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Mittwoch

11. August 1926

Unterhaltung und Wissen

Die Adlerjagd.

Bon Michael Brischwin

Wer auch nur einmal in seinem Leben in den Wüsten des Ostens genachtet hat, zu dem werden die Sterne der Großstadt immer von Adlern, Lagerfeuern und Auls( Kirgisensiedlungen) sprechen, von Kamelen, die ihre müden Knie vor den Feuern beugen und von ihren lugen Augen, in denen sich die niedrigen Wüstensterne wider­spiegeln.

Ich sehe oft die Wüstensteppe vor mir, meit abseits von schiff­tragenden Flüssen und Eisenbahnen, dort wo die Abhänge des alten Gebirges in den Himmel starren. Wir reiten auf fieinen Pferdchen auf Adlerfang in das Wüstengebirge Karadag. An meinem Sattel hängt das Adlernez. Mein Gefährte Hali hält in der Hand den Röder: das blutige, rauchende Herz eines eben getöteten Berg­hammels. In dem Tal vor Karadag stellen wir das Adlernetz so ouf, daß, wenn der Bogel wie ein Stein von oben auf die Beute stürzt, er frei in die Deffnung hineinfallen fann, aber mit aus­gebreiteten Flügeln nicht aus dem Netz herauskommt. In dieses Selt aus Netz legen wir das blutige Herz und verbergen uns in der nächsten Höhle.

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Die Zeit bis zur Dämmerung vertreiben die Geschichten des berühmten Adlerjägers Hali. Er erzählt mir, wie die Adler Hasen jagen, den Füchsen die Wirbelsäule brechen, und wenn man fie von Jugend auf dressiert, sogar einen Wolf stellen. Als es hell zu werden beginnt, und der schwarze Berggipfel erglüht, sehen mir, wie ein Adler Kreise über unserem Tal zieht. Sein Flug ist so ruhig als hätten Jungens einen Drachen steigen lassen und hielten ihn nun irgendwo an einem uns nicht sichtbaren Faden. Er hat einen Kreis gemacht und ist hinter dem Gipfel des Berges ver­schwunden. Natürlich hat er die Beute bemerkt, wagt aber nicht, fic sofort zu nehmen. Berät er sich mit den Seinen oder kontrolliert er die Vorräte, ob es sich lohnt, zu ristieren? Aufgeregt mit an­gehaltenem Atem warten wir in unserer Höhle auf den Entschluß des Adlers und sehen, wie er hinausfliegt, noch einen Kreis macht, einen Augenblick in der Luft mie hängen bleibt, und dann wie ein Stein auf das blutige Herz des Berghammels schießt. Bis in die Höhle hinein hören wir das Geräusch des fallenden Adlers. Wir eilen zu der Falle, er hat sich darin verstrict. Aber er. gibt seine Adlerhaltung nicht auf: der Schnabel offen, er zischt, ge­fpreizte Federn, zurüdgeworfener Kopf- und seine Augen sprühen schwarzes Feuer.. Aber das alles fümmert Hali nicht. Er um wickelt den Adier mit dem Netz wie einen Fisch, hängt ihn an den Sattel, und wir retten über die Silbertropfen des Morgentaus zurück in den Aul.

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Wir bringen Freude: Ein Adler geht nicht oft in die Falle. Man kann ihn dem reichen Mamyrchan, einem eifrigen Anhänger der Adlerjagd, für gutes Geld verfaufen. Nur muß man ihn natur­lich vor dem Verkauf zähmen und zur Jagd anhalten. Wir ziehen m unserer Jurte( Filzhütte der Nomaden) einen Strid von Wand zu Wand, setzten den Adler auf die Mitte, binden seine Klauen on den Strid an und beden ihm Kopf und Augen mit einer Beder­haube zu. Der blinde und angebundene Adler balanziert auf dem Cirid wie ein Afrobat. Und nun wird der Strick fortwährend be wegt und gezupft, damit der Bogel sich feinen Augenblid beruhige und nicht zu fich fomme. Er muß sich selbst auf immer verlieren, den Willen des Herrn vollkommen zu seinem machen. Der Adler muß ebenso gehorsam werden wie ein Hund der Freund des Menschen. Die Kirgifenjäger figen ringsum, die Rücken an Riffen gelehnt, und trinken Rumns( Stutenmilch). Auf dem Ehrenplatz fißt unser Gast Mamyrchan, der Besitzer einer Herde von 5000 Pferden und ein paffionierter Liebhaber der Adlerjagd. Er wendet fein Auge von dem Adler weg und gibt, faum daß dieser sich beruhigt hat, ein Zeichen, und ein Kirgife zupft am Strid.

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Die Jäger haben an Pferde- und Hammelfleisch sich fattgegessen, on Rumns vollgetrunken und fich fchlafen gelegt. Aber auch jetzt hat der Adler feine Ruhe. Wer aufmacht, mer hinausgehen will, mer einfach sich von einer Seite auf die andere wälzt, zieht unbedingt en dem Strick oder schlägt darauf. So vergehen ein, zwei Tage. Der zerschüttelte, blinde, hungrige Adler tann faum noch fizen. Er hodt mit gefträubten Federn da, als würde er jeden Augenblick wie ein verredendes Huhn vom Strid fallen. Jetzt nimmt man ihm die Lederiappe von den Augen und zeigt ein Stückchen nur zeigt! Bleisch. Wie ein Hund läuft jetzt der Adler durch das ganze Zelt dem Bleisch nach. Der zufriedene Momŋrchan lächelt, die Jäger lachen, und sogar die Hunde bliden erstaunt und unschlüssig, da sie nicht riffen, was fie tun sollen: Den Federn nach ein Adler man müßte ihn zaujen und benimmt sich wie ein Hund der Freund des Menschen.

nach.

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Ka!" schreit der Kirgise, nimm!" Und der Adler läuft ihm

Der Bogel gefällt Mamyrahan. Er mill den Adler auf der Sagb prüfen, jetzt sich auf ein Pferd und zeigt ihm ein Stückchen Cleisch: Ka!"

Und der Adler setzt sich ihm auf den Handschuh.

- er

Wir reiten wieder nach dem Wüstengebirge Karadag, wo es fehr viel Hafen gibt. Die Treiber jagen den Hafen uns zu und fhreien: Kujan". Der Hase rennt durch dasselbe Tal, in dem wir den Adler gefangen haben. Mamyrchan nimmt dem Adler die Lederkappe von den Augen, löst die Kette und läßt ihn los. Der Abler fliegt hoch, macht einen Kreis und fällt wie ein Stein hat die Krallen in den Hafen eingegraben, ihn an die Erde genagelt. Sa! ihn jegt mit dem Schnabel schlagen, schlagen! Oder noch ein­facher: die Flügel ausbreiten und den Hasen auf den Gipfel des Berges tragen! Und vielleicht denkt er schon daran: das rote, heiße Elut strömt ihm unter den Krallen, in den Augen entzündet fich wieder das schwarze Feuer, die Flügel sind geöffnet.

Noch einen Augenblick und er hätte sich vielleicht hoch in die Lüfte gehoben imd wäre in die Berge zu den Seinen geflogen, und när, frei und gewigt, nie wieder in die Falle der Menschen gegangen. Aber gerade in diesem Augenblick rief Mamŋrchan: Ka!" und zeigte ihm das aus dem Echaft gezogene, schon vorbereitete Stückchen Fleisch.

Und dieses halb ausgetrocknete, mit Schweiß und Teer durch­tränkte Stückchen hat eine solche Kraft über den Adler, deß er Berge d Familie und feine reidhe, noch marme Bente nergißt, auf den Gattel Mamyrchons fliegt und ihm erlaubt, seine Augen mit der Stappe zu verhüllen und die Rette zu schließen.

Mamyrchan stedt bas magische Stüdchen Fleisch sich wieder in ten Schaft und nimmt ruhig den Hasen...

( Aus dem Ruffischen übertragen von Michael Charol.)

Verfassungs- Festtag.

Bellage des Vorwärts

benn bedauerlicherweise dem Krausschen Buch die Resonanz ver sagt geblieben, die man ihm gewünscht hätte.

Es zeigt sich hier wieder einmal, aus welch sicherem Instinkt heraus ein Dante handelte, als er sich von Virgil durch alle Reiche feiner mittelalterlichen Welt führen ließ. Wir brauchen nun einmal einen Ariadnefaden durch das Labyrinth eines gewaltigen Ge schehens. Wir werden wohl nie so demokratisch werden, daß wir in der Erzählung oder im Drama ganz auf den Helden verzichten tönnen. Dieser Held" fann gleichwohl unseren demokratischen An. fprüchen voll genügen: indem er nämlich nicht wie die seligen Ritter und Fürsten sich unterfängt, den starken Mann" zu spielen und die Welt nach seinem Kopf umzufrempeln, sondern indem er passiv auf fie reagiert. Cervantes hatte seinen edlen Ritter Don Quichotte da­durch unsterblich gemacht, daß er die attive mit der passiven Rolle für ihn eintauschte vor mehr als 250 Jahren hat der spanische Dichter das Idol zertrümmert, an das unsre Monarchisten und Fridericus- Berehrer noch heute glauben. Der Held des modernen Epos tann also fein Tugendspiegel und Vorbild mehr sein, sondern höchstens der feste Bunft im Chaos, jene im technischen, nicht im moralischen Sinne verwendete Führerfigur, mit der Dante bereits vor bald sechshundert Jahren operiert hat. Man sieht an diesem Beispiel wieder einmal, daß eine fünstlerische Großtat alle Zeiten überdauert; besser gesagt: daß die Geseze der fünstlerischen Ge ftaltung über allen Wandel des Geschmad's und der Mode triumphieren.

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Der brave Soldat Schmejt" nämlich, den der jung ver storbene tschechische Dichter Jarorlar haschet geschaffen hat, und den uns jetzt der Berlag von Adolf Synef in Prag in deutscher Uebersetzung vorlegt, ist nichts anderes als ein Führer durch die Hölle des Weltkriegs. Das ist seine technische Funktion. Zugleich ist er passiver Held, an dem alle Mächte des verrotteten schwarz­gelben Militär- und Beamtenstaates ihr Mütchen fühlen. Ein Typus, Berförperung der Volksfeele mie Charles de Costers flämi­scher Eulenspiegel: faul, verfressen, verschmigt. Der Vorgesezten. verstand zerschelt rettungslos an diesem megen Blödheit superarbi­trierten", d. h. vorzeitig vom Militär entlassenen Trottel. Man muß das lesen, wie er, nur mit den Instinkten des Naturburschen ge­wappnet fleinbürgerlichen, durch keinerlei Ideale oder Ueber­legungen getrübten Instinkten allen Gesinnungsschnüfflern und Eisenfressern und Maul- und Zwedpatrioten vom Zivil und Militär ein Schnippchen schlägt. Das ist so föstlich und einzig, wie mir

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ONES DE TODeutsche nicht nur in unsrer Kriegs- sondern auch in der Friedens

Was tut man, wenn man fizzen bleibt Und einen Neid und Mißgunst treibt?

Man tut mit zornigem Gemüt Das, was man hier im Bilde sieht!

Der brave Soldat Schwejk.

Von Hermann Hieber.

Die Ereignisse des Weltkriegs sind oft genug pathetisch dargestellt worden pathetisch auch von pazifistischer Seite. Auch das, mas sich hinter der Front abspielte, ist uns erzählt worden: etwa in Heinrich Wandts Etappe Gent ". Und doch ist eine Lücke geblieben in all diesen Schilderungen. Es fehlte der Satiriker, der genügend weit von seinem Stoff abstand, um ihn leidenschaftslos Dorzutragen. Dieser Stoff ist zu gewaltig, als daß wir unsere individuelle Anteilnahme in ihn hineintragen dürften. Das Pathos­ermeist sich als stumpfes Wert. selbst das des wahren Dichters zeug zur Bewältigung dieser gigantischen Aufgabe. Was Emil 301a mit seinem Zusammenbruch" vielleicht eben noch vermocht hat, das vermögen wir, die wir nicht mehr an seine Gestaltungskraft heranreichen, denen aber zugleich der Stoff selber hundertfach über den Kopf gewachsen ist, nicht mehr zu vollbringen. Inzwischen haben wir ja auch ganz neue Darstellungsmittel bekommen: die modernen Reproduktionsverfahren, und vor allem den Film.

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Damit soll nicht gefagt sein, daß die schneidendste Waffe im Kampf gegen jede Fäulnis, die Satire, überflüssig geworden wäre. Es gibt einen Versuch, den Karl Kraus , der Heraus geber der Wiener Fadel", angestellt hat, den Weltkrieg in satirischen Dialogen zu schildern, fozusagen als Großes Welttheater an uns verüberziehen zu laſſen. Aber trotz seiner Kühnheit und Trefflich feit im einzelnen ist dieses Buch nicht in die Massen gedrungen. Dazu ist es viel zu umfangreich und zu toftspielig. Es tranft aber auch an einer literarischen Schwäche: es ist nicht zusammenge halten. Die Mitspieler wechseln beständig und sind vielleicht den Wienern, nicht aber uns Reichsdeutschen vertraut genug. So ist

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literatur nichts Aehnliches vorzuweisen haben. Es fallen einem nuir französische Parallelen ein etwa Claude Tilliers Onkel Benjamin". Oder eine russische: Gogols herrlicher Schelmenroman von den Toten Seelen", satirische Werke, mit denen um dieselbe Zeit, Mitte des 19. Jahrhunderts, der Feudalismus in Frankreich und in Rußland zur Strecke gebracht worden ist.

Der brave Soldat Schwejt" räumt mit der K. R. österreichischen Herrlichkeit auf. Wir warten noch immer auf den, der es ihm nachtut und mit ebensoviel Big das wilhelminische Deutschland in die Pfanne haut.

Neue Bahnen im Turnunterricht der Schule. Aus der Erkenntnis heraus, das der Wiederaufstieg unseres Boltes mur über die förperliche Ertüchtigung möglich ist, hat der Turnunter­richt in den Schulen, der wohl als der wichtigste Träger einer neu gestalteten Schulerziehung gelten muß, völlig neue Bahnen be Schritten, die Studienrat Uhlig an der Hand von Bildern im neuesten Heft von Reclams Universum" tennzeichnet.

Der alte Turnunterricht war in Bewegungsformen erstarrt, mährend der Sport fich in Refordleistungen erging. Das Kind sollte ganz wie die Erwachsenen turnen, und da sich dies mit dem tleinen Kind nicht recht durchführen ließ, blieb dieses ganz ohne Turnunterricht. Dabei ist gerade das Kind im 6. bis 9. Lebensjahr megen des Uebergangs zur Gebundenheit der Schularbeit den Ge fahren förperlicher Deformierung am meisten ausgesetzt. Im Gegen­faz dazu sieht die heutige Schule im Kinde ein Lebewesen mit Eigen­gefeßlichleit und eigenem Entwidlungsrhythmus, und der neuzeitliche Turnunterricht richtet sein Augenmert darauf, wie das förperliche und seelische Leben des Kindes verläuft, welcher Anreize es für sein Wachstum bedarf und welche Uebungen dieses am stärksten fördern. Man braucht nur eine geringe Zahl von Uebungsformen, um das Bewegungsbedürfnis des Kindes zu befriedigen, genügten doch den Griechen fünf Uebungen für eine ganze Lebenszeit. Es ist nur nötig, den Kindern, die von einem unbändigen Bewegungsdrang erfüllt find, den Weg freizugeben zu ungehemmter Bewegung, die rechte Be megungsform und das rechte Bewegungsmaß finden sie schon von selbst. Die Kinder werden heute nicht mehr an den starren Tatt und die Gleichbewegung gebunden. Die Kiaffe übt als Ganzes, aber jedes Kind folgt seinem eigenen Rhythmus und so bietet sich durch die Natürlichkeit und Freiheit der Bewegung ein Bild höchster Befriedigung. Die alte Schule hatte die Normierung der Form, wefensfremde Forderungen wurden an den Bewegungsverlauf und an die Haltung bei der Bewegung gestellt. Man fann einen Ber gleich aus der Reitkunst anführen. Früher nahm der Reiter beim Sprung über die Hürde das Pferd scharf in den Zügel, so daß es zufammengeriffen in Haltung" das Hindernis nahm, während heute der Reiter physiologisch denkt und dem Pferde die Zügel frei­läßt, so daß es langgestredt und völlig entspannt das Hindernis nehmen tann, wie es der Bewegungsmechanismus verlangt.

Beim Turnen des Kindes wird auch nicht mehr gefordert, daß der Hochsprung über die Schnur mit scharf gewinkelten Beinen, ge ftredtem Rumpf und straffem Beinschluß ausgeführt wird, sondern man läßt die Bewegung sich natürlich entfalten; zu diesem Zwede wird die Körperarbeit mit Inhalt, mit einer Idee, mit Bewegungs­motiven erfüllt. Der Hirtenfnabe wird nachgeahmt, der Flöte blasend über die Bergwiese springt; die Kinder ziehen wie die Ruderer in eintönigem Arbeitsgang die Riemen und man läßt sie wie Polizisten über Mauern und Zäune hinmeg den Flüchtling ver­folgen. Auf den wiedergegebenen Bildern sieht man Verfolgungs­spiel mit Hindernissen, bei dem die Kinder über eine aus vielen Balken gefügte hohe Band zu klettern haben, und fann so recht deutlich die Vorteile von Kraft und Gewandtheit erkennen, oder man sieht sie auf einem etwas erhöhten schmalen Steg stehen und wie die Schiffer auf lange Ruder drückend, um einen Kahn fort­zubringen, und bei dem vergeblichen Bemühen werden alle Muskeln angespannt. Je lebendiger die Idee den Kindern vor Augen steht, um so treuer und natürlicher fällt die Bewegung aus. Es wird tein Vorbild gegeben, damit sie nicht fopieren oder posieren; viel mehr muß jeder Ausdruck aus dem eigenen Bewegungsgefühl und der eigenen Phantasie heraus wachsen. So wird die Körperarbeit zur Ausdrucksgymnaftit, die Bewegung zur Sprache des Körpers.

Die Chemie der Tomate. Sehr eingehende Untersuchungen von 25 verschiedenen Tomatenmustern hat Dr. Bornträger, Neapel , vor. genommen und das Ergebnis in der Zeitschrift für Untersuchung der Nahrungs- und Genußmittel bekanntgegeben. Im Safte sowohl von unreifen wie von reifen Tomaten konnten Zitronen- und Apfelsäure nachgewiesen werden. Im Saft aus weichgewordenen Früchten ver schwinden diese beiden Säuren, dagegen fonnte im Saft aus weich gewordenen Früchten Bernsteinsäure nachgewiesen werden, währenb sich diese sonst im Saft nicht vorfand. Man fann daher annehmen, daß fonservierte Tomaten schon erweicht waren, wenn sich in der sonst einwandfreien Konserne Bernsteinsäure nachmeisen läßt. In teinem Fall murde bei den Untersuchungen Oralsäure in irgendeiner Form in Tomaten gefunden, so daß das Borurteil gegen den Genus ron Tomaten etwa durch Zuckerfranke unbegründet erscheint.