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Das Filmplakat.

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Steuerfakes vorgesehen war, in Straft, foweit nicht für die Stetten. hunde völlige Steuerfreiheit eintritt leber biele Neuregelung wird die Stadtverordnetenversammlung demnächst zu beschließen haben.

20 Tollar für ein Diner?

Gewerkschaftsbewegung

Tagung des Internationalen Arbeitsamts.

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In den Jahren vor dem Kriege fonnte man in den Filmplafaten vielfach die Schauer und Räuberromantik der Schundromane wieder auferstanden sehen. Es war greulich und unerträglich. Kunsterzieher, Bädagogen, Filmreformer und die Rünstler selbst liefen Sturm Im politischen Teil des Vorwärts" vom Freitag morgen war Die 21. Tagung des Berwaltungsrats des Internationalen Ar Dagegen. Im Laufe der Jahre hat das geholfen. Bieles , wenn auch die Mitteilung eines Berichterstatters der Telegraphen- Union ent beltsamts in Genf ift gestern abgeschlossen worden. Die Bor nicht alles, ift beffer geworden. Bermutlich wird es so sein, daß die hatten, wonach sich ein hervorragendes Mitglied des nach Berlin schläge bes Direktors bezüglich der Tagesordnung der Klaffefirmen, die die großen Schlager und Klaffefime herausbringen, gekommenen Komitees der Reparationskommission zu ihm miß- ternationalen Arbeitskonferenz für 1925 wurde einstimmig ange sich auch Klaffefünstler haften können, deren Blafate natürlich fünft billigend darüber geäußert haben soll, daß er für ein Diner nommen. Die Konferenz wird im Juni 1925 zufammentreten. Cie lerisch- ästhetischen Wert haben 20 amerikanische Dollar, also über 80 deutsche Goldmart, wird sich mit der Frage der Unfallversicherung befaffen merden fann, wurde im Klub der Filmindustrie in der Friedrich- ften, leitenden Berliner Hotels erkundigt und auf Grund der Abend einen fönnen. Um zu zeigen, was geleiftet babe zahlen müssen. Wir haben uns sofort bei einem der vornehm und darüber einen internationalen Uebereinkommensentwurf oder Borschlag( Art. 415 bes Friedensvertrags) ausarbeiten. traße eine Filmplaketausstellung eröffnet, die man wohl nicht zu tarte des Hotelrestaurants vom 31. Januar folgendes festgestellt Außerdem wird bie Ronferenz einen Bericht über die für die ge­Unrecht mit dem Stichwort Theo Matejto tennzeichnen fönnte. Die Karte weist folgende Hauptspeisen, auf, unter benen feder famte Sozialversicherung in Betracht tommenden allge Dieser Künstler, deffen recht weichlich feminin wirtendes Helena Baft ohne 3wang ganz nach Laune, Appelit und Geld meinen Gesichtspunkte porlegen., Die letzte internationale Arbeits­Blafat zurzeit die Deffentlichkeit beherrscht, beherrscht auch die Ausbeutel wah en tann Die in Klammern beigefügen Zahlen zeigen nen, von denen einige dem Internationalen Arbeitsamt bestimmte wäh'en tenferenz( Oftober 1923) batte mehrere Refolutionen ongenom ftung. Das Mabuse- Platat ftammt gleichfalls von ihm und die unterfte und die oberste Preisgrenze der einzelnen Speisen an: ift zu sehen. Daß er starter träftiger Atzente fähig ist, beweift das Suppe( 0.40-2,20 m.), Eierfpeifen( 2,20-2,80 m.), Fische 1.80 bis Aufgaben bezüglich burchzuführender Erhebungen oder vorzuneh mender Beröffentlichungen enthielten. Der Berwaltungsrat beauf Blatat zum Film Der brennende Ader", eine mächtige Arbeiter 3,50). Fleischgerichte( 320-4 m.), Gemüse( 1-2 m.), Salate geftalt gegen einen roten Himmel. Bon Robert Leonard sieht( 1-2 m.). Kompotte( 1-2,40 m.). Süßspeisen 1-3,50 m.), Safe trogle ben Direktor, ben in diesen Refolutionen ausgesprochenen ( 0.75-2,80 m.). Man fann also in diesem Luxushotel Suppe, Fisch, Bünschen zu entsprechen. Drei andere Refolutionen, von denen hie man einen prächtig erfaßten Baul- Wegener- Ropf und voll rasendem Fleisch und Nachspeise zusammen bereits für 6,40 m. haben. Selbi erfte die automatische Kuppelung der Eisenbahn­Schwung eine Guillotineizene, von Lucian Bernhard das ein. wenn jemand alle hier genannten Speisen genießt und von jeder magen, die zweite die Errichtung besonderer Arbeitsauf trudsvolle, wirffame INRI- Blatat, eine Hanb, die sich nach den die teuerste bestellt so würde nur erst eine Summe von etwa fightsdienste für die Handelsmarine und die britte die nur sichtbaren Füßen des Getreuzigten ausfiredt. Bon. Dito Arpfe 24 M. zusammenkommen. Es bleibt also nur die Annahme übrig, Arbeitsbedingungen im Saargebiet betrafen, maren ein Caligari Blafat, des Films besten Angebentens. So war eine daß der betreffende Herr ganz besonders kostspielige, Bedereien wie Brüfungen überwiefen worden. Der Berwaltungsrat beschlos pon der Konferenz dem Bermaltungsrat zur Bornahme von Anzahl guter größer Sachen da. Und außerdem schöne bunte Sachen, Ravier. Austern, Erira- Borfpeisen und natürlich auch ein dazu auf die sich das Auge des Bublikums mit Wohlgefallen richtet. Und genoffen hat, mobei dann allerdings nach und nach 20 Dollar, d. h. erfte Resolution der Konferenz der Internationalen Eisenbahner­in bezug auf die erste Resolution, Den Direktor zu beauftragen, bie gruselige Gespensterbilder von unheimlich Bermummien mit grünen mehr als 80 M. zusammen tommen würden Aber das wird ver. union und der Transitkommission des Böfferbundes zu über oder gelben oder roten Augen. Na! na! benft man, fieft den Namen mutich nicht nur in Berlin fondern in allen Luruslokalen der aanzen Welt der Fall sein. Wenn also ein Herr eine solche Summe weifen, im übrigen die Angelegenheit meiter im Auge zu behallen des Schöpfers und verschludt ehrerbietig alle Bebenten. Sehr be für Effen ausgeten fann, so ist das feine Sache und besondere und vor allem statistisches Material über Eisenbahnunfälle zu sam liebt bei Film und Publitum scheint jenes Motiv zu sein, das einen Schlüffe auf Zustände in Deutschland und in Berlin tönnen dar. meln und dieses zu zentralisieren, um es später Lei ter Borberei Helden zeigt, ber von einem bad liebesfeligen, bald verzweifelten aus ummärsich gezogen werden. fung eines eventuellen internationalen Uebereinkommens zu ver Weib heftig umflammert wird. Der Held erscheint oft in eiserner paritätischen Marineausschuß des Internationalen r merten. Die zweite Resolution übermies ber Bermaltungsrat dent Kleidung, dann handelt es sich um einen mehr historischen Film, beitsamts. Die dritte Resolution hat folgenden Morilout: Oft erscheint der Held aber auch im Frad. Dann ist es eben ein moderner, mehr hysterischer Film. Der Held hat faft nur ein ehernes ader fleghaftes ober raffiges nder raffiges Geficht und manchmal liegt alles dies zusammen in feinem Antlik. Und zu Füßen dieser Schau promenieren langfam die Finanzhelben bes Films, die Direttoren mit ihren Trabanten. Man tenni fich und plaubert über die fom. menden Geschäfte. Einen überaus prächtigen Leitfaden, zu dem der Reichskunftwart Dr. Rebslob eine Einleitung beigesteuert, hat der Leiter der Ausstellung Fr. R. Koetschen herausgebracht, ein Wert, das graphisch und drudtechnisch lobenswert ist und vollkommen und erfreulich friedensmäßig wirkt. Man darf aber nicht vergeffen, daß überall in den fleinen und fleinsten Kinos oft genug noch fene schaurig- titschigen Blafate Hängen, denen nach wie vor der Stompf cller auf Gefamadstultur Eingestellten gelten muß. Es gibt noch viel zu tun.

Der Schuldirektor als deutschnationaler Werber. Wozu er feine Schüler gebraucht!

In den Zeiten der Monarchie wären Sozialdemokraten, die im Parteileken standen und cffen für ihre Partei arbeiteten, als Beambe nicht geduldet worben. Die Republit erlaubt jebem Beamten, fidh mach feiner Ueberzeugung zu einer Partei zu bekennen und außer halb feines Amtes für sie zu werben. Diefelben Monarchisten, die früher die fchonungslose Berfolgung fozialdemokratischer Beamten als Staatsnotwendigkeit ansahen und billigten, halten heute die bollste Ausnugung ber den Beamten gewährten Freiheit für felbft perständlich

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Bie weit manche Beamien Sarin gehen, lehrtein Fall, der in Betlin Hermsdorf am Realgymnaftum vorgefominen ist. Man' meiß, daß die Monarchie den Beamten der Schule, den. Lehrern und Erziehern der Jugend, die Zugehörigkeit zu einer antimonardji­ichen Bar ei besonders böse anzutreiben pflegte. Der Direktor des Hermsdorfer Realgymnasiums, Dr. Steinbrud, der zu den Deutsch

nationalen gehört und für sie wirbt, hat fogar Schüler der An. ftalt in ben Dienst feiner Partei gestellt. An einen Turnlehrer, ber eben ben Turnunterricht beginnen mell'e, mandre er sich mit dem Auftrag, Schüler auszufcheiden und fie Zettel bei bestimmten Einwohnern des Dries abgeben zu lassen. Es handelt fich um Zettel, bie zum Besuch einer Bersammlung Der Deutfcnationalen einluben. Der Turnlehrer ging auf dieses Anfinnen ein und schickte sofort eine Anzahl Schüler mit den Zetteln meg. Wir glauben nicht, daß er sich die Zeit genommen hat, vorher festzustellen, ob er nur Söhne deutschnationaler Eltern bazu auswähl'e. Als die Jungen nach Erledigung ihres Auftrages zurüd'amen, war der Turnunterricht in vollem Gange, so daß fie im Dienst der Deutschnationalen Partei einen Teil der Stunde versäumt hatten.

Man ftelle fich einmal vor, daß in den Seiten der Monarchie ein Schuldirektor feine Schüler bazu benut hätte. Einladungen zu einer Bersammlung der Sozialdemptratifchen Bartei aus. zutragen! Bie lange wäre er noch in feinem Amt geblieben?

Wenn der Wirt am Stammtisch Karten spielt. Mit einem außergewöhnlichen Trid hat sich ein Schwindlerpaar eine Menge Baren verschafft In einer hiesigen Schantwirtschaft im Mittelpunkt des Berkehrs erschienen wiederholt ein Mann und eine Frau als Gäste, die jedesmal geraume Zeit verweiften. Eines Nach mittags waren fie in der gefchäftsftillen Seit wieder da. Der Birt pflegte, wie sie durch ihre früheren Besuche erfahren hatten, in fol chen Stunden am Stammtisch mit den wenigen ihm näher. Bekannten Gästen einen Stat zu spielen und sich, da er das Baar bereits fannte, um nichts zu fümmern. Der Mann aber telephonierte ununter brochen. Nach einiger Zeit tamen Boten und brachten allerlei waren, die ber Mann fo geschickt behandelte, daß die Boten glaubten, es mit bem Birt zu fun zu habent, ber aber in Wirklichkeit Karten spielte und so vertieft war, daß er nichts merfte. Während sich die Frau mit dem Boten beschäftigte, verstand es der Mann, sämtliche Baren aus dem Hause zu schaffen. Als alles fort war, verfchwand auch die Frau. Nunmehr fielen dem Birt endlich bie wartenben, Boten, auf. Er erfundigte sich und bekam nun bei den Boten heraus, daß der fremde Mann auf feinen, des Wirtes, Namen alle Maren bestellt hatte.

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80 M. für ein Diner, das ist das Monatseinfom: men eines beutschen Arbeiters oder Beamten. Diefe, Tatsache fagt, mohl alles.

Tas Juftitut für Segnalwiffenschaft gemeinnütig.

Namens des Preußtichen Staatsministers hat der Minister für Biffenfchaft, Stunft und Boltsbildung im Girberfiändnis mit den Ministern des Innern, der Justia und des Ministers für Bolts. wohlfahrt durch Erlak vom 19. Dezember 1928 der Scenkung bee inftituts für Grualwiffenidbait in Berlin an die Dr. Magnus. Diefe Stiftung wurde von dem Gründer des Institute, Dr. Magnus Siribfeld Stiftung die staatliche Genehmigung erteilt. Siricfeld, aur Förderung wiffenfchaftlicher Durchforschung bes gesamten Seruallebens und zur Aufklärung auf diefem Gebiete errichtet. Anläglich der Uebergabe des Instituts an die Stiftung wird am Sonnabend, den 2. februar, bormittage 10 Uhr, nac einer furzen Feierlicfeit eine Führung für die Bertreter ftaatlicher und städtischer Febörden, fowie der Breffe burd die einzelnen Abs teilungen des inftituts für Segualiiffenschaft mit Erläuterungen der Abteilungsleiter stattfinden. Zugleich wird eine dem Institut vom Rationalbygienemufeum in Dresden für das Jahr 1924 zur Verfüguna geftelte feruatwiffenfaf liche Spezialaus Rellung eröffnet werden.

Rückgang der Verbrechen?

Bei der Groß- Berliner Kriminelpolizei ist stille Zeit. Seit langen Monoten ist nicht eine so geringe Zahl von Eigentums. vergehen und anderen Straftaten beobachtet worden. Mon geht wohl nicht feht, auch diele erfreuliche Erscheinung auf die Tfferung der wir schaftlichen Verhältnisse zurückzuführen. Sachfenner wußten ja längst, daß weit mehr aus Nat als aus verbrecherischen Trieben gestohlen wurde,

Die Konferenz nimmt Kenntnis von bem Artikel 23 2bf. 4 bes Rapitels 2 der Anlage zu dem das Saargebiet betreffenden Teil des Berfalllers Friedensvertrags, nachdem die Regierungs fommiffion bei Fejifegung der Arbeitsverhältniffe und Arbeits zeit für Männer, Frauen und Kinder, die von den örtlichen Dr. ganisationen der Arbeiter geäußerten Wünsche und auch die vom Bolterbund angenommenen Grundfäße in Ermägung ziehen soll. In Anbetracht deffen, daß es sich Eei diesen Bedingungen um die in der Einleitung zum Teil 18 und im Art. 427 bes Berfailler Friedensvertrags niedergelegten Grundsäge handelt und daß die interna ionalen Arbeiterorganisationen beauftragt find, um die Berwirklichung dieser Grundfäße bemüht zu sein, ersucht die Son ferenz den Berwaltungsrat, zu prüfen, ob es angebracht er scheint, durch den Generalsekretär mit dem Böllerbund in Berbindung zu treten und zu untersuchen, in welcher Beise den Wünschen der örtlichen Organisationen des Saargebiets Folge geleistet werden tonn.

Es wurde beschloffen, diese Resolution bis zur nächsten Tagung zurückzustellen und in der Zwischenzeit in eine allge. Reihe von Rommissionsberichten im Sinne der Borschläge bes meine Prüfung der Frage einzutreten. Dann murde eine Direttors erledigt und mehrere Borschläge für die nächste Lagung zurüidgeftellt. Die nächste Tagung wurde auf den 8. April feft gefeßt Als Tagungsort ist wieder Genf in Aussicht genominen.

Wie von oben die Unzufriedenheit geschürt wird. Durch das Reichsverfehrsblatt Nr. 2 vom 15. Januar 1924 befretiert das Reichsverfehrsminifterium, ohne mit den gemertidafi fichen Organisationen zu irgendwelcher Ginigung gefommen zu ein und im Widerspruch mit ben schriftlichen Abmachungen, bie bas RVM an die Spikenorganisationen binbet, aus eigener Rachioll­tommenheit ben Zehnstundentag für das Betriebs und Bep

der heutigen Boftauflage bei. Bolt und Zelf", unfere illustrierte Wochenschrift, liegt fehrspersonal der deutschen Reichsbahn. Es handelt sich dabei nicht

Führungen im Museum für Meeres unde. Dienstag, 5. 2., 12 116r: Brof Brühl: Meeresprodukte als Schmudfachen,

Brof. Stahlberg: Schiff und Schiffsmaschinen. Dienstag, 12. 2, 12

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etma um eine zehnftündige Arbeitsschicht, denn nach ben bisherigen Dienstbayervorschriften leistete das Berjonal auf Grund der Abrech fich Behnstundenschichten, bei großen Bersonalgruppen ergaben fich nung von Dienstbereitschaften und Dienstpausen schon fast durchschnitt. infolge der Richtanrechnung der Bausen und der Leisurechnung der Dienstbereitschaften fogar Zwölf und Fünfzehnstundenschichtent. Nun legt man biefen Arbeitsschichten nicht 8, fondern 10 Stundenr reine Arbeitszeit zugrunde und bestimmt, daß im Jahre 3130 Stunde reiner Arbeitszeit( also nicht Dienstschichten) bemältigt merden müssen. Nur bei mun'erbrochener besonders anstrencender Beschäftigung darf die Dauer der einzelnen Dienstschichten nicht mehr als 10 Stunt überschreiten, bis zu 16 Stunden darf sie bei weniger anstrengendem den betragen. In der Regel foll die Dienstschicht 12 Stunden nicht Gesamtdienst ausgedehnt werden Die Fahrzeit auf der Lotcmotive darf in diesem Rahmen über 9 Stunden ausgedehnt merben, went mindestens eine Baufe non 10 Minuten in diefer Fahrzeit enthalten ift. Wenn man bebenft, daß ein Lotomotivführer, bar verheiratet ift und ein Rind hat, nur 59,6 Broz. feines Bortriegseintommens bezieht und wenn man die Erregung, die infolge des ungerechten Bersonalabbaues in die. Beamten hineingetragen murbe, berüdfichtigt, Der Stand des Sechstagerennens. en bann darf man sich nicht wundern. wenn in der Beamtenschaft immer lauter der Ruf nach Selbsthilfe ertönt. Nur noch 11 Paare im Rennen.

Arbeiterbildungsschule Groß- Berlin. Heute bend 7 Uhr beginnt die Bortragsreihe des Geroffen Er. 2ohmann im Gesangsfaal ber Cobbien­schule, Beinmeisterfte. 16/17, für den 1. Kreis und bie benachbarten Bezizle. Der Berliner Bolfschor( Dirigent Dr. Ernit 3 anber), Berlins größter gemilchter Arbeiter chor, veranstaltet am 4 und 12. februar, abends 8 Uhr, in der Staatlichen Hochschule für Musik unter Mitwirkung der Konzertjängerin Gertrud Wolf reip. ber Stafet Kammermufil- Vereinigung ausverkauft. Am Freitag, den 8. Febr.. abends 8 ihr, beginnen in ber ber Staatsoper gri Bottslieber Abenbe; beibe Stongerte find aula bes Andreas Realahmnafiums, Robbenstraße 76, bie Broben zu Beethovens 9. Symphonie, an deren Aufführung neu eintretende mit alieber( auch ohne Notenkenntnisse) noch teilnehmen können. Monats. beitrag 30 Pfennige,

Sport.

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Nach der 1.0.11hr Nachtwertung( 49, Stunde) waren 1418,130 Rilometer zurüdgelegt. Gegen 12 Uhr nachts beginnt bie große Jagd. Die Amerikaner haben fich anschei nend etwas vorgenommen und wollen nun endlich zeigen, daß auch fie etwas mehr find, als nur Fahrer Taylor geht zum Angriff über und es gelingt ihm auch, einen größeren Borfprung zu er fämpfen. Saldom und Baner fegen in schärfftem Tempo hinterher und ziehen an dem Ausreißer vorbei. Alle Fahrer find im Rennen ein ungeheurer Lärm burchtönt die Halle. Auch abn unternimmt einen Vorstoß, doch ergebnislos endet sein Bor, haben. Bauer und Salbom ziehen vornweg. Inmitten diefer auf regenden Sämpfe, wobei einas Stolz eine Runde und ausler Ohrt zwei Runden verlieren, stürzt ber Amerikaner Hanley. Huichte, der mit feinem Bartner Rohl glänzende Siegesaussichten bat, fommt hierbei ebenfalls leider 3 Fall Nach etwa einfüündiger Neutralisierung des Rennens wird belanni baß Suschte infolge seiner Verlegung des Rennen aufgibt. Golle, der infolge bes Ausscheidens Schrages als Erfagmann weiterfuhr, bilbet jekt mit dem ehemaligen Barmer Hufchles, Rohl, eine neue Mannschaft

Die 2- Uhr- Nachtwertung

bringt faldendes Buntteraebnis: Lorenz Salbom 102, Bauer Kruptat 88, Techmer- Stellbrint 40. Hahn- Tiek 36 Buntte. Eine Runde zurüd Kohl- Golle, Neinas- Stolz und Stabe- Manthen, zwei Runden zurüd Häusler- Dhrt. Nach der 50. Stunde 1456,575 Kilo meter zurüdgelegt.

Groß- Berliner Parteinachrichten.

3. Areis Friedrichshain. Seute, Freitag, ban 1. Gebrna, 7%, Uhr, wichtige Be­fprechung der Beamtenausschüsse bei Blitschus, Petersburger Str. 4.

Jahressatz der Hundesteuer: 30 Mark. Durch Beschluß der städtischen Rörperschaften ist der Jahresfat der Hundesteuer für den ersten Hund Don 20 auf 30 mart mit Wirkung nom 1. Januar d. 3. ab erhöht worden. Damit ift ber alte Soß mieberhergestellt, der in den Borfriegsjahren fomohl in Berlin als auch in den größeren Bororten in Geltung war. Ferner hat der Magistrat befchloffen, die Besteuerung der Machhunde für ganz Groß- Berlin auf folgender Grundlage neu zu regeln: Steuerftet bleiben Hunde, die zur Bewachung von Gebäuden, Gehöften, Bazen und Kleingarten gehalten werden, fofern sie hierzu geeignet sind und am Tage im Freien an der Kette fiegen. Die bisherigen Bestimmungen der Hundesteuerordnung, monoch Bachhunde nur für eingeln gelegene, Gehöfte und ferrer für Laubenfelonien im beschränkten Umfange steuerfrei gelaifen murden, erfahren hierdurch eine wefentlihe Erweiterng.' ermit wird auch den vielfach geäußerten Bünschen der früheren Vorort. gemeinden auf Freilaffung eines Bachhundes Rechnung getragen. Raufhaus Gebr, Lepfer veranstaltet vom Freitag, den 1. februar, ab in Deneben bleibt der Gemeindebeschluß vom 30. Mai 1923, wonach in Shrem Saufe GO. 36, Wiener Str. 64, Ede Baufiger Straße am Görliger Bahh. ben am Rande der Stadt gelegenen Ortsteilen mit ändlicher Eigenhof, ihre Beiße Bode. Man beachte bie großen Benjierauslagen und be fichtige die Auslagen in bex Innenräumen ohne jeglichen Raufawang.. Wir art eine Ermäßigung für den ersten Hund als Bachhund auf ¼ tes perpeifen auf die heutige Anzeige.

Geschäftliche Mitteilungen.

Die Weiße Woche bes beftrenommierten Raufhaufes Singer& Co., G. m. b. S., Chauffeefte 61 62. de Biefenitr, tetet diesmal eine außerordentlich un ft ge Gelegenheit u billigen Einkäufen- Bir Derweiren auf die heutige Anzeige

Die Firma Dr. Erich J. Huth, bie es in ben legten Monaten. in der Behandlung ihrer Arbeitnehmer icon zu einer gewiffen Berühmtheit gebracht hat, hat jegt durch einen neuen Fall alles bieber dagewefene in den Schatten gestellt. Ein Betriebsrats. mitglied wollte fünf Minuten vor der Tischzeit Kaffee autbrüher, infolge der gänzlich ungenügenten Einrichtungen des Betriebes is was er und alle anderen Arbeiter der Abteilung fchon seit, Fabren handhaben, da die Baufe nur 15 Minuten beträgt und man foeben gebrübten Staffee nicht trinken fann. Der wegen feiner Behandlung mitglied fich in einer halben Minute an feinen Blaz begebe. Gr der Arbeiter befannte Direttor 8. forderte, daß das Betriebsrats ablte fodann bis brei und fagte: Sie find entlassen! Die Empörung fiber biefe Entlassung eines Betriebsrats war berurt mütig binter den entlaffenen Betriebsrat ftellte und beichloß, in groß, daß die Belegidaft m einer Betriebsveriammlung fidh ein. hältniffe in demfelben zu verbarren. Vielleicht hat auch die Gesellschaft den Streif zu treten und bis zum Eintreten menfchenwürdiger ver­Betriebsleitung. Die Betriebsräte, die im Betriebe blieben unb bes Huth- Konzerns ein Intereffe an einer rubigen und befonneren eine Möglichkeit zur Beseitigung der Mißstände und Regelung ber Produktion herbeiführen wollten, find furzerhand entlaffen worden. Arbeiter, denkt an die Behandlung durch Herrn. und übt Solidarität!

Berichtigung. In der Notiz: Angestellte der Buchbinderei und Buchdrudereibefizer!" n ber heutigen Morgenausgabe muß es im 1. Abfah, 2. Sah heißen: Bei der Eröffnung der Sigung murde uns mitgeteilt, daß der Berein der Buchdrudereibefizer es ob­lehnt.

Die Metallarbeiteraussperrung in Magdeburg - Halle ist beendet, ba gegen den Bermittlungsvorschlag nicht ganz drei Biertel der Be teiligten gestimmt haben. Der Bermittlungsvorschlag bestätigt. im wesentlichen den Schiedsspruch und umgrenzt nur etwas genauer die Bestimmung betreffs des Verbots von Maßregelungen und der Arbeitszeit.

Glafer! Sonnabend nahm. 4 Uhr. im Gewerkschaftshaus Mitglieberverfam luna. Bericht von der Lohnverhandlung.

Berantwortlich für Bolitif: Ernst Reuter : Wirtschaft: 3. S.: Cut Stenter; Gemertidaftsbewegung: Chlora: Feuilleton: 9. 9. her; Lofales und Sonstiges: Frig Raistabt; Anzeigen: Th. Glode; jamilia in Berlin . Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. 5., Berlin . Seud: Borwärts- Budbruderst und Berlagsonftalt Paul Ginger u. Co.. Berlin S. 68., Bixbenge& Sierau 1 Beilage.