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Die Gewerkschaften beim Reichskanzler.

Die mehrfach angekündigte Besprechung der Gewertschafts­vertreter mit dem Reichskanzler findet heute nachmittag um 4 Uhr in der Reichskanzlei statt. Ihre Grundlage bilden die im heutigen Morgenblatt wiedergegebenen fünf Fragen. Hitler und seine Gönner.

Iman, die Arbeiter ben Riauen ber Sozialbemo 1 der Umformungsprozeß bisher feineswegs berall vollzogen hak fratie entreißen", und dieser 3wed heiligt jedes Ohne formale Rechte werden in Uebergangszeiten Forderungen Mittel. Wenn der Mohr feine Schuldigkeit getan hat, wird die an und für sich selbstverständlich find, nur zu oft übersehen. man ihn schon wieder gehen heißen, dann werden die Herren v. 2., n. X. und v.. fommen und, mit dem Monofel im Auge, Deutschland , regieren, wie es sich gehört.

Politische Verhaftungen in Mannheim .

Die Opfer" der Landwirtschaft.

Den Frankfurter Nachrichten" zufolge wurden am vergangenen Böswillig und unwahr, aber nicht verboten. Sonntag in Mannheim etwa 20 jüngere Leute ver München , 28. Dezember. ( WTB.) Halbamtlich wird darauf haftet, die einem vor furzem gegründeten Turnverein bzw. Ein Mohr, der seine Schuldigkeit tat. verwiesen, daß das Heimatland" in seiner vierten November- einer Echießabteilung angehörten. Das beschlagnahmte Vereins Die Kreuzzeitung " veröffentlicht aus der Feder ihres ausgabe eine abenteuerliche Geschichte von einem Geheimschreiben material, Schriftstücke und zwei Gewehre mit Munition, lassen dar­ünchener Mitarbeiters, eines Herrn v. L., eine höchst auf der deutschen Reichsregierung an die französische Regierung über die auf schließen, daß es sich hier um eine verbotene Bereini schlußreiche Darstellung der Hitler- Bewegung in Bayern , die Bekämpfung der nationalistischen Bewegung in Bayern gebracht habe, gung handelt. Bon den Verhafteten find einige wieder auf freien auch mancherlei Rückschlüsse auf die Förderer der Bewegung die von Anfang bis Ende unwahr sei. Die Reichsregierung habe Fuß gefeßt worden. zuläßt. Der jekt 33jährige Hitler, ein Oberösterreicher, der bereits die Behauptungen des Heimatlandes" als unwahr zurüd­ols Baner Kriegsdienste geleistet hat, Architekturmaler und gewiesen. Nichts fönne so sehr zur Bergiftung der Stimmung Zeichner von Beruf, hat sich durch seine Beredsamkeit zum zwischen Süd und Nord beitragen, also solche böswilligen Er­Bittere Klagen fommen aus landwirtschaftlichen Kreisen dar. Führer der Nationalsozialistischen Partei aufgeschwungen. findungen und unwahre Nachrichten. Gerade weil die Bayern Seine Organisation ist in Bayern innerhalb der vereinigten die über das bayerische Voik und die bayerischen Verhältnisse regel- über, daß die Getreideumlage immer noch nicht beseitigt ist. Sie vaterländschen Verbände ein vollwertiges, hoch anmäßig wiederkehrenden unwahren Berichte bedauerten und ver- flagen auch dann noch, wenn sie, wie es jetzt geschieht, für eine gefehenes Glied, dem man seine Auswüchse, ein manch urteilten, sei es Pflicht der bayerischen Breffe, unwahre Tendenz- Tonne Roggen 165 000 m. erhalten. Sie flagen, weil sie im fo mal sehr unbequemes und robustes Auftreten, gerne nachsieht, berichte über die Reichsregierung oder norddeutsche Verhältnisse genannten freien Handel mehr bekommen würden. Für den da es im Kampf um den Arbeiter, den man aus fofort zurückzuweisen. Preis von 165 000 M. pro Tonne sollen sie ein Sechstel des Um­plagegetreibes, alfo 416 666 Tonnen abliefern. Gewiß find die Ge. den Klauen des Marrismus zu reißen bemüht ist, zweifellos die Führung und die meisten Erfolge hat." Das nationalsozialistische Heimatland", das Organ des Herrn schäftsuntoften gewaltig gestiegen Es gibt aber auch Unkosten in Hitler werde von seinen Anhängern für den kommenden Dr. Hitler, tut alles Erdenkliche, um die Reichsregierung ver- der Landwirtschaft, die fast tonstant geblieben find. Zu diesen ge= Diktator gehalten. Herr v. 2. meint jedoch, etwas hochnäsig, ächtlich zu machen. Wie man sieht, scheut es sogar nicht davor hören die Hypothekenzinsen, sie waren sonst ein hervor. Hitler werde als grundehrlicher Mann doch die Grenzen zurück, der Reichsregierung nachzusagen, sie gebrauche französische ragender Ausgabeposten. In Preußen wurden in den 26 Jahren fühlen, die dem nur durch eisernen Fleiß aus dem Nihilfe im Kampf gegen Bayern . Hätte ein Fechenbach diese von 1886 bis 1912 in ländlichen Grundstücken an Hypotheken veau des einfachen Handarbeiters Empor­Die Hypothekenlaft stieg also um 10 166 731 000 m. Nimmt hätte es wahrscheinlich in Bayern einen großen Standal gegeben. getommenen nun einmal gesetzt sind". Das wirtschaft. Berleumdungen der bayerischen Regierung nachgesagt, fo 22 524 850 000 m. eingetragen und 12 358 119 000 m. gelöscht. liche Programm der Bewegung, so heißt es dann wieder ein Da aber nur die Reichsregierung verleumdet wird und Hitlers man an, daß diese Summe mit 4,5 Proz. verzinst werden muß, wenig höhnisch, enthalte eine reichliche Auswahl von zug- Heimatland" die Giftsprize in Bewegung setzt, begnügt man sich dann müßten die Landwirte 45 750 289 m. aufbringen. Um diese

fräftigen Nummern:

Restlose Einziehung aller Kriegsgewinne, Berstaatlichung aller bereits vergesellschafteten Trufts, Gewinnbeteiligung der Arbeiter an den Großbetrieben, Brechung der Zinsknechtschaft, Kommunali­fierung der Groß- Barenhäuser, Sebung des Kleingewerbes und des Mittelstandes, Abschaffung des Bedenzinses und Verhinderung jeder Bodenspekulation, unentgeltliche Enteignung von Boden für ge­meinnügige Zwecke, Todesstrafe für Bucher und Schiebertum.

Wozu Herr v. 2. augenzwinkernd bemerkt: Unter diesen Forderungen ist zweifellos außerordentlich reich lich viel most, von dem nech nicht abzusehen ist, ob er einen genießbaren Wein geben wird. Gerade im Kampf gegen die materialistische Weltanschauung aber, und damit mit der Sozialdemokratie, kann die Bewegung einen fräftigen Schuß idealistischer Volksbeglückungsideen nicht entbehren, die die rauhe Birtlichkeit später wohl felbft auf ein erträg. liches Maß zurüdführen wird.

Ein Verbot der nationalistischen Versammlungen, wie es wegen der in Göppingen verübten Gewalttätigkeiten in Württemberg erfolgt ist, sei in Bayern nicht zu erwarten. Als Erfolg dieser Duldung wird folgendes vorausgesagt: Es ist zu erwarten, daß es auch in Bayern , wo Hitler seine Bortragsreisen, die er unter dem Schuh seiner Stoßtrupps gerade nach den Orten fortzusetzen entschlossen zu sein scheint, wo bisher die Sozialdemokratie ihren sichersten Anhang hatte, zu ernsthaften Zusammenstößen mit den Sozialisten fommen wird, insbesondere dürfte wohl in Nürnberg in absehbarer Zeit es zu einer Gewalt­probe zwischen den national Gerichteten und den international Orientierten unter der Bevölkerung fommen. Auf welcher Seite der Erfolg sein wird, ist bei dem ständigen Anwachsen der Hitler­schen Bewegung und bei der geschickten Drganisation ihrer Ausflüge

nicht zu bezweifeln.

Zusammengefaßt ergibt sich folgendes: In deutschnatio­nalen und bayerisch - offiziellen Kreisen hält man diesen Hitler für einen sonderbaren Schwärmer, an dessen Meffias- Eigen schaft man nicht glaubt. Der Kerl ist Proletarier von Haus aus und als solcher schon an fich minderwertig. Sein Wirtschaftsprogramm betrachtet man als demagogi ichen unfinn. Daß seine Knüppelt aktif zu Zu­sammenstößen, zu Blutvergießen und Verlust von Menschen leben führt, weiß man, man rechnet faltblütig damit und er hebt dagegen feinen Einspruch. Denn Hitler wird, so hofft

Die Staatsstute.

Bon Erna Büsing.

Stuten, die im Staatsgestüt geboren sind und die ein Landstall­meister für wertvoll anerkannt hat( weniger versprechende kommen auf die Auktion), gibt der Staat nur unter äußerst strengen Be: dingungen fort. Der Käufer muß sich urkundlich verpflichten, daß er dem Tiere feine Arbeiten zumutet, die über seine Kräfte gehen, es nicht wieder verkauft und ihm das Gnadenbrot gibt. Zudem be­fundet der Staat durch den Preis, den er fordert, Sorgfalt in der Auswahl der Brotgeber.

biso

mit einer lendenlahmen Erklärung.

Schule und Politik.

=

Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Bolfs bildung wendet sich in einem Erlaß an die Provinzialschul­follegien und Regierungen, in dem eine grundsä liche Umstellung in den Beziehungen der Schule zu dem Vereinswesen angeordnet wird. Die Schule soll fünftig in dieser Hinsicht auf jedes Aufsichtsrecht verzichten. In der Begründung dieses Berzichts heißt es: der Versuch zwischen poli. tischen oder parteipolitischen Jugendvereinen und anderen unpoliti­schen Verbänden zu unterscheiden, müssen notwendig zu Einseitigkeiten und Ungerechtigkeiten führen, deshalb müsse man dieses Unter scheidungsmerkmal fallen lassen. Zu gleicher Zeit wird aber die Cinschränkung gemacht, daß die Schule als Veranstaltung des Staates es nicht zulassen könne, daß ihre Schüler Bereinigungen angehören, die fich gegen den Staat oder die geltende Staatsform richten. Im Grunde genommen opfere also der Verzicht nur formale Rechte der Schule.

Summe zu erlangen, müßten fie bei einem durchschnittlichen Roggenpreis von 175 M. für die Tonne 261 430 Tonnen Roggen verkaufen. Bei dem jezt festgesetzten Umlagepreis genügt die Ab. lieferung von 277,28 Tonnen, um die Summe zu erhalten. Würden fie die Menge an Roggen, die sonst zur Deckung der Zinsschuld erforderlich war, alfo 261 430 Tonnen abliefern, dann erhalten sie 43 135 950 000 m., also eine Summe, die nicht nur ausreicht, die 3insen und den Zuwachs an hypothefen abzutragen, sondern es bleiben noch 32 923 468 711 M. zum Abstoßen weiterer Hypotheken. man fann also getrost sagen, daß durch die Ablieferung von einem Sechstel des Umlagegetreides die Landwirte völlig schuldenfrei werden. Und doch brauchen sie nicht mehr Getreide herzugeben, als sie sonst hätten verkaufen müssen, um die Zinsen für ihre hypotheken zu bezahlen.

zuviel!

H. M.

Die Rote Fahne" wird ab Neujahr nur noch einmal täglich erscheinen. Der Verlag drückt in einem Aufruf an die Leser die Hoffnung aus, bei einem Preis von 1000 m. die Leser halten zu fönnen, die bei einem Preis von 1600 M., der bei zweimaligem Er­scheinen notwendig fei, abspringen würden. Diese Hoffnung scheint nur wenig begründet. Denn die" Rote Fahne" fommt jezt schon Wenn in dem Erlaß die Einschränkung bezüglich staatsfeind vor lauter Schimpfen auf die Sozialdemokratie nicht mehr dazu, licher Bereinigungen gemacht wurde, so ist das selbstverständlich. ihre Leser über die tatsächlichen Vorgänge auch nur notdürftig zu Fraglich muß es aber bleiben, ob es den Schulen nicht an einer unterrichten. Erscheint die Rote Fahne nur noch einmal täglich, autoritären Handhabe fehlt, nachdem die formalen fo werden ihre Leser überhaupt nichts mehr von dem erfahren, was Rechte fallen gelaffen worden find. Gewiß ist es zu begrüßen, wenn in der Welt vorgeht. Dafür sind aber auch 1000 m. im Monat das Kultusministerium den Kampf gegen das schädliche Bereinswesen Henderson als Kandidat aufgestellt. Genosse Arthur Henderson , dadurch zu unterstügen empfiehlt, daß die Schule felbft durch Gründung und Förderung von Schülervereinen dem jugendlichen Vorsitzender der 2. Internationale und Sekretär der britischen Ar­Bedürfnis nach freiem, selbstverantwortlichem Zusammenschluß ver- beiterpartei, war bekanntlich bei den englischen Neuwahlen im No­ständnisvoll Rechnung trägt, daß sie alle ihre Lebensformen im pember durchgefallen. Der Wille, diese Schlappe sobald wie möglich Geiste wahrer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft entfaltet, daß der wieder gutzumachen, war in den Reihen der Arbeiterpartei so all gemein, daß Henderson zum Haupteinpeitscher der Fraktion bestimmt Lehrer Spiel und Wanderung, Klassen und Schulgemeinde im wurde, mit der Maßgabe, daß er sich in dieser wichtigen Funktion Sinne wahrer Kamerabichaft ausgestaltet und daß Erziehung und bis zu seiner Wiederwahl vertreten lassen müßte. Jetzt ist der Ar­Unterricht mit staatsbürgerlichen Gedanken durchbrungen werden. beiterabgeordnete J. N. Bell von der Hafenstadt Newcastle ge Gewiß ist es richtig, wenn es in dem Erlaß heißt, am wirksamsten storben und die dortige Barteiorganisation hat für die Ersatzwahl werde die Schule den Erfolg ihrer Arbeit sichern, wenn der Lehrer Henderson aufgestellt. Er wird als Gegenfandidaten einen noch viel mehr als bisher bemüht ist, der Jugend innerlich Stonservativen Hauptmann a. D. namens Gee haben, welcher im nahezutommen, statt an sie die ihr oft fremden Maßstäbe März 1921 R. Mac Donald bei einer Nachwahl in der Londoner Arsenalvorstadt Woolwich knapp geschlagen, im November aber vor des Erwachsenen zu legen. Das alles sind Ziele, denen man nur einem Arbeiterparteiler wieder unterlag. Hendersons Aussichten find auftimmen fann, ob sie aber, wie das Kultusministerium meint, in Newcastle um so besser, als dort im November der Arbeiterpar einen mehr als vollgültigen Erfaz für die formalen Befugnisse geben teiler mit mehr als 3000 Stimmen Vorsprung gegen zwei Liberale werden, muß start bezweifelt werden, da sich in der Schule selbst und ohne fonfervativen Gegner gewählt worden war. borenen Neigung zur Astese auflädt. Es sind die Zeiten nach| Sopranstimme mehrere Boltslieder sehr schön. Meister Walter dem Dreißigjährigen Kriege, der die deutsche Bevölkerung dezimierte. Fischer war als Solift und Begleiter gleich bewundernswert. Auch Ein hochwohlweiser Nürnberger Kreistag hat in Erwägung, daß es Konzertmeister Lambinon( Bioline), Frau Hopf- Geiget an Geburten mangele, den Beschluß gefaßt: die Bigamie sei fürder-( Harje) u. a. verschönten durch ihr Spiel die andachtsvolle Stunde, hin gestattet, ja als ein Gott wohlgefälliges Wert den patriotischen die leider viel zu schnell vorüberrauschte. Untertanen zu empfehlen. Und Meister Martin, auf den die beiden jungen Zwillingstöchter des Nachbarn, die fanste Aenne und die fede Ursel, es schon lange abgesehen, der aber Weltlichkeit und Weib. tichkeit bisher verachtete, verfällt in feinem Pflichtbewußtsein auf die Idee, dem Vaterlande so zu dienen Seine Freundin, die alte hum pelnde Marketenderin, übernimmt die Brautmerberrolle beim Bater des Pärchens, und weder der noch eins der Mädchen hegt Bedenken. Der Abend nach dem Hochzeitsfefte, als der neugebadene Batte, der Galanta war eine Staatsstute und ihr jetziger Besitzer hält sie feine bevorzugen möchte, in die passive Rolle von Buridans Efel zu Galanta war eine Staatsstute und ihr jeßiger Besizer hält sie verfallen droht, ist in dem zweiten Bild, dem bühnenwirksamften, mert. Augenblicklich wird sie gemalt. Warum sollte sie auch nicht. mit drastisch übermütiger Boffenfomit ausgemalt. Doch diefer Stil Sie ist in einem Staatsgeftüt geboren und ein größenwahnsinniger ließ sich nicht halten. Die weiteren Szenen schildern, vorwiegend Monarch sagte einmal von ihr und ihresgleichen: Meine Stuten." ernst, wie fich die Mädchenfreundschaft der gleichermaßen in den Das wob einen ausreichenden Glorienschein um ihr Haupt, um sie Mann verliebten Zwillinge alsbald in eifersüchtigen Streit und Haß in der Galerie des für entfernte Nachkommen registrierten Besizes verwandelt, ber freilich nach dem Ratschlusse des Autors, als Kinder fommen, wieder in eitel Berträglichkeit umschlägt. Martin entdeckt Galanta ist's aber auch wert, daß sie gemalt wird Schneeweiß dabei, daß er im Grunde nur die Aenne liebe, und sagt's der Ursel, die nun, von der Schwester herzlich aufgefordert, auf alle Ansprüche ist ihr Fell, rosa ist ihr Maul, und zwar von einem solch verführe verzichtet und mit ihrem Jungen unter Martins Dache weiter rischen Rojo, wie man es sonst nur bei dem fleischfarbenen Trifot wohnen bleibt. Dem guten, erst arg gequälten Gatten erscheint die mondäner Puppen gewohnt ist, blankschwarz sind ihre Augen. Troß Lösung als endgültiger Friedensschluß. ihrer 18 Jahre ist sie noch fofett, munter und neugierig. Ein De- Die Auführung brachte das bei aller Berzwidtheit der Situa­monstrationsobjekt sozialer Folgeerscheinungen. Was doch gute Be- tionen volkstümlich einfache Zeitfclorit glüdlich heraus. Dem hoch handlung, Pflege und stets genügendes Effen vermögen! gewachsenen schwerblütigen Zimmermann Allands standen die An einen Baum hat man Galanta gebunden, weil man hofft, Damen Jort und Klotow( diese eine besonders lebendige Ursel) Die deutsche Sprache in Japan . Nach dem Weltfrieg haben sich sie würde sich auf diese Weise herbeifassen, dem Maler dann und zur Seite. Gustav Roos verförperte ansprechend den Bater, den gutmütigen Seilermeister Wohlgemuth. Mit temperamentvoll bald wieder wertvolle Beziehungen zwischen Deutschland und Japan wann Modell zu stehen. Sie wickelt sich langsain um den Baum derber Frische gab Jeanette Bethge in der geschlossensten Fi- angesponnen, vor allem auf wirtschaftlichem und fulturellem Ge stamm, steigt, schlägt, widelt sich langsam wieder ab, steigt, schlägt gur des Stüdes die alte Martetenderin, die ihre Lebensluft durch biet. Wenn auch nicht alle deutschen Wünsche in bezug auf diese und träumt dann in's Blaue hinein. Planlos, wie das nur orien alle Stürme des endlos langen Krieges hindurch gerettet hat. Beziehungen erfüllt worden sind, so ist es doch erfreulich, daß in talische Bettler und Tiere fönnen. Menschen, die nichts mehr Weihnachtskonzert in der Garnisonfirche. Der Bezirks. dieser Zeit für die Verbreitung der deutschen Sprache in Japan von Es ist in Deutschland wenig wünschen, und Tiere, die nie was wünschten, sind dem Weltgeist Bildungsausschuß Groß- Berlin hat sein drittes Fest bekannt, daß in Japan eine eigene Beitschrift Die deutsche seiten der Japaner auch viel geschieht. nahe. Galanta stöhnt vor Wohlbehagen. fonzert an den zwei Weihnachtsfeiertagen in die Aite Garnisontirche perlegt. Da die Leitung Prof. Karl Thiele mit seinem Madrigal die von einem Japaner herausgegeben wird. Der Herausgeber ist Sprache", neuerdings betitelt Deutsche Blätter", erscheint, or übernommen hatte, so war ein mustergültiges Programm und dementsprechende Ausführung fast selbstverständlich. Drei größere Brof. M. Maruyama, Lehrer der deutschen Sprache am Ober. Gymnasium in Tofio. Diese Zeitschrift erscheint in deutschem und Chorwerke, darunter die interessant gefeßte und machtvoll gestaltete japanischem Text und ist bei den Japanern sehr angesehen. Seit Weiffagung bes Jefaias" unseres Friedrich E. Koch und zwei dem Kriege ist auch wieder eine große Zahl deutscher Lehrer an Weihnachtslieder waren die Darbietungen des Chores. Welche Wunder feinster gefanglicher und stilistischer Kultur offenbaren fich japanische Schulen berufen worden. Daß die Zahl der Japaner, hier! Und dabei ist das Stimmaterial feineswegs hervorragend, die in Deutschland studieren, sehr groß, ist bekannt. weder das männliche noch das weibliche. Manche Rauheit und allzu Im Deutschen Theater gebt in Abänderung des Spielplans Freitag, offensichtliche stimmliche Anstrengung enttäuschen fast immer beim ersten Hören. Hat man sich aber erst einige Minuten an den Timbre den 29.," Caefar und Cleopatra, Sonnabend, den 30, Der der Stimmen gewöhnt, so erlischt jedes Bedenken dem Zauber dieses Die Galerie ut& Co., Unter den inden 21, eröffnet Bortrages, diesem innigsten Bersenken, diesem naiven Musizieren am 2. Januar eine Sonderausstellung von Gemälden, Aquarellen und gegenüber, das gerade diese mittelalterlichen Gefänge so sehr ver- Beichnungen von Marc Chagall Gleichzeitig finden statt Sonder langen. Frau Gertrud Wolf, die in der Kochschen modernen ausstellungen von Kurt Herrmann , Dstar Moll, Mar Bechstein und Rantate noch etwas unfrei war, fang mit ihrer fatten und weichen Alfred Partikel

festzuhalten.

Ich schaue Galanta an. Sie hat das verbriefte Anrecht auf's Gnadenbrot. Das gönne ich ihr von ganzem Herzen. Und doch ift langsom mein Selbst ganz zusammengeschrumpft. Es ist doch auch zu schade, daß der Staat nur einem Teil seiner Stuten ein würdiges Dasein sichert und die Menschen so ganz vergißt.

Centraltheater:" Der Bigamist" von Otto Ernst Hesse . Die mittelalterliche Sage von dem Grafen von Gleichen, der mit zwei Ehefrauen in ungetrübtem Glück und Frieden bis an fein feliges Erede lebte, hat dem Verfasser der Komödie wohl die Anregung ges geben, das Thema der Doppelche in anderer Weise, weniger opti­miftisch zu behandeln. Sein Bigamist ist alles andere als ein Weiber held, der leichtsinnig und ſtrupellos in die Zwickmühle hineinläuft. Im Gegenteil, ein ganz bescheidener, folider und äußerst bibelfefter Zimmermeister, der sich sein Kreuz gewiffermaßen in einer einge­

dt.

Jm Strom der Zelf." Der unter diesem Titel bekannte Ges dichtband Ernst Preczangs liegt nunmehr in vierter, wesentlich vermehrter Auflage vor.( J. H. M. Diez und Buchhandlung Bor­wärts. Preis 20 m.) Der Dichter hat dieser Neuausgabe namentlich zahlreiche seiner schönsten, tiefempfundenen Kriegsstrophen hinzu gefügt. Der Inhalt der ersten Ausgaben ist sonst nur ganz un monische Geschlossenheit des Ganzen gewahrt, sondern sie wurde viel wesentlich verändert worden. Dadurch wurde nicht nur die har leicht noch um einige Brade vertieft und dem jüngsten Zeitgeschehen angepaßt. Was Preczang da der Arbeiterschaft auf den Büchergaben­tisch gelegt hat, ist ein Buch der Befreiung und der Beredlung, das die Sllaven des Alltags hinausführen will in die Schönheit der Natur, das die Kämpfer wachruft für hohe Menschheitsziele, das in stiller nachdenklichkeit um Erlösungen wirbt und auf die feinsten Schwin­gungen der Arbeiterfeele hintauscht. Breczangs formvollendeter Strophenbau ist bekannt; er braucht hier nicht besonders erwähnt zu werden. Was er zu sagen hat, kommt vom Herzen und geht zum Herzen. In Schlichtheit und Schönheit fließen ihm die Worte, reich an Bildern und Farbenpracht ist seine Sprache, erhebend und be. freiend jeder Gedanke, bem feine vollendete Kunst Ausdruck verleiht. Möge die vorliegende Ausgabe seines vielgelesenen Buches ihm zahl­reiche Freunde werben; die Gediegenheit des Inhalts wird sicher feinen enttäuschen. Auch auf die vornehm- geschmackvolle Ausstattung möchten wir an dieser Stelle noch ausdrücklich hinweisen.

lebende Leichnam" in Szene.

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