Auf Beschluß der Stadtverordnetenversammlung wurden er neute Verhandlungen aufgenommen. Das äußerste Zugeständnis der Gemeinden ergab folgendes: Arbeiter bzw. Angestellte unter 18 Jahren 50 M., Lebige über 18 Jahre 75 M., Verheiratete oder Berwitwete mit eigenem Hausftade vo M., für jedes Kind bis gum 16. Lebensjahr 20 M. monatlich.
Gefahr besteht, daß diefer Tell ber Arbetterschaft fi ade Beatoifchen Sie Sibung berlaffen mußte und die Arbeitnehmerfom bensmittel faufen tönne und dadurch zufrieden würde."
Gs ist unwahr, daß Herr Rusch diese Aeußerungen getan hat. Wahr ist, daß er ausgeführt hat:
mission mit der Neubesehung der Kammer( 2 Arbeitgeber, 2 Arbets nehmer und ein unparteiischer Vorsitzender) nicht einverstanden war. Eine neue Verhandlung findet am Sonnabend, ben 14. Februar, vor derselben Kammer in gleicher Besetzung und im Einverständnis beider Parteien statt.
Weiter ersuchen wir die Vertrauenspersonen aus allen Bes
trieben, am Freitag, den 18. Februar, abends 7 Uhr, zur Funktionäre
nicht ausreichen, um für eine Person die rationierten Lebens.
Ohne Einfluß zu nehmen auf die jeweiligen Lohnforberun gen der einzelnen Gewerkschaften haben alle Gewerkschaften die Die Bewegung ber städtischen Arbeiter und Angeftelten Groß- Pflicht, bei fprunghaften Teuerungen aller Lebensmittel gemeinBerline ist am Sonnabend noch äußerst mühevollen, schwierigen fchaftliche Teuerungszulagen zu verlangen und diese auch durch Verhandlungen zum Abschluß gelangt. Den Fordrungen der Ver- zubrüden. Das Arbeitsministerium oder die Reichsregierung bände auf wöchentliche Tenerungszulagen von 50 M. und 12 M. für müssen veranlaßt werden, durch Verbindlichkeitserklärung oder fitung in der Holzmarktstr. 72 zu erscheinen. Deutscher Transportarbeiterberband jedes Kind, sowie einmalige Beschaffungsbeihilfe von 500 m. bgw. durch Notgeleß die ber jeweiligen Teuerung entsprechende Teuz 200 m. gegenüber machten die Gemeinden ursprünglich das An- rungsgulage für alle Arbeitnehmer sicherzustellen. Es tänne nicht Hungerlöhne im Zoologischen Garten. gebot, 50 M. monatlich zu zahlen. Da eine Cinigung nicht möglich angehen, daß infolge der Lohnerhöhung in einzelnen Sparten ber Gewerkschaften die Angehörigen diefer Sparten durch besonders Vom Transportarbeiterverband wird uns u. a. geschrieben: erschien, wurde ein Schlichtungsausschuß angerufen. Dieser fällte hohe Entlohnung in der Lage seien, die an sich im Lande knappen einen Spruch, wonach neben den 50 M. monatlich eine Kinderbei Lebensmittel benen, die infolge der schlechten Konjunktur nicht in bei teuren Weinen und seltenen Lederbissen das Tanzbein Während im Marmorsaal des Boo die Schieber schmelgten, hilfe von 15 M. gezahlt werden sollte. Die Urbe terschaft lehnte der Lage find, ihre Entlohnung ben jeweiligen Teuerungsverhält. bei teuren Weinen und feltenen Lederbissen bas Tanzbein diesen Schiedsspruch als ungenügend in der Urabstimmung mit niffen anzupassen, vor der Hand wegzukaufen. Es müsse versucht fawangen, tagte zur felben Beit in den unteren Räumen eine werden, die Epannung zwischen der Entlohnung der höchstbezahl schen Garten einschließlich Aquarium beschäftigt werden. Während Versammlung der Arbeiter und Arbeiterinnen, die im Zoologi .. 80 618 gegen 1935 Stimmen ab. ten und der niedrigstbezahlten Arbeiter zu vermindern. Im Auftrage des Deutschen Metallarbeiterverbandes, Ver- oben gefchlemmt und Nahrungsmittel vergeudet wurden, fam waltungsstelle Berlin , Linienſtr. 83/85, ersuche ich Sie höflichst, unten das Geständnis aus hungerndem Munde, daß die Arbeiter. gemäß§ 11 bes Preßgefeßes die vorstehende Berichtigung in der schaft fich an Tiernahrung fattesen müsse, ba bie gezahlten Löhne nächsten Nummer Ihrer Beitung aufzunehmen. Von unserm Gewährsmann wird uns hierzu mitgeteilt, daß mittel, viel weniger aber für die ganze Familie faufen zu fönnen. Die Arbeiterinnen, welche in Tier- und Gartenpflege beschäf Rusch sich in ähnlichem Sinne, wie es die vorstehende Berichtigung barstellt, a u ch geäußert hätte. Er habe aber die vom Vorwärts" tigt werden, erhalten nach jahrelanger Tätigkeit zurzeit bei 48ftündiger Arbeitszeit einen Lohn von 48 M. pro Woche. Die überaus erwähnten Darlegungen gleichfalls gemacht. Schuhmacher vom Echneiderverband sei thm noch ent. schwere und mit ständiger Lebensgefahr ausgeübte Arbeit der Wärter und Pfleger sowie der vertrauensvollen Posten der gegengetreten mit dem Bemerken, daß je höher die Löhne feien, Rassierer und Kontrolleure wird mit 84 M. und darunter in ber beiter und ihre durchaus maßvollen Forderungen zu machen. Die Generalversammlung des Verbandes der Ge. seine in der Berichtigung dem Einne nach refonstruierten Dar- Woche entlohnt, dabei sind einzelne Arbeiter 20 und 30 Jahre lang Die Handwerker, Maurer , meinde- und Etaatearbeiter am Sonntag, den 8. Februar, beschäflegungen ausklingen ließ in jene Worte, wie sie im Vorwärts". bereits im Betriebe beschäftigt. bericht wiedergegeben sind. Schlosser, Tischler, Gärtner usw. erhalten einen Wochenlohn von Diesem Notschrei der hun. tigte sich mit dem Resultat der Verhandlungen. Bolenste emp- Unser Gewährsmann nimmt daher von dem, was im ,, Bor . 96 bis 117 M. in einzelnen Fällen. fahl trok des äußerst ungünstigen Resultats die Annahme der Be- wärts" bericht als Aeußerung des Herrn Nusa enthalten ist, gernden Arbeiterschaft des Boo tann sich die Oeffentlichkeit nicht dingungen der Berliner Gemeinden, die auch von den beiden foza nichts zurüd. Das mag für den letteren unangenehm sein, berschließen, dürfen die öffentlichen Behörden nicht unbeachtet lassen. Ifstischen Fraktionen vertreten wurden. In der überaus lebhaften aber es ist doch schließlich nicht die Schuld des Vorwärts", wenn Debatte wandten fich alle Nebner gegen die völlig ungenügenden er Aeußerungen von Rufch wiedergibt, die derselbe nachher nicht Bugeständnisse der Stadtverwaltung und befanders auch gegen die gesagt haben möchte. lügenbesten Berichte der bürgerlichen Vceije. Ragozinskt empfahl nachdrücklichst die Beendigung der Bewegung, da ein Kampf im gegenwärtigen Stadium nicht gedmäßig fei. Die Versammlung beschloß daraufhin, mit allen gegen 10 Stimmen die Ortsverwaltung gu beauftragen, den Gemeindeverwaltungen entsprechende Mittei fungen zu machen. Die Gemeindearbeiter haben mit dem Abbruch der Bewegung der Allgemeinheit ein außerordentliches Opfer dar
Die in bürgerlichen Blättern, Volkszeitungen afw. erschienene Notiz, wonach den Gemeindearbeitern eine Zulage von 4792 M. gewährt worden ist, entbehrt jeder Unterlage. Diese Notizen haben
ben fehr durchfichtigen Zwed, Stimmung gegen die städtischen är
gebracht.
Rusch berichtet.
N
Angestellte der Holzinduftrie des Möbelhandels und der Kredithänser.
Die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgeberorganisationen find nach monatelangen schweren Verhandlungen beendet. G3 ist Pflicht jedes laufmännischen und technischen Angestellten und Wertmeisters, in der am Freitag, den 12. Februar 1920, abends 6½ Uhr, im Schultheiß ", Neue Fatobstr. 24/25, stattfindenden Versammlung über die Annahme oder Ablehnung des Verhandlungsergebnisses mitzuentscheiden.
Alle Anfragen und Wünsche, besonders betr. Durchführung bes Der Bevollmächtigte der Crisverwaltung Berlin des Deut. Tarifs bei den ben Arbeitgeberorganisationen nicht angeschlossenen Firmen find schriftlich an die unterzeichneten Organisationen zu richten. Bentralverband der Angestellten, Fachgruppe 11, Berlin SM, Bellealliancestr. 7/10.
fchen Metallarbeiterverbandes scheint au jenen Menschen zu gehören, die, wenn sie eine Dummheit ausgesprochen haben, sich darüber ärgern. Das ist immerhin noch ein sympathischer Zug einemes Menschen. Unsympathisch wird ein solcher Mensch erst, wenn er nachträglich abzustreiten sucht, daß er so etwas überhaupt gesagt habe. In dieser Rolle gefä sich zuweilen Herr Sufch, der uns neuerdings durch seinen Nechtsanwalt Dr. Herzfeld folgendes Schreiben übermitteln läßt:
In Ihrer Abendausgabe vom Donnerstag, den 5. Februar 1920, bringen Sie unter ,,, Gewerkschaftstommission und Lebenshaltung" einen Bericht, in dem gesagt wird:
Rusch vertrat den Standpunkt, daß für die Zukunft bie Gewerkschaften gemeinsam weitere Rohnerhöhungen zu fordern häften, um deren, die aus eigener Kraft nicht mehr mitkommen, Das Vertrauen der Mitglieder zu erhalten und wies dabei auf
ben Streit der Schneider hin."
Jm weiteren wird dann gesagt:
,, Rusch vertrat die Ansicht, daß nur durch niedrige Löhne der revolutionäre Geist der Arbeiter erhalten werden könne und bei solchen Lohnforderungen, wie sie die Schneider aufstellen, die
Sozialdem. Wahlverein
Neukölln ( S. P. D.). Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Genoffe
Wilhelm Brauer
25. Bez., III. Abt. verstorben ist.
Chre feinem Anbenken!
Die Beerdigung findet am Dienstag, den 10 Februae, nachm.12Uhr, von der alle bes Emmaus Friedhofes, Hermannstraße, aus flatt. Rege Beteiligung erwartet 239/5
Der Borstand.
Spezialarzt
Sozialdemokr. Verein Berlin ( S. P. D.). 8. Abteilung.
AmFreitag nachts 21/ 2hr verstarb unser Mitglied
Erich Fahidieck
( Bez. 125).
Chre seinem Aubenken!
Bunb ber technischen Angestellten und Beamten, Berlin NA Werftstr. 7. Deutscher Werkmeisterverband, Berlin C., Stralauer Str. 56 Gewerbliches Personal im chemischen Großhandel für Mineralöle und Fette.
Am Sonnabend, den 7. Februar, fanben vor dem Schlichtungs. ausschuß Groß- Berlin unter Borfis des Magistratsrats Wölfling Verhandlungen statt. Nach mehrstündigen Beratungen machte der Schlichtungsausschuß einen Einigungsvorschlag. Während sich die Vertreter der Arbeitnehmer im Interesse des wirtschaftlichen Frie den3 unter Rückstellung ihrer so sehr berechtigten Forderung bereit erklärten, denselben bei ihren Mandatgebern zu vertreten, lehnte die Arbeitgeberkommission denselben brüst ab. Ein Schiedsspruch fonnte nun nicht gefällt werden, da ein Arbeitnehmerbeifiker in
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und das Aquarium darf sich der sozialen Pflicht gegenüber den Gin gemeinnüßiges Unternehmen wie der Zoologische Garten Angestellten nicht entziehen, auch wenn es teine Gewinne bringt. Wer Löhne zahlt, die niedriger find wie die Erwerbslosenunter. stügung, hat fein Recht mehr, an solcher Stelle zu stehen. Die Arbeiterschaft, die jetzt durch den Transportarbeiterber band eine fofortige Lohnregulierung beantragt hat, weist jede Verantwortung für entstehende Vorkommnisse weit von sich, wenn sie noch weiter gezwungen wird, im Interesse der Aktionäre in immer schnellerem Tempo dem Glend und dem alles verwüstenden Sunger entgegen zu gehen. Eie rechnet auf die vollste Unterftüßung der gesamten Bevölkerung Groß- Berlins und besonders auf die Colidarität der Arbeiter, wenn fie durch das Verhalten der Altionäre in weiterem Maße gegwungen werden follte, zum lesten Mittel, zur Arbeitsverweigerung zu greifen.
Ein gemeinnütiges Institut, in dem die Lebenshaltung ber Arbeiter auf eine geringere Stufe wie die der zur Schau gestellten Tiere geftellt wird, muß fofort in staatliche oder kommunale Zwangsverwaltung genommen werden.
Solingen , 9. Februar. Seit heute morgen herricht hier Generalstreit, dem sich auch die Buchdruckergehilfen angeschloffen haben. Die Zeitungen sind nicht erschienen. Der Generalstreit ist eine Folge von wilden Streifs in gewiffen Betrieben, infolge deren die Arbeitgeber den beteiligten Arbeitern mit 14tägiger Frift gefündigt hatten.
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