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großen Trabillonen Amerikas , Frankreichs und Englands zu renzen diefem Schiedsgericht vorzulegen und seine glauben. Ihr Botschafter wird Ihnen gesagt haben, daß ich Entschließung als definitiv anzusehen. Der wichtigste Teil des Vor­bis zum letzten Augenblick für die Freundschaft mit Amerifa fchlages ist, baß alle deutschen Schiffe, die auf Grund eingetreben bin und Ihr Vertrauen nicht getäuscht habe. des Waffenstillstandsvertrags ausgeliefert sind, der Ere­Kann es Sie als freien Vertreter eines freien Staates fom- Butive bez Bölterbundes als Rern der internationalen promittieren, wenn ich als Deutscher und als Mensch zu Bolizeiflotte ausgeliefert werben sollen. hnen rede? Dann lehnen Sie mich ab und sagen Sie: Ich fenne Sie nicht.

Kundgebung der Unteroffiziere für die Regierung.

Reden in der Wilhelmstraße.

Unsere Zukunft steht auf dem Spiele, wenn wir nicht um gehend Maßnahmen ergreifen, die uns vor dem Verlust unseres Rechts, unserer Freiheit und vor dem Untergange schüßen. Die Zeit ist ernst, bitter ernst. Wir haben bereits wiederholt öffent lich versichert, für die gegenwärtige Regierung in der Aufrecht­erhaltung der persönlichen Freiheit und des Eigentums einzu stehen und ferner jebe neue Umwälzung, möge fie fommen von welcher Seite sie wolle, zu bekämpfen.

Der wichtigste Teil wäre natürlich die Einrichtung des Der Bund der Vereinigungen aktiver Unteroffiziere und Rapi­Schiedsgerichtshofes, dessen Sprüche bindend sein sollen. Zu tufanten hatte zu geftern Mittag 1 Uhr eine Versammlung nach Niemals ist, solange es eltgeschichte gibt, drei Staaten den Forderungen, die darüber hinaus für den Völkerfrieden dem Zirkus Busch einberufen. Mehr als Zweitausend hatten dem und ihren politischen Häuptern, Wilson, Clemenceau größte Bedeutung haben, gehört der internationale Arbeiter- Aufe Folge geleistet. Der Vorsitzende Euppe eröffnete die Ver und Lloyd George , eine solche Macht verliehen worden. schuh ! Davon ist in der Meldung teine Rede. Man braucht sammlung durch Verlesung eines Aufrufs, in dem es heißt: Niemals, folange es Weltgeschichte gibt, ist das Sein und daraus aber zunächst noch nicht ohne weiteres zu schließen, Nichtsein eines ungebrochenen, gefunden, begabten, arbeits- daß Wilson diesen Bunkt überhaupt übergangen hat. Sicher frohen Volkes und Staates von einem einzigen Entschluß ver- ist jedenfalls, daß die Arbeiterschaft aller Länder in dieser antwortlicher Männer abhängig gewesen. Beziehung während der Friedensverhandlungen zu großen Wenn in Jahrzehnten und Jahrhunderten die blühenden Aktionen zu schreiten haben wird. Bu gemeinsamen deutschen Städte verödet und verfommen, das Erwerbsleben aftionen. bernichtet, der deutsche Geist in Wissenschaft und Kunst ver­ebbt, die deutschen Menschen zu Millionen von ihrer heimat­fichen Erbe losgerissen und vertrieben sind: Wird dann bor dem Tribunal der Geschichte und vor dem Nichterstuhl Gottes das Wort Geltung haben: Diesem Volt ist recht geschehen, und drei Männer haben dieses Stecht vollzogen? Wirb diese Gewalttat eine Gegenszeit der Völker ein­Teiten?

Serr Cherft, mein Leben ist vollbracht; für mich erhoffe und fürchte ich nichts mehr, mein Land bedarf meiner nicht, ich denke seinen Untergang nicht lange zu überleben. Als ein schtvaches Glied eines ins Herz getroffenen Volfes, das gleich zeitig um feine späte Freiheit und den Nest seines Lebens ringt, rede ich zu Ihnen, dem Vertreter der aufstrebendsten aller Nationen.

Noch vor vier Jahren waren wir scheinbar Shresgleichen. Scheinbar, denn uns fehlte, was den Staaten die Festigkeit des Daseins gibt: die innere Freiheit. Heute stehen wir am Rande der Vernichtung, die unabwendbar ist, wenn Deutschland nach dem Nate derer verstümmelt wird, die es haffen.

Denn dies muß ausgesprochen werden, flar und ein­dringlich, so daß jeder das Furchtbare versteht, alle Bölker und Geschlechter, die jetzigen und die kommenden: Was uns angedroht wird, was der Haß uns anzutun borschlägt, ist die Vernichtung. Die Vernichtung des deutschen Lebens jetzt und in alle Zukunft.

Nicht an Ihr Mitleid wende ich mich, sondern an das Gefühl der menschlichen Solidarität. Ich weiß, niemand emp­findet es tiefer als Sie und Wilson, fein Volk versteht es Flarer als die große, an Freiheit und Selbstverantwortlichkeit gewöhnte amerifonische Nation:

Die Menschheit trägt eine gemeinfome Berantwortung. Jeder Mensch ist für das Schicksal jedes Menschen verantwort lich, auf das er Einfluß hat, jede Station ist verantwortlich für das Schicksal jeder Nation.

In diesen Tagen werden Beschlüffe gefaßt, die auf ahrhunderte das Gefchick der Menschheit bestimmen. Wilson hat ausgesprochen, was nie zuvor irdische Gewalt zu verwirklichen magte: Friede, Versöhnung, Recht und Freiheit für alle. Gott gebe, baß seine Worte Wahrheit werden.

Merben fie es nicht, fo trifft das alte fibyllinische Wort ein, das Plutarch uns überliefert: Auch für den Sieger wird ber Sieg berderblich. Werden sie Wahrheit, So ist der Welt ein neues Beitalter geschenkt und die unjäg­lichen Opfer des Strieges maren nicht vergeblich.

Jh grüße Sie in menschlichem Vertrauen.

Wilsons Völkerbund- Vorschläge.

Die Internationale.

Aus Genf wird der ,, Frankfurter Beitung" mitgeteilt: Der führer des Verbandes der französischen Seeleute Ri. belli hält gegenwärtig in den französischen Hafenstädten zu­In gunsten der internationalen Arbeiterbeziehungen Vorträge. Toulon und Nizza bat er dabei den Mut gehabt, offen für eine Berföhnung Frankreichs und Deutschlands einzutreten. Der Berichterstatter des Temps" versichert, daß die Versammlung nicht star? befucht war, und daß der Steiner feinen Beifall fand, demnach fand er aber doch auch keinen Widerspruch.

Die französischen Seeleute wissen also besser als die eng­lischen, was sie den großen Bielen der Arbeiterklasse schuldig find.

Deutschland und Ungarn .

Wien , 5. Dezember. ( Wiener Telegr. Korresp.- Burean.) Ein biefiges Mittagsblatt bringt unter dem fenfationellen Titel Bruch mit Ungarn " eine Budapester Meldung, wonach Besti Naplo" eine Trübung in den Beziehungen zwischen der ungarischen und der deutschösterreichischen Republik feststellt, und wir ihr die Ab­berufung des Wiener Gesandten Dr. Harrer in Busammenhang bringt. Wie wir erfahren, entbehrt diese Meldung der tatsächlichen Grundlage. Die Abberufung Dr. Harrers hat ihren Grund aus­fchließlich in einer ihm übertragenen Mission im Auswärtigen Amt der ungarischen Republik. Die Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschösterreich bleiben fortdauernd freundschaftlich und die unfinnigkeit des oben erwähnten Gerüchtes geht schon aus der Tat­fache hervor, daß die Verhandlungen über eine Lebens­mitte! lieferung bekanntlich eine günstige Wendung genommen haben.

Die Tschechenzüge.

23ien, 5. Dezember. Die Beit" meldet: Aus Lundenburg sind farle tschechische Streitfräfte, teilweise auf Transportzügen, im Anmarsch gegen Nitolsburg. Die Tschechen machen kein Geheimnis daraus, daß sie die von Brag nach Budapest führenden Bahnlinien in Besie nehmen und die Berbindung mit der in Ungarn eingerüd. ten französischen Baltanarmte herstellen wollen.

Prag , 4. Dezember. Die Regierung der tschechoslowakischen Republik hat amtlich erklärt, daß sie nicht beabsichtigt, in Glass ein zufallen. Die Nachricht, daß ein Einfall in Preußisch- Schlesien be­absichtigt sei, sei vollkommen unrichtig.

Ermordung russischer Großfürsten.

Haag, 5. Dezember. ( Hollandsch Nieuwsbureau.) Reuter meldet aus Tharbin: Der Bericht, daß die Bolschewiti in Alapa­jest bie Großfürfen Sergius und Nikolai Nikolajewitsch , ag, 5. Degenber.( ollandsch Nieutobureau.) Ein Sander Großfürstin Elisabeth Feodorowna, die Prinzen Johannes, Kon Servefpondent berewhort Times" in Washington meldet: Die ftantin, Nicol und Paul ermordet haben, wird bestätigt. Sie wur. Borschläge bes Bräsidenten son für einen Bölferbund sind den gezwungen, in einen Bergwertschacht au affenbar fertiggefiellt. Wie es heißt, basiert der amerikanische springen, wo ihre Leichen jetzt gefunden wurden. Die russischen Borschlag auf einer internationalen Seepolizei. Die Negierung Blätter melden, daß derselbe Trupp die Zarin und ihre 5 Kinder, wird die Einrichtung eines Arbitrage- Gerichtshofes befürworten, deren Zeichen noch nicht gefunden worden sind, bevor sie die Morde und es ist die sicht vorhanden, daß alle Nationen des in Allapajevst begingen, ermordet haben. Die Namen aller Mör­Bölterbunbes sich berpflichten, ihre fich berpflichten, ihre Diffe- l der, die nach Berm abgereift sind, sind bekannt.

Der See Genezareth .

( 1916.)

Von Paul Bech.

Diese Bilder find der schmählich verredten Benjur gewidmet, bie sie unterdrüdte.

Wir waren nf Stunden ohne Waffer burch eine grausam jenbige Ebene marschiert. Jeder temzug war ein tierisch gemeiner Tush Nicht zu reben von der Bahnfahrt danach, in Biehwagen, Sie den gangen Mittag durch eine laubarme Landschaft fausten und das Blut bis in die Fingerspitzen hinunter auslaugten. Jedes Ge fühl der Sicherheit war entlaufen; mit Wald und Gebirge zurück­geblieben. Gräßliches Alleinsein beschlich den Körper wie ein ge­meines grünes Gift. Durfte man so mutterfeelenallein binftieren in die graue Härte ber Eisenbahn, abgerüdt von den schlafenden, fingenden und an Brotfrusten bauenden Stameraben?

Obiese höllischen Höhlen der Güterwagen!

Wir lagen schließlich am Bahndamm ohne Bewegung irgend einer Mustel. In langer Reihe die dampfenden Beiber ohne Ord. nung und ohne Sinn. Leiber an Beiber gesäumt von einem Stöpfe Heer, von einer Schnur glasiger Augen, geschnitten von einem Band branbroter Munde. Ueber die Brusfförbe hin fuhr jedoch die Sturm­Nut heftiger Atemzüge. Es war wie wenn ein brauner Bartoffel­ader unter den Stößen des Herbstes feuchte.

Ummolite Autos ftießen uns wieder auf. Es war bein Befehl gefallen, aber wie erhoben uns, gingen fleif wie ein fahrbar ge­machter Beun in das Dorf hinunter. Aus viertelgeöffneten Lidern bingelbe Hoffnung. Vorstellungen von etivas Nealem hoben die Jehenspiken um Millimeter. Auf heranwebenden Baumgruppen log bos fchmuzige Weiß erstorbener Apfelblüte. Die Luft hing geruch los in Bölbungen. Bogelgezwitscher. Steine erschienen: schwarz­vote Hügel gemischt mit Sols und Feken Tuch. Ginstmals mögen Säufer gestanden haben, wo jetzt häufung von Bertrümmerungen aus bem unbegwingbaren Flor des Grüns gähnte. Einstmals mögen Rufe laut gewesen sein und Alang von geschulterten Eimern, wo jebt jeudige tinsel grünmorsch die Straße zerfesten.

Ueber den Dorfplat huschten bie blauen Augen bes Jrrfinns. Trauer flog eulenhaft um den Turmstumpf. Verwefung fam in Birbeln des Windes vom Kirchhof, wo mit nadtreißen Armen der Rreuse hundert Mütter zu Gott schrien. Der bärtige Chriftus brödelte vom Stamm. Eine dunkle Lohe Machandel überflammte gütig die unverbundenen Wunden des Erlösers.

Es ist daher beabsichtigt, die Unteroffiziere und Kapitulanten gu einer freiwilligen Regierungstruppe zu ber­einigen, die jederzeit bereit ist einzugreifen, sobald irgendeine lique es wagt, die bestehende Ordnung umzustoßen. Wir stehen auf einem lodern Boden, der eines Tages unter unseren Füßen verschwinden kann. Es gilt, diesen Boden zu befestigen.

Unsere heutige Versammlung gilt lediglich der Verwirklichung unseres Programms und verfolgt keinen andern Zweck, was hier­mit ausdrücklich festgestellt wird. Alle außerhalb stehenden Männer aber, die sich uns anschließen wollen, können dies unges fäumt tun.

Wir marschieren jest sofort mit Mufif noch dem Dorotheen­städtischen Gymnasium, wo alles nähere befannigegeben wird." Der Zug hatte sich rasch formiert und setzte sich gegen 22 Uhr in Bewegung. Man schritt, von vielen Neugierigen begleitet, Inter den Linden entlang und bog in die Wilhelmstraße ein. Vor dem Reichskanzlerhaus wurde Salt gemacht. Eine Abordnung begab sich zum Voltsbeauftragten Ebert, der bald darauf erschien. Er wurde vom Vorstandsmitglied Suppe mit folgenden Worten begrüßt:

Es war gut, daß eine Chauffee sich öffnete mit einem Doppel­gurt aufzitternder Espen. Weiche Wiesen lagen zu beiben Seiten. 53 roch nach Minz und Salbei. Wasserläufe flangen herzu. Wiedererwachtes Ohr hörte wahrhaftig den Kudud. Alles im Ge­hirn zu dumpfem Brodeln versammelte Blut betam plöblich Luft, ergoß sich in die welfen Weiher der Augen, füllte hohle Schläfen aus und schob die Zunge vom Fels der Zähne langsam fort. 23 aifer.. Waffer. waren die ersten Baute fehlehinauf.

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Es begann ein Wittern ber Nasen, Ohren und Pupillen. Die Röpfe wuchsen höher aus den Schultern. Der Schritt der gepeinigten Füße batte wieder Rhythmus und Figur. Und plöblich fingelte die Mundharmonika. Sie lodte noch ein Ried von spärlich gelodorten Lippen und schmetterte zuletzt eine Fanfare.

Und dann war der See endlich da.

Wir wollen öffentlich erklären, daß wir fest zur Regierung Ebert halten und verhindern wollen, daß von der Reaktion oder dem Terrorismus die bestehende Ordnung umges stoßen werde."

Er ließ seine Worte in ein von der Menge bereitwillig aufge­nommenes Hoch auf die jetzige Regierung ausffingen. Voltsbeauftragter Ebert antwortete:

Nicht groß in Ausmaßen. Wir umlagerten breiviertel des Ufers: bas war troden und mit rosa lee bestanden. In den Donner abgeschulterter Tornister schrillten die Geschirre. Lang­geftredte Sälse bahnten Gaffen durch das Rohr. Eine Herde Büffel zerftampfte Schilf und Binsen. Wir soffen eine Stunde lang. Wir pumpten die Gewalt von atoanzia Regenwochen die weißglühende Meble hinunter. Es galt, den Brand der ganzen Eingeweide au löschen, den brodelnden Herd der Flüche, die Qual des Sommers, den Bulten dieses Strieges.

Es war niemand, der uns zurüchielt. Es war nimand, bet noch Besinnung hatte Gine Fata morgana bon föstlichen Bieren begwang unser Gehirn. Der Rausch stand unseren zag erwachten Sinnen bei, und feine hektischen Wunder strafften unsere Muskeln. Bor meinem Blid verbreiterte sich die Lagerung. Ich sah teine Uniformen mehr ich sah nur gestraffte Brustkörbe noch unb einen Wald von Näuften.

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Ich danke Ihnen im Namen der Reichsregierung für bas große Bertrauen, das Sie uns entgegenbringen, auf das Aller­herzlichste. Sie dürfen versichert sein, daß die Reichsregierung mit Aufbietung aller Kraft und Energie auf den bisherigen Bahnen weiterzuschreiten, Ordnung und Sicherheit und Ara beitsgelegenheit zu schaffen bemüht sein wird, damit jeder wieder Erwerb und Arbeit finde.( Bravorufe.) Wir sind ent fchloffen, berfassungsmäßige Verhältnisse durch baldige Einbe rufung der Nationalversammlung zu fchaffen. ( Stürmische Zustimmung.) Davon laffen wir uns nicht abhalten.( Erneuter stürmischer Beifall.) Weiter ist unser Ziel, einen baldigen Frieden zu erreichen, damit wir an den Wiederaufbau gehen können.( Lebhaftes Bravo.) Wenn Sic baran mitarbeiten wollen, find Sie uns wiff? ammen."

die Versammelten lebhaft mit einstimmten. Ebert schloß mit einem Hoch auf das ganze deutsche Volt, in das bie Versammelten lebhaft mit einstimmten.

Der Bug bewegte sich weiter durch die Leipziger -, Budapester und Dorotheenstraße.

In lezigenannter Straße begegnete er einem anderen Demon ftrationszug. Die Gardefunker zogen mit Plakaten durch die Stadt, auf denen zu lesen stand:

Die Gardefunker halten gefchloffen zur Regierung Ebert- Haase. Beibe Büge begrüßten sich lebhaft und erfreut. Jm Dorotheenftädtischen Gymnasium angekommen, wurden von Suppe die näheren Angaben, die Bildung einer freiwilligen Schustruppe betreffend, gemacht.

In der Beipziger Straße versuchten Bettelberteiler der Spar talus- Gruppe den Demonstranten Bettel in die Hand zu brüden. Dieser Versuch löste lauten Unwillen aus und unter Rufen Nieder mit Liebknecht"." Nieder mit Spartatus" wurden die Bettel verteiler unsanft beiseite gedrängt.

In uns und über uns glühte die weiße Steinblume Stadt. Cie troff von Ampelschnee und schiefen Spiegeln. Alles Gewesene trat heraus und lag mie Ausias offen, daran wir uns stießen und darob engrimmien und tierisch frafeelien. Efel fam über uns, und aus unseren Fingein wuchsen Ruten. Wir schlugen die Larven herunter von dem tausendfachen Köpfcheer der Nachtwardler. Die Galle, lange genug gefocht in uns, forang mit der Wucht von Fiammen mrfern über die Mistfuhren Dirne, Kinofbettafel und Tänzerinnen, Schlachtenmaler. Es gelüftete uns, die Berje- Sprecher und Daunen- Nächte der Kriegsverlängerer zu befchlafen mit unseren Läusen, mit den Kräberevolten unserer Felle, mit den Glieder­ftümpfen, eitrigen Augenhöhlen, den Nervenarien unserer Mit Wir schritten wie hinter Särgen vorüber. Büßer in Sad und brijder in Flandern , vor Reims und an den berfiegten Wafferlöchern Asche. Von unseren Gewehren flatterte die Fahne des heiligen Ostafrifas. Es gelüftete uns, die Scharfmacher rheinischer In­Lammes. Göttliches Mitleid stredie berlangend die knöchernen dustrien in den Samum unserer Sturmbataillone zu schleifen Finger; bas erste Mitleid eines Teilchen Daseins mit unserem in den Sturzbach der Explosionen, durch Gas, Feuergebläse und schauerlichen Beruf. Die andere, größere Welt fah nur den Ruhm Trichter Blut, burch die gerkreischten Nächte unserer Weiber, durch bas Hungergeheut unserer Kinder, in die barbarische Debe der ( die Meste unserer Sturmhelme) und das befohlene Tun. Wir schritten wie hinter uns selber. Unglücklich Lebende hinter Millionen Mütter und Waifen, vor ben schwarzen Richtertisch der gidlich Beftorbenen Bernunft, an den Galgen unserer gesteilten Fäuste.

Aber es war niemand, der das Signal gab. Es war niemand, der sich aufrichtete, auf daß wir um seinen hellen Mut uns scharten. Niemand, ben der Wille des Erlösers trieb.

Wir waren erfüllt mit etwas, auf das mir feinerlei Macht be­sahen, das wir bloß füblten und nicht einmal ausfühlten; denn wir mandelten schon lange zwischen Schlaf und Schlaf. Sonnenuntergang beschien den See, daß er rot lag wie eine Schale aus Nubin.

Ringsum Schlief jebermann.

Die Fernen- Donner der Front flangen rhythmisch darein, cin Ongellieb in Moll. Die Nube der Landschaft beztvang das lekte Wachscin -: den Saz. die Faust und die Revolte. Dämmerung spannte sich aus. Farben stiegen und fielen. Pferde schritten vorüber o edler Schritt der Unvernünftigen ( der Unvernünftigen? Sie, die fanft und stilvoll die Linie der Landschaft zu einem Runstwo rf formten!).

Mein Blid beschritt die feuchten Rinnen eines Feldweges. ber abwärts zu bewohnten Dörfern fübrie. Wo noch die Dächer tag­blaues Behagen rauchten und Fenster mit Mädchen aus dem tot ebler Rofer brannten.

Wie das Gleise einer schmalspurigen Bohn gleißten Wagen spuren, massergefüllte. Wären doch Tränen mir gekommen. Hätten fie fich doch ausgegossen in diese dünnen Bäche, hinfließend zu einem Hause, wo über zartgebettete Kinder eine Mutter das Nacht­gebet sprach. Wie ein Amen fiel der Abendstern in meinen Gang zu Gott .

Notizen. -Theater. Am 11. Dezember geht bie Boltsoper von Carl Weis Der polnische Jude" zum ersten Male am Deutschen Opernhause in Szene.

Eine Künstlergewerffchaft hat sich in München gebildet. Zu dieser Kunstfammer gehören auch die wirtschaftlichen Verbände der Bühnenfünstler, Tonfünftler und Schriftsteller. Sie ist von der Regierung als die Crganisation der bayerischen Künstler ausdrücklich anerkannt. Die Rünstlergewerffchaft berfolgt lediglich wirtschaftliche Swede.

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An die Frauen der Entente hat die schwedische Reformerin Ellen fey ein Schreiben gerichtet, in tem sie sie bittet, belfend für die Lebensmittelversorgung Deutschlands einzutreten und auch ihre Sträfte für gerechte Frieb nebebingungen einzulegen. Revolutionsbriefmarken. Der Umfturs Oesterreich- Ungarn hat zu allerlei Martenprovisorien geführt. Die Ungarn , Tschechen, Deutschen und Italiener versehen die bisher in Gebrauch gewefenen Marten mit leberbrud, der die neuen staats­rechtlichen Verhältnisse widerspiegelt. In Deutschösterreich liest man jekt Deutschösterreich" darauf.

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