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Die Volkswohlfahrt in Preußen.

Wir wollen teine

bemerkenswerte Entschließungsanträge unferer Genoffen vor, fo 3. B. zur Anbahnung einer Arbeitsgemeinschaft für sämt liche Wohlfahrts- und sozialen Ministerien usw. des Reiches und der Länder. Genoffe Kleinmeyer betont dazu: Die Reformen auf dem Gebiete der Volkswohlfahrt lassen sich nur durchführen im Der Landtag begann heute die Beratung des Haushalts| Notstandsarbeiten ist neuerdings eine besondere Aktiengesellschaft ge- engsten Bufamemnhang mit der Reformarbeit der anderen Ministe­des Ministeriums für Bolts wohlfahrt. Das Haus führt die gründet worden. Die Fürsorgeerziehung wurde resor- rien. Reformarbeit ist in Hülle und Fülle zu tun. Erörterung in drei Abschnitten: Boltsgesundheit, Wohnungs. und miert. Auf dem Gebiet der Bekämpfung der Geschlechtsfrant Wir gehen zu sehr in die Breite und zu wenig in die Tiefe. Es Siedlungswesen und allgemeine Volkswohlfahrt. Mit dem ersten heiten wird die Durchführung des Reichsgefeßes Schwierig wird Beit, daß alle die getrennten Arbeitsleistungen für die Bolks­Thema wird verbunden die zweite Beratung der Gefeßentwürfe feiten machen, da Mittel bisher nicht zur Verfügung wohlfahrt zusammengefaßt werden. über die Apothekerfammern und über die Zahnärztekammern, über stehen. Die Unterbringung fräntlicher Kinder, namentlich aus den dottrinäre Zentralisation, wohl aber planvolle Berknüpfung. Da das Dispensierrecht homöopathischer Merzte, die großen Anfragen Großstädten in Erholungsheimen wird fortgesetzt. Soziale Für das Wohlfahrtsministerium feine historische Entwicklung hinter sich der Sozialdemokraten und Stommunisten über die Not der forgerinnen müssen in größerer Anzahl angestellt werden.( 3uruf hat, ist organischere Zusammenfassung dringend am Plazze. Es ist Krantentassen, der Deutschen Volkspartei über die Notlage bei den Sozialdemokraten: Der Finanzminifter lehnt jede 3eit, daß wir uns in Breußen mehr um die verwaltungstech der Aerzte und Apotheker, sowie der Urantrag der Stelle ab.) Der Minister dankt dann den ehrenamtlichen nischen Fragen fümmern. Der Fehler ist, daß wir uns hier im Kommunisten auf Kommunalisierung des Gesund Jugendpflegern und-pflegerinnen für ihre aufopfernde Tätigkeit und Hause zu fehr als politisches und zu wenig als Verwaltungs­heitswesen 5. betont, für die Jugendpflege sei im Ministerium eine 3 en parlament betrachten.( Bravo bei den Sozialdemokraten.) trafftelle geschaffen, und außerdem bestehe ein Landesbeirat. Zu verschiedenen Entschließungsanträgen zur Bekämpfung der und des Alkoholmiß­Die Jugendheime usw. würden sich die hauswirtschaftliche und Geschlechtstrankheiten mütterliche Ausbildung der Mädchen besenters angelegen sein laffen brauches bemerkt Genoffin Frau Kunert: das kommende müssen. Der Minister bittet alle Parteien um gemeinsame Arbeit Reichsgefez zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten ent auf diesem Gebiet zum Wohle des Volkes.( Beifall.) spreche nicht den Wünschen der Sozialdemokraten und aller derer, Hierauf erstattet Abg. Dr. Stemmler( 3.) den Ausschuß- denen es ernsthaft um die Gefundung des Boltes zu tun sei. Es bericht und sei eine Aufgabe der Länder, überall dort einzugreifen, wo für sie Abg. Dr. Weyl( Soz.) eine Möglichkeit bestehe. Der Mißbrauch des Alkohols müsse viel schärfer bekämpft werden, weil neben der Berwüstung der sei.

Minister für Volkswohlfahrt Hirtjiefer

gibt zunächst einen Ueberblick über die Tätigkeit seines Ministeriums im ablaufenden Rechnungsjahr. Am 1. April d. J. tritt das Seb ammengesez in Kraft. Das Tuberkulofegesez hat. Aus­sicht, demnächst zur Annahme zu gelangen. Hervorzuheben ist aus der gleichzeitigen Arbeit im Reiche der Abschluß der neuen Prüfungs­ordnung für Aerzte. In Preußen ist die Organisation des Grenz­schuzes gegen Seuchengefahr erheblich gefördert worden.

Das Hauptgewicht der Tätigkeit der Medizinalabteilung lag auf dem pathischen Aerzte. Bei der Beratung über den Gefeßzentwurf Boltsgefundheit auch eine Bergendung der wichtigsten

Gebiete der Verwaltung. Die fortschreitende Gedentwertung schafft immer neue Schwierigkeiten. So wurde. es notwendig, nicht nur monatlich, sondern halbmonatlich die Säße der Gebühren ordnung zu ändern. Die Rücksicht auf die Lebensmittelkontrolle machte besondere Verwaltungsmaßnahmen notwendig.

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Abg. Scholich( Soz.)

die Not der Krankenkassen.

betreffend das Dispensierrecht homöopathischer Aerzte, betonte Ge­noffe Bent, wurde im Ausschuß die ganze Apothekenfrage aufge­rollt. Die Krankenkassen jeglicher Art hatten uns Mitteilungen zu­gehen lassen, wonach sie den Entwurf der Regierung als schweren begründet dann die Große Anfrage unserer Genossen über Angriff auf die homöopathischen Aerzte und auch auf die Teile Die schlechten Ernährungsverhältnisse haten eine Reihe von der Bevölkerung bezeichnen, die sich nach homöopathischen Grund- Er wendet sich zunächst gegen die neuerdings wieder auflebende Heze Krankheiten sehr gesteigert. Die Fleischvergiftungen fägen behandeln lassen wollen. Das Verhalten der Regierung läuft gegen die Krantenfassen und zitiert zum Beleg hierfür einige wurden so zahlreich, daß die Apotheken jetzt durch die Regierung praktisch darauf hinaus, dem Kurpfuschertum Lür und Tor zu öffnen. Säge aus dem Artikel eines Arztes im Berliner Lage. mit einem Gerum versorgt werden, das gegen Wurftvergiftung Die Krantentassen behaupten, daß die Inanspruchnahme von Haus- blatt", die auf dem Niveau der Hetze gegen die Krankenkassen von wirksam sein soll. Die Boltsaufklärung durch Wort und Bid apotheken für die Krankenkasse eine Ber billigung ihres Be vor zwanzig Jahren stehen. Mit Berhehung ist weder den Kranken­wird eifrig gefördert, damit alle Voltskreise über die gesundheit triebes bedeute. Es ist unseres Erachtens nicht Sache der Regie- tassen noch den Aerzten zu helfen. Zu dem Märchen, die Kranken­lichen Gefahren unterrichtet werden. rung, die Interessen des Apothekers wahrzunehmen, sondern tassen vergeudeten zuviel Geld durch eine falsche und bureaukratische Im Wohnungswesen zeigte sich im vergangenen Jahre die der Allgemeinheit. Im Ausschuß sind auch Stimmen Organisation, liefert die Statistit der Breslauer Orts. eine rege Bautätigteit. Zum erstenmal feit tem Kriege laut geworden, wonach ein Teil unserer Apotheken es an der Zu- frantentasse eine gute Illustration. Diese Statistit zeigt, daß fehrten die zu anderen Berufen abgewanderten Arbeitskräfte wieder verlässigkeit hat fehlen lassen. In Berlin hat der Verein homöo- für Berwaltungszwede feineswegs zuviel ausgegeben wird. Bon in größerem Maße zum Baugewerbe zurüd. Die Mittel der Fertig- pathischer Aerzte die Probe aufs Erempel gemacht. Es 160 Millionen entfallen in Breslau nur 30 Millionen auf die Ver­frellung unvollendeter Bauten reichten leider nicht aus, und die im stellte sich heraus, daß von 131 Rezepten 15mal die Abgabe ver­waltungstoften. Genosse Scholich begründet den Entschließungs­Reichstag beschlossene Erhöhung der Wohnungsbauabgabe weigert wurde, weil das verlangte Mittel nicht vorhanden war antrag unserer Genossen, wonach das Bolkswohlfahrtsministerium foll leider nur zwei Jahre gelten.( Buruf: Leider?) Jawohl, leider!( Hört, hört!), 14mal wurde eine einwandfreie Arznei geliefert, nicht veranlaßt werden soll, seinen Erlaß vom 4. Januar 1923 über die Denn damit wird sich tas Bauprogramm taum durchführen lassen. weniger als 102mal wurden gefälschte Arzneien geliefert.( hört, Borbildung und Ausbildung der Krankenkassen­Für die Wohnungsnot der Beamten und Lehrer muß Hilfe geschaffen hört!) Die Regierung hat die Absicht, jedesmal das Bedürfnis nach angestellten wieder aufzuheben. Der Minister Hirisiefer werden. Für den Kleinwohnungsbau ist vom Staat Bau homöopathischen Apotheken festzustellen. In den großen Städten betonte Genoffe Scholich zum Schluß steht den Arbeiterorgani­holz zu ermäßigten Preisen zur Verfügung gestellt worden. Das wird sie dann überall erklären, ein Bedürfnis jei nicht vorhanden, fationen nahe genug, um das Tarifrecht zu schätzen und zu Zementfynditat will für diesen Zweck eine Preis- und auf dem Lande sagt man, wie das Beispiel aus Bayern ehren. In seinem Ministerium aber scheint nicht überall der gleiche fenfung von 30 Pro3. eintreten laffen, und die übrigen 3weige zeigt, 15 Rilometer bis zur Apothefe feien feine zu große Entfer- Respekt vor dem Tarif vorhanden zu sein. Der Bauindustrie haben ähnliche Maßnahmen in Aussicht gestellt. nung.( hört, hört!) Nach der Begründung der Großen Anfrage der Deutschen Bei den Aufstodungen sind die baupolizeilichen Vorschriften Es war feinerzeit im Hause darauf hingewiesen worden, daß Boltspartei über die Notlage der Aerzte und Apo­verschärft worden. Die Frist zur Benugung der aufgestockten Boh eine ganze Reihe von Krantentassen, so die Ortskranken- thefer und eines deutschnationalen Antrages über die nungen ist mit 20 3chren anzusehen. Die unbefriedigenden Woh fasse von Iserlohn , und ebenso eine Reihe von Gemeinden sich Lage der Krankenkassen, Aerzte und Apotheker sowie einer fommu­nungsverhältnisse in der Großstadt, die ein Erbe der Kriegs- und in den Befig einwandfreier und billigerer Arzneien nistischen Großen Anfrage über die Erhöhung der Grund. Sorte egszeit sind, machen die Förderung der Siedlungsfegen. Jeter, der in Zukunft Kaffen und Kommunen daran hindert, löhne der Krantenversicherung antwortet der tätigkeit zu einer gebieterischen Notwendigkeit. eigene Apothefen zu errichten, schädigt die Intereffen der Für die Erschließung tes großen Brauntohlengebietes Bevölkerung.( Sehr richtig! links.) Wir wollen deshalb zunächſt Merseburg Bitterfeld ist bereits ein Generalfiedlungsplan einmal hören, wie die Verordnung aussieht, die die Regierung an aufgestellt. die Stelle der alten Berfügung sehen will.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Aus dem Be volterungsausschuß liegen verschiedene

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8u biefer Bersammlung find alle die Kollegen eingeladen, die aus der Gruppe ausgeschieden sind, um nochmals unter Buntt 3 der Tagesordnung die Angelegen heit zu prüfen.

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Am Ostersonnabend, den 31. März 1923, bleiben unsere Geschäfte und Wechselstuben in Berlin und Vororten mit sämtlichen Kassen ge­schlossen.

Nur für die Hinterlegung von Aktien zur Teil­nahme an Generalversammlungen, sofern es sich um den letzten Tag der Hinterlegungsfrist handelt, und für Wechselzahlungen wird im Hauptgeschäft

ein Schalter von 10 bis 12 Uhr vormittags ge-. öffnet sein.

Berlin , den 19. März 1923.

Berliner Handels- Gesellschaft S. Bleichröder

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