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Nr.339 40.Jahrgang Ausgabe A nr. 168

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Zentralorgan der Vereinigten Sozialdemokratifchen Partei Deutschlands

Redaktion und Verlag: SW 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Redaktion: Donhoff 292–295 Verlag: Dönhoff 2506-2507

Sonntag, den 22. Juli 1923

Die englische Note abgesandt.

Paris , 21. Juli. ( WTB.) Die englischen Dokumente über die Deutschland auf seine Vorschläge zu übermittelnde Antwort sind um 12 Uhr im Minifterium für auswärtige Angelegenheiten übergeben worden. Entsprechend den eingegangenen Verpflichtungen wird, wie Havas feststellt, das Außenministerium das absolute Geheimnis über den Inhalt dieser Dokumente wahren. Poincaré wird sich, nach der gleichen Agentur, nach kenntnisnahme der Dokumente auf diplomatischem Wege mit der belgischen Regierung in Verbindung fehen, um ein Einverständnis darüber zu erzielen, welche Folge den englischen Borschlägen gegeben werden foll.

Der Antwortentwurf sei ein Dokument von 5 bis 6 Seiten, die Mantelnote beträchtlich länger, da der Inhalt eines ausführlichen Memorandums mit ihr verschmolzen worden sei. Der Entwurf der Antwort enthalte die grundsägliche Zustimmung zur For­derung der deutschen Regierung betreffend die

Feststellung der deutschen Zahlungsfähigkeit durch eine unparteiische Körperschaft internationaler Sachverständiger, vermeide es aber forgfältig, fich bezüglich der schließlichen 3u fammenfegung dieser Körperschaft und der Rechte der Repa rationsfommission porzeitig festzulegen. Er schlage vor, die drei Arten der von Deutschland angebotenen Garantien in Er­mägung zu ziehen, ohne sich jedoch über die Frage ihrer Vollständig feit oder unzulänglichkeit auszusprechen. Hinsichtlich der dritten Forderung Deutschlands , mit den Alliierten auf einer Konferenz zu mündlichen Verhandlungen auf der Grundlage der Gleichberechti­gung zusammenzutreffen, jei der Antwortentwurf vielleicht etwas meniger präzis, jedoch nicht ungünstig. Die Note ent­

wägen haben. Einzelfragen, wie die Frage der alliierten Schulden, würden in der Manteínote nicht erwähnt. Dieser Buntt sei ein Gegenstand für die Verhandlungen einer wirtschaftlichen Boll. fonferenz. Außerdem erhebe man Einwendungen dagegen, daß die Reparationsfrage mit der ter alliierten Schulden an die Ver­ einigten Staaten in Verbindung gebracht merde. Zum Schluß hebe die Mantelnote hervor, daß der Entwurf der Antwort an Deutsch­ land feinen endgültigen Tegt darstelle, und daß der Inhalt auf Grund von Besprechungen unter den Alliierten abgeändert wer­

den könne.

Der Berichterstatter schließt, wenn trotz des aufgewandten Tattes und der Versöhnlichkeit der britischen Diplomatie eine interalliierte Krise entstehen sollte, se merde die Verantwortung nicht bei England liegen. Wenn dieser Fall eintrete, so werde die

überseeischen Dominions und Indiens , die ja den Friedens vertrag mitunterzeichnet hätten, erwogen werden. Ein Anfang hierzu fei bei dem legten Meinungsaustausch zwischen London und den Regierungen der Dominions über die europäische Krise gemacht worden. Dies sei ein Punkt, den die Alliierten nicht übersehen tönnten.

Französische Darstellung.

drücklichem Vorbehalt

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Englands Arbeiter und Frankreich

Bon Ramsay Macdonald - London .

Der Führer der Arbeiterfraktion im englischen Unter­hause, Ramsay Macdonald , bespricht in der neuesten Nummer der Zeitschrift der Unabhängigen Arbeiterpartei, New Leader", die am 12. d. M. abgegebene Erklärung des Ministerpräsidenten Baldwin in nachstehenden Aus­führungen.

Während der ersten drei Minuten seiner Rede vom ver­gangenen Donnerstag erntete Baldwin den Beifall der ton­fervativen Regierungsmehrheit; während der darauf folgen­den fünfzehn Minuten seiner Ausführungen war es die Ar­beiteropposition, die ihm Beifall spendete. Während ich Satz für Saß diefer Rede folgte, dachte ich, um wieviel glücklicher unser Land heute sein würde, wäre die von Baldwin ange­kündigte Politit schon vor Monaten betrieben worden und hätte sich die britische Regierung entschieden geweigert, zu schweigen, als die Ruhrinvasion erfolgte.

gierung gewesen, den Krieg niederzuhalten, die Seit dem Waffenstillstand wäre es die Pflicht unserer Re­Deffentlichkeit konsequent zu einer friedlichen Geistesverfassung zurückzubringen, die Abrüstung der Gedanken und Gefühle ebenso wie die des Heeres durchzuführen. Aber wir hatten damals einen Lloyd George im Amte und dieser wollte die Neuwahlen gewinnen; so beteiligten wir uns an der Orgie der Siegermächte und verloren damit nicht mur eine gute Gelegenheit, sondern auch unseren guten Ruf. Indessen wurde dieser Wahnsinn erkannt und empfunden, und bald fam jene gute Gelegenheit wieder, aber unsere Hände und unsere Zungen waren gebunden durch das, was wir selbst getan hatten, und so ließen wir auch diese Gelegen­ebenso gut wie ein jeder von uns erkannte, daß Bersailles heit vorübergehen. Ja, noch mehr: obwohl Bonar Law und der Geist, der Versailles verschuldet, Europa zur Verwirrung, zur Revolution und zum Ruin führen muß, war er ein geschlagener und franker Mann. Er fühlte selbst, wie ihn eine verhängnisvolle Hand festhielt, und wagte nicht, fich loszureißen. Und so ging auch diese Gelegenheit verloren.

Condon, 21. Juli. ( WTB.) Reuter meldet, es werde als un­wahrscheinlich angesehen, daß während der allernächsten Tage irgendeine Antwort auf die britische Note von den Alliierten zu er­marten sei. Angesichts der großen Bedeutung der britischen Note werde eine sehr sorgfältige und lange Erwägung durch die Frage der Entwidlung einer freimüfigen britischen Polifit Alliierten erforderlich sein. Bezüglich des Inhalts der britischen in den Bordergrund treten, und diese Politik würde nicht nur von Note merde Zurückhaltung beobachtet, doch verlaute, daß der Ent- der britischen Regierung, sondern auch von den Regierungen der wurf der Antwort an Deutschland in seiner gegenwärtigen Form feine Berurteilung des passiven Widerstandes im Ruhrgebiet ent­haite. Der Grund hierfür sei, daß die britische Regierung niemals in irgendeiner Weise an der Ruhrpolitit aftiv beteiligt gewesen sei. Reuter meidet aus Paris , es werde angenommen, daß Theunis und Jaspar Anfang nächster Woche zu einer Ronferenz mit, Poincaré nach Paris kommen werden und daß daher mit der Entsendung der französischen Antwort nach London ungefähr Ende nächster Woche gerechnet werden könne. Da, wie verlautet, die französische Regie- Paris , 21. Juli. ( WIB.) Havas verbreitet über den Inhalt rung gleiche Zurückhaltung beobachten werde wie die britische, werde des englischen Entwurfs der Antwort an Deutschland folgende Lon­feine offizielle Erklärung über die französischen Ansichten bezüglich doner Snformation: Nach den im Laufe des gestrigen Tages von der britischen Note erwartet, bevor sich die Antwort in britischen autorisierter Seite erlangten Informationen bildet die Einsetzung Händen befinde. Die für morgen erwartete Rede Poincarés Dokumente, sie nach englischer Auffassung mit dem Bersailler Ber eines Each verständigenausschusses die Grundlage der merde feine Antwort auf die britische Note bedeuten. Sie fei betrag im Einklang stehe und als eine Emanation der Repara reits Donnerstag entwerfen worden. tionsfommission bewertet werden könne. Dieser Ausschuß London , 21. Juli. ( BTB.) Der diplomatische Berichterstatter soll die Lage Deutschlands prüfen und könne Anregungen vorbringen des Daily Telegraph " behauptet, über den englischen Ent- betreffend die Mittel zu einer Lösung sämtlicher Reparations­wurf der Antwort an Deutschland und die Mantelnote folgende An- fragen. Die Besetzung des Ruhrgebiets und der passive Widerstand gaben machen zu können: werden als ein Element betrachtet, das mit den allgemeinen Fragen gleichzeitig seine Lösung finden fann. Auf den paffiven Wider und in dem Begleitschreiben an die Alliierten angespielt. In der Englands sich nach dem gefunden wirtschaftlichen und politi­stand wird im übrigen gleichzeitig in der Antwort an Deutschland Unterdessen forderte die Arbeiterpartei, daß die Politik ersteren Angelegenheit Havas gibt diese Information unter aus­bringt die englische Regierung in allge- fchen Menschenverstand richte. Sie befürchtete nicht meiner Form ihr Bedauern über den Widerstand( nach Daily das Risiko eines Gegensages zu Frankreich , denn sie wußte, Telegraph" nur über die Lage! Red.) zum Ausdruck, in dem Be- daß früher oder später irgend jemand dieser Politik auf Grund von Garantien Deutschlands zur unsichtbaren Betärischen Diftatur und dem Banterott gerettet werden sollte. gleitschreiben allerdings fchlägt Großbritannien vor, daß Frankreich sowiejo Widerstand leisten müßte, wenn Europa vor der mili­fegung des Ruhrgebietes zurüdtehre. Sie mußte, daß je später dies geschehe, desto größer die Ge= Untätigkeit das schlimmste aller Uebel zur Folge haben müßte: fahr sein würde, und daß ein weiteres Schweigen, eine weitere nämlich die Unterdrückung eines jeden von internatio nalem Rechtsempfinden getragenen Wortes. Die Arbeiterpartei hatte gewiß feine Neigung, eine schlimme internationale Lage auch nur vorübergehend zu schaffen. 2 ber es gibt gewiffe Machtproben, die nicht vermieden werden können, es sei denn auf feine Berurteilung des deutschen paffiven Widerstandes. Rosten aller Ideale, für die wir eintreten. Eine folche Berurteilung würde eine Berleugnung der bisherigen In Dingen der hohen Politit müssen Grundsäge und An­britischen Politik in der Ruhrangelegenheit bedeuten und sei nie­mals in Frage gekommen. Dies schließe aber nicht aus, daß Be­fchauungen entweder mutig oder lieber garnicht dauern über die durch eine derartige Lage verursachten Leiden und Dertreten werden. Und so hat die Arbeiterpartei seit dem Unruhen ausgedrückt werde. Der Entwurf der Antwort enthalte an ersten Tage der Ruhrinvasion, dieser Mißgeburt der Repara­scheinend eine Anspielung auf die Ruhr und den passiven tionspolitik, der Regierung gesagt, daß sie eine Politit ver Widerstand, aber wenig mehr. Das bedeute nicht, daß in England Paris , 21. Jufi.( Eca.) Soweit man nach dem ersten Eindrud, folgen sollte, die getragen wäre von den Bedürfnissen Europas nicht der Wunsch nach einer baldigen Einstellung des passiven den die englischen Dokumente in den französischen diplomatischen und von den Interessen unsers eigenen Boltes, und daß sie Widerstandes weit verbreitet sei. Sollte diese eintreten, so müßte Streifen gemacht haben, urteilen fann, wendet man sich zunächst diese Politit nicht insgeheim treiben, sondern sie vor aller Deutschland in der Lage sein, sich auf die Zusicherungen ge. ben gegen Gedanken einer internationalen Deffentlichkeit begründen sollte im Interesse einer schnelleren rechter Behandlung durch die Alliierten verlaffen zu untersuchungstommiffion, felbst in der vorsichtigen moralischen und physischen Gesundung der Welt. fönnen. Eine solche Zusicherung würde sicherlich von der Mehr Form eines von der Reparationsfommiffion einzusehenden Aus­zahl der letzteren gegeben werden.( Sicherlich von denjenigen, von schuffes. Man macht dagegen geltend, daß der Friedensvertrag Frankreich und Belgien gingen immer weiter. die Gefühle Die Regierung hörte zu, und die Regierung tat nichts. benen man auch ohne Zusicherung Anständigkeit erwartet. Red.) Deutschland das Recht gebe, jederzeit die Reparationskommission ihrer Völker stumpften immer mehr ab, ihr Rückzug wurde Der Berichterstatter erfährt weiter, es sei zu vermuten, daß in aufzufordern, eine Untersuchung der deutschen Zahlungsfähigkeit vor, immer schwieriger. Und doch mußte die unvermeidliche zunehmen, während der Friedensvertrag in feiner Weise einen tonkreter britischer Borschlag betreffend die Mäßigung internationalen Organismus" vorsieht. Allerdings, so hebt man Kraftprobe einmal erfolgen. Daher die Rede Baldwins meiter hervor auch im Leitartikel des Temps " bestimme Ab- am vergangenen Donnerstag. im Ruhrgebiet enthalten sei. Der britische Standpunkt gegenüber der schnitt 11 Teil 8 des Friedensvertrages, daß die Reparationskom­Ruhrfrage merde ziemlich ausführlich dargelegt, und die in der Par- mission an eine besondere Regelung für die Arbeitsweise nicht ge­bunden ist und also das Recht hat, jeden Sachverständigen zu be­Iamentserklärung in der vorigen Boche vorgebrachten Erwägungen fragen, der ihr recht erscheint. Wenn die deutsche Regierung morgen politischer, wirtschaftlicher, sozialer und moralischer Art würden noch der Reparationskommission 3. B. Werte in einer Nominalhöhe von ausführlicher, überlegter und überzeugender wiederholt, sowohl was fünf Milliarden Goldmark übergeben würde, und Zinsen und Amor tie britischen als was die allgemeinen Interessen der Welt angehe. tifierungen durch die Einnahmen der deutschen Eisenbahnen garan Die Mantelnote mende sich an das moralische Gemiffen der tiert würden, so wäre dies ein Versprechen, vielleicht sogar der Welt. Gleichzeitig fei fie prattisch, geschäftsmäßig und geschickt und Beginn einer Garantie, aber feine 3ahlung. Denn die deut vermeide es, burch vorzeitige Erwähnung nebenfächlicher Bunfte, fchen Eisenbahnen find im Defizit, und Wertpapiere, die durch die unüberwindliche Hindernisse für eine Einigung werden könnten, ihr Erträgnis sichergestellt sind, hätten also nur einen sehr eine fünftliche Krife hervorzurufen, und zwar in dem Getanten Finanzen durchgeführt werde, würden derartige Papiere tatsäch wachen Marktwert. Erst wenn die Gesundung der deutschen batan, daß eine allgemeine Vereinbarung über die wesentlichen und lichen Wert erhalten. Wie will man diesen Zeitpunkt jedoch feft dauernden Faktoren automatisch die fefundären, aber unangenehmen Meinungsverschiedenheiten allmählich beseitigen fönnte.

halte

Der Mantelnote ein

des französischen Drucks

=

fönnen, daß die britische Note und der Brief Großbritanniens an Der Berichterstatter des Petit Journal" glaubt fagen zu Frankreich folgende drei Punkte enthält: 1. Großbritannien nimmt das deutsche Angebote, einen Sachverständigenausschuß zu ernennen, ber sich über die Finanziage des Deutschen Reiches unterrichten soll, grundsätzlich an, ohne aber vorzuschlagen, in weicher Weise diese Rommiffion gebildet werden soll. 2. Deutschland würden hinsichtlich der Aufgabe des paffiven Widerstandes im Ruhrgebiet gewiffe 2 or fchläge gemacht, in dem Brief an Frankreich werde dieses aber aufgefordert, fich im befeßten Gebiet meniger streng zu zeigen. 3. Das Rabinett Boincaré werde aufgefordert, mit allen anderen Alliierten über die interalliierten Schulden zu handeln; denn die britische Regierung sei der Ansicht, daß das Ruhr­problem ohne Regelung der Schuldenfrage nicht gelöst werden könne. Erste französische Kritik.

das

-

Der­

ftellen, und menn er eintritt, erkennen, an wen Deutschland tatsäch lich fünf Milliarden Goldmark gezahlt haben würde? Von einer Zahlung fönnte man sprechen, sobald die von Deutschland über lieferten Werte zu vernünftigen Kursen in praktisch gesehen un­werden können. Hier biete sich einer der wirklich fruchtbaren begrenzter Menge auf den verschiedensten Weltmärkten umgesetzt

Was wird jetzt geschehen? Mag sein, daß Frankreich in 3orn gerät. Mag sein, daß der Kriegsgott Mars finster von seinen Wolfen herabschaut. Aber auch, wenn das geschieht, fo dürfen wir den Mut nicht sinken lassen. Wer glaubt, daß so etwas lange dauern wird, ist ein Tor; und wer zu einem fleinmütigen Rückzug rät, ist deffen 3millingsbruder. Eine feste Haltung, die wir zäh und freundschaftlich zugleich an den Tag legen, wird uns zu einer guten Berständigung und nicht zu einem ernsten Konflikt führen. Wer den Wunsch hat, daß wir mit Frankreich oder einer anderen Macht in guten noch ängstlich, fondern er muß offen sein, der darf Beziehungen bleiben, der darf weder unterwürfig nicht aus Bequemlichkeit kompromisseln, der muß unsere würde ebenso wie unser Recht auf unabhängige Entschlüsse bewahren. Unsere bisherige Politik war für die franösische Regierung geradezu ein Ansporn zu ihrem Be­Freundschaft in eine unerträgliche Knechtschaft verwandeln tragen und zu ihren Handlungen, die letzten Endes jede

Der prattische Angelpunkt der britischen These sei der Borschlag zur Ernennung einer Sachverständigenkommiffion, die in dem vom Versailler Vertrag gegebenen Rahmen arbeiten Lönnte. Diese Körperschaft werde festzustellen haben, inwieweit die Punkte für eine Sachverständigenuntersuchung, und dies sei eine müssen, welche fein charaktervolles, sich selbst achtendes Volk deutschen Hilfsquellen für Reparationen herangezogen merden Frage, über die man Wirtschafts- und Finanzieute der verschiedenen auf die Dauer ertragen fönnte. follen, und sie werde sedann die Zahlungsmethoden zu er- Länder mit Rußen anhören fönne.

Unsere Regierung sollte daher ihre Antwort an