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Gewerkschaftsbewegung

Nach kapitalistischem Muster.

( RED.) Die Spanne in der Entlohnung der gelernten und der ungelernten Arbeiter ist in Rußland größer als sonst in Europa , größer fogar als in Nordamerika . Das erflärt sich in erster Linie aus dem wirtschaftlichen und fulturellen Aufbau des Landes: bei der relativ geringen Entwidlung der Industrie fann nicht der ge­famte Ueberschuß der ländlichen Bevölkerung beschäftigt werden. Das Angebot der ungelernten Arbeiter ist daher immer sehr groß, während die Zahl der gelernten Arbeiter gering ift.

Die Verhältnisse des Arbeitsmarktes begünstigen eine weit gehende Differenzierung, ein meitgehendes ,, Auseinanderziehen" der Löhne der gelernten und der ungelernten Arbeiter. Die Löhne der Arbeiter werden in Rußland tariflich festgesetzt, wobei der Tarif den Lohn der sogenannten 1. Arbeiterfategorie ausdrüd­lich bestimmt, während die Löhne aller anderen Arbeiter- und Ange­ftelltentategorien aus dem Lohn der 1. Kategorie nach einem Schema ( arifney" genannt) berechnet werden. Im Dezember 1921, beim Uebergang zu der neuen Wirtschaftspolitik", hat der Zentral. rat der russischen Gemerfschaften ein Tarifnez ausgearbeitet, in dem der Lohn der höchsten Arbeiterkategorie gleich dem 2,7fachen Lohn der 1. Kategorie festgesezt wurde. Ein Jahr später wurde das Verhältnis der höchsten zu der niedrigsten Lohntlasse auf 3,5 zu 1 erhöht. Tatsächlich ist die Differenz in der Entlohnung noch wesentlich größer, denn den gelernten Arbeitern ist viel mehr als den ungelernten die Möglichkeit gegeben, ihren Verdienst durch Affordarbeit zu erhöhen. Die Löhne der gelernten Ar­beiter erreichten daher schon heute häufig das vier und fünffache der Löhne der ungelernten Arbeiter in denselben Betrieben.

Die russischen kommunistischen Gewerkschafts­führer wollen aber selbst dabei nicht bleiben und gerade in den lezten Wochen drängen sie zu einem weiteren wesentlichen Aus= einanderziehen" der Löhne. So will der Verbandsvor stand der Schneider das Verhältnis der Tariflöhne der höchsten und niedrigsten Arbeiterkategorien auf 4 zu 1 erhöhen( ,, Trub " vom 13. August), ebenso der Verband der Arbeiter der chemischen Industrie( Trud" vom 20. August); der Bergarbeiter= verband strebt zu einem Berhältnis von 5 zu 1( Trud" vom 6. August), der Verband der Arbeiter der Papierindustrie zu einem Berhältnis von 6 zu 1( ,, Trud" vom 11. August), der Zeptilarbeiterverband gar zu einem Verhältnis von 8 zu 1( Trud" vom 13. August). Nach den Berechnungen des Berbandsvorstandes der Arbeiter der chemischen Industrie wird die Erhöhung des Berhältnisses der höchsten zu den niedrigsten Tariflöhnen bis auf 4 zu 1 die Erhöhung des Verhältnisses der tatsächlichen Verdienste bis auf 6 zu 1 zur Folge haben; sollte diese Aenderung wegen Unmöglichkeit der Erhöhung des Lohn­fonds" auf Schwierigteiten stoßen, so befürwortet der Verbands­vorstand die herabjegung des Tariflohnes der 1. Ar­beiterfategorie!( Trud" vom 20. August).

Man will also bewußt die Lohnerhöhung der höheren Arbeiter­gruppen auf Kosten der unteren durchführen und so die Bildung einer Arbeiteraristokratie" fördern. Daß die kommunistischen ,, Birt schaftsführer" diesen Bestrebungen der Gewerkschaften ein wohl­wollendes Verständnis entgegenbringen, versteht sich von selbst. Ent­spricht doch diese Politik vollkommen den Bestrebungen aller Unternehmerverbände der westlichen Länder.

Vom Delegationsrummel.

Der Betriebsrat der NAG., der sich ausschließlich aus Kommu­nisten zusammenset, schickt uns einen Bericht einer Belegschafts­versammlung, in der zwei Delegierte", wovon einer Mitglied der SPD . ist, referiert haben über die Eindrücke, die sie auf ihrer Reise nach Rußland empfangen hätten. Am Anschluß an diesen Bericht wurde auch eine Resolution angenommen. Bericht und Resolution richten sich selbstverständlich vor allem gegen die sogenannten Borwärts" Lügen. Von dem einen Berichterstatter, der Mitglied der SPD . ist, haben wir auch ein Privatschreiben erhalten, in dem er sich darüber beschwert, daß der Vorwärts" am 10. Juli die Mit glieder der englischen Delegation als Idioten hingestellt habe. Für die Wahrheitsliebe dieser Leute, die sich in den Dienst der KPD. stellen, spricht die Tatsache, daß der Borwärts" weder in der Morgen noch in der Abendausgabe des 10. Juli über die Dele­gation der englischen Gewerkschaftler auch nur eine Zeile ver­öffentlicht hat.

Zur Charakterisierung der ganzen Delegation stellen wir feft: Die Delegation" wurde ausgewählt von einem fogenannten Ar­beiterfomitee", das seinerseits unter dem Ausschluß aller Arbeiter­organisationen von der KPD. ausgesiebt worden ist. Der ganze Delegationsrummel ist vorher im Arbeitsplan der Zellenobleute der KPD. festgesetzt worden. Auf die ,, Entdeckungen" einzugehen, die diese famose Arbeiterdelegation" in Rußland und Georgien gemacht hat und die sich im Widerspruch befinden mit den Beröffentlichungen der amtlichen Sowjetpresse über die Lebenshaltung und Arbeits­bedingungen der russischen Arbeiter, fönnen wir uns ersparen.

Strafe muß sein.

Bom Einheitsverband der Eisenbahner wird uns geschrieben: Im März vorigen Jahres murde ein Lokomotivführer des D- 3uges 21 in eine Geldstrafe von 1,50 m. genommen, weil er das Ankuppeln seiner Lokomotive auf Bahnhof Belgard ( Kolberger Bahnsteig, Direktionsbezirk Stettin ) nicht beobachtet haben soll. Der Eisenbahnrat Wischmann, Beobachter dieses schweren Ber­brechens und Dienstvergehens" gibt zu, daß zu damaliger Zeit keine Borschriften bezüglich des An- und Umfuppelns der Lokomotiven bestanden, jcweit diese Arbeit durch Absteigen beobachtet werden mußie. Trotzdem ließ dieser Herr Rat durch den Oberingenieur Runge telephonisch die Ermittelung des Lokomotivführers fefiftellen, mit dem Bemerken, daß der Lofführer auf die Abbauliste fommt, meil er das Ankuppeln in Belgard nicht beobachtet hat. Eine Eingabe nach der anderen des bestraften Lofführers, unterstützt durch fünf einwandfreie Zeugen und durch die örtliche und bezirkliche Beamtennertretung, wandern zur Direktion, zurück zum Bezirksbeamtenrat, zum Maschinenamt 12 in Stargard i. Bom., zum Betriebsamt Eberswalde und Berlin Stettiner Bahnhof.

Durch die einwandfreien Zeugenaussagen runmehr unter Drud gesezt, kommt der Eisenbahnrat in eine sehr unangenehme Lage gegenüber Rückfragen der Direktion und erklärt, er hätte endlich einmal ein Beispiel erzwingen wollen. Nun scheint

auch die Direktion Stettin in eine sehr unangenehme Lage geraien zu sein durch die Aussage eines neu hinzugezogenen Lofführers, zu der sich der Ortsbeamtenrat in Stolp äußern soll. Nunmehr fezt eine auf vier Foliofeiten gehaltene Berteidigungsschrift des Eisenbahnrats Wischmann ein, der schließlich zu der Einsicht kommt, ,, wenn schließlich, wie ich gehört habe(!) bei Personen- und Schnell­zügen die Vorschrift noch gar nicht besteht, daß der Lokführer heruntersteigen muß, um sich vom richtigen Anfuppeln zu über­zeugen, fo mare die Voraussetzung zu meiner Anzeige vom 26. März 1924 entfallen und auch die Folgen". Er wendet sich dann auch entschieden gegen das Berlangen der Zeugen, weil sie ihre wieder­holt niedergelegten Aussagen vor Gericht beschwören wollen. Nach seiner Ansicht könnten diese Leute keine Religion mehr haben.

Das Endresultat ist, wie immer in solchen Fällen, daß die Strafóemessung bestehen bleibt, denn die Aussage eines Eisenbahnrates miegt bekanntlich zehnmal schwerer als die flaren und fachlichen Aussagen des bestraften Lotführers nebst den Aussagen seines Heizers und der fünf Zeugen.

Wir verlangen von der Reichsbahnverwaltung, daß fie das gesamte Aftenmaterial einfcidert und prüft, damit den in seiner Ehre verlegten und in seiner Aufstiegsmöglichkeit schwer beeinträch tigten Lofführer des D- 3uges 21 zu seinem Recht verholfen wird. Wenn wir zu dieser äußerst wichtigen Angelegenheit Stellung nehmen, so deswegen, weil die zuständige Organisation der Lofo­motivführer ziemlich gleichgültig die Dinge behandelt hat.

Die Freizügigkeit der Landarbeiter bedroht.

Aus dem Freistaat Sachsen mehren sich die Anzeichen einer Beschränkung der Freizügigkeit landwirtschaftlicher Arbeitnehmer. Nachdem bereits vor einigen Monaten in einer Verhandlung in Zwickau die Bertreter der Industriellen sich den Landwirten gegen­über bereit erklärten, feine aus der Landwirtschaft stammenden Arbeiter einzustellen und die Eisenbahndirektion in Dresden fürzlich zwei aus der Landwirtschaft stammende und bis dahin bei einer Bahnmeisterei beschäftigte Arbeiter abschob, wird jetzt ein Schreiben des Verwaltungsausschusses vom Arbeitsnachweis in Baugen, gerichtet an die Mitglieder des Unterausschusses, befannt. Das Schreiben lautet:

IV Arbeitsnachweis.

Baugen, den 24. Juli 1925.

Der Berwaltungsausschuß hat seit langer Zeit aus poífswirt­schaftlichen Gründen den Grundsay vertreten, daß keine Land. arbeiter in die Industrie vermittelt werden sollen. Von diesem Grundsatz ist innerhalb eines Jahres nur in einem einzigen Folle, bei einer Kriegerwitwe mit mehreren Kindern, auf ausdrücklichen Ausschußbeschluß abgewichen worden. Der vorliegende Fall rechtfertigt ein Verlassen dieses Grundſches nicht. Teich ist, seitdem er berufstätig ist, überwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt gewesen. Ob er, wie er angibt, nur wegen schlechter Bezahlung feine letzte Arbeitsstelle aufgegeben hat, erscheint zweifelhaft. T.s Vater hat zwar noch zwei schul­pflichtige Kinder, soll aber außerdem noch zwei erwachsene, ver­dienende Kinder haben.

An die Herren Mitglieder des Unterausschusses mit dem Vor­schlage, die vorstehende Beschwerde abzuweisen. 3. A.: 3ehrfeld.

Gegen den in diesem Schreiben betonten Grundsay, feinen Landarbeiter in die Industrie zu vermitteln, muß mit aller Ent­fchiedenheit Front gemacht werden. Ein derartiger Grundsjah macht die Landarbeiter zu Menschen zweiten Rechts und verstößt vor allem gegen den§ 111 der deutschen Reichsverfassung, in dem es flar und deutlich heißt:

,, Alle Deutschen genießen Freizügigkeit im ganzen Reiche. Jeder hat das Recht, sich an beliebigem Orte des Reiches aufzuhalten und niederzulassen, Grundstücke zu erwerben und jeden Nahrungszweig zu betreiben. Einschränkungen bedürfen eines Reichsgesetzes.

Das Argument von den Dolfswirtschaftlichen" Gründen ist Sprechen volkswirtschaftliche Gründe dafür, die unangebracht. Landarbeiter auf dem Lande festzuhalten, jo sprechen solche Gründe zunächst einmal dafür, den Landarbeitern auf dem Lande auch Arbeits- und Lebensverhältniffe einzuräumen, die als menschen­würdig und gesund bezeichnet werden können. Das ist vielfach nicht der Fall, und deshalb muß sich der Verwaltungsausschuß des Arbeitsnachweises Bauzen dazu bequemen, seinen Standpunft unverzüglich zu ändern.

Lohnerhöhung der Ladenfleischer.

Wirtschaft

Der Bod als Gärtner.

Der Reichsrerband der Deutschen Industrie hat seine Kartell­stelle mit der Durchführung der Aufgaben beauftragt, welche im Zusammenhang mit der Preissenkungsaktion stehen, besonders mit den Beschlüssen der Reichsregierung vom 26. Auguft gegen die Kartelle.

Wir betonen auch heute wieder, daß der ganze Preisabbau, soweit er nüglich und zweckmäßig wäre, bei der Abhängigkeit der Reichs­regierung von den Unternehmerverbänden zur Farce werden muß, soweit er ernit gemeint ist, sich nur gegen die kleinen Echächer des Einzelhandels und gegen die Lohn- und Gehalts­fämpfe der Arbeiterschaft wendet, nicht aber gegen die geschlossene Front der 3000 Kartelle und die großen Schuldigen der gegen­wärtigen Teuerung. Das ist unsere Meinung.

Das scheint aber auch durchaus die Meinung des Reichs­verbands der Deutschen Industrie zu sein. Denn erstens stellt der gefchäftsführende Ausschuß seiner Startellstelle fest, daß die kar= telle an den gegenwärtigen Schwierigkeiten nur in ver schwindendem Maße die Schuld tragen,( dasselbe hörten wir fürzlich vom Zentralverband des Banf- und Bankiergewerbes) und zweitens beruft er, um die allgemeine Wirtschaft zu fördern", noch vor Ende dieses Jahres(!) einen Kartelltag ein. Das ist von seiten des Reichsverbands für den Lutherschen " Kampf" gegen die Kartelle ein Begräbnis erster Klasse.

Das heißt natürlich nicht, daß der Kampf gegen die Kartelle und den Preis- und Kreditwucher nicht geführt werden wird. Nur wird ihn weder die Lutherregierung noch werden die von ihr zum Gärtner bestellten Böcke ihn führen, sondern die Gewerkschaften und die Käufermassen. Mögen die Kartelle ruhig die Schuzzoll­geschenke in höheren Preisen gegen die Arbeiterschaft und die Kon­sumentenmassen auszuwerten versuchen. Die Arbeiterschaft wird ihre Löhne, die Konsumentenmassen werden die Kauftraft ihres Ein­fommens zu schüßen wissen. Nur mögen die Unternehmer sid; nach­her nicht beklagen, daß der Mühlstein, den sie sich mit den Preis­und Zinstonventionen an den Hals gehängt haben, die Rentabilität ihrer Betriebe noch mehr versinken läßt und die Auslandsfonkurrenz sowie das Auslandskapital noch mehr der lachende Erbe sein wird als bisher.

Dänemarks Export nach Deutschland durch den neuen Zollfarif gefährdet. Der dänische landwirtschaftliche Rat hat in den letzten Tagen die schwierige Lage erörtert, die durch die strengen 3011­maßregeln Deutschlands dem dänischen landwirtschaftlichen Export erwachsen sind. Der Rat ersuchte die dänische Regierung, Schritte einzuleiten, um die Herabjegung der neuen deutschen Zoll­fäße mit den deutschen Behörden zu erwägen. Besonders wünscht Dänemark mildernde Bedingungen für den Erport von Pferden und Fleisch zu erlangen.

Starter Rüdgang der deutschen Papierausfuhr nach Amerifa. Dem Industrie- Aurier" zufolge ist nach amerikanischer Statistif die deutsche Papierausfuhr nach den Vereinigten Staaten in dem Wirtschaftsjahr 1924/25 gegenüber dem Jahre 1923/24 um fa it auf die Hälfte zurüdgegangen. Immerhin ist Deutsch­ land noch der Hauptlieferant mit zirka 60 Proz. der gesamten Einfuhr für Druckpapier, mit 55 Proz. für Schreibpapier und mit 80 Proz. für photographisches Papier. Jm Monat Mai 1925 be­trug nach deutschen amtlichen Zahlen die Ausfuhr von Drudpapier nad) Amerifa 730 Doppelzentner gegenüber 14243 Doppelzentner im Juni, wobei die Vereinigten Staaten der zweitgrößte deutsche Auslandskunde hinter Argentinien sind.

Sport.

Sawall gewinnt ,, Das Memento"!

Letter diesjähriger Abend renntag der Treptower Bahn. Ein glänzendes Programm und doch nur mäßiger Besuch, was dar auf schließen läßt, daß die Jahreszeit für Abendrennen nicht mehr geeignet ist. Am Start hatte sich der neue Weltmeister Graffin­Frankreich gegen Samall, Saldow und Kruptat einge­funden. Das Hauptdauerrennen ,, Das Memento" über 75 Kilo­meter in einem Lauf sah fliegenden Start" vor. Kruptat er langte zuerst Anschluß vor Saldow, Graffin und Sawall. Bald muß der deutsche Meister seinen zweiten Platz an Grassin abtreten, der nun gegen Krupfat loszieht und diesen nach 6 Runden die Führung abnimmt. Graffin, der die schwierige Bahn noch nicht recht zu fennen scheint, verläßt jedoch die Rolle, so daß Krupfat mieder ,, porn " ist. Inzwischen ist Sama 11. der Weltrekordmann, munter geworden und schießt aus vierter Bosition auf den Breußen­meister, der hier eben nicht mit fann und nun hinter Sawall fährt. Graffin fällt auf Platz 4 und versucht den an dritter Stelle liegen­den Saldom zu verdrängen, der bis zur 29. Runde seinen Platz gut zu verteidigen weiß. Dann verläßt er die Rolle und wird vom ganzen Feld mehrmals überrundet. 49 Runden sind zurückgelegt, als Graffin einen temperamentvollen Angriff auf Kruptat unter­nimmt, der dank der Unaufmerksamkeit Didiers( Graffins Schritt­macher) völlig verpufft und Grassin viel, sehr viel an Terrain Derlieren läßt. Aber auch Krupkat hat sich ausgegeben und er muß wie die anderen die Ueberrundung durch Sawall hinnehmen. Troj schärfster Anstrengungen fann Graffin, der 3 Runden zurüd liegt, nicht aufholen. Saldow und Krupkat wechseln die Räder und fallen immer mehr zurück. 66 Runden vor Schlußsteigt" Krupfat aus! Der Stand des Rennens bleibt dann unverändert. Sa mall siegte in 1 Stunde 12 min. 10,3 Sef. vor Graffin( 3350), Saldow ( 10 620 Meter zurück) und Krupkat( aufgegeben). Auch den Preis von Schöneweide", ein 25- ilometer- Dauerrennen, holte sich Samali in 22 min. 58 Sef. vor Kruptat( 15), Grassi( 300) und Saldom( 520 Meter zurück). Die Amateurrennen, die äußerst interessant verliefen, faben im Tandem rennen über 5 Runden henne Kühl( Concordia ) und im 30- Runden­Bunttefahren Kühl( Concordia ) als Sieger.

Auf Grund der Verhandlungen zwischen dem Zentralverband der Fleischer und dem Bezirksverein Berlin im Deutschen Fleischer­verband, betragen die Mindestlöhne im Berliner Ladenfleischer gewerbe ab Montag den 31. August, pro Woche für Gesellen im 1. Jahre nach der Lehre in Kost und in Logis 19,-M., in Kost aber ohne Logis, 24,90 m., ohne Kost und Logis 34,80 m.; im 2. und 3 Jahre nach der Lehre 23,-M., bzm. 29,30 M. und 39,60 m.; ohne Verantwortung 29,- M., b3m. 35,90 m. und 46,80 M.; mit Berant­wortung 34, M., bez. 41,40 m. und 52,80 M.; Ladengesellen, die ausschließlich beim Verlauf tätig sind 38,-., bzw. 45.80 m. und 57,60 m. Die Kost ist pro Woche mit 7, M., Logis mit 3, M. bewertet. Aushilfen erhalten 10 Proz. mehr. Feiertage, die in die Woche fallen, merden mitbezahlt. Gesellen, die erst nach dem 20. Lebensjahr die Lehrzeit beenden, fommen nach Ablauf des ersten Gefellenjahres gleich in die Gruppe ohne Verantwortung. Albert Thomas über Südamerika . Genf , 10. September. ( WTB.) Der Direktor des Internatio­Arbeitsamtes nalen Albert Thomas , der vorgestern DON feiner mehrmonatigen Reise durch Südamerika zurückgekehrt, schilderte gestern vor Pressevertretern seine Eindrücke und machte dabei die Mitteilung, daß er aus Südamerika und zwar aus Chile die erste Ratifikation zu der vom Internationalen Arbeitsamt aus­gearbeiteten internationalen Arbeitskonvention mitgebracht habe. Ueber Argentinien berichtete Thomas, daß dort in den letzten Monaten eine erfolgversprechende Aktion zur aktiven Teilnahme Argentiniens an den Bölferbundsarbeiten eingeleitet worden sei, die jedoch durch die vor einigen Wochen ausgebrochene Ministerfrijis wieder zum Stillstand gekommen sei. Thomas sprach dann über die geringe Entwicklung der Arbeiterorganisation in den füdamerikanischen Staaten und bezeichnet als ihre Folge, daß dort die kommunistische Bewegung leicht Boden gewinnen fonnte, wenn auch der Kommunismus in Südamerika teine Aussicht auf wirk­lichen Erfolg habe. Thomas schilderte schließlich noch seine Be mühungen, um die Regierungen und die Arbeiterverbände Süd­amerifas zur regelmäßigen Entsendung von Deputierten für die alljährlichen internationalen Arbeitskongreffe in Genf zu bewegen. und Berlaasanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin S. 68. Cindenstraße 3.

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Berantwortlich für Bolitit: Ernst Reuter : Wirtschaft: Artur Saternus; Gewerkschaftsbewegung: Friedr. Ekkorn; Feuilleton: K. S. Döscher; Lokales und Conftiges: Frig Karstäbt; Anzeigen: Th. Glode; fämtlich in Berlin . Berlag: Borwärts- Berlag G. m. b. S., Berlin . Drud: Borwärts- Buchdruderet

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