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Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Nr. 115.

nämlich:

führen!

Lokales.

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Donnerstag, den 21. Mai 1891.

8. Jahrg.

lichem Danke im Sonntagsfreund quittiren.- Berlin SW., dem die S. losgelassen worden war, will sie Niemand mehr Johannistisch 6, P. G. Evers." gesehen haben und daher auch keine Beschreibung der Thäter Man sieht, in welcher herzerquickenden Weise die Berliner geben können; aus diesem Grunde habe sie eine Anzeige unter­Das antisemitische Volk" des Herrn Stöcker glaubt Stadtmission eintritt für die Interessen der Armen! Man sieht, lassen. Das Packet mit den Federn war gleichfalls verschwunden, einen phänomenalen Wiß gemacht zu haben, indem es eine aller- wie die Berliner Stadtmission Alles in Bewegung feht, allüberall also wahrscheinlich ebenfalls geraubt worden. dings schlecht stilifirte Annonze, die in unserem Blatt gestanden einen Nickel herauszupressen sucht im Interesse der Armen! Wie hatte, zum Gegenstand längerer Betrachtungen macht. Unter dem macht sich die Berliner Stadtmission doch so hochverdient um die Eine Ofenexplosion hat gestern Vormittag in Köpenick den Titel Sozialistische Gewaltthat" schreibt das Stöcker Blatt Berliner Armen! Was wäre überhaupt Berlin ohne Berliner Tod eines Menschen zur Folge gehabt. Um 11 Uhr war in der " Im Vorwärts" vom 16. d. M. Beilage 2 findet sich Stadtmission? So wird vielleicht Mancher denken, der obiges Kalkbrennerei von E. Gleichen jun. in der Lindenstraße der Heizer Gingesandt" lieft und sich bereit finden lassen zu einer Wohl- Klein mit dem Anfeuern eines Ofens beschäftigt, als plöblich, folgende Annonze: Bitte diejenigen, welche meinen Sohn Ernst Knoll im thätigkeitssteuer im Interesse der Armen! Ganz andere Gedanken von einer fürchterlichen Detonation begleitet, das dicke Mauer­werden aber zweifelsohne denjenigen Leser dieses Aufrufs be- werk auseinanderbarst und mächtige Steinmassen auf größere Der Heizer K. selbst Alter von 13 Jahren, gewahr werden, zur Polizei zu schleichen, der von dem wunderbaren Inhalte des Kontraktes Entfernung umhergeschleudert wurden. Knoll, Havelbergerstraße 40. Kenntniß genommen hat, der seitens der Berliner Stadtmission wurde unter den Schuttmassen des zusammengestürztens Ofens Bei den Türken geht es zwar all' den Männern übel, mit deren Straßensängern, genannt Kurrendejungen", bezw. begraben und später aus den Trümmern als Leiche hervor­welche ohne Brief in die Nähe der Frauengemächer des deren Eltern oder Vormündern abgeschlossen wird, welchen wir gezogen. Der Bedauernswerthe ist verheirathet und Water mehrerer Sultans tommen; in" Mährchen" liest man von grau- vor einigen Tagen veröffentlicht haben; diese Kurrendejungen" Rinder. Wie vermuthet, haben sich Gase im Innern des Ofens samen Geistern, welche armen Menschen die Augen blenden, sind gewiß unglückliche Kinder, die der Berliner Stadtmission angesammelt und so die Explosion hervorgerufen. blos darum, weil sie ihre verborgenen Schäße schauten. ans Herz gelegt sind"! Wie sorgt die Berliner Stadtmission für Aber was soll man zu dieſem ſozialdemokratischen diese Das bekundet zur Genüge der Kontrakt! Auf der einen der Reichshauptstadt hat ein Stettiner Kaufmann Namens K. Ein herbes Mißgeschick bei seiner Pfingsttour nach Tyrannen sagen, der alle die zur Polizei führen lassen Seite Ausbeutung der Kinder der Armen, auf der anderen Seite gehabt. Der Bedauernswerthe bekam in der Nacht zum Sonn­will, die ohne ihre Schuld seinem ungerathenen Sohne Wohlthätigkeit" für die Kinder der Armen, Bettelei im auf der Straße begegnen? Seid auf der Hut, Ihr Ber: Interesse der Armen! Erkläret mir, Graf Derindur, diesen tag, wo er sich behufs nach seiner Meinung würdiger Vor­liner, flieht vor Ernst Knoll, im Alter von 13 Jahren! Zwiespalt der Natur! 3wei Seelen wohnen, ach, in meiner Spittelmarkt Streit. Es entstand ein ruhestörender Auflauf, bereitung zum Frühkonzert auf die Bierreise begeben hatte, am Sein Signalement findet Ihr an der angezogenen Stelle Bruſt", klagt Faust. Zwei Seelen wohnen auch in der Berliner unser Stettiner wurde troß alles Sträubens arretirt und mußte Sonst möchten bald die Räume des Polizeigebäudes Euch Stadtmission! Herr Pastor Evers rühmt die Seligkeit des dann noch Bekanntschaft mit dem Grünen Wagen, sowie dem zu faffen nicht im Stande sein! Aber wie werden sie Gebene, jedoch scheint die Berliner Stadtmission die Seligkeit Bolizeigefängniß am Alexanderplatz machen, weil er eine es erst machen, wenn alle Gewalt in ihren Händen ist, des Nehmens noch tiefer zu empfinden im Interesse der Armen Wohnung in Berlin nicht nachzuweisen vermochte. Im Polizei­wenn schon ein einzelner wüthender Vater solche dra= gewahrsam weckten ihn am Pfingstmorgen statt schmetternder fonischen Maßregeln anwendet!" Wir sind die Lehten, die nicht über einen guten Wit lachen, Zu der gestörten Maifeier", welche am Sonntag, den Trompeten die klappernden Schlüsselbunde der Gefangenenwärter selbst wenn er auf unsere Kosten gemacht wird. Aber ein 3. d. Mis., in dem Inselrestaurant des Herrn Wollhaupt in und es wurde ihm eröffnet, daß seine Vorführung vor den Mährchen"-Erzähler, wie derjenige ist, der sich hier produzirt, Plößensee stattfand und über die wir vor einigen Tagen be- Amtsanwalt der Feiertage wegen erst in 2 Tagen erfolgen könne, follte sich lieber erst über die Anfangsgründe der Rechtschreibung richteten, sendet uns der genannte Herr Wollhaupt eine längere bis wohin er festgehalten werden müsse, weil er seine Wohnung orientiren, bevor er sich über den Stil anderer Leute luftig Berichtigung, aus der wir als thatsächlich Erheblich folgendes nicht in Berlin habe. Am Dienstag endlich dem Richter vorge führt, erhielt er einen Tag Hast, welcher nach dem richterlichen macht. Karlchen Mießnick, es giebt ein altes Sprichwort und mittheilen: das heißt: Ein Esel schimpft den anderen Langohr." Es sei ihm von einer Maifeier keinerlei Mittheilung gemacht Ausspruch durch den unfreiwilligen Aufenthalt im Polizei­worden und er habe das Halten einer Rede und die Abstimmung gewahrsam als verbüßt" erachtet wurde. Begreiflicher Weise über eine Resolution nicht gestatten dürfen, ohne vorherige An- beruhigte sich der Pechvogel bei diesem Urtheil, schied aber nicht meldung einer Versammlung. Herr Rose hätte sich auch darüber mit den besten Meinungen von der Berliner Gemüthlichkeit aus nicht täuschen können, daß seine Rede in dem von zahlreichen der Hauptstadt. Leuten gefüllten Lokale auch von Angehörigen anderer Parteien hätte gehört werden müssen.

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Unsere frommen Gegner bringen in dem Kampfe gegen uns doch recht sonderbare Waffen zur Anwendung, von denen es doch wirklich schwer wird zu glauben, daß diese Herren selbst annehmen, fie tönnten in einem solchen Kampfe siegen.

Den in der genügsam bekannten Herberge zur Heimath Ver­fehrenden wird ein Traktätchen in die Hand gesteckt, das auch folgenden Artikel enthält:

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Berlins.

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10. die

Nahrungssorgen. Gestern Morgen um 7 Uhr wurde in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses zu Charlottenburg eine blutüberströmte Leiche aufgefunden. Bei der näheren Besichti gung derselben ergab es sich, daß die Pulsadern des linken Arms mittelst eines bei der Leiche befindlichen Tischmessers geöffnet worden war. In dem Verstorbenen ist der Arbeiter Stirmen, Kirchstraße 7 wohnhaft gewesen, ermittelt worden, welcher eine zahlreiche Familie in den drückendsten Verhältnissen hinterläßt. Es dürften Nahrungssorgen den Mann in den Tod getrieben haben.

Eine erschütternde Szene spielte sich gestern Nachmittag auf dem Bahnhof Alexanderplatz ab. Ein junger Mann, der Was das Niederreißen der rothen Fahne anlangt, so geht auf den nächsten Zug wartete und anscheinend in bester Stim­Herr Wollhaupt mit einer Redewendung um diese Behauptung mung auf dem Bahnsteig auf- und abgeschritten war, fiel plök­Das Glück des armen Manne 3. Johann herum, die nicht deutlich erkennen läßt, ob er dieselbe zugestehen lich zu Boden und blieb regungslos liegen. Das mitanwesende Wesley sagte einmal, daß ein tiefer göttlicher Eindruck, oder bestreiten will. Er erkennt aber an, daß das Niederlassen Publikum machte sich sofort um den anscheinend Ohnmächtigen welchen er empfangen, verursacht worden sei durch einen des Vorhanges feinerseits wenig tattvoll war; nur behauptet er armen Mann, welcher auf seinem Gymnasium etwa die fein anderes Mittel im Augenblicke besessen zu haben, um dem zu schaffen, bis schließlich ein zur Stelle geschaffter Arzt den in­Stelle eines Pförtners verfah. Der arme Mann tam spät seiner Meinung nach ungesetzlichen Auftreten Rose's entgegenzustellte. In der Tasche des Todten fand sich eine Eisenbahnkarte folge eines Herzschlages eingetretenen Tod des Unbekannten fest= in der Nacht auf Wesleys Zimmer und sagte:" Herr treten. für die Strecke Breslau - Berlin , woraus ersichtlich war, daß der­Wesley, ich möchte mit Ihnen etwas sprechen." Nachdem ihn Wesley gefragt hatte, was er so spät noch begehre, Wann ist eine Zeitung druckfehlerfrei? 1. Wenn der selbe erst wenige Stunden vor seinem Tode in Berlin an fagte er wiederholt, er möchte ein wenig mit ihm reden. Verfasser oder Einsender das Richtige geschrieben, 2. das Richtige gekommen sein dürfte. Herr Wesley erlaubte sich einen kleinen Spaß gegen den auch deutlich geschrieben hat, 3. der Sezer in alle Fächer des Mann und sagte: Johann, gehe heim und ziehe deinen Segztastens lauter richtige Buchstaben geworfen hat, 4. die rich­andern Rock an, und dann kommn wieder und sprich mit tigen Buchstaben greift, 5. fie richtig einsetzt, 6. der Korrektor mir." Dieser Rock," sagte Johann, ist der einzige, den richtig liest, 7. der Setzer die erste Korrektur richtig verbessert, ich in der Welt habe, und danke ich Gott dafür." 8. der Korrektor die zweite Korrektur richtig liest, 9. der Johann," sagte Herr Wesley, du siehst aus, als wenn du Setzer die zweite Korrektur richtig verbessert, hungrig wärest; gehe heim und is dein Abendbrot." Revision richtig gelesen wird, 11. wenn dem Betreffenden die " Ich habe heute nichts gehabt, als einen Trunk frisches nöthige Zeit hierzu gelassen wird und 12. wenn noch ein Dutzend Quellwasser," sagte Johann, und ich danke Gott dafür." andere Umstände sich ebenso glücklich abmachen. Und da nun Aber Johann," sagte Wesley, es ist nun spät, und du 3. B. ein Groß- Ottavbogen 50- bis 55 000 Buchstaben zählt, so wirst hinausgeschlossen werden; wofür wirst du Gott müffen jene günstigen Umstände sich bei dieser Größe der Zei­Zu der Schlägerei zwischen Athleten und Soldaten auf dann zu danken haben?"" Ich will Ihm danken," sagte tung 50 bis 55 000 mal wiederholen, wenn das Publikum Johann, und wenn ich auch kein Bett habe, mich darauf einen einzigen fehlerfreien Bogen in die Hände bekominen soll. dem Gesundbrunnen wird mitgetheilt, daß der Musketier Lüders zu legen." Warum Johann, wie ist das?"" Ich will Man wird zugeben, daß dies sehr schwierig ist. Also, lieber gestern Nachmittag um 8 Uhr in seine Garnison Posen abgereift Ihm danken," sagte er, wenn ich nur einen trockenen eser, bitte um Nachsicht, wenn mal ein Druckfehler imit unter- ist. Seinem Bruder hat er mitgetheilt, er habe einen Schlag mit einem Gartenstuhl von dem Kontrolleur des Lokals erhalten, Stein habe, darauf zu liegen."" Johann," sagte Herr läuft. Wesley ganz verwundert, du dankst Gott , wenn du nichts Was die polizeiliche Arretirung eines Leierkaften- fei turze Zeit betäubt gewesen, habe aber ernftliche Verlegungen nicht erlitten. Den Anlaß zum Streit gab eine Kraftprobe anzuziehen hast, und du dankſt Ihm, wenn du nichts zu mannes, der ohne Anmeldung seines Gewerbes Musik machend eſſen hast, und du dankſt Ihm, wenn du kein Bett hajt, betroffen wird, dem Staate tosten tann, illustrirt folgendes zwischen den Athleten und Soldaten. Hinsichtlich des ersten An­dich darauf auszuruhen. Ich kann nicht einsehen, wofür Vorkommniß. Ein vor Kurzem nach Deutschland gekommener griffs ftehen sich die Aussagen beider Parteien diametral gegen. du eigentlich zu danken hast."" Ich danke Gott ," sagte Italiener, der sich zur Kolonie der Leierkastenmänner an der über: teiner will angefangen haben. der arme Mann, daß Er mir Leben und Dasein gegeben Schönhauser Allee gesellte, welche ihren Mittelpunkt in der daselbst Seitens der Kriminalpolizei ging vor einiger Zeit hie hat, und ein Herz, Ihn zu lieben, und ein Verlangen, Ihm belegenen Taberna di Graffigna hat, und bald mit einer ge- figen Blättern die Mittheilung zu, daß der bei der hiesigen Diese furze Unterredung mit dem armen Mann über- liebenen Frati'schen Drehorgel aufs Geschäft ging, wurde von Diskonto Gesellschaft angestellt gewesene Buchhalter, frühere einem Schuhmann eines Tags angehalten und nach seinem Ge- Landwirth Ludwig Wilde, nach Unterschlagung einer größeren zeugte Herrn Wesley, daß etwas in der Religion ſein werbeschein gefragt. Einen solchen konnte der Italiano nicht Summe flüchtig geworden sei. G3 wurde damals festgestellt, müsse, mit welchem er noch unbekannt war, und sie machte aufweisen, vielmehr berief er sich, so gut es seine deutschen daß Wilde seinen Sohn Max mit ins Vertrauen gezogen einen bleibenden Eindruck auf sein Gemüth." Sprachkenntnisse gestatteten, auf die gesetzliche Bestimmung, und mit dessen Hilfe einen Theil des in Papieren be­Das glauben wir nun allerdings, daß solche frommen, be- daß das Musikmachen im Umherziehen in Berlin , sowie stehenden Geldes bereits vor seinem Verschwinden hier dürfnißlosen Leute so recht nach dem Geschmack der jetzt in den 15 der Runde falls eine füffig gemacht hatte. Nachdem die polizeilicherseits getroffenen Dienst der Unternehmer tretenden Kirche sind. Ein Stück Brot Bestellung vorliegt, auch noch über 15 Kilometer hinaus Maßnahmen zur Entdeckung der beiden Durchbrenner nicht ge­und ein Trunk Wasser, soweit muß der Arbeiter seine Bedürf- gewerbesteuerfrei sei. Wohl fannte der Schuhmann diese Be- führt hatten, segte man eine Belohnung von 1000 Mark auf die niffe herabzumindern verstehen, damit er für einen geringen Lohn Stimmung, jedoch er wußte auch sehr gut, daß auch das steuer- Ergreifung derselben aus. Vater und Sohn hatten indeß ihre arbeiten und seinem Unternehmer möglichst viel verdienen kann. freie Gewerbe angemeldet und behördlich bescheinigt sein muß; Flucht mit einem derartigen Geschick vorzubereiten verstanden, Nun, so mögen die frommen Herren in Frankreich vor hundert und weil der Leierkastenmann nichts von alledem gethan hatte, daß Niemand etwas über deren Verbleib ahnte, und die Polizei Jahren auch gepredigt haben, als ein übermüthiger Adel das arretirte der Beamte denselben und veranlaßte die Denunziation. erst post festum einschreiten konnte. Infolge dessen glückte der arme Volt bis aufs Mart aussog. Heute bewirken solche Predigten Da das Pfingstfest dazwischen kam, mußte der Italiener drei Plan, und die damals gehegte Vermuthung, daß das betrügerische das Gegentheil von dem, was sie sollen. Tage im Polizeigewahrsam sitzen, bevor er dem Richter vor- Paar über das Meer entkommen sei, hat nunmehr ihre Be­

zu dienen."

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Warum predigen denn die frommen Herren, wenn es ihnen geführt und verurtheilt werden konnte. Die Verpflegung des stätigung gefunden. Wie nämlich aus Briefen Wilde's, welche wirklich um das Seelenheil der Menschen zu thun ist, nicht den Arrestanten kostet dem Staate pro Tag 80 Pf., also 2 M. 40 Pf. an die zurückgelassene Familie hier eingegangen und von Ge Reichen zuerst die christlich- religiöse Weisheit? Dort ist sie im Ganzen. Nun mußte aber, weil der Vorgeführte der deutschen richtswegen beschlagnahmt worden sind, hervorgeht, ist derselbe dringend nöthig. Es ist eher möglich, daß ein Rameel durch Sprache nicht mächtig, ein vereideter italienischer Dolmetscher wohlbehalten in St. Louis angekommen und erfreut sich dort der ein Nadelöhr geht so überfest Luther - denn daß ein Reicher hinzugezogen werden. Als solcher fungirt Professor Giovannoli, ungestörtesten Ruhe, da ein Auslieferungsantrag bislang nicht ge­in das Himmelreich tomme." Das sagte der Stifter der christ welcher pro Termin 6 M. Honorar bekommt. Ohne Nebenstellt worden ist. lichen Religion; von den Armen urtheilte er bedeutend besser. tosten entstanden dem Staate also 8 M. 40 Pf. Ausgaben. Und Wie kommen die frommen Herren dazu, heute vielfach diese verurtheilt wurde der Italiener zu einer Mart Geldstrafe. Den Tod in der Spree suchte am ersten Pfingstfeiertage, christliche Lehre plöglich in ihr Gegentheil verkehren zu wollen? Nachmittags 5 Uhr, unmittelbar vor der Börse eine einfach ge­Das wird ihnen nicht gelingen; denn dazu müssen die Kinder Ueber zwei Raubanfälle im Friedrichshain wird be- fleidete Frau B. Die traurige Szene hatte natürlich in der sehr heute in der Volksschule zuviel Religionsunterricht treiben. richtet: Am 11. d. Mts., Abends um 11 Uhr, wurde im belebten Gegend einen großen Menschenauflauf zur Folge, und Friedrichshain ein Schuhmacher, der sich von zwei wildfremden von allen Seiten war man bemüht, die Lebensmüde zu retten. Auch die Berliner Stadtmiffion ist in die Agitation für Männern eine Stunde lang im Hain hatte umherführen lassen, Einem seinen Nachen lösenden Schiffer gelang es denn auch bald, die Ferienkolonieu eingetreten. Herr Eugen Richter findet also nachdem er vorher einen Pfiff gehört hatte, zu Boden geschlagen die mit den Wellen Kämpfende zu fassen und ans Land zu be­Gesellschaft und zwar den Pastor Evers von der Stadtmission. und, nachdem ihn der Mund durch ein Tuch verstopft worden fördern. Dafelbst wurde die B. einem Schutzmann übergeben Genannter Herr erläßt folgenden beweglichen Aufruf-herz- war, seiner Uhr und Börse beraubt. In diesem Falle ist es der und mittelst Droschte nach der Charitee überführt. Unglück­liche Bitte" nennt man ja wohl so eine Bettelei im Jargon Polizei gelungen, wenigstens einen der Thäter festzunehmen, liche Familienverhältnisse sollen der Beweggrund des Selbst­unferer Frommen. Man höre also: welcher auch bereits ein Geständniß abgelegt hat. Weit mordversuchs sein. Wer erbarmt sich der Kranken und der Genesenden, ernster ist der zweite Fall, welcher erst heute zur Kenntniß der Wie bereits mitgetheilt, wurde Montag Nacht in Weißen­der" schwächlichen Kinder, der hinsiechenden Mütter, der Behörde gelangt ist. Die 15jährige Wally S., Verkäuferin armen Näherinnen und Fabritarbeiterinnen Berlins ? Die in einem Putzgeschäft, hatte den Auftrag, zwei Crême- see eine Scheune, Wagenremise und ein Schuppen des Bauern einer Kundin nach Rudolph Wegner ein Raub der Flammen. Wie jetzt die sofort Stadtmission hat eine große Bahl solcher Personen, die sie federn, im Werthe von 30 m., zu hinausschicken muß aus den dumpfen, engen Räumen der der Landsberger Allee zu bringen; dieselben waren in eingeleitete Untersuchung ergeben hat, soll Brandstiftung vorliegen Großstadt in die frische Wald- und Berg- oder Seeluft. weißes Papier eingewickelt. Gegen 8 Uhr Abends kam sie und sind die Nachforschungen nach den Thätern im Gange. Diejenigen Wohlhabenden, welche in Bäder und Sommer- aus der Weinstraße und ging des fürzeren Weges halber durch Bei der ärztlichen Besichtigung und Obduktion der bei frischen geben tönnen, bitte ich: Gedenket unserer Armen! den Friedrichshain . Infolge des schlechten Wetters waren die Spandan aufgefundenen Leiche der Frau Scherbarth aus zugehen, bitte ich: Erbarmt Euch unserer Elenden! Glück- plöglich Mund und Augen zugehalten worden; sie wurde rüd gewaltsame Einwirkung herbeigeführt worden ist. Es liegt dar Diejenigen Gesunden, welche es nicht nöthig haben, hinaus: Wege leer. Nun sind der S. in der Nähe des Heckenplates Staaten hat sich ergeben, daß der Tod der Unglücklichen durch liche Eltern rufe ich auf, den unglücklichen Kindern, die lings zu Boden gezogen, so daß sie weder sehen, noch schreien, nach offenbar ein Mord vor. Ueber den Thäter verlautet noch uns ans Herz gelegt sind, zu helfen, und glückliche noch sich bewegen konnte, da ihre Beine, Hände, Augen und Kinder werden als Dankopfer für den Segen, den sie aus Mund zu- bezw. festgehalten wurden. Darauf wurde dem Mäd- nichts Bestimmtes. Wegen eines brutalen Sittlichkeitsattentates ist ein der Elternhand empfangen haben, gern ihr Scherflein dar chen die goldene Uhr, welche sie an einer schwarzen Schnur auf bringen. Wer je einmal die Seligkeit des Gebens der Brust trug, entriffen, ferner ein goldener Ring mit einem 18jähriger Kaufmann in Haft genommen worden. Eine junge empfunden hat, wird willig sein, auch jetzt die Hand auf- Türkis, während ein zweiter Ring, welcher fester faß, nicht ge- Dame lehrte am Freitag Abends gegen 11 Uhr von einem Ge­zuthun. Ueber die empfangenen Gaben werde ich mit herz- raubt wurde; hierbei wurde sie an der Hand beschädigt. Nach- schäftsgange heim. Auf der Straße gefellte sich ein junger Mensch