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Nr. 44037.Jahrgang

Groß- Berlin

Nach den Rauenschen Bergen.

Beilage des Vorwärts

Von einer der Stadtbahnstationen fahren wir über Erkner ( hier umsteigen!) nach Fürstenwalde. Wir durchwandern diese alte Siedlung an der Spree in südlicher Richtung. Je weiter wir uns vom Bahnhof entfernen, desto älter erscheint das Stadtbild, das sich uns zeigt. Schmale Gaffen und spiße Giebelhäufer find hier vorherrschend. Der Kern der Stadt, ihr ältester Teil, liegt auf den Inseln, die die Spree an dieser Stelle bildet. Eine alte Handelsstraße vom Süden nach dem Norden überschritt an diefer günstigen Stelle den Fluß und trug dazu bei, Fürstenwalde zu einem bedeutenden Ort zu machen.

Tisch, ebenfalls aus Resten des abgesprengten Stücks hergestellt. Ein steiler Treppenweg führt nach Rauen hinunter. Auf der Chaussee wandern wir gen Nordost nach Fürstenwalde zurück. Wir durchqueren die Stadt noch einmal und treten dann die Rückfahrt nach Berlin an. ch.

Um den Stadtmedizinalrat.

Sonnabend, 4. September 1920

Zur Besoldung der Gemeindebeamten.

Gegen die Engherzigkeit der Kommunalaufsichtsbehörden. Anläßlich der Durchführung des Gesetzes, betr. vorläufige Re­gelung verschiedener Punkte des Gemeindebeamtenrechts vom 8. Juli 1920( Gesezsammlung S. 383), sind im preußischen Ministerium des Innern zahlreiche Beschwerden von Ver­tretungen der Gemeinden und der Gemeindebeamten über eine

Die Zusammensetzung des Magistrats. Der 25er- Ausschuß wählte in seiner gestrigen Situng für das vom Gesetzgeber nicht beabsichtigte Handhabung des Gesetzes und neue Groß- Berlin als Kämmerer Herrn Böß, der bekanntlich der dazu erlassenen Ausführungsanweisung durch die Kommunal­dieses Amt im bisherigen Berlin bereits lange Jahre inne hat. aufsichtsbehörde eingegangen, aus denen sich ergibt, daß in der Für ihn stimmten außer den Unabhängigen und Sozialdemokraten Kommunalbeamtenschaft hierüber eine starte Beunruhigung hervor auch die Demokraten und einige andere bürgerliche Vertreter. Ms getreten ist. Der Minister des Innern weist deshalb in einem an die Ober­Syndikus wurde von unseren Genoffen Stadtrat Lange= Neu­kölln in Vorschlag gebracht. Die Bürgerlichen empfehlen Dr. präsidenten und Regierungspräsidenten gerichteten Erlag vom An den Mühlen vorbei und über die neue eiserne Brüde ge- Sem boitti Schöneberg. Nach längerer Debatte wurde vor- 30. August nochmals ausdrücklich darauf hin, daß der Zweck des Ge. Tangen wir nach Ketschendorf. Durch die Petersdorfer Straße geschlagen, Herrn Stadtrat Lange zur nächsten Sizung am fommen- seges in der Besserstellung der Kommunalbeamten gegen­wenden wir uns gen West und wandern dann in südlicher Nichtung den Mittwoch vor den Ausschuß zu laden. über ihrer früheren Lage zu sehen ist, insofern, als ihre Besoldung hinter dem Dorf auf die Rauenschen Berge zu. Wir befinden uns. Eine lange Debatte rief die Stelle des Stadtmedizi- namentlich in den kleineren Gemeinden, vielfach den gegenwärtigen in einer weiten Talebene, dem Warschau - Berliner Urnalrats hervor, wofür unsere Genossen den Schöneberger Stadt- Teuerungsverhältnissen nicht entsprach. Eine engherzige stromtal. Den Südrand dieses Tales bildet eine Bergfette, von medizinalrat Dr. Rabnow in Vorschlag brachten. und nicht wohlwollende Anwendung des Gesezes der die Rauenschen Berge nur ein Teil find. Sie gehört einer Der Vorsitzende des Ausschusses, Stadtberordnetenvorsteher würde daher der Absicht des Gesetzgebers nicht Endmoräne an, die von dem eiszeitlichen Inlandeis abgelagert Dr. ey I, hob eingehend die hervorragende Qualifikation Dr. Rechnung tragen. wurde. Das Gesteinsmaterial, das das Eis auf seinem weiten Rabnows als Sozialhygieniker hervor; der Vorgeschlagene sei von Um in Zukunft einer mißverständlichen Auslegung des Gesetzes Meg von Skandinavien ber mit sich brachte, wurde am Ende des ärztlich autoritativer Seite als eine erstklassige Kraft auf diesem und der Ausführungsanweisung vorzubeugen, bestimmt der Minister Gletschers zu hohen Schubwällen aufgehäuft, eben den Endmoränen , des Innern gemäß§ 7 des Gesetzes folgendes: Der Kern dieser Endmoräne besteht aus tertiären Erdschichten, Auch der Oberbürgermeister Dominicus, der mit Dr. Der leitende Gesichtspunkt für die Kommunalaufsichtsbehörden d. H. Schichten, die in dem der Eiszeit unmittelbar voran. Rabnow lange Jahre in engster Berührung steht, konnte den Aus- bei der Durchführung des Gesetzes muß die Achtung vor der gegangenen dritten Abschnitt der Entstehungsgeschichte der Erbrinde führungen Dr. Wehls nicht widersprechen. Allein dem Deutsch Selbstverwaltung der Gemeinden und Gemeindeverbände nationalen Dr. Schneider, seines Zeichens Stadtrat in Schöne- sein. In dieser Beziehung ist besonders hervorzuheben, daß hin­Diese tertiären Schichten bauen sich auf aus Braunkohlen und berg, blieb es vorbehalten, an Dr. Rabnow allerlei Ausstellungen zu sichtlich der Frage, welche Gruppe der Staats beamten gemäß Formsanden. Das Vorkommen der Braunkohlen führte zur Anlage machen; jo u. a., daß er bei Verhandlungen zuweilen die Hände in§ 1 des Gefeßes zum Vergleich bei der Besoldung der entsprechenden eines Bergwerks, der Braunkohlengrube Konsolidiert Gnadenreich". den Taschen und im übrigen auch in der Verwaltungspraxis nicht Stommunalbeamten heranzuziehen ist, der Selbstverwaltung der Ge­Der Weg bringt uns zum Mundloch des Brah Isto Ilen, der die nötigen Erfahrungen habe. Ueberdies sei der in Vorschlag meinden und Gemeindverbände weitmöglichster Spielraum gelassen fast wagerecht in das Innere der Rauenschen Berge führt. Un- gebrachte bereits 65 Jahre, und es sei nicht ratsam, ihn noch auf werden muß und nur dort von einem Einspruchsrecht Gebrauch gea mittelbar südlich davon liegen die Formiandgruben. Der Form- 12 Jahre für ein so wichtiges Amt zu wählen. Sowohl die Unab­fand dient zur Herstellung der für die Metallgießereien nötigen hängigen als auch unsere Genossen ließen sich indessen von den macht werden darf, wo es gilt, offenbare unrichtigkeiten mehr als fadenscheinigen Gründen nicht beeinflussen, sondern wähl- und Auswüchse zu beseitigen. ten Dr. Rabnot als Stadtmedizinalrat für das neue Berlin . Bor Eintritt in die Tagesordnung teilte der Vorsitzende mit, daß der Oberpräsident

abgelagert wurden.

Formen.

Das Gelände ist außerordentlich hügelig. Die furz aufeinander folgenden Bergkuppen und Senten zeigen, daß wir ein Endmoränen­gebiet bor uns haben. Deftlich vom Wege zieht sich der Peters­dorfer See hin. Er liegt in einer Sente, die sich gen Süd im

Scharmügelfee fortfest, und die eine Rinne darstellt, durch die die

Schmelzwasser des Inlandeises gen Süd abflossen.

Wir kommen nach Petersdorf, dessen Nordende wir nur berühren und wandern sogleich gen Nordwest auf die Rauenschen Berge. Vor dem Beginn des Waldes fönnen wir einen großen Teil des Scharmüze lie es überschauen. Der höchste Gipfel der Rauenschen Berge liegt 148 Meter über dem Meeresspiegel oder 110 Meter über der Spree . Hier befinden sich die Markgrafen­steine, wohl die größten Findlingsblöde der Mart, die das Inlandeis aus ihrer nordischen Heimat entführt hat.

Gebiet anerkannt.

Bei der Prüfung der Besoldungsregelung der leitenden Beamten und der Leiter wirtschaftlicher oder technischer Betriebe sowie aller sonstigen Beamten, deren Tätigkeit örtlich sehr ver. schieden ist, und bei denen vergleichbare Stellen des Staatsdienstes sich nicht finden lassen, muß eine schematische Behandlung der

einheitliche Regelsäge für die Gehälter, z. B. der Bürgermeister, aufgestellt werden. Das kann leicht zu einer rein mechanischen Aus. gleichung und zu einer Vergewaltigung örtlicher Verhältnisse führen. Die Kommunalaufsichtsbehörden werden in diesem Falle vielmehr möglichste Zurückhaltung üben und die Eingruppierung dieser Beamten den Gemeinden in weitestem Maße überlassen müssen.

als kommunale Aufsichtsbehörde für Groß- Berlin auf den ihm zur Besoldungsfrage auf jeden Fall vermieden und die Berüd­Bestätigung überreichten Beschluß der Stadtverordnetenversamm­Tung über die Zusammensetzung und die Gehälter des Magistrats fichtigung der örtlich verschiedenen Verhältnisse im weitesten den Stadtverordnetenvorsteher bereits darauf hingewiesen habe, daß Umfang ermöglicht werden. Es erscheint daher, so wünschenswert dieser Beschluß in mehreren Punkten den gesetzlichen Bestimmun- auch eine gewisse Gleichmäßigkeit hinsichtlich der Besoldung inner­gen nicht entspricht. Insbesondere wird durch den Beschluß, wonach halb der Verwaltungsbezirke sein mag, nicht zweckmäßig, wenn, einem Teil der Stadträte nur ein Ausgleichszuschlag von 25 Pro3: wie es in einzelnen Fällen geschehen ist, für eine ganze Provinz gewährt wird, der§ 1 des Gemeindebeamtengefeßes bom 8. Juli dieses Jahres verlebt, der bestimmt, daß die Gemeinden verpflichtet sind, die Besoldung ihrer Beamten den Grundjäzen für die uns mittelbaren Staatsbeamten entsprechend zu regeln. Der Staat hat aber durchweg als Teuerungszuschlag 50 Proz. des Grundgehalts Die Markgrafensteine find zwei gewaltige Erratiter oder festgesetzt. Ferner hat die Stadtverordnetenversammlung es ver Irrlinge( weil sie sich auf ihre jetzige Lagerstätte verirrt haben), fäumt, gemäß§ 1 Abl. 5 des erwähnten Gesetzes die Bezüge der von Sagen reich umwoben. Der kleine Martgrafenstein Stadträte nach Anhörung der Beamtenvertretung und er­bat einen Umfang von 21,5 Meter und ist 5,70 Meter hoch, tovon forderlichenfalls der beteiligten Beamtenorganisationen festzusetzen. Um den Beamten und ihren Vertretungen Gelegenheit au aber 2 Meter in der Erde stecken. Der große Markgrafen. In diesem Falle käme der Verband höherer Kommunalbeamten stein ist 6,60 Meter hoch, davon 1,90 Meter in der Erde und Groß Berlins in Frage, weil eine Beamtenvertretung für die neue geben, vor der neuen Festsetzung der Besoldung ihre Wünsche ein­4,70 Meter über der Erde. Der fleine Markgrafenstein liegt noch Beamtengruppe der Groß- Berliner Stadträte noch nicht besteht. gehend vorzutragen, bestimme ich in Ergänzung der Ausführungs­unberührt, dagegen wurde von dem großen im Jahre 1826 ein 1600 Die Verhandlungen mit dieser Beamtenorganisation sind nach den anweisung zu§ 1 Abjak 5 des Gesetzes, daß auch die Beamten. Rentner schweres Stild abgesprengt. Auf einem eigens dazu angelegten Innern zu dem Gemeindebeamtengeset mit den Besoldungsvor von den Gemeinden zu hören sind. soeben erschienenen Ausführungsbestimmungen des Ministers des organisationen auf ihren Wunsch in allen Fällen Weg schaffte man diefen abgefprenaten Teil nach Rauen und dann schriften dem Oberpräsidenten vorzulegen. Schließlich hat der Die Kommunalaufsichtsbehörden ersuche ich darauf hinzuwirken, zur Spree und auf dieser nach Berlin . Hier ist daraus unter Oberpräsident auch den Beschluß der Stadtverordnetenversammlung Leitung des Baumeisters Gantian die große Schüssel vor dem über die Bezüge der Magistratsmitglieder, die schon im Gemeinde- daß auch die Beschlußbehörden vor der Entscheidung über Gina Alten Museum Hergestellt worden; sie hat 6,90 Meter Durchmesser dienst stehen und jetzt höhere Gehälter empfangen als für den Groß- sprüche den Organisationen Gelegenheit zu einer Stellungnahme und wiegt 1500 Zentner. Auch die große Friedensiäule auf dem Berliner Magistrat festgesetzt worden sind, teils als zu weitgehend, geben. Die eingangs erwähnten Beschwerden richten sich ganz bes Belle- Alliance- Platz stammt von dem großen Markgrafenstein. Vorteils als zu eng bezeichnet. G3 soll nunmehr noch vor der nächsten Stadtverordnetender- sonders der Sprengung hatte der große Markgrafenstein 29,5 Meter Um fammlung das Gutachten der fraglichen Beamtenorganisation ein- fonders auch dagegen, daß einzelne Kommunalaufsichtsbehörden fang und war 8,5 Meter hoch. Die Spuren der Sprenglöcher find geholt werden. Im übrigen wird die Stadtverordnetenversammlung unter Berufung auf mangelnde Leistungsfähigkeit die am oberen Rande des stehengebliebenen Restes jetzt noch zu sehen. ihren von vornherein nicht ernst zu nehmenden Beschluß wohl den von den Gemeinden beschlossenen Besoldungen herabgesetzt haben In der Nähe der Markgrafensteine steht der Steinernel gefeßlichen Erfordernissen anpassen müssen. oder herabsehen wollen. Hierzu ist zu bemerken, daß für die Zu­

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Das Licht der Heimat.

Bon August Hinrichs .

Und ganz heimlich und bitter erfannte sie: gerade von dem stolzen Bozbauern fonnte sie es nicht ertragen, gerade neben dem wollte sie stola sein. Sie sah ihn über die anderen aufragen, sie hatte gefühlt, wie alle ihn für den Ersten an­sahen, alle sich diesem Einen unterordneten. Sein Stolz hatte fie angezogen. Nie in ihrem Leben hatte sie mit einem anderen so ge­tanzt, nie sich so glücklich gefühlt, nie war sie so froh über einen Menschen gewesen.

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Sie hätte ihm die Arme um den Hals geworfen ja, das hätte sie getan, wahrhaftig! Sie verschränkte die Finger ineinander und hielt die Arme gestreckt von sich so, hätte sie die Arme um feinen Naden gelegt, so ihn an sich gezogen, menn er sie erhoben hätte. Er sollte sich nicht vor ihr demi­figen, nein aber achten sollte er sie, ihren Willen, ihr Herz. fie selbst achten!

Was hatte sie getan, daß er sie so behandeln durfte? Sie big im Krampf die Zähne zusammen.

Silflos und unglücklich war sie fonnte sie jemals

ihren Kopf wieder hochtragen?

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Mitten in diesen Gedanken, die sie nicht losließen, fab fie von ihrer Arbeit im Garten auf, ein scharfer Schatten lag plöglich vor ihr auf dem hellen Sonnenschein.

Entsegt, empört sprang sie hoch. Er, er selbst stand vor ihr, wagte es, ihr wieder unter die Augen zu treten. Wie eine glühende Rohe schlug der Born in ihr hoch.

Unwillfürlich, als er ihr feine Sand entgegenstreckte, wich sie zurück. Ich fomme, um Abbitte zu tun, Meta. Es tut mir unendlich leid" Da fuhr sie ihn an: Wie fönnen Sie magen, hier einzubringen wollen Sie mich auch hier

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überfallen wie in der Nacht?"

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Er hielt ihrem sprühenden Blick stand.

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Meta, ich habe Ihnen bitter unrecht getan, das weiß ich und bin gekommen, um es gut zu machen. Schmerzvoll zudte sie auf: Gutmachen? Läßt sich das autmachen, was Sie mir getan haben? Ich hab an Sie ge­glaubt. Daß Sie gut wären, glaubte ich, wie andere Men­schen; und jetzt weiß ich, wie bodenlos schlecht einer sein kann." ch will mich nicht entschuldigen, aber Sie sollen mich

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wenigstens anhören"-

Da fuhr sie auf, daß er erschrat vor ihrer Leidenschaft: Ich soll? Und ich wills nicht, nichts will ich hören, kein Bort. Oder glauben Sie, mich zwingen zu können?"

Könnt ichs!" dachte der Bofbauer und sah sie bewun­dernd an, die bebend an jeder Fiber vor ihm stand.

Da sah Dina Geerts auf, ganz hilflos und verlegen, und plötzlich schossen ihr die Tränen in die Augen.

Daß du ihn nicht festgehalten hast, Meta." Sie ließ sich auf die Bank fallen, warf die Arme auf den Tisch, legte den Kopf darauf und schluchzte. Ich kann ja nicht von ihm lassen, ich fanns nicht!"

,, Meta," sagte er, und die Erregung bebte auch in feiner Stimme ,,, daß ich hier bin, beweist Ihnen doch, wie hoch ich Mit einem Male erfaßte Meta thre Not. Jezt verstand von Ihnen dente. Und wenn ich Sie jest ehrlich bitte" fie plöglich, was man ihr auf dem Jest nur halb angedeutet Seine Augen hielten sie fest, sie fühlte, wie sein Blick sie hatte und was die Pastorin ihr am nächsten Morgen vor­vingen würde, wenn sie ihm nicht alle ihre Kraft entgegen geworfen hatte. jette. Sie faßte Dina hart bei der Schulter.

Da trat sie ihm dicht vors Gesicht: Wenn Sie nur einen Funken Achtung vor mir hätten, Sie wären mir nicht wieder unter die Augen getreten. Und nun haben Sie wohl ver­standen- oder muß ich Ihnen erst sagen, daß ich Sie ver" Da zuckte der Boßbauer auf, falfweiß war er und sah sie an, daß sie nicht mehr wagte, das schlimme Wort auszu sprechen. Jäh wandte sie sich und ging ins Haus.

Er sah ihr nach und das Blut schoß ihm zurück in sein bleiches Gesicht, hart knirschten seine Zähne aufeinander. Langsam ging er auf die Straße hinaus.

Da blieb er mit einem Stuck stehen. Ich muß mich her ausreißen heraus! Und das sofort." Er ballte die Fäuste, pfiff durch die Zähne und schlug mit einem jähen Entschluß den Sandweg nach dein großen, abseits des Dorfes liegenden Geertshof ein.

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Am anderen Abend arbeitete Meta in dem großen Gar ten der Pastorei, von dem eine Pforte auf den Kirchhof führte, der daneben lag.

Dina Geerts ging zwischen den Gräbern berum. An der Pforte zögerte fie. ging langjam vorbei, fehrte schließlich wieder um und rief Meta an.

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Meta richtete sich auf und stützte sich auf ihre Hacke. Dina Geerts hatte sie nicht elend und frank dagesessen auf der Hochzeit? Jett jah fie frischer aus und ihre Augen glänzten. Ach Meta" sagte sie und lächelte. ,, Was gibts, Dina?"

Ich kann nicht vorbei, Meta, ich muß dir etwas sagen!" Sie sah vor sich nieder und wurde rasch rot.

Somm herein," sagte Meta und führte sie in den hinteren Teil des Gartens, wo sie ungestört in einer Raube siten fonnten.

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Meta, ich wollte dir nur sagen ja, ich wollte dir danken, Meta, nur danken!" ,, Danken, Dina? Wofür?"

,, Dina er war versprochen mit dir? Ist das wahr?" Die nickte und ließ das Gesicht auf den Armen liegen. ,, Nicht mehr sehen lassen mocht ich mich alle wußten es doch und er kaum einmal hat er mit mir getanzt, nur immer mit dir."

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Eine glühende Scham schlug Meta ins Gesicht.

Ich habs nicht gewußt-mein Gott, ich habs wirklich nicht gewußt!" sagte sie und fühlte sich noch tiefer gedemütigt als zubor. Dina hob den Kopf: Ich war ja so elend, Meta. Und geschämt hab ich mich furchtbar geschämt." Meta schrie auf und umfaßte sie: Du dich geschämt, Dina? Ich, ich!"

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Dina schittelte den Kopf: Warum solltet ihr nicht tan­zen, ihr zwei? Aber dann dacht ich, dit wolltest ihn haben, Meta, und das tat weh, bitter weh. Dann hätt' ich nicht leben können und wär ins Wasser gegangen."

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Dina wie fannst du so reden," sagte Meta und mochte ihr nicht in die Augen sehen.

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Wenn du ihn festgehalten hättest, Meta, er wär wohl bei dir geblieben, dos weiß ich. Aber du warst barmherzig." Blöglich schlang sie Meta die Arme um den Hals und küßte fie. Denk dir, gestern hat er mit dem Vater gesprochen, im Serbst wollen wir Hochzeit machen. Ich bin ja so glücklich, Meta!" Meta jah fie verwundert an. War die glücklich? Was für ein armseliges Glück war das? Ein Zorn über den Mann erfaßte sie. Wenn ihr versprochen wart, hat er dann nicht schändlich gehandelt? Warum hast du ihm nicht die Tür gewiefen?"

Ach Meta, er ist nun einmal so rasch und eigensinnig. was sollen wir armen Mädchen gegen ihn machen?" ,, Was wir machen sollen?" fragte Meta und ihre Nasen­flügel zitterten. Wehren sollen wir uns!"

( Bortf. folgt.)