Nr. 451+38. Jahrgang
Groß- Berlin
„ Willmersdorf".
2. Beilage des Vorwärts
Preußische Regierungsmaßnahmen gegen Störer
erlaubter Versammlungen.
Der preußische Minister des Innern hat, wie die Dena" erfährt, zur„ wirksamen Bekämpfung von Landfriedensbrüchen in der Umgegend von Berlin " folgenden Eríaß an den Polizeipräsidenten in Berlin gerichtet:
Sonnabend, 24. September 1921
Eisenbahn:( Sonnabend) Ringbahn( in beiden Richtungen) lung spricht ferner, daß er das Mordinstrument, den Engländer", 8-10 1hr 30 Minuten. Behnminutenverkehr, Stadtbahn( bis mit in die Wohnung des Kartoffelhändlers genommen hatte; es Nikolassee), Zehnminutenverkehr, Wannseebahn , Zehnmirutenverkehr. wurde gestern an der von ihm bezeichneten Stelle, unter einem ( Sonntag) Stadtbahn Fünfminutenverkehr, Wannseebahn 7- mi- Holzstoß in seinem Keller aufgefunden, und wies noch Spuren von nuten- Berkehr, Ringbahn Zehnminutenverkehr fowie halbstündlich Blut und Gehirnmasse auf. Als gefstern die Mordkommission nochbirefte Züge nach Grunewald . Rückfahrgelegenheit zwischen 4 und mals am Tatort erschien, hatte sich eine große Menschenmenge an8 Uhr nachmittags in gleicher Stärke.
Auf der Hochbahn verstärkter Zugverkehr nach Bahnhof gesammelt, die wohl erwartete, daß der Täter vorgeführt werden ben Linien nach Grunewald , Heerstraße und Wigleben, Einfazwagen Aufregung. Raiserdamm. Auf der Straßenbahn: Berstärkter Wagenverkehr auf würde. Sie war wegen des furchtbaren Verbrechens in großer vom Halleschen Tor nach Wigleben über Astanischer, Potsdamer, Nollendorfplatz, Tauenzien- und Kantstraße. Außerdem am Sonn
Sonntag, den 25. September, vormittags,
findet eine
Vorwärts"-Agitation
Die deutschen Städte und Oppau.
Der Oberbürgermeister von Berlin , Böß, hat an den Gemeindevorstand von Oppau am Rhein nachstehende Drahtung gerichtet:
In der letzten Zeit find an verschiedenen Stellen im Weichbilde Berlins und in seiner Umgebung Veranstaltungen, die zum Teil als geschlossene und zum Teil als öffentliche von Bereinen verschiedener Art veranstaltet waren, gestört und gewaltsam verhindert worden Die deutschen Städte, an ihrer Spize die Reichshauptstadt find unter dem Vorgehen, daß es sich um, nationale",„ reaktionäre" oder ähnlich bezeichnete Beranstaltungen handele. Dabei ist es mehrfach, erschüttert von dem schweren Unglück, das so zahlreiche Opfer der mie noch am 18. d. M. in Willmersdorf bei Bernau zu Gewaltarbeitenden Bevölkerung Ihrer Gemeinde gefordert hat. Mit auftätigkeiten gefommen, die sich als Landfriedensbruch im Sinne des richtigem Mitgefühl gedenken sie derer, die unerwartet und unver § 125 des Strafgesetzbuches darstellen. Inzwischen haben sich der statt. Alle Genossinnen und Genossen werden dringend er- mußten, wie die so plötzlich der Ernährer beraubten Hinterbliebenen. schuldet Leben und Gesundheit im Kampfe um das Dasein lassen zur Entscheidung von Beschwerden über Presse- und Bersammlungsverbote auf Grund der Berordnung vom 29. August 1921 eingesezte sucht, sich hieran zu beteiligen. Der Bezirksvorstand. Als Vorsitzender des Deutschen Städtetages und als OberbürgerReichsratsausschuß sowie der Herr Reichsminister des Innern auf den Standpunkt gestellt, daß ein Berbot von Bersammlungen usw.
nicht davon abhängig gemacht werden kann, ob andere Kreise der tag Einfahwagen Nollendorfplatz- Wigleben und Brandenburger Bevölkerung die Absicht haben, die Versammlung zu stören. Hier- Tor- Wigleben. Kraftomnibusse vom Alexanderplat, Bahnhof 300 nach ist ein Berbot auch der eingangs erwähnten Beranstaltungen und Reichstanzlerplatz. aus diesem Grunde unzulässig. Auch diese Veranstaltungen genießen den Schutz der Gesetze, und die Teilnehmenden haben Anspruch barauf, daß die Behörden, insbesondere die Bolizei, gewaltsame Beeinträchtigungen der verfassungsmäßigen Bereinigungs- und Berfammlungsfreiheit mit allen Mitteln verhindern.
ben beiden Renntagen Sonderfahrten vom Potsdamer Platz und Mit Kraftomnibussen wird die Reichspostverwaltung an oom Knie in Charlottenburg von morgens 7 Uhr ab veranstalten. Ferner läßt der Kraftverkehr in den Marken G. m. b. 5. am 24. und 25. September eine besondere Autobuslinie vom Alexanderplatz über Bahnhof Friedrichstraße- Potsdamer Bahnhof- Bahnhof 300- Bismardstraße zum Nordeingang der Automobilstraße laufen. Auch nimmt sie an den Renntagen Personenbeförderung durch Lastkraftwagen vom Reichskanzlerplatz durch den Grunewald zum Großen Stern auf. Hier am Großen Stern liegt der große Zuschauerplag, ber fogenannte Waldplay, der sich vom großen Stern aus bis nach Nikolassee ausdehnt.
Hilfe bei Unfällen.
meister der Reichshauptstadt spreche ich herzliches Beileid aus. Der Berliner Magistrat hat die Bewilligung von 100 000 Mart bei der Stadtverordneten Berfammlung zur Linderung der ersten Not beantragt und hofft, den Betrag schon in den nächsten Tagen überweisen zu können.
Sigung für die Unterstüßung und Hilfeleistung bei der ExplosionsDie Boisdamer Stadtverordneten haben in ihrer gestrigen fatastrophe in Oppau 10 000 m. betvilligt. Gegen die vom Magistrat beanstandete Genehmigung von 5000 m. an die Rußlandhilfe, wurde heute Protest eingelegt und daraufhin nach der Städte ordnung eine gemischte Kommission zur Weiterberatung eingesetzt.
Ich ersuche Sie demgemäß, Ihrerseits jedes gesetzliche Mittel anzuwenden, um die Wiederholung von Ausschreitungen oben erwähnter Art im Keim zu ersticken. Da die Ausschreitungen eine gewiffe Borbereitung und Blanmäßigkeit erkennen laffen, wird es auch Aufgabe der Polizei sein, Borsorge zu treffen, damit sie von der Absicht weiterer derartiger Störungen und Erzeffe St. Bureaukratisuus und Wohnungsnot. rechtzeitig Kenntnis erlangt, und daraufhin die nach Lage des Falles In Hausbefizer- und Bauunternehmerfreisen fordert man notwendigen Sicherheitsmaßnahmen treffen zu können. Auch die neuerdings mit besonderem Nachdruck den Abbau der Wohpolitische Tagespresse wird auf Andeutungen zu kontrollieren sein, nungszbangswirtschaft und der Mieterschuß Die erfennen lassen, wohin fich an den bevorstehenden Sonntagen Die technisch ausgezeichnete Anlage der Rennbahn läßt die Renne gefeßgebung. Diese Bestrebungen werden indirekt unterſtügt poraussichtlich Angehörige der Parteirichtungen, denen jene Aus- leitung nennenswerte Unfälle beim Rennen selbst nicht befürchten. Don jenen Wohnmugslosen, die aus oft verzweifelter Notlage heraus schreitungen vor allem zur Laft gelegt werden müssen, in größerer Immerhin muß bei dem Zusammenströmen so gewaltiger Menschen- fich zur Umgebung der hinsichtlich wohnungsbe Zahl begeben werden, und der Verkehr auf den Bahnhöfen wird in mengen für alle Fälle Vorsorge getroffen werden. Infolgedeffen chaffung und Mietpreisbildung geltenden Begeeigneter Weise zu beobachten sein. Da die Polizei in den Bor - werden an der Nordfurve und an der Südfurve je eine Sanitäts- ftimmungen verleiten lassen. Aber nicht nur aus dem Verhalten orten und in den an das Weichbild Berlins angrenzenden fleinen station mit ärztlichem Dienst eingerichtet. Mitglieder der Sanitäts- der Wohnungslosen erwachsen den mit der Durchführung der Gemeinden meist nicht in der Lage sein wird, mit eigenen Kräften, folonnen vom Roten Kreuz werden an den wichtigsten Punkten der Wohnungszwangswirtschaft betrauten Wohnungsämtern Schwierigdie selbstverständlich in erster Linie und mit voller Ener- Bahn und außerdem entlang der Bahn in Abständen von 500 Metern feiten. Allen Ernstes trägt man fich in leitenden Verwaltungsgie eingesetzt werden müssen, Ausschreitungen einer größeren Menge mit Tragen und Verbandmaterial stationiert werden, um im Falle freifen mit dem Gedanken, die technische, auf Wohnraumbeschaffung zu verhindern, so wollen Sie bis auf weiteres Fürsorge dafür tref gerichtete Tätigkeit der Wohnungsämter durch Zuweisung der Baufen, daß die Schuhpolizei in Berlin vor allem an den Sonnarbeiten an die Hochbauämter zu vermindern. Die Bautätigkeit tagen bereit und in der Lage ist, an bedrohte der Wohnungsämter besteht jedoch fast durchweg in der Beseiti Buntte, auch außerhalb des Landespolizeibezirts, gung grober Wohnungsmängel und in der Abtrennung hinreichende Mannschaften auf allerschnell ft e m beschlagnahmter Räume, fie muß also im Zusammenhang Wege heranzubringen. mit der durch die Beschlagnahme erfolgten Raumerfaffung mit größter Beschleunigung durchgeführt werden. Bei Zuweisung dieser Bauarbeiten an die Hochbauämter hätte nicht wie bisher eine, sondern noch eine zweite Dienststelle die Aufgabe der Wohnungsbeschaffung zu erfüllen. Bermehrung des Bureaufratismus und Verminderung des Nukeffetts, der Raumbeschaffung, wären unausbleibliche Folgen, die im Interesse der Allgemeinheit unbedingt vermieden werden müssen.
Schließlich gebe ich Ihrer Erwägung anheim, ob Gie, da folche Schließlich gebe ich Ihrer Erwägung anheim, ob Sie, ba folche Ausschreitungen doch unmöglich von der verfassungstreuen Arbeiterschaft und Bevölkerung gutgeheißen werden tönnen, sich mit den Gewerkschaften und den politischen Parteien ins Einvernehmen fehen wollen, damit auch von jener Seite der Wiederholung von Exzessen nach Art der in Willmersdorf entgegengearbeitet wird."
Gut und schön! Ordnung muß sein und das Bestreben des Herrn Ministers Dominicus, Ordnung zu schaffen in Ehren. Men vermißt aber in dem Erlaß mit seinem schneidigen Anrufen der Bolizei auch die geringfte Andeutung einer Warnung an jene Kreife, die sich seit jeher auf dem Lande einen Sport daraus machen, die Abhaltung sozialistischer, demokratischer oder republikanischer Ver. anstaltungen zu verhindern.
Das Autorennen. Fahrgelegenheiten. Nachstehend geben wir eine Zusammenstellung über die Fahr gelegenheiten, die den Besuchern der Autorennen an öffentlichen Berfehrsmitteln zur Verfügung stehen.
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Fräulein.
Bon Paul Enderling . Copyright, 1820, by J. G. Cottasche Buchhandlung Nachf. Stuttgart u. Berlin „ Ja, dann geht es freilich nicht. Ich fann Ihnen nicht helfen. Ich bin gerade beim Wäschefortieren." Frau Görke war eigentlich immer beim Wäschefortieren. Sie ging immer mit gequältem Blid umher. Ihr Hausfrauenfinn witterte überall Berlufte.
Fräulein nickte den jungen Mädchen zu.„ Sie sehen, heute geht es nicht. Aber morgen vielleicht."
Auch morgen würde es nichts werden. Sie wußte es genau. Es wurde nie etwas daraus.
Der Strumpfberg nahm bisweilen ab, aber er fchwolf fafort wieder an. Anfangs war er ihr wie der Berg vor Schlaraffenland gewesen. Allmählich sah sie ein: fie tam nie durch den Berg in das Land, wo Ruhe und Sonntag ist.
Thea tehrte nochmals zurück, Maiglödchen am Kleid. Sie sind wohl fso gut und machen mir den Kragen zu." Es war das neue Frühlingskostüm. Hellviolett. Wie würde es mir stehen? dachte Fräulein und knüpfte. So- dante schön." Mun ging Thea hinaus in die Maisonne. Sie sah ihr ernst nach. Sie tam sich so seltsam alt vor...
*
Eva, die fünfjährige Enfelin der Frau Görfe, hängte fich an Fräulein. In den ersten Stunden schon hatte sie ihr alle Spielfachen gezeigt und sie dafür zu begeistern verfucht. Sie war Fräuleins fleiner Freund geworden.
eines Unglücks sofort an Ort und Stelle die erste Hilfe leisten zu fönnen. Ein ausgiebiger Telephondienst sichert das Zusammenwirten fämtlicher Sanitätseinrichtungen, insbesondere mit den an verschiedenen Punkten neben der Bahn aufzustellenden Automobilfrantenwagen des Rettungsdienstes der Stadt Berlin , so daß für den nicht zu erhoffenden Fall eines Unglücks in jeder Beziehung vorgesorgt erscheint. Erfahrungen, die bei anderen Automobilrennen gemacht worden sind, zeigen die Notwendigkeit derartiger Vorsichtsmaßregeln.
Beginn des heutigen Rennens: 11 Uhr.
Zum Raubmord in Neukölln.
händlers Grothe aus der Juliusstr. 37 zu Neukölln, ber 31 Jahre Der Mörder der 46jährigen Ehefrau Emma des Kartoffelalte Gemüsehändler Robert Fahl, blieb auch bei seinem geftrigen Die Gastwirte gegen die Bierpreiserhöhung. In den Kammerfälen" in der Teltower Straße fanden gestern Berhör dabei, daß er es nicht auf eine Beraubung abgesehen ge- nachmittag gleichzeitig drei Bersammlungen der Groß- Berliner Gasthabt habe. Dagegen spricht aber der Befund in der Wohnung. wirte statt, in denen gegen die von den Brauereien jetzt vorgenom Seiner Ehefrau hatte er gesagt, daß er bei einem anderen Gemüse- mene Bierpreiserhöhung protestiert wurde. In der Aussprache händler Suppengrün faufen wolle; sie hat von dem Verbrechen wurden heftige Vorwürfe gegen die Preiserhöhung der Brauereien feine Ahnung gehabt. Mit dem Plane, Frau Grothe zu ermorden, laut. Es wurde schließlich eine Resolution angenommen, in der es hat sich Fahl schon seit längerer Zeit getragen. Er hat alfo feines heißt, daß die Gastwirte fich wehren, den erhöhten Preis für das hat sich Fahl schon seit längerer Zeit getragen. Er hat also feines Bier zu bezahlen. Außerdem wünschen sie eine Abschaffung wegs im Affett gehandelt. 3um letzten Male hat er mit Grothe bes Faßpfandes. Solange eine Einigung über den Bierpreis vor drei Wochen gespielt. Die ganze Zeit über hat er fich feitdem zwischen den Gastwirten und den Brauereien nicht erzielt fei, weigern mit dem Rachegebanten getragen. Für eine wohlüberlegte Hand- fich die Gastwirte, wie es in der Entschließung ausdrücklich heißt, Fräulein hielt das Kind fest an sich gedrückt. Hochschule im Eramen und war gekommen, um zur Verlobung zu gratulieren, die bald offiziell verkündigt werden sollte. ,, Das ist hier ein reines Zauberschloß. Alle Türen öffnen sich. Rein Wächter steht am Tor. Ich kenne die Görfes gar nicht mehr wieder."
"
Weinst du?" fragte Eva erschroden. ,, Nein, du Dummerchen."
Frau Görte fam. Kind, halte Fräulein nicht von der Arbeit ab. Ich will beim Stopfen helfen. Es ist doch viel mehr da, als ich gedacht hätte.
Sie feßte fich feufzend dazu und zog eine Stopfnadel aus der Schürze. Frau Görte hatte an dem Schürzenband immer eine Rollektion Nadeln stecken. Ist der Zucker bei Ihnen zu Haufe nicht billiger als hier? Ich finde, hier ist alles teurer als anderswo."
Eva schlich aus dem Zimmer
Frau Görte mußte einmal so etwas wie eine Schönheit ter gewesen sein. Ihre Augen sprachen noch davon. Aber in sich der Tretmühle der Hausarbeit, in die sie fich freiwillig begeben, war sie verblüht und verweltt. Sie arbeitete mehr als das Dienstmädchen, und Fräulein sah mit Schreden, wiepiel fie verlangte. Sie sah auf die nimmermüden Hände der Hausfrau und arbeitete wie sie, bis ihr der Rücken wehtat und die Hände zitterten.
Ms Frau Görle hinausgegangen war, tam Eva wieder
herein.
Wo warst du?" fragte Fräulein lächelnd. Sie mußte, daß Evo immer fleine Erlebnisse hatte.
,, Beim Herrn Laubfrosch !" Fräulein hatte ihr einen Laubfrosch mit einem Glas versprochen. Er läßt dich grüßen." gegeben?"
die
,, Dante," sagte Fräulein ernst. Hat er dir Händchen Ja, und er hat gesagt, daß er im Sommer kommt, wenn Fliegen da find."
Ja, Eva, dann wird er tommen."
Eva hatte heute ein großes Abenteuer erlebt. Auf einem Spaziergang am Milchpeter war sie in einem unbehüteten Augenblick auf eine wunderweiße fleine Ziege zugelaufen. Eva runzelte die Stirn. Sie dachte offenbar angestrengt Biege, liebe Biege!" Aber die Ziege legte feinen Wert auf über etwas nach. Ist der Sommer lieb?" fragte sie endlich. Umarmungen. Sie fenkte den noch unbehörnten Kopf und Fräulein lachte. Ja, der Sommer ist lieb. Er bringt warf Eva topfüber ins Gras der Wiese. Das Erlebnis hatte alle schönen Blumen und nimmt dich an den Strand mit, daß fie ganz erschüttert. Sie bebte und weite in Fräuleins du im Waffer plantschen fannit und im Sand buddeln Armen. Es war eine große Enttäuschung für fie gewefen. Als Fräulein aufblickte, sah sie, daß sie noch einen 3uSie erlebte zum erstenmal, daß jemand feine Ueberlegenheit hörer hatte.
ihr in fo, schäbiger, rücksichtslofer Weise bewies. Fräulein Ein junger Mann blickte lächelnd auf fie. Bitte, laffen hielt sie lange in ihren Armen. Der fleine Kinderförper war Sie sich durch mich prosaischen Menschen nicht stören. Ich so warm, und wieviel Zärtlichkeit lag in dem tastenden Suchen| höre Ihnen so gern zu. Ich lerne da wieder was, was ich Der fleinen Hände! auf der Hochschule nicht lerne."
,, Du bist lieber wie Mutter und Großmutter," sagte die Kleine. Und soviel Fräulein auch abwehrte, sie blieb dabei.
,, Guten Tag, Herr Franzius."
,, Wollen Sie nicht Plah nehmen?"
Nein, das will ich nicht. Ich size den ganzen Tag." Arbeiten Sie soviel?"
Ja, ich muß und will auch." ,, Sie wollen? Wie fein!"
Ja, ich will."
In diesem herausgesprochenen ,, ich will" lag der Charatder Franzius, die Pflicht- und Arbeitsmenschen waren und feste Ziele steckten.
Ich will Sie Frau Görke melden." Fräulein erhob sich.
,, Bitte, bleiben Sie fizen. Ich fam nur so en passant, und am Ende ist es gar nicht nötig, daß man weiß, daß ich hier war. Wann kommt Hermann? Die großen Ferien beginnen doch gleich." Lothar Franzius war des jungen Görke einziger Freund."
Ich glaube, Herr Görfe hat geschrieben: nächste Woche." ,, Der Glückliche." Wielo?"
Aber Lothar Franzius war nicht zu einer Erklärung zu bewegen, warum Hermann fo glücklich sei. Er nahm Eva auf seine Arme und schaufelte sie. Eva jauchzte. ,, Das hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut, Herr Franzius." Was benn?"
,, Daß Sie es so mit Kindern verstehen."
,, Haben Sie mich für einen Oger gehalten, der zum Frühstück fleine Babys verspeist? Nein. Alle ernsten Menschen verstehen es mit Kindern. Ist Ihnen das nicht schon aufgefallen?"
Sie haben recht, aber es ist doch seltsam."
,, Gar nicht. Die Spielerischen find zu egoistisch." Und in einer bezeichnenden Gedankenverbindung fragte er: Wte fühlt sich denn Thea als Braut?"
fie
Fräulein zögerte, dann sagte sie lachend:„ Das müssen Sle fchon selber fragen."
Sind Sie nicht ihre Beichtigerin?" ,, Nein, bewahre.
,, Wie dumm von ihr!" Und wieder wollte Lothar Franzius nicht damit heraus, mas er damit hatte sagen ( Fortsetzung folgt.
Es war der Bruder des Ingenieurs. Er stand an der wollen.