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Nr. 259 34. Jahrgang

Groß- Berlin

Wer den Frieden will,

Beilage des Vorwärts

Freitag, 21. September 1917

Ferner lagen der Deputation die Sabungen für einen neuzu- Seitengemehr und hieb der Frau zweimal über den Kopf, gründenden Arbeitsnachweis für die Schuh- und Schäftefabrikation zwei Stiche in die Nippen und einen Etich in den Unterschenkel. zur Genehmigung vor, desgleichen die Satzungen des bisherigen Dann st e Ilte er sich selbst der nächsten Polizeiwache. Die paritätischen Arbeitsnachweises für das Berliner Holzgewerbe, der Frau wurde in ärztliche Behandlung gegeben.

demnächst in die Verwaltung der Stadt Berlin übergehen soll. Im

muß das Blatt unterstützen, das am entschiedensten und wirk- fißende in den Kuratorien weder Arbeitnehmer noch Arbeitgeber samsten für den Frieden eintritt.

Wer den freiheitlichen Fortschritt will,

§ 2 aller Satzungen ist die Bestimmung enthalten, daß der Vor­sein darf. Der Holzarbeiterverband hatte hierzu diesen Antrag ge­stellt: Den Vorsiz in den Sitzungen des Kuratoriums führt ab­wechselnd ein Arbeitgeber und ein Arbeitnehmer. Bei eintretenden Differenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer- Beisitzern wird

muß ein Blatt lesen, das unablässig für demokratische Re- ein Mitglied der Deputation für Arbetsnachweise mit der Leitung formen im Innern kämpft.

Wer soziale Wohlfahrt will,

muß die Zeitung halten, die die Interessen der Verbraucher der Soldaten, der Arbeiter und Arbeiterinnen verficht. Wer, nicht lau, indifferent, schlafmüzig und ein überflüssiger Zeit genosse sein will, der

muß den Vorwärts" lesen

und für seine weitere Verbreitung tätig sein. Dazu ist gerade in diesen Tagen die rechte Zeit. Was jetzt bis zum 1. Oftober versäumt wird, ist später schwer nachzuholen. Darum ergeht an unsere Freunde noch einmal der Ruf:

Sorgt zum Quartalswechsel für neue Vorwärts"-Lefer!

der Sigung betraut. Dieser Antrag wurde abgelehnt, da seitens der Deputation für unerläßlich angesehen wurde, daß durch einen un­parteiischen Vorsitzenden eine ständige Verbindung zwischen dem sichtlich der Kosten wurde die Vereinbarung getroffen, daß die be­Kuratorium und der städtischen Verwaltung hergestellt wird. Hin­teiligten Arbeitnehmerverbände und die Tischler- Innung je 3000 M. als Jahresbeitrag zahlen. Nach Ablauf von sechs Monaten nach Friedensschluß soll der Frage eines höher zu zahlenden Beitrages seitens der Interessenten von der Deputation näher getreten Die Sazungen für den Arbeitsnachweis für die Ber­ liner Schuh- und Schäftefabrikation wurden glatt genehmigt. Die im vorigen Bericht erwähnte Ginwohnerkarte, die für die Dauer eines Vierteljahres gelten soll, wird zunächst gewerbeweise für männliche Arbeitsuchende zur Einführung gelangen.

werden.

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Schutz dem unehelichen Kinde!

Der Richtige.

Der Scheidemann ist ihm fatal, Weil nicht genügend radikal. Den Vorwärts" hat er auf den Zug Weil er nicht radikal genug.

Er geht nicht in den Wahlverein, Er müßte radikaler sein.

Und der so täglich bost und toft

Was liest denn er? Die Morgenpost!"

Mittwoch den Bericht des Ausschusses über die Vorlage betreffend Charlottenburg . Die Stadtverordnetenversammlung nahm am Gewährung von Kriegsteuerungszulagen und Kriegslohnzuschlägen entgegen. Der Ausschuß hat die Vorlage in einigen Punkten ab­geändert. So hat er u. a. die Erhöhung des Kriegslohnzuschlages auf 25 Pf. pro Stunde und die Gewährung von Teuerungszulagen auch an sämtliche Mitglieder des Magistrats beschlossen. Mit diesen Aenderungen erklärte sich die Stadtverordnetenversammlung unter Ablehnung eines sozialdemokratischen Antrages auf Erhöhung des Kriegslohnzuschlages auf 30 Pf. einverstanden. In der Be gründung dieses Antrages führte Genosse Dr. Borchardt aus, daß die sozialdemokratische Fraktion es sich vorbehalte, wenn der Krieg noch lange andauere und die Verhältnisse noch schwieriger würden, eine Revision des gesamten Normaletats zu beantragen, daß sie also keineswegs damit einverstanden seien, daß die jetzt ge­währten Teuerungszulagen unbedingt während der ganzen Dauer des Krieges nicht erhöht werden dürfen.

Weitere Vorlagen des Magistrats betrafen Erhöhungen des Der Gaspreis foll von 16 auf 20 Pf. pro Rubikmeter erhöht Wasserpreises, des Gaspreises und des Preises für elektrischen Strom. besonderen Ausschuß zur Vorberatung überwiesen. werden. Nach eingehender Debatte wurden diese Vorlagen einem

Eine Tagung deutscher Berufsvormünder fand in Berlin statt. In einer Vorversammlung wurde der Schuß des unehelichen Kindes erörtert. Seine Notwendigkeit ist, nachdem längst die Berufsvormünder sie immer wieder betont Getreides und Mehlschiebungen hatten, auch im Reichstagsausschuß für Bevölkerungspolitik an­Großen Getreides und Mehlschiebungen zwischen Thorn und leitete, wies in seinem Referat auf die weitaus höhere Säuglings erkannt worden. Prof. Klumter- Frankfurt a. M., der die Tagung Berlin ist das Kriegstucheramt auf die Spur gekommen. Der sterblichkeit der Unehelichen hin. Vorsteher des Güterbahnhofs in Thorn, Wilhelm Bönig, Thorn, auch die überlebenden Unehelichen werden in den späteren Kindheits­Sie wirkt nicht als Auslese; denn Leibitscher Straße 25, benutzte vor kurzem seinen Sommerurlaub, jahren noch in großer Zahl von Krankheit und Tod betroffen. Dazu um nach Berlin zu fahren mit der Absicht, hier Verbin- fommt, daß sie auch in sittlicher Hinsicht die Folgen des Elends dem Genossen Leupold begründeten sozialdemokratischen Anfrage: Endlich beschäftigte sich die Versammlung noch mit einer von dungen mit Lebensmittelschiebern anzuknüpfen. Er lernte hier zeigen, in dem sie aufwachsen. Unter den Fürsorgezöglingen sind fünf Jit dem Magistrat bekannt, daß ein großer Teil des von der den Kaufmann Bruno Anders, Schöneberg , Bayerischer bis sechsmal soviel uneheliche, als nach dem ihnen zukommenden Stadt gelieferten Obstes und Gemüses in verdorbenem Zu Blak 4, tennen. Anders erbot sich Bönig gegenüber, Anteil darunter sein dürften. Aus dem Elend der Unehelichen er- stand zum Verkauf gelangt? Was gedenkt der Magistrat größere Posten Roggenmehl abzunehmen. Darauf veranlaßte Bönig gibt sich die Notwendigkeit ihres Schutzes. Wir haben in Deutsch zu tun, um diesem Uebelstand abzuhelfen?" Die der Inter­den Mühlenverwalter Rippert in Thorn, Altstädtischer Markt 24, land mit etwa einer Million unehelicher Kinder unter 14 Jahren pellation zugrunde liegenden Tatsachen mußte der Dezernent den Verwalter der in der Nähe von Thorn belegenen großen zu rechen. Die Schuld an der Not der Unehelichen trifft nicht nur bes er Magistrats im wesentlichen zugeben, wies aber Leibitscher Mühle, 400 Zentner( also 2 volle Waggons) Roggenmehl Vater und Mutter, sondern auch die Gesellschaft. Warum nach, daß der Verderb von Waren sich bei den großen Entfernungen zu Wucherpreisen zu verkaufen. Rippert hatte es verstanden, sich überläßt der Staat, fragte Klumter, uneheliche Kinder dem Siech nicht ganz vermeiden lasse. Auf keinen Fall dürften die Kleinhändler widerrechtlich Frachtbriefe zu verschaffen, die für Transporte an tum und dem Verbrechertum? Nimmt er sich der Unehelichen verdorbene Waren verkaufen, denn ihr Verdienst reiche völlig aus, Proviantämter der Heeresverwaltung bestimmt waren. Auf diese Fracht besser an, dann werden auch Vater und Mutter sich ihrer um solche Waren auszuschalten. Es seien jetzt alle Vorkehrungen briefe hin sollten die beiden Waggons nach Berlin in die Hände der Pflicht besser bewußt werden. Korreferent Stadtrat Rosen getroffen, nicht einwandfreie Waren vom Verkauf auszuschließen und Schieber gebracht werden. Um den Eisenbahnversand ab Station t o d Königsberg i. Pr. stellte für den Schutz der Unehe- als Viehfutter zu verwenden. Leibitsch möglich zu machen, wurde der Hilfsweichensteller Mar lichen bestimmte Forderungen auf. Ein schnelleres Ver­Stiemert in Leibitsch ins Vertrauen gezogen. Als alles fertig fahren zur Erlangung der Unterhaltsbeihilfe sei nötig, weil war, fuhr Anders von Berlin nach Leibitsch, um dort die gerade auf die ersten Lebensmonate der Unehelichen viel ankommt. beiden Waggons zu übernehmen. Anders verschlief aber im Da das uneheliche Kind vom ersten Tage an Schuh braucht, so Schlafwagen die Zeit, fuhr über Thorn hinaus, und als müsse zunächst der gesetzliche Berufsvormund eingreifen, der später er mit dem nächsten Zuge nach Thorn zurückkehrte, fand er durch den Einzelvormund ersetzt werden könne. Eine öffentliche Beamte des Kriegswucheramtes aus Berlin vor, die ihn und Instanz müsse die fehlenden Mittel zur Versorgung des Kindes vor­die drei anderen Schieber festnahmen und in das Thorner streden. Neukölln. Kistenverkauf zur Kartoffellagerung findet, wie aus Der Einzelvormund dürfe nicht durch Zwang bestellt der heutigen amtlichen Bekanntmachung hervorgeht, auf dem städti Gerichtsgefängnis ablieferten. Die beiden Waggons mit Roggen werden, sondern müsse ein freiwilliger und bereiter Schüßer sein. fchen Eiswerk, Mittelbuschweg, zum Preise von 2 M. das Stück mehl fonnten beschlagnahmt werden. Der Gütervorsteher Bönig fühlte In der Diskussion trat der Gegensatz zwischen Berufsvormund statt. Dieselben eignen sich ganz besonders zur Lagerung von Kar sich so sicher, daß er einem der ihm unbekannten Beamten des Kriegs- und wurde festgestellt, toffeln in den Haushaltungen und werden, soweit der Vorrat reicht, ar Erbsen, im Bentner Startoffeln und einige fette in neuester Beit gewandelt haben. Nur sollte man bei von 9-12 und 26 abgegeben werden. Schweine im Gewicht von je 3 Zentner zu beschaffen. Er gab der Fürsorge mehr an das Kind als an das Staatsinteresse denken. an, einen ganz sicheren Ort zu haben, wo die Schweine geschlachtet werden könnten, diese würden dann in drei oder vier Kisten ver- Schüler auf der Pilzsuche. In Schöneberg veranstaltet die pact, als Umzugsgut" deklariert, von verschiedenen Bahnhöfen ver- Hohenzollernschule jetzt Ausflüge von Schülern zu dem Zweck, in den schickt werden, damit kein Mensch Verdacht schöpfen könne. Der Wäldern der näheren und entfernteren Umgebung von Berlin die Hilfsweichenſteller Stiemert bot aus eigenem Antriebe größere Posten Roggen, Weizen, Gerste, Hafer und 200 Zentner Erbsen zu Wucher­preisen an. In die Angelegenheit scheinen noch mehrere Berliner Personen verwickelt zu sein, wie die weitere Untersuchung ergeben dürfte.

sehen von Mittwoch und Sonnabend, von 9-2 Uhr für das Publikum - Die Ausgabestellen für Bezugscheine find werktäglich, abge­geöffnet. Am Mittwoch werden die Stellen vormittags von 9-1 und nachmittags von 4-6 Uhr, am Sonnabend vormittags von 10 bis 1 und nachmittags von 4-7 Uhr geöffnet sein.

wucheram 14 agen einen Waggon 200 Bentner i munden Liche Kind sich dortselbst gegen fofortige Bezahlung während der Geschäftsstunden

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- 67 000 000 M. Kriegslaften. Die Ausgaben für Kriegs­unterstüßungen betrugen im Monat August 2095 954 M. Seit Kriegsbeginn wurden bis jetzt insgesamt 48 523 440 M. für Kriegsunterstüßungen verausgabt. Die Mietbeihilfen erforderten Bilzichätze zu sammeln. Ein pilzkundiger Lehrer begleitet die bisher 10 149 782 M., während für Zwecke der freiwilligen Kriegs­Schüler, so daß sie zweckentsprechend angeleitet und über die rechte der während des Krieges neu eingestellten Hilfskräfte und zur Ge­wohlfahrtspflege 715 375 M. aufgewendet wurden. Zur Besoldung Art des Pilzesammelns belehrt werden können. Der Gedanke, solche währung von Teuerungszulagen wurden bis jetzt 3077 203 M. ver Pilzausflüge zu machen, ist von einem Einwohner Schönebergs an- braucht. Die Verzinsung der aufgenommenen Kriegsdarlehen er­geregt worden und hat den Beifall des Magistrats gefunden. Das forderte bisher 2 685 730 M. Die Gesamtaufwendungen für Kriegs­Ergebnis der Pilzsuche wird durch Vermittlung des Magistrats auf ausgaben haben nunmehr die Höhe von 67 294 206 m. erreicht. den Markt gebracht und dort zu ungefähr marktüblichen Preisen verkauft.

Bei einer anderen großen Mehlschiebung wurden der Kaufmann Alfred Hilgner, Karlshorst , Andernacher Str. 12, der Reisende Martin Grünstein, der sich als ungarischer Fahnenflüchtiger ohne Wohnung in Berlin aufhielt, der Fuhrherr Adam Kriegstagung der deutschen Saalbefizer. Der Bund der Saal­Messinger, Berlin , Elbinger Straße 35, der Kaufmann Karl und Konzertlokalinhaber Deutschlands , der Mittwoch seine diesjährige Kurze, Baumschulenweg, Gleimstr. 11, die Fuhrwerksbesitzerin Wilhelmine Maa B, Berlin , Zionskirchstraße 6. betroffen. Die Kriegstagung mit einer Delegiertenversammlung eingeleitet hat, Wilhelmine Maaß, Berlin , Zionskirchstraße 6. betroffen. Die hielt am geftigen Donnerstag feine Hauptversammlung ab. Rebal Beteiligten versuchten einen Waggon Mehl, als Gips" teur Stadtverordneter Friedrichs- Schöneberg sprach über die Lage deklariert, zu Wucherpreisen nach Hamburg zu verschieben. Den des Saalgewerbes vor, während und nach dem Kriege. Es sollen Bucherern fonnten 44 352 M. bares Geld und ein Scheck über in Zukunft Saalräume für Vereine, Gesellschaften, Vorführungen usw. 5275 M. abgenommen werden. Das Mehl wurde beschlagnahmt nur gegen eine feste Entschädigung abgegeben werden. Der Bundes­und vom Kriegswucheramt der Reichsgetreidestelle zur Verfügung tag nahm einen Antrag an, bei den zuständigen Stellen dahin vor­gestellt. Grünstein, Messinger und Kurze wurden durch das Kriegs- stellig zu werden, daß die Genehmigung zum Tanz wie in Friedens­wucheramt in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert.

zeiten wieder erteilt wird. An den Bundesrat foll eine Eingabe gerichtet werden, die Stundungsfrist für Hypotheken weiter zu ber­längern. Sehr eingehend beschäftigte sich die Versammlung auch mit der Frage des sogenannten Kundenschutzes.

- Städtische Buchhaltungskurse. Für Kriegerfrauen, Krieger­witwen und deren Töchter werden im kommenden Winterhalbjahr zwei kurzfristige kaufmännische Kurse eingerichtet. Ein Kursus um­faßt einfache Buchführung mit Uebung im Bank, Wechsel-, Scheck berkehr und Steuerwesen, der andere nur Schriftverkehr und Rechnungswesen. Die Dauer der Kurse beträgt je 10 Wochen. Der Unterricht findet an zwei noch zu bestimmenden Wochentagen abends von 8 bis 10 Uhr statt. Das Schulgeld beträgt 3 M. für einen Kursus. Beginn des Unterrichts: Donnerstag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr, in der städtischen kaufmännischen Fortbildungsschule, Donaustr. 120. Anmeldungen werden daselbst im Geschäftszimmer wochentäglich von 8 bis 12 Uhr und 4 bis 7 Uhr, Mittwoch und Sonnabend nur vormittags entgegengenommen.

Erhöhung der Milchpreise in Groß- Berlin. Vom 23. September ab beträgt der Milcherzeugerhöchst preis für Vollmilch 34 Pf.( bisher 28 Pf.) und für Magermilch 18 Pf. ( unverändert), für das Liter frei Bahnwagen oder Schiff der Verlade­Beschränkung des Eilstückgutverkehrs. Vom 20. d. M. ab wird stelle. Für Lieferung frei Bestimmungsort beträgt der Erzeugerhöchst- der Eilstückgut- und Frachtstückgutverkehr auf solche Güter beschränkt, preis für Vollmilch 36 f.( bisher 30 Pf.) und für Magermilch 20 Bf. die im Interesse der Kriegswirtschaft und Voltsernährung unbedingt ( unverändert). Wie bisher kann für Vollmilch, die vor der Lieferung befördert werden müssen. Ferner sollen vom 20. d. M. ab regel­molkereimäßig behandelt worden ist, ein Zuschlag von 2 Pf. für das mäßig Gilstückgüter nur angenommen werden, wenn das Einzel­Liter gefordert werden. Da die Preisspannung zwischen Erzeuger- gewicht nicht mehr wie 100 Silogramm beträgt. Sobald die ge- der Fleischereigeschäfte oder die beiden städtischen Fleischhallen vers höchstpreisen und Kleinhandelspreisen in Groß- Berlin von der ſamte Inanspruchnahme der Eisenbahn es zuläßt, werden diese Maß­Preisprüfungsstelle auf 8 Pf. bemeffen worden ist, ist zu erwarten, nahmen beseitigt werden.

daß der Kleinhandelshöchstpreis in Groß- Berlin Das heutige Volkskonzert des Philharmonischen Orchesters findet für molkereimäßig behandelte Vollmilch, die zumeist in Betracht im Stadttheater Moabit , Alt- Moabit 47/48, statt. Beginn des Kon­fommt und für die der Erzeugerhöchstpreis einschließlich des Zu- zerts 8 Uhr. Eintrittspreis 30 Pf., Kasseneröffnung 7 Uhr. flages 38 Pf. beträgt, von 40 auf 46 f. erhöht werden wird.

Berliner Lebensmittel.

geschäften. Vom 1. Oktober ab treten neue Kundenverzeichnisse in Wilmersdorf . Neue Kundenverzeichnisse in den Fleischerei­Kraft. Die Einwohner, die Fleisch ust. aus hiesigen Fleischereis geschäften oder den städtischen Fleischhallen beziehen wollen, habeir ich bis zum 29. September d. J., abends 8 Uhr, in den Fleischerei­geschäften oder in den städtischen Fleischhallen unter Vorlage ihrer Fleischkarten in das Kundenverzeichnis persönlich oder durch ein Mit­glied ihres Haushaltes einzutragen. Auf Wunsch sind die Inhaber pflichtet, die Eintragungen für die Anmeldenden zu bewirken. Die Inhaber der Fleischereigeschäfte und die städtischen Fleisch­hallen sind verpflichtet, zum Zwecke der Eintragung in das Kundenverzeichnis ihre Läden am Montag, den 24. September, Dienstag, den 25. September, Mittwoch, den 26. September, Donnerstag, den 27. September, Freitag, den 28. September, und Die Konsumgenossenschaft im Film. Die hochinteressanten Sonnabend, den 29. September, bis abends 8 Uhr offen zu halten. Lichtenberger Anlagen der Konsumgenossenschaft Berlin und Um- Die Eintragung in das Kundenverzeichnis hat zur Folge, daß der gegend werden vom 21. bis 24. September in den Kolonnen- Licht- Eingetragene vom 1. Oktober d. J. ab bis zur Auflage neuer Die Frist zur Anmeldung für die neueu Fleisch- Kundenverzeich- spielen, Schöneberg , Kolonnenstr. 5/6, und vom 25. bis 27. Sep- Stundenlisten Fleisch usw. nur aus dem Fleischereigeschäft beziehen niffe läuft mit Sonntag, den 23. September, ab. tember in den Lichtspielen Cöpenicker Str. 30 A, vorgeführt werden. darf, bei dem er mit Fleischkarten eingetragen ist. Wer die festge­Aus der Deputation für Arbeitsnachweis. Der Film bringt Bilder der Gesamtanlage, ferner der riesigen setzte Frist für die Eintragung in das Kundenverzeichnis versäumt, Bäckerei, der Kaffeepackmaschine usw. Wir empfehlen unseren Lesern bleibt vom Fleisch, Fleischwaren usw. Bezuge für die Dauer Die letzte Sigung dr Deputation für Arbeitsnachweis hatte eine und Leserinnen die Besichtigung des lehrreichen und interessanten der am 1. Oktober beginnenden Fleischfartenperiode ausgeschlossen. reichliche Tagesordnung zu erledigen. Vom Verband Märkischer Films. Offenhaltung der Fleischerläden. Vom 1. Oktober ab wird Arbeitsnachweise lag der Antrag vor, die Stadt möge die Verpflich­tung übernehmen, für einen etwaigen Fehlbetrag der Kriegs­Lichtspiele Tauenkien- Palast. Bernd Aldor kommt in der heute mit Rücksicht auf die Einschränkung des Kohlen- und Gasverbrauches betriebswerkstätten bis zur Höhe von 100 000 Mt. zu haften. die Freitag beginnenden Spielwoche mit seinem eben fertiggestellten angeordnet, daß bis auf weiteres der Fleischverkauf nur von Diens­Deputation beschloß, die Garantieverpflichtung bis zur Höhe von Film auf den Spielplan. Richard Oswald hat die Regie dieses tag bis Sonnabend von 9 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags 8800 Mt. zu übernehmen, lehnt aber für die Zukunft jegliche Zu- Schauspiels geleitet, das den Titel führt: Der Schloßherr von stattfindet. An jedem Freitag sind nachmittags von 4-7 Uhr alle schußleistungen aus städtischen Mitteln ab. Hohenstein". Der U- Boot- Film U 35, Kapitän Arnauld die la Kunden, die am vorhergehenden Dienstag und Mittwoch zu kaufen Der Verband Märkischer Arbeitsnachweise gibt eine Vakanzen- Perrière versenkt in 28 Tagen 24 Schiffe mit 80 000 Tonnen, wird verhindert waren, an jedem Sonnabend nachmittags von 4-7 Uhr diejenigen Kunden, die am Vormittag dieses Tages sowie an dem lifte heraus, über deren Wert und Zweckmäßigkeit die Meinungen auch noch diese Woche im Programm gezeigt. vorhergehenden Donnerstag und Freitag zu kaufen verhindert geteilt sind. Es wurde daher beschlossen, das Generalkommando zu Soldatentragödie daheim. Ueber eine Ehetragödie wird aus waren, zum Fleischeinkauf berechtigt. ersuchen, eine Anordnung zu erlassen, daß die Arbeitsvermittelung dem Osten der Stadt berichtet. Hier wohnt seit einiger Zeit die für Kriegsbeschädigte einheitlich lediglich durch die zuständigen amt- Ehefrau Marie des zurzeit im Felde befindlichen Soldaten- Spandau. Lebensmittel. Donnerstag, den 20., hat der Verkauf lichen Stellen und zwar durch den Arbeitsnachweis für Kriegs- ter bod mit einem Mann namens Winkelmann in dem Hause von Marmelade in den durch Aushang fenntlich gemachten beschädigte und die von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisa- 3orndorfer Straße 44 zusammen. Als nun heute nachmittag Geschäften begonnen. Auf jedes Feld 12 der Lebensmittelfarte tionen gebildeten Arbeitsgemeinschaften auszuführen ist. Außerdem Jüterbock aus dem Felde auf Urlaub kam, fand er seine Wohnung werden 112 Pfund abgegeben. Der Preis beträgt für die Apfel, wurde es für wünschenswert erachtet, die Arbeitgeber der in der in der Kochhanstraße verschlossen und als er öffnen ließ, fand er Pflaumen- und gemischte Marmelade 64 Pf., für die Südfrucht­Stellenliste des Verbandes Märkischer Arbeitsnachweise bekannt- faft die ganze Wohnung ausgeräumt und seine Frau verschwunden. marmelade 90 Pf. pro Pfund. Da der weitaus größte Teil aus gegebenen Berliner Stellen zu ersuchen, fünftig sich lediglich der Er erfuhr nun, daß sie mit Winkelmann in der Zorndorfer Straße Südfruchtmarmelade besteht, sind die Käufer verpflichtet, in erster für die Kriegsbeschädigten bestehenden zuständigen Vermitte- schon seit einiger Zeit zusammen wohnte. Er ging dorthin und Linie auch diese abzunehmen. Am Sonnabend, den 22. September, lungseinrichtungen zu bedienen. stellte sie zur Rede. Nach heftigem Wortwechsel zog er sein beginnt der Verkauf der städtischen Margarine auf

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