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Tariffragen der Herrenkonfektion.

In der Mitgliederversammlung der Herrentonfettionsbranche zab Branchenleiter Alde den Jahresbericht. Danach mußten 23 Lohnbewegungen geführt werden. Trotzdem tonnte am Schluß bes vergangenen Jahres der Lohn die notwendige Höhe nicht er reichen. Rebner schilderte die Schwierigkeiten, die während der Infictionszeit zu überwinden waren. Im Borbergrund aller Er. örterungen ftanden die Verhandlungen über den Reichstarif der Herretonfettion. Es wäre falsch, wenn man mit einer Bor­eingenommenheit den neuen Reichstarif beurteilen würde, wie es von gewiffer Seite geschieht. Eine Betriebsräteversammlung am 21. März nahm ebenfalls Stellung zum Reichstarif, und sie stellte fich auf den Standpuntt, ihn in seiner jebigen Fassung anzu nehmen. Für die Anwendung der Serien ist nach Ansicht der beiderseitigen Hauptvorstände zu verlangen, daß der Lohn für die Stüdarbeit einschließlich Extraarbeiten sich nicht niedriger stellt als der feitherige Lohn für die gleiche Arbeit.

de Die Bewegung in der Filmindustrie.

In der Bollversammlung der Film gewertschaft am Mitt. mochabend berichtete Tielemann über die letzten Tarifver handlungen. Der gefällte Schiedsspruch wurde in einer Úrobstimmung Anfang April abgelehnt; bamit wurde aber nicht gesagt, daß eine tariflose Beit vorgezogen wird. Die Arbeitgeber haben nun beim Reichsarbeitsministerium die Berbindlich. feitserflärung beantragt. Von der Verhandlungskom­mission der Arbeitnehmer ist inzwischen erneut versucht worden, die tarifiichen Unstimmigkeiten zu flären. Es ist erreicht worden, daß die Unternehmer auf die 10stündige Arbeitszeit für Atelierarbeiter verzichten. Je nach der Wirtschaftlichkeit des Betriebes beträgt die Arbeitszeit bis zu 54 Stunden bei normaler Entlohnung. Für jede weitere Stunde wird ein Zuschlag von 25 Broz. gezahlt. Als Ur. laubstage gelen nur die Werktage. In der Diskussion Sprachen sich die Redner gegen den Schiedsspruch aus und empfahlen die Ablehnung. Eine Urabstimmung in den Bes trieben bringt mun die letzte Entscheidung, ob der geänderte Schieds

Wenn sich bei Einführung des Reichstarifs in der Serien­anmendung Unzuträglichkeiten herausstellen, soll unter Hinzufpruch angenommen oder abgelehnt wird. ziehung von Ortsvertretern eine Nachprüfung durch die Hauptvor. stände erfolgen. Ungeregelt find bis heute nur noch die 2ohn­fragen und das Datum des Infrafttretens des Vertrages. Beide Dinge werden sofort nach Ostern erledigt.

Für die Zuschneider der Herrenkonfektion ist ebenfalls ein Manteltarif zustande gekommen. Da bisher für die Zuschneider überhaupt noch kein Tarif bestand, ist das als ein großer Fortschritt zu verzeichnen.

In der Diskussion wurde allgemein gefordert, daß der Tarif schnellstens zur Ausführung gelangen möge.

Die bisherige Branchenkommission wurde einstimmig wiebergewählt, desgleichen als Branchenleiter Alde. Alle Gewählten stehen auf dem Boden der Amsterdamer Richtung.

ere Die Firma

ist und bleibt

Der Schiedsspruch in der Damenmaßbranche, über den wir in der Mittwochmorgenausgabe berichteten, wurde von den Arbeits Berbindlichkeitserklärung des von der Damenmaß­gebern abgelehnt. Die Organisationsleitung hat daher die branche des Bekleidungsarbeiterverbandes angenommenen Schieds­spruches beantragt.

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Zum Streit in der Stud- und Gipsbranche ist richtigzustellen, daß es sich dabei nicht wie in unserem Bericht in der heutigen Morgenausgabe infolge eines Drudfehlers angegeben ist Firma Felig Weber in Leipzig mit handelt, sondern um die Firma Felig Weber in Steglig.

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um eine

Die Brauerelarbeiter in Rheinland- Westfalen find am 16. April in den Streit getreten, da die Arbeitgeber eine 30prozentige Lohn­erhöhung auf Anweisung ihrer Spikenorganisationen nicht be= willigen wollten.

Aussperrung in der fächsisch- thüringischen Textilindustrie. Ob­gleich die am Sonnabend in Glauchau gepflogenen Verhandlungen zu einer Verständigung geführt haben, ist am Montag die Arbeit in Meerane und in Glauchau nicht aufgenommen worden. Die daraufhin verhängte Aussperrung dauert an, ebenso in Böh ned. Am Montag wurde in der Hauptversammlung des Verbandes der sächsisch- thüringischen Webereien in Greiz beschlossen, die Aus­fperrung auf den ganzen Verbandsbezirk auszudehnen, wenn bis zum 23. April die Arbeit in den drei in Betracht kommen. den Orten nicht aufgenommen worden ist.

Konflift im englischen Baugwerbe. Man befürchtet gegenwärtig einen neuen Ausstand im Baugewerbe. Die Arbeitgeber haben den Gewerkschaften ihr Verlangen mitgeteilt, daß in Zukunft die Arbeits­zeit von 44 auf 46 Stunden ausgedehnt werde. Die Gewerkschaften haben jedoch einstimmig beschlossen, diesen Befehl unbeachtet zu laffen. Man weiß noch nicht, ob die Arbeitgeber mit einer Aus­sperrung antworten werden.

Das Ortskartell Berlin des AfA- Bundes hält feine Bureauräume vom 18. bis einschl. 22. April gefchloffen.

Deutscher Wertmeister- Berband. Die Geschäftsstelle des Begirts X, Stralauer

Str. 56, bleibt am Sonnabend, 19. Ben be

Angestellte im Exporthandel. Für April find die Gehälter in einzelnen Gruppen

nach gegenseitiger Uebereinkunft erhöht worden. Gehaltstarife find im gential­

verband der Angestellten nom heutigen Tage ab erhältlich. Laut Bereinbarung wird den Angestellten vor Oftern ein Borschuß in gewünschter Höhe gewährt, der

bet ber Gehaltszahlung am 25. April in Abzug gebracht wird. Berantwortlich für Bolitik: Ernst Reuter ; Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: 3. Steiner; Feuilleton : Dr. John Schitowski; Lokales Berlag: Borwärts.Berlag 6. m. b. S., Berlin . und Sonstiges: Fris Rarftäbt; Anzeigen: Th. Glode; sämtlich in Berlin . Drud: Borwärts- Buchbruceret und Berlagsanstalt Baul Singer u. Co.. Berlin SB. 68.. Lindenstraße B.

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