Gewerkschaftsbewegung
Schlußberatungen des Verbandstages der Schneider. Am sechsten Verhandlungstag nahm der Verbandstag den Bericht der Statutenberatungsfommission entgegen. Es wurde beichloffen, das Eintrittsgeld für männliche Mitglieder auf 1 M., für weibliche auf 50 Bf. zu erhöhen. Ferner sind bei der Aufnahme mindestens zwei Wochenbeiträge zu entrichten.
Die Beiträge wurden um 20 bzw. 10 Bf. pro Woche erhöht. Sie betragen in Zukunft in der ersten Klasse 70, in der zweiten 60, in der britten 35 und in der bierten 30 f.
Mit der Arbeitslofenunterstügung hat sich die Kommission nicht beschäftigt, da ihre Einführung im Prinzip abgelehnt war. Infolge eines Vorschlages des Vorstandes, die Beiträge für den Fall der Einführung der Arbeitslosenunterstügung bereits jest festzulegen, sowie alle weiteren Bestimmungen darüber zu treffen, aber den Termin des Infrafttretens vorläufig offen zu lassen und ihn später durch Urabstimmung zu bestimmen, mußte die Kommission fich zu erneuten Beratungen hierüber zurückziehen.
Jegt hat auch der Verband der Baugeschäfte von Groß- Berlin von der unermfdlichen Tätigkeit der Organisation der städtischen in seiner Generalversammlung am 21. Oftober dem Verhandlungs- Arbeiter, dem Verbande der Gemeindes und Staatsarbeiter, Orts. resultat seine Zustimmung erteilt. Damit ist der Abschluß eines verwaltung Berlin . neuen Tarifvertrages im Berliner Simmerergewerbe perfelt ge
worden. Grund dessen hat jeder in Berlin und den Vororten be fchäftigte Bimmerer, gleichviel bei welchem Arbeitgeber er beschäftigt ist, bom 19. Oktober d. J. ab einen Stundenlohn von 1,90 r. zu beanspruchen. Auf denjenigen Stellen, wo bereits höhere Löhne 2ohnherabsegungen vorgenommen werden. gezahlt werden, dürfen gemäß den Tarifbestimmungen teine
Grober Unfug.
Aus Gewerkschaftsfreuen wird uns folgendes geschrieben: Erkenntnis Bahn bricht, daß zur Hebung der wirtschaftlichen Lage Während allgemein in Arbeiter und Angestelltenfreifen sich die der Anschluß an die Gewerkschaften erforderlich ist, scheint diese Erfenntnis bei den weiblichen Angestellten des städtischen Arbeitsnamweifes nicht vorhanden zu sein. Diese Angestellten, in der Mehrzahl bürgerlichen Familien zugehörig, werden auf Grund von Empfehlungen nach Abfolvierung eines theoretischen Stursus über Arbeitsnachweis angestellt und nunmehr auf die Arbeiterinnen loss Schlacht- und Biehhof. Die Arbeitet und Arbeiterinnen des gelassen. Reine Spur von praktischer Tätigkeit in Werkstätte oder ftädtischen Schlacht- und Viebhofes hatten am 22. Juli d. J. be- nie es gar nicht anders sein fann, weltenfern. Die Forderung Fabrit. Das Seelenleben der Arbeiterinnen liegt ihnen, antragt, die Löhne um 20 f. pro Stunde zu erhöhen. Ferner wurde eine Erböbung der Alfordfäße beantragt, die eine Üeberder Gewerkschaften, Leute, die das Wirtschaftsleben nicht schreitung des Beitlohnes um 25 Broz. ermöglicht. Nichtdienstplan- mittlungstätigkeit beranzuziehen, ist bei der weiblichen Abteilung bloß aus der grauen Theorie fennen, สิน der Vers mäßige Ueberstunden sollten mit 25 Broz, und ebensolche Nacht des städtischen Arbeitsnachweises nicht nur nicht erfüllt, sondern Die Kommission unterbreitet dem Verbandstag eine Vorlage, arbeit mit 50 Bros. Buschlag bezahlt werden. wonach bei Einführung der Arbeitslosenunterstützung der Wochen- wierigen Verhandlungen haben das Kuratorium des Schlacht und verantwortungsvolle Stellen zu bringen. Dasselbe Verfahren, das Nach recht lang man fcheint sich ängstlich zu halten, derartige Vertrauenspersonen an beitrag in der ersten Klasse 90, in der zweiten 80, in der dritten 50, Viebbofes fowobl wie die Lobnkommission des Magistrats be- bei dem verflossenen Bentralverein für Arbeitsnachweis bei der in der vierten 45 Pf. beträgt. Die Unterstügung wird gewährt an fchloffen, daß die Stundenlohnsäge für Männer und Franen weiblichen Abteilung gang und gäbe war. Nunmehr wird versucht, Mitglieder, welche mindestens 52 Wochen dem Verbande angehören ab 1. Juli um 10 uub ab 1. Oktober um weitere 5 f. und 52 Wochenbeiträge entrichtet haben, sie schwankt in den einzelnen erhöht werden sollen. Desgleichen wurden die Forderungen die weiblichen Angestellten für einen Verband sozialer Beamtinnen Klassen, zwischen 1,15 M. und 2 M. in der ersten Klasse, zwischen betr. die Bezahlung der Ueberstunden bewilligt. zu gewinnen. Fast will es scheinen, als ob man der Leiterin dieser Die seit dem 1.97. und 1.75. in der zweiten, zwischen 0,65 und 1,15 M. in 1. Juli bezw. dem 1. Oktober anstehender Beträge sollen alsbald werden, als soll der Einfluß, den die Leiterin des Arbeitsnachweises Abteilung zu weiten Spielraum läßt. Der Anschein muß vermieden der dritten, zwischen 0.60 und 1 M. in der vierten Stlaffe pro Tag zur Auszahlung gelangen. und wird je nach der Dauer der Beitragsleistung auf die Dauer Städt. Bartverwaltung. Auf Antrag der Arbeiter hat die Lohnlichen Angestellten befigt, ausgenutzt wird, um sie zum Anschluß an auf ihre bauptsächlich durch fie in die Stellungen gebrachten weibvon 24 bis 48 Tagen gewährt. Ferner beantragt die Kommiffion fommiffion des Magistrats beschlossen, daß den Arbeitern, Ar- den Verband sozialer Beamtinnen zu veranlassen. Dieser Verband eine Aenderung der Vorschriften über die Reiseunterstügung dahin, beiterinnen, Gärtnern und sonstigen Handwerkern ab 1. Juli 10 f.ift feine Gewerfichaft und nur die Damen bürgerlicher Hertunft tönnen daß die Unterstützung 1,50 M. pro Tag beträgt und in der ersten und ab 1. Oftober weitere 5 Pf. pro Stunde an Konjunkturaulage fich in demselben wohlfühlen. Will man durch diesen Anschluß den AbKlasse auf die Dauer von 18 bis 64 Tagen, in der zweiten auf die gewährt werden soll. Die rädständigen Beträge kommen. alsbald stand zwischen den Angestellten und den zu vermittelnden Arbeiterinnen Dauer von 18 bis 56 Tagen, in der dritten auf die Dauer von 10 zur Auszahlung. bis 36 Tagen und in der vierten auf die Dauer von 9 bis 32 Tagen Städt. Osthafen. Hier wurden den Arbeitern und Hand- Leiterin der weiblichen Abteilung, die zugleich Vorsigende der noch mehr erweitern? Oder will man den Zusammenhang zwischen gewährt wird. werfern auf ihren Antrag bin gleichfalls Lohnzulagen im Diese Vorschläge werden vom Verbandstag angenommen. Alle Betrage von 30 Bi. pro Stunde bewilligt. Davon find aller übrigen weiblichen Angestellten feftigen? Durch den Anschluß an den biefigen Abteilung des Verbondes sozialer Beamtinnen ist und den Anträge auf Erhöhung der Krantenunterstützung werden entsprechend dings nur 15 Pf. als Erhöhung des Verdienstes zu betrachten, verband sozialer Beamtinnen wird nur eine träftegersplitterung dem Stommiffioneantrag abgelehnt. Die Streifunterstütung wird denn die reftlichen weiteren 15 Pf. find als Abfindung für die eintreten. Zur Berbefferung der Lage der weiblichen Angestellten in den ersten beiden Klassen um 4 M., in den beiden letzten monatliche Kriegsaulage in Höhe von 35 M. für Verheiratete und fann ein derartiger Verband nicht dienen, dafür kommt lediglich der Klassen um 2 M. erhöht. 22 M. für Ledige in Anrechnung zu bringen. Die monatlich zahl Bureauangestelltenverband in Betracht. Das Ergebnis der Wahlen tar bie einstimmige bare Kriegszulage bat ganz gewiß ihre Schattenfeiten, aber sie in Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglieder Stüb mer, der Weise abzuschaffen, wie es im Osthafen cefchehen ist, dürfte Schaertel, Heitmann, Weider, der Redakteure Sabath nicht im Arbeiterintereffe liegen. Gewonnen haben bei dieser„ Umund Joseph sowie des Ausschußdorfizenden Spreeberg- rechnung" nur die Ledigen; die Verheirateten ohne Kinder haben Hamburg . Die den Angestellten bisher gewährte Teuerungs- weder etwas gewonnen noch etwas verloren. Aber erheblich verloren zulage wurde mit Rüdwirkung vom 1. August 1918 um 50 M. haben die gerade jezt sich in schwieriger Situation befindlichen finder monatlich erhöht. Die Kosten der Teuerungszulage werden von reichen Familienbäter, da diese außer den 85 M. auch noch die für der Hauptkasse getragen. jedes Kind gewährte Kinderaulage im Betrage von 7,50 M. pro Kind und Monat für die 15 f. pro Stunde Webrlohn eingetauscht baben. Es wäre recht und billig gewesen, diesen Arbeitern für den höheren Verlust an Monatslohn einen höheren Ausgleich im StundenIohn zu gewähren.
endet.
Damit waren die Berhandlungen des Verbandstages be
Neuer Tarifabschluß im Berliner Zimmerergewerbe. Befanntlich hatte der Verband der Zimmerer in seiner Zahl stellenversammlung am 18. Oktober die zwischen den Vertretern beider Parteien formulierten Vergleichsvorschläge zum Beschluß er hoben und den Vorstand ermächtigt, auf dieser Grundlage mit dem Verband der Baugeschäfte ein neues Vertragsverhältnis abzuschließen.
Berband der Gemeinde- v. Staatsarbeiter
Filiale Groß- Berlin.
Donnerstag, den 24. Oftober, abends 74, 1hr, im Saal 4 des Gewerkschaftshauses, Engelujer 15:
General Versammlung.
Tagesordnung:
1. Verwaltungsbericht für das 3, Quartal 1918: a) Geschäftsbericht; b) Raffenbericht. 2. Verbandsangelegen
heiten.
Werte Kollegen und Kolleginnen! Wir machen besonders auf den früheren Beginn der Ver. jammlung anfmerksam und erwarten vollzähligen Besuch.
Zutritt haben nur Mitglieder gegen Vorzeigung b. Mitgliedsbuches. 33/11 Die Ortsverwaltung.
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im Gewerkschaftshause, Engelufer. 15( Saal 1).
Tagesordnung:
1. Vortrag des Kollegen Siering. 2. Branchenange legenheiten. 8. Berschiedenes.
Bahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Die Ortsverwaltung
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die Deputation beschlossen, den Arbeitern 1,25 M. und den Geizern Kanalisation und Bauverwaltung. Auf Antrag der Arbeiter hat 1,75 m. pro Tag an Teuerungszulage ab 1. Oftober gewähren zu wollen. Der Beichluß der Deputation bedarf noch der Büstimmung der Lohnkommission des Magistrats. Die Arbeiter erwarten, daß die Auszahlung alsbald vor sich gehen möge.
Alles in allem zeigen diese Bewegungen ein anschauliches Bild
Freie Boltsbühne
Generalversammlung
der Freien Volksbühne
am Donnerstag, den 24. Oktober, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus( Saal 4). Tagesordnung:
1. Geschäfts- und Kassenbericht des Vorstandes.
2. Bericht der Revisoren.
3. Diskussion.
153/ 7*
4. Neuwahlen des Vorstandes, Ausschusses, dor Revisoren, der Verwaltung und Ordnerschaft. Die Mitgliedskarte ist an der Kontrolle vorzuzeigen.
Der Vorstand. In Vertr.: G. Winkler.
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Darum ihr weiblichen Angestellten des Arbeitsnachweises, hinein in den Bureauangestelltenberband. An die Deputation für Arbeitsnachweis muß aber die Forde ung gerichtet werden, mehr als bisher auch in der weiblichen Abdie dadurch auch die notwendigen praktischen Erfahrungen in ihre teilung Berfonen anzustellen, die der Arbeiterflasse nabeftehen und Stellungen mitbringen.
Arbeiter Samariterbund. Kolonne Groß- Berlin. Montag, den 28. Oftober, abends Bunft 8%, Uhr, in Schulzes Feltiälen, Am stönigs graben Nr. 2, am Alexanderplat : Vortrag. Nach dem Vortrage praktische Verbandsübungen. Gäste baben einmaligen freien Zuder Friedhöfe( Totenfeit). lung. Ausgabe von Sammellisten zur Weihnachtsbescherung. Bejezung tritt. Freitag, den 25. D! tober, abends 8, Uhr: Mitgliederversamm
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