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26. Deutscher Ortskrankenkassentag.

entsandt.

SPD . Karlsruhe , den 3. September.

für Arztrechnungen zu errichten. Die Forderunng einer ein- I getan habe. Die Kassen müssen den Borstand in dieser Frage unter­heitlichen Gebührenordnung für die Aerzte scheint weitgehend bzw. ftützen, woran sie es haben fehlen lassen. Der Hauptvorstand erstrebt ganz in Erfüllung zu gehen. Schwierigkeiten bestehen bei Berhand­lungen mit den wirtschaftlichen Verbänden der Zahnärzte. Not­wendig ist, daß sich die Kassen erneut damit befassen,

Vereinbarungen über gemeinsame Abkommen

eine Vierwochengrenze für die Zahlungen der infolge der Grundlohnerhörung zu zahlenden höheren Leistungen.

Beklagenswert ist die häufig anzutreffende Engherzigkeit und Kicin­lichkeit mancher Oberversicherungsämter als Aufsichtsbehörde der Erfurt zeichnen sich darin besonders aus. Kassen. Die Oberversicherungsämter Dresden , Groß- Berlin und der Diskussion beweist die Zustimmung zur Tätigkeit der Geschäfts­Die wohlwollende Kritik

leitung.

Im Festhalle - Saal zu Karlsruhe wurde am Sonntag vormittag 10 Uhr die von allen Teilen Deutschlands , auch dem Saargebiet, fo­wie den abgetretenen Gebieten Danzig und Oberschlesien beschickte 26. Jahresversammlung des Hauptverbandes deutscher Ortskranten zu treffen. Mit besonderem Nachdruck müssen wir verlangen, daß fassen eröffnet. Anwesend sind 1200 Delegierte, die über nicht die Krankenkassen zum Packesel aller sozialen Lasten gemacht 500 Ortstranfenfassen vertreten. Der Verband repräsentiert eine Kaffenzahl von 1530, die insgesamt Millionen Mitglieder faßt. werden. Wir müssen uns dagegen wenden, daß ihr die wertvollsten Risiken weggenommen werden. Wir können keine Zersplitterung Die Behörden und Organisationen haben zahlreiche Vertreter der Krankenkassen im Augenblick brauchen, in dem sie sich faum mehr die Röntgentherapie, die, wie er hervorhebt, als junge Prof. Dr. Winh- Erlangen hält nunmehr seinen Vortrag über am Leben erhalten können. Die Novelle zur Reichsver= Der Verbandsvorsitzende Fräßdorf, Präsident des Sächsischen sicherungsordnung läßt eine Reihe von uns geäußerter Wissenschaft um ihre Anerkennung ringt. Landtages, begrüßt die anwesenden Delegierten und Gäfte und ge- Wünsche vermissen. Wir haben in dieser Hinsicht zahlreiche An­denkt der dahingeschiedenen Mitarbeiter des Verbandes, darunter regungen gegeben, mit denen sich der Reichstag befassen muß. Die des wertvollen Beraters Dr. Blaschko. Hierauf erfolgen Begrüßungs- Vergütung für die Einziehung der Sozialversicherungsgebühren ansprachen der Gäste.- Verbandsvorsitzender Fräßdorf danft für die Wünsche und weist unter Betonung der Schuldlosigkeit des jetzt sich selbst regierenden deutschen Volkes am Kriege die einstmals führenden Regierungspersönlichkeiten befinden sich ja teilweise gar nicht mehr auf deutschem Gebiet darauf hin, wie sehr durch die Entwicklung der Wirtschaftsverhältnisse

das Bolfsleben und die Krankenversicherung gefährdet wird. Die Krankenkassen sind an der Grenze ihrer Leistungsfähig­feit angelangt. Wenn ihnen neue Lasten auferlegt werden, müssen ihnen entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wir ver­langen, daß uns in diesen schwierigen Zeiten die Hände frei gegeben werden, um rasche Maßnahmen treffen zu fönnen. Gerade in dieser Richtung liegt der Schwerpunkt der Tagung. Weiter müssen wir die Forderung der Zentralisation der Kranten kassen erheben. Wir müssen uns mit Echärfe gegen den Separatis mus unter den Krankenkassen, vor allem gegen die Erfagtassen, wenden. Hier muß der Reichstag das Interesse der Ortskranken­fassen wahrnehmen. Wir fordern die

reftlose Beseitigung der Ersatzlaffen.

die Krankengelder viel zu niedrig.

Hierauf vertagt sich die Versammlung auf Montag früh.

*

Zur heutigen Lage der Sozialversicherung machte Präsident ist so niedrig, daß fie vervielfacht werden müßten. Die Landes- Dr. Kaufmann vom Reichsversicherungsamt auf dem Karls= versicherungsanstalten sollten den Krantenfassen eine ruher Ortskrantentaffentag folgende bemerkenswerte andere Behandlung zuteil werden lassen. Die bisherige Behand- Ausführungen: Wollen wir die Sozialversicherung durch die Stürme lung lassen wir uns nicht mehr weiter gefallen. Den Krankenkassen der Zeit durchretten, so müssen wir zwischen dem gewaltig vers muß infolge der Geldentwertung der letzten Wochen die Möglichkeit mehrten Fürsorgebedürfnis und den immer knapper werdenden gegeben werden, ihre Einnahmen entsprechend zu erhöhen. Die Mitteln zu seiner Befriedigung einen Ausgleich finden, müssen uns Ausgaben für Sachleistungen haben sich gewaltig gesteigert. Da- bemühen, unter Verzicht auf liebgewordenes Gut das für den Wiederaufbau des Volkes Wertvollste zu retten. Diese harte Not­gegen sind wendigkeit trifft ebenso das materielle Versicherungsrecht wie den organisatorischen Aufbau. Es ist das eines der schwierigsten Wenn sich die Versicherten über die zu niedrigen Leistungen der Probleme, die bei der Reform unserer Sozialversicherung zu lösen Kranfenfaffen an Krankengeld beschweren, so ist darauf hinzuweisen, find. Während für eine Neuregelung des materiellen daß dies nicht Schuld der Krankenkassen ist, sondern einer verfehl Versicherungsrechtes neuerdings manche Voraussetzungen ten Gesetzgebung. Es muß die fofortige Möglichkeit einer erfreulicherweise geklärt wurden, blieben wir bezüglich der umstritte­Beitragserhöhung gegeben werden, weil sonst eine Katastrophe droht. nen Organisationsfragen immer noch in theoretischen Erwägungen Ein Höchstsatz des Grundlohns mit 180 m. genügt nicht mehr. Wird stecken. Aus diesen die Streitpunkte herauszuheben und sie auf den nicht sofort eingeschritten, so stehen viele Kassen vor der Gefahr, Boden praktischer Erfahrungen zu stellen, ist dringend geboten; sonst schließen zu müssen. Die Höch ftfabgrenze follte überhaupt fommen wir in naher Zufunft nicht zu einer wirklich zeitgemäßen beseitigt werden. Weiter ist die Erhöhung der Versicherungs - neuen Reichsversicherungsordnung. Präsident Kaufmann wies dabei grenze für Angestellte notwendig. Wichtig ist auch die Kranken- in erster Linie den Bersicherungsträgern selbst die hausfrage. Die Krankenhaus- Verpflegungsfäße über- Initiative zu. Sie erscheinen ihm in erster Linie dazu berufen, steigen heute die Ausgaben für ärztliche Behandlung, weshalb sich möglichst ungestört durch Anordnungen vom grünen Tisch, behutsam die Kaffen mit dieser Frage gründlich befassen müssen. Den Kranken­fassen muß Gelegenheit gegeben werden, die Ausgaben der Kranken- aftend, wohlgefügtere Verbindung bringen und für die Zukunft eine hausverwaltung nachzuprüfen. Die Stadtverwaltungen haben die zeit- und kraftvergeudende Zersplitterung beseitigen zu können. Diese bedeutsame Arbeit möchte er Arbeitsgemeinschaften der Pflicht, die Krankenhäuser zu unterhalten und find nicht berechtigt, Bersicherungsträger anvertraut wiffen. Diese könnten am ehesten diese Lasten den Krankenkassen aufzubürden. Bezüglich der Ent durch praktische, den tatsächlichen Verhältnissen und Bedürfnissen fchädigungsfragen ist man gegenüber den Beratungen im angepaßte Vorkehrungen die gecianette Form für eine planvolle Zentralverband der Angestellten zu der Auffassung gekommen, daß wirtschaftliche Gemeinarbeit der Versicherungsträger und für die eine bezirkliche Regelung einer zentralen Regelung vorzuziehen ist. Dementsprechende einfachste und billigste Art der Organisation finden. Bei Lösung dieser Aufgaben würden den mit den breiten Schichten In der Aussprache der Bevölkerung eng verbundenen und von ihrem besonderen Ver­wünscht Haud- Düsseldorf, daß Härten bei der Umgestaltung vertrauen getragenen Krankenkassen eine maßgebende Mitwirkung zu­gibt den Geschäftsbericht, wobei er eingangs erklärt, daß der Zu- mieden werden. Er verlangt den Zusammenschluß aller Ortskranten­fallen. fammenschluß der Krankenkassen in eine große Organisation eine fassen und fordert Einbeziehung des Mittelstandes in die Versiche Lebensfrage darstellt. Die Heilmittelvertriebsgesell rungspflicht, Wagner- Mainz fordert gleichfalls Zentralisation der Hauptver­fchaft hat eine ganz außerordentliche Entwicklung angenommen. Krantentaffen. Wittenberg - Königsberg verlangt vom Der Hauptverband ist der Ansicht, auch der weiteren wirtschaftlichen band schärfere Bekämpfung der Ersagkassen und wünscht Eingreifen Vorträge, Vereine und Versammlungen. Tätigkeit der Krankenkassen Aufmerksamkeit zuwenden zu müssen. der Regierung. Auch dem Arzneimarkt ist größte Beachtung zu schenken. Neben In seinem Schlußwort bestreitet Lehmann- Dresden, daß der der Prüfungsstelle für Arzneirechnungen ist eine solche Hauptverband in der Ersatztassenfrage nicht genügend zur Abwehr

Vor allem muß es den Krankenkassen freigegeben werden, ob sie die ärztliche Hilfe in natura oder in Barleistung gewährleisten wollen. Bir verkennen nicht, daß diese Frage schwierig ist, aber es handelt fich hier um eine Notwendigkeit. Hierdurch wird ein erträgliches Verhältnis zu den Aerzten herbeigeführt. Im Vordergrund steht der Zwang, die deutschen Krankenkassen durch die Fährnisse dieser Zeit zu bringen, wobei wir unsere Hoffnung auf die kommende Reichs­Nach Bildung des Bureaus, wobei Hof- Karlsruhe und Morgen­stern- Berlin zu Vorsitzenden gewählt wurden, wurde in den ge= schäftlichen Teil eingetreten.

tagstagung fezzen.

+19-**

Geschäftsführer Lehmann- Dresden

Volksbühne Rorben. Mitgliederversammlung heute, Dienstag, 7 Uhr in Dr. Siegfried der Aula der 5. Gemeindeschule, Pantow, Wollantstr. 135. Restriepte, Generalsekretär des Bollsbühnenverbandes, spricht über: Wege und ziele der Bolfsbühnenorganisationen".

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