Ssnnaben) 1. �ugu/11925
Unterhaltung unö
SeNag« öes vorwärts
Awei Mütter.
Von Leonhard Frank . tNaÄ>»ck v«»owuj (Schluß.) Sie ging langsam durch die Straßen, dicht an den Häusern entlang, an der Kaserne vorüber, hinunter zum Kanal. Soldaten schrien ihr nach aus den Fenstern. Sie hielten sie für eine Dirne. Johanna war während der drei Jahre nicht in der Heimat- stadt gewesen. Hier, in diesen erinnerungsträchtigen Straßen ihrer Kindheit, hatte sie plötzlich das Gefühl, ihr Leben verspielt zu haben. In wenigen Stunden würde sie operiert sein. Alles würde wieder sein wie vorher. Da überkam sie ein Gefühl der entsetzlichsten Leere. Mit der Schwangerschaft war etwas in ihr entstanden, das ihre Beziehungen zu Welt und Dasein von Grund auf verändert hatte: eine lebendige, geheimnisvolle Kraft. Sie war in wenigen Tagen ein anderer Mensch geworden: als ob ihr ureigenstes Wesen plötzlich einen zentrierten Mittelpunkt gefunden hätte. Was könnte ihr des Vaters oder irgendeines Menschen Miß- achtung noch anhaben, wenn sie nur einen Schritt zu machen brauchte zum Bett, in dem das Kind lag, das, geboren aus ihrem Sein und Blut, ihr die teuerste Verantwortung auf Erden übertrug? Johanna hatte tief gewußt, daß dieses im Wachsen begriffene einfache Gefühl sich mit der Vollendung des Kindes in ihr vollendet haben würde. Sie kam zum Stadtpark, In dem sie als K'.nd gespielt hatte. Cr war in ihrer Erinnerung der herrlichste Garten der Welt ge- wesen. Sie schloß die Augen: Die Monatsrosen strömten den ihr wohlbekannten, ein wenig kränklichen, aber ungemein süßen Dust aus, der Gefühle aus ihrer frühesten Kindheit in ihr erwachen ließ. Um sie herum lärmten Kinder, spielten Kreisel und haschten einander. Johanna setzte sich neben eine Frau, zu deren Füßen ein kleines Mädchen Sand in Formen goß. Das Leben könnte so gut sein. Man müßte einander nur sieb haben, seinen Kindern zusehen, wie sie spielten, und ganz einfach sein. Dagegen ihr Leben der letzten Jahre: Provinztenöre und -Schauspieler, Literatengespräche in Cafes die ganzen Nächte durch. Tabaksqualm, aufgequollene Gesichter. Bei Sonnenaufgang nach Hause. Und hier war alles gebsieben, wie es war. Nur daß ander« Kinder um den Teich liefen, andere Kinder sich Ketten aus Kastanien banden. Die Sehnsucht nach ihrem Kinde überkam Johanna mit Urge- walt. Sie fühlte deutlich, wie es in ihr log. mit zusammengefalteten Aermchen und Beinchen. Es schien seiner Mutter böse zu sein. Aus der Stirn hatte es eine große Falte, und der Mund war zu- fammengepreßt. Sie floh aus dem Garten, kam wieder bis zu Doktor Kroner» Haus. Lange ging sie vor dem Hause auf und ab in qualvoller Ilnentschlosienheit, ob sie hinaufgehen und die Operation abbestellen solle.„Abbestellen!" Sie lächelte schief. Doktor Kroner saß am Schreibtisch und registrierte Einnahmen und Außenstände, schluckte manchmal einen Likör und rauchte eine Havanna . Ich brauch« nur hinauszugehen und die Operation abzubestellen. Dann werde ich ein Kind haben. Ein Mädchen! Mein kleines Mädchen!.. Und dann?' „Ich bestand immer die Examen. Aber Hugo Monge war ent- schieden genialer. Alles was recht ist!... Er scheint aber total verkommen zu sein. Und jetzt hat er auch noch das Mädchen un- glücklich gemacht." Der Doktor wandte sich um und tätschelte den weit vorstehenden Leib seiner Frau, die Patiencen legte. Seitdem Frau Kroner das Kind erwartete, war dieses Spiel ihre Hauptbeschäftigung. Sie konnte nacheinander hundert Patiencen legen, ohne zu ermüden, und freute sich immer wieder von neuem, wenn die Karten ihr bestätigten, daß das Kind blaue Augen haben werde wie Doktor Kroner. In der Küche saß das Mädchen, strickte Strümpfe für ihre Aus- steuer und schrieb zwischendurch einen Brief an ihren Bräutigam. Es war sehr still und friedlich in der Wohnung. Plötzlich stieß Frau Kroner einen Schrei aus. Di« Karten fielen ihr aus der Hand. Ein Riß war durch ihren Leib gegangen. Sie hatte deutlich gefühlt, daß in ihr etwas zersprungen war. Gleich daraus lief auch das Wasser ab. Der Doktor telephonierte an einen Kollegen. Das Mädchen lief zur Hebamme. Wenn eine Wehe kam, hielt Frau Kroner den Atem an, um den Schmerz zu� lindern. Der Doktor band einen Strick an das Fußende des Bettes und gab ihn ihr in die Hand. Sie müsie die Wehen verarbeiten, sagte er, wenn eine Wehe komme, am Strick ziehen und noch stärker pressen, dadurch würde das Kind schneller herausgetrieben. Frau Kroner versuchte es und brüllte. Der ganze Körper wurde krampfartig geschüttelt. Der wütende Schmerz im Leib zog und riß und schnitt und knetete. Da» Herz pumpte. Die Augen traten vor. Der Atem drohte auszubleiben. Schweiß rann. Das also ging jedesmal vor sich, wenn ein Mensch zur Welt kam. Sie wollte lieber auf der Stell« tot sein. „Das ist erst der Anfang. Die eigentlichen Wehen werden erst am Margen kommen, soweit es sich berechnen läßt", sagte der Kollege zu Doktor Kroner. Uebrigens sei alles in bester Ordnung. Der Kops des Kindes liege in der Oesfnung des Muttermundes. Johanna war ins Sanatorium gegangen. Sie hatte den ganzen Vachmittag und Abend im Freien verbracht, um die Miete für einen Tag zu sparen. Sie war verstört und ganz entkräftet und ersehnte irgendeine Katastrophe. stwei Schwestern führten Johanna am andern Morgen durch die laugen Korridore, über eine steile Wendeltreppe hinauf in den Operationssaal. Sonne überflutete den großen, kahlen, weiß- getünchten Raum, in dem es stark nach A-th-r und Jodoform roch. Neben der Operationsbahre stand ein kleiner, dicker Arzt mit einer großen Glatze. Er hielt die Jodoformmaske schon in der Hand. Johanna hatte seit dem Derlasicn des Zimmers nicht aufgehört «u lächeln. Es schien ihr d.e einzig. Möglichkeit zu sein, über alle- hinwegzukommen. Der starke Geruch verursachte>hr Uebelkeit. Sie hatle in den letzten Tagen wenig gegesien und diesen Morgen der Narkose wegen kein Frühstück bekommen. Die Möglichkeit.>n der Narkose zu sterben, war plötzlich ganz nahegerückt, und der Tod erschien ihr wunderbar. So wäre alles gelöst. Die Schwesteru entfernten schnell die wenigen Kleidungsstücke. dl« Johanna anhatte. Der dicke Arzt betrachtet« Johanna und unter- hielt sich dabE weiter mtt den Schwestern.
Doktor Kroner, im Operationsmantel aus Gummi, eilte herein, hinter ihm sein Assistent. Das Gespräch verstummte.„Alles in Ordnung?" Doktor Kroner zog die Gummihandschuhe an. „Haben Sie falsche Zähne?... Na. dann sprechen Si« mir langsam nach: eins... zwei... drei... vier..." Der dicke Arzt legte die Maske auf Johannas Gesicht und nahm ihren Puls zwischen die Finger. „Zählen Sie!" „... sieben... acht... O, welch himmlische»... kische» Gefühl!" Doktor Kroner zog die Gebärmutter nach vorne und hiell sie in dieser Lage, öffnete vorsichtig den Muttermund, führt« das Mesier ein und zerteilte mit vier geschickten Schnitten den Fötus. Er arbeitete schnell und sicher weiter, führte Jodoformgaz« ein für den Verband.„Das hätten wir! Die Maske weg!" Schweiß rann von der Stirn. Zehn Minuten hatte das Ganze gedauert. Als Johanna heruntergehoben war, stürzte Doktor Kroner atemlos ans Telephon. Seine Frau hatte einen Knaben geboren. Die Schwestern und die Kollegen umringten ihn und gratulier- ten. Sein nasses Gesicht strahlte. Zwei Klinikmänner in weißen Mänteln trugen die noch bewußt- lose Johanna in das Zimmer und legten sie auf das Bett.
?ustitia spricht:
„Vag Ich langsam vor dem Recht erbtiade, Gab man mir die dunkle Augenbinde. Und so sah ich niemals. Gott sei Dank! wie die Wage auf und nieder sank. Doch was nühk's, in Blindheil zu versinken! Denn in der Gerechtigkellsanslall Fängt's auf einmal schaurig an zu stinken. Stammt auch dieser Stank vom Slaalsantvatt? Schrecklich mufft es unter meinen Priestern, Die um meine ehrnen Füge kriechen. Hängt mir cn:ch die Binde um die Rüstern: Diesen Stank, den kann ich nicht mehr riechen!"
Manila und Sie Philippinen . Von Richard huelsenbeck . (Sondcrbericht für den.Vorwärts"). Das füdchinesische Meer ist ein heimtückisches Gewässer. Der Monsun bläst hier mit Windstärke 10 und eine himmelhohe See schaukelt einen so lange, bis man schwach und nachgiebig wird. Luzon , die größte der tausend Inseln, die man die Philippinen nennt, iit ein Eiland, das der Herrgott in einer seiner ersindungs- reichsten Stunden geschaffen haben muß. Da sind sanft« Hügelland- schasten, die vom Harz genommen sein könnten. Dichter Urwald tritt bis an die See beran. Riesenhafte Felsen schieben sich plötzlich vor. Machtvoll, wie hingeworfen und übereinandergetürmt sind urwelt- liche Steinschicbten. Durch Tore, die die See in Jahrtausenden ge- nagt und gebaut hat, strömt der blaue Schwall des Wassers. Kühne Boote wagen sich weit aus dem Hafen heraus. Hier bei Manila , im Winkel von Luzon . entstehen die Taifune. die gefürchtetcn Wirbelstürme der östlichen Seen. Schwerfällig wälzt sich das brüllend« Ungeheuer von Manila nach Hongkonk und von dort nach Japan . Die drahtlosen Küsten- stotionen melden e« Stunden vorher nach allen Richtungen und was fliehen kann, flieht mit äußerster Maschincnkrast. Taufende von den chinesischen Dschunken werden jährlich von den Taifunen zur Strecke gebracht. Eine schwere Sturzsee genügt. um die altväterliche» Holzkästen zu zerschmettern. Und doch fahren die Dschunken immer wieder hinaus die gleichen altväterlichen Dschunken wie vor fünfhundert Jahren. Der Chinese ist ein konservativer Mann, vor allen Dingen aber ist er ein furchtloser Mann. Todesangst ist ihm unbekannt.
Manila und di« Philippinen haben bis vor 20 Jahren den Spaniern gehört. Dann kamen die Pankees mit jugendlichem Appetit und verstanden es, unter großen moralischen Beteuerungen die Spanier um ihr Besitztum zu bringen. Die Affaire ist ja bekannt. Sie haben nun wunders gedacht, was für einen„Fortschritt" sie hierherbringen könnten. Man sieht denn auch zahlreiche Ford-Autos, Hafenanlagen mit Docks' und Kränen, eine Straße mit Warenhäusern, Caudy-Storev, alkoholfreie Luncheon-Buffets, Boarding-Häuser, Movie Pictures (Kientopps) usw. Im Manila -Hotel hat die amerikanische Zivilisation Ihr Haupt- quartier ausgeschlagen. Im Foyer, auf Longchairs unannahbar hin- gestreckt sind die Amerikanerinnen. Sie blicken scharf durch mächtige schwarzgeränderte Hornbrillen auf die etwas eingeschüchterten Ehe- gatten, die„trocken" wie sie nun mal sind, an Eiswassergläsern nippen. Eine ganze Armee von uniformierten Boys schwirrt durch den hohen R»um. Für jedes Bedürfnis ist ein Boy parat. Dazu klirrt das Geräusch der beginnenden Fünf-Uhr-Iazzband und ununter- krochen hupen die Ford-Cars die Auffahrt herauf. Vom Dining-Room, der mehr eine Dining-Veranda mit Herr- lichen Palmen und tropischen Pflanzen ist, hat man«inen Blick auf den Hafen. Da liegen in langer Reibe die amerikanischen Torpedoboote. Ueberall Soldaten in diesem friedlichen Land! Wir erinnern uns des japanisch-amerikanischen Gegensatze«, der ja wohl in diesen Meeren eines Tages zum Austrag gebracht werden wird. Man stellt mir den Kommandanten der„N. S. Navy"— der hier stationieten amerikanischen Marine vor. Das ist ein typischer Amerikaner mit hagerem Gesicht und langen Gliedern. Er bleibt zwei Jabr« in Manila , dann geht er wieder zwei Jahre ins Land der mehr oder weniger großen Freiheit, um danach in ewiger Ab- wechselung wieder nach Manila zu kommen. Mit ihm wandert eine wohl asiortierte Gemahlin mit kühlem Blick und einer unheimlich dicken Perlenkette. Ferner eine Tochter, ein Mädchen, das schon mehrere Autoinobilrennen mitgefahren hat, die reitet wie ein Cowboy und schießt wie ein Kunstschütze. Es ist eine merkwürdige Gesellschaft! Alle zusammen sind sie Anhänger der Christion Science, einer christlichen Gesundbetersekte, die ein Weib, die benichtigte Miß Baker Eddy als Päpstin verehrt. Wie hätten die Spanler mit ihren zerlumpten Priestern, ihre» oergitterten Häusern, stillen Höfen mtt Springbrunnen— ihrer ganzen Alhambra -Romantik, wie hätten sie sich aus die Dauer gegen einen solchen Ansturm von Fortschritt wehren können. Und doch— Manila ist im Grunde auch heute noch ein« spanisch« Stadt. Da» Lolk spricht spanisch. Mitten im Getümmel der Straßenbahnwogen steht die wunder- volle Kathedrale Santa Cruz. « Die Philippinos müsien harmlose Wilde gewesen sein. Solch«, von denen man in Reisebeschreibungen liest, daß sie gleich mit ge- füllten Kalebassen und gerösteten Schweinsschinken angestürzt kamen, um die Fremden(die ihrer eigenen hämischen Natur nach Mord und Totschlag fürchteten) zu bewirten, so gut sie konnten. Die Fremden belohnten diese Freundlichkeit mit dem Geschenk der Zioisatton(Syphilis und Branntwein eingeschlosien). Das haben die armen Kanaker nun davon! Es sieht äußerst merkwürdig aus, wenn man so eine klein« Philippinerin mit ihrem ausgesprochenen Südseeinsulanergesicht in ihrer Nationaltracht m einem Ford-Auto sitzen sieht. Starren Gesichts nimmt sie. diese Zwllisationssreude hin,, so, als würde sie auf den Flügeln eines ihrer eingeborenen Gotter in ünbe- kannte Fernen getragen. Wer weiß, ob die Sache gut geht?! Diese kleinen wilden zivilisierten Frauen sind entzückend. Sie trippeln in zarten Samtpantöffclchen und raffen ihren Rock so zier- lich wie die auf Grazie bestens eingefuchste Ober-Kintopp-Diva Sowieso. An den Schultern tragen sie zwei starre Flügel aus Gaze — das gehört zur Tracht. Man hat mir gesagt, daß diese Schmetterlinge gefährlicher sind als sie aussehen. Der Europäer, der denkt, eine kleine Geliebte an ihnen zu haben, findet Frauen, denen die ganze hohe Schule der Leidenschaft geläufig ist. Es soll wahre Königinnen der Liebe unter ihnen geben. Die Männer sind ein harmloseres Gelichter. Sie sind wie geschaffen zum Kammerdiener. Man hat das Ge- fühl, daß man als Europäer von ihnen die unmöglichsten Dienste verlangen könnte. Sie würden sie ausführen aus Ehrfurcht und Scheu vor der strafenden Gewalt, die hinter der glatten Fasjade des weißen Mannes verborgen ist. Auf dieser Scheu hat bisher die Stellung der Europäer im fionzen Osten beruht. Nach dem Kriege sind die östlichen Völker elbständiger geworden. Sie hatten in ihrer tiefen Harmlosigkeit die Euivpäer für moralisch bester als sich selbst gehalten, denn sie konnten sich eine größere Macht nur mit einem hervorragenderen Sinn vcr- Kunden vorstellen. Und dann begriffen sie den Haß, die Wut, die niedrige Leidenschaft der anaestammelten Herren. Das war ein ge- wattiges Augennufmachen! Und nun, sagt man, ist der Osten erwacht. Bei den guten Philippinos merkt man allerdings noch wonig davon. Erst waren sie spanisch, nun sind sie amerikanisch— weiß Gott , was noch kommt. Wenn der eine Herr weggeht, kommt der andere, 5iauptsache ist, daß er einem die Stiefel, die man mühsam ge- wichst hat, nicht an den Kops schmeißt. Sic gehen mit treuen Hundsaugen umher und freuen sich ihres Daseins. Sie haben einen ausgesprochenen Sinn für Eleganz wie alle primitiven Völker. In blendendweißen Anzügen stolzieren sie die „Eskolta", die Hauptstraße der Stadt auf und ab. Andere allerdings scheinen sich in ihrer Kleidung nicht weit von ihren Urahnen entkernt zu haben. Sie haben nur ein kurzes weißes Höschen und eine Art Unterjacke aus hauchzartem Stoff. Dabei muß man bedenken, daß hier im Sommer eine Tcmpe- ratur von vierzig Grad im Schotten herrscht. Bei dieser Hitze möchte man sich mit den Kleider» noch die Haut abreißen. Wenn einer mir etwas von„angezogen sein" spricht, kann man einen hysterischen Weinkrampf kriegen. Manila liegt in den Tropen und die Gewohnheiten der Menschen sind hier tropische. Wenn man in einein der einpferdigen Wägelchen, die das landes- übliche Beförderungsmittel sind, mir eine Stunde aus der Stadt herausfährt, glaubt man den Ainerikanismus, die Zivilisation— den gesainten Eiswasserfortschritt als einen Traum geträumt z» haben. Zwischen Palmen, Brotbäumen und Lianen liegen richtige Ur- walddörfer. Di« Häuser sind Gestelle aus Matten. Echte, unpolierte Urwald- menschen, Männer mit würdigen Mienen, Frauen mtt Kindern an der Brust schauen aus den„Fenstern". Hinter allem steigen die blauen Berge auf. Dort gibt es heiße Quellen, Affen und andere Mekwürdigkelten. Was muß das für ein Erlebnis gewesen sein, als vor einigen hundert Jahren die ersten Europäer dieses Land in seiner Unberührt- heit betraten. Die Berge, die Pflanzen, die Tiere— wie eben hervorgegangen aus Gottes Hand. Hell und fröhlich— wie losgebrochen aus dem Kristall des Himmels. Ein Wunder an Schönheit und Liebreiz sind die Philippinen. Wenn man nach lauger stürmischer Seefahrt diese begnadeten Inseln betritt, öffnet sich dankbar das Herz.