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Arbeiter Sport

Zum Kapitel: Reichsbannersport".

In Rudern und Paddeln", dem Organ der Freien Ruderer und Kanufahrer im Arbeiter- Turn- und Sportbund ", wird die Frage, ob die Sportabteilungen des Reichsbanners Kon furrenzunternehmen für die Arbeitersportvereine find, erneut aufge rollt. Naturgemäß beschäftigt sich Rudern und Paddeln mit der

Wassersportabteilung des Reichsbanners. Der Leiter dieser Abteilung, der gleichzeitig Mitglied des Rudervereins Bor. wärts ist, soll ausgeschlossen werden. Ohne uns in den dieserhalb zwischen den Arbeiterwassersportlern und dem Vorstand des Arbeiter­

Booten antirepublitanischer afferfahrer. Hier wirft als Begendemonstration das republikanische Schwarz- Rot- Gold viel besser als die meist nur neutral aussehenden Flaggen der Arbeiter. wassersportvereine. Selbst die rote Farbe genügt hier faum, weil viele bürgerliche Vereine diese Farbe auch führen, ja sogar bis zu roten Kappen gehen.

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Rubern und Paddeln meint fogar, wenn das Reichsbanner tatsächlich eine proletarische Organisation fei, müßte auch die restlose Ueberführung der Sportler in den Arbeiter- Turn- und Sportbund möglich sein. Ueber eine solche Meinung des Artikel. fchreibers läßt sich allerdings nicht streiten. Das Reichsbanner ist teine proletarische, wohl aber eine republitanische Organi Turn- und Sportbundes schwebenden Streit einzumifchen, sollen zutralisierung der Gedankengänge eingelegt, die die Begriffe ver­fation. Hier hat offenbar bei dem Verfasser des Artikels eine Neus wechseln läßt.

dem ganzen Fragenkompleg einige Bemerkungen gemacht sein.

Faft alle Sparten der Arbeitersportler beschweren sich über den Sportbetrieb beim Reichsbanner. Das Reichsbanner verfolgt die lobenswerte Absicht, besonders die jüngeren Mitglieder den Ge­fahren der Straße und der Kneipe zu entziehen und sie im Sport förperlich zu ertüchtigen. Wenn die Arbeitersportler die Reichs bannersportleute ausschließlich für fich reflamieren, so läßt sich vom reinen er bestandpunkt dagegen wenig fagen. Eine andere Frage ist allerdings, ob bei der verschiedenartigen parteipolitischen und sozialen Stellung der Reichsbannermitglieder diese alle für ben Arbeiter sport zu reflamieren find. Bei der radikalen Ein­stellung vieler Arbeitersportvereine dem Reichsbanner gegenüber ist zu befürchten, daß viele Mitglieder dieser republikanischen Organi fation die Arbeitersportvereine meiden würden und fich bürgerlichen, republiffeindlichen Bereinen anschließen würden. Das liegt aber nicht im Sinne der Bestrebungen des Reichsbanners. Deshalb ist es schon besser, den Sportbetrieb im Reichsbanner als das anzu­fehen, was er fein will und was er tatsächlich ist.

In der ganzen Angelegenheit wäre es das Beste, wenn die Be­ftrebungen, ein freundnachbarliches Berhältnis zwischen beiben Organisationen herzustellen, Erfolg haben würden.

Waffer portabtellung und Freiheit.

Bor etwa vierzehn Tagen brachten wir eine Mittellung über eine Weihnachtsfeier ber afferi portabteilung des Reichsbanners, die von Mitgliedern des Ruderklubs reiheit gestört worden war. Eine Woche später sandte uns Freiheit eine Berichtigung, die wir auszugsweife abbrudten. Freiheit selbst berief fich auf unsere Toleranz, ein Berlangen, das mir nicht enttäuscht haben. Die Note Fahne pon gestern morgen brudt nun, offenbar auf Beranlassung von Freiheit", die Berichti gung vollständig ab und man sieht, daß sie über eine halbe Spalte lang ist. Soviel Raum steht uns natürlich nicht zur Verfügung, bei dem Mostauer Stipendiatenblatt ist das eben etwas anderes. Jedenfalls haben wir das, worauf es anfam, aus der Be Das richtigung mitgeteilt. Damit ist für uns die Sache erledigt. Berhalten von Freiheit und das der Roten Fahne" berührt uns nicht.

Arbeiterathleten auf Reisen.

Mannfchaftsringfämpfe 3m neuen Jahre teht der Sportfin Berolina wieber vor schweren Aufgaben. Eine Reihe ernst zu nehmender Gegner wird ihm die Führung, die er im Kraftsport inne hat, sehr schwer machen. Die B- Mannschaft trifft am Dienstag, dem 12. Januar, auf den RSB. Tegel. Reiches Kämpfermaterial steht beiden Vereinen zur Verfügung, so daß das Treffen interessant. zu werden verspricht. Noch spannender wird der Kampf am Freitag, dem 15. Januar, in der A- Klaffe. Hier ringt Berolina" mit dem Sportflub Roter Stern", Charlottenburg . Beide Vereine stehen an der Spitze. Die Kämpfe finden beide in der Kampfstätte des Sportklubs" Berolina", in der Turnhalle Thomasstraße, Neukölln, abends 8 Uhr, statt.

Die Sammlungen des Museums für Celbesübungen in Berlin find foeben in die dem Berein überiassenen Räumlichkeiten im Ber­ liner Schloß( Lustgarten) übergeführt worden. Im Anschluß an eine fürzlich in Düsseldorf abgehaltene Sigung der Ausstellungsleitung der Gesolei"( Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen) mit den Spizenverbänden auf dem Gebiete der Leibesübungen wird auch das Material des Reichsausschusses für Leibesübungen und des Verbandes für Deutsche Jugendherbergen, das ebenfalls in die Museumsräume übergeführt worden ist, für die große Düsseldorfer Schau 1926 auf Grund von gemeinsam gut gea haltenen Richtlinien zusammengestellt. Durch diese Maßnahme soll im Intereffe der Besucher der Düsseldorfer Ausstellung vermieden werden, daß sich in dem von verschiedenen Organisationen aus­Die Anschrift des gestellten Material Doppelstücke befinden. Museums für Leibesübungen lautet: Berlin C. 2, Schloß, Luftgarten, Eishoftreppe( Spreeflügel).

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Fußballrefultate vom 10. Januar.

Der ekte Gonntag war der Tag ber Ueberraschungen. Belten konnte gegen Teutonia mare Inapp mit 4: 3 fchlagen. Helvetia gewann gegen Bankom 3: 2. Adler 12 fand bei Bernau fehr ftarten Widerstand und gewann knapp 4: 3. Wader 20 holte fich von Eisenfpalterei mit, 7: 3 glatt die Buntte. Rathenow mußte an Alemannia mit 5: 1 die Buntte abgeben. Hoch gewann Fichte- Nord mit 0: 6 aegen Union . Borwärts mußte trok heftiger Gegen mehr an Minerva den Sieg mit 1: 2 abgeben. Eine große Ueberraschung leiftete fia Boruffia, indem fie die Spanbauer 25 mit 3: 0 falugen. Bitten­werber fiegte gegen Einigkeit mit 5: 0. Sportverein 22 mußte sich durch unvollständiges Antreten von Spandau.03 mit 0: 6 fchlagen laffen. Amateure Lonnte gegen Brieselang nur frapp 2: 1 fchlagen. Siemensstadt mukie fich mit 0: 3 gegen Arminia beugen. Bantom 08 hatte in Sowjet nichts aut fchlagen. 0: 6 lautete es am Schluk. Tegel 24 gegent Elstal 4: 2. Alt- Glienice fchidte Fichte- Gildoft mit 3: 2 gefchlagen nach Saus. Verein für Bewegungs­fpiele gewann gegen Frisch- Frei mit 2: 0. Oberfpree fand gegen Beuthen nur fehr wenig Widerstand und gewann mit 8: 0. Ueberraschend Tommt die Gadoma holte fich von Niederlage von Luftig- Fibel gegen Merkur mit 2: 4. Berliner Sportverein mit 5: 3 die Bunkte. Weißenfee fchlug die Straus berger ficher mit 0: 6. Lichtenberg III verbesserte feine Bosition gegen Romet burch einen Giea von 4: 1. Unentschieden mit 2: 2 trennten fich Lichtenberg I und Sparta . Genzig und Oberfpree 2 Tieferten fich mit 0: 1 einen schönen Rampf. Schöneberg und Woltersdorf trennten fich 2: 2. Rehlendorf überlick die Punkte an Ludenwalde I mit 1: 4. Ein nachahmenswertes Spiel lieferten fich Rowawes und Neufölln( 0: 0). Frisch- Auf mukte sich gegen Rolzenburg fehr anstrengen, um mit 1: 0 fiegreich zu bleiben. Das Detsberby fab Hertha Stern gegen Ludenwalde II mit 3: 2. Lantwik gegen Wilmersdorf 1: 1. gegen Bittoria 1: 1. Luckenwalde V gegen Trebbin 6: 1. Unentschieden trennten fich auch Mariendorfer Sportklub und Fußballring. Teltow mukte fich gegen Botsdam mit 1: 3 acfdhlacen bekennen. Ludenmalde III gewann gegen Britannia fider mit 4: 1. bler 08 schlug Rüstig- Vorwärts im Ge fellschaftsspiel boch mit 9: 0. Stralan ficate aegen Charlottenburg mit 3: 0

Die Arbeitersportvereine sind nicht unschuldig an dem sportlichen Eigenbetrieb des Reichsbanners. Solange nicht eine flare Stellungnahme zur Republit erfolgt, solange die ver. faffungsmäßige Fahne der Republit schwarzrotgold als Bartei". fahne bezeichnet wird, ist es verständlich, menn die Republikaner im Reichsbanner die monarchistischen bürgerlichen Sportvereine meiden, aber auch zu den Arbeitersportvereinen feine große Liebe haben. Man versteht doch selbst in manchen bezirklichen Spizenförperschaften Bor einigen Tagen weilte die erste Ringermannschaft des SC. des Arbeitersports zwischen der tommunistischen Partei. fahne mit dem Sowjetstern und der verfassungsmäßig fefturich 02 in Thüringen , wo fie Städtekämpfe austrug, die der Klub alle für sich erfolgreich buchen fonnte. Dieser Erfolg ist um so an gefeßten Fahne der Republit nicht zu unterscheiden. Die Ar erfennenswerter, als die Mannschaft durch die lange Reise immerhin beitersportler find ganz einfach der Suggestion der Kommunisten er. start gehandikapt mar, aber froßdem in der denkbar besten Ber­legen, als ob beide Fahnen Barteifahnen feien; danach werden dann faffung antrat und fämpfte. Die Mannschaft setzte sich folgender. die Beschlüsse auf Berbot diefer Fahnen gefaßt. maßen zufammen: Fliegergewicht Klöhn, Bantam Künzel, Leicht. gemidyt mener, Febergewicht Gorran, Leichtmittelgewicht Neste, Schwermittelgewicht Stallbaum und Schwergewicht Hagen . Ferner Bewegung find herzlichst eingeladen. reisten zwei Jiu- Jitsu- Kämpfer mit, die die Jiu- Jitsu- Kampfesart in den dortigen Städten trefflich demonstrierten und große Aner­tennung und Beifall fanden.

Auch den Arbeitersportlern fann es nicht gleichgültig sein, welche Staatsform mir haben. Die demokratische Republit hat bei allen Mängeln doch das eine von jeder anderen bisherigen Staats. form voraus, daß auf ihrem Boden eine Entfaltung der freien Meinungsäußerung in jeder Form möglich ist, ein Borteil, deffen Fehlen gerade der Arbeiterschaft unter dem Sozialisten­gefet jo geschadet hat. Sind den Arbeiterturnern nicht mehr die Schwierigkeiten der Turnhallenbeschaffung im alten kaiserlichen Deutschland im Gedächtnis? Glauben fie unter einer Sowjetdittaturella Mehlis mar der Befuch zu der Sportveranstaltung, die größere Bewegungsfreiheit zu haben? Der Pflege und der Aus breitung demokratisch- republikanischer Ideen follten sich deshalb die Arbeitersportler nicht hindernd in den Weg stellen. Tun sie es aber dennoch direkt oder indirekt, absichtlich oder unabsichtlich, so werden fich daraus Konsequenzen ergeben, wie wir sie vor uns sehen.

Weshalb soll ein Arbeiterruderer oder paddler, der mit seinem eigenen Boot an einer Auffahrt der Reichsbannerwaffersport abteilung teilnimmt, sonst niche ein guter Arbeitersportler fein? Bielleicht ist gerade in diefer Sportart das Zeigen der verfassungs. mäßigen Schwarz- Rot- Gold besonders notwendig angesichts der ftets demonstratio gehißten schwarzweißrofen Flagge auf

Am Sonnabend, den 9. Januar, früh 1,3 Uhr, verschieb nach langem, schwerem Leiben mein lieber Mann, unser guter Bater, der Former

Hermann Lerg

im 40. Bebensjahre.

Dies zeigen tiefbetrübt an

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Wir bringen hiermit unseren Rolle gen zur Kenntnis, daß unfer alter Rollege

Rudolf Hinrichsen

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Ehre seinem Anbenken! Die Einäscherung findet ftatt am Dienstag, den 12 Jan., nachm, 3 Uhr, im Krematorium Baumschulenmeg Die Ortsverwaltung.

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In Oberschönau jand in einem überfüllten Saal der erste Ringerwettstreit statt, in dem die Berliner Mannschaft über SC. Felsenfraft- Oberschönau mit 16: 8 Buntten fiegreich blieb. Auch in immerhin ein Ereignis für die Stadt bedeutete, überaus gut. SC. Zurich 02 fiegte über den Athletikverein Kontordia" und Eisen­trait" mit 19: 9 Punkten. Aus den Kämpfen in Gotha ging SC. Lurich 02 gegen SC. Lurich- Gotha mit 17:11 Bunften her vor. Den Ringfämpfen gingen jeweils vollendete Jiu- Jitsu- Demon ftrationen voraus. Die Sportgenossen wurden überall fehr freundlich aufgenommen und haben in jeder Beziehung für den Arbeiterfport gedanten geworben. Es schweben zurzeit Berhandlungen, die darauf hinausgehen, in Rönigsberg, Danzig und Kolberg un­gefähr im März mit derselben Mannschaft weitere Städtetämpfe auszutragen.

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Athletik- Sport- Club e. B., Berlin . Boden- Abteilung: Donnerstag, 14. Sa­nuar, 48 Uhr, Sodenihune bei Wegener, Frankfurter Allee 233.

Freie Ruberer und Ranufahrer. Sportkommiffion: Sikuna Dienstag, 12 Januar, bei Bolter, Rungestr. 16/17, 8 Uhr. Seber Berein muß einen Delegierten entfenden.

Freie Turnerschaft Wilmersdorf . Sonnabend, 16. Januar, 8 Uhr, im Vereinsheim in der Bürttembergischen Straße Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Bereinsoorhandes. Mitgliedsbuch legitimiert. Borher vünktlic 7 Uhr erweiterte Berfbandsfitung.

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Arbeiter Radfahrer- Bunb Solidarität. Bezirk I, Berlin : Donnerstag 14. Januar. 7% Uhr, wichtige Gikung der Schlichtungskommiffion bei Wolter, Sungefte. 17, Donnerstag, 14. Sanuar, 8 Uhr, bei Wittschuk. Petersburger Straße 7. Gizung aller Saalsporttreibenden, Reigenfahrer, Rabball- und Rad­Luzernsportler im 17. Berwaltungsbezirt. Am Montag, 18. Januar, 18 hr, findet bei Seipte, Scharumeber Ede Aronprinzenstraße, die Fraktions­fikung ftatt. Tagesordnung: Unfere Stellung zu den Sportabteilungen des

polofpieler.

Reichsbanners". Das Reichsbanner ift geladen. Der wichtigen Tagesordnung

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