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pinne Beginnende Einsicht?

Wiederholt hatten wir in den letzten Tagen auf den Stimmungsumschwung hinweisen können, der sich im Volfe bemerkbar macht. Eine Abwendung von der radt falen Phrase ist unverkennbar, und es scheint, als wenn diese in den Volksmassen dämmernde Erfenntnis ihre Wirkung auf die Führer nicht ganz verfehlt hat. Dafür spricht folgen. der Bericht, der uns über den Landesparteitag der Unabhängigen Sozialdemokratie Bayerns

zugeht:

Kaiserhoch in der Schule.

In welch unverschämter Weise die Reaktion noch immer ihr Haupt hochträgt und für ihre unlauteren Zwede insbesondere die Jugend in Anspruch nimmt, dafür ist folgender Vorfall, den uns ein Leser unseres Blattes mitteilt, ein charakteristischer Be­weis. Der Leser schreibt uns:

Meine 13 Jahre alte Tochter besucht die 282. Gemeindeschule. Schon oft bam bas Kind nach Hause und erzählte mir, daß die Lehrerin ihnen Greueltaten berichte, die angeblich von unseren früheren Feinden an unseren Feldgrauen begangen seien. Dort erklärte der Vorsigende Dr. Freund, daß die Ferner habe die Lehrerin geäußert, sie habe dem Kaiser die wichtigste Aufgabe der Partei fei, die Vorarbeit für die Treue gelobt und machte für ihn derart Stimmung, daß die kommenden Wahlen zu erledigen. Aus der Münchener Rate Kinder das Kaiserpaar während des Schulunter­zeit müsse die Partei die Lehre ziehen, Teine Ilusions richts hochleben ließen. Ich verbat mir diese Beeinflussung politit zu treiben. Die Losung sei: Weg vom Anarchismeines Kindes, deutete an, daß Politit nicht in die Schule mus, durch zum Sozialismus! Der Münchener Partei gehöre und daß derartige Greuelerzählungen, bie meist vertreter Raempfer führte die Ausrufung der Räte auf Lügen beruhten, nicht zu der anzustrebenden Völkerber republit in München auf eine Selbsttäuschung der föhnung beitrügen. Darauf erhielt ich von der Lehrerin ein Massen zurüd, die von den Führern gezwungen wurden, Schreiben, das unter anderem folgendes enthält: gegen ihren Willen das Abenteuer mitzumachen. Die Befürchtung, daß das Münchener Literatentum die un­abhängige Bewegung weiterhin beeinflussen fönne, fäme heute nicht mehr in Frage.

" Ihre Tochter muß Ihnen die unwahrheit gesagt haben, wenn Sie mir schreiben, ich hätte unser Kaiserpaar hochleben laffen. Ich weise das auf das allerschärfste zurüd. Die Sache ist nicht von mir ausgegangen, denn ich weiß sehr wohl, daß die Zeit dazu noch nicht wieder gekommen ist. As ich Mitttwoch früh die Klasse betrat, empfingen mich meine Kinder zu meinem eigenen großen Erstaunen mit dem Ruf: Unser Kaiserpaar es lebe hoch, hoch, hoch!" Die Bitte der Kinder, mit ihnen den Geburtstag der Kaiserin zu feiern, lehnte ich mit den Worten ab: Nein, Kinder, das tue ich nicht, das ist uns ver: boten Sollte Ihnen diese Erklärung nicht genügen, so wen­den Sie sich bitte, wie Sie ja auch schon schrieben, an das Kultusministerium."

Diese Aeußerungen des bayerischen Parteitags der Unab. hängigen find als außerordentlich vernünftig leb­haft zu begrüßen und können nur dazu dienen, die jetzt lev­hafter als je geführte Einigungsdiskussion in mäßige und erfolgversprechende Bahnen zu lenken. Wir haben immer betont, daß die Einigung auf dem Boden der Demo fratie und des Sozialismus stattfinden müsse, und daß, falls die Unabhängigen zu diesent von der Sozialdemo­fratie seit Jahrzehnten vertretenen Standpunft zurückzukehren Soweit die Zuschrift. Das Schreiben der Lehrerin an den gewillt sind, der Einigung nichts im Wege steht. Wenn Vater des Kindes spricht Bände. Wenn die Dame erklärt, sie fich nun die bayerischen Genossen der U. S. P. von der Ditta habe das Hoch nicht ausgebracht, und die unschuldige spielt, so tur abwenden, so ist es nur noch ein fleiner Schritt zum liegt hierin eine Charaktereigenschaft, die sie zum Lehre Bekenntnis der Demokratie, die allein vor rinnenberuf nicht sehr geeignet erjdeinen läßt. Es ist die for nicht fehr Illusionspolitit schüßt, gegen welche sich die bahe- doch klar, daß diese Stimmung unter den Kindern durch syste= rischen Unabhängigen laut Bericht so entschieden verwahrt matische Vorarbeit erzeugt worden und nicht spontan haben. Wenn es schließlich gelingt, das Literaten und entstanden ist, wie die Schreiberin glauben machen möchte. Es Raffeehaustum, mit dem das Proletariat nichts ist zu erwarten, daß das Kultusministerium ihr nicht dic­gemeinsam hat, restlos aus der Führung au33u jenige Antwort erteilen dürfte, die sie ihrer anmaßenden Aeuße chalten, so dürfte ein weiterer Schritt zum Zusammen- rung zufolge zu erwarten scheint. gehen beider Partein getan sein.

Ludendorffs leichtfertige Geschichts­

schreibung.

In der D. A. 3." veröffentlicht Generalleutnant 3. D. Scheuch, früherer Kriegsminister, eine Erklärung gegen Ludendorff . Diese Erklärung bezieht sich auf die von Ludendorff in seinen Erinnerungen" auf Seite 613 gegen Scheuch erhobene Beschuldigung, er habe sich im Reichstage und innerhalb der Regierung nicht vor den Kaiser und das Heer gestellt. Scheich bestreitet diese Behauptung und teilt mit, daß er versucht habe, Luden­dorff von der Unrichtigkeit seiner Darstellung zu überzeugen.

Aber:

habe.

Ein Frauenantrag.

Bon weiblichen Abgeordneten aller Parteirichtungen ist bei der Nationalveriammlung folgender Antrag eingereicht worden. Die Nationalversammlung wolle beschließen:

die Regierung zu erfuchen: einen Gefeßentwurf vorzulegen, burd welchen die Reglementierung der Prostitution aufgehoben und die Sittenpolizei durch Organe der Gesundheitspflege und Fürsorge erfest wird.

Den Antrag haben unterzeichnet: Frau Dr. Baum, Frau Agnes, Frau Dr. Bäumer, Frau Brönner, Frau Dransfeld , Frau Ette, Frau v. Gierfe, Frau Hübler, Frau Juchacz, Frau Mloß. Frau Dr. übers, Frau Neuhaus, Frau Bfülf, Frau Schmitz, Frau Schroeder, Frau Schue.

Imer feste drauflos gelogen! In der Post" schreibt ein Rittmeister a D. Wilhelm von Trotha einen Artikel gegen Noste, in dem er behauptet, die Reichspehr ist ja nun einmal auf Grund der sozialdemokratischen Revolution, die die alte Armee zerschlagen hat, eine Söldnertruppe". Selbst der Rittmeister a. D. von Trotha könnte wissen, daß durch den Friedensvertrag von Versailles uns einte Söldner­armee borgeschrieben jit, und daß auch eine deutschnationale Regierung daran nichts andern fönnte. Er bestätigt einmal wieder die schon während des Krieges gemachte Beobachtung, daß niemand das Schwindeln bester versteht, als die reaktionären Offi­

Das ist weder mir noch dem Vermittler trok Beibringung zahlreichen Materials gelungen. Dabei zeigte sich aber, daß Ge­netal Ludendorff, bevor er die betreffende Stelle seines Buches schrieb weber persönliche Kenntnis von den Reichstagsproto follen genommen, noch sich unterrichtet hatte, welche Stellung ich gegenüber der. Reichsregierung eingenommen und vertreten Scheich berichtet dann über seine weiteren Versuche; u. a. auch mit der Waffe in der Hand von Ludendorff Ge­nugtuung zu erhalten, ein Vorgehen, das wir von seiner Seite reichlich lächerlich finden. Er sehe sich nunmehr gezwungen, selbst auf Richtigstellung in der Deffentlichkeit hinzuwirken, da der schwere Meinungsstreit zwischen uden­Neue Schritte für unsere Gefangenen. Die deutsche Re dorff und ihm aber das ganze Offizierkorps beschäftigen werde, so lege er, Scheüch, seinen Vorsiz im Deut- gierung ist in Paris erneut wegen Beschleunigung der schen Offiziersbund nieder. heimschaffung unserer Gefangenen borstellig geworden. Die Stimme eines jungen Mädchens schrillt auf, fie müssen alles friegen, sonst streifen wir, und wenn wir mit kaputt gehen!" Schtverfällig, behutsam streicht eine Hand über einen geseg neten Leib:

Frauen.

Von Paul Haupt.

ziere des alten Systems.

Eine Gewitterstimmung, wie gefährlich schwüle, noch gefesselte Ruhe, bald wie eilende, gehegte Wolfenfeßen in der Stadt. Ueber ihr breitet sich ein graublanter, schläfriger Alltagshimmel. zu Im Zwielicht der abendlichen Straßen aber heßt und quirlt eine Menge in Arbeitskleidern, ballt sich in Wolfen , die ein Redner um sich eingefangen.

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Nein, nein, wenn wir nur genug zu essen haben." Kräftig zieht eine ältere Frau zwei fleine Kinder wie schüßend sich heran:" Quatsch, die andern Menschen müssen auch leben." Dann schweifen ihre Blide zu den Fenstern empor: Aber ein bißchen mehr müssen wir haben, ein bißchen beffer

Teben."

Arbeiterfrauen, Kinder an den Rodschößen eilen gespannten Wie aus allen Fluren, von allen Frauen, die gespannt harren Gesichtes von Gruppe zu Gruppe, ängstlich, niedergebrüdt meiden oder sorgenvoll hin und her heßen: Was werden sie bringen? arme Mütterchen die Haufen und fühlen sich doch wieder zu ihnen Wenn nur die Sorge uns ein bißchen loderer läßt.. hingezogen.

Mengstliche Worte: Was soll das nur geben, wenn es nur nichts gibt Aus verbissenen Mündern junger Mütter, die schweren Leibes das zweite Kind, eine feimende Sorge in sich tragen, trozig:

Wir können nicht verhungern, sie müssen es uns bewilligen." Ueber dem halbdunklen Marktplatz erglänzt die hellerleuchtete Fensterreihe des großen Rathaussaales. In dem Fluren der Häuser, die den Plazz jäumen, stehen die Frauen, ihre Blicke starren wie in Hypnose, auf die hellen Fenster, die doppelt hell herausstechen aus der Häuserreihe, die der ängstliche Spießer nicht gewagt hat zu erleuchten. Abgerissen spricht Frau zu Frau, Worte, Säße, die unaufhörlich freisen um das was dort inr Rathaus verhandelt wird. Wenn der Schiedsspruch gegen uns ausfällt?"

"

tolb

Gegen das Unterrichtskontrollrecht der Schuldirektoren, das von der Lehrerschaft als Heinliche Beaufsichtigung und Bevor. mundung" und als unvereinbar mit der Würde eines Menschen und Lehrers" empfunden wird, wendet sich der Bund entschiedener Schulreformer in einer Eingabe an das Minifterium für Kunst, Wissenschaft und Voltsbildung.

Ein verrufener Bassus der Dienstanweisung( Bassus A, 2) wird als Quelle vieler Konflikte zwischen Direktoren und Lehrern, als Ursprung schwerer Demütigungen der Lehrer vor den Schülern gebrandmarkt. Noch ein Jahr nach der Staatsumwälzung ist die Dienstanweisung in Kraft, die z. B. in der angezogenen Bestim. mung den schlimmsten Geist des mißtrauischen Obrigkeitsstaates atmet. Es ist unbedingt erforderlich, daß wenigstens fie fofort fällt.

Dann gehen die Männer aus den Betrieben heraus." Aber mit der Streifunterstützung lann man doch nicht aus Neufchaffung der Dienstanweisung bestimmt rechne,

Die Eingabe betont, daß der Bund mit einer allgemeinen

fominen?"

" Ich habe dier Jöhren, verdienen alle vier noch nischt Ihre Worte umkreisen unaufhörlich die Frage, die Sorge: werden wir wieder hungern müssen?

Ihre Augen starren hinauf zu den hellen Fenstern und fragen: werden sie mehr Brot oder den Hunger hinausbringen, wenn dort ein Fenster nach dem andern erlischt?

Schiveren Leibes gehen arbeitergezeichnete Frauen den Markt­plak auf und ab, vererben die Corge, die schwere, auf die Frucht in ihrem Leibe.

Unbewegt starren die glänzenden Fenster, unbewegt von der Sorge, der Spannung da draußen, unbewegt von dem Gewoge der Meinungen, der letzten Ratschläge drinnen.

Eine Frau ist auch drinnen, die..

Uch die? Na ja, wir haben auch schon zwei Stadtverordne

tinnen."

Handgranaten als Agrarierschuh.

Diejenige Schicht, die sich auch heute noch immer nicht an die durch die Revolution geschaffenen Verhältnisse gewöhnen will, ist wie wir hier wiederholt an Hand von Zuſchriften feststellen fonnten, die Klasse der Agrarier. Mit welchen Mitteln gearbeitet wird, um den Landarbeitern ihre Rechte streitig zu machen und die Nechte der Herren Großagrarier zu stärfen, zeigt folgender Borfall, den uns ein Leser mitteilt:

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Am 15. Dftober traten die Arbeiter des Gutes Fallen­ftein bei Friedeberg in der Neumark in einen Streif ein, weil sie auf andere Weise die Entfernung des Leute. aufiehers eines Menschen, der sich während des Krieges burch sein unablässiges Schüren gegen den Landarbeiters berband äußerst verhaßt gemacht hatte nicht durchsezen fonnten. Die Streifenden bewegten sich mustergültig; zur Fütterung des Viehs bestimmte die Streitleiltung mehrere Mann. Als diefe am zweiten Streiftage ihre Pflicht erfüllen wollten, wurden sie bom nipettor mit den Worten:" Wir brauchen Euch nicht, wir füttern unier Vieh selber", vom Hoje gejagt. Die Stimmung der Leute blieb trotz dieser Herausforderung ruhig. Der Besitzer des Gutes bestimmte nun, daß die herrschaftlichen" Kühe auf die Weide gebracht werden sollten, während die Des putatfühe der Arbeiter im Stalle bleiben mußten. Jezt versuchten die Streifenden auch ihre Kühe aus dem Stall zu holen. Auf diesen Augenblic schien man gewartet zu haben. Es erschienen die Beamten des Gutes, der Gendarm aus Friddeberg und der Geschäftsführer des Arbeits geberverbandes auf dem Plane und verfuchten, die Kühe der Landarbeiter mit Gewalt auf den Hof zurüdzutreiben. Jezt fielen seitens der erregten Leute barte Worte, ohne daß es aber zu irgendwelchen Tätlichkeiten fam. Hierauf forderte der Gutsbesizer fofort vom Landratsamt in Friedeberg Militär an. Am Abend marschierten zehn Mann Soldaten unter Führung eines Feldwebels, bis an die Zähne bewaffnet, mit Handgranaten in Falkenstein ein. Nur dem beruhigen den Einfluß des Vertrauensmannes des Land­arbeiterberbandes und der Vernunft der älteren Leute war es zu danken, daß es nicht zu ernsten Zusammen. stößen fam. Am folgenden Morgen wurde der Ochsen­fütterer von zwei Soldaten angerufen; als er nicht sogleich antwortete, legten die Helden" auf ihn an. Später wurden die Soldaten wieder zurückgezogen.

"

So unberechtigt das schneidige Vorgehen des Militärs ist, so find doch hier die Soldaten längst nicht so zu verurteilen, wie der Gutsbefizer, der sie zu seinem Schuße" herbeizitierte, da sie nur dessen Werkzeug waren. Die Frage erscheint nicht un berechtigt, ob vom Landratsamte auch fofort Soldaten ge schickt worden wären, wenn die bedrängten Landarbeiter um Schuß gegen agrarische Uebergriffe gebeten hätten? Gerade solche Fälle, so empörend sie auch sind, sind ganz besonders geeignet, um den Volksmajsen, insbesondere den unaufgeklärteren auf dem Lande, die Augen zu öffnen und damit schließlich trotz aller Schäden, die sie im Augenblick bereiten, segensreich zu wirken.

Neubildung der württembergischen

Regierung.

Aus Stuttgart meldet TU: Ueber die Neubildung der württem­bergischen Regierung, die durch das Ausscheiden Dr. Zinde­manns und den Tod des Justizministers von Kiene aktuelle Notwendigkeit geworden ist, ist Sonnabend nachmittag entschieden worden. Der bisherige Kultusminister Sehmann( Sozialist) wird das Ministerium des Innern übernehmen, während an seine Stelle ein demokratischer Regierungsdirektor Seeber tritt. Der bisherrige Ernährungsminister Baumann scheidet aus und an feine Stelle tritt der Zentrumsabgeordnete Graf. Das Justiz ministerium übernimmt wieder ein Zentrumsabgeordneter, Amts­richter Bolz. Der Demokrat Riesching behält das Finanz­ministerium und übernimmt die Stellvertretung des Staatspräst­denten und ebenso bleibt das Arbeitsministerium in den Händen des bisherigen Inhabers Leipart . Die Vertretung der Parteien

hat sich also ugunsten des Zentrums verschoben. Das Ministerium, besteht demnach künftig aus drei Sozialdemokraten ( bisher vier), zwei Demokraten( wie bisher) und zwei Zen­trumsabgeordneten( bisher einer).

eine Zwischenstellung zwischen Greifhand und Gehfuß eingenommen haben, da er sich seiner als Greiforgan bediente; jedenfalls stand die erste von der zweiten Rehe ziemlich weit ab.

Das Schädeldach des Eiszeitmenschen war auffallend niedrig, die Stirn entsprechend flach und fliehend, das starte Zurückweichen der Stirnpartie verlieh dem Gesicht etwas Tierisches, und sehr vor­springende Augenbrauenwülste überschatteten die tiefliegenden Augen. Am Hinterhaupt fehlte der mittlere Vorsprung, der für den Menschen von heute bezeichnend ist, dagegen waren die seitlichen Teile der Hinterhauptschuppe start vorgewölbt. Der Schädelbinnenraum dürfte auf etwa 1200 Subitzentimeter zu schäßen sein, während er beim modernen Europäer durchschnittlich 1550 Subitzentimeter beträgt. Die untere Gefichtshälfte war ziemlich aus der Profillinie vora geschoben, und der Unterkiefer besaß noch nicht das für den Menschen caratteristische Kinn. Zweifellos war der Urmenich weit stärker be­haart als der Mensch von heute, und zwar besonders am Rüden, weniger an der Brust. Die Hautfarbe wird an den von den Haaren freien Stellen verhältnismäßig bell gewesen sein.

Von den verschiedenen Versuchen einer bildlichen Darstellung des Eiszeitmenschen fommen nach Buschans Urteil die Werke des Amerikaners Hyatt Mayer, von Richard Swann Lull , Ernst G. Jäger und Prof. Rutot der Wahrheit am nächsten.

Theater. In der Wolfsbühne wird in Abänderung des Spiel plans am Freitag und Montag Baul Lange und Tora Barsberg", am Sonnabend Gas" aufgeführt. Die Uraufführung von Rolf Laudners Predigt in Litauen ist auf Sonnabend, 8. November, ver schoben.

Tollers Drama" Wandlung" ist jetzt als dritter Band der von Gustav Kiepenheuer- Botsdam verlegten Bücherreihe Der dramatische Wille" erschienen. Das Buch toftet 3 M.

Karl Bröger als Dramatiker. Von Karl Bröger bringt die Weimar - Gesellschaft am 29. Oktober eine dramatische Dichtung Der junge Baum" zur Uraufführung.

Phantasusabend. Der erste der fünf Vortragsabende Arno Holz­Georg Stolzenberg findet als Phantasieabend am 30. Ottober in der Berliner Secession statt. Mitwirkende: Robert Reß, Augufta Hartmann­Rauter, Georg Stolzenberg.

Das Aussehen des Eiszeitmenschen. Die Zeit der phantastischen Bilder vom Aussehen jener Urahnen der Menschheit, die in borge­fchichtlichen Zeiten lebten, schwindet dahin. Wir haben heute der artige Funde, wachsende Möglichkeiten, uns genaue Vorstellungen au machen. In der Umschau" zeichnet nun Dr. Georg Buschan auf Grund der uns überkommenen Stelettreste die äußere Erscheinung Eine Heine Schumann- Feier findet am 5. November, abends 1,8 Uhr des Eiszeitmenschen und beurteilt von diesen gewonnenen Reful in der Stadthalle", losterstrage, statt. Mitwirkende: Alfred Kerr , taten aus die verschiedenen plastischen, malerischen und zeichnerischen Leo Gollanin, Johannes Riemann, Helene Praetorius, Emanuel v. Bellin, Darstellungen, die Künstler geschaffen haben.

Marie Schramm.

Der Eiszeitmensch war von niederer Statur; feine Körper- Berühmte Erzählungen Strindbergs erscheinen jest in Georg Müllers größe dürfte faum viel mehr als 1,5 Meter betragen haben. Er Berlag neben der großen deutschen Gesamtausgabe in einer wohlfeilen beiaß eine fräftige, unterſetzte Gestalt und ging offenbar Sonderausgabe: die fünf Romane, die zwanzig Ebegeschichten Heiraten, etwas gebüdt, wie heute ein Greis. Den Kopf trug er der Roman Die Infelbauern" und die Historischen Miniaturen". Jede Arbeiterbibliothek sollte die Werke befizen. nach born gebeugt und ging mit eingefnidten Knien. Sein Bauch durfte keinen sonderlichen Umfang gehabt haben, da er Sonntag in den Stammerspielen des Deutschen Theaters ihr Publikum era Tanzkunft. Niddh Jmpekoben, die junge. Tänzerin, die am in der Hauptfache von den Erträgen der Jagd, alio von Fleischtoft, gözte, tritt nochmais am nächsten Sonntag, mittags 12 Uhr auf. lebte, die die Baucheingeweide nicht so start auffüllt wie Pflanzen­

Lehrstühle für Kinematographie bestehen in England seit einiger tost. Arme und Beine waren verhältnismäßig furz, aber von Beit an ben Universitäten Drford und Cambridge , und auch in Frankreich Wenn sie nur etwas erreichen, baß man in der Wirtschaft träftigem Bau; besonders bedurfte er febr muskulöfer Arme, der wird demnächst auf Antrag eines Deputierten ein akademischer Zehrstuhl beffer auskommt!" 1er zum Grlegen und Heimtragen der ihm an Kraft nicht selten für Sinematographie eingerichtet werden, der in den Dienst der fulturellen Ettoas?" überlegenen Ziere bedurfte. Der Fuß dieses Urmenschen wird noch Propaganda gestellt werden soll.