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vollständig vernichtet sei. Die Redner wiesen den Gedanken zurüd, mit den feindlichen Sozialisten Besprechungen auf der Grundlage ihrer Antworten auf die Kriegszieldenkschrift der Arbeiterfonferenz der Alliierten anzuknüpfen.

gegen die Barbaren berbänden.

Burian über Bündnis und Kriegsfragen.

Wien , 15. Juli. Eine den beiden Ministerpräsidenten( dem österreichischen und dem ungarischen) bom Minister des eußern zugegangene Mitteilung über seine Auffassung der auswärtigen Rage besagt unter anderem:

Tageblatt" aus anscheinend mohlinformierter Quelle diese Eröffnungen gemacht:

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Der 28er Ausschuß des Herrenhauses soll, soweit bisher fest­steht, am 4. September seine Arbeiten beginnen. Schon heute Eine zu Ehren der Alliierten veranstaltete sozialistische Kund­fann indessen gesagt werden, daß das Wahlgesetz in der Form, wie gebung am Trafalgar Square , an der die Sozialisten­es vom Abgeordnetenhaus herübergekommen ist, feine Aussicht führer Tillett, Thorne, Hyndman und Vertreter des auf Annahme hat. Sobiel man jetzt übersehen kann, stehen Amerikanischen Sozialistenverbandes teilnahmen, sich im Herrenhaus zwei Strömungen gegenüber: eine, der jede nahm eine beifällig begrüßte Entschließung an, in der erklärt wird, " Demokratisierung" nach wie vor ein Dorn im Auge ist, und die daß die Arbeiter von London sich jedem Frieden widersetzen, bis In den gegnerischen Striegszielen erkennen wir drei Grup infolgedessen noch weitergehende Sicherung" verlangt, und eine die Hohenzollern und Habsburger militärisch pen von Bestrebungen, mit denen versucht wird, das Fort- zweite Strömung, die stärkere von den beiden, die ein bernichtet seien. Trotzdem sie einen Frieden ohne imperia- sehen des Blutvergießens zu rechtfertigen: Freiheit aller Wölfer, neues Kompromiß anstrebt. Diese zweite Richtung, die einen listische Erweiterungen und Kriegsentschädigungen wünschten, so die einen Weltbund bilden und ihre Streitigkeiten fünftig Teil der Rechten und die Mehrzahl der Mitglieder der neuen versicherten sie doch, daß kein Frieden ohne volle Entschädigung für Schiedsgerichtlich austragen. 3weitens: jede gegenseitige Beherr- Fraktion umfaßt, fürchtet offenbar den Eindruck und die Wirkung die von den Deutschen angerichteten Verwüstungen und den Wieder- schung müsse ausgeschlossen sein. Drittens: Gebietsverände einer eventuellen Auflösung des Abgeordnetenhauses( an die man aufbau der Gebiete der niedergeworfenen Nationen ausreichend sei. rungen auf Kosten der Mittelmächte, außerdem ins- auf der Rechten immer noch nicht glauben inill) und eines mög­In diesem Sinne wurden Botschaften an Clemenceau besondere bezüglich Desterreich- Ungarns innere 3erstüde lichen Pairschubs. Sie propagiert daher die Anschauung, man könne und Wilson abgesandt. Iungen zum Zwecke der Bildung neuer Staatswesen. für die Wahlen zur Zweiten Kammer sehr wohl das gleiche Der Sozialist Thorne erklärte, es sei flug gewesen, daß Sachlich stehen zwischen den kriegführenden Parteien eigentlich Wahlrecht bewilligen, wenn man nur auf der anderen Troelstra der Paß verweigert worden sei, denn es sei sicher, daß nur die Ziele territorialer Natur. Für Gerechtigkeit, Seite die Erste Kammer mit ausreichenden Schuhwehren zu um­Troelstra im heimlichen Einverständnis mit dem Freiheit, Ehre, Völkerfrieden und Gleichberechtigung als Gebote geben vermöge. Die zweite Richtung würde also das Hauptgewicht deutschen Auswärtigen Amte sei. Ein Dokument, das einer zeitgemäßen politischen Auffassung wollen wir uns selbst auf eine Verbesserung" der Herrenhausvorlage legen. Wie die im Juni 1917 in die Hände der englischen Regierung gefallen sei, einsehen; auch besteht in diesen allgemeinen Grundsähen kaum ein einzelnen Abänderungsvorschläge aussehen und wie die Aussichten beweise das. Hyndman verlas einen Brief von Clemenceau , in Unterschied. Auch den neuen vier Punkten Wilsons werden wir des neuen Kompromisses überhaupt sind, darüber läßt sich zur dem dieser sagt, die Opfer, die die Franzosen brächten, seien furcht- warm zustimmen können. Wir sind immer bereit, mit allen Fein- Stunde noch nichts sagen. bar, aber der Sieg sei gewiß, wenn nur die freien Völker sich recht können wir ihnen gegenüber mit viel mehr Recht verlangen, fratie und mit ihr gewiß die erdrückende Mehrheit des preuzi den in Friedensverhandlungen einzutreten. Sühne für getanes Un- Es kann heute schon gesagt werden, daß die Sozialdemo denn wir sind die Angegriffenen. Es handelt sich hier um eine Rundgebung der nationa­schen Volkes in einem solchen Kompromiß nicht die Ilonale Ueber das Bündnis listischen rechten Gruppe der britischen Arbeiterbewegung, die mit Deutschland sagte Durchführung des föniglichen Versprechens, sondern das ge­Burian: im Verlauf des Krieges unter Führung des greisen Hynd­rade Gegenteil von ihr erblicken würde. Früher hatte das man und des Will Thorne als nationaler Arbeiterverband langer Bündniszeit veranlassen uns zu einem Ausbau des sollen die Wähler Rechte bekommen, aber das Abgeordneten­Die ins Gemeinbewußtsein gedrungenen Erfahrungen aus Abgeordnetenhaus Rechte, und die Wähler hatten feine. Jetzt organisiert wurde, um der imperialistischen Politik einen Bündnisses streng im Geiste des alten Vertrages, im Einflang haus soll feine Rechte haben. Es bliebe also in neuer Form sozialistischen Helfer zu geben. Die Gruppe führt eine un- mit den Wünschen der überwiegenden Massen ihrer Völfer in bei dem alten Grundsay: Wählen dürft ihr, aber es nügt euch beschränkte und unverschleierte Kriegstreiberpolitif, will den befriedigender Lösung aller aus dem Kriege entstandenen Fragen. nichts! Zerschmetterungskrieg, den Lloyd George proflamierte, und Der neue Bündnisvertrag soll die vielfachen wirtschaftlichen, weist die Stonzessionen an den Verhandlungsgedanken, zu militärischen und sonstigen Beziehungen den veränderten Ber denen die englische Arbeiterpartei sich in Rücksicht auf den hältnissen anpassen, sowie die mit der Wiedergeburt Bolens Druck der kriegsmüden Massen bequemen mußte, mit schroffem zusammenhängenden Fragen unter Rücksichtnahme auf die Wünsche Widerspruch ab. Daß diese Gruppe Hand in Hand mit der Bevölkerung lösen. Erste Maßnahmen des Staatskommissare. Ueber den Verhandlungen schwebt als angeblichen amerikanischen Sozialisten, in diesem Falle also oberster Grundsatz die Souveränität, die volle Parität und Un- Leute nachsagen, er habe seine Tätigkeit damit begonnen, daß cr Der Staatssekretär für das Wohnungswesen( dem boshafte Anhängern einer erbitterten Weiterführung des Krieges, para- abhängigkeit der vertragschließenden Mächte. Das Bündnis soll sich unter Sinausseßung seines Vormieters eine sehr bequeme Woh diert, gehört ebenso zum Bilde wie der Clemenceau- Brief, der auch fünftighin gegen niemand eine Bedrohung oder nung verschaffte) hat an die Regierungspräsidenten eine Ver­verlesen wurde, und wie der verdächtigende Anwurf gegen eine Unfreundlichkeit bedeuten. Troelstra , aus dessen Munde eben erst Worte einer Auf­fügung gerichtet, in der er die Behörden anweist, auf schleunige fassung der Neutralität gingen, die das, was ihm vorgeworfen Einrichtung von Wohnungsnachweisen in den Ge­werden soll, völlig ausschließen. Doch Troelstra bedarf feiner tigen Erklärung aber nicht mehr lange aus dem Wege gehen wohnern besteht nach Artikel 6 des preifßischen Wohnungsgesetzes meinden hinzuwirken. Für Gemeinden mit mehr als 10 000 Ein­Verteidigung. Der brutale Bekennermut, der sich nicht scheut, fönnen." die Paßverweigerung zu decken, richtet sich selbst und brand­die Verpflichtung hierzu, für kleinere Gemeinden hält der Kreuzzeitung ", Deutsche Tagesztg." und" Post" be Staatsfommissar die Einrichtung ebenfalls für wünschenswert. Erst markt auch diesen Vorstoß gegen den Mann, in dem der fürchten die Aufgabe der Flamenpolitik und halten das der An- und Abmeldezwang für die Vermieter werde in Ver­proletarische Vermittlungsgebante seine reine und starte Ver- Ganze für ein von der Sozialdemokratie erpreẞtes Bugeſtänd- bindung mit den Ergebnissen der Wohnungszählungen ein zuver­förperung hat. nis. Graf Reventlom erklärt: Die Ausführungen des Kanzlers beider Tage sind durch den Gemeinden geben. Ferner sei jezt schon ins Auge zu fassen, daß, lässiges Bild von der Lage des Wohnungsmarktes in den einzelnen Druck der Sozialdemokratie und die Furcht vor ihr hervor- ähnlich wie bei den Arbeitsnachweisen, eine Verbindung zwischen Sache. Diese Angst scheint in Deutschland also nunmehr unver- und Provinzen geschaffen werde. gerufen worden. Das ist der eigentliche Kernpunkt der ganzen den Wohnungsnachweisen der benachbarten Gemeinden, Bezirke änderlich den maßgebenden Einschlag der politischen Weltanschau- Wohnungs- und der Arbeitsnachweise jei überhaupt ung und Ziele bilden zu sollen. Man wird weit damit kommen. Die fortwährende Berufung des Kanglers auf die Oberste Heeres­zu empfehlen. leitung wird am Endergebnis nichts ändern... Ein selbständiges Flandern , und Wallonien ist nur unter deutschem Kurs dentbar. den vorigen Sonntag hatte die nationalliberale Partei des Wahl Eine nationalliberale Wahlrechtsversammlung verboten. Für Der belgische Staat und die jebige Dynastie sind im Laufe des treises Saarbrücken - Ottweiler - St. Wendel eine Wahlrechtsversamm­Arieges zu einer Berkörperung, zu einem Symbol des Zusammen- lung einberufen, in der, entsprechend dem Charakter der Partei, die schlusses unserer Feinde geworden und nebst ihren Anhängern mit drei Abgeordneten des Wahlfreises, Major Prof. Dr. Herwig ab und Rachsucht angefüllt. Dem kann nur durch Teilung und( für), Landgerichtsdirektor Geh. Justizrat Dr. Karl Soling durch dre Entfernung der Dynastie und durch paritätische Pflege und Generalleutnant b. Schubert( gegen das gleiche Wahlrecht) und Entwicklung der beiden Stämme unter deutschem Schuße be sprechen sollten. Die Abhaltung der Versammlung ist jedoch von dem zuständigen Kommandierenden General nicht genehmigt gegnet werben." worden.

Der Amerikaner- Flug gegen Koblenz . Berlin , 15. Juli. W. T. B. Auch das sechste und letzte Flugzeug des zum Angriff auf Roblenz angesetzten amerikanischen Geschwaders i. in unsere Hand gefallen. Damit ist das gesamte Geschwader, dem es nicht gelang, auch nur eine einzige Bombe abzuwerfen, oder sonst irgendwelchen Schaden anzurichten, dank unserer Abwehrmaßnahmen restlos bernichtet worden.

Amerikanische an deutsche Frauen. Dem deutschen Frauenstimmrechtsbund ist dieser Tage folgende Resolution der nationalen Frauenpartei der Vereinig­ ten Staaten

zugegangen:

Da die Stimme deutscher Frauenorganisationen, welche nach drücklich in ihrem Vaterlande ihre politischen Rechte fordern, bis zu uns gedrungen ist und durch die ganze Welt schallt, würdigen mir, in einer Maffenbersammlung zu Chikago vereinigten Frauen, ihren tapferen Schrei um Gerechtigkeit, einen Schrei, der nicht er­stickt werden soll in allem Getöse dieses schredens bollen Kampfes der Welt.

Wir begrüßen ihre Kundgebung für eine Demokratisierung, da sie vielleicht ein heilbringendes Ergebnis dieser Jahre ent nervenden Kampfes, Jammers und Opfers bedeutet, und wir wün­schen, daß diese Aeußerung der Sympathie irgendwie zu ihnen ge­langen möge. Die Resolution wurde am 24. Januar gefaßt. Es hat also fast ein halbes Jahr gedauert, bis der Wunsch, diese Aeuße rung der Sympathie möge irgendwie nach Deutschland gelangen, in Erfüllung gegangen ist!

Woraus u. a. die schon anläßlich des Rúmänenfriedens zutage getretene Tatsache erhellt, daß gewissen Leuten Brin­zipien schon nicht mehr heilig sind, wenn sie in anderer Leute Stuben hängen.

Zur Bekämpfung der Wohnungsnot.

Ein Handinhandarbeiten der,

leben als Fremder von Distinktion interessiert verfolgt, versichert Herr v. Gerlach, der schon seit Jahren das sozialistische Partei­in seiner neuesten W.- a.- W."- Betrachtung, die Sozialdemokratie

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habe sich in der legten Arise löblich unterworfen". Er liefert da­Amsterdam, 15. Juli. Das Reutersche Bureau meldet aus durch ein hübsches Gegenstüd zu der Behauptung der Rechtspresse, London : Die englischen Blätter vergleichen die Reden Hertlings und die Regierung habe sich durch Abgabe der Erklärung über Lloyd Georges und sagen etwa: Die allgemeine Richtung der Poli- Belgien der Sozialdemokratie unterworfen. tik Hertlings ist klar, er würde gern die Freiheit des Handelns im lleberschrieben ist der Artikel dementiere mir" und unter Often erlangen, um seine Macht im Westen auszumußen. Er ver- schon sehr oft in seinem Leben dementiert. Früher z. B. versuchte zeichnet H. v. Gerlach". Herr v. Gerlach hat sich allerdings gißt dabei, daß Präsident Wilson und die britischen Arbeiter diesen er die Sozialdemokratie von rechts her au spalten, Jetzt bemüht er Plan schon längst durchschaut und rundweg erklärt haben, daß dies sich an jedem Montag, von links her die Nichtungen nur noch gründ ganz unzulässig sei. Sie lehnen es ganz und gar ab, licher gegeneinanderzuheben; treu geblieben ist er sich ,, rechts und Belgien oder die befesten Gebiete von Frant- lints, allerdings in der Rolle des Zaungafts. Die Rechte hat reich als Pfänder anzusehen. Lloyd George und Wilson seinerzeit die intime Einmischung desinegen feiner monarchi haben der Welt ganz flar mitgeteilt, was wir wollen. Die letzten fchen Gesinnung nicht sozialdemokratischen Herrn v. Gerlach Reden in Berlin zeigen nur, woran Deutschland sich gern flam- in alle, auch die heifelsten und schmerzlichsten Parteiangelegenheiten Bertagung des Malvy- Prozesses. Laut" Temps" wird in der mern oder was es als Reserve festhalten möchte, je nachdem die denn die unabhängige Presse druckt seine Artifel( selbst der peinlich empfunden, die Linke scheint heute weniger empfindlich, Senatsfibung vom 16. Juli voraussichtlich ein Antrag angenommen Friedensverhandlungen in seine Politik passen oder nicht. merden, wonach die Verhandlungen des Malbh- Prozesses auf Oftober Blätter schließen damit, zu erflären, daß der Krieg nicht früher Die bürgerliche Herr v. Gerlach" usm.") fleißig nach. vertagt werden. Von der Anklage sind 48 Reugen geladen. aufhören werde, als bis der deutsche Kanzler sage, daß Deutsch Die Verhandlungen dürften wahrscheinlich 20 Sibungen in land bereit sei, für Belgien Schadenvergütung und Anspruch nehmen. Der Senat wird deshalb zweimal täglich vor: mittags und nachmittags Sibungen abhalten. Sühne zu leisten.

deutschen Kolonisten der Westukraine hat an Wilhelm II. ein Allerhöchst dero weise Reichsregierung." Der Kongreß der Telegramm gerichtet, worin er alleruntertänigit seiner Hoffnung

Ausdruck gibt, daß es Eurer Majestät und Allerhöchst dero weisen Reichsregierung unter Gottes fernerem Beistand gelingen möge, ben deutschen Kolonisten der Ukraine auch ferner Beistand zu gewähren".

Den notwendigen Beistand wünscht den armen Leuten natür­jeder Mensch in Deutschland , eingeschlossen die, die sich nicht wenig zu lächeln, enthalten fönnen, über den drolligen Stil dieser Kundgebung ein

Letzte Nachrichten.

Russischer Staatshaushalt. Mosfau, 12. Juli. ( P. 2. A.) Stocholm, 15. Juli. Die Erklärungen des Reichskanzlers zur Auf dem 7. Allrussischen Sowjetkongreß ist eine ausführliche Auf- belgischen Frage finden in der schwedischen Bresse stärkste Be­ftellung der Einnahmen und Ausgaben der Russischen Republit für achtung, fogar Socialdemokraten" gibt zu, Graf Hert das erste Halbjahr 1918 veröffentlicht worden. Die Einnahmen lings Worte feien insofern bedeutend, als sie klar aus­find um 300 Millionen höher als im ersten Halbjahr 1917. Für sprechen, was man aus früheren dunkelen Aeußerungen über Kriegs-, Demobilisations- und Kriegsfolgefojten find 4 Milliarden Deutschlands Haltung gegenüber der gleichen Frage herauslesen zu 962 Millionen Rubel verausgabt, während diese Ausgaben im fönnen glaubte, doch werde man von der Gntentéseite aus geltend Jahre 1917 fast 23 Miliarden Rubel betrugen. Die Total= machen, daß die belgische Frage eine Rechtsfrage ſei, summe der gewöhnlichen und außergewöhnlichen Ausgaben für die ganz außerhalb jedes Tauschhandels stehe. Dagens Nyheter " das erste Salbjahr, einschließlich Kriegs-, Demobilisations- und bedauern den Zusatz über Belgien als Pfand, da auch nach ihrer Kriegsfolgekosten beträgt 17 Milliarden Rubel. Meinung diese Anschauungsweise von der gegnerischen Eelte nie­mals werde gebilligt werden. Die Charbiner Regierung des Generals Horvat. Auf jeden Fall fönne man jedoch nicht leugnen, daß Graf Hertlings Auslassungen einen Schritt Charbin , das die Regierung des Generals Horvat aus Ka London , 15. Juli. ( Bleuter.) Daily Mail" melbet aus vorwärts bedeuteten. Dagblad" schreibt, selbst wenn noch immer betten, Liberalen, Sozialisten und allen führenden zwischen der deutschen Auffassung und der der Entente über die Männern des Sibirischen Bundes für Handel, 3n­belgische Frage bedeutende Verschiedenheiten bestehen, muß man dustrie und Ackerban besteht, Sorvats Regierung darf doch auf Seiten der Entente, falls man aufrichtig sein will, fon- nicht verwechselt werden mit der sogenannten Re­Um Belgien . statieren, daß die Aeußerung des Reichskanzlers einen bedeutungs- gierung des autonomen Sibiriens , die die Bolschewiki vollen Schritt im Sinne des Entgegenkommens bildet. Graf Hert- auseinandertrieb und deren Leiter sein Hauptquartier in einem Die Erklärungen des Kanzlers werden in der all- lings Grflärungen wurden nach seiner Rückkehr vom Hauptquartier Eisenbahnwagen aufgeschlagen hat. Eine andere Sozialisten­deutschen Preise eifrig weiter kommentiert. Der Reichs- abgegeben, sie gehören auch zu jener Politit, in bezug auf welche regierung ist in Nikolst entstanden und verhandelt mit den Tscheche- Slowaken. hote" zieht plump vom Leder und führt alle Gründe an dafür, er sich die Uebereinstimmung des Admirals v. Hinze sicherte, und daß mir einfach verloren sind, wenn wir Belgien nicht fest in man dürfte daher für bewiesen halten, daß sowohl der neue Mi­der Hand behalten. Während die Berliner Neuesten Nachr." nister des Aeußern wie auch die Oberste Heeresleitung hinter Sert bersuchen, alldeutsche Möglichkeiten in die Kanzlerworte hin- lings Erklärungen stehe. einzulisten, erhebt die Deutsche Zeitung" gerade gegen die Unflarheit Hertlings ihren Unwillen:

Finnland und die Juden. Der Stockholmer finnische Gesandte Gripenberg hat aus Anlaß einer Prefsenotiz über eine angeblich bevorstehende Austreibung der Juden aus Finnland das Svenska Telegrambhran zu der Erklärung ermächtigt, daß irgendwelche Vertreibung von Juden aus Finnland weder vorgefom­men ist noch jemals beabsichtigt war.

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Herrenhaus und Wahlrecht.

Die Untlarheit aber über die Haltung, die die Reichsregierung mirklich in der belgischen Frage einnimmt, ist durch die Kanzler- Es gibt feinen Wahlrechtsfreund, der seine Hoffnungen erklärungen nicht beseitigt. Aus diesen Grklärungen bei der Erlangung eines befriedigenden preußischen Wahl­fann jeder das herauslejen, was er in sie hinein rechts auf das Preußische Herrenhaus gejezt hätte. Trozdent zulegen wünscht. Ob der Kanzler mirklich glaubt, daß er ist die preußische Regierung in ihren Wahlrechtsnöten in dieses einer flaren Entscheidung auf die Dauer ausweichen kann, wissen Haus geflüchtet. Wie man sie und das preußische Volf dort wir nicht. Unserer Ansicht nach wird er einer offenen, unzweideu-| voraussichtlich behandeln wird, darüber werden dem Berliner

der Truppentransporte auf der Sibirischen Eisenbahn einen Namen Sorvat hat sich im russisch - japanischen Kriege als Organisator gemacht. In seinem Ministerium befinden sich Se ostrotin, ber in der dritten und vierten Duma Abgeordneter von Jeniffei war, ein Radett, der großen Einfluß unter den Kosalen von Trans­ Baikalien hat und auch Mitglied der kurzen Regierung Semanows tuar, ferner strogom, früher Verkehrsminister im Kabinett Serensti, Butilom, einer der bekanntesten ruffischen Finanz­leute im alten Rußland, Direktor der Russisch- Asiatischen Bank und Wladimostof Flug und die beiden Srzialisten Otorokom und der Chinesischen Oftbahn, der frühere Militär- Gouverneur von ur ski. Das vorläufige Mitglied der neuen Regierung, pl. tfchat, früher Chef der Schwarz- Meer- Flotte, ist jest Kommandant von Charbin und der dort stehenden russischen Truppen.