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Partei muß sich dessen bewußt sein, daß von der Art, wie sie die Grundsäge ihrer Politit programmatisch festlegt, je nach­dem das Schicksal Deutschlands als Republik bestimmt wird. Das Wohl und Wehe des deutschen Volkes und nicht zu legt seiner Arbeiterklasse, hängt in hohem Grade davon ab, daß Deutschland als Republik erhalten, lebens- und entwick­lungsfähig bleibt. Denn der Zusammenbruch Deutschlands als Republik würde nicht, wie diejenigen wähnen, die in vers brecherischem Klassen- und Kastendünkel unablässig und zum Teil mit den schmutzigsten Mitteln an ihm arbeiten, die Wie­derherstellung der Monarchie, sondern den Hereinbruch der Anarchie im schlimmsten Sinne des Wortes bedeuten. In Frankreich war 1851/52 die Wiederherstellung des Raiserreichs möglich, weil es mindestens formell dem Bolt ein demokratisches Recht zurückgab, das die zur Bourgeoisrepublik verfommene Schöpfung der Februarrevolution ihm genommen hatte. Auch trat es als Bollstrecker der Ideen der großen französischen Revolution von 1789 auf, und das Bolt hatte nach einem Vierteljahrhundert die Leiden überwunden und vergessen, welche die Kriege des ersten Kaiserreichs dem Lande verursacht hatten; es sah dieses nur noch im Lichte der be­strickenden napoleonischen Legende. In Deutschland aber hieße Wiederherstellung des Kaiserreichs Konfistation von Bolfs­rechten, Erneuerung von Borrechten der Besigenden, insbeson­dere der Geburtsaristokratie, Verschlimmerung der auswärti­gen Lage und damit des auf der Nation lastenden wirtschaft­lichen Drucks, und dies zu einer Zeit, wo die Leiden des vor aller Gedächtnis sind und der neue Krieg, den die nach dem Kaiserreich schreienden Elemente dem Bolt in Aussicht stellen,

mit Sicherheit nur eines bringen würde: erhöhte Leiden und Lasten. Das weiß die Arbeiterklasse und wissen auch genug Elemente des Bürgertums, die mit der Republik unzufrieden find. Nur die krassen Reaktionselemente erhoffen vom Kaiser­tum Besserung in ihrem Sinne, und so zahlreich sie mit ihrem

betörten Anhang heute find, sind sie doch nicht stark genus,

der Monarchie den Rückhalt zu bieten, dessen sie bedürfte, um bestehen und regieren zu fönnen.

Aeußerlich zeigt sich das am Stärkeverhältnis der Bar- Kampf gegen bayerischen Getreidewucher. teien und ihrem Verhalten zu den politischen Lebensfragen der Bekanntlich verlangt die bayerische Regierung die Ein­Republik. Ein tieferes Eindringen in das Wirtschaftsleben der Gegenwart und seine Bedürfnisse zeigt uns das Warum führung einer Ausfuhrkontrolle für bayerisches Ge­dieser zwei Voraussetzungen der Erhaltung der Republik , die treide, die natürlich nur den Zweck einer Absperrung haben bei seftiererisch- formalistischer Auffassung des Klassenkampf- fann. Wie wir erfahren, steht die Reichsregierung diesem gedankens miteinander unvereinbar erscheinen und durch ihre Verlangen durchaus ablehnend gegenüber und hat das entsprechende politische Praris auch als unvereinbar sich er- mit ausführlicher Darlegung der wirklichen Verhältnisse der weisen würden. Nur in dem Maße, als die Sozialdemokratie bayerischen Regierung mitgeteilt. Die Verhältnisse selbst sind im Gegensatz zu denen, welche an der formalistischen Aus- in einer offiziösen Münchener Darstellung vollkommen unzu­legung des Gedankens fleben, seine Bedeutung als Wegweiser treffend geschildert. für die Ausarbeitung und Verwirklichung eines neuen und höheren Gesellschaftsprinzips in den Vordergrund stellt und ihre Sprache und Politik entsprechend einrichtet, womit ein energisches Handeln sehr wohl verbunden sein kann, wird sie den Anforderungen gerecht werden können, welche ihr aus der gefährdeten Lage der Republik erwachsen.

Hoffentlich läßt Bayern sich von der Drohung, even­tuell selbständig vorzugehen, durch das Gewicht der Gegen­gründe abbringen. Es ist erstaunlich genug, daß eine der­artige Drohung überhaupt ausgesprochen wurde, weil eine folche Maßnahme eine Rechtsgrundlage nicht haben würde selbstverständlich zu Weiterungen führen müßte.

und

Mit Wirkungen vom 18. Auguft ist die Getreide e in­fuhr aus dem Auslande nach Deutschland freigegeben, womit eine Gegenwirkung gegen die verwerfliche Preis­treiberei der legten Zeit erzielt wird.

Betriebsräte im Aufsichtsrat.

Ueber die Entsendung von Betriebsräten in den Auf­

Und sie darf dessen gewiß sein, dabei im Sinne ihrer großen geistigen Vorfämpfer und Lehrer zu verfahren. Diese haben niemals die Form über die Sache gestellt, niemals in der größeren Brutalität des Vorgehens schon den größeren Radikalismus erblickt. Sie haben die komplizierte Natur des Problems, vor dem die Sozialdemokratie heute in Deutschland steht, nicht voraussehen können und fonnten uns daher auch feine Anweisung für seine Bemeisterung hinterlassen. Es steht ihrer Lehre, daß die Partei der Arbeiter in ihrem Vormarsch ſichtsrat von Unternehmungen ist nach dem Betriebsrätegeſeh aber im fachlichen Einklang mit dem Evolutionsgedanken in eine Phase durchmacht, wo sie, ohne Alleinherrscherin zu sein, ein besonderes Gesetz zu erlaſſen, beffen Borberatung t doch schon ihre Fähigkeit zu bewähren hat, in der demokrati- Reichswirtschaftsrat erfolgt ist. Dabei stand im Mittelpunkt schen Republik staatserhaltend zu wirken. der Beratungen die Frage, ob die in den Aufsichtsrat ent­sandten Betriebsratsmitglieder als gleichberechtigt mit den übrigen Mitgliedern des Aufsichtsrats gelten sollen, oder ob sie dort lediglich befugt find, Aufklärungen zu verlangen, An­träge zu stellen und an solchen Abstimmungen teilzunehmen, welche die Interessen und Forderungen der Arbeitnehmer be­rühren. Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichswirtschafts­rates hat sich für die volle Anerkennung der Betriebs­sichtsrats ausgesprochen und im übrigen die Regierungsvor lage über die 3hl der Arbeitervertreter mit unwesentlichen Aenderungen angenommen. Der betreffende Gesezentwurf wird nunmehr dem Reichstag zur gesetzgeberischen Sanktion vorgelegt werden. Die Goffe.

Was Ferdinand Lassalle im Arbeiterprogramm und seinen Fortsetzungen in bezug auf die Stellung der fämpfenden Arbeiterklasse zum Staat zu hegelianisch absolut formuliert hat, hat in dem heute in Deutschland erreichten Stadium der Ent­wicklung seine volle Berechtigung.

Reichswehrminister gegen Deutschnationale. ratsmitglieder als gleichberechtigte Mitglieder des Auf­

Man schreibt uns aus Lindau :

Die Bodenseetagung der süddeutschen( bayerischen, württem­bergischen und badischen) Demokraten in Lindau i. B. am 14. d. M. zeitigte einige recht interessante Auslassungen des Reichswehr ministers.

Aber wenn die Monarchie unmöglich ist, so ist damit noch nicht verbürgt, daß nun die Republit ihrerseits als demo­fratisches Staatswesen im politischen Sinne des Wortes leben und sich entwickeln kann. Wirtschaftlich und politisch sind ihre Daseinsbedingungen auf das schwerste gefährdet, droht ihr zu- Das Borwiegen des Einflusses der bayerischen Demokratischen nehmende Verschlimmerung der Verhältnisse. Es braucht das Partei tam in der typischen Rautschufformulierung des republika­nicht im einzelnen auseinandergesetzt zu werden; die furcht- nischen Problems zum Ausdruck, welches die Frage, ob Republik oder In der Rechtspresse gehen staunenerregende Dinge vor baren Schwierigkeiten, mit denen die deutsche Republik zu Monarchie, als eine Affäre zweiten und dritten Ranges behandelt. sich. Es reicht dort der Schmutz, den man täglich über uns fämpfen hat, find jedem betannt, der auch nur einigermaßen Troß dieser Umgehung eines offenen Bekenntnisses zur Re- zu schütten gewöhnt ist, nicht mehr aus, man muß borgen fich mit den Fragen des öffentlichen Lebens beschäftigt. Wie publit und troß seiner abfallenden Bemerkungen über die nie- gehen. So leiht sich z. B. die Deutsche Tageszeitung" Aus­aber soll die Republik dieser Schwierigkeiten Herr werden? wieder- Krieg!"- Bewegung, war die Rede des Reichswehrministers züge aus deutsch - volksparteilichen Korrespondenzen. Daß die Die Frage führt uns zurück zu der Frage der Auffassung eine scharfe Kampfansage gegen deutschnationale Ver- Tägliche Rundschau" das gleiche Material benutzt, versteht und Behandlung des Klassenkampfgedankens durch die Sozial- hegung innerhalb und außerhalb der Reichswehr , vor allem gegen sich am Rande. Schon deswegen, weil man fich doch auch demokratie. Wir haben es da mit zwei wesensverschiedenen den politifierenden bayerischen Obersten Xylander und General von sonst gemeinsam aus einem politischen Topf nährt. Und Tendenzen zu tun, die sich zwar in unserer Partei nicht in der Golz: scharf ausgeprägten Extremen gegenübertreten, aber doch vor­handen sind und mehr oder weniger bewußt miteinander ringen: die formalistisch enge Auslegung des Begriffs, bei der er, wie Friedrich Engels es einmal ausdrückte, zum Setten­dogma wird, und die evolutionistisch- politische Auffassung, die allein der Mary- Engelsschen Sozial- und Geschichtslehre ent­spricht. Die erste führt, ob ihre Vertreter sich noch so revolutio­när geberden mögen, wie alle Settirerei und wofür der sich fommunistisch nennende Flügel des heutigen Sozialismus die deutlichsten Belege liefert, mit Notwendigkeit zur Reaktion. Nur die zweite ist wahrhaft fortschrittlich, das heißt im sozialen Begriff des Wortes revolutionär.

wer produziert den brüderlich verbrauchten Schmuz? Es ist " Den gemeinen Beleidigern( Xylander), die meine letzte Rede der reichlich bekannte frühere Sozialdemokrat und Buchbinder in meiner Heimatstadt mit persönlichen Verunglimpfungen befchmußt Emil Kloth . Den Mann gönnen wir der Rechtspresse, haben, gebe ich ihr Pfui!" voll und ganz zurüd. Auch die poli da hat sie wirklich eine Eroberung gemacht, die zu ihr paßt. tische Rechte hat ihre Straße. Das Volf in tiefster Not Man macht der Massenbewegung des Boltes immer den Vor­aufzurichten, ist schwerer wie an der Feldherrnhalle in München wurf, daß sie auf die Straße Rücksicht nehmen, die, Deutsche politische Brandreden zu halten. Wer deutsche Volksgenossen schmäht, Tageszeitung" nährt sich aus der Gosse. ber tut feine deutsche, sondern der tut französische Arbeit."

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Im übrigen rechnete Geßler gründlich mit der Babanque" Politit der Obersten Heeresleitung im Krieg, und vor allem mit Der Dolch stoßlegende ab. Den General von der Golz, der ihn unter dem Beifall eines urteilslosen Publikums den Gerichts­vollzieher der Entente" genannt hatte, stellte er als einen bewußten, demagogischen Volksvergifter an den Pranger.

Wir wissen alle, die Republik fann in Deutschland nur leben und sich entwickeln, wenn sie ihre feste Stüße an der Die fommenden Steuerfämpfe leitete Geßler mit den Worten Sozialdemokratie, am. flaffenbewußt sozialistischen Proletariat Heinrichs IV. von Frankreich ein: Ich glaube, wir müssen jetzt die hat. Nicht alle unter uns sind sich aber des Umstandes bewußt, Hälfte unseres Besizes opfern, damit wir die andere erhalten daß die Republie in Deutschland nur vegetieren, aber fönnen!" Er illustrierte die mangelnde Opferfreudigkeit mit den sich nicht wahrhaft entfalten und zur Blüte gelan- Borten eines Großindustriellen, der ihm vor wenigen Tagen ge­gen fann, wenn sie ihre Stüge nur in der Sozial- fagt habe: Geben Sie nicht allzuviel auf unser Pressegeschrei! Wir demokratie findet. find zu gut organisiert."

Die Schwielen.

Dumme, arme Tiere!

Dumme, arme Tiere? Ach, als die Dresseure der Völkei das Rampenlicht einschalteten, war es anders? Standen die Völker nicht auch auf den Hinterbeinen? Barierten die nicht auch? Waren fie nicht auch für das unbeteiligte Barterre- Bublifum ein unterhalt­fames Schauspiel? Auch hier braufte Beifall. Ihnen galt er. Aber nicht sie durften sich verbeugen, der große Heerführer tat es brannten

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Und in den Seelen brannten die Schwielen Und alles war Dreffur!

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H. B.

Löwenfeldt und Ehrhardt.

Uns wird mitgeteilt, daß der bekannte v. Löwenfeldt als Fregattenfapitän in der Marine Dienst tut. Er soll vor einiger Zeit sogar zum Kommandeur der Schiffs stammdivision der Ostsee ernannt worden sein. Erfannte nicht seinerzeit der Untersuchungsausschuß dahin, daß Löwenfeldt unfähig sei, in der Marine Dienst zu tun? Die glimpfliche Behandlung der Kappisten trifft ja auch auf Ehrhardt zu, er ist mit voller Bension entlaffen morden. Warum schimpft die Rechtspreffe, die sich über die Amnestierung in Mitteldeutschland verführter Arbeiter nicht genug aufregen kann, nicht über diese unbegreifliche Milde? Wir werden lange auf Antwort warten müssen.

wie sie Erinnerung an Bergangenes lebendig machten. Wo aber nicht besondere Kräfte zur Verfügung stehen, läßt sich von einem solchen Experiment nicht eben viel erwarten. Das bloße literar­historische Interesse reicht nicht hin, den Kleinigkeiten Tragkraft zu verleihen. Die Tändelszenen, in denen ein eifersüchtig Berliebter durch ein Küßchen für einen Augenblick furiert wird, erscheinen, wenn nicht feinfinnig darstellerische Nuancierung dem Tegt zu Hilfe tommt, allzu gedehnt. Und in den Mitschuldigen" malt die Satire mensch liche Schwächen, die verspottet werden sollen, so sehr ins Grelle, daß das Menschliche darüber fast verloren geht, und bringt es auf der anderen Seite doch nicht zu einer ausgelassenen Komit der Erfindung. Die Derbheit wurde in der Aufführung noch unter­strichen. Namentlich von Herrn Reßler in der Rolle des Wirtes, lich, spielt den fragwürdigen Ravalier mit einem nicht recht moti der aus lauter perverser Neugierde die eigene Tochter des Dieb­Stahls zu beschuldigen hat. Herr 2 ch a 3, in einigen Szenen glück Bischoff gelang die Gastwirtstochter beffer als die Freundin in lich, spielt den fragwürdigen Ravalier mit einem nicht recht moti viertem Antlang an seinen Eifersüchtigen im ersten Stüd. Margot der Laune des Verliebten". Marianne Wenzel stand ihr afs annehmbare Partnerin zur Seite. annehmbare Partnerin zur Seite.

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dt.

Die dritte Nummer des Varietéprogramms bildete die Vor­führung von dressierten Hunden. Der Dresseur verbeugte sich vor dem Publikum, deutete auf seine Tiere, die, in fleinen Rödchen und Höschen gehüllt, auf einer Bank saßen, und schon begann die Schau stellung. Einer der Hunde umlief, nur auf den Borderpfoten für fie. gehend, die Hinterpfoten steil in die Luft gerect, die Bühne. Dann hüpften zwei Tiere aneinander geschmiegt und auf den Hinter- immerzu. pfoten tippelnd nach einer Melodie im Kreise herum. Dann wurde ein Hund auf ein Miniatur- Faß gesetzt, da er ohne herunterzu­fallen, ein Stück wegwälzte. Dann balancierte einer auf einer einzigen Pfote auf der Hand des Dresseurs. Allerhand gab es noc Jugendwerk des Künstlers zutage, nachdem erst fürzlich Walter von Ein neuer Menzel- Fund fördert jetzt ein bisher unbekanntes zu sehen, das das Publikum erluftigte und zum Beifall hinriß. Der Dresseur nickte den Zuschauern dankbar zu und strich den reizvolle fleine Arbeit Menzels zum ersten Male bekannt gemacht zur Westen in den Mitteilungen des Berliner Exlibris- Vereins eine Hunden, als sie ihre Arbeit beendet hatten, gelegentlich sanft über hatte. Menzel muß schon als Knabe in seiner Baterstadt Breslau , die Schnauzen. Die lieblichen Kerlchen!" sagte hinter mir ein bie er 1830, noch nicht 15 Jahre alt, mit Berlin vertauschte, als Mädchen zu einem anderen und ließ die Augen nicht von den Wunderkind gegolten haben: Denn auf den Breslauer Kunstaus­Hunden und schien ganz verliebt in sie zu sein. ftellungen von 1829 und 1830 waren so schreibt Conrad Buchwald Die Enfividlung des Danziger Hafens. Danzig hat infolge Wie da wieder einer der Hunde in irgendeinem Dressurakt sich jetzt in der Seemannschen Kunstchronik" unter Werken damaliger feiner neuen politischen Stellung als Hafenstadt sehr an Bedeutung iegt produzierte, verrutschte sein Kleidchen etwas, und ich sah auf seinem Elementarschule VI, A. Menzel ausgestellt. Darunter ift die Kopie und Reederei" veröffentlicht werden. Während im ersten halben Berühmtheiten, auch Arbeiten des 12- oder 13jährigen Schülers der zugenommen, wie die statistischen Zahlen beweisen, die in Werft glattgeschorenem Hinterförper blutrote Schwielen leuchten. Sofort eines Steindruckes der fäugenden Tigerin nach Rubens, die feit Jahr 1913 die Tonnage der eingegangenen Schiffe 446 750 betrug, zog der Dresseur die Kleidung wieder zurecht aber nicht früh 30 Jahren im Breslauer Schulmuseum hängt. Nicht zur Freude genug, als daß ich nicht in dieser einen Sekunde hinter den ganzen Menzels. Denn als damals der Borfintflutliche Fund", wie er sich höhung der Tonnenzahl rührt hauptsächlich von den großen Schiffen war sie im ersten Halbjahr 1921 auf 799 023 gestiegen. Die Er­Aufputz und Tam- Tam die Grimaffe der Wahrheit hätte sehen. ausdrückte, gemacht wurde, schrieb er: Wäre das Kuriofum in jener her, die jetzt den Danziger Hafen befuchen. Die Einfuhr über Danzig alten Schulklasse, seiner Brutstätte, belassen, nicht doch mehr am Da saßen die Leute nun und freuten sich und flatschten dem Blake geblieben? Als jeht aus wohlgedienter Bergessenheit gezogen war bebeutend stärker als die Ausfuhr, denn Polen wirkt bei seinem warenmangel als aufsaugender Schwamm. Dreffeur zu und nannten die Hunde liebe Kerlchen. Und der als fremder Tropfen an jenem ernsten Orte die ernſten fachmäßig warenmangel als aufsaugender Schwamm. Dresseur stand vor dem Rampenlicht und sah in seinem Frad wie interessierten Besucher so gut wie die Gaffer in die Verlegenheit zu ein feiner, eleganter Mann aus. Und die Hündchen waren allerliebst würde er vielleicht urteilen, wenn er von dem jetzt ausgegrabenen, mit" Kean" von Kasimir Edi& hmidt nach Dumas, am Dienstag be jegen, nolens volens Enthusiasmus heucheln zu müssen." Aehnlich Theater. Die Sommerspielzeit des Deutschen Theaters mitd anzuschauen und gehorchten und rührten sich nicht von der Bant, unbekannten Jugendwerfe hören könnte. Es ist eine Lithographie des fchloffen. Den Kean spielt Bassermann. Louis Iling, der erste wenn sie nichts zu tun hatten. Aber fie trugen Schwielen. Breslauer Fürstbischofs Emanuel von Schimonski, deutlich bezeichnet Operettentenor des Braget Deutschen Landestheaters, ist für das heater Baren zerdroschen von der Peitsche ihres Herrn. Sie gingen auf als im Berlage von C. E. Menzel, dem Bater des Künstlers, er- des est ens veroflichtet worden. den Borderpfoten: ich ahnte, wie eine Beitschenschnur tausendmal schienen und nach dem Leben gezeichnet und lithographiert von Ad. auf ihre Hinterpfoten gezischt war. Sie balancierten auf den Menzel d. I. Der greise Kirchenfürst ist als repräsentatives Knie Stangen: ich ahnte, wie Nadeln in ihr weiches Fleisch gestochen stück im Stile des 18. Jahrhunderts wiedergegeben, auf einem Empire­hatten, wenn sie zur Seite gefallen waren. Ich sah hinter all diesem Niedlichen, Lieblichen die rohe Grausamkeit stehen, die gestriemr und gepeitscht, geschlagen und getreten hatte, bis die arme Kreatur nachgab.

fönnen.

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Ich sah nur noch die Schwielen. Die blutroten Schwielen. Der Borhang fiel. Der Dresseur verneigte sich. Morgen früh wird es wieder Hiebe seßen und morgen nachmittag brüllt der Dreffeur, nicht im Frack, nicht mit verbindlichem Lächeln, sondern in Hemdsärmeln und mit wütendem Antlig auf die Tiere ein. Dann triegen die ein paar Happen zu fressen. Denn dick dürfen sie nicht werden, und dann werden sie wieder herausgeputzt und verdienen ihrem Beiniger Geld.

Französische Poffenware für Deutschland . Das leichte französische Unterhaltungsstüd, das vor dem Kriege im Uebermaß bis nun gepflegt wurde, wird wieder Zugang zur deutschen Bühne finden. Die Verbände seffel, den Stern des preußischen roten Adlerordens I. Klasse neben der Bühnenschriftsteller haben sich darüber verständigt. Da nicht anzunehmen der bischöflichen Kette, vor einem Vorhang. Man staunt, wie ein ift, daß es inzwischen besser geworden ist, wird man wieder zwischen der 13jähriger dies Bildnis in der damals ganz neuen Technik der Litho- Scylla des deutschen Schwanks und der Charybdis der französischen Bosse graphie schaffen konnte. Schon darin liegt ein Urteil, daß der Fürst- bin- und hergeworfen werden. Beiden ist die Buste ausgegangen. bischof einem Jungen in diesem Alter offenbar Modell faß und die Erlaubnis zu Drud und Berbreitung gab. Buchwald find nur drei Exemplare befannt geworden.

Der Fortfeher Schillers. Hanus Heinz Ewers bat Schillers Roman Torso Die Geisterfeber vollendet. Sein Titel wird lauten: Die Geister­feber, Roman von Friedrich von Shiller und Hauns Seins Ewers." An Phantake fehlt es Ewers nicht, aber es ift gu befürchten, daß er allzu sehr ins ellraunische Schillers Gesellschaftsbild umdeutet.

Die Mitschuldigen von Goethe. Die beiden Stückchen, mehr für Stegliger Schloßpart- Theater: Die Laune des Verliebten und gewiffe Färbungen damaligen Zeitgeschmackes als für den jungen inftitut für Erziehung und Unterricht in Berbindung mit der Elifabeth­Lehrgänge für Künstlerische Körperkultur veranstaltet das Zentral Dichter, der Deutschlands größter werden sollte, charakteristisch, wur- Duncan- Schule vom Oftober ab. Die Lehrgänge wenden fich lan jugend­den vor Jahren auf der Reinhardt- Bühne aufgeführt und unterliche Lehrerinnen und junge Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren. hielten dort bei anmutig spielerischer Inszenierung durch die Art, Näheres Berlin W. 86, Potsdamer Str . 100.