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Der Prozeß gegen das Schönheitsballett.

Fortgang des Verhörs.

Der Celly be Rheydt Prozeß nahm gestern seinen Fortgang, ohne jedoch zu Ende geführt zu werden. Als Zeugen bzm. Sachverständige wurden Generaldirektor Langendorf, Kriminalkommissar von Behr und Präsident Ride It vernommen. Der Prozeß wird permutlich im Laufe des heutigen Tages fein Ende finden.

Lebensmittelpreise des Tages.

Zufuhr: Fische knapp, Geschäft rege. Fleisch über Bedarf, Geschäft ziemlich lebhaft. Gemüse und Obst schwach, Geschäft ruhig.

Generaldirektor Langendorf von der Deutschen Lichtbild- Gefell- 5 schaft befundete, was die Tänze anbelangt, fo fei er megen ber Harmlosigkeit sehr enttäuscht gewesen.( Heiterkeit.) Er habe sich bei der Vorführung der Tänze umgedreht und erklärt: Jesses nein, ist das langweilig!" Den Film Nonne fönne man nicht als unzüchtig bezeichnen. Kriminalfommissar von Behr, Leiter der Abteilung IIIa des Polizeipräsidiums, war seinerzeit mit den Ermittlungen über das Ballett Celly de Rheydt betraut und hat, wie er bekundet, damals feinen Zweifel gehabt, daß einzelne Tänze unbedingt als unzüchtig zu betrachten waren. Auf Fragen des Verteidigers R.-A. Treitel gibt der Zeuge zu, daß er bestimmte Privatpersonen und Bertreter bestimmter Bereine auf von ihm getaufte Billetts zum Besuch von Borstellungen geschickt habe, Die Belastungszeugen der Staats. anwaltschaft seien jedoch nicht darunter. Bei der Aufführung im Schwarzen Kater" habe er die Ballettvorführung höchft degoutant gefunden. Das Publikum habe vor Bergnügen ge­johlt. Man sah den Leuten deutlich an, daß fie finnlich erregt waren. " Der Geifer der finnlichen Erregung," so fährt Beuge fort, troff ihnen förmlich aus dem Munde." Auf der 3eugen und Sach: verständigen bant ertönte bei dieser Aeußerung des Zeugen ein lautes Hohngelächter, welches Landgerichtsdirektor Jeep zu einer ernsten Rüge veranlaßt.

Präsident Rickelt von der Deutschen Bühnengenossenschaft hat die Tanzvorführungen sehr langweilig gefunden und sei fogar schließ lich fanft eingenidt. Er habe von der Vorführung nicht ben Ein­brud einer wirklich künstlerischen Leistung gehabt. Als Sachver ständiger habe ich hier nicht zu entfcheiben, so fährt Bräsident Ridelt fort, ob Celly de Rhendt eine gute oder eine schlechte Tänzerin ist; fie hat den Berfuch gemacht, etwas Künstlerisches zu schaffen, aber von einer Tendenz, unzüchtig zu sein, habe ich nichts gemerkt. Auf eine Frage des Staatsanwaltschaftsrats Hoe er bezüglich des Bauchtanzes erklärt Sachverständiger noch, daß der Bauchtanz an jich finnlich wirte, aber jebe Kunst tomme aus dem Sinnlichen und soll und muß auch auf die Sinne wirken. Aehnlich äußert sich der Sachverständige Exzellenz Baron von Butli, ber ebenfalls eine fünstlerische Absicht nicht derkennt. Die Akten in Sachen Franz. Aufdedung eines geheimnisvollen Diebstahls. Wie erinnerlich, erregte die im Dezember 1920 erfolgte Berhaf tung des Ingenieurs Franz und feiner Ehefrau wegen angeblich schwerer fittlicher Berfehlungen ungeheures Aufsehen. Nachdem Frau Franz bereits im März v. 3. auf freien Fuß gefeßt war, wurde Herr Franz im Oftober 1921 wegen völliger Haftunfähigkeit aus der Haft entlassen. Nach einiger Zeit machte sich ein gewisser Senger an ihn heran, der sich erbot, ihn die Aften des gegen ihn schwebenden Strafver fahrens gegen Bahlung von 250 000 m. zu beschaffen. Franz ging zum Schein darauf ein. Am 10. b. M. traf er sich mit Senger. Als Franz sich überzeugt hatte, daß die ihm von Senger vorgezeigten Aften wirklich seine eigenen Atten waren, erfolgte eine fehr auf­regende. Szene; denn Herr Franz pacte ben Genger. plöglich feft, bis Senger den telephonisch herbeigerufenen Polizeibeamten übergeben werden konnte. Herr Franz hat am Mittwoch vormittag bie ften dem Staatsanwalt persönlich zurückgegeben. Die weitere Unter. fuchung wird hoffentlich Licht in die Angelegenheit bringen.

Seit Wochen keine Müllbeseitigung.

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Rotkohl 4,50 M. und 5 M.

Gute Butter

Wirtschaft

Die tschechoslowakische Valuta.

Am gestrigen Dienstag galten in der Zentralmarkthalle folgende Die tschechoslowakische Krone, welche lange einen ziemlich Kleinhandelspreise: geringen Kurs aufwies, wurde in der letzten Zeit von einer Auf­Hechte wurden mit 22 M. gehandelt, Blele mit 11 und 12 M. wärtsbewegung ergriffen. Während sie am 1. Dezember 1921 in Plätzen mit 8-10 M. das Pfund. Aale stehen im Preise hoch, sie wurden mit 25, 35 und 45 M. pro Pfund angeboten. Stinta kosteten Zürich 5,60 notierte, war ihr Kurs am 9. Januar 1922 bereits M. Schlelbücklinge standen mit 7 M. das halbe Pfund ausgezeichnet, 8,50, In den letzten Tagen hat sich dieser Kurs etwas abgeschwächt während Kieler Sprotten zwischen 3,50 M. und 6 M. das Viertelpfund und beträgt jetzt 8,30, doch man nimmt an, daß dies nur vorüber­schwankten. Rindfleisch hatte seinen Preis nicht verändert, es kostete gestern 20 M. Kalbfleisch stand dem gleich. Hammelfleisch gehend ist, ja man rechnet damit, daß sich die Notiz in Zürich bald Schweinefleisch blieb im Prelse fest mit zwischen 10 und 12 bewegen wird. forderte wieder 17 M. Diese neue Wertung der tschechischen Krone auf dem internatio­22 M. Kalbskeule kam 16 M. und Schnitzel 24 M. Schabefleisch 20 M. Puten wurden mit nalen Geldmarkte ist nicht nur von wirtschaftlicher, sondern auch Gänsefleisch schwankte zwischen 22 und 26 M, 25 M. angeboten. Hühner kaufte man mit 22-28 M. das Pfund. Hasen hatten sich im Preise ebenfalls nicht verändert. 11 M. pon politischer Bedeutung für die Tschechoslowakei und ihre Nach­kostete gestern das Pfund. Einen mittleren Hasen erstand man barstaaten. Wirtschaftlich bedeutet sie eine innere Konsoli. für 75 M. Eier bleiben fest im Preis, sie kosten noch immer dierung des Staates, politisch die gleichzeitige Festigung seiner 4,50 M. das Stück. Erbsen, Bohnen, Nudeln und Reis haben sich Stellung in der internationalen Weltwirtschaft. Die Tschechoslowa­gegenüber der gestrigen Preislage nicht verändert. wurde mit 45 M. gehandelt, Margarine mit 20, 22 und 24 M. Rücken- fische Republik besteht über drei Jahre und während dieser Zeit fett kostete 26 und 27 M. Rindertalg war für 21 M. zu haben. Brat- wurde ihr so oftmals ein baldiger wirtschaftlicher Ruin und politi Wirsingkohl 3 Micher Untergang prophezeit. Alle diese Wahrsagungen erwiesen sich fett 19 M das Pfund. und Weißkohl 2,50 M. Mohrrüben 1,50 M. und Kohlrüben 1 M. Das halbe Pfund Harzer Käse kostete 7,50 M. und Tilsiter Käse 6,95 M. als verfehlt. Während in Defterreich bereits 200 Milliarden Kronen. bis 9 M. noten im Umlaufe sind und dort täglich mehr als eine Milliarde neuer ungebedter Banknoten hergestellt wird, unterließ es die Erdbeben in weiter Ferne. Das Taunusobservatorium ber Tschechoslowakei bisher, trotzdem sie sich oft in nicht ge­zeichnete gestern früh zwischen 5 Uhr 2 Minuten und Uhr 80 Wiringen finanziellen Nöten befand, zur Noten presse Zuflucht zu nuten ein beftiges Erdbeben, dessen Herd in 3500 Kilo nehmen. Der Notenumlauf in der Tschechoslowakei beträgt jetzt meter Entfernung liegen dürfte. 12 Milliarden tschechoslowakischer Kronen. Die Handelsbilanz ist Das Jugendamt des Bezirksamts Wedding teilt mit, daß Anträge mit 3 Milliarden tschechoslowakischer Kronen aktiv und der Staat ur Erlangung der Fabrpreisermäßigung a) für Fahrten im Intereffe trachtet durch Ersparnisse auch sein Budget in Ordnung zu bringen. der Jugendpflege, b) für Fabrten zu wissenschaftlichen und belehren. ben 8weden oder c) für Schulfahrten und Fahrten von und nach Der Außenhandel ist teilweise schon freigegeben und die Einfuhr­den Ferienkolonien feitens der betr. Bereine und Gruppen nich fowie Ausfuhrbeschränkungen merden nach und nach aufgehoben mehr an die Hauptabteilung für Jugendpflege, Neue Friedrichstr. 80, werden. Die Ueberbleibsel der Kriegswirtschaft sind fast durchweg sondern an die Abteilimg für Jugendpflege des Bezirksamtes abgeschafft, die Wirtschaftszentralen aufgelöst und der Uebergang Wedding , Schönstedtstr. 1, zu richten sind. Ebenso gelangen die in die Friedenswirtschaft vollzog sich ohne Krisen. In den ersten zwei Jahren des Bestandes der Republik war Anträge um behördliche Anerkennung von Vereinen und Gruppen als Jugendpflegebereine zur Erlangung der Fahrpreisermäßigung es die Kommunisten gefahr, welche verschuldete, daß man hier zur Bearbeitung. im Auslande über die Zukunft der Tschechoslowakei nicht genug im

Die Straßenbahnftrede in der Bouchéftraße in Treptow und fiaren war. Man rechnete damals mit der Möglichkeit eines bol­ber Straßenbahnbof 21 in der Parfstraße werden ab schewistischen Umsturzes, welcher schwere innere Wirren zur Folge 15. Januar außer Betrieb geiegt. Die Linien 16 und 116 werden durch die Graeß-, Bleffer, Elsenstraße geführt. Die Wagen gehabt hätte. Seitdem aber der Kommunistenputsch im Dezember der Linie 16 verkehren ab Treptow , Elsenstraße, von 5.85, ab 1920 so kläglich endete und eine Ernüchterung innerhalb der Ar­Treptow, Nathaus, von 6.14 ab viertelstündlich. Letter Wagen ab beiterschaft immer merklicher zutage trat, ist eine solche Gefahr end­Französische Straße bis Treptow , Ratbau 12.05, die folgenden gültig vorbei. Die vereinigte tschechisch- deutsch - magyarische Kom­Wagen 12.25, 12.45, 1.05 fahren bis zum Straßenbahnhof in der munistenpartei ist jetzt auf dem besten Wege, fich in eine radikal Elfenstraße. fozialistische Partei umzugestalten, welche auch den Kommunismus bald abstreifen wird.

Die Bolkshochschule Groß Berlin Bat ihren Arbeitsplan für das Bierteljahr Januar- März 1922 herausgegeben. Er unterrichtet über alle Die andere Gefahr die der Habsburger ist auch schon Veranstaltungen und die ihr ange chloffenen Arbeitsstätten, die sich auf faft alle Bezirle Groß- Berlins verteilen. Neben den Vorträgen vor größerer( hoffentlich für immer) beseitigt, und es wird den Horthymagyaren Hörerschaft ist, wie im vorigen Bierteljahr, die Bildung von Ar in absehbarer Zeit taum mehr einfallen, einen Angriff auf die beitsgemeinschaften in Aussicht genommen. Diese tönnen nur Slowakei magen zu wollen. Der Bertrag von Lana zwi­eine geringe Teilnehmerzahl umfaffen, weil ihre Hauptaufgabe barin befchen der Tschechoslowakei und Desterreich hat bas meiste zur Beffe ftebt, jeben Zeilnehmer unter Anleitung des Lebrers zu selbständiger geitiger Betätigung heranzuziehen. Für Neutölin find an Lehrstätten rung der Anschauungen des Auslandes über die Tschechoslowakei borgesehen: Die Realfchule Bobbinftr. 84/38, Städt. Lyaeum L. Berliner beigetragen. Man sieht dort jetzt ein, daß die Nachfolgeftaaten trage 9/10, und das Kaiser- Friedrich Realgymnasium. Hörerkarten finb feinen mitteleuropäischen Ballan bilden wollen, sondern bestrebt au baben im Ratbaus, Bimmer 257. wochentags 10-1 Uhr; reite find, an ihrem wirtschaftlichen Aufbau gemeinsam zu arbeiten. Niederlage, Medarite. 8; Borwärts" Niederlage, Siegfriebstr. 28, machentags 9-4 Uhr, und im Papiergeschäft M. Berner, Bris, Chauffee. Schließlich nahmen in lezter Beit auch die nationalen Rämpfe in ftraße 31. der Tschechoslowakei doch ein wenig ab, da die gemeinsamen wirt. schaftlichen Interessen die Tschechen und Deutschen einander näher­gebracht haben.

Groß- Berliner Parteinachrichten.

Im Bentralinftitut für Erziehung und Unterricht". Botsdamer Sh. 120, beginnt heute 8 Uhr pünktlich mit einem Vortrage der Bundes. borfigende Profeffor Paul Deftreich feine Vortragsreihe über Ent. Seit einigen Wochen stehen die Müllfuticher und Beschiedene Schulreform", die alle an Erziehungsfragen Interessierenden in gleiter bei der Wirtschaftsgenossenschaft Berliner das Gebiet einführen soll. Jedermann hat Zutritt. Starten im Zentralinstitut. Grundbefizer im Streit. Seine Beendigung scheint borerst nicht in Aussicht zu stehen. Was soll nun aber mit den auf den Höfen fich immer mehr auftürmenden Aschenresten und sonstigem Ünrat geschehen? Bei dem geringsten Windzug wird der Aschenstaub auf­gewirbelt und den Barterre und Souterrainbewohnern in die ge­öffneten Fenster geführt. Die Höfe und die geschlossenen 2ohnungsfenster in der Nähe des Aschenhaufens starren bor Schmutz und können selbst bei täglicher Reinigung nicht fauber gehalten werden. Dem Ungeziefer, Ratten, Mäuie uv. gibt man ferner erneut die Möglichkeit, sich weiter auszubreiten.

Im öffentlichen Interesse muß bringend verlangt werden, daß bie für das Gesundheitswesen Berlins verantwortlichen Männer hier schleunigst nach dem Rechten sehen, bevor sich die Angelegenheit zu einem öffentlichen Standal auswächst.

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17. Kreis. Lichtenberg . Mittwoch, ben 18. Jannar , abends 7% Uhr, Sigung ber Elternbeiräte und Schulansschüße im Gesangsfaal der Schule Marktstraße 10-11.

17. Breis. Bidhtenberg. Donnerstag, ben 19. Januar, 7 Uhr, im Sigungsfaal, Bimmer 25 bes Rathauses, Bolligung mit ben Lehrern. Alle Elternbeiräte und Klaffenvertrauensleute der SPD . müssen er­fcheinen.

Bflight.

Heute, Mittwoch, den 18. Januar:

92. Abt. Reukölln. 7 Uhr bei Wolf, Raiser- Friedrich, Ede Rofeggerstraße, Sigung des Abteilungsvorstandes. Abrechnung der Bezirkskaffterer und Sigung aller Funktionäre der Abteilung und Bezirke. 110. bt. Sichtenberg. Uhr Sigung ber Bartelfunktionäre, Betriebsver trauensleute und Elternbeiräte bei Schlenkrich, Simplonitt. 12. Erscheinen 186." Abt. Reinickendorf - O. Uhr Jugendhalle Geebab, men Reuwabi außerordentliche Generalversammlung. Wichtige Tagesordnung: bes Borstandes. Sungfozialisten. Arbeitsausschus. Die für heute abenb anberaumte Sigung findet erst am Freitag, 7 Uhr pünktlich, in der Juristischen Sprechstunde,

Volksfamilienbad in der Schwimmhalle. Die Schwimmhalle in der Badeanstalt Bärwaldstraße ist bereits Jeit Monaten jeden Abend für Vereinsschwimmen zum Teil für beide Geschlechter eingerichtet. Es hat sich die Notwendigkeit herausgestellt, auch metteren Kreisen der Bevölkerung die Möglichkeit eines Familienbades zu verschaffen. Zu diesem Zweck hat sich ein Boltsbade- Verein gebildet, der nunmehr für jebermann die Schwimmhalle an jedem Donnerstag von 12-7 Uhr zum üb. lichen Badepreise zur Berfügung stellt. Es find alle Einrichtungen getroffen, um irgendwelchen unliebsamen Borkommnissen zu be. gegnen. Anmeldungen zur Mitgliedschaft können bei der Rassiererin 20. in der Boltsbadeanstalt, Bärwaldstr. 64, erfolgen.

Linbenftr. 8, statt.

Morgen, Donnerstag, den 19. Januar:

t. 7 Uhr bei Burg, Brenzlauer Allee 189. Sigung ber Bartelfunktionäre.

30. st. 7 Uhr Funktionärtonferens bei Grunau, Stahlheimer Str. 30. Funktionärinnen find auch eingelaben.

98.

Diefe Neueinrichtung, die die sommerlichen Babegepflogenheiten 40. auch auf die geschlossene Schwimmhalle überträgt ist durchaus zu begrüßen, und wie wir unfere Berliner fennen, werden sie, allen Mudern zum Troh, schon dafür sorgen, daß fich teine unliebfamen Borkommniffe" ereignen.

Komplizierter Selbstmord.

Cin eigenartiger Leichenfund beschäftigte geffern die Kriminal polizei in Steglig. Dort fand man an der Kirchnerbrüde einen unbekannten, älteren Mann an einem Fuße erbängt mit dem Kopf nach unten tot auf. Er hatte sich auch noch zwei ich were Hanteln um die Brust gebunden. An der rechten Stirn feite hat er eine Verlegung, die von einem Schuß berzurühren Scheint. Der Mann hat sich nach den Feststellungen ohne Reifel felbst das Leben genommen. Er hat sich mit den Hanteln beichwert, um auf alle Fälle im Waffer unterzugeben, fich rann am Fuße feft­gebunden und endlich einen Schuß beigebracht, um ins Wasser zu fallen.

110.

Die Abt. 7% br Sigung der Bezirtsführer und Betriebsvertrauensleute bat bt. Neuron. 7 Uhr Mitgliederversammlung im Gambrinus", Ralfer. Friedrich- Str. 86. Thema: Steuerfragen. Ref. Matusched. Wahl des

Reufner, Sagelberger Str. 20

Abteilungsleiters.

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bt. Grünan. 8 Uhr bet Berner, Röpenider Str. 108, Mitgliederversamm lung. Thema: Kulturaufgaben ber Bartei". Ref. Rurt Richmann. 182. abt. Blankenburg . 7 Uhr Bahlabend bei Alug, Dorfstraße. Thema: Was wollen bie Jungfozialisten?" ef. Rurt Begener. Rönigswusterhausen. 7 Uhr bei D. Metle, Mite Blantage 1, Mitgliederver fammlung. Tagesordnung: Die Kreistagswahlen am 11. februar. Partei angelegenheiten. Erscheinen aller notwendig. Frauenveranstaltungen: Charlottenburg . 33. t. 7 Uhr bei Lug, Ufnauftr. 1, Bortrag der Ober. lehrerin Dittmann. 58. Abt. 8 Uhr Seiterer Frauenabend bei Stein, Passauer Str. 85.

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Jugendveranstaltungen.

Die tschechoslowakische Krone hielt lange gleichen Schritt mit der Kursbewegung der deutschen Marf. Jetzt löste sie sich voll. ständig von der Mark los und ist unabhängig von bem Etande der deutschen Währung. Dies bedeutet nicht, daß sich die tschechische Wirtschaftspolitik gegenüber Deutschland geändert hätte, sondern es ist dies eine internationale Anerkennung der valutarischen Unab­hängigkeit der Tschechoslowakei von ihren Nachbarstaaten.

Borausgesetzt, daß kein Rückschlag aus irgendwelchen unvorher gesehenen politischen Gründen eintritt und der Wert der Krone sich tatsächlich stabilisiert, wird der Aufstieg der tschechischen Baluta einen unumgänglich notwendigen Preissturz aller Waren ver­ursachen. Die Lebensmittelpreise, sowie die Preise der Industrie­erzeugnisse sind in der Tschechoslowakei auf einer unberechtigten Höhe angelangt, so daß man tatsächlich von einer Teuerung im Vergleiche zu den Berhältnissen in den Nachbarstaaten fprechen fann. Wenn man den Reichtum der Tschechoslowakei an Bodenprodukten, Bieh, Rohstoffen usw. berücksichtigt, sowie die guten Verkehrsmittel und die hochentwickelte Industrie ins Auge faßt, scheinen die hiesigen Preise unerklärlich hoch. Diese unnatür­minne der Agrarier, Industriellen und Raufleute müssen auf ihr lich hinaufgeschraubten Preise müssen heruntergehen, die hohen Ge­berechtigtes Maß herabgedrückt werden. Erst dann, wenn diese Leuerung behoben würde, tönnte unter Umständen an einen Abbau der Arbeiterlöhne gedacht werden, jedoch nicht früher. Diese find, trotzdem die bürgerliche Preffe aus begreiflichen Gründen das Gegenteil behauptet, recht färglich. Die Kapitalisten fordern jedoch die fofortige Herabsetzung der Arbeiterlöhne und schüßen vor, erst dann mit den Preisen heruntergehen zu können, wenn die Produk tionstoften ermäßigt werden. Dieses unaufrichtige Vorgehen wirb voraussichtlich große foziale Kämpfe im Frühjahr zur Folge haben.

Das Steigen des Kronenfurfes, pelches die Einfuhr von Baren in günstiger Weise beeinflußt, fönnte jedoch andererseits den Er­port nach dem Auslande schädigen. Da wird es eben Aufgabe der Regierung fein, auch die Exporteure dazu zu zwingen, den Preis ihrer für die Ausfuhr bestimmten Waren niebriger zu stellen, um gegenüber den anderen Staaten tonfurrenzfähig zu bleiben.

Schließlich ist auch nicht zu leugnen, daß der Aufstieg bes Kurses der tschechischen Krone von der internationalen Spetula tion, welche sich ihrer als eines Spielobjettes bemächtigte, mit­veranlaßt wurde. Diese Spekulanten beginnen jetzt einzusehen, daß sie früher die tschechische Baluta zu niedrig bewertet haben, Berein Arbeiter- Jugend Groß- Berlin, S. 68, 2inbenfte. 3, 2. Sof, 2 Trp. rechnen mit einem großen wirtschaftlichen Aufschwung der Tschecho. Telephon Morigplag 121 08-121 10. flowakei und hoffen, daß sich ihre Spekulation deshalb lohnen wird. Heute, Mittwoch, den 18. Januar: Dagegen sind die inländischen Spetulanten, welche insbesondere zur Bohnsdorf . Jugendheim Gemeindeschule Dahmestraße, Vortrag: Wie und Zeit der Mobilisierung viele frembe Zahlungsmittel gehamstert Genefelderftr. 6, Vortrag: Der Wert des Vollstanges", Brenzlauer Borstadt. Jugendheim Gemeindeschule Tempelhof. Jugend. haben, sehr niedergeschlagen und eine Banif brach fogar dieser Tage heim Germaniaftr. 5-6, Vortrag: Was ist Bilbung?". Beflen. Jugend an der Produttenbörse aus, da die Mehlpreise infolge des Steigens heim Baugewerkschule Kurfürstenstr. 141, Bortrag: Die Entstehung des Rapi­der tschechischen Krone heruntergehen.

was foll man Jesen?".

talismus".

Eine Eifersuchtsfragödie mit tödlichem Ausgang fpielte fich gestern vormittag im Hause Berliner Allee 68 zu eißenfee ab. Dort wohnt der Schlächtermeister engler mit seiner 39 Jahre alten Ehefrau Auguste und seinem 15jährigen Sohn.. war fehr eifersüchtig auf seine Frau. Als diese von einem Ausgang feiner Meinung nach auffallend spät zurückam, machte er ihr Borwürfe. Es tam zu einem Wortwechsel, in deffen Berlauf Bengler ein Messer ergriff und es der Frau in die Brust stieß. Als er fah, mas er Am Freitag, ben 20. Jannar , ftabet im Bürgerfeal bes Rathauses eine angerichtet hatte, fchaffte er felbft seine Frau nach dem Krankenhaus. Berfamminng mit bem Thema: Die beiterjugend als vägerin des Fzie­Da das Messer die Lunge durchbohrt hatte, war eine Rettung nicht mehr möglich und Frau Wengler verstarb nach zwei müssen fich zahlreich an der Bezlammlung beteiligen. Stunden.. wurde verhaftet

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bensgebenens at Referentin : Senofft nogen Sch. Alle bteilungen

Geschäftliche Mitteilungen.

Von der Seidenzucht zum Brennholz. Die vom Alten Fris zur Hebung der Seidenzucht feinerzeit angelegte maulbeerbaum. pflanzung am Südabhange der Göker Berge bei Boisbam anzeige vom Inventurausverkauf der Firma Lochmann u. Singer, Berlin Mir verweifen im Inferatentell der heutigen Rummer auf ble Ching. ist jetzt der Abholzung verfallen. Nachdem die Maulbeerbaumanlagen Schöneberg , Sauptstraße, Ecke Tempelhofer Straße. ihrem 3wede entzogen maren, verfümmerten fie. Die Bäume ver­morschten und jetzt werden sie auf Beschluß der Gemeindevertreter als Brennholz an die Einwohner versteigert. Dabei brachten je fünf Bäume durchschnittlich 50 m.

gehend auftlarenb. bann wieber starter bemöllt mit Rieberflägen und Wetterbericht bis Donnerstag mittag. Ziemlich mild, vorüber frischen füdwestlichen bis weftlichen Binden.

Rudolf Illoy, Prag .

Aus der Baumwollindustrie. Nach Berichten von intereffierter Seite betrug die Zahl der im Januar 1921 laufenden deut. fchen Baumwollspindeln 70 Proz., Ende des Jahres da. gegen faft 85 Prog. Auch in der Baumwollweberei, bie nicht fo gut abfchnitt, brachte das letzte Jahr einen Aufschwung. Am An Bremen , den wichtigsten Merlabeplan, betrug im lehten Jahre fang des Jahres waren etwa die Hälfte, gegen Ende brei Biertel ber 1526 150 Ballen gegen 682 702 Ballen im Jahre 1920. Man ist sich Jahres durch den Marksturz hervorgerufen war und sieht deshalb in Interessentenkreisen darüber klar, daß die Konjunktur des lezten ber Bufunft mit lebhafter Sorge entgegen.

Die Einfuhr an Rohbaumwolle über