines vertrodneten Strauches, der ja einmal gute Wilhelm- Instituts in Dahlem , alles Bauten von ganz besonderer So ist denn dies Konzert ein großartiger Beschluß der MusikFrüchte getragen haben mochte, der aber jetzt tot war. Bedeutung, Bauten, die dazu bestimmt gewesen wären, unvergäng veranstaltungen des letzten Winterhalbjahrs. Weder Kriegsnot, Mein zweiter Befuch galt dem Ehrenschahmeister dieser Gefell - liche Monumente der modernen Kultur zu sein und zu bleiben. noch mancherlei Widerlichkeiten wirtschaftlicher Natur haben die schaft, dem bekannten Verleger Mr. Fisher- Unwin. Sehr Gs ist oft genug festgestellt worden, daß diese Gebäude nicht nur Freien Volfsbühnen von ihrer Zielverfolgung abzudrängen verliebenswürdig empfangen, wurde mir mitgeteilt, daß die Zeiten für ganz leer find von allem Gegenwartsgeist und jedem Zeitrhythmus; mocht. Denn die Musikpflege- bas soll Kunstbanaufen und sich meine Bestrebungen in England augenblicklich recht ungünstiges trifft leider auch zu, daß sie der gestellten Aufgabe nur ungu acitiveilig gar zu felbftgefällig als wohlmeinende Vormünder auflänglich gerecht werden. Das Kaiser- Friedrichs- Muſeum entspricht spielenden Zünstlern immer wieder gesagt ſein in nur geringer Weise den Ansprüchen eines Hauses, in dem Kunst- ficherer ut. Die Arbeiterschaft hat zu dieser bewährten " Vor einigen Jahren haben sie mich zum Borsitzenden eines werte bei möglichst guter Belichtung angesehen werden sollen; Führung unverbrüchliches Vertrauen. Und so wird es gut ſein. Komitees erwählt, welches in Trafalgar Square gegen den beab- die Bibliothek erfüllt nicht die berechtigten Bedürfnisse eines sichtigten Besuch des Zaren demonstrierte. Die Demonstration hatte Lesehauses. Alle Bauten Jhnes werden gekennzeichnet durch ihren auch den Erfolg, daß der Zarenbesuch unterblieb. Jest aber ist die Ueberschwung an Repräsentation und an willkürlichem, aber durch Zeit für ähnliche Bestrebungen in England sehr ungünstig. Sir aus beabsichtigtem Pathos. Sie wirken nicht organisch, sondern Edward Greh macht eine reaktionäre auswärtige Politik, mit der zusammengetragen; sie überzeugen nicht durch ihre Gliederung, fie wir wirklich Radikalen gar nicht einverstanden sind. Gegen das zarische Rußland ist augenblicklich in England wenig zu unternehmen, selbst zugunsten der unglüdlichen Verbann
wären.
ten."
So etwa erklärte mir Mr. Fisher- Unwin die englischen Berhältnisse.
Mein nächster Besuch galt dem zu früh verstorbenen Barla mentsmitgliede Reir Hardie. Im Paralmentsgebäude auf der berühmten Terrasse sehr freundlich empfangen, antwortete er mir fast dasselbe wie Mr. Fisher.
wollen aber durch die Fülle der Motive, die auf einmal losgelassen werden, den Betrachter vergewaltigen. Man fühlt: die Bauversuche einer Autokratie, die nicht mehr schöpferisch sein kann. Ihne wollte dem Auguftus Denkmale errichten; er hatte feinen Instinkt für die Unerfüllbarkeit solcher Gewaltspläne. Er mag begabter gewesen sein, als seine Bauten vermuten lassen; die Höfe der Königlichen Bibliothek und auch die Dorotheenstraßen- Front dieses gewaltigen Bautompleres beweisen es. Da er sich aber verführen ließ, Aufgaben zu lösen, die nicht mehr gelöst werden können, nämlich die, die Architektur des Königs zu erneuern, mußte er versagen. Er ist also letzten Endes an der Schwäche seines fünstlerischen Charakters Robert Breuer. gescheitert.
Die Frühlingstorte.
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ruht in
ek.
Mein Brot wird jetzt immer gegen Ende der Woche napp. Aber es gibt ja noch Kuchen. Berühmt ist er ja nicht, und überhaupt geht mir die ganze Rudbenbäderei wider den Strich. Indes, in der Not frißt der Teufel Fliegenerfaß. Also hinein in den füßen Laden! Ich fordere zwei Stücke Frühlingstorte. Die Berkäuferin lädt mich ein, dort hinten" Platz zu nehmen; der Rellner bediene; bier dürfe sie nicht verlaufen. Sinten in dem überfüllten Gastraum erwische ich einen Stuhl. Dber Herr und Kaffee Ober... zwei Stüd Frühlingstorte." Er sieht mich mitleidig an: leider darf ich jedem Gast nur ein Stüd bringen doch natürlich auch?" Dankend lehne ich den Kaffee- Erfaz ab. Ich warte, warte, viermal, fünfmal tänzelt der Mann mit vollbeladenen Kaffee- und Kuchenbrettern vorbei; er würdigt mich keines Blickes. " Sie wissen, Rußland ist bei uns augenblicklich Trumpf, und Ich halte ihn am weißen Kittel fest.„ Ober, bekomme ich heute öffentliche Versammlungen zugunsten von Gegnern der russischen Eugen d'Albert in der Volksbühne. noch meine Torte?"-Sofort. Sie hatten Torte bestellt und Eine halbe Regierung würden nicht populär sein. Wenn aber, wie von DeutschAlso meinetwegen." land aus beabsichtigt, auf dem nächsten Wiener internationalen So. Bor dritthalb Tausend, wenn nicht mehr Zuhörern gab Eugen Raffee." Run verstebe ich. zialistenkongreß ein Beschluß gefaßt wird, daß in den verschiedenen d'Albert gestern Mittag sein Klavier- Konzert. Lang, lang ifts Minute später stehen Torte und Motta" vor mir. Der Appetit Ländern Komitees von parteiwegen gebildet werden müssen, die die her, daß ich dem unübertroffenen Meisterschüler Liszts, deffen ge- fommt beim Essen. Herr Ober, fann man wirklich nicht noch eine waltige Künstler- Erbschaft er nunmehr erneut in alle Welt hinaus. Auflage erhalten?" Interessen der russischen politischen Gefangenen zu vertreten haben, tragen sollte, in einem mehrtägigen Musikfest der Münchner Alabas Revier mein Kollege wird gern bedienen." Ich wechselte den so wäre damit auch für England eine Bafis gegeben, und gewiß bemie zum ersten Male begegnet bin. Beifallsstürme, dem fieghaft Blay. bestellte nochmals Kaffee und Frühlingstorte und zahlte zweiwürden sich dieser Bewegung einige bürgerliche Kreise anschließen." einherdonnernden Klaviertitan dargebracht, durchbrausten das Haus mal Trinkgeld.
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Bedaure sehr
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aber vielleicht wechseln Sie