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Drohung für den Putschfall.

Zu der in unserer heutigen Morgenausgabe veröffentlichten Warnungsnote der Botschafterkonferenz an die deutsche Regie rung, worin diese für etwaige in Oberschlesien ausbrechende Un­ruhen als ,, in hohem Maße verantwortlich" erachtet wird, erfahren wir, daß eine gleichlautende Note auch an die polnische Regierung gerichtet worden ist. Dadurch verliert dieses Dokument zweifellos viel von seiner Schärfe und ist dem Schritt der Botschafterkonferenz formale Korrektheit nicht abzusprechen.

Sacco- Vanzetti.

Eine neue Verhandlung gegen die beiden italienischen Gewert schaften hat begonnen und der Richter wies zu Beginn jeden Ver­dacht der Partei ichkeit entrüftet von sich. Das Todesurteil der ersten Instanz hatte ausgeführt, die Schuld der Beiden an der Ermordung und Beraubung des Gelbboten sei nicht nachgewiesen, aber bei ihrer Richtung sei ihnen schon sowas zuzutrauen, und man müsse ein Erempel statuieren.

Groß- Berlin

Freibier für den Schiffsführer.

Verbrechen?

Die Dienststelle BI, 20 der Berliner Kriminalpolizei beschäf tigt sich zurzeit mit einem Todesfall, dem ein Verbrechen zugrunde zu liegen scheint. Am vergangenen Sonntag, morgens um 5 Uhr, wurde in der Greifswalder Straße, an der Ecke der Dan­

Die Schuldfrage in anderer Beleuchtung. liner Preffe mit großer Gründlichkeit erörtert. Dabei spielt insbe- Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht, mo Das bedauerliche Unglück auf dem Wannsee wird in der Ber - 3iger Straße, gegenüt er der städtischen Gasanstalt, ein Mann mit zertrümmerter Schädeldede bewußtlos aufgefunden. fondere die Schuldfrage eine Rolle, mit der sich die Sachverständigen er, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu laben, verstarb. Der sehr eingehend beschäftigen. Der Staatsanwalt, der in anderen Tote wurde festgestell als der 47 Jahre alte Arbeiter Friedrich Fällen viel weniger energisch ist, hat diesmal schnell zugepackt, und Grrleben, der aus Frankfurt a. O. stammt und hier in der es gibt niemanden, der den in Frage kommenden Schiffsführern Georgenfirchstr. 4 wohnte. Ob ein Unglücksfall oder ein Ver­nicht einen gewiffen Anteil an der schweren Schuld zumißt. Was bisher bei dem bedauerlichen Unglücksfall als Tatsache feft. brechen vorliegt, kann noch nicht gefagt werden. Die Leiche wurde Was bisher bei dem bedauerlichen Unglücksfall als Tatsache feft- dem Schauhause überwiesen und wird dort heute nochmittag obduziert. Zur Aufklärung des rätselhaften Falles werden alle Personen, die über die Tobesursache des Mannes irgendwelche in­gaben machen können oder über seinen letzten Aufenthaltsort, ge­beten, sich bei Kriminalfommissar Geißel im Berliner Polizei­

präsidium zu melden.

Schneller aus und einsteigen!

Der Senat fordert Rechenschaft. Paris , 2. November. ( EP.) Der Pariser New Bort Herald" meldet aus Washington : Der Senat hatte gestern eine er­regte Sigung infolge der Interpellation des Senators Watson, der zustehen scheint, ist lediglich das eine, daß der Führer des Kaiser Enthüllungen über die summarischen Todesurteile und die unmensch- Wilhelm" einen falschen Kurs steuerte oder richtiger gesagt, daß er fiche Behandlung, die die amerikanischen Soldaten in Frankreich zu entgegen den bestehenden Vorschriften über das Ausweichen von erdulden hatten, machte. Eine Kommission von 5 Mitgliedern ift Schiffen falsch manövrierte. Darüber wird er sich in der Haupt­ernannt worden, um die Untersuchung einzuleiten. fache zu verantworten haben, und die Laft, die ihm damit auf die Schulter gelegt wird, ist gewiß nicht leicht. Der Mann kann dadurch feinen ihm gewiß auch lieb gewordenen Beruf verlieren. Es ist ein billiges Bergnügen, ihm jezt noch allerhand unbewiesenes und fchwer zu beweisendes Zeug nachzureden. Es haben auch, wie uns von unterrichteter Seite geschrieben wird, noch andere Umstände bei dem Unfall eine Rolle gespielt, die bisher nur nebenher erwähnt wurden, die jetzt einmal mehr unter die Lupe genommen werden Da ist zunächst der schwere Vorwurf, daß die beiden Führer des Washington , 1. November. ( BTB.) Das Justisdepartement Raiser Wilhelm" betrunken gewesen seien. Es ist gewiß durchaus hat eine Untersuchung wegen der von den Extremisten in der An- verwerflich, wenn Männer in verantwortungsvollem Beruf sich so gelegenheit Sacco und Banzetti geäußerten Drohungen angeordnet. weit vergessen und es mildert nicht die Schuld, wenn es so gewesen Washington , 2. November( EP.) Das Justisdepartement hat sein sollte. Aber das Bild scheint dann doch ein anderes zu sein. eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob die Attentate, Dem Richter gegenüber sind die beiden Männer auch dann noch die die in Paris , Lissabon und in anderen Etädten gegen die Bertreter allein Schuldigen. Aber die Deffentlichkeit sollte dann wenigstens der Bereinigten Staaten versucht worden sind, nicht von in Amerita die moralische Schuld derjenigen feststellen, die es über sich bringen anfäffigen Rommunisten angeordnet worden sind. konnten, die in einem der schwersten und verantwortlichsten Berufe Buenos Aires , 2. November. ( EP.) Das amerikanische Ron- stehenden Männer während der Ausübung ihrer Berufspflicht be­fulat hat verschiedentlich Drohbriefe erhalten, die alle ben Proteft trunten zu machen und damit eine öffentliche Gefahr zu schaffen. bringen für viele Reisende beträchtliche Unbequemlichkeiten, wie gegen Sacco und Banzetti zum Gegenstande haben. Das Konsulater die Verhältnisse kennt, der weiß, daß es bei den Gesellschafts­wird von der Polizei Tag und Nacht bewacht.

Fremde Arbeitskräfte für Frankreich . Paris , 2. November. ( EE.) Die Regierung wird der Rammer demnächst einen Gesezentwurf vorlegen, der die Schaffung eines eigenen Departements im Auswärtigen Amte vorsieht, das darauf zu bringen hat, daß die Zuwanderung fremder Arbeitskräfte feine Zunahme der Arbeitslosigkeit herbeiführen darf. Man nimmt an, daß Frankreich gegenwärtig etwa 1600 000 auswärtiger Arbeiter beschäftigen könnte, während deren Zahl vor dem Kriege nur 600 000 betrug. Die Zahl der Arbeitslosen wird in Frankreich heute auf 16 400(?) gefchäßt.

Deutsche Arbeiter für das Sommegebiet? Paris , 2. November. ( EE.) Zu dem Besuch der deutschen Ab­ordnung im Sommegebiet erfährt man, daß nunmehr 2500 deutsche Arbeiter in dieses Gebiet abgesandt werden sollen. Die Finanz­pläne für diese Arbeiten sind noch nicht ganz erledigt, sollen aber Loucheur heute vorgelegt werden.

Der König unter Militärzenfur.

Der Generalsekretär der Deutschen Friedensgesellschaft, Böttcher, teilt in der Wochenschrift Die Menschheit " mit: Der Friedensgesellschaft stand Wilhelm zu Württemberg nicht fern. Während des Krieges stellte er unserem Sekretariat in Stutt gart Räumlichkeiten zur Verfügung und bezahlte unser Telephon aus seiner Privatschatulle. Als König Wilhelm während des Welt frieges einmal einen Brief an den Schreiber dieser Zeilen richtete, wurde dieser Brief von der militärischen 8enfur bezeichnenderweise geöffnet, obschon er durch das Ka­binettssiegel deutlich gekennzeichnet war. Irgendwo in Stuttgart mußte also ein militärischer Söldling fizen, der von Berlin Bollmacht hatte, die Briefe des württembergischen Königs zu durchschnüffeln.

Als kürzlich dieser ehemalige König starb, stimmte die nationalistische Breffe eine große Klage über den Entthronten an. Es sind dieselben Kreise, die ihn vordem als verdächtig behandelt und unter Militärzensur gestellt hatten.

Ein schöner Gemeinderatswahlfieg ist aus Auerswalde bei Chemnih zu melden. Eine sozialdemokratische mehr­heit ist das Ergebnis guter Wahlarbeit der Parteigenossen. Das Ergebnis ist um so höher zu bewerten, als die USP. mit der RBD. zufammen eine Liste aufgestellt hatten. Es erhalten nach dem Er­gebnis der Wahl Stimmen und Size: SPD 486( 8 Size), Bereinigte USB. und KPD . 174( 2 Sige), Barteilofe Lifte 151( 2 Size) und Landwirtschaftliche Liste 191( 3 Size).

Priestermord in Oberschlesien . Erzpriester Strzybny aus Mo. furau, Kreis Kefel, ist in der Nacht zum 1. November erschossen worden, als er vom Beichtehören nach Hause gehen wollte. 3wei Banditen feuerten acht Schuß auf ihn, wovon ihn drei Schuß in den Kopf und ein Schuß in das Herz trafen. Den Banditen ist man auf der Spur.

Wirtschaft

sollen.

fahrten an Bord der Schiffe auf den märkischen Gewässern immer hoch hergeht und daß sich die üble Gewohnheit herausgebildet hat, auch dem Fahrpersonal ein reichlich Maß von Altohol zu tommen zu laffen, und vielfach wird es als Unhöflichkeit oder gewollte Unfreundlichkeit ausgelegt, wenn die An. nahme verweigert wird. Und das Schiff hatte ja vorher eine folche Gesellschaft an Bord gehabt.

Stadtbahn durch das außerordentliche Anwachsen des Verkehrs er­ Der infolge der Ueberlastung der Vorortbahngleise auf der forderlich gewordene 2 Minutenberkehr bedingt für die pünktliche Durchführung des Eisenbahnverkehrs nur furzen Aufenthalt der Büge auf den einzelnen Stationen. In den Hauptverkehrszeiten, zwischen 7 und 9 Uhr vormittags und zwischen 2 und 5 Uhr nach­mittags, treten nun regelmäßig Bugveripätungen auf, die ver­mieden werden könnten, wenn die Züge auf den einzelnen Stationen wird jedoch in vielen Fällen durch die Reisenden selbst stark ver­schneller zur Abfahrt bereit wären. Die Abfertigung der Züge zögert, und zwar dadurch, daß sie z. B. beim Einsteigen, troßdem in den Wagen noch reichlich Play vorhanden ist, noch nach Ab­teilen fuchen, in denen vielleicht noch weniger Reisende fizzen oder noch ein Fensterplay usw. frei ist. Die einmal vorhandene Ver­spätung von nur wenigen Sefunden pflanzt sich dadurch, daß der folgende Bug vor dem Einfahrtssignal halten muß, auf die folgen­den Züge fort und vergrößert sich hierbei derart, daß ein pünkt­licher Bugverkehr nicht mehr möglich ist. Diese Verspätungen Bersäumen von Anschlüssen usw., mit. Außerdem berteuern sie aber unnötig den Eisenbahnbetrieb, da jebes Anfahren eines Ruges einen Mehrverbrauch von Kohlen bedeutet. Im Intereffe der Mit­reiienden und der Allgemeinheit wäre daher eine Beschleunigung des Einsteigens dringend geboten.

Erhöhung der Autodroschtentage auf das Fünfzehnfache. In der heutigen Magistratssigung wurde dem Borschlage des Polizei­präsidiums auf Erhöhung der Tage 3 der Benzinfraftdroschten auf das Fünfzehnfache des Friedenspreifes vorbehaltlich jeder 3eitigen Widerrufs zugestimmt. Dem Antrage auf jedoch nicht beigetreten. Bei diesen bleibt es also vorläufig bei der gleichzeitige Erhöhung der Fahrpreise bei den Elektrodroschten wurde zehnfachen Friedenstage.

Allerdings behauptet der Potsdamer Pachtflub in seiner ceftrigen Erflärung, daß die Schiffsführer zurzeit des Anlaufens in Wannsee noch vollfomemn nüchtern gewesen seien. 3wischen der Ankunft und der Abfahrt des Dampfers in Wannsee liegt aber ein Zeitraum von mehr als einer Stunde. Immerhin bestreitet auch die Erklärung des Potsdamer achtklubs nicht, daß dem Schiffspersonal, einige Glas Bier" zur Verfügung 50jähriges Berufsjubiläum. Am 31. Oftober feierte unser Ge­gestellt wurden. Das ist sehr dehnbar. Wenn der Vorsitzende ein nosse, der Schriftfeher Hermann Nettermann, im Kreise feiner unsachgemäßes Baffieren der Sacrowe: Fähre nicht bemerkt hat, so Kollegen, beren langjähriger Vertrauensmann er ist, fein fünfzig­fann man, wenn man boshaft sein will, sogar darauf schließen, jähriges Berufsjubiläum. Die Kollegen der Firma Ulstein A. G. daß er infolge des Genuffes einiger Gläser Bier" nicht mehr zu wurden. Der Gesangverein der Berliner Buchdrucker und Schrift­ehrten den Jubilar durch eine Feier, bei der ihm Geschenke überreicht einer objektiven Beobachtung fähig war. Wenn bei Gesellschafts- gießer, Typographia", deren Mitglied nettermann feit fahrten dem Schiffspersonal Altohol angeboten wird, ist das 42 Jahren ist, verschönte die Feier durch Gesangsvorträge. Die stets als un verantwortlich zu bezeichnen, und wenn fich Genossen der 9.( 37.) Abteilung wünschen dem Arbeitsveteranen einen dann ein Unglück ereignet, fällt die moralische Mitschuld auf heiteren und sorgenfreien Lebensabend. solche Gesellschaften. Das geltende Recht hat dafür allerdings noch fein Berständnis.

Ob die Sterndampfer immer ordnungsmäßig beleuchtet waren, mag dahingestellt sein. Aber eins steht fest, daß fehr viele Beier on eritilalligen motorbooten, Segel nachten usw. ständig ohne Licht fahren, auch wenn von Mondschein teine Rede sein fann, obwohl auch das keine Entschulbis gung ist und das diese Herrschaften es bitter nötig hätten, erst ein­mal in bezug auf Ausweicheregeln und sonstige Fahrgewohnheiten eine gründliche Fertigkeitsprüfung abzulegen, ehe fie in wildem Drange auf das freie Wasser gehen und das große Publikum gefährden.

Freilaffung der verhafteten Schiffsführer.

Die beiden verhafeten Schiffsführer Nichelmann und Gold­mann, die gestern noch eingehend von der Staatsanwaltschaft ver­nommen worden sind, wurden im Laufe des Nachmittags wieder auf freien Fuß gefeßt. Die Freilassung der beiden Verhaf­teten scheint nun auch zu bestätigen, daß die Untersuchung nun so weit gediehen ist, daß die Schuldfrage geklärt werden kann.

Die Urbeit der Taucher.

Bauarbeiten in der Bergstraße in Neukölln machen es erforder­meiteres in beiden Richtungen über Richardstraße und Thüringer lich, die Wagen der Straßenbahnlinien 7, 15, 47, 48, I bis auf Straße umzuleiten; die Wagen der Linie C werden nur bis Hohen­zollernplag geführt. Die Umleitung ber Linien 7, 15, 27, 47, 48, 53 über Kaiser- Friedrich- Straße und Fuldaftraße wird aufgehoben.

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Haus zu Berlin , Matthäirirchstraße 20/21 ftatt, und zwar werden sprechen Wissenschaftliche Vorträge über Alkoholismus finden im Land­Montag, den 7. Nov., abds 6-8 Ubr, Prof. Gonser Dablem. Direktor des Deutschen Vereins gegen Alkoholismus : Der heutige Stand der deutschen Alkoholfrage. Oberverwaltungsgerichtsrat Dr. Wehmann- Berlin : Die Allfobolfrage innerhalb der geiftigen Strömmungen und Bedürfnisse der Gegenwart". Montag, den 14. November, abends 6-8 Uhr, Dr. Flaigs Dablem: Allobolbekämpfung im Ausland, besonders in Amerika ". Dr. Mallwitz- Berlin , Referent im Reichsministerium des Innern: Altohol und mann Dranienburg: Altobol und höhere Schule". Amtsgerichtsrat Fr. Sport". Montag, den 21. Nov., abends 6-8 Uhr, Studiendirektor Baar Schmidt- Berlin : Altohol und Strafrecht". Montag, den 28. Nov., abbs. 6-8 Uhr, Univerfitätsprofessor Dr. med. v. Luichan- Berlin , Direktor des Altobol und Entartung". Prof. Dr. Ludwig Hende Berlin, Direktor des Bureaus für Sozialpolitik: Albobol und Rolls­wirtschaft". Montag, den 5. Dezember, abends 6-8 Uhr, Universitäts­profeffor Dr. Rubner- Berlin , Direktor des Phyfiologischen Instituts: Al­fobol und Ernährung. Paftor Troschte- Behlendorf: Alfohol und Erinters fürsorge. Der Besuch der Vorträge ist für jeder mann frei

Museums für Völkerfunde:

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Mit Rücksicht auf die von einem Taucher geäußerte Bermutung, daß die Kajüte des gesunkenen Dampfers Storkow " nicht die Leichen aller noch vermißten Fahrgäste in sich berge und daß infolgedesen noch weitere Opfer in der Havel treiben müssen, ist vom Reichs­wasserschuß Potsdam der bisherige Beobachtungsdienst abends 7, lbr die Ortsgruppe I( Staats- Theater) des Deutschen Chor­Eine Konzert- und Ballettanfführung veranstaltet am 4. November noch verstärkt worden. Ununterbrochen haben die Motorboote fänger- Ballett- Verbandes in der Neuen Belt, Hafenbeide, zugunsten der des Reichswasserschutzes gestern nachmittag und heute nacht mit Berunglückten in Dppan. Mitwirkende find Gertrud Bindernagel, Robert Scheinwerfern die Wasserfläche abgesucht. Bei Tagesanbruch wur- Sutt, Carl Armster, Brof. Hugo Rüdel fowie Chor und Ballett der Staats­den die Havelufer und das Schiff noch einmal sorgfältig nach etwa oper. Borverkauf bei Bote u. Bock, Wertheim , Bading- Neukölln und an der Abendkasse. angeschwemmten Leichen abgesucht, doch blieben alle Bemühungen bisher erfolgies. Am heutigen Mittwoch vormittag wurden dann Zentralverband der Angestellten. Die in der Morgenausgabe an­in Gegenwart der Vertreter der Behörden und der Stern- Gesell. gelindigten Bersammlungen finden nicht heute, sondern mor schaft die gestern nachmittag wegen des schlechten Wetters abge. brochenen Taucherarbeiten fortgefekt. lleber ihr Er. gebnis liegen zur Stunde noch keine Meldungen vor.

Spanische Millionen.

gen statt.

Wetter für morgen. Berlin und Umgegend. Ein wenig wärmer, zeitweise beiter, jedoch überwiegend bewölft mit wiederholten Regenfällen und frischen westlichen Winden.

Groß- Berliner Parteinachrichten.

Heute, Mittwoch, den 2. November:

mit den Karten zur Borstellung Bauer als Millionär" abzurechnen.

Morgen, Donnerstag, den 3. November: 83. Abt. Lichterfelde . 7%, Uhr Mitgliederversammlung im Gesangsfaal der Ober­realschule Ringstraße. Referat über Mietrecht und Mieteinigungsamt.

Milliardenumfah bei der GEG. Die Umsäße der Großein­faufsgesellschaft Deutscher Konsumvereine m. b. 5., Wie wir bereits meldeten, ist es der politischen Abteilung des Hamburg , in den ersten drei Bierteln des Jahres 1921 gestalteten Berliner Polizeipräsidiums gelungen, zwei Spanier zu verhaf fich wie folgt: Der Gesamtumia betrug von Januar bis Sep- ten, die den Mord an dem spanischen Ministerpräsi tember dieses Jahres: 1 431 882 978,89 m., von Januar bis Sep benten Dato ausgeführt haben sollen. Es handelt sich um Luis tember 1920: 775 750 200,33 m., mithin 1921 mehr 656 132 778,56 Mifolau Fort und um Lucia Joaquina Conception. Die Ber - 17. Kreis. Die Abteilungsführer werden ersucht, bis Donnerstag, 3. November, Mart gleich 84,6 Proz. Der Umfag in selbsthergestellten Erzeugnissen belief sich von Januar bis September 1921 auf 145 532 879,37 m., haftung war bereits am 29. Oktober erfolgt, wurde aber von der 28. Abt. 7 Uhr bei Wichmann, Weißenburger Str. 1. Thema: Die politische von Januar bis September 1920 auf 109 434 526,13 m., mithin Berliner Polizei geheimgehalten, da man hoffte, noch weiteren Be- Lage und der Gölliger Parteitag". Ref. Emil Buchholz. 1921 mehr 36 098 353,24 m. gleich 33,0 Proz. In Pillau wurde teiligten auf die Spur zu fommen. Die Verhafteten, die spanischen ein neuer Lagerbetrieb der Großeinkaufsgesellschaft eröffnet. Auch Syndikalistenkreisen angehören, begaben sich über Barcelona und in Ostpreußen hofft man, daß der Konsumgenossenschaftsgebante fich Paris nach Berlin , wo sie am 25. Oftober eintrafen, und in der ebenso Bahn brechen wird wie im übrigen Deutschland , froß der Ab- Wohnung eines Neuköllner Kommunisten Unterschlupf fanden. schnürung vom Mutterlande durch den polnischen Korridor und trotz Die Madrider Regierung hatte, bekanntlich auf die Ergreifung der großen Verkehrsschwierigkeiter, unter denen Oftpreußen zu der Mörder eine Belohnung von 1 Million Pesetas aus. leiden hat. gefeßt, was nach heutigem Kurs etwa 24 Millionen Mart Zum Kapitalverkehrssfeuerungsgefeh hat Genoffe Keil für die ausmachen dürfte, wovon der größte Teil den Beamten der Sozialdemokratie einen Antrag eingebracht, der die Erhöhung der Berliner Polizei zufallen wird, denen die Festnahme der beiden Spanier geglückt ist. Der andere Teil der ausgefehten Be­durchführen helfen soll. Da die nach den Vorschlägen der Reichs lohnung fällt auf die Ergreifung der noch nicht ermittelten, an dem war, ist in schwerem Sturm verloren gegangen. Außer der regierung und der Unabhängigen beabsichtigten Erhöhungen der Börsensteuern erst später in Kraft treten fönnen, die Spetu. Mord aber ebenfalls beteiligten Personen. lation aber so rasch als möglich zur Besteuerung heran.

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gezogen werden soll, schlägt Genoffe Keil vor, das Reich zu Auslieferung des Mörders Datos? Die spanische ermächtigen, in dem Reichsstempelgesez eine Erhöhung der Botschaft in Berlin bestätigt die Nachricht von der Verhaftun, Luis Säge vorzunehmen, so daß Attien im Kundengeschäft bis auf 1 vom Nicolaus, des Mörders Datos. Eine Auslieferungsforderung Hundert( bisher 3 vom Tausend) besteuert werden können. Ebenso soll der deutschen Regierung zugehen. Der Mörder hatte sich noch in soll eine Devisensteuer, die bis auf 1 vom Hundert betragen fann, den legten Tagen in Barcelona aufgehalten, sich aber dann über mit Hilfe des Reichsstempelgesetes in Geltung tommen. Frankreich nach Berlin begeben.

Aus aller Welt.

Neue Opfer der Novemberſtürme.

Der Hamburger Seeschleppdampfer ,, Roland", der am Abend

aus 11 Mann bestehenden Besatzung befanden fich 4 Mann einer Moorburger Abwradwerft an Bord, die ein Fahrzeug aus Hull nach Moorburg bringen sollten. Das Motorrettungsboot des Roland" ist bei Juist angetrieben worden. Es ist niemand ge rettet worden. Roland" war der stärkste Seeschleppdampfer in Privatbesiz. Der englische Dampfer ,, Risneros" ist auf der Nord­fee mit einem holländischen Fischereifahrzeug in Kollision geraten, wodurch das Fischerboot fant. Die aus 12 Mann bestehende Be fagung wurde gerettet und ist am Montag in Hamburg gelandet.

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