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75 Jahre Volksbibliotheken. Die Berliner Städtischen Boltsbibliotheken von 1850 61s 1925. Am 1. Auguft tönnen die städtischen Boltsbibliotheken auf eine 75jährige Bildungsarbeit zurückbliden. Der Geschichtsforscher Friedrich Raumer, auf allen Gebieten des Bildungswesens hochinteressiert, gründete 1841 den Berein für wissenschaftliche Vor­träge, der den Zweck verfolgte, die Schranken zwischen Fach­gelehrten und nicht akademisch Gebildeten aufzuheben und dem Publikum weitere Bildungszweige zu erschließen. Durch seinen Aufenthalt in Amerita dessen Bolksbildung auf Grund der vor­handenen öffentlichen Bibliotheken bedeutend fortgeschrittener war, als das deutsche wurde er angeregt, ähnliche Bildungsstätten auch für Berlin zu schaffen. Der Verein für wissenschaftliche Vor­träge hatte einen so großen Kreis ständiger Zuhörer gefunden, daß es Raumer als Stadtverordneten möglich war, der Stadt schon nach wenigen Jahren aus den Ersparnissen des Vereins 4000 Taler zur Begründung von Boltsbibliotheken zur Verfügung zu ftellen. 2m 1. August 1850 wurden 4 Boltsbibliotheten eröffnet, mit einem Gesamtbestand von 7400 Bänden. sowie Anschaffung der Bände und Druck der Kataloge hatte der Die Berwaltung Magistrat in Händen. Die Bibliotheken waren in Schulräumen untergebracht und wurden von dort aus nebenamtlich verwaltet. Der Zudrang bewies sogleich, wie notwendig folche Bildungsan stolten gewesen waren. Schon nach den beiden ersten Monaten verzeichnete man 845 Leser, die Zahl der entliehenen Bände belief sich im ersten Jahr auf 20 000. Sehr bald wurde es notwendig, weitere Bibliothefen zu gründen, so daß bereits 11 Bibliotheten bestanden, als Raumer 1870 nach langem, fegensreichem Wirten in hohem Alter von seiner Arbeit im Berein zurüdtrat. Bis zum Jahre 1900 stieg die Zahl der Bibliotheken auf 25. Doch war die Entwicklung und steter Aufbau innerhalb der Bibliotheken manchen Schwankungen unterworfen. In den 80er Jahren tam eine Zeit des Stillstands, die dann aber durch eine Dentschrift des Dr. A. Buch­holz innerlich und bald auch äußerlich überwunden wurde, da nun­mehr Magistrat und Gemeindebehörden helfend eingriffen. 1896 murde, nachdem die Lefeballenbewegung schon in vielen Städten ibre Anhänger gefunden hatte, auch in Berlin die erste Lese chin haile eröffnet. Ihr folgten bald andere und ist dadurch immer ein starter Besuch der damit zusammenhängenden Bibliothet zu ver­zeichnen gewesen. Seit 1894 wurde Dr. A. Buchholz zum ftändigen Leiter der in der Zimmerstraße gelegenen Zentralbibliothet sowie der übrigen Volksbibliotheken bestimmt. Seiner Umsicht und seinem großen können gelang es, die Bibliothek auf ihre heutige Höhe zu bringen.

Im Frühjahr 1921 fonnte die Zentralftelle ihre durch den start anwachsenden Bücherbestand zu eng gewordenen Räume in der Zimmerstraße verlassen und zog in die hellen, hohen Räume des Marstallgebäudes, wo die ihr gehörigen Schäße auch murdig untergebracht wurden und der Lesesaal repräsentativ und einladend 150 Lesern mit seinen 6000 Bänden, zirfa 300 3eitschriften, auswärtigen und fremdländischen Zeitungen von 10 Uhr morgens bis 9 Uhr abends eine fortdauernde Stätte der Arbeits- und der Bildungsmöglichkeit bietet. Die Zentralstelle um. faßt heute 230 000 Bände und verleiht jährlich zirka 178 000 Bände an 70 000 Lejer. 3hr unterstellt sind heute 20 Bolfs= büchereien, 11 efehalten und 6 Kinderlesehallen. 2uch uns hemmten Kriegs- und Inflationszeit in regelmäßiger Ent­wicklung und find heute noch manche Lücken auszufüllen, die die ſtellen ist man heute am Wert der Erneuerung und Ausgestaltung. vergangenen Jahre entstehen ließen. Besonders in den Zweig­Große Mittel gehören dazu, um zu erreichen, was erstrebt wird. Darum Geld und Raum für unsere Boltsbildungsarbeit!

Kakianzug und weiße Mühe.

Die zufünftige Sommeruniform der Schutzpolizei . Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, find die Beratungen über die zukünftigen Sommeruniformen der Schutzpolizei zu dem Ergebnis gekommen, daß man einen Shafianzug und eine weiße Müze als sommerliche Ropfbedeckung einführen will. Die Unter fuchungen in der Universität haben ergeben, daß die weiße Müge jogar, was Gesundheit und Bequemlichkeit anbelangt, dem Tropen­helm vorzuziehen ist. Allerdings ist die Frage, zu welchem Zeit punkt die neue Sommeruniform in Erscheinung treten wird, noch ungeklärt, da die finanzielle Seite bei dieser Angelegenheit eine be deutende Rolle spielt und hierüber noch feine endgültigen Beschlüsse gefaßt worden find.. Wie wir hören, ist aber die Einführung der neuen Sommeruniform für dieses Jahr völlig ausgeschlossen. Für den Fall, daß noch einmal eine so große Size eintritt, wie in der vorigen Woche, muß nochmals der Drillich anzug, der ein wenig schönes Bild war, als Aushilfe dienen. Da die Temperatur gegenwärtig nachgelaffen hat, verrichten die Schuß polizisten zurzeit ihren Dienst wieder in der blauen Tuchuniform.

Flaggen an Dienstgebäuden.

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Man erinnert sich, wie in den Wochen und Tagen vor der Reichs. präsidentenwahl die Republikaner und die Monarchisten durch Bes flaggung ihrer Häuser und Wohnungen für ihre Kandidaten zu demonstrieren sich bemühten. In jenem Flaggentampf zwischen Schwarz- Rot- Gold und Schwarz- Weiß Rot brachten Beamte der Republit es fertig, felbft aus ihren in Dienstgebäuden gelegenen Wohnungen die ich warzweiß. rote Fahne der Republitfeinde herauszuhängen. Jegt ist diesem Treiben ein Riegel vorgeschoben worden durch folgenden gemeinsamen Runderlaß des preußischen Ministers des Innern und des preußischen Finanzministers: Laut Beschluß des Staats­ministeriums dürfen Inhaber von Dienstwohnungen oder fis. falischen Mietwohnungen grundsätzlich an ihren Wohnungen nur dann, wenn das Dienstgebäude selbst beflaggt wird, und nur in den verfassungsmäßigen Farben des Reichs, des Landes, der Provinz oder der Gemeinde flaggen." Diefe Regelung, die noch feineswegs ein weitgehendes Entgegen­fommen für die republikanischen Beamten ist, findet nicht den Beifall der rechtsstehenden Bresse, weil jetzt wenigstens den republif. feindlichen Flaggen Demonstrationen chistischer Beamten in Dienstgebäuden ein Ende gemacht wird. Wie sehr auf der anderen Seite auch den republi­fanischen Beamten durch den Erlaß die Befundung ihrer republi­tanischen Gesinnung erschwert wird, das wird man z. B. in den Augusttagen bei der in Berlin stattfindenden großen Ber­fajfungsfeier des Reichsbanners Schwarz- Rot. Gold ſehen tönnen. Da der Berliner Magistrat die nach Berlin kommenden Reichsbannermänner nicht durch Beflaggung der städtischen Dienstgebäude begrüßen zu sollen glaubt, so werden auch die darin wohnenden republikanisch gesinnten Beamten sich diese Begrüßung versagen müssen. Desto dichter muß der Wald Schwarzrotgoldener Fahnen sein, mit denen die Fenster der Privat wohnungen aller Republikaner sich schmücken sollen, um die Reichs. bannermänner zu begrüßen.

Alles um Doorn.

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Am gleichen Tage, an dem Berlin - endlich! fich bequemte, te Budapester in die Friedrich- Ebert- Straße" umzutaufen, erschien in einem Spätabendblatt ein Aufsatz In Doorn ". Um dem Bedürfnis des Leserkreises zu entsprechen, jenes Publikum zu be­friedigen, das den Klatsch liebt? Um die Spalten einer Zeitung zu füllen, gibt es schließlich Interessanteres. Aber die alten und jungen Frauen, die die Hohenzollern bewundern, sind immer noch zahlreich genug, sonst wären fie in wohlverdiente Bergessenheit getaucht. Statt beffen treibt man mit ihnen den alten Gößenfuft, nährt obendrein ihre wahnsinnigen Hoffnungen auf die Wiederkehr der alten Herrlich­feit". Eitelkeit und Dummheit ergänzen sich hier trefflich, von dem Synismus abzusehen, der aus dieser Tatsache spricht. So verbreche. risch das Gottesgnadentum" vor der Revolution war, so frivol ist heute jenes Machtgelüfte. Wer sein eigenes Bolf in den tiefsten

Abgrund getrieben hat, um es dann schmählich zu verlassen, ist ge­rechterweise feiner Würdigung mehr wert. Was sollen diese Phrasen, mit denen man die traurigste aller Erinnerungen noch schmückt? Berührt es nicht jeden Denkenden lächerlich, zu lesen, der Erkaiser erwidere auf seinen Spaziergängen auch den Gruß des fleinsten Gymnasiasten? Leutselig"!? Irgendeinen Menschen, der unseren Gruß unbeachtet läßt, nennen wir mit Recht ungebildet oder wenig­stens unhöflich; hier bedeutet dieses Selbstverständliche gewissermaßen eine Gnade. Wenn man doch mit anderen, größeren Dingen ebenso pietätvoll verfahren wollte! Im Falle Ebert versäumt man unbe­greiflicherweise, der einfachsten Pflicht zu genügen. Und das ist nur ein Beispiel, freilich das beschämendste.

Eine geprellte Hofgesellschaft. Goldfadens Hochstapeleien.

Nach wiederholten Vertagungen begann endlich vor dem er­weiterten Schöffengericht unter Vorsitz von Landgerichts direktor Dr. Schulze der Strafprozeß gegen den früheren Prager und schwerer Urfundenfälschung. Die Opfer Goldfadens fezen sich Rennstallbefizer Sigmund Goldfaden wegen fortgesetzten Betruges ausschließlich aus den Kreisen der Potsdamer Hofgesellschaft zu­fammen.

Sigmund Goldfaden war in Prag und Wien eine stadt befannte Persönlichkeit. Im Herbst 1922 verlegte Gold­faden den Schauplaz seiner Tätigkeit nach Berlin . Eines Tages fuhr er in einem Mercedes - Wagen neuester Ronstruktion und mit mehreren Gepäckautos, auf denen seine 14 umfangreichen Koffer sich befanden, vor einem der ersten Hotels Unter den Linden vor. Er war begleitet von einem Kammerdiener, Privatsekretär und einem Reisefurier. Durch sein gewandtes Auftreten gelang es ihm, bald Eingang in die ersten Gesellschaftskreise zu finden. Bu feinen neuen Bekannten gehörte auch ein Graf aus altem märfi. fchen Adel, durch den er in die Potsdamer Kreise des Hofadels eingeführt wurde. Goldfaden war mit einem verheißungsvollen Projekt hervorgetreten. Er schlug nämlich der Gesellschaft vor, ihren alten wertvollen Familienschmud im Auslande zu lombardieren und das Kapital in Industrieunternehmungen anzulegen. Dafür versprach er Darlehnszinjen bis zu 200 und mehr Prozent. Dieser Borschlag wirfte auf die durch die Inflation arg mitgenom­menen Familien äußerst verführerisch, und so fam es, daß Brillan­ten und Perlenschnüre, Diademe und Gobelins im Gesamt: werte von über 1 Million Goldmark dem neuen Be­fannten aus dem Osten überlassen wurden. Entlarvt wurde Gold­faden auf die Anzeige einer ehemaligen Hofdame, die Mißtrauen schöpfte, nachdem Goldfaden ihr den gesamten Familienschmud ab­genommen hatte. Jegt stellte es sich heraus, daß die ganzen Erzählungen Goldfadens auf Schwindel beruhten. Er hatte die Schmucksachen nach dem Auslande verschoben und das Geld für seinen luxuriösen Lebenswandel verbraucht. Unter den Geschädigten befanden sich ehemalige Hofmarschälle und Kammerherren. Bei seiner Berhaftung fand man bei Goldfaden über 100 nzüge und 300 seidene Hemden. Als Goldfaden dem Gericht vorgeführt wurde, bot der einst so ge= Sein wandte Mann das Bild eines jämmerlichen Trottels. Berteidiger stellte daher den Antrag, Goldfaden auf feinen Geistes­zustand untersuchen zu lassen. Da das Gericht nicht entscheiden fonnte, ob es sich um eine gefchickt gespielte Komödie oder um einen faden untersuchen zu lassen. Nach seiner Angabe hat Goldfaden mirklichen Geifteszufammenbruch handelte, wurde beschlossen, Gold­in Wien während des Krieges ein großes Vermögen durch Schiebergeschäfte mit Drient- Teppichen und Antiquitäten er­worben. Seine Einfünfte hätten ihm erlaubt, auf größtem Fuße zu leben und sich einen Rennstall zu halten. In Prag hatte er in der Sportwelt viel gegolten und Beziehungen zum Hochadel gehabt. Man hatte ihn den größten Verdiener in der Tschecho­flowakei genannt. So hatte er auch mit dem größten Grund befizern Böhmens, dem Grafen Thun , Geschäftsverbindung gehabt und von ihm Generalvollmacht über seine gesamten Liegenschaften, Wälder und Güter erhalten. Im vorigen Jahre hatte er sich nach Berlin gewandt, weil hier die Konjunktur beſſer zu ſein schien, und es sei ihm durch einen Grafen gelungen, Eingang in die Bots­damer Hoffreise zu erhalten. Als ihm die verarmten Adligen ihre Not flagten, hätte er ihnen helfen wollen. Grafen und Gräfinnen, Barone und Freiherrn hatten ihm ihren ganzen wertoollen Familienschmud ins hotel gebracht und ohne Sicher heit übergeben. Er hatte beabsichtigt, fich von dänischen Banken auf diese Pretiosen Geld zu leihen und damit Güter zu kaufen. Aus bem Berdienste gedachte er die hohen Zinsen, die in Dollars aus­gezahlt werden sollten, für die Adligen zu bestreiten. Nur durch feine übereilte Verhaftung feien seine Bläne durchkreuzt worden, sonst hätte niemand etwas verloren. In der Zeugenvernehmung bestätigte ein Graf R., daß er durch einen Generaldirektor Singer, den er gelegentlich in einer Gesellschaft fennengelernt hatte und der sich als Vertreter ameritanischer Petroleumunternehmen und Banten ausgab, mit Goldfaden zusammengebracht worden sei. Das Auftreten Goldfadens war so unwiderstehlich, daß man sich dem Einfluß seiner Persönlichkeit nicht entziehen konnte. Eine als Zeugin vernommene Gräfin fagte fogar: Wie eine Art Hyp­nose überfiel es uns, und erst, wenn er mit den Schmucksachen fortging, und man aus dem Trancezustand heraus war, faßte man fich an den Kopf und fragte sich, wie man das machen fonnte. In einigen Fällen ist es den Gefchädigten gelungen, einen Teil ihrer Schmuckfachen zurück zu erhalten- vielfach durch Rüdtauf im Aus­lande. Die Verhandlungen werden am Dienstag fortgesetzt.

Mord und Selbstmord.

Das Ende einer Liebestragödie.

Eine blutige Liebestragödie spielte sich gestern in der Adolf­straße ab. Der 31 Jahre alte Arbeiter Paul Krahl erschos seine Geliebte, die 30 Jahre alte Frau Margarete Rappat, in ihrer Wohnung in der Adolfstr. 13 und tötete sich dann selbst. Ein Hausbewohner, der Zeuge dieses Vorganges wurde, gibt folgende Darstellung: Gegen 4 Uhr nachmittags sah er Frau Kappat mit einer gefüllten Einkaufstasche von einem Ausgange heimfehren und ihre Wohnung, die rechts vom Hausflur im Erdgeschoß liegt, be­treten. Gleich darauf erschien Krahl, der zu Frau Kappat Be­ziehungen unterhielt und sie schon öfters besucht hatte. Der Zeuge hatte den Eindruck, als ob die Frau zögerte, den Besucher einzu­laffen, ihm dann aber doch die Tür öffnete. Die beiden sprachen sehr laut miteinander. Das fiel jedoch niemand auf, da Krahl schwer­hörig war und eine Unterhaltung mit ihm stets in erhöhtem Tone geführt werden mußte. Nach einiger Zeit öffnete die Frau das ab der Beuge, wie der Mann einen Revolver hervorzog und Fenster und lehnte sich hinaus. Krahl trat hinter sie. Plötzlich Frau in die Höhe und stürzte dann hintenüber. Im selben Augen­auf die Frau einen Schuß abgab. Ohne einen Laut schnellte die blick fetzte Krahl sich selbst den Revolver an die rechte Schläfe und drückte ab. Auch er war fofort tot. Krahl hatte einen Brief hinterlassen, in dem er einen anderen Mann beschuldigt, sein Verhältnis zu Frau Kappat gestört zu haben. Aus Eifersucht habe er die Frau und dann sich selbst getötet. Die Leichen wurden beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht.

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Japanische Gäfte im Berliner Rathaus. Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung von Lotio fuchten gestern das Berliner Ratbaus, um sich im Nachrichtenamt der Stadt Berlin über städtische Einrichtungen zu unterrichten. Die Herren werden in den nächsten Tagen das Rudolf- Birchow- Kranken­hans, bas Säuglingstrantenhaus, das Tuberkulosen Beratungs­wesen, das Balteriologische Institut, sowie die Straßenreinigung, vejen, das Balteriologische Inftitut, sowie die Straßenreinigung, das Städtische Obdach, die städtischen Häfen und die Berliner Stadtban! besichtigen.

Die Ruhegehalts- und Hinferbliebenenbezüge für August werden von der Staffe der Preußischen Bau- und Finanz- Direttion, Invalidenstraße 52 und von den Kreislassen Berlin I und II, Dranienstr. 97, am 1. Auguſt( nicht schon am 31. Juli) gezahlt

werden.

Zeugen gesucht. Am Freitag, den 24. Juli, abends gegen 11 Uhr, wurde ein junger Mann in der Münchener Straße, Nähe Hermann­straße, Neukölln , von Mitgliedern des Roten Front­tämpferbundes überfallen und so schwer verlegt, daß derselbe ins Krantenhaus Budow eingeliefert werden mußte. Beugen, die den Vorfall beobachtet haben, hauptsächlich solche, die Angaben über die Täter machen fönnen, werden gebeten, ihre Adresse an Gust. Rhode, Neukölln , Allerstr. 8/9, zu richten.

Ar= IK.

Das Archiv der SPD. , Berlin S. 68, Lindenstraße 3, 2. Hof 4 Treppen, sucht zur Ergänzung und Bervollstän digung der Sammlung: Kriegsprobleme der herausgegeben Dom der beiterklasse", Berlag ( A. Baumeister) Berlin- Karlshorst, die Hefte Nr. 5, Eduard David : Der Krieg und die Kinder; Nr. 14, Richard Woldt : Großindustrie Führen wir einen Eroberungstrieg?; Nr. 8, Dr. Paul Lensch : Der Wiederaufbau der Internationale; Nr. 12, Clara Bohm- Schuch : und Kriegswirkungen; Nr. 21 Autor und Titel unbekannt und Nr. 23 ff. An Dubletten derselben Sammlung sind vorhanden die Hefte nummer 7, 9, 11, 15, 18 und 20. Angebote erbittet gegen anderweitigen Tausch oder Bezahlung.

Gefang im Freibad Müggeljee. Am Sonntag, den 2. August, nachm. 2 Uhr, finden im Freibad Müggelfee Gesangsvorträge statt, veranstaltet vom gemischten Vollschor Often.

Parteinachrichten

Einsendungen für diese Rubrik find Berlin B. 68, Lindenstraße 3,

für Groß- Berlin

Nets an das Bezirkssekretariat, 2. Hof, 2 Trep. rechts, au richten.

14. Kreis Neukölln . Die Ordner zum Kreisfeft in der Rinbl- Brauerei melden fich Sonntag vorm. 10 Uhr in der Rindl- Brauerei, Hermannstraße. Heute, Sonnabend, den 1. August:

103. Abt. Dherfchöneweibe. Die Genossen, die sich an der Rehlenberfer Banner­weihe beteiligen, werden gebeten, sich Sonnabend, 7 Uhr, bei 3mberg, Wilhelminenhofstraße, einzufinden. gungsfozialisten. Gruppe Ziergarten: Nächste Rufammenkunft Montag, ben 3. Auguft, 8 Uhr, Jugendheim Wiclefstraße Ede Bremer Straße. Erörte rungen im Anschluß an das Görlizer Programm, Gäste willommen. Morgen, Sonntag, den 2. August:

8. Abt. Die Genoffen und Genoffinnen beteiligen fidh am 25jährigen Jubi, Iäum, verbunden mit Bannerweihe, Der 74. Abt. , Behlendorf , Rest. Walbesruh, Machnower Chauffee, nachm. 2 Uhr.

9. Abt. Die Genoffen werden gebeten, mit ihren Fomilien, fich am 25jährigen Jubiläum, verbunden mit Bannerweihe, aut beteiligen. Treff­punkt, 3 Uhr nachm., im Parteilokal, Botsdamer Straße 25. 15. Abt. 1 Uhr, Treffpunkt der Genoffen aur Abfahrt nach Zehlendorf bei Goldbach, Binetaplag 7. 47. Abt. Walbfeft in der Rönigsheibe( Rol. Waldfrieden). Abfahrt 9% Uhr Görliker Bahnhof bis Baumschulenweg. Rachailgler beachten dort unsere Wegweiser. Raffeegeldier muß mitgebracht werden. Nachbarabteilungen und Arbeiterjugend find dazu eingeladen.

72. Abt. Wilmersdorf . Alle Genoffen, die den Genossen Schneider in Großbeesten besuchen, treffen fich Sonntag früh 49 Uhr Görliger Fernbahn.

82. Abt. Steglik. Die Genoffen beteiligen fich an der 25jährigen Partei­feier in Zehlendorf . Treffpunkt, Reft. Waldesruh, Machnower Chauffee. 84. Abt. 2antwis. Die Genossen werden gebeten, fidh mit ihren Familien an der Bannerweihe der 74. Abt. Zehlendorf , Rest. Waldesruh, au be­teiligen.

part, Schierkestraße. 97. Abt. Die Teilnehmer am Propagandaumaug feeffen fich nachm. 1 Uhr Emfer Straße Ede Hermannstraße. Jungfozialisten. Gruppe Süden: Treffpunkt aur Tagesfahrt fril 8 Uhr, Bahnhof Grünau .

Jugendveranstaltungen.

Zusammenfföße nach der Belsehung Eichhorns. Die Asche des verstorbenen tommunistischen Abgeordneten Eichhorn wurde gestern von den Kommunisten vom Bureauhaus der KPD. - Zentrale in der Rosenthaler Str. nach dem 3entralfriedhof in Friedrichsfelde Renlöln: 96. Abt. Treffpunkt zum Umaug am Sonntag, 14 Uhr, Rörner­übergeführt. Auf dem Rückmarsch fam es zwischen einem tom mu­nistischen 3ug und mehreren Bassanten in der Frant­furter Allee zu Reibereien, die zu Tätlichkeiten führten. Als zwei Boftbeamten die Dienstmügen abgerissen wurden, schritt die auffälligerweise im Massenaufgebot vorhandene Polizei ein, die den Bug zerstreute und mehrere Sistierungen vornahm. Es muß wirklich gefragt werden, aus welchem Grunde die Polizei Last autos mit Schwerbewaffneten zu Trauerveranstaltungen auffahren läßt? Solche unverständlichen Maßnahmen müssen provozierend wirken und fordern zur Kritik heraus. Besonders unangenehm fiel am Donnerstag bei der Einäscherung Eichhorns auch die kriegs­gerüstete Polizei auf. Es hat bei dieser Beranstaltung, zu der nur Berwandte, Freunde und Organisationsdelegierte gefommen waren, mehr als befremdend wirken müssen.

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Das Rundfunkprogramm. Sonnabend, den 1. August. Sonnabend, den 1. August.

Außer dem üblichen Tagesprogramm:

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Achtung, Hamburg - Fahrer! Revue- Spieler.

Am Sonntag, den 2. Auguft, treffen wir uns alle pünktlich, 4 he nach mittags am Slingbahnhof Reukölln, Es findet die Generalprobe für die Neuköllner Aufführung und für Samburg statt. Erscheinen allez unbedingt ansaitung der Partei in der Rindl- Brauerei, Sermannstraße, punkt 7 Uhr

erforderlich.

aufgeführt.

Am Abend with bie Revue auf ber Reufölner Werbever

Heute, Sonnabend, den 1. August:

Samburgfahrer! Seute lehter Tag für Anmeldungen. Alle Reffbezahlungen müssen erledigt werben, fonft erfolgt Streichung von der Lifte. Das Sekre tariat ift bis um 7 Uhr geöffnet. Südwest. Sonntag ist das Seim geöffnet, 7 Uhr.

Salifahrer. Treffpunkt aur Fahrt nach Hamburg , abends 10 Uhr, Lehrter Bahnhof , Abfahrtseite.

Vorträge. Vereine und Verfammlungen.

Berband Bolfsgesundheit, Ortsverein Berlin . Sonnabend, ben 1. August 1925, nadim. 5 Uhr. Treffpunkt Stettiner Bahnhof( Normaluhr) zur Bande­nach Klofier Chorin- Blagefenn. Nachaitaler fahren ab Stettiner Bahnhof 9,15 bis Chorinajen. Gäste herzlich willkommen.

rung

Geschäftliche Mitteilungen.

5-6.30 Uhr abends: Nachmittagskonzert der Berliner Funk­kapelle. Leitung: Konzertmeister Ferdy Kauffman. 1. Suppé : Ouvertüre zu,.Flotte Burschen". 2. Millöcker : Walzer aus der Operette Der arme Jonathan" 3. a) Kálmán : Czardas aus Gräfin Mariza ", b) Lied aus Gräfin Mariza ", c) Leo Fall : Lied aus Die spanische Nachtigall"( Reinhold Pasch). 4. Suppé : Das Pensionat. 5. a) Leo Fall : Lied aus Rose von Stambul ", b) E. Künnecke: Lied aus Der Vetter von Dingsda", c) Stolz: Wien wird bei Nacht erst schön( Reinhold Pasch). 6. Joh. Strauß : Du und du, Walzer aus Die Fledermaus ". 7. Suppé : Potpourri Die Bauschule fowie die Deutsche Dachbeckerschule au Glaudan i Sa. aus der Operette Boccaccio". 8. Joh. Strauß: Wiener Blut, weifen in ber vorliegenden Nummer auf den bevorstehenden Beginn des dies. Walzer. 7 Uhr abends: Dr. P. Vageler: Eindrücke aus Nachkriegs- jährigen Binterunterrichts hin. Prospekte find von der Direktion fostenlos West- Afrika. 7.25 Uhr abends: Hans- Bredow- Schule( Bildungs- erhältlich. Wir weisen befonders darauf hin. Die Leistungen der beiden Abteilung Sprachunterricht. Direktor Julius Glück: Schulen find in ben adtreifen bes In- und Auslandes anerkannt, fo bas kurse). Der Besuch der Schule empfohlen werden kann. Esperanto. 7.50 Uhr abends: Theodor Kappstein: Eine Reise durch Spanien . 4. Vortrag. Cadiz , Sevilla , Cordoba . 8.30 Uhr abends: Sensationen. 10 Uhr abends: Bekanntgabe der neuesten Tages- Wetter für Berlin und Umgegend. Nach Regenfällen wieder zeitweilige nachrichten. Zeitansage, Wetterdienst, Sportnachrichten, Theater- Hufbeiterung, Temperaturen wenig geändert. Für Deutschland . Ueberall und Filmdienst. 10.30-12 Uhr abends: Tanzmusik. unbeständiges, vielfach regnerisches Better.