1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Nr. 179.
Tokales.
Folgende Brauereien erklären unter der Mittheilung, daß fie dem Brauereiring nicht angehören, sich bereit, Bier nach Berlin zu liefern. Bürgerliches Brauhaus Hamburg Eilbed. Brandenburg Brauerei Brandenburg, Vertreter Herm. Wolff, Dragonerstr. 31.
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Sonnabend, den 4. August 1894.
11. Jahrg.
Von Anhängern der bürgerlichen Parteien nahm in der Dis- I mit Aborten in Berbindung stehen. Sie müssen zum Deffnen geeignete fussion feiner das Wort, dagegen ließen es unsere Genossen Außenfenster haben. Der Zugang zu Zimmern, in denen Personen Hildebrandt, Schimansky und König an der nöthigen Abfertigung des einen Geschlechtes schlafen, darf nicht durch Schlafzimmer des unternehmenden Herrn nicht fehlen; sie zerpflückten stückweise des anderen Geschlechts stattfinden. Jeder Schlafraum muß ge die fauftdicken Lügen des waderen Kämpen für die Ringintereffenten. Dielt und verschließbar sein. Roftgänger verschiedenen Ges Der nach jedem Redner stetig zunehmende Beifall der schlechtes dürfen nur dann in demselben Zimmer schlafen, wenn Versammlung bewies, daß die Anwesenheit, einiger unserer Leute sie zu einander in dem Verhältniß von Ehegatten oder Eltern doch nicht ganz nutzlos war; Herr Mohnike wurde gründlich und Kindern stehen. Für jeden Schlafgast muß eine besondere heimgeschickt. Bei Eintritt der Polizeistunde schloß der Vor- Lagerstätte vorhanden sein, außer wenn es sich um Ehegatten, Achtung, Gastwirthe! sitzende( ein Antisemit) furzer Hand die Versammlung, ohne die Kinder unter 12 Jahren und zu ein und derselben Familie geDie im 6. Reichstags Wahlkreise wohnenden Gastwirthe Resolution bezw. Petition zur Abstimmung gebracht zu haben, hörende Personen gleichen Geschlechtes handelt. Bettstellen wollen sich melden bei: Augustin, Kastanien- Allee 11. mit der Erklärung, daß er durch Mohnike dupirt worden sei, dürfen nicht übereinander aufgestellt werden." Engel, Antonstraße 1. Gnadt, Swinemünderstraße 120. Denn dieser habe sich ihm gegenüber als Antisemit gerirt. Durch Die Turnübungen des Aschinger'schen Personals nach den aufGleinert, Müllerstraße 174. Gies hoit, Boyenstraße 40. Berlesen seiner Petition, die sich an alle bürgerlichen Parteien gethürmten Bettstellen entspricht also nicht einmal den polizeilichen Hermerschmidt, Perlebergerstraße 28. Haferlandt, richtet, sei er zu der Einsicht gekommen, daß er nicht im Auf- Minimalansprüchen von... Hildesheim . Bellermannstr. 87, Lietste, Schwedterstr. 33. Marten, trage der antisemitischen Partei, sondern, im eigenen Interesse Gartenstr. 152. Schröder, Wiesenstr. 39. aus Berlin gekommen sei. Er verließ das Bureau und Zauschel, Grenzstr. 4. Bahr, Gerichtstr. 19. der verblüffte Referent faß allein mit seinen Renntnissen.- Tableau.
Achtung, Gastwirthe Südosten. Die Liste derjenigen Rokale, welche bontottfreies Bier schänken, wird in nächster Woche wieder veröffentlicht. Aenderungen, Beschwerden u. s. w, find zu richten an Scholz, Wrangelstr. 32 part.
Von unserer Lifte gestrichen mußte der Gastwirth Sein werden, der in der Pallisadenſtr. 88 wohnt. Derselbe hat trot wiederholten Versprechens sich immer wieder Ringbier zugelegt. Der Vertrauensmann, Osten.
Bähigkeit hilft zum Ziel. Die komische Entrüftung der Wirthe und der stille Grimm ihrer Lieferanten darüber, daß die Arbeiter sich das Recht nicht abstreiten lassen wollen, den Namen des Bieres zu erfahren, für welches sie ihre sauer verdienten Nickel hinlegen, hat noch eine ernste Seite, wenn wir das Ver halten unserer Bourgeoisie beim Einkauf irgend einer Waare ein wenig näher betrachten. Von vornherein ist festzuhalten, daß es fich ganz gleich bleibt, ob der gekaufte Gegenstand ein gewöhnlicher Konsumartifel, z. B. Leinwand, oder ein Genußmittel,
die
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Hochachtungkoll Berliner Unions- Brauerei.
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Das Risiko der Arbeiter. In der Borussia- Brauerei in Nieder- Schönweide ist am Donnerstag Abend kurz vor 6 Uhr der Maschinist Lehmann auf schreckliche Weise ums Leben ges tommen. Der Maschinist, welcher die Nachtarbeit antreten wollte, fand ihn mit eingedrücktem Schädel und gebrochenen Gliedern und bereits leblos vor, so daß anzunehmen ist, daß Rehmann, der sich allein im Maschinenraum befand, bei irgend einer Manipulation an der Maschine zwischen dieselbe gerathen und getödtet worden ist. Lehmann, der in Kietz bei Köpenick wohnte, hinterläßt eine Frau mit 2 unmündigen Kindern.
wenn
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Fürs beffere" Vublikum. Dem Biere, das feinen Beruf verfehlt hat, muß unter allen Umständen Absah auf andere Weise verschafft werden. Mancherlei Mittel müssen dazu dienen, den Kundenkreis, der durch den Boykott schon recht zusammengeschmolzen, wieder etwas zu erweitern. Mit Schrecken gevahren die Herren vom Ring, daß je länger, je mehr Gast wirthe ihnen verloren gehen. Die Biere, die in Berlin eingeführt werden, sind gut und es wird, selbst nach der Be- Eine Knochenmühle eigener Art ist die Werkstatt für endigung des Boykotts, für die Gastwirthe, Flaschenbier Eisenkonstruktion de la Sauce u. Kloß in der Usedomstraße. herigen Lieferanten abzugehen. Händler c. nur wenig Grund mehr vorhanden sein, vom bis- Hier herrscht das Kolonnensystem, wodurch natürlich die Brauereien überbieten sich jetzt fast mit ihren Liebeswerben; um macht werden. Dabei verdienen die 80-100 Arbeiter, von denen Die auf den Sand gesetzten Kolonnenführer zu den eifrigsten Antreibern ihrer" Arbeiter genur einige Flaschen Bier an den Mann bringen zu können, ca. 20 jugendliche, einen Durchschnittslohn von 30 Pf. pro treiben sie's in der Höflichkeit fast zu weit. Die Union 3: Stunde. Anfänger erhalten 25 Pf. Freilich wird dafür auch Brauerei, Hasenhaide, wirft jetzt folgenden Köter aus: durchschnittlich pro Tag 12 Stunden gearbeitet. Am Montag Berlin S., Juli 1894. verließ ein Kolonnenführer mit seinen" 4 Arbeitern die Fabrik, Hafenhainde 22/31. da denselben von der Firma die Auszahlung des Akkordrestes für fertiggestellte Arbeit vorenthalten wurde. Dementsprechend 3. B. Bier, ist. Man kann verlangen, daß der Verkäufer, und in derjenigen Geschäfte, welche unsere Flaschenbiere im Brauerei: wurde kürzlich das Tragen von rothen Hemden verboten. Wir beabsichtigen in nächster Zeit ein neues Verzeichniß ist natürlich auch die Behandlung der Arbeiter, die alle unHunderten von Fällen hat die bürgerliche Presse es als heiligste Abzug führen, herauszugeben, wie wir dies schon früher gethan Der Kolonnenführer paßt nicht selten mit der Uhr in der Hand organisirt, eine wahrhaft ,, väterliche". Einem Arbeiter Pflicht deffelben hingestellt, seine Kunden höflich bedient und allen berechtigten Wünschen derselben Rechnung trägt. Und man haben, um dasselbe in größerer Auflage an das bessere weiß ja auch ziemlich genau, daß die Kundschaft, welche am Publikum Berlins und Umgegend zu versenden. Den auf, daß der Arbeiter das Kloset nicht durchfizt. Um hier Wandel meisten mätelt, sich nicht aus den unteren Schichten refrutirt, Herrschaften soll auf diese Weise vor Augen geführt werden, zu schaffen, ließ der Vorstand des Berliner Metallarbeiter- Berfondern daß gerade diejenigen, die es dazu haben", die Ge mo sie unsere Biere in unverfälschter Qualität jederzeit in der bandes am Montag in der Werkstätte Handzettel verbreiten, mit der Aufforderung, am Abend zur Besprechung dieser Zustände schäftsleute durch alle möglichen Einfälle und Launen oft bis Nähe bekommen fönnen. auf's Blut peinigen. Die Berliner Wirthe find im allgemeinen Empfehlung der darin genannten Geschäfte um so mehr, als wir Betreuen zusammen, hielt ihnen eine schöne Rede über das Dies Verzeichniß bildet zugleich eine schätzenswerthe bei Wilte in der Hochstraße zu erscheinen. im Verhältniß zu anderen Städten nicht übermäßig zuvor: bereit sind, auf Wunsch und soweit der Raum es gestattetet, auch Wohlwollen, welches er für die Arbeiter hege, und warnte die Der Herr Chef jedoch trommelte furz vor Thoresschluß seine tommend, aber selbst mancher protenhafter Großbudiker fängt an zu scharwenzeln, wenn zufälliger Weise Mal ein„ Herr" sein furzgefaßte Anpreisung anderer Artikel mit aufzunehnten, ohne Arbeiter davor, sich„ aufheben" zu lassen. Er habe sich bei der Lokal betritt der schließlich weniger verzehrt, als ein simpler dafür etwas zu berechnen. Arbeiter. Derselbe Wirth nimmt sich natürlich das Recht herWir bitten, falls Sie unser Bier führen und in das Ver- Polizei nach Naether erkundigt, derfelbe betreibe die Sache geaus, den letzteren mit urwüchsiger Grobheit, wenn nicht mit seichniß aufgenommen sein wollen, uns dies bis spätestens den schäftsmäßig. Um einen Beweis seiner Humanität zu geben, Schlimmeren zu bedienen, wenn dieser ihm als Käufer gegen- 15. August d. J. durch Ausfüllung beifolgender Karte wissen zu solle am Freitag eine Landparthie nach Birkenwerder stattfinden, über tritt. Desto energischer aber, forrekt in der Form, müssen lassen. er einen Extrazug erhalten könne. Was kann es Wunder nehmen, daß die Mehrzahl der größtenArbeiter sich dann auf ihr Recht stützen und dafür, daß diese Taktik gute Erfolge zeitigt, bringt jeder theils gänzlich indifferenten Arbeiter, die das Boykottbier init Wolluft trinken, auf diesen Gimpelfang hineinfielen, zumal die Tag neue Beweise. Greifen wir einen Fall heraus. Diese Offerte ist an alle Gastwirthe. Flaschenbierhändler 2c. Zugänge zum Versammlungslokal von Beauftragten der Firma In der Frankfurterstraße befindet sich ein sogenanntes Bolts- gesandt worden. Ob die Aufnahme in das Verzeichniß" eine fontrollirt wurden. speisehaus, das sich eines überaus großen Zuspruchs aus Arbeiter- schäzenswerthe Empfehlung" für das betreffende Geschäft bilden gefunden, welche beschlossen, die Versammlung in 14 Tagen zu Troy alledem hatten sich 15-20 einfreifen erfreut. Trotzdem dem Inhaber S. seit Beginn des wird, möchten wir doch bezweifeln. Der Muth des besseren wiederholen. Dann wird jedoch Borsorge getroffen sein, daß Boykotts von verschiedenen Seiten die Abschaffung des Rixdorfer Publikums" für das boykottirte Bier ist im Schwinden begriffen, der Herr Chef dieselbe nicht illusorisch machen kann, und wenn Bieres nahegelegt wurde, lehnte derfelbe das in seiner Starr die Saufkolonnen, die mit wahrer Todesverachtung die Divi er feine" Arbeiter zur Strafe bis um 10 Uhr in die Fabrik einköpfigkeit mit dem Hinweis ab, er spüre nichts vom Boykott. dendenjauche vertilgten, haben sich aufgelöst, die Begeisterung ist sperren würde. Der unermüdlich zähen Agitation unserer Genossen ist es zu verflogen. danken, daß der Boykott endlich zu spüren war und der gute Trinken Sie Schnaps? Diese Frage wird bei einer großen Bude 20 in der Nähe von Zehlendorf ein Abends von Potsdam Mittels der Carpenterbremse wurde dieser Tage bei Mann ringfreies Bier anschaffen mußte und er findet sich sehr Anzahl Kassenärzten zu einer fast stereotypen. Arbeiter M. nach Berlin abgelassener Vorortzug zum Halten gebracht. Es wohl dabei. Wenn unsere Freunde überall den sich sträubenden meldet sich frank, geht zum Kassenarzt und flagt ihm sein Leid. stellte sich heraus, daß eine junge Dame aus Berlin , welche in Wirthen begreiflich machen, was sie wollen, dann können Er könne seit langer Zeit nicht ruhig schlafen, das Gehen und einem Koupee zweiter Klasse von einem angefneipten Ulanenin den Arbeitervierteln nur wenig dieser Herren mit Ringbier Arbeiten falle ihm schwer, er spüre eine fortwährende Ab- fähnrich in zudringlicher Weise belästigt worden war, die ausschank übrig bleiben, die meisten müssen kommen, einer nach spannung und namentlich plagten ihn stete Kopfschmerzen mit Garpenterbremse gezogen hatte. Ein Major, der sich im NebenSchwindel. Der Arzt, ein noch sehr jugendlicher Mann, sagt, toupee befand, veranlaßte es, daß der Fähnrich in Berlin auf Als Motiv für ihre Weigerung, dem Ringe Valet zu sagen, hm, hm". untersucht den Kranken, schüttelte den Kopf, blättert dem Bahnhof der Dame Abbitte leisten mußte. Außerdem mußte führen manche Wirthe die Polizei ins Feld die Polizei, die sich in mehreren dickleibigen Folianten und bricht schließlich wie er für das Halten des Zuges 30 M. hinterlegen. Unsere Sittfelbstverständlich neutral verhält, wie das der Chef der elektrisirt in die vielfagenden Worte aus: Trinken Sie lichkeitsvereine werden also gut thun, in Zukunft ihre Ausmerkfelben durch sein Verhalten der Saalbefizerkommiffion gegenüber Schnaps?" Die Diagnose war gefunden. M. erwidert, daß er famkeit auch den jungen Herren Fähnrichen und sonstigen Passa dokumentirt wissen wollte. Ein Theil der Wirthe läßt sich näm in gesundem Zustande täglich für zehn Pfennige Nordhäuser" gieren der zweiten Wagenklasse zuzuwenden. lich darum in die Liste der ringfreien Wirthschaften nicht auf: getrunken habe, jedoch nicht mehr, seit er sich frant fühle. gieren der zweiten Wagenklasse zuzuwenden. nehmen, weil sie Scheerereien" befürchten; eine ganze Anzahl Ein anderer Fall. Arbeiter S. sucht die Hilfe des Kassenarztes Jugendlicher Messerheld. In der Chauffeestraße zu Brit Wirthe aber erklärt sogar, daß sie, wenn auch mit schweren wegen einer Fußverlegung auf. Er hat das Konsultationszimmer wurde der Arbeiter Hämmerling ohne jede Veranlassung von Opfern, Ringbier beibehalten wollen um eine Verlängerung betreten und kaum den Krankenschein überreicht, als der Arzt ihn dem 19 jährigen Zimmerlehrling Leitgiebel angerempelt und als der Polizeistunde zu erlangen. Sollte das möglich sein?-- verwundernd auf die Schulter klopft und sagt:„ Na, alter Freund, er sich dies verbat, mit einem Messer nicht unerheblich verletzt. Der Bierboykott sollte zur Sie pfeifen" wohl auch gern„ einen"? S. begnügt sich damit zu Der Messerheld ist zur Anzeige gebracht worden. „ Strede gebracht" werden und zwar sollte das in einer„ grrroßen Volksversammlung fragen, ob er denn solchen Eindruck mache und ob denn BesseEntsetzlich zugerichtet wurde dieser Tage die auf dem aller bürgerlichen Parteien" in Köpenick geschehen. In einer ung seines Fußes zu erwarten ist, wenn er feinen mehr ge- Rittergut Briß beschäftigte Arbeiterin Bertha Borchardt. DiePetition wollte die muthige Schaar die Hilfe der Polizei anrufen tommt zum Zahnarzt, um sich einen Zahn ziehen zu lassen. lauf die Arbeiterinnen Schröder und Rademacher über die B. nehmigen" würde. Und ein drittes Beispiel. Schreiber selbe gerieth mit mehreren Kolleginnen in Streit, in dessen Vergegen unberechtigte Streits und Boykotts". Das herrliche Schauspiel der Abschlachtung Berliner Boykotter fonnte sich jeder daß der Patient anscheinend durch Schnaps den Zahnschmerz habe Fingernägeln bearbeiteten und zwar derart, daß das ganze Ge Dabei vermag der Arzt nicht die Bemerkung zu unterdrücken, herfielen, sie mit Fauftschlägen traktirten und sodann mit den leisten, der für solch hochpatriotischen Zweck noch 10 Pf. übrig übertäuben wollen. H., ein heller Berliner Junge, gab eine Anticht tiefe Furchen zeigt und die bedauernswerthe B. sich in ärzt hat. Sie sind schon billiger geworden, im Feenpalast toftete es mort, die hier nicht gut wiederzugeben ist. Es ist eine That liche Behandlung begeben mußte. Gegen die Thäterinnen ist 20 Pfennig, was dem Fiasko natürlich auch nicht vorbeugen sache, daß der Krantenfaffen- Arzt in den manchmal ja vielleicht Strafantrag gestellt worden. konnte. Auch hier wurde aus der großen" Versammlung nichts und die paar Nickel, welche von den ca. 200 Versamm gebotenen Fragen nach dem Genuß geistiger Getränke zu weit lungsbesuchern, die sich zum größten Theil aus durch den geht, daß es ihm faft zur Gewohnheit geworden ist, bei über Boytott in Mitleidenschaft gezogenen Gastwirthen und Flaschen- Kopsschmerz klagenden Arbeitern auf Schnapsgenuß schlankweg bierhändlern zusammenseßten, auf den Tisch des Hauses nieder- 3 diagnostiziren. Der Hausarzt, dem das kostbare Leben eines gelegt wurden, dürften die Entrepreneurs wohl schwerlich be- öniglichen Kommerzienrathes anvertraut ist, würde die längste gelegt wurden, dürften die Entrepreneurs wohl schwerlich be: Beit Hausarzt gewesen sein, wenn er dem kommerzienräthlichen friedigt haben. Herr Mohnike, der Referent, gab seinen Zuhörern ein Kon- Gehirnkasten die Frage vorlegen wollte:" Trinken Sie zuviel glomerat all der Lügen, welche die bürgerliche Presse über die Ursachen Champagner?" des Bierboykotts feit langem folportirt, durchwürzt mit einigen In der Eifengießerei von Schöning in der Uferstraße
dem andern.
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Der Selbstmordverfuch des Gastwirths Lemberg in der Königstraße, dessen That in der Königstadt das größte Aufsehen hervorgerufen hat, ist, wie wir vernehmen, in einem Anfall von Geistesstörung verübt worden. Die Verlegungen des Gastwirths, der drei Schüsse auf sich abgegeben, eriveisen sich als außer ordentlich schwer; eine Kugel fonnte bisher erst aus dem Kopfe entfernt werden, während die beiden anderen Schüsse die Schädeldecke zertrümmert haben und im Gehirn stecken geblieben sind. banalen Phrasen und dem Rufen nach Staatsanwalt und Aus- wurde ein Arbeiter entlassen. weil er für seine Kollegen boykott- Polizeibericht. Am 2. d. M. Morgens verletzte sich ein tn nahmegesezen wider unberechtigte Streifs und den Boykott. Er freies Bier mit nach der Werkstatt brachte. Der Herr Chef der Neuen Jakobstraße wohnhafter Kaufmann durch einen glaubte das scheußliche Medusenangesicht des Boykotts" so gut meinte, die Unternehmer müßten zusammenstehen, denn würden Revolverschuß schwer am Kopfe. In der Fennstraße wurde gezeichnet zu haben, daß jeder deutsche Mann, welcher die die Arbeiter siegen, so würden dieselben auch mit Forderungen Nachmittags ein Arbeiter durch einen Arbeitswagen überfahren höchste Errungenschaft unserer Kultur, die Freiheit des Arbeits- an die Fabrikanten herantreten. Jedenfalls eine beherzigens- und am Bein verletzt. vertrages", schüßen will, mit ihm einstimmen werde in den Ruf:„ Der werthe Mahnung an die Arbeiter, mehr als je solidarisch zu einBoytott muß zurStrecke gebracht werden, her mit einem Bontottgesetz!" ander zu stehen. Doch der Herr will nicht erst warten, bis ein Boykottgesetz geschaffen, er will den Ringbrauereien" und Saalverweigerern fofort helfen. Sie sollen aus ihren Büchern ihre Ausfälle für die Zeit des Boykotts feststellen und gegen die sozialdemokrati: schen Agitatoren, zu denen alle Abgeordneten gehörten- Urheber des Boykotts- zivilrechtlich vorgehen. Da nun aber die wenigsten der Agitatoren soviel Vermögen besitzen, um mit demselben den Schaden der Brauereien zu decken, empfahl Schlauberger man lese und staune ausfindig zu machen, wo sich die sozialdemokratische Parteifaffe befindet und Wie die modernen Lohnsflaven wohnen und schlafen diese sofort mit Beschlag zu belegen. Schließlich verlas Redner illustrirten wir türzlich durch die Beschreibung der Arbeiter- Schlaf eine 4 Folioseiten lange Petition an die Bundesregierungen und kammern des Herrn Stehbierhallen- Aschinger. Vielleicht nimmt ben Reichstag, die er vorher an alle Zeitungsredaktionen senden unsere verehrliche Polizeibehörde gelegentlich einmal Notiz von Anklamerstr. 59 entstand eine Schlägerei, bei der zwei Brüder und in allen Städten Deutschlands zur Unterschrift auslegen der folgenden Polizeiverfügung in Hildesheim , die am 1. Oktober von dem Arbeiter Trieglaff durch Messerstiche am Kopfe und laffen werde um Erlaß eines Boykottgesetzes.( Vereinzeltes 1894 in Kraft treten wird, die zwar auch nur den aller be- an den Händen bedeutend verlegt wurden. Als sie in ihre, in Brava.) Das Lachen einiger Sozialdemokraten veranlaßte den scheidensten Ansprüchen genügen fann, aber doch wenigstens solche demselben Hause belegene Wohnung flüchteten, wurden sie von Redner, ehe er abtrat, noch zu äußern:„ wenn Sie die Wirkung Zustände unmöglich macht, wie sie bei Aschinger herrschen. Die Trieglaff dorthin verfolgt, worauf ein dritter Bruder vier dieses Gesetzes erst an Ihrem Leibe spüren werden, wird Ihnen Schlafräume müssen für jeden Erwachsenen 3 qm Bodenfläche Revolverschüsse auf ihn abfeuerte, ohne ihn zu treffen. Im Laufe das Lachen schon vergehen". Bumm! und 10 cbm Luftraum.... haben. Die Schlafräume dürfen nicht des Tages fanden zwei Brände statt.
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Im Hause Bülowstr. 51 wurden der Drechsler Kloth und ein etwa 30jähriger Mann von Hausbewohnern beim Einbruch in einer Wohnung betroffen. Ein Ein braver Genoffe, der bei Ludw. Löwe beschäftigt ge- wollte darauf den zweiten Verbrecher verhaften. herbeigerufener Schuhmann nahm zunächst Kloth fest und Dieser wesene Schmied Albert Heß hat am Sonntag, als er ge legentlich eines Ausflugs in Erkner ein Bad nahm, den Tod feuerte jedoch vier Revolverschüsse auf ihn ab, von denen in den Wellen gefunden. Seine Leiche wurde erst am Montag den Kloth an einer den Schutzmann an der Schulter und ein zweiter der Backe traf. Hierauf schloß Abend gefunden und gestern in Ertner, seiner Heimath be in die Wohnung ein und tödtete sich durch einen Schuß in den endigt. Die Genoffen, die ihn gekannt, werden ihr ein ehrendes Kopf. Seine Persönlichkeit ist noch nicht festgestellt. Von der er sich Andenken bewahren; er war stets bereit mitzukämpfen für die Kopf. Seine Persönlichkeit ist noch nicht festgestellt. Emanzipation des Proletariats. Jannowißbrücke sprang ein Arbeiter in die Spree, er wurde jedoch, anscheinend ohne Schaden genommen zu haben, von Schiffern aus dem Wasser gezogen. Abends überfuhr ein Mann in der Gerhardstraße ein fechsjähriges Mädchen mit seinem Zweirad und verlegte es erheblich am Kopfe. Vor dem Hause
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