Rechtsdrehung 90°Linksdrehung 90°
 100%
 100%
 0%
 0%
 0%
 
Einzelbild herunterladen
 

Bellierenden Bettfichen mit der erforderlichen Deutlichkeit flar zu machen, daß sie sich von der Ranzel aus ebensowenig in die Politit einzumischen haben, wie wir daran denken, uns in Fragen der Religion gu mischen.

Gefühlvolle Alldeutsche.

Die Einleitung des Disziplinarberfabrens gegen den Direktor der Goetheschule, Herrn Leonhard, durch den Kultusminister Genoffen Haenisch, ist den Alldeutschen gehörig in die Knochen ge­fahren. Die Bost" derfieigt sich in ihrer Empörung darüber zu der Aeußerung, daß sie das Vorgehen bes Minifters barbarisch und heralos" finde. Richts ist erhebertber und wirkt ehrlicher als mena unfere Nationalen" ihr Herz entbeden, dasselbe Hera , das nichts dagegen eingutenben hatte, wenn immer neue Sundert­tausende auf die Schlachtbank geführt warben, wenn es nur selbst durch keine feindliche Kugel bedroht wurde. Wie neuftch nationale Gesinnungsfreunde Herrn Helfferich 900 M. schenkten, um ihm bas Ertragen feiner bisherigen Strafen zu erleichtern und ihm Mut für neue Frechheiten zu machen, so schlagen wir der" Post" vor, eine Nahrungsmittelfammlung für den auf halbes Gehalt gejekten Herrn Leonhard zu veranstalten. Wir 3veifeln nicht, daß opferbereite wechtdeutsche Hausfrauen aus dem Duntel der Speiselammer hierbei eine erfreuliche Reihe von berborgenen Schinten und Würften herausholen würden.

Die Anbrohung des deutschnationalen Schülerstreifs er scheint auch der Boft" nicht unbebentlich. Wir möchten unferen Genoffen in der Regierung vorschlagen, allen Ernftes den Gedanken au erwägen, sämtliche streifenden Schüler fofort für immer aus der Schule zu entfernen und an ihre Stelle Ierneifrige Söhne von Arbeitern zu sehen, denen es an Geld für den teuren Unterricht bisher gefehlt hat. Dieses Mittel, energisch durch geführt, dünfte sicher Wunder tun.

Produktive Erwerbslosenfürsorge.

Vorläufig keine neue Verkehrssperre.

Igionsunterrichts aus der Schule einberftanben. Gegen wart und Zukunft fordern von jedem einzelnen eine wirkliche Wie die P. N. an maßgebender Stelle erfahren, find alle wissenschaftliche Bildung, die einen Naum läßt für Melbungen über eine neue Verfchrsperre verfrüht. Borläufig Stirchen- und Priesterherrschaft!. wird noch das Material über die verflossene. Verkehrssperre gesammelt, um ihre Wirkungen jeftzustellen. Ehe nicht bas genque Resultat dieser Untersuchung vorliegt, fann an die Einfüh rung einer neuen Verkehrssperre nicht gedacht werden.

Die Lage der Postbeamten.

Bu ben unter dieser Ueberschrift erschienenen Ausführungen in unserer bendausgabe vom 5. November glaubt die Reichsarbeits­gemeinschaft der Boft- und Telegraphenbeamten" uns auf die Un richtigkeit unserer Mitteilungen hinweisen zu müssen. Wenn fie felbft sagt, daß es zahlreichen unteren Beamten unter den herbsten Entbehrungen möglich getoefen sei, ihre Söhne in den höheren Postdienst zu bringen, fo bestätigt fie biermit gerabe bas, was wir fagten, nämlich, daß das Ausschlaggebende der jeweilige Best stand fei. Wenn die Arbeitsgemeinschaft ferner auf Stephan, den geistigen Bater des Reichspoftioefens, himmeist, der aus einer fleinen Handwerkerfamilie hervorgegangen fet, so hat diefer Sinuvets etwa die gleiche Ueberzeugungskraft wie die Tat Hinweis fache, daß einige der amerikanischen Milliar bare in threr Jugend 2 aufiungen gewesen seien. Es ist die berühmte Ge­schichte vom Marshallstab im Zornister, von dem viele leistungsfähigen Beamten wohl haben erzählen hören, den aber nur ganz wenige und nicht immer gerade die Tüchtigsten selbst einmal schuivingen konnten.

47

Der Hinweis der Arbeitsgemeinschaft auf ble Befferung bes Berhältnisses zwischen unteren, mittleren und höheren Beamten ist erfreulich, und es bleibt nur zu hoffen, daß die Besserung anhält und vornehmlich ben wirtschaftlich Schwächeren den Aufstieg erleichtern wird.

Nicht Glauben, sondern Wissen! Folgender hüsche Beitrag zum Thema Kampf um die freie Anläglich einer Besprechung im Reichsarbeitsmini- Schule" geht uns mit der Bitte um Abbrud zu: sterium wurde auf die Unmöglichkeit eines Abbaues der Erwerbs. Wir wollen unsere Kinder nicht im Glauben unterrichten, Iofenfürsorge angesichts der wirtschaftlichen Notlage hingewiesen; sondern im Wissen! Die Irreführung der freien Phantasie im jedoch find gefegliche Maßnahmen eingeleitet, um die bisher au Wunderglauben läbmt ben natürlichen& srichertrieb. Die Unrecht Unterstügten von der weiteren Fürsorge auszuschalten. Es Belehrung, baß alles Tun und Laffen vom Allmächtigen abhängig besteht die Absicht, bie Finanzierung öffentlicher Not stands ist, schafft unselbständige Charafiere; die unbedingte Unterordnung arbeiten eng mit der Frage der Unterstügung zu berunter bie Obrigkeit und die Entfagungsstimmung mit der webleidi binden. Bessere Ausnugung der vorhandenen Arbeitsgen Hoffnung auf das ewige Leben paßt für das System ber tapi gelegenheiten und Lösung des Unterfunftsproblems talistischen Militärmonarchie, nicht aber für die Re sowie die Frage der Bekleidung und der Beschaffung der publit. Handwertszeuge find die nächsten toichtigften Aufgaben.

Mit Nase und Mund...

In einem ihrer fatisam befannten Parlaments- ,, Stimmungs. Bilder" erwähnt die Tägliche Rundschau" unter der Ueberschrift Ein Dauerrebner" in einem auf den Geschmad ihrer Beser zu­geschnittenen Bassus ben Ministerpräsidenten Hirsch der mit Nase und Mund vielversprechend lächelt".

-

Das soll natürlich an seine jüdische Stammesauge­hörigkeit erinnern. Demnach soll es ein entscheidendes Merr mal bes Germanen fein, nur mit dem Wunde zu lächeln Wenn in der Stebaktion der Täglichen Rundschau" Beute siten follten, die was wir beaterfeln imftande find, etwa frango­fische Beitungen zu lesen und zu verstehen, dann mögen fie aus zwei großen Serienartikeln, bie 1917 in mehreren diefer feind. lichen Beitungen standen, einmal nachlesen, wie die Deutschen dort phyfiologisch geschildert werben. Wir sehen von den größten Ge­schmadlosigkeiten ab und erwähnen nur, daß die Physiognomie oft einen raubtierähnlichen Ausbrud annehme".... der Gefichts­ausbrud ist stumpf unb ordinär"... und so geht es spaltenlang tveiter.

Die Tägliche Rundschau täte sehr wohl baran, trenn fie fich einmal nach einem fprachkundigen Mitarbeiter um jähe, ber ihr biefe französischen Artikel verständlich machte. Dann fönnte sie baraus lernen, daß alle anatomischen und physio­logischen Schönheitsfehler, die sie an den Juden entdeckt. in Nichts zusammenschrumpfen gegen den germanischen habitus" wie ihn die Franzosen entdeckten und schildern.

Die Bodenreform als Vorspann.

Herr Damaschte, Borsitzender des Bundes deutscher Boden reformer, der für die nächste Reichspräsidentenwahl als Bewerber auftreten will, sprach fürzlich in Berlin in einer nach dem Birkus Busch einberufenen Versammlung über Bodenreform und Volkszukunft". Mit einem Gefchid, um das fast ein Spartakus agitator ihn beneiben fönnte, verftand er es, gegen die jetzige Re­gierung die Ungeduld be: Massen auszuspielen. Zur Befriedigung in dem seit der Novemberrevolution verfloffenen Jahr nichts ge des Bandhungers, der Verlangens nach einer eigenen Heimstätte, jei fchehen. Die gange Umiturzbewegung laufe darauf hinaus, eire Nepublik zu schaffen, in ber zuleht nichts als das Großfapital herrschen werde. Wir haben doch," rief er, nicht darum die Monarchte beseitigt, damit die Mammonarchie herrscht!" Wir Bodenreformer stehen mit aller Geschlossenheit gegen jeden Versuch, die Republik bes Geldfods aufzurichten! Das alles flang sehr forsch und wurde stürmisch bellatscht. Uns ist nun allerdings nicht bekannt, daß gerade Herr Domaschfe fich um die Beseitigung die Bodenreformer fommen mußten, um die Republik nor einer Geldsacherrschaft zu schüßen. Selbstverständ­fich soll und wird das große Wert der Sozialisierung sich auch auf Grund und Botan erftreden, aber Herr Damafchte tut, als ob seine Bodenreform allein uns die Glüdfeligfeit bringen fönnte. In den fommenden Mämpfen um die Reichspräsidentenwahl foll fie offenbar enten als Vorspann dienen, benen es ganz gewig nicht um die Beseitigung bes Rapitalismus zu tun ist. Sauptawed der Versommlung war, für Damaschke als Präfi­dentschaftskandidaten zu werben. Das besorgte ein Redner, der nach ihm sprach. Eine Herrn Damaschte empfehlende Ent schließung wurde angenommen.

Die Ratentiebe um Jefu willen Hinberte nicht die feheuß Die Zahl der Erwerbslosen war bis zum Oftober im Südlichsten Morbe an Unbefehrten", mährenb um bie fanfte Behre gang begriffen, bat fich jest jedoch wieder gefteigert. Burzeit werden Buddhas noch fein Tropfen Blat floß. Die leberhebung, bie 550 000 Erwerbslose im Reiche unterstügt. Die Frage der in dem Glauben an die alleinige Anwartschaft auf ewige Glider Monarchie bemüht hätte. Auch das ist uns neu, daß erst Arbeitslosenverfimerung wird demnächst Gegenstand der feligkeit der Christen als Gottesfinder liegt, erhärtet unb ertötet Besprechung in den beteiligten Stellen sein.

Die Grundsahfesten.

Die Freiheit" regt sich über bas Strebitablommen zwischen den skandinavischen Gewerkschaften und dem Deutschen Ge­werkschaftsbund auf, auf Grund dessen für 45-50 Millionen Roh­stoffe nach Deutschland zur Hebung der Industrie und hiermit zur Milderung ber Arbeitslosigkeit eingeführt werden sollen. Daß eine gebung unserer Wirtschaft den Unabhängigen außerordentlich unerwünscht ist, bebarf feiner befonderen Betonung; hierzu braucht man nur die Bebe 2ebebours zu lesen, " ber bekanntlich wieder einmal den Massenstreit für ganz Deutschland forderte. Das wäre allerdings im Augenblid, wo der Winter vor der Türe fteht, für die hungernbe unb frierende Arbeiterschaft das geeignete Mittel zu ihrer Befreiung"; jebenfalls aber scheinen es doch die Unabhängigen für grundfaßtreuer zu halten als unsern Versuch, die Lebenshaltung der arbeitenden Klaffen nach Möglichkeit zu heben. Es wirft nachgerabe lächerlich, die prin aipienloseste artei, big wie ein Schiff mit zerrissenen Segeln nach allen Seiten schwankt, sich als Süterin der Grundfäße aufspielen zu sehen.

Absolute Malerei.

Bon Dr. John Schikowski

das soziale Gewissen Aus- innerer Bogit führt dies zu Ge­walttätigkeit gegen Andersdenkende.

Ein taufenbjähriger Stillstand des Kulturfortschritts ist ber Rirche zu banten. Brandmarfung der Sinnlichkeit als Sünde, Erklärung der Wissenschaft als Teufelswert zieht sich als roter Faben durch die Kirchenschriften. Man feiert Häßlichkeit, Unreinlichkeit, Unnatürlichkeit als gottgefällig.

Die Humanisten, welche durch bas Etubium ber griechisch- heid­nischen Philosophen die Tugenden um des Menschen und nicht um Gottes willen zu üben lehrten, find von ber Kirche ge. räbert und lebenbig terbrannt worden um Jefu willen.

Während seiner Prinzregentschaft sagte der spätere Wil. helm I einmal: In der evangelischen Kirche ist eine Ortho. bogie, die im Gefolge Heuchelei hat. Alle Seuchelet und Schein­heiligteit ist zu entlarben, wo es muz möglich ist. Doch diese Ein­ficht verfdywand bald. Später, je mehr Arbeitslosigkeit und Glend im Volt herrschten, um so mehr steigerten sich die Staatsaus gaben für die Kirche, auf die sich die laffenberrschaft stüßte. Die Schule wurde zur Magd der Kirche.

Kleine politische Nachrichten.

Nieuwenhuis geftorben. Jm 75. Lebensjahre ist in dem einen holländischen Dorfe Hilversum der eigentliche Begründer der hollän difchen Sozialdemokratie, Domela Rieuwen buis, gestorben. Er war später in das radikalere Lager übergegangen und wurde der Führer der anarchistischen Bewegung. Die Sozialdemokratische Partei Hollands unter der Führung von Troelstra und Genossen befämpfte er auf das schärfite. Wir werden den als Menschen und als Schriftsteller hervorragenden Mann noch zu würdigen haben. Wir aber brauchen eine ben Tende Jugenb, die nicht un Gegen die Wegnahme Borarlbergs durch Selbständigkeitserflä selbständig auf Silfe von oben wartet, sondern sich selbst hilft rung und Anschluß an die Schweiz wendet sich eine halbamtliche Das Proletariat ist mit der Entfernung des Reli- Wiener Auslaffung.

bie fchwierigeren expreffionistischen Gemälde zu verstehen, die die hinter der Front waren am Busammenbruche schuld. Die Weiber Ausstellung im Sturm zeigt. Ich verwetse besonders auf Gam- ntit ihren Jammerbriefen haben bas Unglüd verschuldet.( Ich penbonts Springenbes Bferb", Etudenberga Tänzerin", fielle Uebereinstimmung bei den breien feft.) Arnold Topps Gestaltung von Grün und Blau" und die bei­

den Bilder von Kandinsky .

Immer neue Massen junger Rekruten, die bisher weiter nichts taten, als Bigaretten rauchen, wurden an die Front gefchidt, und bie waren es, die die Front zermürbten!( Wieber allseitige lieber einstimmung, trop des Widerspruchs gegen die kurs zuvor getane Bemerkung.)

-

Ich studiere aufmerksam das Mienenspiel der brei nach dieser Un­Musterleistung. Wird einer diesen Unfnm zurüdweifen? glaublich! Die drei stimmen auch jetzt noch überein.

Das Verständnis expreffionistischer Gemälde.macht den großen. Publikum besonders deshalb Schirierigkeiten, weil man in ihnen Die Eingeengten. Heftiges Schneegeftöber; der biden Schnee. Seit der Revolution unglaubliche Zustände! Sehen Sie ein. eine willkürlich verzerrte, zerfekte und terstümmelte Wirklichkeit dede häufen sich immer neue Schneemassen zu. Mit 3½stündi zu sehen glaubt. Bei den Werken derjenigen expressionistischen Rich ger Verspätung läuft ber in Gis und Schnee gehüllte Samburg- mal in die Arbeiterviertel. Die Leute wissen nicht, was sie mit dent tung, die man die absolute" mennt, liegen folche Schwierigkeiten Berliner D- 8ug auf dem Bahnhof Wittenberge ein. Abteile und vielen Gelde anfangen sollen; fie mieten sich zwei bis dreimal so­nicht vor. Denn diese Werke geben überhaupt nichts Gegenständ- agengänge find dicht befeßt. Selbst in den Mofette stehen viel Wohnräume zu, als fie früher hatten; einzelne bewohnen ganze nicht vor. Denn diese Werke geben überhaupt nichts Gegenstände Reisende eingepfercht nebeneinander. Noch ehe fich die Wagen Häufer allein; daher die Wohnungsnot! Deshalb müffen wir jest liches, überhaupt keine Natuznachahmungen imehr, sondern wirken türen öffnen, hat der Stampf unter den zahlreich Wartenden ein Teile unserer größeren Wohnungen opfern! allein durch die reinen Ausdrudsmittel der Linien und Farben. gejebt. Jeber will ber Erste beim Ginsteigen sein. Drängen, Der Laie tann fie gum mindesten wie ein Ornament, wie einen Schimpfen, Nufen. Gin, wildes Getveus von Lauten und Be­farbigen Teppich, oder eine Tapete genießen, bei beren Betrachtung wegungen. er niemals auf den Gedanken tommt, nach irgendwelcher Natur. wahrheit" zu fragen. Aber diese Art der genießenden Betrachtung genügt feineswegs. Denn die Werke der absoluten Malerei wollen nicht dekoratio wirken, fie wollen nicht das Auge erfreuen, sondern sie sind Kunstwerke, d. h. rhythmische Gestaltungen von Gefühlen, Empfindungen und Stimmungen. Diese Gefühle, Stimmungen und Empfindungen aus den Linien und Farben herauszulesen, ist die Aufgabe des Beschauers, eine Aufgabe, der sich allerdings nicht biele getvachfen geigen, weil der heute herrschende Naturalismus ung fast völlig entwöhnt hat, bet Gemälden auf die Sprache der Linien und Farben sit achten.

Mit einigen Fremben stehe ich ein paar Sdritt zurüd unb schaue gelaffen in bas Beben umb Treiben. Als Menschen und Gepäd berstaut find, mache auch ich mich daran, einen Wagen peiter laffe zu befteigen. Lautes Hallo! Alles befest, fann feiner mehr rein!" fo fchallt es mir bon allen Seiten entgegen. Ale Bielgereifter kenne ich das schon, antworte deshalb furz: Das perden wir schon sehen! Sechs mir im Wege stehende Herren, Sie am lebhafteften profeftieren und mich mit Nedensarten wie unverschämtheit", Frechheit" uft. empfangen, fchiebe ich ein flein wenig beiseite. Mit Rennermiene ftelle ich. feft: Hier haben noch dret Berfonen Blak! Giner der Herren ruft ben vorüber­gehenden Schaffner: Hier ist noch ein Herr zugeftiegen und nimmt unseren Stehplatz weg!

Diese Sprache, in ber das eigentlich Künstlerische ber Malerei Der Schaffner: Ihre Fahrkarte bitte! Jah: Bitte fehr! Der zu uns rebet, sollte sich aber jeber zu eigen machen, dem es um Schaffner : Dante sehr! Algemeine Verwunderung bei ben Sechs Stunftverstehen und Kunstempfinden zu tun ist. Gelegenheit dazu über die Höflichkeit, mit ber mich der Beamte behandelt. Auf des bietet jebe Ausstellung von Gemälden der absoluten Malerei, und einen Protest der Schaffner furz: Gültige Fahrkarte! Jetzt fnuret ich möchte unsere Leser heute auf eine aufmerksam machen, die ge- ein anderer: Was ist das für eine rote Fahrkarte, baß der Schaff­genwärtig im Sturm( Potsdamer Straße 184a) ftattfindet. Der ner Beinen Widerspruch wagt? Ich hülle mich in Schweigen. Gin Maler heißt Hugo Sanbel unb er gehört feineswegs zu ben britter von den Gechs: Wir müßten Eie zum Fenster hinaus. großen Meistern, die uns in die tiefften Tiefen ber Seele greifen werfen! Jch: Der Gewalt sebe ich Gewalt entgegen! Alle Gechs und das Innerste aufrütteln. Was er gestaltet, sind einfache, man wie auf Kommando: Wir sind aber mehrere! Jch: Das läßt mich fann fagen alltägliche und gutbürgerliche Gefühle, für die auch falt! Mit eisigem Schweigen, die Arme verschränkt und leicht gegen bie Wagenwand gelehnt, harre ich der Dinge, die da kom. Hausbadene und nüchterne Gemüter empfänglich sind. Aber gerade men sollen. Das imponiert! Noch einmal tnirscht der eine zwi deshalb eignen sich seine Arbeiten vorzüglich zur Einführung in schen den Bähnen: Die rote Fahrkarte möchte ich einmal fehen! das Verständnis der expreffionistischen Malerei und in das Ver- Dann: Verlegenheitspause.

Ich halte Umschau nach einem anderen Blab, ber mich dieser Gesellschaft entrüdt. Bergeblich! Der dichtbefette Bug bietet teine Bewegungsfreiheit. So muß ich denn weiter hören. Wenn auch der Etel jdmillt

-

Endlich: Berlin Behuter Bahnhof! Ich fteige fchnell aus, Luft, frische Luft! Und diese Patrioten da hinter mir, diese fau chende Beschränktheit, die eben waren es, biefe Stüßen des wilhel minifchen Staates: um bie mußte die Front, mußte Deutschland zusammenbrechen.

Sie selber freilich egreifen bas nicht. Aber man wird sie ein preffen, daß fie's doch vielleicht noch merken, wie gut ihre Rolle be griffen worden ist.

kr.

Im Walhallatheater gelangte am Sonnabend einem gol­denen Born" betitelte moderne türkische" Operette von Beyler Beh zur Erstaufführung, Seren nich besonders originale" Musi bom Kapellmeister des Theaters Felig Wisleben für die deutsche Bühne bearbeitet ist. Das an Situationsfomi! reiche Stüd fand denn auch bank der guten Beistungen der Darsteller sowie des ge­lungenen Zusammenspiels ben ungeteilten Beifall des bis auf den letzten Blab befetten Hauses.

"

Theater. Im Theater am Rollendorfplatz gelangt am 26. November Schneewittchen nachmittags 3 Ubr, das Görnersche Märchen unb bie fieben 3merge zum erstenmal zur Aufführung: es Am Theater des wird an jebem Mittwoch und Sonnabend wiederholt. Bestens findet am 29. Rovember die 100. Aufführung von Gilberts Operette. Die Frau im Hermelin" tatt.

ständnis der veinen Linien. und Farbensprache. Born"," Freude", Die Sechs fuchen andere Unterhaltung Vorher: Auflösung Ludwig Sarbt spricht am 26. November eine, am 27.!!? e, Trauer", Kampf", Auferstehung"," Glüd" nennt er feine linea der Einheitsfront. Drei bilden eine Gruppe und brei etne andere. am 29. nov. Ergögliche Geschichten mit Schauspieler Bortraits; alle drei ren und farbigen hythmen, und ich rate dem Refer; sich einmal Die brei zu meiner Rechten beginnen eine hochpolitische Debatte. Abenbe in der Berliner Segelfion. Der legte Abend wird am 30. im vor ein solches Bild zu stellen und sich zu prüfen, welche Empfin. Die Schulbigen am Zusammenbruch Deutschlands werden ermittelt. Meistersaal wiederholt. Folgende geistreiche Bemerkung leitet die Gefchichte ein: Den Sans Neimann, der Herausgeber des Leipziger Drachen", trägt am bungen die Betrachtung in ihm erivedt. Wenn er sich darüber Har Reichtstag, der bie Kolonialfragen ablebnie, bätte man befeitigen 3. Dezember, abends 7 Uhr, im Meifteriaal Schnurren, Satiren und geworden ist, mag er im Katalog nachsehen, ob er das Richtige ge- müssen, diese Quaffelbude! Also wie geahnt: gelebrige Schüler Grotesten aus seinen Schriften vor. troffen hat. Oldenburg - Jamufchaus!

Es ist das eine vortreffliche Schulung im fünstlerischen Geben, bte bann den einen oder anderen vielleicht auch fähig machen wird,

Unb in januschauerlichem Tone ist die ganze stundenlange De batte gehalten. Die Front bat bis zum letzten Tage geftanden, die

Jules Cambou. bis zum Kriegsbeginn franzöfifcher Botschafter in Berlin , gehört fortan zum Streise der Unsterblichen. Er ist Mitglied der Franzöfifchen Atademie geworden.