Die Eulen.
Attion gegen den Krieg im Lager der fiegreichen Die Organisation muß für alle Möglichkeiten gerüstet Mädchen, denen er sie wegnahm, zufällig alle mit leerer Börse aus. West sta a ten liegt, während die deutsche Arbeiterschaft nur sein. Falls in Berlin oder in anderen Großstädten die Räte- gegangen waren. Stoß hat also den Inhalt auch nicht verschmäht für die ftrifte und weitere Einhaltung einer von der deut- republik( 1) ausgerufen wird oder aber falls„ ber Tag" gekommen ist, unb nicht zu einer Sammlung von Münzen ober Bapiergeld benutzt. schen Reichsregierung bereits längst und spontan proflamierten fegt ein Ablieferungsstreit der Landwirte ein, verbunden Die Kirche bei der Steuereintreibung. Neutralität wirken kann. Gerade wir, deren Motive während mit einem Bürger, Aerzte und Apotheterstreit, zu des Krieges so oft mißverstanden und angegriffen worden dem Zwecke, die Arbeiterschaft auszuhungern und sie aufau alten Sieberlichkeit geführt, die im Vorwärts" so oft geDie Kirchensteuerlisten werden anscheinend immer noch mit der find, haben alle Veranlassung, bei solchen Anlässen das inter - reizen, zur Selbsthilfe zu schreiten, um sich Lebensmittel zu berrügt worden ist. Immer noch fommt es vor, daß Kirchengemeinden nationale Proletariat rein jachlich daran zu erinnern, daß schaffen. Ist es so weit, dann tritt die militärische Organi in Unkenntnis über ihren Mitgliederbestand die Kirchender Sieg des Rechtes, der Freiheit und der Demokratie, der fation dieses Geheimbundes in Kraft. Für diese militärische Aktion steuern auch von nichtmitgliedern und Nichtvers in Compiègne und in Versailles besiegelt wurde, die einst sollen, soweit wie möglich, die Schüßen und Kriegerpflichteten einfordern. stärkste und am besten organisierte Arbeiterklasse der Welt zu tereine herangezogen werden. Im übrigen wird den Bürgern, Ein Genosse teilt uns mit, daß er, der seit 1909 aus der ebaneiner berhältnismäßig fefundären Stole in den die vielleicht noch nicht ganz bei der Sache sind, viel von Selbstschuß gelischen Lantesfirche ausgeschieben ist, im November 1919 als be r weltgeschichtlichen Schauspielen der Gegenwart verurteilt hat. gegen Räuber und Mörder borgerebet, gemeint wird aber stets die meintlicher atholif" zur Zahlung von Kirchenjteuern organisierte Arbeitnehmerschaft, die wieder entrechtet und gefnechtet aufgefordert wurde. Er lehnte ab und erklärte schriftlich, daß er niemals Ratholit gemefen war, aber auch der evange werden soll. Horthy- Ungarn ist das Ideal! ersuchte er um Berichtigung der Kirchensteuerliste, indem er darauf lischen Kirche schon seit zehn Jahren nicht mehr angehörte. Bugleich Bezug nahm, daß man ihn vor einigen Jahren schon einmal irrtümlich als„ Katholik" zu besteuern versucht hatte. Das Bureau des Gesamtverbandes der Katholischen Kirchengemeinden antwortete ihm im Dezember 1919, daß sich nicht habe ermitteln lassen, ob er damals Einspruch erhoben hatte. Daß er nie Katholik gewesen war, schien man noch nicht glauben zu wollen. Dasselbe Schreiben forberte ihn nämlich auf, den Nachweis zu erbringen, baß ausgeschieden sei. Das war doch wirklich ein starkes Stüd! er in gesezmäßiger Form aus der katholischen Kirche Der belästigte Richtfatholif fonnte nur erwidern, daß er diesen Nach meis natürlich nicht zu erbringen vermöge. Den Austritt aus der evangelifchen Stirche nachzuweisen, lehnte er ab, weil dies die tatholische Kirche gar nichts angehe. Er verlangte, ihm solle man beweisen, daß er Katholit" und zur Zahlung von Steuern an die fatholische Kirche verpflichtet jei. Man ließ ihn dann in Ruhe und er nahm an, daß fie es endlich fapiert hätten, wie sehr sie an den Unrechten gekommen waren. Erst im August 1920 sollte er merken, daß sie ihre Steuerlisten immer noch nicht in Ordnung gebracht hatten. Er wurde jetzt durch den Besuch eines Steuerbeamten überrascht, der an die noch nicht bezahlten Steuern für die katholische Kirche mahnte und für den Fall der Nichtzahlung mit Pfändung drohte. Selbstverständlich verweigerte er die Zahlung, und er berbat sich nunmehr in einem sehr energischen Brief diese a n- dauernde Belästigung, indem er Ersatz für die ihm entstandenen Portokosten verlangte. Da endlich tam die Antwort, die Steuern seien in Abgang gestellt"( das ist der Fachausdruck für die Streichung zu Unrecht veranlagter Steuern), nachdem man erst jetzt die Mitteilung erhalten habe, daß er Dissident sei. pflichteten, nie Katholik gewesenen Dissidenten mit Pfändung vorWir zweifeln nicht, daß gegen den zur Steuerzahlung nicht vergegangen worden wäre, wenn er sich nicht zur Wehr gefeßt hätte. Es ist ein Standal, daß diese Mißgriffe in der Steuereintret. bungswirtschaft der Kirchen nicht aufhören.
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Um diese Geheimorganisation noch weiter auszubauen, treiben Die Deutsche Tageszeitung" meint, es hieße Gulen nach hier in der Umgegend Werbeoffiziere ihr Unwesen; auch Athen tragen, noch einmal an der Sand des über haben sich die Verschwörer Maschinengewehre zu verfchaffen reichen Materials zu beweisen, daß sich in den Händen out, wobei sie bei Offizieren von der Reichs mehr in Neuder radikalen Arbeiter Waffen befinden und daß von dieser uppin tatkräftige Unterstützung fanden. Militärischer Sachver ständiger für den Kreis Ruppin ist der berüchtigte Baltikum. Seite eine ständige Bedrohung der inneren Ordnung und des schieber Hauptmann von Brandis- Rheinsberg, den Staatsgefüges erfolge. Wir können uns nicht erinnern, daß willeiter stellt ein gewisser Herr von Brochusen dar. Als digier Beweis jemals angetreten worden ist und bitten die Vertrauensleute fungieren: Rademacher Roofwinkel bei Alt Deutsche Tageszeitung" dringend, das überreiche" Material ruppin, Timm Zühlen und Fielik Wallik. Bu militäri. möglichst bald der Ceffentlichkeit zu übergeben. Wir wissen schen Unterführern für Rheinsberg sind gewählt worden: nur, daß die Entwaffnung der Arbeiterschaft in den wenigen Fischereipächter Pieper, Kaufmann Tegner und Verwalter Distriften, in denen sie überhaupt Waffen in Händen hatte, rümpelmann. Weitere Hauptstützen dieser Geheimorganinach dem Kapp- Butsch in einer die doch wirklich nicht arbeiter- sation sind: Gasdirektor Died mann, Fabrifbefizer Rudolf freundlichen Behörden befriedigenden Weise durchgeführt worBos cich und Tischlermeister Aug. Steffen. Die Namen den ist und daß seither sich lediglich die Großgrundbefizer und weiterer Mitglieder dieses Geheimbundes sind ebenfalls bekannt. ihre bürgerlichen Schrittmacher mit der intensiven Sammlung Man sieht, die Herren von Rheinsberg sind wirklich ab von Waffen beschäftigt haben. Es wirkt deshalb einigermaßen so I ut harmlos. Wir bitten also die Herren Geßler usw., grotest, wenn die D. T." fordert, zunächst die Arbeiterschaft den Friede: von Rheinsberg nicht zu stören. und erst dann das Bürgertum zu entwaffnen und die Grundbeiiber überhaupt zu schonen. So sieht die berühmte PariZersehung der 1. S. P. Dbgleich die Freiheit" noch diefer tät aus, die gerade von dieser Seite immer ins Bordertreffen Tage die Wahl politischer Arbeiterräte bekämpft hat, wofür sie von geführt wird! der Roten Fahne" nach Gebühr beschimpft wurde, bat eine geSollte aber die Entwaffnung nach diesen Gesichtspunt meiniame Mitgliederversammlung der 1. S. B. und ten durchgeführt werden, dann allerdings tritt das ein, was die se. B. D. in Wilmersdorf die abt politischer Ar Deutiche Tageszeitung" als Schredgespenst an die Wand malt, beiterräte beichloffen. Bei den Berliner Borfia terten ,, daß nach und nach sich die Waffen nur noch im Besitz der Umhaben die Funktionäre der U. S. B. den Beschluß auf Wahl voliit i ra I er befinden, während der andere Teil der Bevölkerung tischer Arbeiterräte wieder rüd gängig gemacht. Wie reimt sich stiraler schußlos dasteht". Wir nähern uns ja schon heute ganz bedenklich diesem Zustand. Die auffäffige Saltung der Escherich uim. ben beweist das zur Genüge. Oder sollte die D. T." die allmählich zu einer üblen Angewohnheit werdenden täglichen Aufrufe der Moten Fahne" zum Schube Sowjet- Ruß lands, zum Schuße der deutschen, der Weltrevolution" wirklich noch ernit nehmen? Das vorausseßen hieße sie beleidigen. Sie meiß so gut wie jeder politisch halbwegs Orientierte, daß hinter dem bompösen Phrasenschwall der K. P. D. und K. A. P. D. das Gros der Arbeiterschaft nicht steht.
das zusammen?
wara walb begeben. uſw. Der Reichspräsident hat fich zu furzem Erholungsaufenthalt in Schwarzato
Uns wird geschrieben: Bei der 1. M.G.K. des Reichswehr zegiments 5 geht der Rittmeister Gravenstein' gegen republitanische Angehörige der Kompagnie in einer Weise vor, die jeder Beschreibung spotted!
Ein Teil der Stompagnie ist Mitglied des Republikanischen Führerbundes. Rittmeister Gravenstein berlangte vor der angetretenen Kompagnie die Webergabe einer namentlichen Liste der Mitglieder und berbat sich von den Angehörigen des
RF.B. den militärischen Gruß!
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Ein Angehöriger der Kompagnie, der Freiwillige Leutnant, wrobe, weil er sich die Durchsuchung seines Schrankes wegen seines Mitgliedsbuches nicht gefallen lassen wollte und dem Feldwebel der Kompagnie das Recht absprach, deswegen eine Spinden revision borzunehmen, verhaftet. Durch das Einschreiten Des Regimentskommandeurs, Herrn von Theißen, wurde die Haft jedoch am gleichen Tage aufgehoben. Beutnant ist vom Kompagnie führer mit drei Tagen Arrest bestraft. Bezeichnend für das Auftreten des Rittmeisters Grabenstein ist nachstehende Aeußerung:" Er wechfele als kaiserlich deutscher Offizier nicht seine Gesinnung wie ein Hemb und wenn er es mache, so könnten die Mitglieder des R.F.B. vor ihm ausspuden, wie er es vor diesen jest mache." Gin kräftiges Ausspeien begleitete diese Aeußerung.
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Ist ein solcher Kompagnieführer fähig, eine republikanische Truppe zu leiten? Wir nehmen an, daß Herr von Theißen die angelegenheit den vorgesezten Dienststellen weitergemeldet hat.
Was sagt der Reichswehrminister Geßler dazu, daß sich in der Armee der Republik republikanische Soldaten wegen ihrer Ge
sinnung an spuden lassen müssen?
Der rebellierende Selbstschuh. Die Arbeitsgemeinschaft landwirtschaftlicher Organisationen Brandenburg hat an den Oberpräsidenten eine vom Obmann Graf Aaltreuth unterzeichnete Eingabe gerichtet, die sich gegen die angeordnete Auflösung der Selbstschußorganisationen" wendet. Nach den darin gemachten Angaben gehören dem Selbstschutz" der Provinz Brandenburg nicht weniger als 150 000 Männer an. Die Gingabe schließt mit den Absätzen:
" 1
Um unliebfame Zwischenfälle(!!) zu vermeiden, scheint es uns angezeigt, schnellstens die Herren Regierungspräsidenten und Landräte anzuweisen, den Selbstschuh unbehelligt zu lassen.
Wir sind entschlossen, uns mit eiserner Energie und mit allen uns zu Gebote stehenden Mitteln(!!) im Interesse unserer Heimat und der Zukunft unseres Voltes gegen eine Auflösung zu
wehren.
Diese Drohungen zeigen wohl zur Genüge, wie notwendig die sofortige schleunige und restlose Auflösung dieses Selbstschutes ist.
Die Harmlosen.
Groß- Berlin
Wie das Fleisch verteuert wird. Hinter den Kulissen der Viehhofswirtschaft. Ein Blick hinter die Kulissen der Wiehhofswirtschaft ist zu dieser Zeit, in der das Thema der Fleischnot die weitesten Kreise bewegt, nicht uninteressant. Und wenn man auch heute gerüstet ist, überwältigend Erfreuliches dabei nicht zu erfahren, so hört man doch von Dingen, die in der Tat die schlimmsten Erwartungen übertreffen. Lehrreich ist, so wird uns von durchaus zuverlässiger Seite mitgeteilt, die folgende Tatsache:
Erhöhung des Milchpreises?
Wie uns berichtet wird, schweben augenblicklich Verhandlungen über eine erhebliche Milchpreiserhöhung. In einer Besprechung der Reichsstelle für Speisefette, die mit Vertretern der nordwestdeutschen Regierung am 19. August in Hamburg stattfand und auf der neben einer ganzen Reihe von landwirtschaftlichen Vertretern nur ein Vertreter der Verbraucherschaft zum Worte kam, wurde von den Landwirten ein Milchpreis von 2 M. pro Liter ab Stall gefordert. Die Reichsstelle gestand 1.25 M. pro Liter ab Stall zu. Auch diese Preisfestlegung würde eine weitere Erhöhung der Milchpreise beim Kleinhändler bedingen. Da heute schon viele finderreicher Familien nicht mehr imstande find, die ihnen auf Karten zustehende Milchration zu kaufen, würde die Milchpreissteigerung eine weitere Schädigung der Volksgesundheit, insbesondere der ohnehin schon vielfach unterernährten heranwachsenden Jugend zur Folge haben, in deren Interesse vor der geplanten Maßnahme dringend gewarnt werden muß.
Windmühlen als Jugendwanderheime.
Die 31 Kommissionäre bes Bentralbiehhofs befoldeten ihre Angestellten in menig ausreichender Weise. Um ihnen ein höheres Gehalt gewähren zu können, setzten sie es durch, statt der bisher bewilligten ½, dann 1, dann 1% Broz. Provision vom Umsab im Biebauftrieb, vom 1. März d. J. ab 2 Prog. Provision Herabsehung der Milchzuschüsse. Die Stadt Berlin hat bisher giftrat bewilligt zu erhalten, so daß nun in der Zeit vom 1. März bilfsbedürftigen Schwangeren und Kindern bis zu zwei Jahren für ihre Mühewaltung, die eigentlich aus nichts bestand. vom Ma 1920 bis 31. Juli 1920 bei einem Gesamtauftrieb von zirka 20 237 einen Zuschuß von 80 Pf. für den Liter Milch gewährt. Das war Rindern, 24 918 Schweinen, 20 810 Kälbern, 9200 Sammeln im nur als vorübergebende Maßnahme gedacht. Die hierfür bewilligten Gesamtbetrage von zirfa 94 921 000 m. ihnen eine Provision Mittel, die im ganzen 1 Millionen Mark betragen haben, find von 2955000 m. zufloß, das macht für die Firma monatlich nun nahezu aufgebraucht, so daß für den Monat Sepzirka 23 500 M. aus. Siervon befoldeten die Herren ihre Ange- tember nur ein Zuschuß von 60 Pf. bei besonders drin stellten, bezahlten ihre Bureaumiete und andere kleine Ausgaben, welches insgesamt mit 5000 W. zu veranschlagen ist. Es blieb gender Notlage gewährt werden kann. ihnen demnach ein Reingewinn von 18 500 m. im Monat, d. h. in 5 Monaten 92 500 M., ein sehr schönes Einkommen auf Kosten der Nijito haben. Die Arbeit, die sie dafür durch ihre Angestellten Konjumenten, ohne daß die Herren Kommissionäre irgendein leisten, ist Silfe bei der Berteilung und Rechnunglegung über das verteilte Vieh. In früheren Zeilen war der Verdienst noch ein größerer, hier mußten die Herren jedoch mit Verlusten von seiten der Schlächter oder Viehhändler rechnen, trotzdem ist dieser ehren werte Stand stets auf seine Rechnung gekommen. Er wird es auch wieder, wenn die Kurzsichtigkeit unserer Behörden den freien Handel in der Fleischbersorgung auf absehbare Zeit wieder zuläßt. Der Magistrat Groß- Berlin berechnete fich für seine Verwaltung trennt zeigen, wie unter völliger Erhaltung der den alten Baumit seinen großen Kosten und Spesen nur 1 Proz. Provision bom werken innewohnenden Romantit mit einfachen Mitteln swedentUmsatz und kommt dabei noch zurecht. Welche Veranlassung liegt demnach bor, einigen Herren, die das Glüd haben, aufällig auf dem sprechende, gemütliche Jugendheime eingerichtet werden können. In Bentralviehhof privilegierte Stommissionäre zu fein, ein berartig Schorfheide gelegen, werden diese Jugendwanderheime, die am Groß- Schönebed, in der Nähe des Werbellinjees und der hohes Einkommen zu sichern. Hier liegt doch zum mindesten ein starter Regiefehler vor. Sonntag, den 22. August, mit einer fleinen Hüttenweihe durch den Landrat des Kreises Niederbarnim den Jungwanderern übergeben wurden, ein begehrtes Ziel unserer großstädtischen wandernden Jugend sein.
Es wäre wirklich an der Zeit, daß in dieses ganze Getriebe unbarmherzig und unparteiisch hineingeleuchtet wird; allerdings handelt es sich hier, nach kapitalistischem Maßstabe gemessen, um nichts außerordentliches und um nichts besonderes. Aber der Berliner Magistrat wäre schließlich in der Lage, ja, er hätte sogar die Pflicht, hier eine gründliche Aufräumearbeit in die Wege zu leiten, denn es geht heute wirklich nicht an, daß in einer dem Voltsgangen dienenden Einrichtung der kapitalistische Profit so ungemesser wucherische Blüten treibt.
der Kreisjugendpflegeausschuß des Kreises Niederbarnim einge Neue Wege bei Einrichtung von Jugendwanderheimen hat schlagen. Seinen im Frieden gefaßten Blan, ein Jugendwan berheim zu bauen, mußte er aufgeben mit Rücksicht auf die Höhe der Kosten, die die Verwirklichung eines solchen Projektes heute verursachen würde. Der Kreisjugendpfleger Wiedzielsti tam daher auf den Gedanken, zwei nicht mehr in Betrieb befindliche Windmühlen und eine alte Sche une als Wanderheim auszubauen. Diese Wanderheime für Mädchen und Knaben ge
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Um das wilde Wandern und die damit verbundenen Auswüchse des Wanderns zu bekämpfen, werden nur Jugendbereine zugelassen, die mit Führern wandern. Die Anmeldungen sind zu richten an Herrn Gemeindesekretär Röppen in Groß- Schönebec ( Mark).
Einbruch in eine Brotkartenkommission. Große Beute an e- bensmittelfarten machten Einbrecher, die gestern abend zwischen 7 und 8 Uhr den Räumen der Brotkartentommission am Neuen Ufer 8 zu Charlottenburg einen Besuch abstatteten. Sie stallen u. a. 40 800 Brotfarten mit den Stichworten Korn, Salm, Wurzel und Wehre, 1550 Fettfarten und ebensoviele Lebensmittelfarten.
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Ein südamerikanischer Zopfabschneider. Ginen ungewöhnlichen Fang machten Kriminalbegmte des Sonderbezernats für die Bekämpfung der Taschendiebe. Ihnen fiel ein Mann auf, ber sich im Gedränge an junge Mädchen heranmachte. Die weiteren Beobachtungen ergaben, daß man es mit einem Taschendieb zu tun habe, und der Verdächtige wurde feſtVermist. Seit dem 16. d. M. mird der aus dem Felde als Geistesfranfer zurüdgekommene Student Alexander Tie bermißt. Der Bers genommen. Der Verhaftete wurde festgestellt als ein 37 Jahre mißte ist 28 Jahre alt, 1,73 Meter groß, blond und ganz harmlos. Be. alter Robert Stoß aus Valparaiso, der in Charlottenburg wohnte. fleibet war er mit einer dunkelgraugeftreiften Hose, schwarzem Gehrod mit Eine Durchsuchung seiner Behausung hatte ein überraschendes Einfaffung grauer Beste, braunem Lodenbut und mit Halbschuhen( abge Ergebnis. Die Beamten fanden außer acht Domenportemonnaies schnittene Stiefel). Nachricht an die betrübten Eltern: Ingenieur Aler und drei Damentaschentüchern nicht weniger als 150 3öpfe von ander Tietz, Stegliz, unter den Eichen 1, Telephon: Stegli 3475, jungen Mädchen. Die reichhaltige Sammlung, die in allen erbent- erbeten. Sie find natürlich vollkommen harmlos, die Herren lichen Farben schillert, vom hellsten Blond bis zum tiefsten Schwarz, Bolksbildungs- Ausschuß Reinickendorf. Die in unserem WinterEscheriche und Bürgerwehrler. Sie wollen ihre liebe Sub fol, wie der Verhaftete behauptet, aus Südamerika stammen. Es programm vorgesehenen fünstlerischen Veranstaltungen beginnen mit einem und ihr feutsches Vereinsleben und weiter nichts. Politikfonnte ihm aber nachgewiesen werden, daß er schon seit Februar Bolfskonzert des Blüthnerorchesters, das am 1. Oktober, abends 18 Uhr, dieses Jahres den Taschendiebstahl und die Bopfabschneiderei in in den Hubertusiälen stattfinden wird. Programme mit Inbaltsangabe , Gott bewahre! Mit Politik haben sie nichts zu tun. Auch Groß- Berlin betrieben hat. Er benußte jede Ansammlung uns die gleichzeitig zum Eintritt berechtigen, find ab 6. September in den Berdie Herren nicht, die in Rheinsberg i. Marf ihrem Genossen jedes Gedränge auf der Untergrundbahn, der Stadtbahn usw., um faufsstellen, bei den Funktionären und in der Geschäftsstelle, Rathaus, Escherich Konkurrenz madjen. Ueber ihr Treiben wird uns in die Nähe junger Mädchen zu gelangen und sie üres Saar- Bimmer 18, zu haben. schmuckes zu berauben. Die ungewöhnlich große Sammlung Seit längerer Zeit werden in Rheinsberg sowie den umliegen- stammt also, wenn auch vielleicht nicht ganz, so boch zu einem erheb. den Ortschaften Versammlungen abgehalten, zu denen die Einlichen Teil nicht aus Südamerika, sondern aus Berlin und Um ladungen möglichst geheim und nur an ganz sichere Kan- gebung. Auch den Diebstahl an Portemonnaies will Stoß lediglich tonisten erfolgen; vor allem wird versucht, die Geschäftsleute, nicht etwa aus Gewinnsucht. An dem Geldinbalt der Portes trag zur Befriedigung seiner seltsamen Leidenschaft betrieben haben, die Handwerksmeister, die derbürger und Bauern monnaies habe ihm nichts gelegen. Demgegenüber ist jedoch zu für die Geheimorganisation( Orgesch?) au gewinnen. In diesen bemerken, baß die bei ihm gefundenen Portemonnaies alle leer Versammlungen werden nun etwa nachstehende Ideen entwickelt: waren, und es ist auch wohl kaum anzunehmen, daß die jungen
berichtet:
Groß- Berliner Parteinachrichten.
Heute 18 Uhr:
12. Abt. Zablabend in den bekannten Lokalen.
des Gen. Victor Schiff. 25. Abt. 7%, Uhr Bahlabend in der Schule Elisabethstr. 58. Vor
28. Abt. Zablabend in den bekannten Lokalen.
84. Abt. Bablabend bei Goldbach, Binetaplah 7; Obiglo, Stralsunder Str. 11; Dpis. Bernauer Str. 13; Greulich, Gartenstr. 46.
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