Notopfer der Kleingärtner.
Der Dezernent für das Kleingartenwesen im Bezirk Tempelhof , Gen. Rüter, gibt uns über die von ihm geschaffene nachahmens merte Einrichtung eines Rotopfers der Kleingärtner" folgende Auskunft:
400 Proz. Mietszuschlag für die Müllabfuhr?
Der städtische Ausschuß für das Wohnungswesen hat gestern auf Grund der ihm überreichten Berechnungen über die bisherige Müllabfuhr in Alt- Berlin beschlossen, dem Magistrat als 3uschlag zur Friedensgrundmiete für die Müllabfuhr in den Be zirfen 1 bis 6 den Sag von je 200 Broz. für die Monate Oktober und November vorzuschlagen, zusammen also 400 Broz. Da für den Monat Oftober bisher erft 50 Brez. festgelegt worden sind, würden auf den November noch 350 Prog. entfallen. Der Magistrat wird fich in feiner nächsten Sigung über diesen Borschlag zu entscheiden
haben.
Was will der Verband Volksgesundheit"?
Gewerkschaftsbewegung
Nicht 13, sondern 15stündige Arbeitsbereitschaft. Wir erhalten folgende Buschrift:
"
Der Bericht im gestrigen Vorwärts"( Nr. 243) über die Vers abschiedung des Hausgehilfengefeßes im Vorläufigen Reichswirtschaftsrat stellt die dort geschaffene Sachlage in einem viel zu milden Lichte dar. Ganz besonders geschieht das hinsichtlich der Arbeitszeitfrage. Der Regierungsentwurf sieht eine zusammenhängende tägliche Arbeitsbereitschaft von dreizehn Stunden vor, die von Hausgehilfen über 18 Jahren mit mindestens zwei, bei
Mein Aufruf an die Kleingärtner des Verwaltungsbezirks Tempelhof, zugunsten der Bedürftigen eine Sammlung zu ver. anstalten, hat einen überraschenden Erfolg gezeitigt. Nicht nur fonnten sämtliche bei den Dienststellen des Bezirksamtes als die Be dürftigsten bekannten Personen aus Tempelhof und Mariendorf mit Kartoffeln und Gemüse bedacht werden, auch rund 200 bedürftige Frauen und Männer aus dem Bezirk Kreuzberg nahmen teil an Diese Frage wurde in einer öffentlichen Versammlung beant. jüngeren mit drei Stunden Bause zum Einnehmen der Mahlzeiten der Spende der Kleingärtner. Nach meiner Berechnung sind für wortet, die vom Verband Boltsgesundheit" nach der unterbrochen werden müffen. Der Sozialpolitische Ausschuß hatte, ungefähr 400 000 M. an Lebensmitteln aller Art zusammengekommen. Schulaula, Lange Straße 31, einberufen worden war. Gen. Haupt- um gegenüber der Forderung der organisierten Hausgehilfen, die Die Gebefreudigkeit bei unsern braven Kleingärtnern war so groß, daß einer den andern übertrumpfen wollte; wer keine Gartenfrüchte mann sprach über die Ziele des Verbandes, der die Zentralorgani- fich bekanntlich auf die zehnftündige Arbeitszeit bezieht, eine Brüde daß einer den andern übertrumpfen wollte; wer teine Gartenfrüchte fation ber organisierten Arbeiterschaft für Gesundheitspflege, Heilkunde au bauen, einstimmig beschlossen, dieser Bestimmung anzuabliefern fonnte, spendete Nährmittel, Geld usw., sogar Brennholz und Lebensreform bildet. Der Referent führte im wesentlichen aus, fügen:" Dem Hausgehilfen ist demgemäß eine ununterbrochene und ein Zentner Brifetts befanden sich unter den Gaben. Wenn daß die große proletarische Bewegung nicht nur eine politische und tägliche Ruhezeit von 11 Stunden zu gewähren", was nach trotz der reichlichen Spenden die öffentlichen Küchen, entgegen dem wirtschaftliche, sondern eine allgemeine Kulturbewegung dem schon vorweg Bemertten eine tägliche Gesamtruhezeit von Bericht in den Tageszeitungen, nicht mit Winterkartoffeln versorgt werden müsse. Auf die Förderung der Bolksgesundheit werde zu 13 Stunden ausmacht. Diese Brücke wurde zertrümmert, indem die werden konnten, und auch noch verschiedene nachträglich als sehr wenig Gewicht gelegt, und andererseits verbleibe auch den Proletariern Plenarsizung des RWR. am 6. Juni d. J. auf Treiben der Berbedürftig ermittelte Personen unbeschert blieben, fo liegt das nicht an nicht die erforderliche Beit, neben der Teilnahme am politischen und treterinnen der organisierten Hausfrauen mit Stimmenmehrheit einen den opferbereiten Kleingärtnern, sondern an der Größe der Not wirtschaftlichen Leben auch noch an der Bewegung zur Förderung der Beschluß faßte, durch den jede Bestimmung über Arbeitszeit und und des Elends, in der sich weite Schichten unserer Bevölkerung Boltsgesundheit teilzunehmen. Und doch sei die Gesundheit das höchste Arbeitsbereitschaft unter den Tisch fiel, der ganz nackt und nett befinden. Gut des Lebens, das man meist erst zu schägen wisse, wenn man es lautet:" Der Hausgehilfe hat Anspruch auf eine ununterbrochene Ich habe den Verfuch gemacht, die bei den Kleingärtnern be- verloren habe. In seinen weiteren Ausführungen trat der Rebner Nachtruhe von 9 Stunden." In der nun am 18. Oftober stattgonnene Sammlung bei den Großgärtnern, den Landwirten, fort für ein selbständiges Vorgehen der Arbeiterschaft auf dem beregten gefundenen dritten Lesung blieb derselbe Saz an der Spize des zusetzen, und da nach meiner Kenntnis verschiedene unferer Marien- Gebiet ein. Das Proletariat habe auch hier zum eigenen Wohle an. 12 stehen. Gediglich um den Anfcd ein zu erwecken, als ſtelle dorfer Landwirte aus anderem, befferen Holz geschnigt find als die dere Interessen zu vertreten, als die bürgerliche Gesellschaft. Die man sich im übrigen menigstens auf den Boden der Regierungsmeisten Landwirte im Reich, so habe ich immer noch die Hoffnung, Sozialisierung des ganzen Gesundheitsmefens vorlage, fügte man jezt noch den Sah an: Er hat sich regelmäßig daß auch für die Speisung in den öffentlichen Küchen, Kinder- und des gesamten Heilverfahrens müsse erreicht werden. Mit dem während täglich höchstens dreizehn Stunden zur Arbeit bereitzufrippen ufw. eine größere Kartoffelfpende zu erwarten ist. Zunächst Heilen fönne aber nicht viel erreicht werden, wenn der Geheilte wieber halten." Diese scheinbar dreizehn Stunden sind in Wirklich. möchte ich öffentlich allen Kleingärtnern den herzlichsten Dant aller unter den Bedingungen leben müsse, denen er die Krankheit zu verfeit fünfzehn Stunden Arbeitsbereitschaft; denn Bescherten übermitteln; aber nicht nur die Kleingärtner verdienen banten habe. Es gelte also die Ursachen, Not und Elend zu beseitigen. fie dürfen sich immer auf die Spannweite von fünfzehn Stunden gegen. diesen Dant, auch unsern Gemeindearbeitern, die sich bereitwillig Selbstverständlich müsse sich die Arbeiterschaft auf eine naturge über 9 Stunden Nachtruhe verteilen. Die Regierungsvorlage an ihren dienstfreien Nachmittagen und Sonntagen bei der Ab mäße heil- und Lebensweise einstellen. Die Idee des fah zusammenhängende 13 Stunden mit 2 bam. 3 Stunden Bause holung und Verteilung der Spenden auf meine Bitte zur Verfügung Reinen müsse sich auch auf den Biffen erstrecken, den man zum vor. Der jeßige Plenarbeschluß bedeute: 15 zufammenhängende stellten, sei herzlichst gedantt. Dieses ganze Werf war eben nur Munde führe. Unverzüglich müsse mit dem Reformieren begonnen Stunden mit 4 bzw. 5 Stunden Pause. In der Praxis wird von solchen Baufen jedoch recht oft sehr wenig verbleiben. Als weitere durchzuführen, indem sich jeder als ein Teil ber notleidenden Mensch- werden. Dem Vortrag schloß sich eine längere Aussprache an. hervorzuhebende Verschlechterungen der Regierungsvorlage find u. a. heit fühlte und sich mit seinen schwachen Kräften bemühte, feinem ärmeren Bruder zu helfen. noch zu nennen: Eine erheblich eingeschräntte Fürsorgepflicht des Arbeitgebers in Krantheitsfällen des Arbeitnehmers, Berkürzung des Anspruchs auf Urlaub von drei och en auf höchstens zwei( als Kann- Vorschrift für Landeszentralbehörden). Der Sozialpolitische Ausschuß hatte Muß- Borschriften von einer, zwei und drei Wochen beschlossen. Verschärft wurden die wichtigen Gründe für fristlose Entlassungen. Der im Unterausschuß des Sozialpolitischen Ausschusses einstimmig, auch von den Arbeitgebervertretern, abgelehnte Lichtbildausmeis wurde wieder als Muß- Borschrift aufgenommen! Und schließlich ist noch die Bestimmung der Regierungsvorlage, nach welcher die Hausfrauenvereine zum Abschluß von Tarifverträgen herangezogen werden sollten, abgelehnt worden. Es ist selbstper= ständlich, daß alle diese Verschlechterungen gegen den ver einten Widerstand aller Arbeitnehmervertreter beschlossen worden sind. Einmütig haben sich deshalb auch die Vertreter aller Gewerkschaftsrichtungen in der Gesamt abstim mung gegen die ganze dermaßen verschandelte Vorlage erklärt, fie also abgelehnt. Sie und die Hausgehilfen fezen nunmehr ihre Hoffnungen auf, den Reichstag , von dem sie in dieser wichtigen Frage mehr soziales Verständnis erwarten als von einem Gutachterparlament, in welchem sie nur den dritten Teil des Stimmengewichts haben, wo die in sozialen Fragen fortgesetzt mehr versagende und darum in Arbeiterfreisen an Ansehen verlierende ,, dritte Abteilung" bei den Abstimmungen ausschlaggebend ist.
Allen Bucherern und Schiebern, die aus der Not des Boltes nur für sich allein Vorteile herausholen wollen, rufe ich zu: Nehnut euch ein Beispiel an den Tempelhof - Mariendorfern Kleingärtnern, eifert ihnen nach, denn nur, wenn alle mit diesem Geiste erfüllt find, werden wir über die bevorstehenden schlimmen Tage hinweg
tommen.
Ein Dynamitfund.
Auf Bahnhof Grunewald in einem Padwagen. Ein geheimnisvoller Dynamitfund wurde auf der Station Grunewald gemacht. Von maßgebender Seite wird dazu folgendes mitgeteilt: Gestern nachmittag meldet die Bahnmeisterei Grune wald der Kurmärkerwache der Schußpolizei, daß auf dem Bahnsteig B des Bahnhofes Grunewald in dem Abortraum cines Badwagens eine Rifte mit Dynamit aufgefunden worden fei. Die Kiste enthielt vier Kartons mit je 30 Stück, einen Karton mit 25 und einen mit 26 Dynamitpatronen. Absender und Empfänger waren nicht bekannt; auch befand sich kein Frachtbrief bei der Sendung. Die Prüfung ergab, daß es sich um Dynamitpatronen handelt, wie man sie zum Ausroden von Baumwurzeln, sogenannten Stubben, verwendet. Die Annahme, daß die Spreng patronen für neue Anschläge bestimmt seien, ist völlig hinfällig.
Die Baronin in Trauer.
Raffinierte Schwindlerin und Hochstaplerin.
Bolt und Zeit", unsere illustrierte Wochenschrift, liegt der heutigen Postauflage bei.
Ein furchtbares Familiendrama ereignete sich in Bronnen im Allgäu, wo der schwachsinnige Hauptlehrersfohn Anton Scherer feine Schwester mit einer Art niederschlug. Der zu Hilfe eilende Water unterlag im Handgemenge und wurde von dem Wütenden durch einen Arthieb getötet.
Auf die Buchausstellung Lichtenberger Buchhändler, die aus Anlaß der Sch undbetämpfungswoche von Freitag, den 20., bis Sonntag, den 22. Oftober, in der Turnhalle der Schule Pfarrstraße veranstaltet wird, sei nochmals empfehlend hingewiesen. Die Ausstellung, die mit einem Bücherverkauf verbunden ist, ist am Freitag und Sonnabend von 5-9 Uhr, am Sonntag von 4-8 Uhr nachmittags geöffnet.
Eine neue Ausgabestelle der Boltsspeisung wird in Char lottenburg am Montag, den 23. d. M., in der 11. Gemeindeschule, Sophie- Charlotte- Str. 69/70, eröffnet. Anmeldungen für Montag, ben 23. d. M. und für die Woche vom 23. bis 28. 5. M. werden am Sonnabend, den 21. d. M., von 11 Uhr vormittags bis 3 Uhr nach mittags, in der Ausgabeftelle entgegengenommen.
Wetter für morgen.
Berlin und Umgegend. Ein wenig wärmer, troden und vielfach heiter, vorübergehend stärker bewölkt bei frischen südwestlichen Winden.
Devisenkurse.
Eine Hochstaplerin, die mit ungewöhnlichen Mitteln und großem Erfolge ,, arbeitete", wurde gestern von der Kriminalpolizei unschädlich gemacht. Die hineingefallenen waren immer vermögende Herren, 1 Holländischer Gulden 1 argentinischer Papier - Beso denen sie sich als Frau von Bonin vorstellte. Die Dame wußte ihre Bekanntschaften besonders dadurch für die 1 belgischer Frant. Dauer an fich zu fesseln, daß sie viel von ihren drei großen 1 norwegische Krone Gütern im Kreise Schwiebus sprach, die ihr zwar augenblicklich 1 dänische Krone. noch nicht gehörten, aber in absehbares Zeit als Erbschaft zufallen 1 schwedische Krone müffen. In einem Falle war die fünftige Erblafferin ihre Mutter, in 1, finnische Mark einem anderen Falle ein alter Onkel usm. So föderte die Baronin 1 japanischer Yen ihre Berehrer mit Heirats- und Erbschaftsaussichten und veranlaßte 1 italienische Lire fie, ihr mit größeren odertleineren Gummen hin und 1 Pfund Sterling wieder auszuhelfen. Auf diese Weise erbeutete sie Beträge 1 Dollar
bis zu 100 000 m. und noch darüber hinaus. Alle ihre Opfer machte 1 franzöflicher Frant fie befonders sicher mit Anwaltsichriftstiden, die sich 1 brasilianischer Milreis hinterher als gefälscht erwiefen: einige aber noch mehr durch Reifen 1 Schweizer Frant. an ,, bas Grab der Mutter" und zu dem sterbenden Onfel". Ini spanischer Beseta tieffter Trauer erschien fie eines Tages bei einem Verehrer und teilte 100 öfterr. Stronen( abgeft.). ihm, noch ganz gebrochen, mit, ihre Mutter fet in Trepnig in Schlesien 1 tichechische Krone gestorben und sie müsse dort in der Erbschaftsangelegenheit hinreisen. 1 ungarische Krone Sie bat den Herrn, fie au begleiten. Das geschah dann auch. Auf 1 bulgarischer Lewa dem Friedhof in Trepnih ging die Baronin" mit ihrem Begleiter an ein frisch aufgeworfenes Grab und führte hier eine gut gespielte Trauerfzene auf. Ein andermal fuhr sie mit einem Berehrer zu einem Onfel in Breslau ", dem beide Beine abgefahren fein sollten" und Der im Sterben lag". Gestern nun gelang es Beamten der Inspet tion B II der Kriminalpolizei, die Hochstaplerin aufzuspüren und in ihrer Behaufung, in der Cranachstraße au Friedenau , festzunehmen. Gie wurde als eine geschiedene Frau Martha Kolemsta geb. Beni festgestellt. Aus ihrer beschlagnahmten Rorrespondenz geht hervor, daß fie piele Beziehungen angefnüpft hat. Betrogene, die noch feine Anzeige gemacht haben, tönnen sich bei der Infpeftion B II
melden.
Schwarz rot goldene Hauptmann- Feier.
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Mit einem auserleseren Brogramm beging der Republika. nische Jugendbund Schwarz Rot Gold" im SchwechtenSaal feine Hauptmann- Feier. Bet fast allen Beteiligten und der Saal war bis auf den letzten Blah gefüllt fah man die Abzeichen Der Republik . Der Student Balter Fabian fprach die Be grüßungsworte und brachte der Jugend das Wert und den Menschen Hauptmann nahe. Darauf hielt Genoffe Dr. Konrad Haenisch einen inhaltreichen Bortrag über" Gerhart Hauptmann und das neue Deutschland ". Er betonte, daß in heutiger Zeit, wo wir in wirtschaftlicher Nacht kaum die Hand vor Augen fehen können, wo alle geistigen Arbeiter vor dem völligen Zusammenbruch stehen, wohl die Zweifelsfrage auftauchen fann: Dürfen wir Gerhart Hauptmann feiern?" Ja, wir dürfen und sollen ihn feiern. Wir müssen des Wahrwortes eingedent fein, daß es allein der Geist ist, der den Menschen macht. Da müssen wir aufschauen zu denen, die uns Führer und Leiter sein können, in dem Gebiete des Geistes, in dem Lande der Seele. Es hat daher seinen guten pinchologischen Grund, wenn die vorwärts und aufwärts Schauenden Gerhart Hauptmann feiern. Die Reaktionären wiffen sehr wohl, ft nicht Fleisch von unserm Fleisch, er ist nicht Blut von unterm Blut, er ift nicht Geist von unserm Ungeist. Er ist der große Dichter des Mitfeides. Er stand immer bei den Unterdrückten. Die Armen bat er als handelnde Berfonen auf die Bühne zu stellen gemaat. gehörte stets zu denen, bie Meuland suchten. Das alte Deutschland ging vor zehn Jahren faltlächelnd am 50. Geburtstag Gerhart Haupt. manns vorüber, das neue Deutschland hat allen Grund, seinen 60. Geburtstag zu feiern, denn das neue Deutschland will den Geift und den Stcat miteinander verföhnen. Dann rezitierte Profeffor Ferdinand Gregori aus Hauptmanns Werfen. Die Feier, bie pon musikalischen Darbietungen umrahmt war, hinterließ fichtlich einen starten Eindruck.
Er
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20. Oftober Käufer Berkäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Sturs 1381.53 1388.47 1276.80 1283,20 244.88 245.62 626.43 629,57 705.28 708.75 942.63 947.87 84.78 85.22
1715.70 1724.80
148.62 149.38 15760.50 15839.50
8551.10 8568.90 264,33 265.67 399.- 401.644.38 447.62 548.63 546.37 4 84% 119.30 1.46 24.47
4.80% 2 118.70
1.44 24.88
Bedeutet repartiert.
Gewinn- Auszug
ber
19. Ottober Käufer Bertäufer ( Geld-)( Brief-) Kurs Kurs
6
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Für die Angestellten der chemischen Industric. Nachdem von den Hirsch- Dunderschen und chriftlich- nationalen Gewerkschaftsbünden vor einigen Tagen nach' vielem Gefchrei eben. falls die 60prozentige Erhöhung für September angenommen wurde, ist über den Oktobertarif am 17. d. M. mit dem Arbeitgeberverband der chemischen Industrie verhandelt worden.
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Die Gewertschaftsbünde hatten erst abgemartet, welche Forde1246.85 1253.15 rungen vom AfA Bund für den Monat Oftober gestellt waren 1147.10 1152.90 und reichten dann, wie immer, aus agitatorischen Gründen höhere 219.45 220.55 Forderungen ein. Von den Bertretern des Afl- Bundes wurde 575.55 578.45 insbesondere Wert auf die 14 tägige Gehaltszahlung ge 644 35 647.65 legt, zumal vom Arbeitgeberverband den einzelnen Mitgliedsfirmen 852.85 857.15 fategorisch verboten wurde, irgendwelche Atontozahlungen im Mo 75.181 75.56% nat Ottober zu leisten. Wurde auch diesmal noch feine endgültige 1581.16 1588.84 Bereinbarung über die 14tägige Gehaltszahlung erzielt, fo ist doch 184.16 134.84 erreicht worden, daß der Arbeitgeberverband jeẞt feinen Mitglieds. 14264.25 14335.75 firmen miteilen wird, daß Akontozahlungen den einzelnen Firmen 3192.- 3208, freigestellt werden, und ihnen empfiehlt, mitte des Monats für die. 236.40 237.60 Berheirateten bis 40 Prozent und für die ledigen Angestellten bis 355.11 836.89 30 Prozent des lehten Monatseintommens auszuzahlen. 583.53 586.47 Wegen der Gehaltsregelung stießen die Vertreter der 495.24 Angestellten zuerst bei der Arbeitgeberorganisation auf fcheinbar un4.47 überwindliche Schwierigkeiten; nach stundenlangen Berhandlungen 105.52 machten jedoch die Arbeitgeber den Vorschlag von 60 Prozent Gehaltserhöhung für den Monat Oftober auf die Septembergehälter. 21.56 In der Mitgliederversammlung des AfA- Bundes, die am gleichen Tage statfand, wurde nach einer ausgiebigen Diskussion das An. gebot der Arbeitgeber angenommen.
492.76 4.43 104.98 1.29 21.44
20. Preuß.- Südd.( 246. Preuß.) Klassen- Lotterie
5. Klasse
9. Bichungstag
1.31
19. Oktober 1922
u jebe gezogene Summer jino ziver gleich hohe Gewinne gefallen, uno zivar je einer auf die Loie gleicher Nummer in den belben Abteilungen I und II.
Ohne Gewähr.
Nachbrud berboten. In der Abteilung 1 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 2 z 300 0 M 236711
2 zu 5000 M 278320
4 zu 1000 M 61861 94899
16 zu 1000 M 471 11632 23955 182035 243161 224872 253982 328027 10 zu 3000 M 9652 18554 15390 17151 43384 48859 61474 66350 66504
Die neuen Tarifabtommen fönnen ab 23. Oktober von den Or ganisationen des AfA- Bundes bezogen werden.
Gegen einen wilden Betriebsräte- Kongreß. Der Deutsche Eisenbahnerverband hielt am 15. bam 16. Oftober in Essen und Köln Bezirkskonferenzen ab, die sich mit der Einberufung eines milden Betriebsrätefongreffes befaßten. In beiden Konferenzen wurde eine Entschließung angenommen, die die Kollegenschaft auffordert, dem Treiben unverantwort licher Heger zu wilden Betriebsräte und sonstigen Konferenzen überall entfchiebenen Widerstand entgegenzusehen. Zum Schluß der Entschließung heißt es: Kollegen, die au den wilden Betriebsräte und sonstigen Konferenzen teilnehmen, fie propagieren oder an der Aufbringung der Mittel mitarbeiten, ftellen sich au Berhalb der Organisation und haben die Folgen für ihr
68638 68642 77230 88893 106774 120386 127765 130140 132423 141993 ftatutwidriges Berhalten selbst zu tragen."
156524 156877 167283 167474 175604 84690 191189 196484 197368 205667 214168 214885 222398 238795 34854 241627 244594 24768 282144 286492 287816 287922 288075 295484 296129 299810 347403 328737 331841 387467 842922 849192 358094 84529 36.422 371077
In der Abteilung 2 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogens. 2 zu 100000573.0
2 zu 6000 M 3 948
2 zu 000 M 24 367
16 zu 5000 M 30767 6948 47504 94295 110064 150449 260043 264666 100 a 9000 M 1953 101 4 160 2 51321 51885 680 2 70828 80513 89764 10-089 11772 1.6689 137-35 153274 189.76 9582 97648.0038L 10203 212370 14047 280008 3.930 231990 23 9 0 236501..38643 242340 252114 26.058 266885 267 3 27: 908 279.8 280 54 2877.6 294 08 306094 07725 608287 318469 314869 338.00 34000 349027 51933 349806 36.524 362903 3.8783
In der Abteilung 3 wurden Gewinne über 1500 Mart gezogen: 2% 4-0000 58072
2 2 80000 M 2: 6150
2 zu al 15000 M 316583
32 zu 5000 M 1876 14057 19960 52763 76772 78039 113133 123577 152671 1599.8 192557 252: 01 739 7 284275 307530 324729
118 zu 3000 M 12212 22800 34436 35322 4714 50 CO 53687 55483 $ 7058 69223 65818 72388 86842 87798 97544 108439 107255 121716 125887 127256 142480 14-178 152211 152541 16790: 1667.9 175 15 178139 18: 644 1 4663 203328 215376 220830 222698 235695 236015 239318 246600 247717 157061 257259 1586: 3 200322 263785 26018 278345 281812 281449 288213 294886 30: 540 342050 331679 34.7.0 45557 150849 352140 353243 354.86
Die in dem borstehenden Gewinn- Auszug nicht enthaltenen niedrigeren Gewinne find aus den Listen zu ersehen, die bei den staatlichen Lotterie Sinnehmern aur unentgeltlichen Einsicht ausliegen,
Transportarbeiterlöhne im graphischen Gewerbe. Für die Transportarbeiter in den Buchbrucereien, Buchbindereien, Zeitungsverlagsanstalten, Briefumschlagbetrieben, Luruspapierfabriken, Buch, Papier und Bappengroßhandel sind die neuen Lohnablommen fü den Monat Ottober zum Abschluß gelangt und fönnen die Tarife gegen Mitgliedsausweis im Bureau des Deutschen Transportarbeiterverbandes, Engelufer 24/25, in Empfang genommen werden.
In der Betriebsrätezeitung" Nr. 10 berichtet die Reichsbetriebsrätezentrale über die Maßnahmen, bie bezüglich der Einberufung eines Betriebsrätetongreffes getroffen wurden. Die Entschließungen des Bundesausschusses des ADCB., die gegen ben tommunistischen Rummel Stellung nehmen, sind ab gebrudt. Das Seft enthält ferner awei Auffäße Die große und e" und Wirtschaftsfrieden oder Stampf", bie den Inhalt von Büchern kritisieren, die fich gegen ben Sozialismus wenden, und die beide van bekannten Fachgelehrten veröffentlicht worden find. Gerade die genaueste Kenntnis der Einwendungen gegen ben Sozialismus ist für den im Kampf stehenden Gozialisten von außerordentlicher Wichtigkeit. Die Rentabilität des Unternehmens im Relchen der Geldentwertung" behandelt Dr. Grelling. Regierungsrat Dr. Flatow, der Herausgeber des großen Rommentars, veröffentlicht eine Die größere Arbeit über die Grundbegiffe des follettiven Arbeitsrechts". euerung und ihre Abwehr" behandelt der Schriftleiter Dr. Striemer, der als Dilfsmittel fich bildlicher Darstellungen bedient und das Berhält. nis der Güter Servorbringenden zu den Güter Berbrauchenden beleuchtet. Eine Anzahl weiterer Beiträge arbeitsrechtlicher Natur sind in dem Seft enthalten. Wiederum erhalten bie Betriebsräte ein Bilbungsmittel, beffen fleißiges Studium ihnen Rußen bringen wird. Sedes. Poftamt nimmt Abonnements entgegen.
Berantwortlich für ben rebaft. Teil: Bictor Schiff, Berlin ; für Anzeigen: Th. Glode, Berlin . Berlag Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin . Druck: Vorwärts- Buchdruderei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co., Berlin , Lindenfte. 3