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Abend ausgabe

Nr. 13142. Jahrgang

Ausgabe B Nr. 65

Bezugsbedingungen und Anzeigenpreife find in der Morgenausgabe angegeben Redattion: SW. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 292-295 Tel- Adresse: Sozialdemokrat Berlia

1617 37

Berliner Volksblatt

5 Pfennig

Mittwoch

18. März 1925

Berlag und Angetgenabteilung Geschäftszeit 9-5 Uhe

Berleger: Borwärts- Berlag GmbH. Berlin Sm. 68, Lindenstraße 3 Fernsprecher: Dönhoff 2506-2502

Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

Kundgebung der Gewerkschaften.

ton Stellung nahm.

Volkswohnungsgesetz, nicht Spekulantengewinn!

Heute vormittag begann im Sizungsfaale des Reichswirtschafts-| sein. Das Baugewerbe will nicht zurück zur Bauspekulation, die rates die Tagung der freien Gewerkschaften, die insbesondere zur es den Baulöwen und Spekulanten auslieferte. Ebenso wenig wollen Wohnungswirtschaft, zur Arbeitslosenversiche Baustoffindustrie und Banken zu dem Friedenszustand zurücklehren. rung, ben Steuerfragen und dem Abkommen von Washing - Die Konsumenten vertreten feinen Berufsegoismus, fie haben riefige Die Forderungen der Konsumenten stüßen sich auf Recht und Moral. Opfer gebracht. 25 Proz. der Friedensmiete werden zur Beseitigung der Wohnungsnot von ihnen erhoben. Diese Opfer sind sie bereit, weiter zu bringen, obwohl diese auszinsst eu er eine durchaus sozial ungerechte Steuer ift. Sie fordern jedoch, daß diese Steuer in ihren Gesamterträgen auch wirklich dem Wohnungsbau zuge­führt und nicht anderen Zweden dient. Das freie Spiel der Kräfte, das die Kapitaliſten fordern, hört beim Wohnungsbau nicht allein an den Reichsgrenzen auf, weil man Wohnungen nicht importieren tann, sondern bereits an den Grenzen der Gemeinde, Mp wären die Käufer der Häuser und Wohnungen, wenn wir das freie Spiel der Kräfte hätten? Man braucht nur einen Rundgang durch Berlin zu machen, um festzustellen, daß Wohnungen, die mit öffentlichen Mitteln erbaut wurden, nicht verkauft und vermietet werden tönnen. Wie wäre es, wenn diese Wohnungen nur aus Privatmitteln,

Genosse Leipart , Borfizender des ADGB. , eröffnete um 10% Uhr die Sigung und begrüßte die zahlreich erschienenen Regierungs vertreter. Er erinnerte dann, daß heute vor 77 Jahren Männer für die Freiheit kämpften und fielen, deren Wert wir fortsetzen und vollenden müssen, insbesondere bei der bevorstehenden Entscheidungs. schlacht für die Republif. Auch wenn der Kampf für die Republik . für die Demokratie, gegen die soziale Unfreiheit gewonnen sein wird, wird der Kampf fortgesetzt werden müssen für die soziale Ge­rechtigkeit.

Das Wort erhielt sodann der erste Referent, Genoffe Dr. Mar­fin Wagner, Geschäftsführer des Berbandes sozialer Baubetriebe, der folgende Entschließung begründet:

Die am 18. März im Reichswirtschaftsrat versammelten fofern diese überhaupt aufzubringen wären, erbaut würden? Bundesausschüsse des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes , Dr. Wagner fordert zum Schluß ein Reichswohnungsbau des Allgemeinen Freien Angestelltenbundes und des Allgemeinen programm. Die Kosten dieses Programms müßten getragen Deutschen Beamtenbundes wenden sich mit allem Nachdru werden von den Erträgen einer Steuer auf den Vermögenszuwachs gegen die von den Regierungen des Reiches und der Länder des Hausbefizes durch die Entschuldung von Hypotheken, Be genährten Wünsche des privaten Hausbejizes, der fämpfung der Wuchergewinne der Baustoffinduftrie. Die Ziegel, Bodenspekulation und des privaten Baugewerbes nach Aufhebung die im Auguft des Vorjahres 14 Mart pro Tausend gekostet haben, der gebundenen Wohnungswirtschaft. Nicht die Aufhebung der fosten heute 55 Mart. Die Mieter lehnen es ab, schwere Lasten auf die minderbemittelten Volksklassen schüßenden gesetzlichen Be sich zu nehmen, um der Baustoffindustrie Wuchergewinne zuzu­stimmungen, sondern ihr planvoller Ausbau zu einem fanzen. Wenn diese Mindestforderungen nicht erfüllt werden, wenn neuen Bolfswohnungsrecht muß das Biel jeder das Bolts- man insbesondere den Plan des Reichsfinanzministeriums verwirt­mohl vertretenden Politif sein. Solange die Wohnungsnot be lichen wollte, d. h. bis zum 1. April 1926 die Friedensmiete einzu­steht, ein friedensmäßiger Leerbestand von Wohnungen nicht vorführen, dann das muß schon jetzt angekündigt werden, werden die handen ist, und zahllose Boltstreise in menschenunwürdigen Boh Lohn- und Gehaltsempfänger Lohnforderungen stellen und durch mungen leben, müssen die Bundesausschüsse der unterzeichneten sehen, die weit hinausgehen werden über die Kosten eines Berbände verlangen, daß alle Kräfte der öffentlichen Organe dar durchgeführten Reichswohnungsprogramms. Wir fordern, daß der auf eingestellt werden, neue Wohnungen für die minderbemittel 8 155 der Reichsverfassung, der jedem Deutschen eine gesunde Woh, ten Bolfskreise zu schaffen, daß insbesondere Maßnahmen zur Be- nung garantiert, wahrgemacht wird.( Lebhafter Beifall.) fämpfung überseßter Baustoffpreise ergriffen und die aus der Bohnungswirtschaft fließenden Steuerbeträge nur einem fozialen Bolfswohnungsbau im Sinne des§ 155 der Reichsverfassung zugeführt werden."

Genoffe Wagner weist darauf hin, daß in dem Kampfe um die Bohnungswirtschaft sich zwei Parteien gegenüberstehen. Auf der einen Seite die Interessenten der fapitalistischen Produktion, auf der anderen Seite die Konsumenten, d. h. die Mieter. Man muß die Frage stellen, was tut und wo bleibt die dritte Partei, die Regierung? Bor fünf Jahren gab es noch eine soziale Siedlungswirtschaft, gab es Gesetze zur Behabung des Wohnungsmangels, obwohl damals die Wohnungsnot geringer als heute war. Heute aber hat das

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Reich die Initiative abgegeben an die Länder und Gemeinden, die ihrerseits aber gebunden find an Reichsgefeße und die selbst feine Mittel zur Verfügung haben zur Förderung des Wohnungsbaues. es tst Die tapitalistischen Produzenten fordern das freie Spiel cin Spiel der Kräfte, ohne jedoch die Wege zur Behebung der Wohnungsnot angeben zu fönnen. Sie behaupten, zum Friedens­stand zurückkehren zu wollen, den sie jedoch selbst nicht wollen. Die Hausbesitzer wollen nicht, daß, wie vor dem Kriege 3 Broz. der Woh­nungen leer stehen, sondern die Verewigung der Nachfrage, der Ronjuntiur. Sie wollen nicht allein frei, sie wollen auch mächtig sein. Sie wollen

wieder Herr im Hause und in der Gemeinde

Wer ist Jarres?

Sage mir, mit wem du umgehft...! Wer ist Jattes? Jarres läßt sich von killinger empfehlen!

Wer ist killinger? Ein Freund der Erzberger- Mör­der und, nach dem Urteil des Staatsgerichtshofs, der Schöpfer jener Atmosphäre, die zum Rathenau- Mord führte Ein Mann, der sechs Monate Gefängnis zu verbüßen hat, aber freigelaffen bleibt,

damit er für Jarres agitieren fann.

Wer ist killinger noch? Der infimffe Freund und die rechte hand" Ehrhardts!

Wer ist Ehrhardt? Ein wegen Hochverrats und Meineids stedbrieflich verfolgter Bandenhäupling, der aus dem Gerichtsgefängnis mit Hilfe von verbrecherischen Kumpanen nach Verbrechermanier ausgebrochen ift....

Der Kreislauf ist also:

-ww

Meineids- Chrhardt, der Hochverräter und Ausbrecher - Mörderfreund killinger Jarres! Wer ist also Jarres? Sage mir, mit wem du umgehft Der Kandidat des Skandalfeldzugs.

Durch Verleumdung zur Präsidentschaft. Ein Wahlaufruf des Rechtsblocks für Groß- Berfin fucht mit befannten gemeinen deutschnationalen Mitteln Stimmung zu machen für Herrn Jarres. Er spricht von Otto Braun als bem Bertreter der Barmat Margiften". Wir nehmen davon Notiz, um der Deffentlichkeit zu zeigen, mes Geistes Kind die Jarres- Interessenten und mit ihnen Herr Jarres ift.

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Wenn die so wader mit Verbindung für Jarres fämpfenden Rechtsblödler ob der Berleumdung angefaßt werden, kneifen fie. Wir lesen in der Kreuz- 3eitung: Bergleich.

In der Straffache gegen Silgradt: Die Parteien vergleichen fich wie folgt:

Der Angeflagte Silgradt erflärt: Nachdem ich mich in der heutigen Hauptverhandlung davon überzeugt habe, daß die in dem Artifel Der Großsieber Bohn in Nr. 135 ber Bergisch

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Bankerott des Nationalismus.

Die Rechte und das Sicherheitsangebot. Die Aufstellung des volksparteilichen Oberbürgermeisters Dr. Jarres zum Reichspräsidentenkandidaten ist symptoma tisch für das ungeheure Uebergewicht, das im Bürgertum die Kreise der Schwerindustrie gewonnen haben. So wie Die Selbstverständlichkeit, mit der die Ruhrindustrie 700 Millio­wollen, den Staatsapparat ausschließlich für ihre privatwirts nen einsackte, deutlich anzeigte, daß diese Kreise sich anschicken schaftlichen Zwede in Anspruch zu nehmen, so zeigt auch die Kandidatur Dr. Jarres, wie sehr die Schwerindustrie im Kon­turrenzfampf der perschiedenen bürgerlichen Schichten Ober­maffer gewonnen hat. Nicht weniger deutlich offenbart fich diese Berschiebung des politischen Schwergewichts in der Bandlung der außenpolitischen Anschauungen. Die Deutschnationalen werden immer mehr ins Schlepptau Die großkapitalistischen Interessenten, ugenberg und Stinnes Presse beherrschen die Po­litit auch der nationalen Oppofition". Ohne diese Wandlung wäre die Entwicklung zum deutschen Sicherheitsangebot nicht möglich gewesen. Sie beweist, daß die nationalistische Pro­paganda den wirtschaftlich maßgebenden Kreisen des Bürger­tums stets nur ein Mittel zum 3 wed gewesen ist, daß sie fie genau wie die Aufwertungsdemagogie lediglich zum Stimmenfang benutzt haben.

genommen.

L

die

gefagte 3erfegung im nationalen Lager beginnt. Die Die Reaktion bleibt nicht aus. Die feit langem voraus­Schichten des verelendeten Mittelstandes, überflüssig geworde gejagte 3erfegung im nationalen Lager beginnt. Die ner Offiziere, verrückter Oberlehrer und all die vielen, die die nationale Romantik um die schwarzweißrote Fahne fammelte, fehen, wie sie enttäuscht werden. Selbst die Böl­tischen in Norddeutschland fuschen unter das Joch der schwerkapitalistischen Kandidatur Jarres. Aber der Rächer ersteht dem wahrhaft nationalen Geist. Die ,, Deutsche Zeitung" ersteht dem wahrhaft nationalen Geift. Die ,, Deutsche Zeitung" beginnt die Fahne der Rebellion. zu erheben. In einem heftigen Leitartikel mit der bezeichnenden Ueberschrift ,, Kirch­hofsruhe" spricht der völlische Oberfinanzrat Dr. Bang ficher aus der Seele zahlloser, die von der nationalen Regie­fprechen für die Grenzen des Versailler Ver trages. Wütend beschimpft er das deutsche Volk, das wie ft um me Hunde" sein Schicksal über sich ergehen lasse und jedes Empfinden für seine wirkliche Lage verloren habe. Der ganze Ingrimm über die ungeheure Anteilnahme, die die spricht aus jeder Zeile. Aber schlimmer als alles ist nach ihm Massen des Volkes an dem Tode Eberts genommen haben, die Tatsache, daß das Sicherheitsangebot Stresemanns durch das Stillschweigen des Bolles gedeckt werde. Weil das deutsche Volt mehr realen Sinn offenbart als die roman­tischen Phantasten nach dem Schlage des Kappisten Bang, wird es beschimpft: Ein solches Bolt ist, wenn es in Schmei gen verharrt, mert, daß es mit eisernem Besen aus der Geschichte gefegt wird." Als erschütternd bezeich net Bang die Tatsache, daß der Aufruf des Alldeutschen Ver bandes lediglich von der Kreuz- Zeitung " abgedruckt wurde:

In der Diskussion fordert Genoffe Faltenberg eine Bodenwirt schaft, die der Bodenspekulation entgegenarbeitet, und eine energifcherung etwas anderes erwartet hatten, als ein Garantiever­Artion zur Durchführung des vom Referenten vorgetragenen Bro­gramms. Reichel, der Borsitzende des Deutschen Metallarbeiterver­bandes, weist auf die vielen hundert Millionen hin, die den Ruhr­industriellen gegeben wurden und die weit besser als Fonds für die vom Referenten geforderte Reichswohnungsbant verwandt worden wären. Statt ungeheure Mittel zur unzureichenden Unterstützung daß man zur Förderung des Wohnungsbaues diejen Erwerbslojen von Hunderttausenden von Erwerbslosen hinzugeben, wäre es besser, Arbeit beschafft. Dr. Pfirrmann. vom Butab zitiert des Wort eines englischen Schriftstellers, daß man jemanden mit einer Wohnung ebenso totschlagen fönne wie mit einer Art. Dieser soziale Mord werde leider nicht so empfunden. Auch vor dem Kriege war der private Wohnungsbau nicht fähig, Kleinwohnungen zu schaffen, und öffentliche Mittel mußten dazu bereitgestellt werden. Heute ist die Wohnungsnot eine ungeheure, obwohl Wohnungen leerstehen. In Neukolln gibt es ein Zimmer, in dem 18 Personen hausen. Man tann sich eine Borstellung machen, wie es sein würde, wenn durch die Beseitigung der gebundenen Wohnungswirtschaft die Mieten auf das Dreis und Bierfache der Friedensmiete steigen würden. Gegen diesen sozialen Mord müffen wir die Deffentlichkeit aufrufen.( Lebhafter Beifall.)

Die vorgeschlagene Resolution wurde einstimmig ange

nommen.

Märkischen Zeltung" vom 23. April 1924 gegen den Herrn Regie­ rungspräsidenten Grühner , früher Düsseldorf , jetzt Merseburg , er­hobenen Beschuldigungen unbegründet sind,

nehme ich dieselben mit dem Ausdrud des Bedauerns hiermit zurüd,

insbesondere die Behauptung, daß Herr Regierungspräsident Grüßner es verstanden habe, durch eine Reise nach England sich seiner Bernehmung als Zeuge zu entziehen, um den Prozeß gegen Bohn zu verschleppen, und daß er als unbeeidigter Zeuge" vernommen werden sollte. Der Angeklagte Gilgradt übernimmt die Kosten des Verfahrens. Der Strafantrag wird zurückgenommen werden nach Zahlung der Kosten und nachdem der Angeklagte folgen der Berpflichtung nachgekommen ist, worüber Beleg exemplare vorzulegen find. Der Angeklagte verpflichtet sich, diese Erklärung unverzüglich wörtlich und ohne Zusatz in der Bergisch Märkischen Zeitung" in Elberfeld , der Rö1. nischen Zeitung" in Köln und der Kreuz- Zeitung " in Berlin , sowie durch die Telegraphen Union in Berlin auf feine Roften veröffentlichen zu laffen, und zwar im politischen Teil der in Betracht kommenden Zeitungen.

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Die Berleumdungen der Bergisch Märkischen 3eitung" gegen Grüner gehören zum Arsenal des Standalfeldzuges, den die Rechte zur Präsidentenwahl vor­bereitet hat. Die Berleumder wissen, daß vor Gericht ihre Behauptungen nicht standhalten. Sie ziehen es deshalb vor, fich und ihre Preffe selbst zu ohrfeigen

Das find die Männer, die für Jarres eintreten. So fehen ihre Waffen aus! Und Herr Jarres steht auf ihren Schultern, um mit ihnen und durch ihre Verleumdungen Präsident zu werden.

" It unser nationales Gewissen wirklich tot? Diese Frage muß. falls nicht eine grundsägliche Aenderung eintritt, bejaht merden, soweit sich das nationale Gewissen in den heute verfassungs­mäßig gegebenen Organen, also in der parlamentarischen Ber­tretung des nationalen Gedankens, darstellt. Denn hier fönnte nationales Gewissen mir als nationale Opposition leben. Die aber ist tot. Es muß endlich ausgesprochen werden, daß an dem hier beklagten Zustand unseres Volkes die unverantwortliche Aufgabe der unserem Bolle mehr als einmal feierlich zugesagten nationalen Oppofition mit schuld ist, jener Oppofition, auf Grund deren die parlamentarische Vertretung des nationalen Gedankens überhaupt erst zustande gekommen ist. Seit dem ist aus einer wundervollen und verheizungsreichen nationafen Bewegung" jener armfelige Parteifram geworden, an dem noch immer große Gedanken erstickt sind. Seitdem find unserm Bolke

Gedankens wurde die Taktit seiner schwachmütigen Vertretung, und ,, die Stimmbänder zerschnitten". Aus der Strategie eines großen diefe Taffik endigt, wo fie enden muß: im Tidtad der deutschen Tofenuhr."

Wer will denn, wenn er ehrlich ist, wagen, den Borwärts" Lügen zu ftrafen, wenn er heute mit fattem Hohn immer wieder darauf hinweist, daß unter feinen Kabinetten so viel Erfüllung in Gold vorgenommen wurde, wie von den bürgerlichen, daß kein Kabinett Angebote wie das nationale von heute hätte machen dürfen, ohne vom Nationalismus" gesteinigt worden zu sein."

Der Zeitpunkt ist gekommen, wo endgültig Farbe befannt werden muß. Die parlamentarische Vertretung des nationalen Ge dankens wird so oder so zunächst endgültig Stellung zu nehmen haben zu jener Sicherheitsgarantie", die denkbar ist nur mit frei­williger Anerkennung der Schuldlüge, also mit der Berewigung jener Sündenschuld, die wir auf uns geladen haben, um Schlimme res zu verhüten", und der mir die Bergiftung unseres ganzen Bolts- und Staatslebens verdanken. Wenn wir in der Tat im Bege einer solchen Schuldlügegarantie endgültig mitlügen wollen find wir wert, endgültig zugrunde zu gehen.

Die nationalen Minister aber werden Rede und Antwort zu Gegen die Urheber der völkischen Organisation Reichswehrblod stehen haben, ob ihnen diese Borgänge, die uns unter den Tiefstand Roßbach", den ehemaligen Kraftfahrer Riehl und mehrere andere des Regensburger Reichstags bringen, bekannt waren, und wenn Roßbach, den ehemaligen Kraftfahrer Riehl und mehrere andere frühere Reichswehrangehörige, ift das Borverfahren wegen Geheim- das hoffentlich nicht der Fall ist, wie sie sich ihre weitere Mitwir­bündelei nunmehr so weit abgeschlossen, daß der Termin zur Haupt- fung an den Dingen von heute denken. Im Wirrwarr der Reichs­verhandlung vor dem Magdeburger Gericht für den fommenden präsidentenwahl dürfen diese Dinge, die für uns Sein oder Nicht­Monat April anberaumt werden dürfte. Es handelt sich dabei bekanntlich um den Versuch, innerhalb der Reichswehr rechtsradikale fein bedeuten, nicht verschwinden. Eine Politik des Kopf- in- den­Organisationen aufzuziehen, die mit den Böltischen Lurnerschaften| Sand- Stedens ift unmöglich. Mit Schweigen laden die Schweiger Roßbadys in engster Berührung stehen sollten. durchaus dieselbe Beranmortung auf sich wie die Täter."