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Dieses Thema bedarf gewiß einer ausgiebigen Be­fprechung, aber man foll sich nicht blenden laffen durch hinge­worfene Schlagwörter, die gar keinen Fortschritt bedeuten, weil ihr Ziel gegen die Demokratie und die garantierte Selbst­bestimmung der Bevölkerung verstößt.

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durch ihren Einfluß im Steichsrate die Reichsregierung zu bezeigt haben, erscheint eine Verständigung nicht leicht.[ 1920 eine Verordnung, betreffend Maßnahmen gegenüber und stillegungen stimmen, bestimmten von ihnen vertretenen Anschauungen Säme fie aber zustande, wäre man auch noch nicht über den Betriebsabbrüchen Rechnung zu tragen. Das würde in Preußen wegfallen. Und Berg. Ob sich eine Regierung von Sozialdemokraten und lassen, die außerordentlich stark in die Selbstbestimmungs­glaubt man etwa, daß die in Preußen vorhandenen 32 Millio- Unabhängigen mit Hilfe der kommunistischen und demo- befugnis des Betriebsunternehmers eingreift. nen von dem im Artikel 18 an teine Frist gebunde kratischen Stimmen eine Zeit lang wird halten können, ob es Inhaber von gewerblichen Betrieben oder Betrieben des Ver­nen Rechte, von diesem Reichslande loszukommen, möglich ist, dafür eine Mehrheit bei der durch die Verfassung tehrsgewerbes, in denen in der Regel mindestens 20 Arbeitnehmer feinen Gebrauch machen würden? Sie würden vorgeschriebenen Wahl des Ministerpräsidenten beschäftigt werden, müssen der Demobilmachungsbehörde gerade dieses Reichsland wieder zerstören, weil die 8 bis zustande zu bringen, erscheint recht zweifelhaft. Ob eine fozial- anzeige erstatten, bevor sie Betriebsanlagen abbrechen oder 10 Millionen Menschen in der Rheinprovinz , die 5 oder demokratisch- demokratische Regierung eine bessere Aussicht zum Betrieb gehörige Gegenstände veräußern oder sonst dem Be­6 Millionen Menschen in Niedersachsen , die 4 oder 5 Millio- hätte, wenn dabei auf eine Unterstübung entweder der Unab- trieb entziehen, sofern hierdurch die gewerbliche Leistungsfähigkeit nen in Schlesien , in Ostpreußen usw. fich benachteiligt hängigen oder der Deutschvolksparteiler gerechnet wird, ist des Unternehmens wesentlich verringert wird. Eine solche An fühlen müßten, weil sie feinerlei Möglichkeit haben, auf die recht fraglich. zeige it ferner zu erstatten, bevor Betriebsanlagen still= Geschicke des Reiches in derselben Weise einzuwirken wie die Man sieht, die Schwierigkeiten einer Regierungsbildung gelegt werden, sofern hierdurch in Betrieben mit weniger als 5 bis 6 Millionen Bayern , die Württemberger, Hessen , Sachsen sind groß. Wie man herauskommen wird, läßt sich noch nicht 200 Arbeitnehmern 10 Arbeitnehmer, bei größeren Betrieben usw. Also mit dieser Idee wird man den Einheitsstaat nur fagen. Unter allen Umständen müßte aber berhindert 5 Bros. der Arbeitnehmer zur Entlassung fommen würden. Die totschlagen, ihn aber nicht fördern. Denn wenn einmal werden, daß die Regierung in bürgerliche Sände beabsichtigte Maßnahme darf ohne Zustimmung der Demobil­neue Staaten geschaffen sind, die mit ihrer Bevölkerung im fommt. Eine Regierung der Linken muß das Biel | machungsbehörde im Falle des Betriebsabbruch nicht Reichsrat bestimmend auf die Reichsgefeßgebung einwirken, sein, es wird um so eher erreicht werden können, je mehr die früher als je ch 3, im Falle der Betriebsstillegung nicht früher ist es ganz ausgeschlossen, einen anderen als einen föderalisti- bessere Einsicht bei den Unabhängigen Platz greift. als vier Wochen seit der Anzeige getroffen werden. Die Be­schen Staat zusammenzubekommen. hörde hat im Benehmen mit Betriebsleitung und Betriebsrat die Zu der Frage der Regierungsbildung in Sachsen nehmen Umstände aufzuflären, welche die beabsichtigte Maßnahme jetzt auch die Kommunisten und Neukommunisten veranlassen. Sie tann aus zwingenden Gründen bei Betriebs­in ihrem Organ, der Noten Fahne" und der Internatio- abbruch die Sperrfrist um höchstens brei Monate verlän nale", Stellung Beide erklären übereinstimmend, daß von gern, und in allen Fällen bie vom Abbruch oder der Entziehung einer rein sozialistischen Regierung gar nicht die Rede betroffenen Gegenstände beschlagnahmen und zugunsten des sein könne, denn sowohl Sozialdemokraten wie Landesfiskus enteignen. Die vorfäßliche Zuwiderhand­Rechtsunabhängige find nach Ansicht der Kommu- Jung gegen die Vorschriften der Berordnung wird mit Geld­Die sächsische Regierungsfrage. nisten keine Sozialisten, sondern kleinbürgerstrafe bis 100 000 m. unb Gefängnis bis zu einem Jahr Eine rein sozialistische Regierung? liche Parteien". Eine Redensart, die fich namentlich bestraft. Bei Fahrlässigkeit tritt Geldstrafe bis zu 50 000 M. ein. Aus Dresden wird uns geschrieben: Die Frage der bei denen schön ausniment, die noch vor kurzem mit den Rechts- Die Verordnung des Reichswirtschaftsministers beab­sächsischen Regierungsneubildung ist noch immer unge ft. unabhängigen in derselben Partei faßen. Trogdem fichtigt, allzu schroffer Unternehmeriabotage einen Eine Lösung muß aber bald erfolgen, denn nach Art. 26 der erklärt man sich aber bereit, eine fozialdemokratisch- unabhän- Riegel vorzuschieben. Durch fie bekommt der§ 74 des Be­Verfassung ist das Gesamtministerium nach jeder Neu- aige Regierung unter gewissen Bedingungen zu unterstüßen, triebsrätegefeges, wonach bei größeren Verände wah! neu zu bilden. Die jetzige Regierung, bestehend aus um beiden Parteien den Vorwand zu nehmen", daß eine rungen im Betriebe der Arbeitgeber sich mit dem Be­5 Sozialdemokraten und 2 Demokraten, findet im neuen Land- sozialistische Regierung an dem Widerstand der Kommunisten triebsrat in Verbindung feßen muß, eine besonders tag feine Mehrheit mehr, denn von 96 Abgeordneten scheitere und um den Beweis zu erbringen, daß sich sozia praftische Bedeutung. In deutsch nationalen und entfallen auf die Sozialdemokraten jetzt 27, auf die Demo- listische Forderungen auf dem Weg der Demokratie nicht beutich volksparteilichen Kreisen hat diese Verord­fraten nur noch 8, während bisher beide Parteien zusammen zu dieser Behauptung machen aber die Kommunisten ihre eine Reichstagsanfrage, u. a. unterzeichnet von berwirklichen ließen. In gänzlichem Widerspruch nung begreiflicherweise große Erregung hervorgerufen, und 64 Bertreter zählten. Nun haben sich zwar neuerdings die Unabhängigen Unterstützung der Regierung von der Erfüllung ihrer Selfferich, Schult- Bromberg, Stinnes und Stresemann, be­durch eine Entschließung ihres Landesvorstandes bereit er. Forderungen abhängig. Diese Forderungen find in schäftigt fich mit der Maßnahme, die in der deutschen In­flärt, in eine rein jozialistische Regierung einzu- 8 Punkten formuliert und enthalten: Amnestie aller politischen dustrie Beunruhigung und Widerspruch hervorgerufen" habe. treten, aber viel gebeffert ist damit nichts. 3mar hat die Berachen, Entwaffnung der Konterrevolution, Schaffung einer allen fünftigen Betriebseinschränkungen und Betriebs­Zwar fozialistische Linte 49 Vertreter gegen 47 der bürgerlichen ernsthaften Selbstschukorganisation des Proletariats, fofortige stiflegungen wird eine ebenso freundliche wie bequeme Ent­Rechten, aber dabei find die 3 Neufommunisten und Enteignung und Wiedereröffnung aller stillgelegten und ver- schuldigung in den Mund gelegt, indem man sie von vorn­6 Altkommunisten mitgezählt. Mit ihnen zusammen der Arbeiter mit billigen Lebensmitteln auf Rosten der Be- oder von Mangel an Aufträgen begründet". Das heilige fürzt arbeitenden Betriebe durch die Betriebsräte, Versorgung herein als Folgen von Rohstoff, Koblen- und Koksmangel eine Regierungsmehrheit zu bilden. erscheint völlig ausgefigenden, Leichlagnahme aller überschüffigen Wohnräume der Brivateigentum ist wieder einmal in Gefahr, und so schloffen( fiche auch unten. Red.). Sozialdemokraten und Un- Neichen, Wiedereinstellung der Arbeitslofen in die bisher still protestieren die Anfrager gegen den tiefen Eingriff, der an­abhängige allein aber haben keine Mehrheit. Eine weitere Möglichkeit der Regierungsbildung fäme gelegten jeht wieder aufgenommenen Betriebe, Unterstütung geblich mit der Reichsverfassung im Widerspruch stehen soll. noch durch gemeinsames Vorgehen der Demokraten, un der Arbeitslosen in voller Rohnhöhe auf Kosten der Unter­Wir hoffen, daß die Regierung sich durch den schwer. nehmer. abhängigen und Sozialdemokraten in Frage. industriellen Ansturm nicht einschüchtern lassen Eine Anzahl diefer Forderungen, wie z. B. Entwaffnung wird, den Anfregern die richtige Antwort dieser für die ge Aber erstens würde diese Koalition nur gerade die Hälftel der Abgeordneten stellen, aweitens scheitert sie von vornherein der Konterrevolution, Beschlagnahme der überflüffigen Wohn- famte Arbeiterschaft entscheidend wichtigen Angelegen­daran, daß sowohl Unabhängige wie Demokraten anderen Forderungen, wie z. B. der Forderung, die ftillge räume usw. find ohne weiteres annehmbar. Bei heit zu erteilen. Starfe bürgerliche Streise arbeiten ja nun auf ein Bu- legten Betriebe wieder zu eröffnen, hängt die Erfüllbarkeit fammengehen der 27 Sozialdemokraten, 8 Demo- nicht von dem Willen der Regierung, sondern von den volks. wirtschaftlichen möglich feiten ab.( Beschaffung Fraten und der 18 Boltsparteiler bin. Sie zu der Rohstoffe, Abiak der bergestellten Produkte usw.) Die sammen würden allerdings zahlenmäßig eine Kleine Regie­rungsmehrheit ergeben. Aber diefer Kombination steht ent- Unterstütung der Arbeitslofen in voller Lohnhöhe dürfte gegen die entfchiebene blehnung des größten mit dem tande der Finanzen faum zu bereinbaren Zeils der Parteigen offen. Wenn auch die bis- fein. Trordem fann man in den 8 Punkten wenigftens eine herige kleine Bertretung der Volkspartei in der sächsischen Berhandlung 3 bafis fchen, wenn man alauben darf, Kammer fachlicher gearbeitet hat als ihre Kollegen im Steich, daß sie bon denen ernst gemeint find, die fie aufgeftelt so wird damit die Politik der Gesamtpartei und die haben. Foran aber muk man fo lange zweifeln, als die Scharfmacherei Stresemanns nicht aus der Welt geschafft. Rommunisten im gleichen Atem erklären, daß die Erfüllung Man tann auch nicht wiffen, ob nicht die jetzt er startte dieser Punkte Bedingung ist aber auf dem Wege des Parla­Deutsche Volkspartei in Sachsen Stresemanns Spuren folgen mentarismus doch nichts zu erzielen sei.

fie ablehnen.

mird.

Was wird nun werden? Borerst wird unsere Partei vor­aussichtlich mit den Unabhängigen berhandeln. Obwohl diese sich nach ihrer schweren Niederlage etwas einfichtiger ge­

Friedrich Engels' Heimathaus.

Gegen die Unternehmerfabotage.

Der Reichswirtschaftsminister hat auf Grund des De­mobilmachungserlasses vom 26. April 1919 am 8. November

Eine noch größere würde es allerdings sein, wenn unser altes Saus eine j. d. Druderei würde. Das aber mükten Sie sehr ge­fchidt anfangen. Das Haus gehört jetzt meinem Bruder Hermann, wenn der es nicht wieder verkauft hat, und der würde es schwerlich bazu verkaufen, wenn er wükte, was damit vorgenommen werden follte. Nun, daraus wird wohl sobald nichts werden, das wäre gar zu schön.

on denn well et Se besöken, on dann vertellen Ge met, wat dat vör Sauerreien gewesen sind onger dat Sozialistengesetz. Aufrichtigsten Gruß Ihr

F. Engels .

Gin unbekannter Brief Engels . Friedrich Engels , dessen hundertsten Geburtstag die soziali. stische Welt in einigen Tagen begeht, ist nicht zu allerlept deshalb die bedeutungsvolle Persönlichkeit für die Entwicklung des Margis- Nun leben Sie wohl. Ich komme doch noch ens na Barmen, mus geworden, weil er Sohn des industriellen Rheinlandes war. Engels ist in seinem ferneren Leben der Großeuropäer ge­worden, der Mann, der die Völker tannte und studierte und dem die schwarz- weißen Grenzpfähle lächerlicher Blunder wurden. Ge rade deshalb zeichnet ihn ein tiefes Heimatgefühl aus, Seine Lands­Leute im Rheinland versteht und fennt er, und die Heimat an der Bupper ist ihm lich und wert geblieben. Heute fann ein bis jest unbekannter Brief Engels veröffentlicht werden, der Zeugnis ab­legt von Engels ' warmer Heimatsliebe. Dieser Brief ist an einen alten und längst verstorbenen Kämpen der Arbeiterbewegung im Wuppertal gerichtet und wird leider erst jest bekanntl

Werter Genosse Mohrhenn!

Für die Gemeinwirtschaft! Jm gestrigen Abentblatt hatten wir vom Bergarbeiterverband Gibeaheim eine Enisaliehung der im Gewerkschaftshaus in Bannover zufammengetretenen Konferens ber Obmanner der Be­trieberäte und Vertrauensmänner des Verbandes der Bergarbeiter: Deutschlands mitgeteilt, in der fich bie Arbeiterschaft unter Ver zicht auf jede besondere Bevorzugung bereit erklärt, ihre fdmere und verantwortungsvolle Arbeit im Interesse und zum Besten der Ilgemeinheit, nicht aber zum Rußen einer Handvoll von Stapitaliſten zu leisten. Infolge brudstudweiser drahtlicher Ueber­lieferung ist uns erit heute der Schluß jener Resolution zuge gangen, den wir nachstehend wiedergeben:

Die bisherige Behandlung der Frage der Sozialisierung bzw. der Gemeinwirtschaft des Bergbaues fann die Konferenz nicht als Einlösung des gegebenen Versprechens betrachten. Sie erblickt barin im Gegenteil eine beabsichtigte und wohlberechnete Vere schleppung der Sache, und die Konferens stellt sich restlos auf ben Boden der Erflärung unseres Verbandsvorstandes

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Typographia- Konzert. Am Totenionntag lud der Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer Typographia" zu einem umfangreichen Brogramm in der Neuen Welt" ein. Vielleicht hätte die Auswahl der Vortragsfolge der Pedeutung des Tages ent sprechend anders ausfallen fönnen. Aber der Chor nahm bald das Interesse des put besuchten Hauses ganz gefangen, weniger durch technische Eicherheit als durch Schwung und Wärme des Vortrags. Waren einzelne Lieder, z. B. Nun leb' wobl, du fleine Gaffe" von Silcher und die schwierige Walpurga " von Hegar ganz entzückend und der Stimmung entspred end vorgetrager, so schien der Chor doch dem Baumanniden Eifelwind" nicht gewacbien, auch wenn er bei diesem Lied das ausgezeichnete Material feiner tiefen Bässe eigen fonnte. Der Gefamteindruck wurde durch eine saubere Aus­iproche wirffam unterfiüßt, die auch selbst bei einem ganz garten Piano nicht litt. Ten Etab führte Alexander Weinbaum, defien rau Minna Ebel- Wide mit ihrer glodenteinen und weitragenden geituna Geichmad und Routine verriet. Unter den Solisten trat H. E. Sopranftimme bedeutsam hervor.

Wir haben wohl faum einen Brief von Engels , der so iebens­frisch geschrieben ist. Der Greis malt seinen Heima: flecken und in Barmen, bergische Art mit Schieferschindeln und grünen man sieht förmlich das Patrizierhaus in der Nähe des Bahnhofs Fensterläden. Wer die Heimat liebte wie er, fann sich nur in spätem Alter so lebhaft noch an Drütschen und Mineken erinnern. Wenn er von der sozialdemokratischen Druckerei spricht, so berührt er ein Eine Denkichrift zur Reform des Kunftunterrichts ift von Prof. Lieblingsprojekt unser Barmer Genossen, aus dem nichts geworden. Weegoldt, dem Sunitreferenten im Stultusministerium, ausgearbeitet ist. Der Partei zuliebe tonspiriert Engels aber gegen seinen und dem Hauptausschuß der Landesversammlim vorgeleit worden. Wir Bruder. merden auf das meitgesteckte Brogramm, das die dringend erforderliche Umgeftaltung des Kunstunterrichts mit gutem Zugriff aufnimmt, weiter eingehen, fowie uns die Denkschrift vorliegt.

Interessant ist der Schluß des Briefes im rheinischen Dialekt. Das beweist, daß Engels neben den fremben Sprachen, die ihm geläufig waren, die Heimatliche Mundart bis ins hohe Alter be

122 Regents Park Rood N. N. London , 9. Decb. 90. Ich fann nicht umhin, Ihnen meinen besten Dank zu sagen für die Mühe, die Sie sich gegeben haben mit den Photographien Kunstchronit. Am 27. Novbr. veranstaltet Res Menter im Meifter. meines Elternhauses im Bruch. Sie haben mir ungemein Freude faal einen Vortragsabend Träume und Gebarken". Fritz Stabl gemacht und mir manch tollen Jugendstreich ins Gedächtnis zurück- herrschte. spricht im Schilleriaal am Freitag, nachmittags 3 11br, über Potsdam gerufen, der sich an diese Haus: reppe, an dies und jenes Bimmer im 19. Jabrhundert. Das vierte Sonntag Mittags Konzert oder Fenster knüpft. Das alte Fräulein Demuth ha: recht, das Tanzabend Kieselhausen. Die Tangflut feint fich zu ber im Echiller Theater bringt Haydens Streich- Duartett in G- dur und das Haus im Bruch, das zu meiner Jugendzeit die Nr. 800 trug, ist laufen. Man sieht diesen Winter nicht mehr so viel wildes Ge- Klavier Quintett in E- moll von Christian Sinding . Heitha Dehmion das richtige, dahinter war unjer Garten, dann die Bleiche bis zum bupie und pantomimisches Invermögen, das Kunit mit nützlichen fingt Lieder von Schumann und Bo.ff. Engels Gang, dann gegenüber die Häuser meines Großvaters und erfreulichen Leibesübungen verwechselt. Geiteben wir tubig: Wegweifer zum Lichtspielgesetz. Bu dem am 12. Mai b. 3. ver. Kasper und seines Bruders Benjamin Engels, in denen später meine Die großen Hoffnungen, die auf eine neue schöpferische Tanzaera ündeten neuen Richtipielgeles it ein ausgezeichneter Wegweiler als Nr. 147 Das Licht. Onte! Kasper und August wohnten. Ich glaube mich des Fri. ausgingen, sind nicht erfüllt worden. Tazu gehören offenbar ge der Buttentaafchen Sammlung( Breis 9 M.) erschienen: Ipielgeie, et la tert von Regierungsrat a. D. Szczesny". Der Demuth noch dunkel zu erinnern, sie muß mich auch ein paarmal sellschaftliche Vorbedingungen, die nicht einzelne Talente durerausgeber, ber fich fchon durch mebicie wertvolle Stommentare einen bei meinem Better Kasper gesehen haben, als wir beide noch jung Geschmack und Kultur eiießen tönnen. Tie Tanzabende, auf denen Namen gemacht hat, behandelt bier seinen Stoff mit gewohnt'r Sorgfalt gewesen. Se fann Ihnen wohl auch noch das alte Stammhaus anerkannte Künstlerinnen, bisweilen auch Schülerinnen auftreten, und Gründi chfeit, jeben einzelnen Paragraphen bei übersichtlicher An meiner Familie beschreiben, mo mein Großvater geboren wurde. haben sich in unier Kunstleben feft eingegliedert. Man sieht sie ordnung mit prämanter Stlarbeit eingebend belbredend. Szczesny hat, Es stand oben am Ende von Engels Gang, da, wo er mit dem Bruch alle Jahre wieder und tann nun ihr fünstlerisches Fortschreiten was feiner Arbeit die besondere Note gibt, eine Fülle von rechtlichen Hin zusammenstößt, gegenüber von dem Weg, der nach dem Bölen hin- oder Stehenbleiben nadprüfen. Auch Kiefelbaufen, die im me fen, von höchfgerichtlichen Entscheidungen, von illuſtrierenden Beispielen zusammengestellt, die im Verein mit feinen flüifi gef hriebenen Aus­aufführt, aber damals keinen Namen hatte. Es war ein Blüthneriaal ihr neues Programm bottanzte, sieht man recht kleinbürgerliches zweistödiges Haus, zu meiner Jugendzeit wieder. Sie bat den Vorzug. über eine solide Tecnif au verfügen übungen das Buch zu einem wirklich allgemeinverständlichen macht, was unten Lagerhaus, und oben wohnten zwei Mägde meiner Groß- und den nicht minderen, innerhalb ihrer gegebenen Grenzen fich a gerade für ein Rechtsbuch von Vorteil und Bert ist. Am Schlusse des Beilagens finden sich die Ausführungsverordnung, die Geschäftsanweisung eltern, Familienpensionäre, bekannt als Drütschen und Mineten, fortzubilden. Sie ist Tänzerin und nichts weiter( und das ist voll für die Filmprüfungsstellen und ein trefflicies Sachregifter, die die Schrift die uns Kinder oft mit Apfeltrout auf Brot trattierten. Die Eisen auf genug). Wo fie ins rein Gefühlsmäßige oder Darstellerifche zum wiltommenen unentbehrlichen Nachschlagewert werden laffen dürfte. bahn hat das Haus vertilgt. ausbiegt, stößt sie an ihre Schranken. Den sterbenden Echwan Daß der Bruch, so sagten wir damals schon, lange nicht so follte sie der Pawlowska überlassen, die alle morbide Grazie das fromm ist wie früher, darüber hat mir mein Bruder Rudolf schon für mitbringt. Ihrem gesundem Temperament liegt der weiche bor Jahren Haren Wein eingeidentt. Er zeigte auf das Haus Wiener Walzer wie der derbere Volkstanz. Die vornehme Eleganz gegenüber, wo früher ein gewiffer Ottenbruch wohnte und das ein des Epigentanzes( nach Chopin ) meistert sie, und ihre ausgelaiene Wirtshausschild trug: Siefst Du, da kommen auch die Sozialdemo- Drollialeit wirkt ansteckend. In ihrem Genre ist sie eine Künstlerin. fraten schon viel hin!" Sozialdemokraten im Bruch das war die mit Geschmack und vollendeter Arbeit ihren Streis schön erfüllt. allerdings eine foloffale Revolution gegen 50 Jahre früher,

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gern

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-yr.

Gin Nobelpreis, der an den Rechten tam. Die Buerteilung des literarischen Robelo reises an Senutamsum it in ganz Standinavien freudig begrüßt worden. Es freut alle Bewunderer des Dichters, daß er jest mirtidaftlich sichergestellt ist. Das Los der norwegischen Schriftsteller ist, so schreibt die sozialistische Zeitung Arbeidet", nicht beneidenswert. Der Schriftsteller, der in Norwegen ohne Sorgen von seiner Feder leben will, muß febr fleißig fein die meisten baben nur ihr notdürftiges Brot. Hamsum hat es, trog der vielen Auslagen seiner Berte, schwer genug gehabt.