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Nr. 226+ 34. Jahrgang

Beilage des Vorwärts

Die Kartoffelversorgung im Wirtschafts­jahr 1917/18.

Sonntag, 19. August 1917

auch nach dem 15. November erfolgen. Auf Kartoffeln. über die Leider kann dies von der neuen Verordnung in keiner Beziehung bis zum 15. November Verträge zur Saatgutlieferung abgeschlossen gesagt werden. Die neue Verordnung bringt eine schematische Bc­sind, darf, wenn die Verträge die Genehmigung gefunden haben, schränkung des Gasverbrauchs, ohne überhaupt auf die Bedürf­für Speisekartoffellieferungen feitens der Behörden nicht zurück- nisse der Verbraucher irgendwie Rücksicht zu nehmen. Kinderreiche gegriffen werden. Anerkannte Hochzuchten sollen, um sie für Saat- Familien, die eine kleine Wohnung innehaben, erhalten weniger zwecke zu erhalten, auch dann für Speisezwede nicht in Anspruch Gas zugebilligt wie andere Familien, die infolge günstigerer wirt­genommen werden, wenn am 15. November Verträge über sie nicht schaftlicher Verhältnisse in der Lage sind, eine große Wohnung zu vorliegen. unterhalten. In keiner Weise ist Rücksicht genommen auf die ge= rade in Angestelltenfreisen so häufig bestehende Notwendigkeit, auch nachmittags oder abends eine warme Mahlzeit herzustellen, weil der Ernährer infolge durchgehender Arbeitszeit erst dann nach Hause fommt, während für die Kinder die Mittagsmahlzeit bereits früher bereitet werden mußte. Und schließlich ist es ganz unmög lich, eine derartige Verfügung, deren Einzelheiten vorher noch nicht einmal andeutungsweise bekanntgegeben waren, am Tage der Veröffentlichung in Kraft treten lassen zu wollen. Die vereinigten Angestelltenverbände erklären, daß das Zustandekommen einer der­artigen Verfügung mur möglich war, weil man auch in diesem Falle es wieder unterlassen hat, die Vertreter der Verbraucher zu den Beratungen hinzuzuziehen. Ja, es sind nicht einmal die städtischen Behörden rechtzeitig gehört worden. Unter diesen Umständen erwarten die Groß- Berliner An­gestelltenberbände, daß dieſe Verfügung wieder aufgehoben wird, daß den Verhandlungen über eine den berechtigten Inter­

Auf Grund der Verordnung über die Kartoffelversorgung im Wirtschaftsjahr 1917/18 vom 28. Juni 1917 find nunmehr von dem Präsidenten des Kriegsernährungsamts die erforderlichen Anord­nungen ergangen. Die Versorgung der Bevölkerung mit Speise- Der Handel ist bei dem Verkehr mit Saattartoffeln als Ver­kartoffeln aus der Herbstkartoffelernte 1917 wird vorläufig dahin mittler zugelassen. Bei der Lieferung der Speisekartoffeln hat der geregelt, daß der Wochenkopfsaß der versorgungs- Handel als Auffäufer und Abnehmer in möglichst großem Umfange berechtigten Bevölkerung bis zu 7 Pfund Kar- tätig zu sein, außerdem liegt ihm in den Bedarfsbezirken die Zu toffeln beträgt... Dieser Wochenkopfsatz ist für die Kom führung der Kartoffeln an die Verbraucher ob. munalverbände, die mit Kartoffeln beliefert werden, lediglich Die Preise für die Speisekartoffeln regeln sich nach den Vor­ein Berechnungsmaßstab. In welchem Umfange die Abschriften der Bundesratsverordnung vom 19. März 1917. Zur Durch gabe in den Kommunalverbänden erfolgt, bleibt diesen überlassen. Sie können die Ration je nach den örtlichen Verhältnissen nach Altersstufen, unter Berüc fichtigung der Arbeitsleistu: ig, oder in anderer Weise verschieden hoch bemessen. Die örtliche Regelung ist hierbei nur insoweit Beschränkt, als der durchschnittliche Wochenkopffat von 7 fund Kartoffeln nicht überschritten wer unter allen Umständen, insbesondere auch dann zu gewährleisten, wenn die tommende Herbstkartoffelernte wider Ertvarten gering fein sollte, wird ferner bestimmt, daß die gesamte

Ein Gramm Gold

tommt zum anderen! Auch Kleine Auch eine ben barf. Um die Ernährung der Bevölkerung mit Kartoffeln Teile nimmt die Goldankaufsstelle zum vollen Werte an.

Kartoffelernte für die öffentliche Bewirt- führung der Wintereindeckung wird vorübergehend ein mäßiger saftung jierzustellen ist. Der Landwirt darf von Zuschlag, auch für die Anfuhr an die Berladestation, festgesetzt seiner Kartoffelernte nur den eigenen Speisekartoffelbedarf bes werden. Die Bemessung der Kleinhandelshöchstpreise ist Aufgabe friedigen und nur die kleinen, einen Zoll nicht erreichenden und die der Kommunalverbände, denen in dieser Beziehung Grenzvorschriften ungefunden Kartoffeln an sein Vieh verfüttern. In Trocknereien nicht gegeben werden, da je nach den örtlichen Verhältnissen die upd Stärkefabriken dürfen nur die selbstgezogenen Kartoffeln ver- Kleinhandelspreise verschieden gestaltet werden müssen. arbeitet werden. Als selbstgezogen gelten dabei auch die Pflicht­Kartoffeln der Genossenschaften und Gesellschaften. Das aus dieser Berarbeitung gewonnene Trockengut ist ohne weiteres beschlagnahmt und soll eine Reserve für Frostperioden bilden, in denen Frisch fartoffeln den Bedarfsbezirken nicht zugeführt werden können. Auf Spiritus werden Kartoffeln nur zur Deckung der Anforderungen der Heeresverwaltung verarbeitet. Trinkbranntwein für die Zivil bevölkerung wird aus Kartoffeln nicht hergestellt.

Die im Kleinbau gezogenen artoffeln von Flächen bis zu 200 Quadratmeter sollen den Kleinanbauern restlos belassen werden. Erforderliche Ausfuhrgenehmigungen müssen erteilt werden. Dem Kommunalverband steht es frei, die Kartoffeln auf den Bedarfsanteil des Kartoffelerzeugers, seiner Familie und seiner sonstigen Haushaltungsangehörigen teilweise anzurechnen. Findet die Anrechnung statt, so sind dem Kleinanbauer von seiner Ernte das Saatgut und mindestens Pfund pro Kopf und Tag für das ganze Wirtschaftsjahr frei zu belassen.

Groß- Berlin

Die Gasverordnung wird ergänzt.

Groß- Berliner Sonderbestimmungen find nicht wirkungslos ver Die Proteste gegen die unhaltbare Gasordnung mit ihren hallt. Amtlich wird jezt gemeldet:

effen der Verbraucher stattgebende Neuregelung die Vertreter der Angestellten hinzugezogen werden. An die städin on Verwaltungen Groß- Berlins richten die Angestelltenverbände die Bitte, die Bes mühungen auf Abänderung der Gasverordnung zu unterſtützen.

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,, Gesellschaft gegen die Gaseinschränkung". Einen zeitgemäßen Trick wendet ein Schwindler an, der in den letzten Tagen in Wilmersdorf und wahrscheinlich auch in den anschließenden Gemeinden aufgetaucht ist. Borwiegend in den Abendstunden erscheint ein fräftig gebauter junger Mann und er­flärt auf Befragen, daß er von der Gesellschaft gegen die Gaseinschränkung komme, um den Inhaber der Haushaltung als Mitglied werben. Die Gefell­zu schaft" habe sich als Biel gefegt, gegen die Gas­beschränkung einzuschreiten und ihren Mitgliedern den vollen Bezug von Gas zu ermöglichen. Jedes Mitglied könne nach Zahlung eines jährlichen Mitgliedsbeitrages von 10 M. uneinge­schränkt soviel Gas verbranchen, wie notwendig sei. Ferner brauchten die Mitglieder nur die Hälfte des bisherigen Gaspreises zu zahlen. Bei diesen Versprechungen scheint es dem Schwindler nicht schwer gefallen zu sein, Mitglieder" zu bekommen. Dem Schwindler war es nur um den sofort zahlbaren Jahresbeitrag zu tun, mit dem er dann auf Nimmer­wiedersehen verschwindet.

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Berliner Lebensmittel.

Ginige Zeitungen haben berichtet, von halbamtlicher" Seite Auf Abschnitt 100 der Lebensmitteltarte entfallen 200 Gramm sei die Aufhebung der Verordnung über Ginschränkung des Gas- Haferflocden, Hafergräge oder Hafermehl, auf Abschnitt 101 verbrauchs in Aussicht gestellt. Die Nachricht ist unzutreffend; 100 Gramm lose Suppen, auf Abschnitt 102 zwei Suppentafeln. die Verordnung und die Festsetzungen der Vertrauensmänner An Stelle der losen Suppen und Suppentafeln zuſammen treten bleiben bestehen. Der Reichskommissar wird aber voraussichtlich gegebenenfalls 250 Gramm Morgentrant. Die Abschnitte sind in eine Ergänzung stattfinden laffen, nachdem er sich heute in ein­gehender Sizung mit der Gasgruppe seines Beirats darüber ver­ständigt hat. Sie wird veröffentlicht, sobald auch die beteiligten Stadtverwaltungen darüber gehört sein werden, und dürfte alle Bedenken beseitigen.

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der Beit von morgen bis einschließlich mittwoch in den durch besondere Verkaufsschilder gekennzeichneten Kleinhandels­geschäften gegen Empfangsbescheinigungen abzugeben. Die Ware wird nach Ablauf der üblichen Frist zur Verfügung stehen.

Der durchschnittliche Wochentopfiag von sieben fund ist zunächst nur vorläufig festgesezt worden; die endgültige Regelung tann erst geschehen, wenn Ausgang November durch genaue Bestand. aufnahme ermittelt worden ist, welchen Ertrag die Herbstkartoffelernte gebracht hat. Zu dieser Zeit fann auch erst entschieden werden, ob dem Landwirt weitere Mengen als jetzt bestimmt zum Verbrauch in der eigenen Wirt schaft freigegeben werden können. Daß eine solche Freigabe außerdem unter allen Umständen erst dann erfolgen fann, wenn die Wintereindeckung der Bedarfsbezirke mit Kartoffeln völlig gewährleistet ist und darüber hinaus genügende Mengen für die Versorgung der Bevölkerung mit Kartoffeln im kommenden Frühjahr vorhanden sind, ist selbstverständlich. Die Kontrolle darüber, daß Landwirte und Verbraucher den Vorschriften ent­sprechend die Kartoffeln verwenden, wird durch Einführung der Wirtschaftskarte, ähnlich wie beim Brotgetreide, und durch die Star­toffellarten geregelt. Die näheren Bestimmungen treffen die Bundesstaaten. Sie haben als Aufsichtsbehörden über die zur Lieferung verpflichteten Kommunalverbände dauernde Kontrolle sowohl darüber zu führen, daß die Sicherstellung der Ernte inne­gehalten wird, daß der Verbrauch der Kartoffeln beim Landwirt und beim Empfangsverband den Vorschriften entsprechend erfolgt und daß die zur Lieferung von Kartoffeln verpflichteten Verbände ihre Lieferungsauflage gleidhinäßig und restlos erfüllen. Von Neichs wegen wird daneben eine scharfe ständige Kontrolle durch Sachver ständige in allen Kommunalverbänden gehandhabt werden. Aus der Kartoffelernte dieses Jahres muß das nötige Saat­gut für das Jahr 1918 beschafft werden. Die Saatgutbeschaffung Ob die jetzt angekündigte Ergänzung der Gasordnung wirk­regelt eine Bundesratsverordnung, die nunmehr gleichfalls erlassen lich alle Bedenken beseitigen" wird, wollen wir abwarten. Die Ein schweres Verbrechen ist in der Nacht zum Sonnabend in ist. Danach sind Verträge über Saatgutlieferungen nur zulässig, beste Grgänzung" wäre, die ganze Gasverordnung zu beseitigen. tvenn es sich um solche an Landwirte oder Kommunalverbände han Spandau berübt worden. Eine offenbar der Halbwelt ange­delt. Sie müssen bis zum 15. November 1917 abgeschloffen sein. hörende Frauensperson wurde mit einer tödlichen Brustwunde in Soll das Saatgut aus einem Kommunalverband in einen anderen Zu der Gasverordnung haben 21 Angestellten- der Nähe des sogenannten Schleusenfolt an einer dortigen Ufer­geliefert werden, so bedarf der Vertrag der Genehmigung, die organisationen Groß- Berlins in einer Bertretersizung getreppe aufgefischt. Die Beiche dürfte etwa 10 Stunden im Wasser erteilt werden muß, wenn es sich um Saatgutdeckung für Landwirte meinsam Stellung genommen. Beschlossen wurde folgende Er- gelegen haben. Die Ufertreppe war mit Blut besudelt. Es handelt oder Kommunalverbände handelt, und wenn die Richtpreise einge- klärung: halten werden, die von den landwirtschaftlichen Berufsvertretungen Die Vertreterstzung erkennt an, daß mit Rücksicht auf die sich um einen Mord oder mindestens um einen Totschlag. Gegen ( Landwirtschaftskammern usw.) oder von den Landeszentralbehörden geringen Koblenzufuhren rechtzeitig eine Einschränkung des Gas- 44 Uhr früh hörten Anwohner Hilferufe und beobachteten eine aufgestellt sind. Das aus einem Kommunalverband in einen anderen verbrauchs eintreten muß, und hätte sich mit einer Regelung ein- weibliche Person, die von fünf Männern geschlagen wurde. Die Kommunalverband gelieferte Saatgut wird beiden Verbänden an verstanden erklärt, die den berechtigten Ansprüchen Tote war anständig gekleidet, etwa 20 bis 28 Jahre alt. Ueber ihre gerechnet. Die Lieferung der abgeschlossenen Saatgutmengen darf aller Verbraucher auch mer einigermaßen entsprochen hätte. Persönlichkeit ist noch nichts zu ermitteln gewesen. " Bu was? Zum Schwazen?" Hände zu klatschen, oder er war Witwer. Es war leicht, ,, Nein, zum Berloben." ihm zu entgehen, wegen seines ständigen:,,", das Beides, Einmal geschah es, daß schwagen und sich verloben, das find Dinge, er nicht unterdrücken konnte. wozu die Leute immer Zeit finden können. Gewiß, wir Jungfer Gjatrid und Anders sich an derselben Stelle ver­haben drüben in Hanherred nachgeforscht and wissen so viel, steckten. Aber das war gar nicht gut. Sie wurden einander daß weder Sie, noch Ihre Schwester dort einen Schatz solange bloß ganz fremd. haben."

Die irreführende Nachricht, daß bie neuen Sonder­bestimmungen für den Monat Auguft noch nicht gelten Nabeschränkter Obstverlauf. Da die Großmärkte im allgemeinen sollen", wurde durch die Bossische Zeitung" und durch die Berliner jetzt beffer mit Obst versorgt sind, hat sich das preußische Landesamt Morgenpost" verbreitet. Aus der Voff. 8tg." wurde fie wörtlich für Gemüse und. Obst veranlaßt gesehen, die Verordnung vom ohne Quellenangaben in die Norddeutsche gemeine Zeitung" 30. Juni 1917 aufzuheben, worin unter anderem vorgeschrieben war, übernommen, und aus dieser gelangte sie dann als vermeintlich daß an einem Tage nicht mehr als 2 Pfund Obst an eine und dies " halbamtliche" Meldung in andere Blätter. Daß sie unrichtig selbe Person abgegeben werden darf. In Groß- Berlin ist von dieser Besserung des Marktes bisher sehr wenig zu spüren gewesen. war, wurde im Vorwärts" bereits am Freitag mitgeteilt.

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Anders Hjarmsted.

Von Jakob Knudsen .

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Die nicht gefragten Verbraucher.

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Aber die eigentliche, sozusagen offizielle Empfangsunter­haltung wurde zwischen Proprietär Faurholt selbst und Anders geführt. Striſten Faurholt saß mit seinem freundlichen, ver­gnügten, aber füchsischen Lächeln im Sofa. Er hatte auch Jungfer Gjatrid nahm Kirstine unter den Arm und zog nichts anderes an den Füßen als Strümpfe, und die waren fie mit sich aus der Stube. durchlöchert; von Wäsche hatte er nur das Dreieck auf der Ja, jekt legst Du ja doch die Arbeit nieder für heute, Brust, den Kragen dagegen beiseite gelegt; aber welch le- Niels", sagte Faurholt. bendige Macht und natürliche Würde entfaltete doch dieser Mann, und welche vergnügliche, gleichsam titelnde Art von Ehrerbietung erzeugte er bei seinen jungen Gästen!

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Sie sind wohl ungefähr in der jezigen Zeit vom Morgen bis zum Abend' im Felde?" sagte er zu Anders. " D, jetzt fängt es ja an, wieder ein wenig nachzulassen, bis das Heuen kommt."

" Ja, ja, aber es war viel versäumt, als Sie tamen. Der alte Jerrit war ein Wichtigmacher, es ist ihm ja auch fchlecht gegangen."

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" Die Erde ist etwas ausgemergelt." " D, er war ein rechter Räuber. Aber jetzt ist ein überaus tüchtiger Mann auf den Bjerrehof gekommen. Wissen die Leute doch bald nicht, wie sehr sie ihn loben sollen."

Anders wurde rot vor Verlegenheit und Freude. Ja, ja- aber es ist wirklich wahr. Und die feine Jungfer da bekommt auch ihren Teil vom Ruhme." Ach nein, das ist nicht wahr," sagte Kirstine verdugt. Doch, doch, so ist es."

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" Ja, das muß ich wohl."

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" Hei, zeig jetzt Anders Hjarmfted den Hof, daß er sich hier auf Stavn schnell zurechtfinden lernt. Ich muß wieder zur Gemeinderatsberechnung hinein."

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Kristen Faurholt ging in sein Kontor.- Niels und Anders nahmen ihre Wüzen und begaben sich hinaus. In das Wirtschaftsgebäude, in den Stall, zum Dünger, in den Dbergarten, nach dem nächsten Pflugfeld;- fie fahen nichts davon sonderlich an, sagten auch nicht viel zu einander, fanden aber doch das Ganze, ihren Spaziergang, ihr Gespräch so bedeutungsvoll, so verheißungsreich, so voller gegenseitigem. Verständnis und stillschweigender Uebereinstimmung, daß sie sich geradezu wundern mußten: was es doch nur sei, was sie so schnell zu Freunden machen könne.

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Ein Franenmord?

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Als die Sonne untergegangen war, rief Madam Faur­holt all die jungen Lente zur roten Grüße herein.

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Hat jemand bemerkt, mit wem die zwei jungen Menschen vom Bjerrehof fich meistens zusammenhielten?" fragte Pro­prietar Faurholt, als er gehört hatte, was gespielt worden war. Ja, denn daraus kann man viel für die Zukunft folgern." Dann muß man gewiß eher danach sehen, von wem sie sich im Spiel am meisten fern halten," sagte Pastor Steffensen.

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" D, es find ja nicht alle so zurückhaltend von Natur wie Sie, Herr Pastor," sagte Faurholt.

Der Pfarrer sagte nicht viel für den Rest des Abends. würde an Händen und Füßen. So oft er Jungfer Gjatrid Anders saß mit dem Gefühl da, daß er jegt gebunden betrachtete, wurde dieses Gefühl stärker, und er war mehr­loszubrechen: daß er mals nahe daran, sich loszureißen, das Moorpflügen nicht dulden wolle.

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Niels richtete die Frage an Anders, ob er jetzt mit Kristen Faurholt mußte sich nach und nach mit seiner seinem Vater über das Pajmoor sprechen wollte. Anders er- Unterhaltung von ihm weg an seine Schwester hinwenden, widerte, was vollkommen richtig war, daß er es nicht wisse. denn Anders versant mehr und mehr in Gedanken: Es war " Ja," sagte Niels, es gibt gewiß niemanden, von dem doch auch merkwürdig, daß so etwas ihn in dem Grade be­Vater das geduldet hätte, was er von Ihnen geduldet hat, herrschen konnte, er mußte es ja von seinem Vater ge­Jungfer Gjatrid tam mit einem Tablett mit dem An- drum tann man ja nie wissen, ob er nicht auch in der Sache erbt haben, da war es vielleicht eine Art Tollheit; aber er gerichteten herein: einem Glase Branntwein für Anders, mit dem Moor nachgeben würde. Aber wenn Sie es fonnte es nicht bleiben lassen, an die Schmach zu denken, die einem Glase Kirschwein für Kirstine und ein paat fleinen bleiben lassen tönnten, davon zu reden, denn ich darin lag, daß er dergleichen von dem Proprietär erdulden weißen Kringeln. fürchte ja trotzdem-" sollte, es benahm ihm selbst in diesem Augenblick ganz die Niels ging in stillem Erstaunen umber über seines Vaters. Anders fand es wunderlich, daß Niels dies sagte: wenn Laune, und es nugte nichts, daß er sich selber vorerzählte, Freundlichkeit gegen die Fremden. Er mußte sich doch wirk- Sie es bleiben lassen könnten,"- daß der da verstehen daß es ja doch nur eine einzelne Sache wäre, da könnte lich entschlossen haben, sich mit dem Feinde zu verbünden, fonnte, wie es etwas gab, das Anders gleichsam zwingen er doch bei andern Gelegenheiten sein Recht behaupten. anstatt ihn zu befriegen. wollte, denn das konnte er im Augenblick selbst nicht Nein, aus dieser einzelnen Sache wurde das Ganze: wenn er verstehen, und doch war es so. hier nachgab, warum sollte er sich dann ein andermal stärker Man hatte zu Pastor Steffensen geschickt und zu Schul- zeigen, und dann war er es nicht allein, der sich vor dem lehrers, um ihre beiden Mädchen holen zu lassen; und als Unrecht beugte, sondern er meinte, die Ungerechtigkeit trium­die ganze Welt werde zu alle gekommen waren und zu Abend gegessen hatten, phiere allerorten und immer, spielte man erst Prent und dann Witwenspiel draußen im einem Dunghaufen der Ungerechtigkeit. Garten. Pastor Steffensen hatte die meiste Zeit über in die

" Jezt wird es gar nicht lange mehr dauern," begann der Proprietär wieder, so bekommen die Leute hier in der Gegend etwas Neues zu schwazen: Wie sie die zwei jungen Bjerrehof­Menschen verloben sollen."

" Dazu wird fürs erste wohl keine Zeit fein", sagte Anders.

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Forts. folgt.)