1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Nr. 135.
Bonkotkirk Hind:
Donnerstag, den 14. Juni 1894.
1. Schultheiss- Brauerei , Aktien- Gesellschaft, felbft treffen. Das mögen insbesondere diejenigen bedenken, feßt es folgende faftige Ohrfeige: Berlin ( und Tivoli).
2. Brauerei F. Happoldt.
3. Böhmisches Brauhaus, Sommandit- Gesell- werde!" schaft auf Aktien, A. Knoblauch. 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin ( AdlerBrauerei).
11. Jahrg.
Schaden, der unserem Unternehmen zugedacht| Nachdem die Norddeutsche Allgemeine" den Herren Rösick ist, wird in erster Reihe unsere Arbeitnehmer und Goldschmidt diesen fetten Bissen vor die Nase gehalten hat, welche zwar den Frieden gewollt, aber nicht recht- Während der sonst recht eingehend gehaltene, vom Abg. zeitig für denselben eingetreten sind. Wir Hize erstattete Kommissionsbericht kaum erkennen läßt, welche hoffen, daß ein solcher Fall sich niemals ereignen wird, daß das Gründe die Kommission zur Ablehnung des vorgeschlagenen gute Verhältniß, das zwischen uns und der großen Mehrzahl§ 153 führten, diskutirte der Reichstag zwar fast zwei Sigungen von Ihnen bisher bestand, neu gekräftigt und dauernd erhalten über denselben, aber die Herren Sozialdemokraten verstanden es, die Aufmerksamkeit des Hauses von der Sache selbst durch das Wir dächten, das ist deutlich gesprochen. Herr Röfice wollte Hereingerren von allerlei Fällen" abzulenken. So erfolgte bei einmal Generalprobe" machen, auf die er sich lange vor einem schwachbesetzten Hause am 23. April 1891 die Ablehnung bereitet hatte. mit 142 gegen 78 Stimmen, und unter den damals mit Nein" Nun, der Herr hat seinen Willen bekommen. Aber eine er Votirenden befanden sich die Abgg. Rösicke und Gold= bärmliche und eines Mannes unwürdige Heuchelei ist es, wenn schmidt, bekanntlich Direttoren zweier der jett man so den Kampf vorbereitet und erzwungen hat, sich dann als boykottirten Brauereien." der muthwillig Angegriffene hinzustellen. Nun, das Manöver ist Zähneknirschend mögen sich die Herren Rösicke und Gold. 6. Spandauer Berg- Brauerei, vorm. C. Bech- ia längst durchschaut und zwar nicht nur von uns, sondern auch schmidt bei dieser hochmoralischen Ohrfeige ihre ganze Sünden. von den Kollegen, die der Brauertönig" so gleißnerisch in seine rüppelhaftigkeit vorgehalten haben. Ja, das ist der Fluch der mann, Westend bei Charlottenburg . Netze zu locken wußte. 7. Aktien- Gesellschaft Schloss Brauerei Schöneberg .
5. Vereins- Brauerei Rixdorf.
Tokales.
Alle für die Boykottkommission bestimmten schriftlichen Mittheilungen find an J. Auer, Berlin SW., Razbachstr. 9, zu richten. Die Adreffen der übrigen Mitglieder der Boykott tommission find: H. Mattutat, SO. Wrangelstr. 124; R. Millarg, NW, Lehrterstr. 22; H. Gumpel, NO. Weinstraße 31; Paul Hilpert, Rigdorf, Karlsgartenstr. 1.
Zum Bierboykott. Brauereien und Bieragenten, welche gewillt find, Bier von außen hier einzuführen, haben ihre Offerten an Herrn J. Hente, per Adr. Friz 3ubeil, Berlin SO., Naunynfiraße 86, zu richten. Gastwirthe, Budiker oder sonstige Bierhändler, welche Bier zugewiesen wünschen, belieben ihre Bestellungen an eines der nachstehend verzeichneten Kommissionsmitglieder zu richten:
J. Hente, Gr. Frankfurterstr. 78. F. Wilke, Andreasstr. 26. W. Lorenz, Roppenstr. 47. H. Köhn, Naunynstr. 83. G. Spiedermann, Weberstr. 66. Haferland, Bellermannftraße 87. M. Schep 3, Reinickendorferstr. 7. B. Staber= nad, Mühlenstr. 49a, G. Tempel, Langestr. 65. F. Zubeil, Naunynftr. 86. Schonheim, Gräfestraße 8. Wernicke, Charlottenburg , Krummestr. 19.
Noch eine Rede des Herrn Röfice. Unser Bemerkungen zur Rösicke'schen Rede bei der Einweihung des Kinderheims in Pankow erscheinen den Tintenfulis des Brauerrings als perfide Angriffe und Verdächtigungen". Nun, das ist Geschmacksache. Wir sind nun einmal der Meinung, daß ein Mann, der mit seiner christlichen Religiosität prahlt, wenn es ihm damit ernst wäre, nicht mit einem Schlage Hunderte von vollständig unschuldigen Arbeitern auf die Straße sezen tönnte. Herr Rösicke, der in Pankow mit seinem Christenthum geprahlt hat, ist aber der Leiter und die Seele der doppelten Dezimirung der BrauereiArbeiter am 15. Mai. Und diese Doppeldezimirung ist der frivolfte Friedensbruch, der auf dem Gebiete der Kämpfe zwischen Arbeiter und Unternehmer je vorgekommen ist. Und dieser frivolfte, vom brutalsten Unternehmer- Hochmuth eingegebene Streich, er war von Herrn Rösicke von langer Hand geplant und vorbereitet. Einen klassischen Beweis dafür, daß dem so ist, bringt heute die Nat.- 3tg" bei, indem sie eine Rede des Herrn Rösicke, die er im Dezember 1898 vor seinen Arbeiterausschüssen gehalten haben soll. Das genannte Blatt empfiehlt uns die Lektüre dieser Nede. Nun wir kommen diesem Wunsch so gerne nach, daß wir diese Rede nicht nur selbst mit großer Aufmerksamkeit gelesen haben, sondern sie auch zur Kenntniß unserer Leser bringen. Wir bitten lettere, nur die im Drucke hervorgehobenen Stellen besonders zu beachten und fich bann an die Erklärung des Brauerrings zu erinnern, wonach die Herren Herren überrascht und in der„ Nothwehr zu der schamlosen Maßregelung der fünfhundert Arbeiter geschritten sein wollen. Die Rede, für deren Veröffentlichung wir der National Zeitung" sehr dankbar sind, Lautet:
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gegen die Arbeiterschaft spielt bekanntlich vor allem die Phrase Ju dem Kampf der Herren Röficke und Kompagnie von dem Solidaritätsgefühl der großen und kleinen Brauereien eine hervorragende Rolle. Die kleinen Brauereibesitzer, die bislang unter dem Konkurrenzdruck der Großen kaum zum Luftschnappen tommen konnten, werden in allen Bulletins mit einem Mal als getreue Kombattanten aufgeführt, die in Reih' und Glied mit den Großen auf die Arbeiter loszuhauen sich berufen fühlen. Diesen Prahlhansereien gegenüber verlohnt es sich wohl einmal, ein Bild von der wirklichen Stimmung der fleinen Brauereibesitzer wieder zu geben, wie sie sich in einer Buschrift, die uns gestern zur Beröffentlichung zugestellt worden ist, wiederspiegelt. Uns wird geschrieben:
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Halbheit, der dem Liberalismus anhaftet, daß er nicht immer die baumeln. Aber hier gilt es einsetzen und Besserung geloben. süßen Früchte zu erhaschen weiß, wenn sie ihm vor der Nase
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Ein zweiter Kontrattbruchs- Paragraph von der Regierung dargereicht und die beiden Reumüthigen werden, Liberalismus hin, Liberalismus her, schon wissen, wie sie zu stimmen haben! genossen die Einzeichnung in die Wählerlisten möglichst zu er= Zu den Gewerbegerichts- Wahlen. Um den Parteileichtern, find an folgenden Stellen noch Antragsformulare für die Einzeichnung zu haben: Restaurant Krüger, Hirtenstr. 10. Restaurant Steuer, Weinstr. 22. Restaurant Hilgenfeld, Bergstraße 60. Gewerkschaftsbureau Rosenstr. 28. Restaurant Freygang, Schützenstr. 18/19. Geschäftsdiener- Verbandsbureau Neue Grünstr. 10. Restaurant Werner, Bülowstr. 59. Restaurant Neulich brachte Ihr Blatt eine Annonce, in der Grube, Mariendorferstr. 5. Restaurant Müller, Gräfeſtr. 31. Herr Arendt vom Münchener Brauhaus in Berlin mit Restaurant Ehrenberg, Annenftr. 16. Bigarrengeschäft Börner, theilt, daß Brauereibesizer Herr F. Happoldt den Hekto: Ritterstr. 15. Restaur. Schwarzkopf, Staligerstr. 11. Bigarrengeschäft liter Bier um 15 M. in Gransee verkaufe. Heute lese Rumpf, Wienerstr. 22. Restaurant Zubeil, Naunynftr. 86. ich im Berliner Tageblatt", Annoncentheil, daß Herr Restaurant Tempel, Langestr. 65. Restaurant Babel, Frankfurter Happoldt Herrn Arendt Lügen straft und erklärt, es sei allee 90. Restaurant Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Restaurant nicht wahr, daß er die Tonne( 1/3 hektoliter) um 18 M. Augustin, Rastanien- Allee 11. Restaurant Gnadt, Swinemünder verfaufe. Ich will nicht untersuchen, wer die Wahrheit straße 120. Restaurant Gleinert, Müllerstr. 174. Restaurant sagt. Das ist sehr schwer nachzuweisen. Thatsache aber ist, Sermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Die Einzeichnung in die daß die Berliner Brauereien, und in erster Linie die Wählerlisten findet nur in der Zeit vom 15. bis 28. Juni in berühmte Schultheiß Brauerei, den Brauern in der den in gestriger Nummer des Vorwärts" bekannt gegebenen Provinz die abscheulichste Konkurrenz macht. Für 20 M. Stellen statt. Versäume Niemand die Einzeichnung rechtzeitig die Tonne, mindestens 130 Liter, fährt diese Brauerei auf vorzunehmen! den Dörfern herum. 84 4/ 10- Flaschen für 3 M. an Private, an Wiederverkäufer 40 und darüber. In die Kundschaft| Der Kleinbrauereien geht sie; wo 30 bis 32 Flaschen geliefert werden, bietet sie 34 und mehr an. Manches Das Denkmal für den alten Wilhelm in Submission. Biertel giebt sie gratis. Feuerwerke werden bei Fest- Recht interessant ist die Meldung des D. Submissions.Anzeig.", lichkeiten auf den Dorswirthschaften für Rechnung der laut welcher für den Bau des sogenannten Nationaldenkmals für ehrenwerthen Schultheiß Brauerei abgebrannt, Bechen Raiser Wilhelm I die Arbeiten und Lieferungen für den gemacht, die sich der kleine und mittlere Brauer nicht Grundbau zur Submission gestellt sind. Die Forderungen der leisten fann. Kurz und gut Manöver, die viel kosten, betheiligten zehn Submittenten bewegten sich, der weiteren Meldie der Kleinbrauer nicht machen kann, werden an- dung zufolge, zwischen 252 216 und 382 555 M. gewandt, um das Bier zum Selbstkostenpreise Die fast ins Gebiet der Komik streifende Anmaßung anzubringen. Zum Selbstkostenpreise, wenn alle Spesen unserer Hausagrarier tritt so recht in der Aufforderung" zu abgezogen werden, verkaufen die Berliner Herren in Tage, in der der Haus- und Grundbesizer- Verein im Osten der Provinz, um den Kleinbrauer systematisch zu ver- Berlins den Magistrat bestimmen will, daß er den städtischen nichten. Die Herren tönnen leicht zum Selbstfostenpreise Lehrern und Beamten verbiete, außerhalb Berlins zu wohnen. verkaufen. Durch den gesteigerten Umsatz verringern sich Wir zweifeln zwar nicht daran, daß diese kategorische Aufforde die Generalfpesen und der Umsatz in Berlin deckt den event. rung im Rothen Hause auf Sympathien stoßen wird; bei alledem Ausfall. Diese Vortheile gehen dem Brauer in der Provinz aber fürchten wir, daß der Magistrat in der Geschichte denn ab. Infolge dessen muß er, weil diese erbärmliche Kon doch etwas zu starken Tobat findet. Die Anmaßung der Berliner furrenz nicht auszuhalten ist, nach und nach kaput gehen. Hauswirthe geht denn doch schließlich ein bischen zu weit. Während Jezt, wo die großen Herren in der Tinte fizen, schreien fie felber höchst selten in ihren eigenen Häusern wohnen, sondern sie um Hilfe. Gefeß, Staat, ja sogar die von ihnen vielfach außerhalb Berlins in Villen frische Luft und alle anderen nach und nach an den Bettelstab zu bringenden Klein mit Landaufenthalt verbundene Annehmlichkeiten genießen, vera brauer der Provinz sollen den braven Herren beistehen, langen sie, daß die in den meisten Fällen durchaus nicht besontein Bier liefern u. f. w. Das ist doch wahrhaftig eine ders gut gestellten städtischen Beamten bei höherer Miethe die starte Zumuthung! Die Presse schreit um Hilfe für Luft und Licht entbehrenden und vielfach ungefunden Stadt. die Herren in Berlin . Für uns Provinzial- wohnungen beziehen sollen. Und warum? Einzig, damit ihnen, brauer, die wir Jahr aus Jahr ein den Hausbesitzern, ihr Drohnendasein so sorgenfrei und angenehm unter dem Boykott der Berliner Preis wie möglich gestaltet werde. Wir denken, daß die Hausbesitzer, schleuderer stehen, da hat noch kein Blatt bevor sie derart in die Privatangelegenheiten der Lehrer eingreifen, ein Wort geredet. Wir sind wahrhaftig keine doch zunächst selber ihre Häuser bewohnen sollten. Vielleicht Freunde eines Boykotts, mag er betreffen, wen er will. nehmen sie hierbei auch einmal Gelegenheit, sich von dem Elend Heute aber find die Berliner Herren mal in der Lage, in in den Arbeiterwohnungen zu überzeugen und möglicherweise der sich die Kleinbrauer um Berlin Jahr aus Jahr ein, taucht dann in dem einen oder andern von ihnen gar die Er dank der sauberen Konkurrenz eben dieser Herren, befinden. fenntniß auf, daß der Gäsarenwahnsinn, von dem das Berliner Hat die Preffe für die Kleinbrauer in der Provinz Tageblatt" mauschelt, an ganz anderer Stelle, als bei Arbeitern schon mal Gefühl gehabt? Der schlimmste Würge- und deren Vertretern zu suchen ist. engel für die Kleinbrauer der Provinz ist der Herr
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Die Direktion hat es für nothwendig gehalten, Ihnen diese Mittheilungen, Herr R. hatte viel Aufhebens von den Wohlfahrtseinrichtungen" gemacht, zu machen, um Sie vor dem Einfluß solcher Rollegen zu warnen, die sich nicht scheuen, auch da Zwietracht Rosicke, der leinewandene Bierkönig" der Schultheiß Die Berliner Packetfahrt- Aktiengesellschaft macht der zu fäen, wo der Frieden nicht nur gewünscht, sondern gepflegt Brauerei. Er liegt ordentlich auf der Bauer, ob und wo Deutschen Reichspost erfolgreich Konkurrenz, nicht allein in bezug wird, wo auf Seite des Arbeitgebers zu gunsten der Arbeiter er wieder eine Niederlage eröffnen und seine traurigste auf Bezahlung niedriger Gehälter, sondern auch hinsichtlich der alles geschieht, was die Rücksicht auf die vorliegenden Verhältnisse Konkurrenz beginnen kann. Doch darüber später. Wenn Brief- und Packetbestellung. Im Punkte 1 ist die Gesellschaft und die Rücksicht auf die Konkurrenz zu thun gestattet. Wir der Boykott beendet, dann werden wir uns weiter rühren. Herrn v. Stephan sogar noch über. Die äußere Ausstattung fümmern uns nicht um die politischen oder religiösen Ansichten Die Preffe verlangt Schutz gegen den Boykott der Berliner der Sendboten dieser Privatpoſt" ist eine wahrhaft klägunserer Arbeitnehmer, wir verargen es niemand, wenn er für Brauereien, wir Kleinbrauer verlangen Schutz gegen die liche zu nennen. Die Uniform, soweit sie von der Geselldie Verbesserung seiner Kollegen Lage eintritt, aber wir verunsaubere Konkurrenz der Berliner Großbrauereien. schaft geliefert wird, erstreckt sich nur auf Rock und Müze; Hose langen, daß dies in anständiger Form geschieht, daß zu diesem Hochachtungsvoll und Ueberzieher scheinen den Leitern dieses Institutes entbehrliche Zweck nicht unwahre Behauptungen von denen verbreitet werden, Ein Kleinbrauer aus der Provinz. Zugusgegenstände für ihre Arbeitsbienen zu sein. Und wie klägdenen aus eigener Anschauung die Wahrheit bekannt ist... Ich bin ein wahres Rabenaas, ein rechter Sünden- lich es mit den Gehältern bestellt ist, weiß jedermann. Was Eins möchte ich noch erwähnen, das ist die Boytottfrage. fräppel! Dies betrübende Zeugniß dürften die Herren Rösicke nun die geschäftliche Konkurrenz der Reichspost betrifft, so be Sie wissen, daß die Boykottirung von Brauereien ein in und Goldschmidt sich geben, wenn sie den Erguß lesen, den die fundet der Geschäftsbericht pro 1893/94, daß die Umfäße in den den Kreisen der Arbeiter jetzt vielfach angewandtes Mittel ist, letzte Nummer der„ Norddeutschen Allgemeinen" über den Brauerei- gegenwärtigen Betriebszweigen( nach Ausscheidung des Omnibus. um die Leiter dieser Brauereien zu irgend welchen Konzessionen boykott bringt. Das öffentliche Prima Mädchen für Alles ton- betriebes), verglichen mit den entsprechenden des Vorjahres, um zu zwingen. Ich will hier nicht über solche Boykotts sprechen, statirt zunächst aus dem allgemeinen Gebelfer der arbeiterfeind etwa 110'000 m. höhere sind. Es ist dies ein sicherer Beweis die von der sozialdemokratischen Partei wegen politischer oder lichen Presse, daß alle bürgerlichen Parteien doch untereinander dafür, daß die hohen Portosäße der Reichspost durchaus nicht a gemeiner wirthschaftlicher Fragen verhängt werden. Sollte die handelseinig sind, wenn der Kursstand der Papierches von mehr zeitgemäß sind. Das Berliner Publikum bedient sich immer Schultheiß Brauerei einmal in diese Lage unten herauf ins Wanken gebracht wird. mehr der Privatpost, natürlich nicht zum Schaden der Aktionäre, Sie müßte tommen, so wird sie sich deswegen mit der ge- aber nicht das oberste und gesittetſte aller Ordnungsorgane denen die Verwaltung diesmal 21 pCt. Dividende zunannten Partei direkt auseinander zu sehen sein, wenn sie nicht gleicher Zeit die Pflicht in sich fühlte, aus gedacht hat. haben. Es sind aber in letzter Zeit auch von Arbeitern, die dieser heroifchen Handelseinigkeit die erforderliche moralische ohn! Ob er aber die Herren Aktionäre befriedigen wird, ist in hiesigen Brauereien thätig sind, Versuche gemacht worden, Strafpredigt für die beiden Sündenfrüppel Nöfice und Gold- eine andere Frage. Der Appetit kommt bekanntlich beim Essen, Boykotts herbeizuführen wegen irgend eines Vorfalles oder schmidt herzuleiten. und als im vorigen Jahre die Generalversammlung die Herren einer Maßregel innerhalb eines einzelnen Betriebes. Un Mit dem Strafgesetz, mit dem Buchthaus wollt Ihr den Aktionäre mit lumpigen 18 p Ct. Dividende abspeisen wollte, begreiflich und im höchsten Maße bedauerlich ist es, daß Boykott und die Boykotter gestraft wiffen?" fragt ffe wurde gegen diesen Beschluß von einem Aktionär beim Handels. Arbeiter durch das Mittel des Boykotts Unternehmungen zu Der gute Herr verlangte Ei der Tausend, es ist ja Eure eigene Schuld, daß dies gerichte eine Einspruchsklage erhoben. schädigen suchen, in denen sie selbst thätig sind, um, wenn auch nicht geschehen tann; die ganze Sozialdemokratie fäße ja wahr- Gerichtsseitig ist thatsächlich auch auf Nachzahlung einer statt 18 pt. 30 pCt. Dividende ausgezahlt zu bekommen. nicht materielle Vortheile zu erreichen, so doch zu versuchen, scheinlich längst im Kittchen brin, wenn Ihr den väterlichen Er- Dividende von 7 pet. erkannt worden. Man sieht, die Aktionäre eine ihnen nicht fonvenirende Maßregel rückgängig zu machen. mahnungen der Regierung rechtzeitig das nöthige Gehör geschenkt der Pferdebahn- Gesellschaft und der Allgemeinen Omnibus- Gesell Ich nehme Veranlassung, die Arbeitnehmer hättet!" der Schultheiß Brauerei Attien Gesellschaft Und die„ Norddeutsche Allgemeine" framt die Akten der schaft sind gegen die Aktionäre der Packetfahrt- Gesellschaft reine auch vor derartigen Schritten au warnen. Reichstags- Sigung vom 23. April 1891 aus, an welchem Tage aiſenknaben. Deffenungeachtet sind die Angestellten der Packetwie sie dies bisher gethan hat, von nicht zu unterschäßender Denkwürdigkeit der mit dem 1887er fahrt- Gesellschaft noch schlechter gestellt, als diejenigen der anderen in allen Fällen nach bestem Gewissen verfahren, fie Expatriirungs- Gesetz- Entwurf etwa auf gleicher sittlicher Höhe Verkehrsgesellschaften. wird alle von ihr unternommenen Schritte sorgsam stehende berüchtigte Kontrattbruch- Paragraph zur Berathung prüfen, fie wird begangene Fehler der Arbeiter gerecht und milde stand. Dies großartigste Produkt der Sozialreform wollte beurtheilen, fie wird etwaige Fehler der Vorgesetzten wieder aus- bekanntlich jeden, der gewohnheitsmäßig durch Verrufs Fromme Kollekten. Erst kürzlich nahmen wir Gelegens zugleichen suchen, aber sie wird, wenn einmal irgend eine Maß erklärung Arbeitgeber zur Entlassung von Arbeitern bestimmen heit, auf die vielen Belästigungen hinzuweisen, denen infolge des regel von ihr gutgeheißen oder gebilligt worden ist, sich zur oder an der Annahme von Arbeitern hindern wollte, mit gar oft von den Hauswirthen geübten zarten Drucks gerade die Zurücknahme derselben auch nicht durch Drohungen bewegen Gefängniß nicht unter einem Jahr bestraft wissen. lassen. Sollte dennoch einmal ungerechter Weise oder wegen Die gleichen Strafvorschriften sollte ja ferner auf denjenigen interner Borkommnisse ein Boykott über die Schultheiß- Anwendung finden, der Arbeiter zur widerrechtlichen Einstellung Brauerei verbängt werden, so werden wir unsere der Arbeit oder Arbeitgeber zur widerrechtlichen Entlassung von Ronsequenzen zu ziehen wissen, und der Arbeitern öffentlich aufforderte."
wird,
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ärmere Bevölkerung bei der Vornahme von sogen. Hauskollekten ausgesetzt ist. Aber es verlohnt sich bei dieser Gelegenheit noch auf einen andern wunden Punkt derartiger frommer Werke hinzuweisen, nämlich auf die oft enorme Rostspieligkeit dieser Ver. anstaltungen.