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Str. 17+ 38. Jahrgang

Beilage des Vorwärts

Heute abend: Mitglieder- Versammlungen

Mittwoch, 12. Januar 1921

in den bekanntgegebenen Lokalen

Freitag, 14. Januar: Oeffentliche Volksversammlungen

Groß- Berlin

Erfolg" eines Wohnungsamts.

Den Wohnungsämtern wird oft vorgeworfen, daß sie bei der Wohnungsbeschaffung nicht durchgreifen. Diese Klage fehrt wieder in fast allen Mitteilungen, die darüber berichten, daß da und dort Wohnungen mit acht, mit zehn, mit zwölf Zimmern von nur zwei, drei oder vier Personen bewohnt werden. In letzter Zeit sind uns nun ein paar Fälle bekannt geworden, in denen die Schneidigkeit der betreffenden Wohnungsämter nichts zu wünschen übrig ließ. Allerdings handelte es sich um Wobnungen nicht mit acht, zehn oder zwölf, sondern mit vier und noch weniger Zimmern.

90. Gemeindeichule von Herrn Theodor Strempe fibersandte Eingabe zugestellt worden, die den Streitbeschluß der Elternschaft mitteilt. Da nach Weihnachten die Neuauswahl der Kinder zur Duäferipeifung stattfinden soll, diese durch den Streit aber nicht durchführbar ist, so erleiden die pflegebedürftigen Kinder schweren Nachteil. Wir ersuchen Sie daber, die Eltern zu veranlassen, den Streif abzubrechen und die bisherigen Schulverhältnisse zu tragen, bis es dem Magistrat gelungen ist, die Bureaus der Erwerbs. lofenfürsorge aus der 82. Schule zu verlegen.

nicht lange vorher erklärt hatte, leider nicht gegen einen in dem­selben Hause wohnenden Mieter einschreiten zu können, dessen aus elf Räumen bestehendes Quartier von nur drei Berfonen ( einichl. eine Haus angestellte) bewohnt wird. Merkwürdig ist, daß die am 21. Dezember zwangsweise geräumte Wohnung noc am 11. Januar leer stand. Vielleicht ist sie auch heute noch nicht wieder bezogen. Der ausquartierte Geschäftsmann erflärt, feinen Bes trieb nicht weiterführen zu tönnen, wenn er fein Bureau nicht bei der Wohnung haben fann. Er hat daher den 18 Arbeitern, von denen mehrere verheiratet sind, gekündigt. Das eine Elternverfammlung protestiert und beichlossen, den Streif bis Gegen dieses am 3. Januar 1921 eingegangene Schreiben hat ist auch ein Erfolg" des Wohnungsamts, über den nur die Erwerbs zum vollen Erfolg fortzuiegen. Auf Anfrage beim Jugendpflege­lofenfürsorge sich nicht freuen wird. Zunächst wird nun die Besamt wird uns gesagt, daß die Quateripeisung nach den Weihnachts. hörde entscheiden, ob die Betriebsschließung gerechtfertigt ist. Dabei ferien auch in den Gemeindeschulen 82 und 90 in gewohnter Weise wird wohl auch das Vorgehen des Wohnungsamts geprüft werden. wieder aufgenommen worden ist. Der Schulftreit bindert nicht,

Erweiterung des Vorortverkehrs. Förderung der Siedlungspolitik.

die Speifung fortzuiegen, da die Räume vorbanden sind und Aufsichtspersonen fich zur Verfügung stellen. Wir glauben, daß auch die Neuauswahl der Kinder sehr wohl durch führbar ist.

Aufsehen erregt das Vorgehen des Wohnungsamts Schöne Berg gegen einen Geschäftsmann, den es aus einer Wohnung von vier Zimmern hinausgefegt hat, obwohl die Familie aus drei Personen( einschl. eine Hausangestellte) besteht. Die Schaffung eines einheitlichen, tommunalen Groß- Berlin Das Wohnungsamt wird sich wahrscheinlich darauf berufen, daß rückt auch in verfehrlicher Hinsicht die Frage der Ausgestaltung des diesem Mieter die Wohnung nur vorläufig überlassen Etienbahnneges in den Vordergrund des Interesses. Hierüber er­Eine rote Kirchenliste in Neukölln . und ihm die Benugung nach wiederholter Verlängerung nur bis fahren wir von gutunterrichter Seite, daß dem Bedürfnis nach Für die am 28. Januar d. Js. stattfindenden protestantischen auf weiteres erlaubt worden war. Wir wollen unerörtert lassen, einem einheitlichen Verkehr nach und von der neuen Vorortzone eine besondere sozialistische Kandidatenliste aufgestellt. Kirchenwablen bat der Bund religiöser Sozialisten" in Neukölln ob er, der die Wohnung zunächst als Unverheirateter bezog und sie Groß- Berlins seitens der Eisenbahnverwaltung in zweierlei Richtung Sie umfaßt insgesamt 109 Namen, da es sich in Neukölln um eine nach seiner Eheschließung weiter benußen wollte, formell in allen Rechnung getragen werden soll. Zunächst wird geplant durch Ein- einzige zufammenhängende Kirchengemeinde von ca. 220 000 Mit­Bunften forrett gehandelt hat. Er selber versichert aufs Be- führung des Vororttarifes auf den Nebenbahn- gliedern in fünf Kirchenbezirken handelt und dementsprechend das stimmteste, nichts Unrechtes beabsichtigt zu haben und fich feiner streden Schlesischer Bahnhof . Briezener Babnsteig- Wernenchen, Neuköllner Kirchenparlament insgesamt 100 Size zu vergeben bat. Schuld bewußt zu fein, δας Wohnungsamt aber Zoffen- Jüterbog, Stettiner Bahnhof- Kremmen und Lehrter Bahnhof - Die Bedeutung der Neuköllner Bewegung wird ersichtlich, wenn scheint einen Schiebungsversuch zu argwöhnen. Der Ge- Bustermart die zurzeit bestehenden tariflichen Ungleichheiten man bört, daß sie von berufener Seite als ein Wendepunkt in der schäftsmann bat, ihm sein Quartier zu belaffen, zumal zu beseitigen. Die Vorbereitungen hierfür sind jedoch noc religiös- firchlichen Kulturentwicklung bezeichnet worden ist. Die neue δα er darin auch sein Geschäftsbureau hatte. Auch nicht abgeschloffen, so daß noch einige Monate vergehen dürften, Beit und uniere demokratische Staatsform verlangen daher auch eine neue Stellungnahme der Sozialdemokratie der Kirche gegenüber. das Mieteinigungsamt sprach sich dahin aus, daß man ihm die bevor sie zur Einführung gelangen tönnen. Es ist unbedingt die Pflicht aller Genossen, die der firchlichen Ge vorläufige Benutzung dieser Wohnung etwa bis April 1921, min Eine zweite Maßnahme befindet sich ebenfalls im Stadium der meinichaft angehören, iich innerhalb der Kirche in sozia destens aber bis zur Beschaffung eines neuen Duartiers erlauben Vorbereitung. Es handelt sich hierbei um die Förderung einer Listischem Sinne au betätigen. In diesem Sinne ist die möge. Um nicht mit feinem Bureau auf die Straße gesezt zu großzügigen Siedlungspolitik Die neuen Beichbild- Neuköllner Bewegung gleichsam ein Beckruf in die Lande hinein. werden, wollte er zwei Zimmer abgeben und sich mit den grenzen von Groß- Berlin liegen vielfach nur wenige Stationen Wir hoffen, in ibr einen Auftakt zu sehen für die Eroberung der beiden anderen nebst Zubehör Zubehör begnügen. Würde man entfernt von den Vorortstationen, z. B. auf der Strede Berlin - ihon längst morschen alten Kirche durch die neuaufstrebenden Kräfte ihm die ganze Wohnung nehmen, so wollte er feinen Be Potsdam, Groß- Lichterfelde Süd usw. Um dem vermehrten Er- der Gegenwart. Für alle Genoffen, die der Kirche angehören, trieb, der sich an anderer Stelle befindet und 18 Arbeiter be holungsbedürfnis der Berliner Rechnung zu tragen, wird beab- namentlich auch für die Frauen, muß in Bufunft nur die eine schäftigt, bis Loiung gelten, sich dem Bund religiöser Sozialisten" auf weiteres Aber alle Ver- fichtigt, die Vorortberlehre über die bisherigen Grenzen anzuschließen, von ihrem Wahlrecht in foaialistiichem Sinne einstellen. bandlungen mit dem Wohnungsamt waren vergeblich, ebenso die auszubehnen nach Löwenberg , Eberswalde , Fürstenwalde, Gebrauch zu machen und auch sonst in die Vertretung der firchlichen Anrufung des Demobilmachungskommissars. Am 18. Dezember Alt- Landsberg , Ludenwalde, Jüterbog , Brandenburg usw. neue Körperschaften einzubringen, um jetzt endlich die Revolutionierung fam vom Wohnungsamt die Aufforderung, bis zum 23. Dezember Borortverkehre einzurichren. Während die erste Maßnahme möge 1000 M. zu hinterlegen zur Dedung der Kosten der vom Wohnungs- licherweise bereits zum 1. April d. J. eingeführt werden kann, wird Es wird sich vor allem darum handeln, die Kirche ihres rücke amt beabsichtigten 3wangsräumung. Weil man heutzutage bie zweite wohl noch etwas länger auf sich warten lassen. feinen Menschen auf die Straße fezen darf, ehe irgendein anderes schulden der Kafte der Priester und Juristen ein steter Hemmschuh Obdach für ihn bereit steht, wies das Wohnungsamt dem Geschäfts­der Entwicklung geweien ist und noch heute die Homburg der Reaktion darstellt, durch die Verbindung mit der großen Weiter mann ein solches an. Die Behörde war darauf bedacht, ihn in allem nach Borschrift zu behandeln. Die Berliner Gemeindeschulen 82 und 90, die im entwicklung des Staates im sozialistisch- demofratiichen Sinne einer In dem jetzt der Stadt neuen Beftimmung zuzuführen: der Aufklärung Maffen Sause Turmstr. 75 untergebracht sind, leiden seit dem 11. Dezember über den Ursprung, Sinn und Endzwed ihres Daieins als men unter einem Schulstreif. Eltern halten ihre Kinder vom Schulichen zu machen. das war kein Bizz ein Zimmer mit Koch­gelegenheit haben. Er verhandelte weiter mit dem Demo- befuch zurück, weil die Schulen dadurch beengt und behindert sind, bilmachungskommissar und dem Wohnungsamt, aber schon daß sie ihr Quartier mit Bureaus der Erwerbslosenfür­am 21. Dezember früh rüdten zwei Beamte des Wohnungs- forge teilen müssen. Jezt fendet uns die Streilleitung eine amts an, begleitet von einem Schlosser, drei Arbeitern längere Darstellung. Darin gibt fie folgendes Schreiben des Provinzialschulkollegiums wieder, das an den Vorsitzenden des Elternbeirats der 82. Gemeindeschule gerichtet ist:

gehörenden Haus der früheren Irrenanstalt" Maison de santé

tonnte er

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und einem Sicherheitspolizisten. Diese Borsorge war nötig, denn niemand dachte an Widerstand gegen die Räumung. Die Beamten fuhren mit den Möbeln davon und nahmen sie einst­weilen in Verwahrung des Wohnungsamts, die Familie suchte bis auf weiteres andere Unterkunft bei Verwandten und im Hotel.

Das Wohnungsamt Schöneberg hatte also einen Erfolg zu ver­zeichnen. Es wird darüber um io mehr Freude empfinden, da es

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Schweres Blut.

Roman von Juhani Aho .

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Es wurde gegessen, und nach dem Effen wurde noch von Schemeitfas füßem Schnaps getrunken. Und zu dreien wurde geplaudert. Schemeikka schien Marja gar nicht zu jehen, mitunter nur blickte er lässig nach ihr hin, während er zurücgelehnt auf der Bank saß, die Beine schlank, gerade auf die Diele hinaus gestreckt, die Sehnen und Muskeln in Ruhe nach dem guten Bad und dem satten Mahl die Arme auf der Brust verschränkt und die Hand von Zeit zu Zeit nach dem filbernen Becher langend. So saß er und erzählte von seinen Neisen, von seinen Fahrten zu Wasser und zu Lande und wo er sich sonst in fremden Reichen und fernen Städten herum­getrieben hatte und lobte ein wenig sich selbst und seine Geschäfte und sein Tun, so daß Juha dann und wann meinte: ,, Nicht doch och so na, das ist ja..." Dann aber schien er müde zu werden und begann zu gähnen, und er fragte, ob er in der Badestube sich niederlegen oder hier im Haus auf der Bank sich ausstrecken dürfe. Morgen müsse er wieder auf und dovon. Führ ihn Juba ging voraus, um den Weg zu zeigen. Schemeiffa ging mit. wandte sich aber auf dem Flur um und kam in dic Stube zurück.

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m Speicher wäre Play," sagte Marja.

.Im

hin. Juha!"

,, Hast du etwas bergessen?" fragte Marja.

ich habe ja den Ranzen ganz vergessen." ..Da hast du freilich nicht wenig vergessen: den Rangen!" Schemeikta nahm ihn an einem Achielband auf die Schulter, während Maria an dem anderen half. Die linfe Sand batte er an dem Bond, die rechte war frei. ft noch etwas hier?"

..Die Müße noch." Maria nahm sie von der Bank und brachte fie. Da backte Schemeikka Marja unter den einen Arm und drückte sie an seine Brust und hielt sie da einen Augenblick. Ließ sie dann Ios, als ob nichts geschehen wäre, sagte nichts und ging. Und auch Marja brachte kein Wort hervor. Sie blieb nur mit Schemeiffas Müge in der Hand stehen. Jura erschien in der

Schulstreik und Quakerspeisung.

der Kirche vorzunehmen.

M

ständigen Gewandes zu entfleiden und fie, die durch das Vers

Theilemann.

Die Vorgänge bei der Südbahn . Die Sozialdemokratische Fraktion der Stadtverordneten versammlung hat für die am Donnerstag anberaumte Sigung an den Magistrat folgende Anfrage gerichtet:

Die Unterzeichneten ersuchen den Magistrat um Aus­funft, wie er die aus Anlaß der Verfügung vom 29. De­ember entstandenen unliebsamen Vorgänge bei den Arbeiten der Südbahn und des Industrie­geländes zu erledigen gedenkt.

In Ergänzung unseres Schreibens vom 7. Dezember 1920 teilen wir Ihnen mit, daß die Schuldeputation sowie der zu­ständige Streisschulrat mit allem Ernst bemüht sind, die ander­weitige Unterbringung der Geschäftszimmer der Erwerbslosen­fürsorge vom Magistrat zu erwirken. Inatoischen ist uns vom Herrn Minister eine ihm im Auftrage der Elterníchaft der 82. und! Da die Unterzeichneten befürchten, daß durch die Ein­Tür. Marja warf ihm die Müße zu und wollte hinaus. schlüpfen.

Bring dem Fremden die Mütze!" Aber zuha stand in der Tür, vertrat ihr den Weg, und jein Mund und seine Augen lächelten. ,, Was willst du?" Marja rief es fast schreiend, das Auge falt und icharf wie eine Messerspite.

ich wo- wollte was trinken," stotterte Juha. ,, Du hast doch schon."

Ja, ja, aber mi- mir... ich habe soviel Salziges... ,, Da nimm!"

Marja schob ihm den Holzkrug mit verdünnter Sauer­milch vom Tisch zu. Juha wollte etwas sagen. Er brachte es nicht heraus, dafür trant er Milch aus dem Kruge. Erst dann bekam er Mut.

,, Wo- wo wi- willst du denn schlafen, da- da-? ,, Da was?"

,, Da du dem Fremden dein Bett gegeben hast." In der Badestube!" fuhr ihn Marja an. Bielleicht- wäre es in ma- meinem Speicher fühler...?" Ich kann ja auf dem Pferdestallboden schlafen." Marja ging hinaus. Sie schien zu gehen, als ob sie Struge in feinen eigenen Speicher. mieder über etwas böse wäre. Und Juha ging mit seinem

JII.

Jauch an diesem Wege Freunde hat... Das ist ein schmudes Weib, hat mir fast im Schlaf keine Ruhe gelassen...

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Plötzlich flang es, wie wenn der Wasserläufer auffliegend seinen gellenden Ruf ausstößt, es erflang die Stimme eines Liedes, die bei dem Vichpferch begann und von da über den Hof in das Haus trug und wieder nach dem Pferch und von da zurück wohl hatte Schemeitfta jie, die Weiber, singen hören, aber nie aus so tiefer Brust, nie so klar und leicht and der Kehle quellend. Es war, als habe die Sängerin all ihre Freude und all ihren Jubel nicht in fich bergen fönnen. Aus ihrem Singen hört man immer heraus, was sie sonst nid miffen lassen. Aber nicht oft ist es so gegangen wie gestern: nicht einmal geschrien hat sie, obwohl ich fürchtete, daß sie schlagen würde... Ließ sich auf der Stelle bräutlich kleiden. Bitterte, obwohl sie an sich hielt. Die wäre bald zu haben, wenn man nur wollte. Aber, Schemeikka, von dir laufen a schon mehr Sprößlinge, als für einen Mann genug wären, auf fremden Höfen umher, und erst auf deinen eigenen. Sie ahnen nicht, die Bäter, wessen Söhne sie auf den Knien schy u- foin. Sollte man ihm, dem guten Mann, hier auch die Freude machen? Das ist das Alleripaßigste und Tollite, wenn man nach einem Jahre in ein Gehöft kommt und einem da der eigene Junge zugeworfen wird, damit er einem am Barte zauft.

Er fachte mit halb geöffnetem, lautlosem Munde, und jein Blut fiedete. Er stieß mit dem Fuße die Tür auf und fab Marja, eine Milchbütte tragend, mit wiegenden Schritten in das Haus gehen. Die hat eine Haltung wie die beste Bo­jarentochter, ja, das hat sie!

Es ist schon her Tag, als Schemeiffa in seinem Speicher erwacht. Auf dem Rücken liegend, die Hände im Naden, mustert er fein Nadytquartier. Der Speicher einer Frau, bielleicht der Wirtin des Gehöfts. Das will einer der beften Marja seihte am Tischende die Milch durch, als Sche­Bauernhöfe fein, aber die Schäße der Wirtin sind jedenfalls meiffa in die Stube trat. Ihr Arm war im Bogen gehoben, nicht bedeutend. 3onei Winterröde aus Fries und ebensovicle menn sie mit dem Schöpfer Milch in die Seihe fließen fieß. bausgewebte für den Sommer, ein einziges reinleinenes Es rauchte die Milch, rrejelte dann, rauschte und rieselte Hemd. die übrigen aus Zwillich. Ein Bündel graue Strümpfe wieder, während fich der Bogen des Armes hob und fenkte. am Sparren. Kein Wunder, daß sich die Augen von jeidenen ,, Morgen, Wirtin." Tüchern und einer Spange blenden lassen, dem Alten wie ,, Ach, guten Morgen." seinem Weibe. Habe ihnen vielleicht umsonst ein jo teures Geschenk gemacht, fie hätten ihren Hof verkauft, wenn ich es nicht billiger hergegeben hätte. Aber der Schemeikka aus lahtua bat ja wohl nicht zum erstenmal ein Weib beschenkt. Es hätte nicht ofle Seide, die er weggeschenkt hat, auf den Sparren diejes Speichers Plat. Und es ist in gut, daß man

Maria wich seinem Blick nicht aus. Ertviderte ihn lang, wie tropend. Sie war in ihrem Sonntagskleid, über den Schultern Schemeiffas Seidentuch und an der Brust die Spange.

,, Schläft der Wirt noch?" frogte Schemeiffa.

Bortf. folgt.)