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Wirtschaft

Sozialdemokratie und Bodenreform

boch nicht zu spüren, wenigstens nicht im Kleinhandel. Hier Schuhgeschäften in den letzten Tagen hätten mit dazu beigetragen, ziehen die Preise unvermindert weiter an und nur ganz wenige die Schuhhändler erheblich zu beunruhigen und mit der Erteilung Baren, die sich automatisch der Buluta anzupassen pflegen, insbe- von Aufträgen zurückzuhalten.

aftien erfolgen.

handel der allgemeinen Breisbewegung nur schleppend folgt, Die größte russische Holzkonzession. Eine Gruppe norwegi­daß er also die Preise selbst dann noch herauffezt, wenn die Groß- her Holzhändler hat mit dem Bertreter der Holzverwertungs­handelspreise bereits rüdgängig find, weil die letzteren sich mit den gesellschaft von Onega   in Nordrußland eine neue ruffisch- norwegische Devisen bedeutend rascher verteuert haben, als die zum großen Teil Gesellschaft unter dem Namen" The Onega Forest Industrie Co. noch aus älteren Lägern stammenden Waren. Aus diesem Grunde Limited" gegründet. Die Hälfte der Aftien der Gesellschaft gehört ist aus dem zeitweiligen Stillstand der Warenpreise feinesfalls zu der ruffischen Sowjetregierung, die andere Hälfte den norwegischen schließen, daß nun auch die Lebenshaltung der Arbeiterschaft durch Teilhabern. Die Stonzeffion umfaßt alle Wälder im Becken des einen Preisabbau in absehbarer Zeit eine Besserung erfährt. Die Onegafluffes. Es ist das die größte Holzfonzession, die Rußland  neue katastrophale Devisenteuerung hat jede Hoffnung nach diefer bis jetzt vergeben hat. Richtung im Reime erstickt. Eine obere Grenze fann den Preisen Rückgang des österreichischen Notenumlaufs. Der Notenumlauf ber österreichisch ungarischen Bant weist nach dem Stande vont eben nur durch eine Stabilisierung der Mart gesetzt werden. 23. November 8183 Williarden auf. Zum ersten Male feit Wochen

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Jondere Fette, zeigten eine geringe Sentung. Auf allen übrigen Der Richtpreisausschuß des Stahlbundes beschloß die seit dem Gebieten aber drehte sich die Preisschraube, allerdings in verlang 16. November geltenden Richtpreise( Werfgrundpreise) für Thos lautete das Thema, über das am Freitagabend Landtagspräsident famtem Tempo, weiter. Im Großhandel dagegen waren die mas material bis auf weiteres unverändert bestehen zu lassen. Genosse Beus aus Dessau   in der Landwirtschaftlichen Hochschule Preisrückschläge bereits zahlreicher und sie wogen sogar die inzwischen Der Mehrpreis für Lieferung in Siemensmartinshandelsgüte wurde sprach. Er forderte, daß die Sozialdemokratie alles tue, um den erfolgte Preiserhöhung mancher industrieller Inlandswaren auf. So ab 29. November 1922 15 000 auf 25 000 erhöht. Desgleichen arbeitenden Menschen mit dem wichtigsten Produktions- fam es, daß der Großhandelspreisindex der Industrie- und Handels- wurden die Preise für Sie beisen und die übrigen Erzeugnisse mittel, dem Boden, wieder in Verbindung zu bringen. zeitung" eine geringfügige Genfung um noch nicht 1 Proz.( genau entsprechend erhöht. Richtpreis( Berfgrundpreis) für 1000 kilogramm Das könne und müffe geschehen durch die zur progressiven Bacht 0,8 Proz.) aufwies. Er ermäßigte fich gegen die Borwoche von 1376 Siemensmartinshandelsgüte: Stabeifen 244 200 m. werdende Grundsteuer, welche die Grundrente für die Gesamt auf 1365 Punkte. Also tros dieser Senfung steht das durchschnitt­heit in Anspruch nehme und den bloßen von Grundrente lebenden liche Niveau der Preise von 44 Waren im Großhandel auf dem Eisenindustrie M.-G. für Bergbau und Hütten­Bertitalfonzentration in Oberschlesien  . Die Oberschlesische Besitzer von Land, de: nicht selber auf dem Lande arbeite, auf ihm 1365fachen Borkriegsstand! Bedenkt man, daß der Kleinhandel betrieb in Gleiwit hat die Majorität der Aktien der Breußen­wohne oder produziere, mehr und mehr unmöglich mache. Wenn im großen Durchschnitt längst noch nicht diesen Breisstand erreicht man an der darin liegenden Expropriation des Grundeigentums hat, so ergibt sich, daß der Lebenshaltung der Arbeiterschaft immer grube erworben. Die Gesellschaft, welche bereits im nieder­Anstoß nehme, so sei auf die ungeheure Expropriation zu verweisen, noch weitere Einschränkungen drohen. Bestätigt wird diese Be- Schlesischen Revier wertvolle Kohlenbergwerfe befigt, will damit auch die zurzeit zugunsten des sich ungeheuer bereichernden Grundbefizes fürchtung durch die Tatsache, daß die Lebenshaltungskosten nach den in Deutsch  - Oberschlesien   nahe ihren deutschverbliebenen Werken eine allem mobilen Geldkapital gegenüber stattfinde. Der entschuldete Messungen der Berliner   Gewerkschaftskommission trotz des Preisstill- Rohlengrube fich angliedern. Zur Durchführung dieser Angliederung Grundbesitz in Stadt und Land müsse jetzt durch die Grundsteuer, standes im Großhandel noch weiter, etwa um ein Zehntel gestiegen soll die Erhöhung des Aktienkapitals um 75 Millionen Mark Stamm­als an die Gesamtheit zu zahlende Bacht, dem Reiche, den Ländern sind. Hier macht sich also das Gesetz geltend, daß der Klein­und den Gemeinden tributpflichtig gemacht werden, und zwar mit einer nach dem Werte steigenden Grundsteuer, die mindestens nach dem jeweiligen Roggenpreise sich zu richten habe. Bon höchster Bichtigteit sei ferner das durch ein Bodenreform. gesetz festzustellende Ankaufsrecht von Staat und Gemeinde gegenüber jedem Grundwert, der zum Verkauf gelangen solle, und zwar zu dem der Besteuerung zugrunde gelegten Wert, damit durch den Staat und die Gemeinde die Zuteilung des Landes an die Be­dürftigen erfolgen könne. Bei dieser Buteilung sei besonders zu be­achten, daß die Produktion, welche im Eigenheim auf einer mäßig großen Gartenfläche im Rahmen der Familie geleistet werden könne, die erfolgreichste sei. Peus plädierte auch für den bäuerlichen Be Zur Lage der Schuhindustrie. Interessante Ausführungen zur trieb, der ohne wesentliche fremde Beihilfe im Rahmen einer Familie Lage der Schuhindustrie machte auf ber Generalversammlung ber bewältigt werden könne. Die elektrische Kraft mache den Familien- Schuhfabrit Eugen Wallerstein 2.-G., Offenbach   a. M., betrieb heute in der Landwirtschaft dann existenzfähig, wenn er als der Vorstand dieses Unternehmens. Er teilte mit, daß es zurzeit noch Heimstätte gegen fapitalistische Halsabschneider gesichert werde und mit festen Aufträgen für mehrere Monate versehen sei. Jedoch sei im übrigen sich selber durch Bersicherung und genossenschaftliche Ge- durch die weitere Bufpihung der wirtschaftlichen Berhältnisse gerade meinschaft sichere. Der Sozialismus müffe zumal in der Landwirt- die Lage der Schuhindustrie immer schwieriger geworben. Durch die schaft von unten wachsen. Die Sozialdemokratie aber müsse nicht in letzter Zeit wieder sprunghaft gestiegenen Preise der Roh­nur das sozialisierte Eigentum an Produktionsmitteln er- häute, Leder, Textilfabrikate und sonstigen für die Schuh­streben, sondern auch das Familien- und Einzeleigentum fichern, fabrikation erforderlichen Materialien sowie der Löhne, Gehälter und denn auch in diesem wird die Verbindung des arbeitenden Menschen anderen Unkosten sei erneut eine entsprechende Verteuerung der mit dem Produktionsmittel wieder hergestellt. Mit großer Wärme Fertigwaren eingetreten. Die scharfen Zahlungs= und trat endlich Genosse Peus dafür ein, daß, wenn wir heute den Be- Lieferungsbedingungen der Lieferanten, die faft dürftigen ihr Eigenheim mit Haus noch nicht beschaffen fönnen, ausnahmslos ihre Preise nach dem jeweiligen Doll arftande fest­mir's ihnen menigstens schon ohne Haus verschaffen. Die Sozial- setzten und teils Borauszahlung, teils sofortige Bahlung.bei Ueber­demokratie müsse unbedingt die Boden- und Wohnungsfrage lösen, nahme der Waren verlangten, erschwerten außerordentlich die Be­nur dadurch könne sie auch die politische Macht im Staate gewinnen. schaffung der zur Aufrechterhaltung der vollen Produktion erforder Auf papiernen Stimmzetteln fönne ihr Fundament nicht aufgebaut lichen Betriebsmittel, um so mehr, als es der Schuhindustrie bisher werden, mohl aber auf der Herrschaft über den Boden und mit nicht möglich gewesen sei, ihre Berkaufspreise und Lieferungsbedin= Menschen, die im Eigenheim ein wahres Menschenglück genießen. gungen in gleicher Weise wie ihre Lieferanten der jeweiligen Gelb entwertung voll anzupassen. Im Schuhtleinhandel mache sich wieder infolge der allgemeinen unsicheren Wirtschaftslage eine Abfaz stodung bemerkbar, die auf die Erteilung von Aufträgen und die Leistung von Zahlungen seitens der inländischen Abnehmer nicht ohne Einfluß sei; auf der einen Seite müsse daher der Schuh­fabrikant seinerseits die Waren sofort bezahlen, ohne auf der anderen Seite von seinem Abnehmer auf ebenso raschen Eingang der Zah­' lungen rechnen zu können. Auch die Plünderungen von rheinischen

Zur Preisentwidlung. In der vergangenen Woche hat sich die Mark wesentlich beffer gehalten, als in der ersten Novemberwoche. War damals der Dollar auf mehr als 9000 hinaufgeschnellt, so waren in der lezten Woche Kurse von 6000-6500 üblich, die Mark hatte alfo faft ein volles Drittel der früheren Kauffraft gewonnen, und erst gegen Wochenende stieg der Dollar wieder über 7000 hinaus. Eine Erleichterung am Warenmarkt ist von dieser Besserung der Mark je

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Achtung! Hauptgruppe II. Achtung! Untergruppen 3 und 4.

Heute, Mittwoch, den 20. November, abends 7 2hr, im Verbandshaus ( Gigungsfaal), Linienftr. 85-85:

Versammlung

aller Betriebsräte. Tagesordnung: 1. Das Arbeitsrecht fett Bestehen des Betriebsrätegefeges Referent: Rollege Jante. 2. Gruppen angelegenheiten.

Das Erscheinen aller Rollegen ist Pflicht.

Heute, Mittwoch, 29. Novbr., abends 7 Uhr, bei Döhling, Brunnenstr. 79: Außerordentliche Bertrauensmänner- Konferenz

der Wickler, Isolierer, Imprägnierer, Kollektorbauer, Transformatorenbauer, Batteric­

und Elementenarbeiter. Tagesordnung: Stellungnahme zu bem geplanten Bortrag. Das Erscheinen aller Rollegen ist Pflicht.

ist ein Rückgang zu verzeichnen, der 28 Milliarden Stronen beträgt. Devisenkurse. Unserer gestrigen Debisentafel find noch folgende amtliche Sturfe nachzutragen: 1 finnische Mart 216,95 Geld, 218,03 Brief; 1 japanischer Den 4214,43 Gelb, 4285,57 Brief; 1 brasiliani­fcher Milreis 1102.23 Geld, 1107,77 Brief; 1 spanischer Befeta 1341,63 Gelb, 1348,37 Brief; 100 österr. Kronen abgeft. 12,66 Geld, 12,74 Brief; 1 tichechische Krone 269,32 Geld, 270,68 Brief; 1 un­aarische Krone 3,49 Geld, 3,51 Brief; 1 bulgarischer Lewa 62,84 Gelb, 68.16 Brief; 1 jugoslawischer Dinar 111,72 Geld; 112,28 Brief. 100 Polenmart fofteten im freien Verkehr etwa 50,50.

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